Archive for the ‘Film’ Category

Buchtipp: Darth Paper schlägt zurück

11. Juli 2014

Heute mal ein Buchtipp für die jüngeren Leser oder für Eltern von jüngeren Lesern. Es stammt natürlich aus dem weiten Raum des Star Wars-Universums und mein Sohn liebt es abgöttisch, Darth Paper schlägt zurück. Es ist ein Jugendbuch, geschrieben von Tom Angleberger. Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Origami-Yoda-Romane von denen inzwischen bereits vier Bände auf Deutsch erschienen sind. Der fünfte Band erscheint im Januar 2015 bei uns. In Deutschland erscheinen seine Bücher beim Baumhaus-Verlag, einem Unterlagverlag von Bastei-Lübbe Verlag.

Darth_Paper

Beginnen möchte ich einmal mit dem Autoren Tom Angleberger. Er ist US-Amerikaner und lebt als Autor von Kinderbüchern in Virgina, USA. Er begann seine Karriere als Journalist bei der örtlichen Tageszeitung und berichtete über Sitzungen von Gemeinderäten. Wahrscheinlich müssen diese Sitzungen so öde gewesen sein, dass er zu zeichnen begann. Das kann ich durchaus verstehen, denn ich machte auch die wichtige Ochsentour durch die Lokalredaktion und langweilte mich auch so manches Mal. In den Sitzungen begann Angleberger immer wieder zu zeichnen und entdeckte sein Talent. Als großer Fan der Star Wars-Kinofime entschied er sich, ein Buch über sein Hobby Star Wars zu veröffentlichen. Es handelte sich um das Buch: Yoda ich bin! Alles ich weiß!

Damit war der Grundstock für eine erfolgreiche Karriere als Buchautor gelegt. Er entwickelte aus dem Stoff die Origami-Yoda-Romane, die sich heute sehr erfolgreich verkaufen.

Die Bände lauten:

Band 1 – Yoda ich bin! Alles ich weiß!

Band 2 – Darth Paper schlägt zurück

Band 3 – Star Wars Wookiee – Zwischen Himmel und Hölle

Band 4 – Papp-Jabba greift an

Band 5 – Prinzessin Origami-Leia: Rettung in Sicht – erscheint 2015

Um die Bücher von Tom Angleberger überhaupt verstehen zu können, muss der Leser sich im Universum von Star Wars auskennen. Der Leser muss die Figuren der erfolgreichen Kinofilmreihe von George Lucas kennen, um zu wissen, wie die Figuren in den Büchern reagieren und warum sie so reagieren. Kennt man die Figuren aus den Star Wars-Filmen nicht, so hat man als Leser auch keine Chance, die Bücher von Tom Angleberger zu verstehen oder überhaupt Gefallen an ihnen zu finden.

Und damit wären wir auch schon bei unserem Buch Darth Paper schlägt zurück. Schon alleine der Titel ist eine Anspielung auf Star Wars. Mit Darth Paper ist natürlich der böse Charakter in Star Wars gemeint: Darth Vader, der Mann hinter schwarzen Maske, der mit einem roten Lichtschwert bewaffnet ist. Zudem erinnert das Buch an den Kinofilm “Das Imperium schlägt zurück”. Im Film und auch hier im Buch wird die böse Seite wieder mächtiger und schlägt zurück, wie es der Titel schon sagt.

Doch um was geht es in dem Buch? Autor Tom Angleberger hat geschickt, die Welt der Star Wars Kinofilme mit der Welt der Schule verwoben. Er nimmt Geschichten aus dem Schulallag einer US-amerikanischen Schule auf und verknüpft sie mit Zitaten aus der Star Wars-Welt. Im Grunde ist es eine Mischung von Gregs Tagebuch mit Star Wars-Elementen.

In Band 1 hat das Gute gesiegt. Die Bücher sind aus der Sicht von verschiedenen Schülern geschrieben, die auf die amerikanische Schule gehen. Im Mittelpunkt steht der Schüler Dwight. Dwight hat einen Origami-Yoda gebastelt. Origami ist eine Falttechnik aus Japan. Hier werden Papiere kunstvoll zu Figuren gefaltet. Dwight hat eine Yoda-Figur gefaltet, die Freude in die Schule bringt.

In unserem Band 2 kippt die Stimmung an der Schule. Dunkle Zeiten haben begonnen. Die McQuarie-Schule, Heimat von Origami-Yoda, wird von der Dunklen Seite der Macht heimgesucht: Darth Paper! Erschaffen von Harvey, der Origami-Yoda noch nie ausstehen konnte, bricht Darth Paper dauernd Streit vom Zaun.

Dwight gerät in den Ruf eines Unruhestifters und soll von der Schule verwiesen werden. Immer wieder wird Dwight vom bösen Harvey angeschwärzt. Es beginnt eine Art von Mobbing.

Da hilft nur eins: Die Schüler wollen beweisen, dass Dwight ein netter Kerl und Origami-Yoda eine echte Hilfe für alle Schüler ist. Aber das Gute unterliegt. Dwight samt Origami-Yoda werden am Ende des Buches von der McQuarie-Schule auf eine Privatschule verwiesen. Das Böse in Form von Darth Paper hat gewonnen.

Mein Sohn und ich mögen das Buch, weil es Geschichten aus dem Schulalltag bringt, die mit Geschichten von Star Wars angereichert werden. Das zeigt sich auch an den zahlreichen, lustigen Zeichnungen in dem Buch. So wird der Chor der Schule mit der Musikband aus der Mos Eisley verglichen. Die Musikband aus der Mos Eisley stammt aus dem Kinofilm Krieg der Sterne. Uns gefallen die Bezüge zwischen Buch und Filmserie.

Und es ist ein Buch zum Mitmachen. Es gibt zum Beispiel ein nettes Spiel in dem Buch, das wir zu Hause auch ausprobiert haben. Anstelle von Videospielen gibt es ein Pod-Racer-Rennen auf Papier. Pod Racer sind die Rennflitzer aus Star Wars, die mit großer Geschwindigkeit ein gefährliches Rennen fahren und immer wieder aus der Bahn fliegen. Auf einem Papier wird eine Rennbahn gezeichnet. Bleistifte stellen Pod Racer dar, die durch die Bahn geschoben werden. Wir haben zu Hause das Spiel gespielt und es macht einen großen Spaß und man braucht viel Geschicklichkeit.

Die Bücher sind ja Origami-Yoda-Romane. Da wird natürlich gefaltet. In dem Buch sind zwei Faltanleitung enthalten: Einmal für einen Yoda und einmal für Darth Paper. Das macht Spaß und verlangt ein wenig Geschicklichkeit.

Wer sich fürs Basteln und Origami aus der Star Wars Welt interessiert, dem sei dieser Blogpost empfohlen.

Predator im Hangar 7

6. Juli 2014

predator

Erst spät habe Ich den Film Predator zu schätzen gelernt. Dabei meine ich ausdrücklich den Film von John McTiernan aus dem Jahr 1987 mit Arnold Schwarzenegger. Alle Fortsetzungen und Crossovers und Variationen halte ich weiterhin für Müll – vor allem die Alien-Filme sind ein Verbrechen am Publikum.

Erst vor kurzem habe ich mir die Blu ray des Films ansehen und war wirklich gefesselt. Ich kann in dem Film natürlich einen harten Actionfilm sehen, aber auch eine sehr gute Parabel auf den Vietnamkrieg. Diese Parabel habe ich damals im Kino übersehen und eben erst vor kurzem auf Blu ray entdeckt. Schließlich spielt der Film ausschließlich im Dschungel und stellt die Aussichtslosigkeit der Kämpfer wunderbar dar. Die Bedrohung ist unsichtbar, kommt von allen Seiten und stellt sich nicht direkt zum Kampf – eben wie in Vietnam. Durch die Science Fiction-Elemente wie die feindlichen Außerirdischen kommt neuer Wind und eine neue Perspektive herein. Mir hat der Film nach Jahren endlich gefallen.

Wer ist das Monster?

Wer ist das Monster?

Um so überraschter war ich, als ich bei einem Besuch des PresseClubs Münchens im Hangar-7 in Salzburg eine riesige Statue eines Predators entdeckte. Sie steht etwas abseits beim Eingang zum Außenrestaurant. Der Ausstellungsbereich des Hangar-7 dient als Museum für die historischen Flieger der Flying Bulls und Formel-1-Rennboliden. Dort findet sich auch der Recycling Predator in der Ecke, dieser ist über zwei Meter groß und bewaffnet.

Eine Mitarbeiterin des Hangar-7 für unsere exklusive Führung des PresseCubs konnte leider keine Aussagen über die Figur treffen. Sie verwies auf die Marketing-Abteilung. Die Figur habe wohl dem charismatischen Chef der Flying Bulls Sigi Angerer gefallen und er habe sie gekauft und aufgestellt. Mir hat sie auf jeden Fall auch gefallen und ich habe auf gleich ein kleines Video gedreht – viel Spaß.

Star Wars: Messerblock in Form eines X-Wing-Fighters

27. Juni 2014

Messerset

Mitte August soll ein neues Star Wars-Merchandising-Produkt auf den Markt kommen, das mich als heimischer Küchenchef interessiert. Ein Messerblock in Form eines X-Wing. Mein Twitter-Kollege Jörg Helf hat mich darauf aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür.

Wir Star Wars-Fans können nun in der Küche auf traditionelle Messer setzen und müssen nicht immer unser Lichtschwert zum Zerteilen der Nahrung nutzen. Das Set umfasst fünf Messer:  Cook’s knife: 8″ (200mm), Bread knife: 8″ (198mm), Carving Knife: 9″ (225mm), Utility knife: 5″ (122mm) und Paring knife: 3.5″ (85mm). Insgesamt hat der Messerblock eine Länge von 34 Zentimeter, nimmt also relativ viel Raum in der Küche ein.

Genau das stellt mich vor ein Problem. Ich greife die Messer logischerweise mit dem Griff, also muss der Messerblock so gestellt werden. Aber richtig cool sieht der Messerblock in X-Wing-Form aber nur von vorne mit den Messerspitzen aus. Dumm – und einen Spiegel in der Küche für einen Messerblock will ich nicht montieren. Mal sehen, ob mir eine Lösung einfällt, die mich befriedigt. im Moment bin ich noch dabei, mein Star Wars-Kochbuch durchzukochen.

Geliefert wird der Messerblock ab August in einer Verpackung mit dem Logo von Star Wars IV, der bei uns unter Krieg der Sterne lief. Die Vorbestellungen werden jetzt schon entgegen genommen. Vor kurzem berichtete ich bereits über einen Salz- und Pfefferstreuer, der schon in die heimische Küche eingezogen ist. Ob der Messerblock nun folgt, muss die Macht im Hause entscheiden. Nett sieht er allerdings schon aus, oder?

Messerset2

Musiktipp: Pompeii von Clinton Shorter

25. Juni 2014

Das hätte ich nicht erwartet. Pflichtbewusst als VFX-Fan quälte ich mich durch den Film Pompeii als mir der Soundtrack auffiel. Zunächst dachte ich an den üblichen Hans Zimmer-Mist, aber dann hörte ich genauer hin. Für mich auf jeden Fall eine positive Überraschung – so die Musik von Clinton Shorter.

pompeii

Ich muss zugeben, den Kanadier hatte ich bisher überhört. Er hat schon ein paar Sachen gemacht, wie beispielsweise die Musik zu District 9, aber irgendwie war er meiner Aufmerksamkeit entgangen. Das sollte sich mit der Musik zu Pompeii ändern. Es ist ein großer, lauter Score geworden. Klar, das Thema nimmt wie so oft Anleihen von Carl Orff und Jerry Goldsmith, aber es macht Spaß, die Musik zu hören (auch wenn man den schrecklichen Film nicht gesehen hat). Durch den musikalischen Erfolg von Pompeii kommt jetzt auch Shorters Kompositionen zu 2 Guns zur Veröffentlichung.

Die Musik von Pompeii ist eine interessante Mischung zwischen Liebesthema, Gladiatorenmusik und Katastrophenfilm. Schwierig diese Kombination musikalisch umzusetzen ohne bei berühmten Vorbilder zu stehlen. Aber Clinton Shorter hat es prima gemacht und er hat selbst zur Gitarre gegriffen. Nach dem eher elektronisch gesprägten Soundtrack zu District 9 konnte Shorter seine orchestralen Fähigkeiten zur Geltung bringen. Der von Allan Wilson dirigierte Chor kam aus Bratislawa und wurde in der Slowak Radio Concert Hall aufgenommen. Das Orchester kommt dank deutscher Filmförderung aus Berlin-Brandenburg. Dirigent Lorenz Dangel sorgte mit dem Berliner Filmchor für die richtige Stimmung und das deutsche Filmorchester Babelsberg für die orchestrale Unterstützung. Das Medienbord Berlin-Brandenburg hat hier wieder bewiesen, wie die Zusammenarbeit mit US-Filmfirmen geht.

Insgesamt wurden 80 Minuten Score aufgenommen, wobei rund 45 Minuten auf CD von Milan Records veröffentlicht wurden. Vielleicht gibt es irgendwann eine neue Version des Soundtracks Pompeii mit der gesamten Musik.

 

Kompletter Müll: Film und Soundtrack zu Murderrock

23. Juni 2014

murderrock

Ich bin ja als Fan vieles gewöhnt und hab auch für vieles Verständnis. Die Kombination Lucio Fulci und Keith Emerson hätte funktionieren können. Hätte, hätte, Fahrradkette – die Kombination ist absoluter Schrott, wie das Beispiel des Films und Soundtracks Murderrock zeigt.

Lucio Fulci ist ein großer Meister des italienischen Horrorfilms, eigentlich des Gorefilms oder dessen Italo-Version die Giallo. Jugendschützer hatten Schaum vor dem Mund, wenn man in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts seinen Namen nannte. Derb, billig und provokativ waren seine Filme und immer ein bisschen zu viel des Guten. Jetzt kam ich dazu, die restaurierte Fassung seines Films von 1984 anzusehen: Murderrock.

Ganz, ganz großer Mist ist der Film – im Original hieß der Streifen Uccide a passo di danza, in den USA hieß der Film Dancing Death, The Demon Is Loose oder Slashdance. Wobei Slashdance dem Thema am besten entsprach. Geprägt von dem Tanzfilm Flashdance wurde Lucio Fulci vom Produzenten eine Art Tanzfilm mit Gore-Elementen zu drehen. Das war einfach Mist.

Und für den Soundtrack eines Tanzfilms den großen Tastenzauberer Keith Emerson zu wählen, war eine vorhersehbare Fehlbesetzung. Emerson ist ein großes Talent und hat die Rockmusik mit ELP bewegt, doch Tanzmusik der 80er Jahre konnte und kann er einfach nicht. Aber Keith Emerson brauchte wohl Geld. Seine große Zeit war vorbei und er klimperte sich durch zahlreiche Soundtracks, die interessant oder absolut katastrophal waren. Murderock war einer der letzteren. Die Originalfassung des Soundtracks hatte ich noch mit 11 Tracks auf Langspielplatte und vor kurzem entdeckte ich eine erweiterte Version aus dem Jahre 1993. Das japanische Label SLC brachte die Fassung mit Archivmaterial aus dem Cinevox-Archiven heraus. Es handelt sich um Hintergrundmusik zu den Slasher-Szenen – ohne Gesang, sondern rein Keith Emerson. Wegen dieser vier Stücke mit einer Gesamtlänge von rund sieben Minuten hab ich mir das Album Murderock nochmal gekauft. Und – so ungern ich es als Fan sage: Es war ein Fehlkauf.

Hier der deutsche Trailer zum Film

Und hier ein Auftritt von Keith Emerson im italienischen Fernsehen

Musikitpp: The Man Who Would Be King von Maurice Jarre

17. Juni 2014

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Schon vor Indiana Jones gab es Abenteuer auf der Kinoleinwand. Mein Vater nahm mich 1976 als Kind in den John Huston-Film Der Mann, der König sein wollte” ins Kino mit. Hier spielten Sean Connery und Michael Caine zwei britische Kolonialsoldaten, die auf der Suche nach einem Königreich Kafiristan (im heutigen Afghanistan) waren. Die Geschichte stammt von Rudyard Kipling und enthält viele Elemente der Freimauerei. Das Buch The Man Who Would Be King gibt es umsonst.

Mir hat der Film immer gefallen. Es war kein Actionmovie, sondern er war so wunderbar altmodisch. Wesentlich zum Gefallen hat mir vor allem der Soundtrack von Maurice Jarre beigetragen, die Musik geht mir heute noch immer durch den Kopf. Den Marsch, das Thema des Films, pfeife ich oftmals vor mich hin.

Komponiert wurde das Ganze von Maurice Jarre. Er ist der Vater des Synthesizier-Pioniers Jean-Michael Jarre und hat großartige Werke für David Lean komponiert: Lawrence von Arabien (1963), Doktor Schiwago (1966), und Reise nach Indien (1984). In diese Welt der epischen Filmmusik passt auch der Score zu der Mann der König sein wollte. Die Musik des Films wurde für den Golden Globe nominiert, bekommen hat er ihn allerdings nicht.

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Der Soundtrack The Man Who Would Be King wurde unter der Leitung des Komponisten von   Maurice Jarre durch das National Philharmonic Orchestra eingespielt und auf Langspielplatte veröffentlicht. Heute liegen zwei Veröffentlichungen des Soundtracks vor, die schwer zu bekommen sind. Die erste Fassung wurde vom Label Bay Cities in den neunziger Jahren veröffentlicht und war 1993 ausverkauft. Bruce Kimmel, ehemaliger Chef von Bay Cities, nahm den Soundtrack zu seinem neuen Label Kritzerland mit. Dort wurde die Musik remastert und in einer Auflage von 1000 Kopien neu auf den Markt gebracht. Auch diese Version, die wirklich klarer klingt als die ursprüngliche Bay Cities-Version, ist ein gesuchtes Sammlerobjekt.

Das Thema des Soundtracks basiert auf dem Irish Lied  „The Minstrel Boy“. Und Gottesdienstbesucher erkennen Reginald Heber’s „The Son of God Goes Forth to War“, das von Connery/Caine gesungen wird. Nett übrigens, dass der Song in der Folge „London, May 1916“ von “The Young Indiana Jones Chronicles episode” eingesetzt wurde. So schließt sich der Kreis zu Abenteuerfilmen.

Wer den Soundtrack irgendwo sieht, sollte ihn sich kaufen. Ich hab ihn sehr lieb gewonnen.

Star Wars Salz- und Pfefferstreuer

13. Juni 2014

Salz2

In die Kategorie “Sachen, die keiner braucht, aber der Fan haben muss”, fällt das Salz- und Pfefferstreuer-Set aus dem Star Wars-Universium. Dieses offizielle Lizenzprodukt von Lucas Film macht genau das, was es machen soll: Es ist ein Streuer für Gewürze – nicht mehr, nicht weniger. Sie haben die Größe von 9 x 6 x 7.5 cm und sind aus Keramik.

Dabei ist es eindeutig, wohin die Salzkristalle und die Pfefferkörner gehören, denn Darth Vader und die Sturmtruppe sind farblich recht deutlich zu unterscheiden. Für Puristen: Die Sturmtruppe hat drei Löcher, Vader dagegen nur zwei. Am Boden der Streuer ist ein Loch zum Nachfüllen. Freilich werden die Gewürze nicht mitgeliefert. Das wäre dann doch noch eine Geschäftsidee für Lucas Film, wen sie Gewürze aus dem Star Wars-Universum anbieten würden. Das käme den allgemeinen Kochtrend entgegen und die Schuhbecks dieser Welt bekämen Konkurrenz von der Mos Eisley-Kanitne.

Obwohl Salz und Pfeffer klar getrennt ist, werden wir interfamiliär die Gewürzordnung umstellen. In den schwarzen Vader kommt das weiße Salz und in die weiße Sturmtruppe der schwarze Pfeffer. Der Grund ist ein einfacher: Vader ist in der Familie beliebter und wir wollen ihn mehr anfassen. Und Salz wird hier mehr benötigt als Pfeffer. Ja, ich weiß: Das sind Probleme mit dem Salz- und Pfefferstreuer.

Salz

 

Aufruf: Wer hat Fragen an Stanley Kubricks Erben?

1. Juni 2014

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Filmfanatiker bin. Mein Regie-Gott heißt Stanley Kubrick. Kubrick ist leider bereits verstorben, doch diesen Donnerstag wird ein Traum von mir wahr: Ich treffe seine Witwe Christiane Kubrick und ihren Bruder Jan Harlan. Etwas aufgeregt bin ich schon.

Auf Vermittlung des Taschen Verlages fliege ich auf eigene Kosten nach London und lausche auf dem Landsitz der Kubricks der Präsentation eines neuen Buches: „The Making of Stanley Kubrick’s 2oo1: A Space Odyssey’“. Da gibt es auch ein Interview mit den Erben. Und ich kann sicher dem legendären Verleger Benedict Taschen die Hand drücken.

Und jetzt ist die Reihe an euch: Habt ihr Fragen, die ich in eurem Namen stellen soll? Was wollt ihr über Kubrick und 2001 wissen? Was liegt euch auf der Seele? Bitte nur Fragen stellen, die die Erben auch beantworten können. Ich sammle eure Fragen und ergänze sie um meine neugierigen Fragen. Anschließend werde ich freilich über das Ereignis mehrere Blogbeiträge verfassen.

Ein neues 2001-Buch von Taschen und ich darf mit Kubricks Erben sprechen. Foto: Taschen

Ein neues 2001-Buch von Taschen und ich darf mit Kubricks Erben sprechen. Foto: Taschen

Das Buch „The Making of Stanley Kubrick’s 2oo1: A Space Odyssey’“ kommt im Juni auf den Markt und ist auf 1500 Exemplare limitiert. Kostenpunkt 500 Euro, aber es gibt auch zwei Spezialeditionen in 250ger Auflage für jeweils 1000 Euro. Ich werde das Buch noch ausführlicher besprechen. Aber soviel steht fest: Das bisher veröffentlichte Bildmaterial ist der Hammer. Es sind wirklich neue Fotos hinter den Kulissen, Zeichnungen und Skizzen. Für jeden Science Ficition-Fan wird es der richtige Kauf sein. Über die Qualität dieses filmischen Meisterwerkes muss ich wirklich kein Wort mehr verlieren.

Dreharbeiten zu 2001 mit Regie-Gott Kubrick. Foto: Taschen

Dreharbeiten zu 2001 mit Regie-Gott Kubrick. Foto: Taschen

Das Making-of-Buch besteht aus vier Bände in einer Metallbox, die freilich an den berühmten Monolithen erinnert. Die Designer, die bereits das berühmte Napoelon-Buch von Kubrick produziert haben, haben sich jetzt auch um 2001 verdient gemacht. Das Buchcover schuf Wayne Haag.

Die vier Bände umfassen:

Volume 1: Film stills

Volume 2: Behind the scenes (including new interviews with lead actors, senior production designers, and key special-effects experts)

Volume 3: Facsimile of original screenplay

Volume 4: Facsimile of original 1965 production notes

Und zudem gibt es noch den legendären 2001 Comic, den ich schon lange gesucht habe.

Faszinierendes Material zu 2001 in vier Bände. Foto: Taschen

Faszinierendes Material zu 2001 in vier Bände. Foto: Taschen

Aber mehr, wenn ich das Buch in den Händen halte. Jetzt geht es erst einmal an Fragen sammeln für das Interview mit Christiane Kubrick und Jan Harlan. Ich freue mich wahnsinnig.

 

Persönliche Gedanken zum Tode von Karlheinz Böhm

30. Mai 2014

Karlheinz Böhm ist tot. Leider durfte ich diesen Mann nicht persönlich kennenlernen, dennoch habe ich viele Erinnerungen an diesen Schauspieler. Im Grunde war Karlheinz Böhm mindestens ein- bis zweimal bei uns zu Besuch.

Immer dann wenn meine Mutter Sissi anschaute. Die Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm gehörte zum Standardrepertoire in meinem elterlichen Haushalt. Die öffentlich-rechtlichen Sender brachten einmal im Jahr Sissi in die Flimmerkiste, der ORF machte es ebenso. Als ich dann meiner Mutter die Sissi Trilogie auf VHS und später auf DVD schenkte, schaute Karlheinz Böhm bei uns zu Hause noch öfters vorbei.

Als Jugendlicher mochte ich die Filme nicht. Mir war das zuviel K und K-Herrlichkeit, heute freue ich mich, wenn ich die Dialoge nachsprechen kann. Als Hitchcock-Verehrter war mein Lieblingsfilm von ihm natürlich Peeping Tom (1960) von Michael Powell, in der Böhm einen geistesgestörten Killer spielte. Mein Gott und der Kerl konnte gut spielen. Kein Kaiser Franz Joseph-Gehabe, sondern knallharte Schauspielkunst eines eiskalten Mörders, der mit seinem Kamerastativ tötete und seine Opfer dabei filmte. Wahnsinn.

boehm

Und dann gab es noch den Karlheinz Böhm, der bei Wetten dass bei Frank Elstner seine Wette verlor. 1981 wandte er sich vor laufenden Kameras direkt an das Publikum und forderte die Menschen auf, eine Mark für die Hungernde in Afrika zu spenden. Auch meine Eltern spendeten damals, weil sie sehr berührt von dem Aufruf waren. In einer Unterhaltungssendung gab es auf einmal ernste Töne. Böhms Stiftung Menschen für Menschen war mit einem Schlag unglaublich populär

Karlheinz Böhm, du hast etwas bewegt und Menschen geholfen. Von dir wird man sagen: Er war ein guter Mensch. Und lieber Karlheinz Böhm, du kannst gerne wieder mit Sissi bei uns zu Besuch kommen.

 

Musiktipps: Godzilla-Soundtracks von Alexandre Desplat und Akira Ifukube

30. Mai 2014
Zweimal Godzilla aufs Ohr. Der Soundtrack von 1954 und von 2014.

Zweimal Godzilla aufs Ohr. Der Soundtrack von 1954 und von 2014.

Als Godzilla-Fan seit Jugend an, musste ich mir gleich den Soundtrack Godzilla zum neuen Monster-Film kaufen. Ich staunte nicht schlecht, als ich als Komponisten des Scores den Franzosen Alexandre Desplat entdeckte.

Desplat hatte mit den Soundtracks zu letzten beiden Harry Potter-Filmen sehr düstere Musik abgeliefert. Für mich stand Alexandre Desplat bisher eher für heitere Filmmusik wie The Queen oder Girl with a Pearl Earing und vor allem für kleinere, intelektuellere Filme. Aber durch die beiden Potter-Soundtracks wurde Alexandre Desplat wohl in die vordere Reihe der Komponisten katapultiert. Golden Globe- und Grammy-Gewinner Alexandre Desplat war bereits viermal für den Oscar nominiert, bekommen hat er den goldenen Kamerad noch nicht.

Mit Godzilla wagt sich Desplat in ein für ihn neues Genre vor und er löst es gekonnt, aber nicht mit Bravour. Natürlich gibt es ein wenig donnernden Tonzauber, aber wunderbar sind seine leisen Töne auf dem Godzilla-Soundtrack. Es ist ein klassischer Score und nicht so ein Rock-Gepolter wie bei Roland Emmerichs Godzilla-Version. Emmerichs Hofkomponist David Arnold lieferte damals Musikkost in bewährter Manier, wobei ich zugeben muss, dass ich die eigentlichen Score-Aufnahmen zum Emmerich-Film noch immer suche. Die bisherigen Ausgaben sind mir schlichtweg zu teuer. Die Hitmusik war schrecklich.

Der Godzilla-Score von Desplat nimmt sich in weiten Teilen sehr zurück, kommt meist leise daher ohne Effekthascherei und setzt sogar ein Piano ein. Und der Score bleibt düster und sorgt für eine dichte Atmosphäre. Dabei verfällt nicht in schwulstige Dramatik, wie es bei dem Thema Godzilla zu erwarten wäre. Desplat versteht sein Handwerk, soviel steht fest. Aber so richtig will bei mir der Funken nicht überspringen. Es ist en sehr solides Werk, aber für mich nicht die musikalische Offenbarung, die einem Godzilla-Film würdig wäre. Ich kenne die Hintergründe der Produktion nicht, aber manches Mal hört es sich an, dass Desplat zu wenig Zeit hatte.

Aber – und das ist ihm hoch anzurechnen – macht  Alexandre Desplat nicht den Fehler, den großartigen Godzilla-Soundtrack von 1954 von  Akira Ifukube zu kopieren oder interpretieren zu wollen. Akira Ifukube hat schlichtweg DEN Godzilla-Soundtrack geschaffen und alle Vergleiche mit diesem Meisterwerk müssen hinken. Die elektronischen Effekte, die das Schreien von Godzilla simulieren sollen, hatten mich damals in den Bann gezogen. Es kommen verschiedene Leitmotive und große Orchestrierung, Chor und Pathos zum Einsatz.

In Japan heißt Godzilla ja eigentlich Gojira (eine japanische Wortmischung aus Gorilla und Wal) und der Soundtrack erschien in verschiedenen Fassungen. Einmal als Mischung bei EMI zwischen Music und Effekte. Zum 50. Geburtstag erschien der Soundtrack restauriert und erweitert. Ich habe mir die Fassung von 2014 – also die 60. Geburtstag Edition – gekauft und lieb gewonnen. Jeder Godzilla-Fan sollte dieses wirklich gute Soundtrackwerk besitzen. Akira Ifukube Version von Godzilla ist und bleibt die beste.