Als Tech-Journalist werde ich immer stutzig, wenn ich Meldungen von Übernahmen höre. Zuletzt bei der Übernahme von Serif (Affinity) durch Canva – beides Software-Anbieter im Kreativbereich.
Ich mag Serif und ihre Affinity-Produkte, die für meine Bedürfnisse fast ideal sind: Designer, Photo und Publisher für Mac und PC sowie Teile davon auch fürs iPad. Der Vorteil für mich war: Ich kaufe eine Version und kann sie dauerhaft nutzen. Es ist kein Abo-Modell dahinter, bei dem ich die Übersicht verliere und der Steuerberater in den Wahnsinn getrieben wird. Die Produkte haben eine breite Fanbase und sind eine klare Alternative zu den von mir verschmähten Abo-Modellen von Adobe für InDesign oder Photoshop. Dabei will ich ausdrücklich betonen, dass die Adobe-Software in der Regel hervorragende Software ist, aber als Suite mir einfach zu teuer sind. Ich kann die monatlichen Abogebühren nicht auf meine Mittelstandskunden umlegen.
Nun also der Knaller. Serif/Affinity wird von Canva übernommen. Der Anbieter ist vor allem durch mobile Freemium-Modelle bekannt. Es gibt Canva in der eingeschränkten kostenlosen Version und in der Leistungsstärken Vollversion als Abo. Canva wird von mir vor allem für Beiträge in Instagram und anderen Social Media-Schnickschnack genutzt und leistet dort gute Arbeit. Canva bietet bislang neben einem Gratistarif eine Pro-Version für 110 Euro pro Person sowie eine Team-Option an für 240 Euro für maximal fünf Nutzer an. Canva war in der Vergangenheit fleißig beim Einkaufen. Die Firma hatte schon 2019 Pixabay und Pexels, 2021 Smartmockups, 2021 Kaleido und 2022 Flourish übernommen.
Mit der Akquise wird Canva stärker und kann sich gegen den Software-Giganten Adobe besser positionieren, um gegen das Fast-Momopol auf diesem Markt anzustinken. Bisher fehlte Affinity eine Cloud-Lösung, die Canva bietet. Und persönlich hätte ich gerne mehr KI-Fähigkeiten wie der Photoshop. Und Canva arbeitet bereits mit KI.
Auf der anderen Seite ist Canva ein Fan von Abo-Modellen und genau das will ich nicht und das war der entscheidende Vorteil der Affinity-Produkten. Es wird zwar in den ersten Statement betont, dass alles beim Alten bleiben und es auch keine Entlassungen geben wird. Das wird extra in einer Pressemitteilung betont. Soll ich ehrlich sein? Glaub ich nicht, sagt meine Erfahrung. Ähnliche Beteuerungen gab es immer wieder auch bei Autodesk, einen anderen Software-Konzern im Kreativbereich. Da erinnerte man sich an Adenauer und seinem Ausspruch: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“
Für mich heißt es erst mal abwarten und klare Aussage: Wenn ein Abo kommt, dann beiße ich in den sauren Apfel und schließe ein Adobe-Abo ab, weil ich keine Alternativen für meine Zwecke am Markt sehe.
Im Moment wirbt Affinity mit einer sehr interessanten Osteraktion, um die Verbreitung seiner Suite zu forcieren. Ich kann nur raten, diese Software jetzt zu kaufen, bevor womöglich doch ein Abo durch den neuen Besitzer Canva kommt. Leider kann ich nicht in die Glaskugel blicken, aber ich will mal Han Solo zitieren: „Ich hab ein ganz schlechtes Gefühl.“
Mal ehrlich: Wie oft machen Sie ein Backup? Und wie machen Sie ein Backup? Festplatte, Stick, Cloud? Ich will Sie nicht langweilen mit Backup-Stratgien, denn eigentlich wissen wir alle, wie wichtig Datensicherung ist. Aber wie sieht es aus mit dem Digital Cleanup von Rechner, Tablet und Smartphone? Also Ordnung schaffen auf den Geräten.
Die Bitkom hat hier ein paar interessante Daten. Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer räumt auf: 92 Prozent von ihnen räumen generell Inhalte auf ihrem Smartphone auf. 70 Prozent tun dies sogar mindestens einmal im Jahr. Der Computer oder Laptop hingegen wird nur von zwei Dritteln (64 Prozent) von Inhalten wie zum Beispiel alten Fotos, E-Mails, Dokumenten oder Programmen befreit. Dies macht ungefähr die Hälfte (48 Prozent) mindestens einmal im Jahr. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 1.006 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Ich bin wohl ein Pedant, denn ich räume einmal die Woche meine Geräte auf und es ist wieder mal Zeit für den digitalen Frühjahrsputz. Allerdings muss ich zugeben: Ich hab auf einen Rechner einen ganz unangenehmen Ordner, den ich Gorleben getauft habe. Da kommen Dokumente rein, mit denen ich im Moment nichts anfangen kann und ich kein System habe, nach welchen System ich sie ablegen soll. Also kommen sie ins Endlager Gorleben und werden vielleicht irgendwann wiederaufgearbeitet. Dann kommt die WAA ins Spiel, irgendwann.
„Wer überflüssige Daten und Programme löscht, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, indem er oder sie den Stromverbrauch von Geräten und Infrastrukturen senkt“, sagt Niklas Meyer-Breitkreutz, Bereichsleiter Nachhaltigkeit und Umwelt beim Bitkom. Mindestens einmal pro Woche räumen nur 2 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer auf dem eigenen Smartphone auf. Weitere 15 Prozent machen dies zwar nicht wöchentlich aber mindestens einmal pro Monat, 53 Prozent nicht monatlich, aber mindestens einmal im Jahr, 23 Prozent immerhin alle paar Jahre. Nur 3 Prozent verzichten komplett auf das Aufräumen des Smartphones.
An den Klima-Aspekt habe ich bisher nicht gedacht, sondern ich räume auf, damit ich einen besseren Überblick habe und mein Zeug wiederfinde.
Inhalte auf Laptops oder Computern bleiben bei den Deutschen hingegen eher unangetastet: Auf dem Laptop oder Computer räumen 5 Prozent der Nutzer dieser Geräte mindestens einmal pro Woche auf. Ein Fünftel (21 Prozent) löscht Inhalte zwar nicht wöchentlich aber mindestens einmal im Monat, weitere 22 Prozent nicht monatlich, aber mindestens einmal im Jahr. Nur alle paar Jahre räumen 17 Prozent auf ihrem Laptop oder Computer auf, ein Drittel (32 Prozent) tut dies hingegen nie. Und damit wären wir wieder bei dem leidigen Thema Backup. Denn was nützt mir das konsequente Aufräumen, wenn die Daten bei einem Störfall dann verloren sind. Und wer schon mal einen Festplatten-Crash erlebt hat, weiß, wovon ich rede.
Für mich war es eine Premiere. Als langjähriger Print-Journalist für Zeitungen und Zeitschriften mit Erfahrung in Web, Video und Audio kam jetzt etwas Neues hinzu: Meine Mitarbeit an einem Digitalmagazin des Verlags Nürnberger Presse VNP.
In meinem Fall handelt sich sich um die Mitarbeit bei einem Magazin über den neuen Nürnberger Stadtteil Lichtenreuth rund um die neue KI-Uni, die im Entstehen ist. Früher war das Gelände ein Umladebahnhof der Bahn, der so genannte Südbahnhof in Nürnberg. Nun ist das Digitalmagazin erschienen. Das Magazin gibt es hier zum Lesen, Anschauen und Anhören.
Mehr als ein interaktives PDF Es handelt sich dabei nicht um den klassischen Blätterkatalog früherer Zeiten, wo PDFs wie eine Zeitschrift aneinander gereiht werden, um den Eindruck des Umblätterns bei einer Zeitschrift zu vermitteln, sondern es ist ein komplett anderes Konzept. Als ich noch festangestellt war, hatte ich an der Konzeptionierung eines ähnlichen Magazins auf PDF-Basis für meinen damaligen Verlag gearbeitet, also eine Art interaktives PDF. Aber der damalige Verlag hatte nicht den Mut weiterzumachen und so kamen wir über einen Dummy nicht heraus. Die Technik hat sich heute rasant weiterentwickelt und Digitalmagazine gehören heute zum Repertoire von Verlagen.
Konzeptionsphase Mein Auftraggeber Thomas Gerlach vom VNP konzipierte das Produkt von A bis Z und ich gab meinen Senf dazu, einmal meine Erfahrungen als Journalist, einmal meine Erfahrungen aus einem früheren Studium der Stadtgeografie. Schließlich Handelt es sich um die Entwicklung eines komplett neuen Stadtteils. Wichtig war die richtige Gewichtung zwischen Artikeln, Fotos, Videos und Audiobeiträgen zu finden. Was in der Konzeption prima aussah, musste allerdings erst praktisch umgesetzt werden, so dass die eine oder andere Geschichte aus unterschiedlichen Gründen platzte. Was ist in der kurzen Zeit der Produktion überhaupt möglich? Welcher Aufwand ist gerechtfertigt und wirtschaftlich? Wie wird das ganze Material umgesetzt? Und natürlich, wie kommt das fertige Produkt beim Auftraggeber und bei den Lesern überhaupt an – was ja das Wichtigste überhaupt ist?
Andere Arbeitsweise Das Produktionsteam aus Journalisten und Layoutern war bewusst klein gehalten und arbeitete über MS Teams zusammen. Die Mitarbeiter waren in Franken verstreut, ich kam aus Oberbayern hinzu. Regelmäßige Briefings mit Überprüfen des Konzepts, konsequentes Arbeiten mit der Cloud waren an der Tagesordnung. Ich durfte einige Artikel vorschlagen, recherchieren, schreiben und damit dem Projekt beisteuern, was mich an meine Zeit des Lokaljournalismus erinnerte. Aber das Ganze war eine Nummer größer. So war es Problem, die richtigen Ansprechpartner zu identifizieren. Hatte man sie endlich gefunden, galt es sie zu überzeugen nicht nur als Interviewpartner zur Verfügung zu stehen, sondern auch Audio-Interviews mit dem Tascam Mixcast 4 aufzunehmen, das natürlich nach einem Software-Update erst einmal den Dienst verweigerte. Statt der Tascam Software Podcast Editor verwendete ich genervt Audacity. So mancher Gesprächspartner war kein Medienprofi und mehrmaliges Einsprechen war die Folge.
3x Mark(c)us – König, Blume und Söder Die Kommunikation der Stadt Nürnberg unterstützte mich, aber noch wichtiger war mein privates Netzwerk. Wir wollten was richtig Großes schaffen. Ich hatte meinen Auftraggeber versprochen, dass ich Videostatements den drei Markus bzw Marcus – vom Nürnberger Oberbürgermeister Marcus König, dem Wissenschaftsminister Markus Blume und Ministerpräsident Markus Söder einholen werde. Nicht kleckern, sondern klotzen. Und sie sollten individuell sein, kein Stück von der Stange. Das Versprechen wollte ich unbedingt halten, stellte schriftliche und mündliche Anfragen, diskutierte, bettelte und siehe da, alle drei Promis lieferten individuelles Material. Darauf bin ich ziemlich stolz und meinem Auftraggeber gefiel es auch, solche Promis im Blatt, bzw im Digitalmagazin zu haben. Den Aufwand hatte ich am Anfang allerdings ein wenig unterschätzt, aber Ende gut, alles gut und ich danke den guten (Verwaltungs-)Geistern hinter den Kulissen, die mich hier unterstützt haben. Die Netzwerkpflege über Jahre hat sich bewährt.
Ausspielen für Endgeräte Nach der Freigabe meines Materials durch meinen leitenden Redakteur baute die Layouterin Julia das Digitalmagazin und schuf allerhand Kartenmaterial via Illustrator, schmiss immer wieder die Seiten um, denn ein Digitalmagazin ist eben kein Printmagazin. Es gehorcht anderen Regeln, die wir alle erst einmal verinnerlichen mussten. Wie ist der Lesefluss? Wie muss die Navigation sein? Am Rechner sah das Produkt sehr gut aus. Ich hatte zunächst meine Zweifel, ob es auch am Smartphone wirkt, denn wir leben in einer mobilen Gesellschaft. Meine Zweifel waren unbegründet. Auch am kleineren Bildschirm funktioniert alles. Für mich die beste Nutzung des Digitalmagazins zu Lichtenreuth ist allerdings am Tablet, weil es meinen Lesegewohnheiten näher kommt. Ich lese viel am Tablet und habe es in der Regel auch griffbereit.
Jetzt bin ich natürlich gespannt, wie die ganze Sache beim Publikum ankommt. Wichtig ist, was hinten rauskommt, hat mal ein Kanzler gesagt. Mir persönlich gefällt das Produkt und ich bin sehr begeistert und auch stolz, dass ich hier mitarbeiten durfte und mich auch aktiv einbringen durfte. Kooperative Führung, Teamarbeit und Professionalität auf allen Seiten machen einfach Spaß.
Persönlich sehe ich eine große Chance für Digitalmagazine im Bereich Corporate Publishing. Das umschreibt einfach ausgedrückt alle Publikationen und Inhalte, die von einem Unternehmen veröffentlicht werden. Dazu zählen insbesondere die journalistische Unternehmenskommunikation in den eigenen Kanälen. Danke, dass ich hier dabei sein durfte und stehe natürlich als für weitere Aufträge zur Verfügung. Wie ist eure Meinung?
Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Neue Arbeitsformen und lese dabei die beiden empfehlenswerten Bücher Out of Office von Elke Frank/Thorsten Hübschen und New Work von meiner Bekannten Isabelle Kürschner. Beide kann ich als Denkanstoß und Streitschrift absolut empfehlen.
Als digitaler Nomade arbeite ich viel von unterwegs.
Anlässlich des Kongresses „Arbeiten in der digitalen Welt – Mensch – Organisation – Technik“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichte die Initiative D21 eine Sonderausgabe zum D21-Digital-Index 2015. Im Mittelpunkt stehen die Nutzung von Homeoffice, Telearbeit und mobiles Arbeiten sowie der Kompetenzerwerb. Und es ist traurig, wie es um neue Arbeitsformen bei uns bestellt ist. Alle reden davon, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.
Mit dem Newton begann es: Erste Versuche von Arbeiten unterwegs.
Vor allem Selbstständige wie ich nutzen mobiles Arbeiten, Telearbeit und Arbeiten im Homeoffice (51 %; Arbeitnehmer 20 %). Im Vergleich arbeiten mehr Männer mobil als Frauen (28 % zu 15 %). Die Wissensaneignung im Bereich Computer und Internet hauptsächlich durch „trial-and-error“ (79 %). Das ist schade, denn ich bin ja genau in diesem Bereich als Dozent unterwegs. „Unsere Arbeitswelt wird digital. Schon jetzt gibt es vielfältige Möglichkeiten einer flexibleren Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Organisation der Arbeit“, sagt sehr optimistisch Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21. „Dabei birgt die digitale Arbeitswelt großartige Chancen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie wirtschaftliche Innovationen. Dafür sind jedoch auch gerechte Spielregeln notwendig.“
Und dennoch sprechen die Zahlen klare Worte. Die Möglichkeit, von jedem Ort und zu jeder Zeit seinem Beruf nachzugehen, wird aktuell nur von einem Viertel der Befragten (22 %) wahrgenommen. Vor allem Selbstständige nutzen die Vorteile der Digitalisierung der Arbeitswelt, nämlich 51 %, während es bei Arbeitnehmern nicht einmal jeder Vierte ist (20 %). Im Vergleich ist die Nutzungsrate bei Männern fast doppelt so hoch wie bei Frauen (28 % zu 15 %). Hier zeigt sich ein Zusammenhang mit Angaben zum Einkommen bzw. der Jobstruktur: Einerseits haben Männer ein höheres Einkommen und arbeiten in Berufszweigen in denen mobiles Arbeiten eher realisiert werden kann. Andererseits steigt mit dem Einkommen auch die Nutzungshäufigkeit bei der Telearbeit.
Insbesondere die jüngere Generation (18 – 29-Jährige) bildet sich weiter. Die Kompetenz wird allgemein durch eigenes Probieren erworben (79 %). Häufig werden auch Personen im direkten Umfeld zu Rate gezogen, vor allem von Personen über 50 Jahren. Schulungen und Weiterbildungsangebote werden wenig genutzt und hauptsächlich durch den Arbeitgeber finanziert (43 %). Lediglich 18 % der Arbeitnehmer sind bereit, Maßnahmen selbst zu finanzieren.
Als digitaler Nomade freue ich mich, wenn ich im heimischen Büro arbeite, aber dank Cloud-Dienste kann ich von vielen Orten aus arbeiten. Hauptsache das Internet stimmt – und leider ist dies oftmals das Problem.
Simone Frömming, Country Manager Deutschland bei VMware, stellt die Studie vor.
Es ist ein Kreuz mit der digitalen Kompetenz in der Geschäftswelt. Chefs fordern von ihren Mitarbeitern digitale Kompetenzen. Jetzt geben Mitarbeiter den schwarzen Peter an ihre Chef zurück. Nach einer interessanten Studie des Cloud-Unternehmens VMware zeigt sich, dass Mitarbeiter aller Altersgruppen den hohen Stellenwert digitaler Kompetenzen für Unternehmenswachstum und Wettbewerbsvorteil erkennen.
Ach ja: Unter digitaler Kompetenz versteht VMware: Die Fähigkeit, die Technologie seiner Wahl so einzusetzen, dass man in der Lage ist, auf digitale Informationen und Daten zuzugreifen, diese zu analysieren und auszutauschen, um die Art und Weise der Zusammenarbeit zu verbessern.
Die Studie zeigt, dass längst nicht nur die „Generation Y“ Einfluss auf die digitale Transformation in Unternehmen hat. Mitarbeiter aller Altersgruppen sind im Boot. Für die Studie wurden 5.700 Mitarbeiter in Europa, dem Mittleren Osten und Asien (EMEA) befragt.
Mehr als zwei Drittel der befragten Deutschen (68 %) sind der Überzeugung, dass der Einsatz von digitalen Kompetenzen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verbessern kann. 64 % sind der Meinung, dass hierdurch eine bessere Zusammenarbeit unter Kollegen möglich wird. 63 % glauben, dass digitale Kenntnisse innerhalb der nächsten fünf Jahre einen Umsatzanstieg und eine verbesserte Profitabilität von Unternehmen bewirken können.
Blogger Matthias J. Lange bei der VMware-Pressekonferenz.
Mehr als die Hälfte der Befragten (59 %) sind dazu bereit, sich neue digitale Fertigkeiten und Arbeitsweisen in ihrer Freizeit anzueignen, um die Produktivität des Unternehmens zu verbessern. Dies unterstreicht die hohe Relevanz digitaler Kenntnisse sowie die Bereitschaft von Arbeitnehmern, sich diese anzueignen. Gerade ältere Mitarbeiter verfolgen aktiv den Ausbau ihrer technischen digitalen Fertigkeiten: 46 % der 45- bis 54-Jährigen bilden sich im Bereich mobiler Apps weiter; ein Drittel (38 %) der 55-Jährigen (und älter) besucht Fortbildungen zum Thema Online-Inhalte und Websites.
Das klingt alles sehr, sehr gut, aber jetzt kommt der Pferdefuß. Scheinbar sind die Unternehmen der Hemmschuh in der digitalen Transformation. Trotz dieser Zahlen ist die Hälfte der Mitarbeiter aller Altersgruppen (49 %) der Meinung, dass sie ihre digitalen Kenntnisse nicht vollständig in ihren Arbeitsalltag einbringen können. Hindernisse beim Einsatz ihrer digitalen Fähigkeiten sehen die Befragten vor allem darin, dass digitale Aktivitäten nicht Teil ihrer persönlichen Zielvorgaben sind (48 %), gefolgt von fehlendem Budget (43 %), mangelnder Unterstützung der IT (36 %) sowie restriktiven Unternehmensrichtlinien (36 %).
In zahlreichen Verlagen und Betrieben habe ich beispielsweise die IT-Abteilung nicht als Unterstützer meiner Arbeit kennengelernt, sondern als Verhinderer. Wenn wir von Ideen wie unabhängiges Arbeiten oder #OutofOffice dachten, machte uns die IT einen Strich durch die Rechnung.
VMware sieht freilich den positiven Aspekt.
„Der erfolgreiche digitale Wandel wird von der Unternehmenskultur, den Mitarbeitern und ihren Fähigkeiten bestimmt“, sagt Simone Frömming
„Die Herausforderung und Chance zugleich liegt darin, die Teams aus älteren Mitarbeitern, die über langjährige Erfahrung in einer prä-digitalen Welt verfügen, mit jüngeren Talenten, die neue Expertise, Fähigkeiten und Motivation mitbringen, zusammenzuführen. Jedes Unternehmen muss hart dafür arbeiten, dass die Zusammenarbeit von Mitarbeitern unterschiedlichster Generationen bestens funktioniert – etwa indem altbewährte Strukturen, da wo sie sinnvoll sind, beibehalten werden und zugleich neue Arbeitsweisen und Ideen gefördert werden“, so die Meinung von VMware.
Die Abstimmung zwischen IT und dem höheren Management spielt eine signifikante Rolle bei der erfolgreichen Transformation zu einem Unternehmen des digitalen Zeitalters – darüber sind sich die befragten Mitarbeiter in Deutschland einig: Für sie ist zunächst die IT-Abteilung (37 %) dafür verantwortlich, den digitalen Wandel im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Erst dahinter folgen Geschäftsführung (25 %), Vorstand (12 %) und Abteilungsleiter (11 %).
Darüber hinaus ist zwar gut die Hälfte der Befragten (48 %) der Meinung, dass das höhere Management bereits neue Wege der Zusammenarbeit fördere, fordert aber zugleich, dass es eine weitaus aktivere Rolle bei der Digitalisierung des eigenen Unternehmens spielen muss. Für die Entwicklung der Kompetenzen verlangt mehr als die Hälfte von Arbeitgebern mehr Investitionen in Trainings und Kurse (53 %) sowie eine bessere Entlohnung und Anerkennung der vorhandenen Kompetenzen (53 %). Zudem sollte laut 39 % der Befragten das Management deutlich an die Belegschaft kommunizieren, dass die digitalen Fähigkeiten der Mitarbeiter eine Priorität darstellen.
„Der erfolgreiche digitale Wandel wird von der Unternehmenskultur, den Mitarbeitern und ihren Fähigkeiten bestimmt“, sagt Simone Frömming, Country Manager Deutschland bei VMware. „Unternehmen investieren zu Recht viel in digitale Talente, die über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen, um Innovationen voranzutreiben und Kunden einen deutlich höheren Mehrwert zu liefern – beides ist grundlegend für den Erfolg eines Unternehmens verantwortlich.“ Auch ihr Kollege Martin Niemer erklärt: „IT darf kein Selbstzweck sein. IT muss Mehrwert für Zielgruppen schaffen.“
Ich habe beruflich viel mit Schulen und damit mit Lehrern zu tun und habe so manche Eigenart kennengelernt. Es gibt solche und solche. Nun wieder eine neue Variante zum Thema Schule und dieses Mal betraf es ein Familienmitglied K2.
K2 nimmt gerade das Thema Märchen in der Unterstufe am Gymnasium durch und hatte als Hausaufgabe auf, ein Märchen selbst zu schreiben. Das kann K2 und erzählte über zwei handgeschriebene Seiten ein nettes Märchen, so richtig mit König und Königin und böser Hexe. Das Kind hat Talent, so der stolze Vater.
Dann kam die nächste Hausaufgabe der Deutschlehrerin. Die Kinder sollen ihr Märchen am Computer setzen und die Vorgaben lieferte die Lehrerin auch gleich mit: Als Schriftart gab die Deutschlehrerin Lucida Calligraphy in 11 Punkt vor. Die Überschrift war bold und unterstrichen in 12 Punkt und anschließend zwei Leerzeilen. Der Text sei linksbündig zu setzen und die Seitenränder sollen normal sein. Der erste Buchstabe des Fließtextes ist in Bold und 14 Punkt. Oh!
Die Vorgaben fein sauber von K2 erfasst.
Heraus kommt, gelinge gesagt, ein typografisches Schlachtfeld. Lucida Calligraphy als Fließschrift ist ein Verbrecher und ich bekomme Augenkrebs. Die Angaben wie „Seitenränder normal“ sind eine Katastrophe. „Papa, was sind denn normale Seitenränder?“ lautete richtig die Frage von K2. Aber der Abschuss war für mich die Schriftart Lucida Calligraphy. Diese Vorgabe sorgte für die Mitschüler von K2 für Unruhe. Und wir wissen ja, wie Kinder sind: Sie wollen es richtig machen und das Wort der Lehrerin in diesem Alter ist Gesetz.
Lucida Calligraphy ist wohl eine Systemschrift von Mircosoft. Wer MS Office benutzt, hat wohl diese Schrift installiert. Tja und wer beispielsweise ein Open Source-Textverarbeitungsprogramm wie Libre Office nutzt, der schaut blöd. Was bildet sich die Lehrerin ein? Nicht jeder hat MS Office im Einsatz und hat dazu seine Gründe. Aber das kann sich die Frau Lehrerin wohl nicht vorstellen. In ihrer typografischen Welt gibt es Windows und Office – und wahrscheinlich Comic Sans (aber ich will hier nicht böse werden). Über Comic Sans habe ich mich hier und hier schon ausgelassen.
Also hatte die Familie zwei Möglichkeiten in Bezug auf den Einsatz von Lucida Calligraphy, eigentlich waren es drei. Zum einen kann ich die Schriftart für 35 Euro kaufen. Nee, wirklich nicht. Nicht diese hässliche Schrift, die ich niemals wieder einsetzen werde.
35 Euro ist mir Lucida Calligraph nicht wert.
Dann könnte ich Lucida Calligraphy noch illegal aus dem Netz ziehen. Also richtig schön strafbar machen. Bei der BSA kommt Freude auf. Kommt also auch nicht in Frage.
Als dritte Möglichkeit war noch die Suche auf alten Rechnern im Keller, auf denen eine Mac-Version von Office installiert war. Dort war die Schrift dann zu finden.
Die Klassenkameraden diskutierten inzwischen am Nachmittag, welche Textverarbeitung sie verwenden können. Sie wussten nicht den Unterschied zwischen Textverarbeitung und Schrifteninstallation. Für sie hängt eine Schrift an der Software. Hier tut Medienkompetenz Not. Aber noch mehr sollte meiner Meinung nach die Deutschlehrerin Medienkompetenz verordnet bekommen.
Zwei Seiten Text wurden von K2 einfach via Siri erfasst und Zeit gespart.
Interessant war auch die Idee der Lehrerin einen handgeschriebenen Text von einem Unterstufler mit dem Rechner abschreiben zu lassen. Zwei Seiten Text können hier eine Ewigkeit bedeuten. K2 hat in den jungen Jahren noch kein Zehn-Finger-System gelernt, sondern arbeitet eher mit der Methode Adlerkreis-Suchsystem. Das kann also dauern. Aber K2 ist ein Kind des 21. Jahrhunderts. K2 diktierte den handgeschriebenen Text in Siri ins iPhone und Siri tippte den Text für K2. Das sparte uns Stunden und vor allem Nerven. Anschließend wurde der digitale Text mit der Cloud sychronisiert und in das Textverarbeitungsprogramm geladen und nach Wunsch der Pädagogin formatiert. K2 ist eben mein Kind.
Update: Einen Tage später kam es wohl zu einem massiven Protest der Kinder wegen der schrecklichen Lucida Calligraphy. Die Kinder hatten diese Schrift nicht auf den heimischen Rechnern ihrer Eltern gefunden. Neue Vorgaben der Lehrerin: Die Kinder könnten jetzt eine Schrift nehmen, die ihnen gefällt. Danke, dafür dass ich im Keller nach Lucida Calligraph eine gefühlte Ewigkeit suchen durfte.
Trotz massiver Datenschutzbedenken verwenden zahlreiche Lehrer immernoch Dropbox als Datenspeicher. Bei meinen Seminaren empfehle ich immer eine sichere, deutsche Alternative, die deutschen Datenschutz unterliegt: PowerFolder.
Und was mich besonders freut, ab sofort gibt es die Software PowerFolder kostenlos für alle Schüler der Sekundarstufen I und II.
Das Bildungsministerium möchte mehr Lehrer für neue Medien begeistern und die Schüler fördern. Deshalb gibt es die Lizenz für die Sync- und Share-Software PowerFolder ab sofort kostenlos.
Die Schulen profitieren gleich mehrfach. Mit PowerFolder können Lehrer beispielsweise die Hausaufgaben mit einem Klick direkt an die Schüler verteilen – auf die heimischen PC´s, auf Tablets oder andere mobile Endgeräte. Die Daten sind jederzeit abrufbar, auch unterwegs. Gleichzeitig arbeiten die Schüler mit modernster Software und werden so an neue Medien, die in der Arbeitswelt längst etabliert sind, herangeführt. PowerFolder wird wegen seiner Zuverlässigkeit und Flexibilität bereits seit vielen Jahren in Universitäten, in Behörden oder in mittelständischen Betrieben genutzt. Laut Aussagen von Powerfolder hat man alle notwendigen ISO-Zertifikate für Schulen. Ein Referenzkunde in Bayern ist beispielsweise das Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, also eine Top-Adresse.
Die aktuelle Vergleichsstudie ICILS (International Computer- and Information Literacy Study) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Forscher warnen: „Etwa 40 Prozent der Lehrpersonen in Deutschland, die in der achten Jahrgangsstufe unterrichten, bewerten die vorhandene technische Ausstattung an ihren Schulen als veraltet.“ Zudem sei die „Häufigkeit der schulischen Computernutzung in Deutschland im internationalen Vergleich unterdurchschnittlich.“
Deshalb müssten neue Technologien gezielt und regelmäßig im Unterricht genutzt werden, der Erwerb computer- und informationsbezogener Kompetenzen durch den Einsatz neuer Technologien gefördert und die IT-Ausstattung der Schulen verbessert werden – mit modernen Technologien die unterrichtsnah verfügbar sind. Ich mache in meinen Schulungen zur Medienkompetenz nichts anderes.
Wichtig ist Sicherheit: Mit dem Einsatz der Software PowerFolder halten sich die Schulen an geltendes Recht. Nach dem Telekommunikationsgesetz sind Institutionen und Unternehmen in Deutschland gesetzlich verpflichtet, den Datenschutz und das Fernmeldegeheimnis einzuhalten. Mit PowerFolder ist das garantiert. Denn anders als bei anderen Cloud-Diensten bleiben die Daten auf den Schul- oder Lehrerservern, sie werden nicht bei anderen Unternehmen gespeichert oder verlassen gar das Land.
Heute ist für Apple-CEO Tim Cook der Tag der Entscheidung. Wie geht es weiter? Wir haben dem Nachfolger von Steve Jobs lange Zeit gegeben, um Apple organisatorisch umzubauen, neu zu ordnen und auf eine andere Basis zu stellen. Es wurden große Fortschritte in Umweltschutz und Gleichberechtigung gemacht. Lange Zeit haben wir Fan Boys uns mit der Modellpflege von Apple Produkte zufrieden gegeben. Ein bisschen Speed hier, ein bisschen Cloud da. Das Produkt-Line-up nach Jobs Tod war sehr gut, aber keine Revolution. Bis auf den neuen Mac Pro hab ich kein wirklich neues Produkt gesehen. Richtig war die Entscheidung Software wie iWork oder Betriebssysteme zu verschenken.
Und jetzt ist es an der Zeit für Tim Cook, die Sau rauszulassen, sein one more thing zu präsentieren. Es ist an der Zeit für Tim Cook Geschichte zu schreiben, nicht mehr und nicht weniger.
Der Druck auf diesen Mann muss enorm sein. Er wirkt immer kühl und überlegt, doch im Inneren wird Cook nervös sein. Er weiß, was auf dem Spiel steht: Fans und Analysten erwarten einfach mal ein Wunder. Die Konkurrenz würde sich über ein Scheitern diebisch freuen und für zahlreiche deutsche Massenmedien befindet sich Apple sowieso im Sturzflug.
Nochmals: Tim Cook weiß, was auf dem Spiel steht. Er hat über Jahre seine Figuren in Stellung gebracht. Jetzt liegt es an ihm eine Show abzuziehen und Apple in eine neue Ära zu führen. Er soll nicht aus dem Schatten von Steve Jobs heraustreten, aber er soll seinen eigenen Schatten werfen.
Und die Chancen stehen verdammt gut. Die Vorbereitungen für den Apple Event am 9.9. um 19 Uhr nach deutscher Zeit sind generalstabsmäßig vorbereitet und wie von Apple nicht anders gewohnt, es ist perfekt geplant. Die Stimmung ist angeheizt und die Spekulationen kochen hoch. Apple News-Seiten spekulieren, Massenmedien orakeln, der Aktienkurs geht steil nach oben. Um 21 Uhr deutscher Zeit wissen wir mehr. Ich bereite mich geistig vor und genieße den Stream aus Cupertino.
Hier ein wenig aufgestaute Erwartungshaltung: Ich erinnere daran: Apple hat ins Flint Center for the Performing Arts nach Cupertino geladen, die Location in der 1984 zum ersten Mal der Macintosh präsentiert wurde. Also ein heiliger Ort mit viel Geschichte. Zudem wurde der gesamte Gebäudekomplex weiß überzogen – entsprechende Drohnen-Aufnahmen zeigen die Größe.
Der Countdown für Apple läuft
Es bekamen nicht nur die üblichen IT-Kollegen eine Einladung zum bevorstehenden Event, sondern auch die Kollegen aus dem Lifestyle und Modebereich. Und die ticken anders als die Technik-Geeks. Das deutet auf ein modisches, wearable Device hin. Welche Art von Device wird sich zeigen, ich mag hier nicht spekulieren.
Was auch auf ein Mega-Event hindeutet, ist die Tatsache, dass die Domain apple.com auf die Eventseite umgeleitet wurde. Die Welt schaut online zu, was Tim Cook verkünden wird. Mann oh Mann, was muss das für ein Tag für Tim Cook werden. Ich wünsche ihm alles, alles Gute. Tim, halt die Ohren steif … und enttäusch uns nicht. Bitte!
Der Apple-CEO Tim Cook erledigt nach eigenen Angaben rund 80 Prozent seiner Arbeiten am iPad und nutzt nicht mehr einen Mac dazu. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass Apple und IBM in Sachen Firmen-Apps kooperieren, habe ich mir meine Arbeitsweise mal näher angesehen und bewusst reflektiert.
Apple und IBM hatten ja vor kurzem eine exklusive Partnerschaft bekannt gegeben, die die marktführenden Stärken beider Unternehmen zusammenführt, um die Mobilität in Unternehmen durch eine ganz neue Kategorie an Apps zu verändern, die IBMs Big Data und Analytik-Fähigkeiten auf iPhone und iPad bringen.
Nun, 80 Prozent der Arbeiten sind es bei mir nicht, da hat Herr Cook wohl ein anderes Nutzerverhalten als ich – dachte ich zumindest am Anfang, Grundsätzlich hat der Apple-Chef recht. Das iPad hat mein privates und berufliches Leben verändert. Aber bis ich den Mac in Rente schicken kann, wird noch einige Zeit vergehen.
Meine hauptsächlichen Arbeiten am Mac, sei es jetzt das MacBook Pro oder der Mac Pro, sind Videoschnitt, DTP und Bildbearbeitung. Auch PDF-Erstellung und Fotoarchivierung läuft noch über den schnellen Maschinen. Das Thema 3D möchte ich gar nicht erst ansprechen. Aber wenn ich meinen Arbeitsablauf ansehen, dann brauche ich Video, DTP, Foto, aber nicht den ganz Tag.
Das iPad ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich diktiere sehr viel, surfe durchs Netz und konsumiere Musik und Filme. Auch soziale Netzwerke nutze ich hauptsächlich über das Apple-Device.
Meine Präsentationen, wie hier vor 500 Lehrern beim regionalen Schulentwicklungstag in Niederbayern, mache ich nur noch mit dem iPad.
Jetzt ist der Übergang zwischen Berufs- und Privatleben bei mir als Freiberufler fließend. Auf dem Sofa checke ich schon mal am iPad in meiner Freizeit meine beruflichen Mails oder reagierte auf Kommentare auf meiner beruflichen Facebook-Seite redaktion42. Aber so richtig macht sich der Zeitenwechsel bei meiner Arbeit unterwegs bemerkbar. Ich bin für Vorträge viel auf Reisen und früher schleppte ich den Rechner mit, um meine Vorträge zu halten. Das ist in der Regel vorbei. Ich habe heute nur noch mein iPad mini dabei, wenn ich meine Keynote-Präsentationen halte. Nach dem letzten Update ist Keynote für mich das ultimative Präsentationsstool, zudem die wichtigsten Präsentationen von mir in der iCloud liegen. Damit hat die Schlepperei ein Ende. Das iPad mini mit den VGA- und HDMI-Adapeter ist überall einsatzbereit. Als nächstes werde ich mir noch ein Apple TV besorgen, um das iPad mini drahtlos an die HDMI-Beamer anzuschließen. Allerdings: Die Verbreitung von HDMI-Beamer ist bei meinen Kunden eher noch ein Mangel. Verdammt: Also hier hat Mister Cook komplett recht behalten: Bei meiner Präsentationsarbeit nutze ich das iPad nahezu zu 100 Prozent. Beim Erstellen allerdings nutze ich den Mac, weil ich auf meine Foto- und Filmdatenbank zurückgreifen muss.
Tim Cook hat recht. Ich wollte es zunächst nicht glauben.
Ich saß in der Macworld-Keynote in San Francisco als Steve Jobs das iPad vorgestellt hat. Wir waren als Publikum begeistert, dass der Guru zu uns sprach. Aber wir wussten allerdings nicht recht so, wozu das iPad gut sein sollte. Kaum hatten wir es in den Händen und einige Zeit genutzt, war uns klar: Es ist ein perfektes Konsumgerät. Nach und nach stellte sich heraus, dass es aber auch ein exzellentes Produktionsgerät ist. Mein Alltag als mobiler Journalist wäre ohne iPhone/iPad nicht mehr vorstellbar. Erst neulich habe ich einen ausgebuchten Kurs zum Thema Mobile Journalismus gegeben und zeigte dort, wie sich die Welt verändert.
Das iPad gehört heute zum Alltag meiner Familie. K1/2 nutzen es, deutlich mehr als den Rechner. Sogar das lästige Latein-Volkabeltraining passiert am iPad von K1. Und immer wieder kommt die Frage, warum das Kind noch Schulbücher schleppen muss? Warum können diese Bücher nicht einfach als eBook vorliegen und die elende Schlepperei der Kinder hätte ein Ende? Wer verhindert eigentlich hier schon wieder im Land von Laptop und Lederhose? K1 und K2 werden in eine Welt wachsen, in der ihr Rechner nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Schon heute sind ihre iPod touch der ständige Begleiter. Sie dienen als Fotoapparat oder Musikabspielgerät. Die Kommunikation von zu Hause erfolgt über FaceTime, wenn ich unterwegs bin. Im Moment stellt sich die Frage, brauchen die Kinder überhaupt noch einen Mac oder reicht nicht einfach ein iPad Air?
Es ist klar, optische Datenträger sind endliche Medien. Die CD stirbt, die DVD ist am Ende und wir haben gerade das letzte optische Medium am Start, die Blu ray. Ich bin der Meinung, dass durch Cloud optische Datenträger keine Zukunft haben. Die HD-DVD ist ja massiv gescheitert. Aber sollte ich mich irren?
Sony und Panasonic haben vor kurzem die „Archival Disc“ vorgestellt, einen neuen Standard für professionelle optische Discs der nächsten Generation mit sehr hohen Speicherkapazitäten. Wichtig ist, wir sprechen von professionellen Kunden und nicht für den Privathaushalt. Beide Unternehmen wollen den Markt für die Langzeitspeicherung digitaler Daten weiter ausbauen.
Optische Discs haben laut Sony den Vorteil, dass sie effektiv Staub und Wasser abweisen und gleichzeitig Temperaturschwankungen und Änderungen der Luftfeuchtigkeit während ihrer Lagerung standhalten. Sie sind generationsübergreifend kompatibel zwischen unterschiedlichen Formaten, sodass sie auch lesbar bleiben, wenn sich die Formate ändern. Dies macht sie zu einem robusten und zuverlässigen Medium für die langfristige Datensicherung. Vor dem Hintergrund steigender Datenmengen und eines wachsenden Archivierungsmarktes, haben sich Sony und Panasonic dazu entschlossen, gemeinsam einen Standard für professionelle optische Discs der nächsten Generation zu entwickeln: die „Archival Disc“.
Ab Sommer 2015 wollen Sony und Panasonic Systeme mit einer Aufnahmekapazität von 300 GB pro Disc auf den Markt bringen. Des Weiteren planen beide Unternehmen, ihre jeweiligen Technologien auf eine Aufnahmekapazität von 500 GB pro Disc und dann auf 1 TB zu erhöhen.
Besonders in der Filmindustrie ist die Nachfrage an Archivierungslösungen mit hoher Kapazität enorm gestiegen. In Cloud-Datencentern haben Verbesserungen der Netzwerkdienste das Datenvolumen ebenfalls in die Höhe schießen lassen. Ich muss sagen, ich bin skeptisch.