Archive for the ‘Apple’ Category

50 Jahre Apple – ich gratuliere als Fan-Boy

1. April 2026

Heute wird Apple 50. Jahre alt und ich begleite seit langem als Apple-Fanboy das Unternehmen aus Cupertino. Über die Jahre habe ich viele Seiten des Unternehmens und dessen Produkte, aber auch Akteuere beleuchtet. Ich war bei der Präsentation des iPhones vor Ort und habe gemerkt, wie der Apfel die Welt veränderte. Als ich damals in San Francisco bei der Vorstellung des iPhone im Saal saß, lag etwas in der Luft, das weit über die übliche Spannung einer Produktpräsentation hinausging. Es war dieses seltene Gefühl, Zeuge eines Augenblicks zu sein, in dem sich Zukunft plötzlich nicht mehr wie eine abstrakte Idee anfühlt, sondern wie etwas, das im selben Moment Wirklichkeit wird. Schon bevor Steve Jobs die Bühne betrat, war eine elektrisierende Aufbruchstimmung zu spüren. Man merkte, dass hier etwas Besonderes passieren würde. Doch als er dann mit seiner unnachahmlichen Ruhe und Klarheit sprach, verdichtete sich diese Erwartung zu einer Energie, die den ganzen Raum erfasste.
Ich hatte das Gefühl, dass sich in diesem Moment ein neues Kapitel öffnete. Es war nicht nur die Vorstellung eines technischen Geräts, sondern die Ankündigung einer anderen Denkweise. Plötzlich ging es nicht mehr nur um Telefone, Computer oder einzelne Funktionen. Es ging um die Idee, dass Technik sich dem Menschen anpassen kann, dass sie intuitiv, elegant und beinahe selbstverständlich in den Alltag übergeht. Diese Erkenntnis wirkte wie ein Funke. Man sah in den Gesichtern der Menschen nicht bloß Interesse oder Neugier, sondern echtes Staunen. Es war diese besondere Mischung aus Begeisterung, Hoffnung und dem Gefühl, an einem Wendepunkt dabei zu sein.

Von dieser Präsentation ging eine enorme positive Kraft aus. Sie bestand nicht allein in der Faszination für das Gerät selbst, sondern in dem Optimismus, den es verkörperte. Auf einmal schien alles möglich. Man spürte den Glauben daran, dass Innovation nicht kalt und technisch sein muss, sondern inspirierend, fast menschlich. Das iPhone stand an diesem Tag für Mut, Vorstellungskraft und den Willen, Gewohntes radikal neu zu denken. Diese Kraft sprang auf das Publikum über. Sie machte aus Zuschauern Beteiligte, aus Skeptikern Gläubige und aus einem Produktmoment ein Erlebnis, das weit über den Saal hinausstrahlte. Seine Stanford-Rede wird uns alle in Erinnerung und als Mahnung bleiben: Stay hungry, stay foolish. Nothing more: Stay hungry, stay foolish. Vielen Dank Steve Jobs.

Heute will ich zum 50. Geburtstag einen Blick auf die Verfilmungen rund um Apple werfen. Im Kino und Fernsehen sind Apple und sein Mitgründer Steve Jobs längst zu Projektionsflächen geworden, an denen sich der Mythos vom charismatischen, aber gnadenlosen Tech-Visionär immer neu verhandeln lässt. Besonders deutlich wird das in jenen Verfilmungen, die explizit sein Leben oder die Geschichte des Unternehmens nachzeichnen und dabei ganz unterschiedliche formale Zugriffe und Blickwinkel wählen.

Im Zentrum steht dabei die Filmbiografie „Steve Jobs“ aus dem Jahr 2015 unter der Regie von Danny Boyle, deren Drehbuch Aaron Sorkin auf Basis der autorisierten Biografie von Walter Isaacson entwickelte. Statt einer klassischen „Birth-to-death“-Erzählung fokussiert der Film drei Schlüsselmomente der Apple-Geschichte: den Macintosh-Launch 1984, die Vorstellung des NeXT-Computers 1988 und die Rückkehr Jobs’ zu Apple mit der Präsentation des iMac 1998. Diese strenge Dreiteilung verdichtet sein Leben zur Backstage-Situation, in der technische Krisen, Machtkämpfe im Management und die konfliktreiche Beziehung zu seiner Tochter Lisa in schnellen, dialoggetriebenen Schlagabtäuschen verhandelt werden. Michael Fassbender zeichnet Jobs dabei als hochkonzentrierten, sprachlich brillanten, zugleich emotional verkapselten Antreiber, während Figuren wie Steve Wozniak (Seth Rogen) oder Marketing-Managerin Joanna Hoffman (Kate Winslet) das moralische und menschliche Korrektiv der Story bilden.

Bereits zwei Jahre zuvor hatte „Jobs“ (2013), inszeniert von Joshua Michael Stern, versucht, den Aufstieg des jungen Steve Jobs von den Studienjahren am Reed College in den 1970ern bis zur Einführung des iPod 2001 in einen klassischen Biopic-Bogen zu packen. Ashton Kutcher übernimmt hier die Hauptrolle und kopiert mit sichtbarer Lust die Gestik, Körpersprache und den ikonischen Look des Apple-Gründers, vom Barfuß-Hippie über den Garage-Unternehmer bis zum schwarz gerollkragigen Keynote-Star. Dramaturgisch folgt der Film einer vertrauten Erfolgsstory-Choreografie: Garage, Gründung, erster Erfolg mit dem Apple II, Hybris, interner Machtkampf, Absturz und schließlich die Rückkehr als geläuterter Unternehmer, die in der Vision vom iPod kulminiert. Wo Boyles „Steve Jobs“ die Figur eher als Textoberfläche für Dialog und Idee begreift, setzt „Jobs“ stärker auf Identifikation, montiert Stationen der Firmengeschichte und versieht sie mit sentimentalen Akzenten, etwa in der Beziehung zu Wozniak oder in der Inszenierung kreativer Erleuchtungsmomente.

Noch bevor das moderne Biopic Steve Jobs als Einzelhelden entdeckte, hatte 1999 der TV-Film „Pirates of Silicon Valley“ unter der Regie von Martyn Burke das Panorama der frühen PC-Ära entworfen. Hier steht nicht allein Apple im Fokus, sondern das Duell zweier Konzerne und ihrer Frontmänner: Noah Wyle spielt Jobs, Anthony Michael Hall verkörpert Bill Gates, und die Handlung spannt einen Bogen von 1971 bis 1997. Ausgehend vom Sachbuch „Fire in the Valley: The Making of the Personal Computer“ zeichnet der Film die Rivalität zwischen Apple und Microsoft als halb ironische, halb tragische Gründungslegende: die rebellischen „Piraten“ aus der Garage, die sich mit der Zeit in machtbewusste Konzernlenker verwandeln. Visuell bleibt der TV-Film relativ konventionell, aber erzählerisch gelingt ihm eine interessante Doppelbewegung: Jobs erscheint als charismatischer, oft tyrannischer Visionär, während Gates als opportunistischer Tüftler gezeichnet wird, der die „Piraten“ mit ihren eigenen Mitteln übertrumpft und so symbolisch das Ende der Unschuld der Heimcomputer-Ära markiert.

Neben dramatischen Spielfilmen haben sich auch mehrere Dokumentarfilme dem Phänomen Apple und Steve Jobs genähert. „Steve Jobs: The Man in the Machine“ von 2015, inszeniert von Alex Gibney, stellt den Versuch dar, den Kult um Jobs zu dekonstruieren und die Schattenseiten hinter dem gefeierten Marken-Image sichtbar zu machen. Der Film verknüpft Archivmaterial, Interviews und Medienschnipsel, um zu zeigen, wie ein charismatischer Unternehmer zur quasi-religiösen Projektionsfigur werden konnte – und welche sozialen wie ethischen Kosten dieser Mythos hatte, etwa in Bezug auf Arbeitsbedingungen und das Privatleben des Gründers. Parallel dazu existieren Nischenproduktionen wie „Welcome to Macintosh“ (2008) oder „Macheads“ (2009), die weniger Jobs selbst als die Apple-Community und deren spezifische Mischung aus Technikbegeisterung, Markenloyalität und Identitätspolitik beleuchten. Hier tritt Jobs eher als abwesender Mittelpunkt auf: Die Filme untersuchen, wie sich um ein Unternehmen eine Anhängerschaft bildet, in der Produkte zu kulturellen Distinktionsmerkmalen werden.

Diese unterschiedlichen Zugriffe – vom verdichteten Theaterstück im Backstage-Raum bei Boyle über die chronologisch ausbuchstabierte Erfolgsbiografie bei Stern bis hin zum Fernsehpanorama der 1990er-Jahre und den kritischen Dokumentationen – zeigen, wie wandelbar die filmische Figur Steve Jobs ist. Mal fungiert er als Projektionsfläche für die Idee des genialischen Unternehmers, mal als exemplarischer Fall für die Schattenseiten des Silicon-Valley-Kapitalismus, mal als Marken-Ikone, um die sich eine quasi-religiöse Fangemeinde schart. Gleichzeitig schreibt jede dieser Verfilmungen ein Stück Apple-Geschichte mit, sei es in der pathetisch gerahmten Produktpräsentation, in den Rekonstruktionen legendärer Keynotes oder in der nüchternen Aufzählung von Meilensteinen der Computerentwicklung. So entsteht über die Jahre ein vielschichtiger, widersprüchlicher Kanon von Apple- und Jobs-Bildern, der weniger eine „wahre“ Biografie erzählt, als vielmehr unsere kulturellen Vorstellungen von Innovation, Genie und Erfolg im digitalen Zeitalter spiegelt.

TV-Tipp: 50 Jahre Apple – Steve Jobs und die digitale Revolution

27. März 2026

Vor 50 Jahren wurde Apple in einer kalifornischen Garage gegründet – ein Unternehmen, das den Alltag radikal veränderte. Die dreiteilige SWR Dokuserie erzählt anlässlich des Jubiläums der Firmengründung am 1. April 1976, wie der Visionär Steve Jobs den Computer als Instrument der Befreiung neu definierte. Ich beschäftige mich seit Mitte der 80er Jahre mit Apple, war auf verschiedenen MacWorlds in SF, besuchte Cupertino und bin nun gespannt, was hier erzählt wird.

Die Geschichte vom rebellischen Start-up zum globalen Konzern verknüpft ikonische Momente der Tech-Geschichte mit persönlichen Geschichten und gesellschaftlichen Fragen, erstmals mit starken deutschen Bezügen. „Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt“ ist ab 26. März 2026 in der ARD Mediathek verfügbar. Die erste Folge ist am 30. März um 23:30 Uhr im Ersten zu sehen. Eine Koproduktion von SWR, NDR und HR in Zusammenarbeit mit Spiegel TV.

Anfänge einer rebellischen Idee
1976 bauen Steve Jobs und Steve Wozniak den ersten Apple-Computer. Für den jungen Jobs ist der Computer mehr als eine Maschine: ein Instrument der Befreiung, ein Alltagsgegenstand, vergleichbar mit einem Bleistift oder einer Gitarre. Er nennt es „ein Fahrrad für den Geist“. In Deutschland reagieren die Menschen zu diesem Zeitpunkt noch skeptisch. Doch Apple versteht es, seine Vision in Bilder und Gefühle zu übersetzen. Im legendären Werbespot von 1984 positioniert Apple sich als Rebell gegen das „Big Brother“-Establishment von IBM.

Etappen einer digitalen Vision
Die Dokuserie begleitet Apples Weg von der Gegenkultur zum Weltkonzern: den triumphalen Macintosh-Launch, Steve Jobs‘ dramatische Entlassung, seine Jahre bei NeXT und Pixar, die spektakuläre Rückkehr zu Apple und schließlich die iPhone-Revolution, die „die Menschheit fundamental verändert“ hat, wie Zukunftsforscher Tristan Horx beschreibt.

Der Wandel des Alltags und Einblicke von Insidern
Auf einer Zeitreise anhand zahlreicher Archivbilder veranschaulicht die Dokuserie, wie radikal sich unser Alltag in den vergangenen 50 Jahren verändert hat. Interviews mit Wegbegleiter:innen von Steve Jobs aus über vier Jahrzehnten zeigen, dass auch deutsches Know-how in Apple steckt: Designer Hartmut Esslinger aus dem Schwarzwald schafft Apples legendäre „Snow White“-Designsprache, Typograf Erik Spiekermann entwickelt bahnbrechende Schriften. Aus den USA erzählen Andy Cunningham, eine frühe Wegbegleiterin von Jobs, oder Andy Hertzfeld, Hauptentwickler des ersten Macintosh, vom Innenleben des legendären Teams. Ebenso wie Daniel Kottke, ehemaliger Mitbewohner und enger Mitarbeiter von Steve Jobs.

Perspektiven der Gegenwart
Die jüngere Generation sieht die digitale Revolution mit gemischten Gefühlen. Alicia Joe startete als Beauty-Youtuberin mit Schminktipps – heute macht sie Videos über Social-Media-Sucht. Politikerin Marina Weisband nutzt digitale Tools für demokratische Bildung – und benennt zugleich die Gefahren: Suchtpotenzial, ständige Erreichbarkeit, der Zwang zur permanenten Kommunikation. Wurde aus dem Werkzeug der Befreiung ein Kontrollinstrument? Zukunftsforscher Tristan Horx ordnet ein: „Die Digitalisierung hat auf die Zivilisation denselben Impact gehabt wie der Buchdruck. Nur sollten wir nicht vergessen: Der Buchdruck brachte als erstes keine Aufklärung, sondern religiöse Kriege. Jetzt geht es darum, Kulturtechniken zu finden, um mit dieser neuen Technik umzugehen.“

Retrocade stellt die Retromaschine in den Raum

25. März 2026

Apple erweitert das Spieleangebot für die Vision Pro um Retrocade – und genau dieser Titel hat mich sofort angesprochen. Statt nur ein weiteres Spiele-Menü zu öffnen, verwandelt die App mein Wohnzimmer in eine virtuelle Arcade-Halle: Über die Passthrough-Funktion blendet Vision Pro die Automaten direkt in den realen Raum ein, sodass ich mich wie zwischen echten Cabinets bewege und nicht nur vor einem schwebenden 2D-Bildschirm sitze. Als Retro-Gamer bin ich voll begeistert.


In Retrocade warten sieben Klassiker, mit denen viele groß geworden sind: Asteroids, Bubble Bobble, Breakout, Centipede, Galaga, Pac-Man und Space Invaders. Für mich steckt darin genau diese Mischung aus Nostalgie und Vertrautheit, die den Reiz ausmacht – man kennt Sound, Tempo und Spielprinzip, erlebt sie hier aber in einem neuen, räumlichen Kontext wieder.
Besonders stimmig finde ich, dass die Automaten frei im Raum platziert werden können und sich mit Gesten bedienen lassen: Joysticks, Knöpfe und Displays wirken wie echte, dreidimensionale Objekte, die in meiner Umgebung stehen. So fühlt sich Retrocade weniger wie eine „App“ an, sondern eher wie ein kleiner persönlicher Arcade-Raum, der sich an die Wohnung anpasst.
Dass hinter dem Projekt mit Resolution Games AB ein Studio steckt, das Erfahrung mit VR- und Mixed-Reality-Projekten hat, macht das Konzept für mich glaubwürdiger. Gleichzeitig sorgt die Einbettung in Apple Arcade für klare Rahmenbedingungen: ein Abo, dafür aber keine Werbung und keine In-App-Käufe, was dem nostalgischen Charakter eher zuträglich ist als aggressive Monetarisierung.


Um das klassische Spielhallen-Gefühl noch stärker zu bekommen, habe ich mir zusätzlich ein kabelloses Arcade-Joystick-Controller-System von 8BitDo angeschafft. Der Stick unterstützt Bluetooth, 2,4‑GHz-Funk und USB‑C und lässt sich damit flexibel mit unterschiedlichen Geräten nutzen. Mit seinem typischen Arcade-Layout – Steuerstick, mehrere Tasten, anpassbare Belegung und Makrofunktionen – fühlt er sich gerade bei Retro- und Fighting-Games deutlich authentischer an als ein Standard-Controller. Besonders schätze ich die wertige Verarbeitung und das präzise Steuergefühl: Zusammen mit Retrocade kommt das nostalgische Spielhallen-Erlebnis damit erstaunlich nah an das heran, was man aus klassischen Arcades kennt.

AR-Brille auf der Nase

10. Januar 2026

Technik auf der Nase statt in der Hand – was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction klang, rückt leise, fast beiläufig, in unseren Alltag. Smarte Brillen, mit denen man Musik hört, telefoniert, fotografiert oder per Sprachbefehl durchs Netz streift, sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Sie liegen in den Regalen, warten darauf, ausprobiert zu werden – und viele sind bereit dafür. Knapp vier von zehn Menschen in Deutschland können sich grundsätzlich vorstellen, solche Brillen zu tragen. Auch ich als Brillenträger bin diesen Smarten Brillen sehr aufgeschlossen, sobald Apple eine solche Brille auf den Markt bringen würde.

Ich habe die Zukunft auf der Nase - Google Glass
Ich habe die Zukunft auf der Nase – Google Glass


Vor Jahren hatte die erste Variante von Google Glas auf der Nase, die allerdings mehr versprochen hat, als sie halten konnte. Aber die Idee war genial.

Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.
Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.

Dann spielte ich mit der AR-Brille HoloLens von Microsoft herum, die auf mich einen starken Eindruck machte. Tolle Teil, aber MS verfolgte die Idee nicht weiter und stellte im Oktober 2024 die Produktion ein.
Im Moment bin ich von der Apple Vision Pro gefesselt. Derzeit arbeite ich mir einen Arbeitsworkflow auf diesem Gerät. Eine Smart Brille wird eine andere Ausrichtung und Anwendung haben. Ich hör schon das deutsche Geschrei um den Datenschutz.

Super interessant finde ich die Datenbrille von Meta, die zusammen mit RayBan entwickelt wurde. Ich durfte sie ausprobieren. Für mich der einzige und ausschlaggebende Nachteil: Mein RayBan Modell, die Clubmaster, gibt es nicht als Smarte Brille. Sie sieht mir zu massiv aus, aber der Weg ist das Ziel.

Aber die Entwicklung der Brillen geht weiter. Die nächste Stufe heißt Augmented Reality: Brillen, die nicht nur hören, sondern sehen lassen – die virtuelle Informationen direkt ins reale Sichtfeld einblenden. Wegweiser, Hinweise, Daten, Geschichten – alles schwebt plötzlich dort, wo man ohnehin hinschaut. Rund ein Viertel der Deutschen kann sich vorstellen, künftig eine solche AR-Brille zu nutzen. Auf Technikmessen wie der CES in Las Vegas zeigen Hersteller gerade, wie nah diese Zukunft bereits ist. Im Jahr 2026 wird einiges dazu geschehen.

Aus der Gerüchteküche ist zu hören, dass Apple auch an so einer Brille arbeitet, also eine intelligente Brille für den Massenmarkt. Die Apple Vision Pro ist nur etwas für ein kleines Marktsegment.

Vor allem Jüngere blicken neugierig durch diese neue Linse auf die Welt. Bei den 16- bis 29-Jährigen ist das Interesse besonders groß, auch Menschen bis 49 zeigen überdurchschnittliche Offenheit. Mit zunehmendem Alter wächst dagegen die Skepsis. Vielleicht, weil jede neue Technik nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Fragen mitbringt.

Denn der Reiz ist da: Informationen zu historischen Gebäuden, direkt beim Spaziergang eingeblendet. Navigation, die nicht mehr aufs Handy zwingt, sondern den Weg vor Augen legt. Fast die Hälfte der Bevölkerung erkennt in smarten Brillen schon heute einen echten Mehrwert. Gleichzeitig gibt es klare Grenzen. Die Vorstellung, dass eine Brille unbemerkt filmen oder fotografieren könnte, beunruhigt viele. Vertrauen will wachsen – und muss verdient werden. Sichtbare Signale wie kleine LEDs, die Aufnahmen anzeigen, sind erste Schritte, um Transparenz zu schaffen.

Vielleicht stehen wir an einem Punkt, an dem sich entscheidet, wie selbstverständlich diese Technik einmal wird. Wenn Komfort, Preis und Nutzen zusammenfinden, könnten AR-Brillen schon bald so alltäglich sein wie das Smartphone. Dann wandert die Technik endgültig dorthin, wo sie kaum auffällt – direkt vor unsere Augen. Und verändert leise, aber nachhaltig, wie wir die Welt sehen.

Wenn Worte keine Grenzen mehr kennen – Apples Live-Übersetzung lässt Europa miteinander sprechen

14. Dezember 2025

Seit dem 12. Dezember 2025 steht die Live-Übersetzung mit Apple AirPods nun auch Nutzerinnen und Nutzern in Europa offiziell zur Verfügung. Ich hab das Update gleich geladen und ausprobiert. Der Hammer!

Die Funktion, die zuvor in den USA getestet wurde, kombiniert fortschrittliche On-Device-Spracherkennung mit KI-gestützter Übersetzung in Echtzeit. Technisch basiert das System auf der Neural Engine der Apple H2- und H3-Chips, die Sprachsignale lokal verarbeiten und so Verzögerungen minimieren. Eine stabile Internetverbindung wird nur noch zur Synchronisierung komplexer Sprachmodelle benötigt, wodurch der Datenschutz auf hohem Niveau bleibt.

Apple analysiert das System Sprache in mehreren Verarbeitungsschritten:
1. Spracherkennung (ASR) – Umwandlung des Audiosignals in Text mittels neuronaler Netze.
2. Maschinelle Übersetzung (NMT) – Übersetzung des erkannten Textes über ein kontextsensitives Transformer-Modell.
3. Sprachausgabe (TTS) – Synthese der übersetzten Sprache in Echtzeit, abgestimmt auf die Stimmeinstellungen des Nutzers.
Apple setzt dabei auf On-Device Processing, um Latenzzeiten zu minimieren und Datenschutzstandards einzuhalten.

Im praktischen Einsatz aktivieren Nutzer die Übersetzung über Siri oder direkt in der Systemsteuerung der AirPods. Nach Auswahl der gewünschten Sprachen werden gesprochene Sätze in Echtzeit erkannt, übersetzt und über die Kopfhörer ausgegeben. In Kombination mit iPhone oder Vision Pro ermöglicht das System auch eine visuelle Transkription, die auf dem Display oder im Sichtfeld eingeblendet wird. Besonders bemerkenswert ist die niedrige Latenzzeit: Apple spricht von weniger als 300 Millisekunden zwischen gesprochener Eingabe und der übersetzten Wiedergabe, was eine natürliche Gesprächsdynamik erlaubt.

Die Übersetzung wird in über 40 Sprachen und Dialekten unterstützt, darunter Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch und Mandarin. Neu ist die adaptive Umgebungserkennung: Durch die Analyse von Hintergrundgeräuschen und Gesprächssituationen optimieren die AirPods Lautstärke, Betonung und Sprachebene der Übersetzung automatisch. Das macht die Funktion auch in lauten Umgebungen wie Bahnhöfen oder Konferenzsälen zuverlässig einsetzbar.

Mit dieser europäischen Einführung setzt Apple einen weiteren Schritt in Richtung kontextbewusster, KI-gestützter Kommunikation. Die Kombination aus mobiler Rechenleistung, Spracherkennung und maschinellem Lernen in Echtzeit hebt die AirPods damit über ihre ursprüngliche Audio-Funktion hinaus – hin zu intelligenten Schnittstellen zwischen Menschen unterschiedlicher Sprachen. Und als Tourist kann ich verstehen, was der französische Kellner mir an den Kopf wirft, wenn mein Schulfranzösisch versagt.

Endlich frei filmen: Warum dieses Rig mein iPhone neu definiert

3. Dezember 2025

Im Moment arbeite ich viel mit dem SmallRig iPhone 17 Pro Max Dual Handheld Kit für meine Videoaufnahmen mit dem Smartphone. Ich habe noch ein größeres Case von SmallRig, aber das ist für den täglichen Gebrauch zu groß und passt nicht in meine Arbeitstasche.

Das SmallRig iPhone 17 Pro Max Dual Handheld Kit ist eine hochwertige, professionelle Rig-Lösung für alle, die mit dem iPhone 17 Pro Max filmen, streamen oder Videos produzieren möchten. Es setzt auf Stabilität und Flexibilität — das Kit umfasst einen robusten Metall-Cage, eine passgenaue Hülle, einen TPU-Softbumper sowie zwei drehbare Griffe (einen davon mit kabelloser Funksteuerung). Das Anbringen der Griffe hat sich gegenüber früheren Ausgaben deutlich verbessert.

Durch das integrierte Schnellverschluss-System (HawkLock H11) lassen sich die Griffe innerhalb von Sekunden sicher befestigen oder abnehmen — praktisch, wenn man schnell zwischen normalem Smartphone-Betrieb und Videonutzung wechseln möchte. Die Griffe sind stufenlos drehbar, und der seitliche Griff kann bei Bedarf auch als Top-Handle fürs Filmen aus niedriger Perspektive verwendet werden.

Der Cage bietet mehrere 1/4”-20-Gewindebohrungen und Cold-Shoe-Mounts für Zubehör wie Mikrofon, Licht oder Stativ — ideal, wenn man das iPhone wie eine kleine Kino-Kamera einsetzen will. Außerdem ermöglicht die mitgelieferte 17 mm-Objektivrückplatte (bzw. optional eine T-Mount Rückplatte) die Montage externer Objektive und Filter — was kreativen Spielraum bei Filmlook und Bildwirkung eröffnet.

Ein cleverer Zusatz: Die Fernbedienung im seitlichen Griff erlaubt das Auslösen von Fotos oder Videos aus bis zu circa 10 Metern Entfernung — praktisch für Selfshots, Interviews oder Aufnahmen aus der Distanz ohne Verwacklungen.

Dank des offenen Designs bleiben alle iPhone-Funktionen zugänglich — Tasten, Anschlüsse, Radar-Sensor, Ultraweitwinkelkamera und sogar Wireless Charging funktionieren weiter — selbst im Rig. Insgesamt verwandelt dieses Kit mein iPhone 17 Pro Max in ein flexibles, mobiles Filmstudio: Es vereint Schutz, Ergonomie und Erweiterungsmöglichkeiten — ideal für Vlogs, Kurzfilme, Livestreams oder kreative Videoprojekte.

Stabil, flexibel, filmreif – mein Smartphone-Setup für unterwegs

2. Mai 2025

Um das Smaprtphone, in meinem Fall ein iPhone 15 Max pro unterwegs einen sicheren Halt zu bieten, verwende ich ein leichtes Stativ. Um das Smartphone für kleine Drehs einzuspannen, verwende ich Handyhalterung mit Kaltschuh für Mikro oder Licht.

In der Vergangenheit habe ich immer meine Manfrotto-Halterung genutzt. Manfrotto hat mit dem TwistGrip eine sehr intelligente Lichthalterung für Smartphone-Filmer geschaffen. Es passt sich der Größe des Smartphone an und kann auf ein klassisches Stativ u.a. geschraubt werden. Am anderen Ende des TwistGrip befindet sich ein Blitzschuh um ein Licht zu befestigen.

Jetzt setze ich seit ein paar Tagen auf ein System von Smallrig. Der universeller Telefonhalter mit einer multifunktionalen Telefonklemme eignet sich für Fotografie, Live-Streaming, Vlogging und Interviews. Es kann auf einer Kamera oder einem Stativ montiert werden – und es steht deutlich stabiler, ist aber auch ein paar Gramm schwerer als der Kollege von Manfrotto.

Das Smallrig-Teil unterstützt Quer- und Hochformat und verriegelt sicher bei 90°. Die beiden Drehgelenke ermöglichen eine 180-Grad-Verstellung, das kann das Manfrotto-Teil dagegen nicht. Der Smallrig-Telefonhalter hat eine Tragfähigkeit von 500 Gramm.

Hier ein altes Unboxing des Manfrotto-Teils.

Apple komm endlich mit KI in die Gänge

23. März 2025

Vor kurzem ging ich am Münchner Stachus zur S-Bahn. Über den Rolltreppen flimmerte an großen Monitoren die Werbung für das neue iPhone 16e. Persönlich warte ich auf September, wenn die neue 17-Genration kommt, aber ein Detail verblüffte mich an der Werbung.

Das iPhone 16e soll für Apple Intelligence optimiert sein. Das heißt, das neue Siri mit KI. Aber Apple kommt seinen Versprechungen nicht nach. Das Zeug, das ich gerne testen würde, ist (noch) nicht da.

Der Apple-KI-Manager für Siri Robby Walker musste eingestehen, dass es Schwierigkeiten gibt. „Hässlich und peinlich“ nannte er die Vorgänge in einer Mitarbeiterversammlung. Apple kündigte an, die KI-Funktionen zu verschieben. Man spricht sogar von 2026. Blöd ist nur, dass das Marketing voll auf diese Funktionen setz. Also Apple, komm in die Gänge.

Hinter den Kulissen rollen Köpfe. Dem für Künstliche Intelligenz verantwortlichen Manager John Giannandrea sei die Aufsicht über Siri entzogen worden, teilte Bloomberg.

Diversität: Bitte Apple bleib standhaft

12. März 2025

Die Vereinigten Staaten von Amerika verändern sich nach dem Amtsantritt von The Donald radikal und schneller als ich gedacht habe. Viele Firmen beugen sich der Macht des US-Präsidenten, haben die Schere im Kopf oder sind im vorauseilenden Gehorsam dem Herrn in den Allerwertesten gekrochen.

Für mich interessant: Apple soll Diversitätsprogramme abschaffen. Diversität, Chancengleichheit und Inklusion sind nicht die Themen von The Donald. Im Moment bleibt Cupertino standhaft und versucht den Präsidenten mit gewaltigen Investitionen im eigenen Land ruhig zu stellen. Apple kündigte US-Investition von 500 Milliarden US-Dollar (!) an. 20.000 Beschäftigte sollen neu eingestellt werden.

Aber Apple soll Diversitätsprogramme abschaffen. Das heißt auf Englisch: Diversity, Equity and Inclusion (DEI). Das trifft den Apple CEO Tim Cook persönlich, der von Trump schon mal Tim Apple genannt. Cook ist bekennender Homosexueller und das passt wohl nicht in das Weltbild von Trump. 2014 erkläre Cook: „Ich bin stolz, schwul zu sein“. In der heutigen Zeit egal, Hauptsache er macht seine Sache als CEO gut und das tut er, wenn ich meine Aktienportfolio ansehe.

Cook meinte unlängst in der Aktionsversammlung: Das „Leitprinzip der Würde und des Respekts für alle“ werde aber „niemals wanken“. Seine Mitbewerber im Tech-Umfeld haben längst die Waffen gestreckt und entsprechende Programme eingestellt oder zurückgefahren. Für Cook ist aber auch klar, dass sich die „rechtliche Landschaft in dieser Angelegenheit weiterentwickelt“ habe.

Trump poltert weiter: Apple solle die „DEI-Regeln komplett loszuwerden und nicht einfach nur anzupassen“. Vielleicht wirft Cook das Handtuch in diesem Streit Apple vs USA, Cook vs Trump. Persönlich könnte ich es durchaus verstehen, aber für mich ist Apple unter den Tech-Riesen irgendwie ein gallisches Dorf und ich hoffe, Cook bietet Trumpf die Stirn.

Mein Arbeitstierchen im Büro: Mac mini 2024

26. Februar 2025

Seit ein paar Monaten habe ich ein neues Arbeitstier im Arbeitszimmer: Einen Mac mini 2024 mit M4. Apple hatte damals den Mac mini nochmals geschrumpft und nachdem ich alle mini-Generationen hatte, musste im November 2024 auch dieser her. Hier mein Unboxing-Video.

Die Keksdose hat sich vom Office-Rechner über die Jahre zum wunderbaren Arbeitsrechner gemausert. Ich hab die Standardkonfiguration mit 16 GByte RAM gekauft. Die Festplatte umfasst nur 256 GByte, weil ich viele Sachen in der Cloud ablege. Ich verwende die PCloud aus der Schweiz und Google Drive. Von Anfang an wurde über den Einschaltknopf diskutiert, der auf der Unterseite des Geräts angebracht ist. Eigentlich mir egal, weil die Maschine sowieso nie ausgeschaltet wird.

Wer unbedingt eine andere Lösung haben möchte, dem empfehle ich MacCuff mini von Sonnet, eine Firma, deren Produkte mich nie im Stich gelassen haben. MacCuff mini (2024+) ist eine Befestigungslösung für die neuen Mac mini-Computer M4 und M4 Pro. Die Halterung von Sonnet lässt sich beispielsweise in Unternehmen, Schulen und zu Hause einsetzen.

Ich kann meinen Mac platzsparend und sicher installieren – beispielsweise unter dem Schreibtisch, an einer Wand oder einem Monitor – wobei alle Anschlüsse und der Netzschalter uneingeschränkt erreichbar bleiben.

Mit der Sicherheitshalterung aus robustem Stahl können Anwender ihre Computer geschützt befestigen, ohne dass die Luftzirkulation, die Bedienung des Netzschalters sowie Wi-Fi- und Bluetooth-Empfang des Geräts eingeschränkt werden. Der Kostenpunkt liegt bei 64 Euro.