45 Minuten hatte ich auf der Hair & Beauty in Frankfurt Zeit, die Besucher davon zu überzeugen, dass Friseure auch auf Social Media in ihrer Kommunikation setzen sollten. Auf Einladung der Messe Frankfurt durfte ich auf der wichtigen Friseurmesse mit angeschlossener Deutscher Meisterschaft für Friseure referieren. Es war ein großes Stück Arbeit, die aber Spaß gemacht hat. Wer Friseurmessen kennt, weiß welcher Krach und hohe Lautstärke dort herrschen.
Social Media ist keine Einbahnstraße.
Tenor meines Kurzvortrages: Social Media stärkt die Marke und kann verschiedene Probleme des Friseursalons lösen. Viele Friseure haben aber noch nicht begriffen, worin die Macht von Social Media besteht: Emotionalisierung und direkter Dialog mit den Kunden. Kein innovativer Friseur kann sich dem Social Web mehr entziehen. In meiner visuellen Präsentation erhielten die Teilnehmer einen Eindruck über die Macht und Wirkung von Social Media wie Facebook, Twitter und Co und wie sich der Einsatz von Social Media Marketing auf mehr Umsatz auswirkt.
Facebook steht bei Friseuren ganz oben auf der Liste.
Die Kommunikation hat sich von einer Einbahnstraße in einen wirklichen Dialog durch Social Media verändert. Facebook, Google Plus, Twitter & Co sind nur nicht weitere Kanäle, sondern haben die Art der bisherigen Kommunikation in Massenmedien auf den Kopf gestellt. Empfehlungsmarketing ist heute wichtiger denn je. Wenn meine Freunde oder Bekannten etwas empfehlen, ist es glaubwürdiger für mich als wenn eine klassische Anzeige oder ein klassischer Artikel erscheint. Diese neue Art der Kommunikation muss daher glaubwürdig und authentisch sein. Zudem muss ich bereit sein, einen wirklichen Dialog zu führen. Das Ergebnis ist Akzeptanz bei meinen Zielgruppen. Der Friseur kann durch Social Media neue Trends, neue Produkte, neue Mitarbeiter gewinnen und sich eine teure Marktforschung sparen. Und außerdem macht diese neue Art der Kommunikation einfach Spaß. Wichtig ist aber dabei Medienkompetenz. Denn es muss klar sein, diese Kommunikation ist öffentlich und nachvollziehbar.
Natürlich nutzte ich die Chance und wies auf mein Buch „Social Media für Friseure“ hin. Und scheinbar überzeugten meine Ausführungen. Zahlreiche Buchverkäufe und Einladungen zu weiteren Präsentationen zeugen von dem Erfolg. Aber richtig ungewohnt war für mich einige Bitten einiger Messebesucher, eine Widmung in das Buch zu schreiben. Leute, so müssen sich Stars fühlen – vielen Dank.
Empfehlungsmarketing ist das Zauberwort in Social Media. Wenn mein Freund sagt, das Produkt sei gut, dann glaube ich ihm. 2009 hatte Nielsen öffentliche Bewertungen auf Plattformen mehr Wirkung zugestanden als die Berichterstattung in klassischen Massenmedien wie Radio, Zeitung oder Fernsehen.
Und wir wissen auch, dass mobile Kommunikation der Markt der Gegenwart und der Zukunft ist. Die Kombination von Empfehlungsmarketing und mobiler Kommunikation nutzen findige Unternehmer für ihre Kommunikation. Ein wunderbares Beispiel dafür habe ich vor kurzem im Allgäu angetroffen. Ich war auf Einladung der Kurverwaltung Bad Hindelang zu einer Veranstaltung „Philosophie am Pass“ eingeladen, um über Social Media zu referieren. Untergebracht war ich im Hotel Prinz-Luitpold-Bad. Bereits 1864 erbaut, liegt das Hotel an einem Südhang mit großartigem Blick auf den Allgäuer Teil der bayerischen Alpen. Deutschlands höchst gelegene Schwefelquelle bildet zusammen mit alpinen Hochmoor den Schwerpunkt des Bäderangebotes, das ich genoss. Die Quelle war auch der Grund für die Verleihung des Namens „Prinz-Luitpold Schwefel Mineralbad“ im Jahr 1888 durch den bayerischen Prinzregent Luitpold.
Soweit zur Tourismusgeschichte: Beim Einchecken in das Hotel Prinz-Luitpold-Bad checkte ich selbstverständlich auch bei Foursquare ein. Überrascht war ich, dass das Hotel dort bereits angelegt war. Ebenso überrascht war ich, dass in dem gesamten Hotel WLAN zur Verfügung stand. Den Zugangscode bekam ich sofort an der Rezeption. Mein erster Eindruck des Hotels war als digitaler Mensch sofort positiv. Ja, hier kann ich bleiben, hier fühl ich mich wohl – die Hotelierfamilie Gross hat mitgedacht.
Aber es ging noch weiter als ich nochmals auf Foursquare am iPhone blickte. Ich bekam für mein Einchecken und das Teilen der Information einen Aperol Spritz auf Kosten des Hauses. Ich sollte mich einfach bei der Rezeption melden und erhielt anschließend in der Bar den kostenlosen Modedrink. Hab ich gleich gemacht: Auf Teilen in Facebook und Twitter gedrückt, meine Freunde bekamen mit, in welchem schönen Hotel ich nächtigte und alle waren zufrieden: Der Hotelier bekam kostenlose Imagewerbung, ich bekam einen kostenlosen Drink und meine Freunde bekamen die kostenlose Information über ein Hotel. Gleich darauf kam in Twitter eine DM von einer Twitterfreundschaft, in der ich nach der Adresse des Hotels gefragt wurde. An diesem kleinen Beispiel aus der Hotelbranche sehe ich: Empfehlungsmarketing funktioniert.
Abends beim Bier fragte ich den Hotelier Armin Gross. „Wir machen mit solchen Aktionen unser Hotel zukunftsfähig. Die Mehrheit unserer Gäste bemerken solche Aktionen natürlich nicht, aber wir wissen genau, dass eine neue Generation von Gästen kommt und die erwarten nicht nur perfekten Service, sondern auch Aktivitäten auf verschiedenen Social Media-Plattformen.“ Recht hat er: Armin Gross hat die Website des Hotels Google optimiert und wertet die mit Google Analytics aus. Er arbeitet mit Blogs, hat eine Webcam installiert, das Hotel ist oben bei der Google-Suche gelistet und Armin Gross wirbt mit Google-Anzeigen und ist auch in Facebook und Twitter unter @Luitpoldbad aktiv. Bei HRS und Booking sammelt er haufenweise positive Bewertungen. So stelle ich mir gelungene Markenkommunikation in Zeiten von Social Media vor. Für mich steht fest: Hier komm ich gerne wieder hin zum Abhängen, Entspannen und Auftanken.
Dass sich Neuigkeiten innerhalb sozialer Netzwerke rasend schnell verbreiten, ist jetzt wirkliche keine Neuigkeit. Aber jetzt gibt es den mathematischen Beweis dafür von der Uni Saarland, aber so richtig kapiert habe ich nicht, muss ich zugeben.
„Es ist faszinierend“, sagt Tobias Friedrich vom Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“. Bisher habe man immer vermutet, dass das unkontrollierte Wachsen in einem sozialen Netzwerk eine Struktur fördere, über die sich Informationen sehr schnell verbreiten lassen. „Wir können das nun mathematisch nachweisen“, erklärt Friedrich, der im Exzellenzcluster die Nachwuchsgruppe „Random Structures and Algorithms“ leitet.
Zusammen mit seinen Forscher-Kollegen Benjamin Doerr, Honorarprofessor für Algorithmen und Komplexität an der Saar-Uni, und dessen Doktoranden Mahmoud Fouz wies er nach, dass sich die Informationen in sozialen Netzwerken noch schneller verbreiten, als in Netzwerken, in denen jeder mit jedem kommuniziert, oder deren Struktur völlig zufällig gewachsen ist.
Grund dafür, so die Forscher, sei das Zusammenspiel zwischen sehr gut und gering vernetzten Personen. „Eine gering vernetzte Person hat natürlich viel schneller ihre wenigen Kontakte informiert“, so Friedrich. Es sei jedoch auch nachweisbar, dass sich unter solchen Kontakten immer sehr gut vernetzte Personen befinden, die wiederum von sehr vielen Personen angefragt würden. Auf diese Weise werde in rasender Geschwindigkeit jeder über die Neuigkeit informiert, so Friedrich. Um das Beziehungsgeflecht in einem realen sozialen Netzwerk zu abstrahieren, nutzten die Forscher sogenannte „Preferential Attachment Graphs“ als Netzwerk-Modell. Es beruht auf der Annahme, dass sich neue Mitglieder eher mit bereits bekannten Personen vernetzten als mit unbekannten. Der Kommunikation legten sie ein Modell zugrunde, nach dem jede Person in gleichen Zeitabständen Informationen abfragt und angefragt wird, niemals aber erneut bei dem zuvor genutzten Kontakt.
Der mathematische Beweis, so Friedrich, umfasse rund 12 Seiten. Verständlicher erklären die Saarbrücker Informatiker ihre Beweisidee im Artikel „Why Rumors Spread Fast in Social Networks“, der im kommenden Juni in der Fachzeitschrift „Communications of ACM“ erscheint. Die dort veröffentlichten Artikel werden vorab von unabhängigen wissenschaftlichen Gutachtern überprüft.
Wer die Beweisidee nachvollziehen will, kann das gerne hier tun – und mir es dann noch einmal erklären.
So leid es mir persönlich tut: Twitter ist und bleib in Deutschland wohl eher eine Randerscheinung – zumindest wenn man den internationalen Vergleich heranzieht. Der Kurznachrichtendienst hat im Land der Dichter und Denker eher ein Nischendasein. Dies wird wieder deutlich, wenn man die jüngste Untersuchung von ExactTarget beim Lieblingsthema der Deutschen anschaut: Fußball
Das Unternehmen ExactTarget untersuchte die Tweets bei der zurückliegenden Champions League. Sowohl im Netz als auch auf dem Fußballfeld unterlag der FC Bayern dem glücklichen Gewinner Chelsea London. Mit rund 73 Prozent von weltweit insgesamt 1,8 Millionen Tweets ist Chelsea London der klare Social Media-Gewinner der Champions League.
ExactTarget, Anbieter von E-Mail-Marketing- und interaktiver Marketing-Lösungen, hat eine Woche lang weltweit alle Tweets zum Finale Bayern gegen Chelsea erfasst: Das Monitoring ergab unter anderem: Insgesamt gab es weltweit rund 1,8 Millionen Tweets zur Auseinandersetzung, davon 1,12 Millionen am Finaltag der Champions League. In 73 Prozent der Tweets wurde Chelsea London genannt, Bayern München dementsprechend nur in 27 Prozent der Tweets. Rund 70 Prozent der Beiträge auf Twitter wurden in Englisch verfasst, gefolgt von etwa 16 Prozent in Spanisch und nur 3,5 Prozent in Deutsch.
Fußball am Hauptbahnhof in München, aber ohne Twitter.
Das zeigt mir, dass Twitter noch nicht richtig in Deutschland angekommen ist. Während Facebook für die Masse ist, scheint Twitter mit seinen 140 Zeichen in Deutschland wohl nur ein Netzwerk für eine gewisse sprachliche Elite zu sein. Die hat entweder mit Fußball nichts am Hut, oder – und das glaube ich vielmehr – die Masse ist eben nicht auf Twitter unterwegs. Meine Timeline am Abend der Champions League war voll von Fußball, aber wohl zu wenig im internationalen Vergleich.
Entweder ist es eine wunderbare Idee für Social Media-Marketing oder es ist en simpler Gag, um Verkaufszahlen von Klamotten nach oben zu treiben. In Brasilien geht C&A neue Social Media-Wege: Displays auf Kleiderbügeln zeigt Beliebtheit von Klamotten an.
Die Idee ist einfach und genial. Die Modekette verknüpfte die Facebook-Daten (Gefällt mir) mit den Filialen des Unternehmens. Mit der Aktion „Fashion likes“ zeigen nun Kleiderbügel an, wie viele Kunden auf der brasilianischen Facebook-Firmenseite bei dem gewählten Kleidungsstück „Gefällt mir“ gedrückt haben.
Sobald Like gedrückt wird, werden diese in Echtzeit im Shop auf einen Display angezeigt. So soll den Brasilianern die Wahl eines Kleidungsstücks erleichtert werden, nach der Devise: Wenn es anderen gefällt, dann gefällt es auch dir. Wer schon einmal Klamotten gekauft hat, weiß aber auch, dass auch andere Faktoren, wie Größe, Budget oder Farbe wichtig sind. Dennoch: Facebook zieht weiter in unser Leben ein.
Live hatte ich Peter Gabriel bisher noch nie gesehen. Ich kenne zwar einige Super 8-Aufnahmen aus Zeiten von Genesis, als sich das damalige Haupt der Superband als Fuchs oder Blume in Frauenkleider verkleidet hatte und eine geniale „Lamb lay down on broadway“-Show ablieferte. Den neuen Peter Gabriel kenne ich nur von CDs oder von seinen kommerziellen Knaller wie Sledgehammer oder Red Rain. Ein Konzertbesuch hatte sich nie ergeben – bis jetzt.
Peter Gabriel ist ein Künstler. Und er ist ein wahrer Künstler. Er zelebrierte mit seinem New Blood-Orchester eine wunderbare Bühnenshow in der mit 6000 Besuchern schlecht verkauften Münchner Olympiahalle. Gabriel setzt auf seine eindrucksvolle Stimme und moderne Lightshow und Bühnenzauber. An seine Show mit seinem 46-köpfigen New Blood Orchestra muss sich der Zuschauer erst gewöhnen. Alte Songs in neuer Verpackung und nicht nur Songs von Peter Gabriel. Erste Überraschung: Der Künstler führt durch sein Programm auf Deutsch. Mit Spickzettel bewaffnet sagt er die einzelnen Songs an, erläutert die Hintergrunde zu den Liedern und findet so zu seinem Publikum. Den Start der Show ist auch eine Verbeugung an Deutschland. Er bringt den Bowie-Klassiker „Heros“. Bowie schrieb den Song in Berlin und hier wurde er durch Christiane F. bekannt. „We can be Heroes“, geht dem zumeist älteren Konzertbesuchern runter wie Öl.
Die Interpretation seiner Songs durch ein klassisches Orchester unter der Leitung von von Ben Foster war für viele Ohren gewöhnungsbedürftig. Gabriel wendet sich vom Rock ab und transformiert seine musikalischen Geschichten eher in eine Art Weltmusik. Der Kommerz muss außen vor bleiben. Hier gibt es nichts zum Mitwippen, obwohl das Münchner Publikum auf Gelegenheiten zum Klatschen sucht. Den Gefallen tut der Künstler Gabriel mit seinen komplizierten Songgemälen kaum. Erst als Solsbury Hill ertönt, springen die Oldies von den Stühlen und finden ihren Klatschrhythmus. In seinen Erläuterungen geht Gabriel Immer auf die Macht von sozialen Netzwerken ein, die die Welt verändern. Leute nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand – so etwas gefällt mit Künstler und dem Publikum. Das wird spätestens bei Biko klar, wenn zahlreiche Fans die Faust erheben. Hier kommt irgendwie der Spirit von Heros wieder durch: We can beat them, For ever and ever, Oh we can be Heroes, Just for one day.
Der 62jährige Künstler liefert keine Greatest Hits-Show ab, sondern Neuinterpretationen vieler Werke. Und obwohl immer wieder Zwischenrufer nach Sledgehammer rufen, bleibt der Top Ten Hit außen vor. Gabriel verweigert sich und geht seinen Weg, den richtigen Weg. Er biedert sich nicht seinem Publikum an, sondern versucht über orchestrale Arrangements das Herz und das Hirn seines Publikums er erreichen. Berührend war die Magie, die von Gabriel-Songs ausgeht. Tränen in die Augen steigen dem Zuschauer, wenn Gabriel von seine hundertjährigem Vater singt und dazu unscharfe schwarzweiß Filmaufnahmen zeigt. Die Bühnenshow war großartig und zeigte, was moderne Präsentationstechnik so alles kann. Bei Folter-Song Wallflower bringt Gabriel erstmals die ganze Multimedia-Technik zum Einsatz. Lichter, Spots, wechselnde Farben, Computereffekte, Überblendungen, Animationen und ein Spiel mit der Bühnenkamera. Eine Show, die einem langen in Erinnerung bleibt. Bei Red Rain färbt sich die Bühne in Rot. Gänzlich unaufgeregt der Schluss, bei dem er sein Publikums in Bett schickt. „The Nest that sailed the Sky“ ist New Age-Stück pur, gänzlich ohne Gesang. Ein gelungener Konzertabend mit einem eigensinnigen Künstler. Jetzt kauf ich gleich mal die Doppel-CD zur Erinnerung Live Blood
Während die digitale Avantgarde in Berlin auf der 6. re:publica herumtanzt, haben die Daheimgebliebenen die Chance auch ein wenig Blogger- & Social Media-Feeling zu bekommen. Die Hanns-Seidel-Stiftung veranstaltet am Donnerstag , 3. Mai, ihren Kongress „Facebook, Twitter und Co.@Politik“. Bisher haben rund 150 Leute zugesagt, aber es sind noch Restplätze in dem Konferenzzentrum der HSS frei.
Um was geht es? Klar, es geht um Politik in den sozialen Netzwerken. Nach dem Bundeskongress der Piraten ist das Thema heiß. Die CSU hatte ihren Netzkongress und nun ordnet die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung die Diskussionen ein. Aber keine Angst, es kommen nicht nur konservative Meinungen zu Wort, denn die HSS will „demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage“ fördern – damit kann ich sehr gut leben und so habe ich es auch immer erlebt.
Renate Dodell, MdL
Das Podium ist wunderbar besetzt und bietet eine hervorragende Gelegenheit zum Diskutieren. Es sind dabei: Renate Dodell, MdL. Renate Dodell ist stv. Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion und sie arbeitet exzellent u.a. mit Facebook. Dabei schafft sie es, private und politische Äußerungen zu kombinieren. So ist Renate Dodell auch eine ambitionierte Hobby-Fotografin. Ihre Fotos, gerade aus dem bayerischen Oberland, sind eine Augenweide und sie kommt auch so in Kontakt zu Leuten, die nicht unbedingt der CSU nahe stehen. Ich bin sehr gespannt auf ihre Ausführungen. Ihr Twitter-Account ist hier.
Prof. Dr. Daniel Michelis
Der nächste im Bunde ist Prof. Dr. Daniel Michelis von der Hochschule Anhalt. Sein Schwerpunkt ist Digitale Kommunikation und er ist auch Herausgeber des „Social Media Handbuchs“. Ich bin sehr interessiert, wie sich Social Media aus wissenschaftlicher Sicht präsentiert. Sein Twitter-Account ist hier.
Andreas Jungherr
Ebenso ein Mann der Wissenschaft ist Andreas Jungherr, M.A.. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Soziologie mit dem Forschungsprojekt: „Politische Kommunikation in sozialen Netzen“ an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, ein Franke im Netz also. Sein Twitter-Account ist hier.
Andreas Bachmann
Ein alter Kollege ist Andreas Bachmann, der Redaktionsleiter „Kontrovers – Das Politikmagazin“ Bayerischer Rundfunk. Gerade Massenmedien müssen auf die Sozialen Netzwerke reagieren. Das klassische Sender-Empfänger-Modell klappt nicht mehr. Nicht zuletzt gab es bei Phoenix auf dem Parteitag der Piraten die Diskussion, ob Massenmedien wie Fernsehen komplett dabei sein sollen. Die Berichterstattung in den Sozialen Netzwerken ging auch ohne Fernsehen sehr gut weiter. Ich fühlte mich von der Netzberichterstattung gut informiert. Also, es ist spannend, wie Fernsehen auf das Massenmedium Facebook & Co reagiert. Der Twitter-Account von Bachmann ist hier.
Tomás Vio Michaelis
Sehr gut finde ich die Idee des Organisators Karl Heinz Keil auch den Blick über den Tellerrand zu werfen. Mit auf dem Podium ist Tomás Vio Michaelis, ein Rechtsanwalt aus Chile, und Student LL.M. im Deutschen Recht LMU München. Der Altstipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung kann einen Einblick geben, was in Lateinamerika passiert. Facebook ist dort nicht wichtig. Dort ist das Google Netzwerk Orkut die Nummer eins in der Social Media-Szene. Wir erinnern uns noch gut an die Facebook-Revolutionen in Arabien. Kann es zu so etwas auch in Lateinamerika kommen? Sein Twitter-Account ist hier.
Matthias J. Lange
Ach ja, und ich bin auch noch auf dem Podium. Als in meiner Rolle als Berater, Trainer und Buchautor will ich hoffentlich viel Input geben und die Fahne für Blogs und die digitale Welt hochhalten. Und mein Twitter-Account ist hier.
Wer also Interesse hat, sollte bei der Veranstaltung „Facebook, Twitter und Co.@Politik“ unbedingt vorbeischauen. Hier gibt es das Programm zum Download und hier kann man sich online anmelden. Auf Twitter (@HSS0305) gibt es ergänzende Informationen. Sie können auch Fragen stellen, die auf dem Podium diskutiert werden soll. Dazu gibt es den Hashtag #HSS0305
Das Internet ist in der Hosentasche. Nun, das ist keine Neuigkeit, aber nach Aussage zeigt sich, dass Social Media-Plattformen die treibende Kraft für den Schritt ins Netz ist. Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland hat erstmals die Schwelle von 75 Prozent der Bevölkerung überschritten. Das ergibt eine neue repräsentative Erhebung des Hightech-Verbandes Bitkom. Aktuell sind 75,8 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren online. Das sind mehr als 53 Millionen Menschen.
Noch interessanter sind für mich allerdings die Zahlen zum mobilen Internet. Bereits 37 Prozent der Deutschen – 26 Millionen Menschen – nutzen das Web auf ihrem Smartphone oder einem Tablet-PC. Immer günstigere Geräte und Datentarife sowie die fast flächendeckende Verfügbarkeit von mobilen Breitbandzugängen tragen zu der hohen Popularität bei.
Ein Treiber der mobilen Internetnutzung sind die sozialen Netzwerke, die inzwischen von 55 Prozent der Deutschen genutzt werden. Das entspricht 39 Millionen aktiven Anwendern. Die Zahl der registrierten Mitglieder liegt noch etwas höher.
Zudem gibt es neue Zahlen zur Mediennutzung. Die am weitesten verbreiteten Medien sind nach wie vor Fernsehen, Radio sowie Zeitschriften und Zeitungen. Beim Fernsehen gibt es mit 99 Prozent de facto eine Vollversorgung. Radio, Zeitschriften und Zeitungen werden jeweils von 94 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren genutzt. In der Generation der 14- bis 29-Jährigen hat sich die Situation allerdings inzwischen gedreht und das Internet liegt mit 98 Prozent Nutzung knapp vor dem Fernsehen (97 Prozent).
Medienkompetenz ist mir ein wichtiges Anliegen in meinen Vorträgen und meinen Seminaren. Deshalb hat es mich besonders gefreut, dass ich zusammen mit meinen Kollegen den zweiten bayerischen Verbrauchertag organisieren und moderieren darf. Das Motto des Tages lautet „Auf Wolken gebettet – im Netz gefangen?“ Clouds, Crowds & Communities – wo bleibt der Verbraucher?“
Der Tag findet am 24. April in München statt und die Anmeldung geht über diesen hinterlegten StMJV_Flyer Einladung Verbrauchertag. Neben zahlreichen Vorträgen geht es vor allem um den Austausch miteinander. Diskussionen stehen im Vordergrund und daher hat Justizministerin Beate Merk zahlreiche Organisationen eingeladen. Aber es sind natürlich noch einige Plätze frei und wer Lust hat zu kommen, sollte sich bitte umgehend anmelden. Die Ministerin sagte mir, dass sie mit diesem Tag die „dialogorientierte, kooperative Verbraucherpolitik“ stärken will. Da helfe ich doch gerne mit. Der Verbrauchertag ist schließlich eine Plattform für gegenseitige Information, Meinungsaustausch und kontroverse Diskussion. Damit das nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, wird die Ministerin Beate Merk auch anwesend sein und sich der Diskussion stellen.
Ich habe zudem die Ministerin vorab in einem Videointerview zum Thema Verbraucherschutz und Social Media gefragt. Beate Merk ist als Landtagsabgeordnete in Twitter und Facebook vertreten und sammelte erste Erfahrungen. Das Interview ging auch über Erfahrungen mit den sozialen Netzwerken. Und wer glaubt, Beate Merk ist eine absolute Hardlinerin in Sachen Social Media, der wird enttäuscht sein.
Als hochkarätige Referenten treten u.a. auf Dr. Thomas Stögmüller, LL.M. (Berkeley), Christoph Wenk-Fischer (Hauptgeschäftsführer Bundesverband des deutschen Versandhandels) Thomas Eisenbarth (Gründer und Geschäftsführer von SmartAppFinder/byteplant), Prof. Dr. Arnd Florack (Leiter des Arbeitsbereichs für Angewandte Sozialpsychologie und Konsumentenverhaltensforschung Universität Wien), Philipp Walz (Geschäftsführer uShine), Sebastian Dosch (Gründer und Geschäftsführer von Dosch Design Kommunikationsagentur), Doris Ortlieb (Geschäftsführerin Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks) und Roland Appel (Vorsitzender Gütesiegelboard der Initiative D21).
Die Themen sind vielfältig. Es geht neben den klassischen Datenschutzthemen auch im Empfehlungsmarketing, Verhalten beim Kauf von Android-Apps, wie sich Kreative im Dosch Creative Guide vernetzen, wie die Kommunikation in einer modernen Landesinnungsverband durch Social Media verändert und vieles mehr.
Also nochmal: Herzliche Einladung und ich freu mich auf zahlreiches Erscheinen. Aber wichtig: Eine Anmeldung ist dringend erforderlich. Anmeldung hier mit StMJV_Flyer Einladung Verbrauchertag
Was macht man eigentlich bei einem Stadtmarketing in einer kleinen Stadt wie Traunstein? Diese und andere Fragen stellte ich in meiner Reihe „Matthias fragt nach …“ an den Leiter des Stadtmarketings Traunstein, Jürgen Pieperhoff. Der Mann aus Duisburg mischt in Altbayern die Szene auf, bringt neue Ideen ins Spiel und setzt voll auf Social Media. Und er beantwortet auch, was ein QR-Code mit Papst Benedikt XVI zu tun hat.