Dritter Todestag von Steve Jobs: Umfrage: Was ist das beste Think Different-Plakat?

5. Oktober 2014

Jobs

Drei Jahre ist Steve Jobs jetzt schon tot. Heute vor drei Jahren verlor die IT-Welt einen ihrer größten Visionäre. Was ist nicht alles über diesen Mann geschrieben worden. Auch ich verabschiedete mich am 5. Oktober 2011 mit einem sehr emotionalen Nachruf von Steve Jobs. Hier meine Zeilen von damals.
Ich will an diesem Tag nicht darüber philosophieren, was heute aus Apple geworden ist. Viele Massenmedien haben das Unternehmen mit dem angebissenen Apfel für tot erklärt, weil bei uns schick ist, etwas kaputtzuschreiben. Vergesst die Neider und Schwarzseher, sage ich und damit basta.
Als Erinnerung an Steve Jobs ging ich in mein persönliches Archiv und schaute mir alte Plakate von Apple an. Das Manifest To the crazy ones hing sogar eine Zeitlang bei mir im Haus. Ein riesiger iPod-Aufsteller in Gelb mit der schwarzen Silouette steht zum Eingang meines Video-Archivs.
Mit Steve Jobs verbinde ich aber vor allem die Think Different-Plakate. Es war eine hervorragende Werbeaktion, die mich und viele, viele andere ansprach. Warum: Weil wir anders sein wollten, weil wir auch so kreativ, innovativ, konseuquent sein wollten – eben weil wir anders sein wollten. Ob wir wirklich anders waren, sei dahin gestellt, aber die Kampagne hat gut getan.

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Die Serie mit den Think different-Plakate umfasste eine Menge Motive und ich besitze einige davon. Ich habe meine persönliche Vorliebe, was mein liebstes Plakat ist. Aber mich würde interessieren, welches Motiv euch am liebsten gefällt.
Und daher zum dritten Todestag von Steve Jobs frage ich euch: Welches Plakat von der Think Different-Kampagne gefällt euch am besten? Ich habe eine kleine Vorauswahl getroffen und nun seid ihr an der Reihe. Einfach abstimmen und einen kurzen Moment an Steve Jobs denken. Zu gewinnen gibt es nichts außer ein gutes Gefühl. Vielen Dank.

TSV 1860 München: Beim Styling der Löwen-Spielerfrauen zur Wiesn

4. Oktober 2014
Ein Teil der Spielerfrauen des TSV 1860 München mit ihren Wiesn-Frisuren vom Haarstudio Wieser.

Ein Teil der Spielerfrauen des TSV 1860 München mit ihren Wiesn-Frisuren vom Haarstudio Wieser.

Ich bin kein großer Fan vom Oktoberfest in München, aber dieses Jahr gab es eine Ausnahme, die mir den Rummel um die Wiesn verschönert hat. Ich durfte dabei sein, als das Haarstudio Wieser die Spielerfrauen vom TSV 1860 München für die Wiesn stylten.
Ich hatte hier bereits mal über die Kooperation vom Haarstudio Wieser mit dem Traditionsfußball-Verein TSV 1860 München gebloggt und das Wiesn-Styling war ein Teil dieser Kooperation. Löwen-Fan und Friseurmeister Josef Wieser hatte mich angesprochen, die Beauty-Aktion zu dokumentieren. Das hab ich natürlich gerne gemacht.


Die Zeit war knapp. Das Shooting war keine klassiches Beauty-Session mit Studio und Scheinwerfer. Vielmehr war es die gute, alte Reportage-Fotografie. Rein in das Geschehen, nicht lange nachdenken und nicht stören, sondern sich in die Szenerie integrieren.
Die Spielerfrauen sind ja eine Art Personen der realtiven Zeitgeschichte und dennoch wollte ich Ihnen mit der Kamera nicht zu sehr auf den Pelz rücken. Viele der Damen sind noch sehr jung. Das bedeutete für mich: Die fette Nikon D3 blieb zu Hause und ich wählte das iPhone 6 plus und die Fujifilm X100S als Reportage-Kameras.

Das Wieser-Team mit einigen Spielerfrauen.

Das Wieser-Team mit einigen Spielerfrauen.

Aus folgenden Gründen: Das neue iPhone war bei der Zielgruppe bekannt. Alle Löwen-Spielerfrauen besitzen ein Smartphone und nutzten es während der Styling-Session ausgiebig für Selfies oder Unterhaltung. Ein iPhone als Fotoapparat kam ihnen nicht bedrohlich vor. Die schwere Profi-Nikon mit lautem Klicken und Wechselobjektiven hätte die intime Styling-Atmosphäre zerstört. Zudem konnte ich mit dem iPhone 6 plus wunderbar die Aktion filmen.

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Und zur Premium Kompaktkamera Fujifilm X100S habe ich gegriffen, weil sie einen wunderbareb Retro-Look hat. Sie sieht für die Fotomodelle aus, als hätte ich zum Fotoapparat vom Urgroßvater gegriffen. Eine der Spielefrauen fragte sogar, warum ich denn nicht digital fotografiere, sondern auf Film. Sie verwechselte das Retro-Design der Fujifilm X100S mit einer alten Analogkamera.

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Friseurmeister Josef Wieser und sein Team von vier Friseurinnen arbeiteten zügig und hochprofessionell. Auch sie standen unter gewaltigem Zeitdruck. Der Bus mit den Fußballern des TSV 1860 fuhr pünktlich zur Wiesn ab. Die Friseurinnen Christine Greinwald, Sara Fernandez, Johanna Wieser und Melanie Schraa zwirbelten, flochten, lockten und steckten in der Höhle des Löwen an der Grünwalderstraße in München, was die Haare hergaben. Gearbeitet wurde in einem Aufenthaltsraum im ersten Stock der Löwenzentrale. Die Friseurinnen gingen – wie im Salon – auf die Wünsche ihrer Kundinnen ein. Nachdem einige Spielerfrauen aus dem Ausland kamen, war es ein nettes Sprachengewirr aus Bayerisch, Deutsch, Englisch und Spanisch. Aber die Friseurinnen meistern ihren Job und als die Löwn-Spieler ihre Herzdamen erblickten, kamen die Wiesn-Frisuren hervorragend an. Die Spieler des TSV 1860 lobten das Aussehen der Damen und damit auch die Leistung des Haarstudio Wieser.

TSV1860
„Wir sind natürlich etwas erschöpft bei so einem Zeitdruck, aber die ganze Sache hat sich absolut gelohnt“, so Friseurmeister Josef Wieser als die Löwen sammt weiblicher Begleitung und Entourage in den Bus zur Wiesn gestiegen sind. „Die Spielerfrauen hat es gefallen, den Fußballern vom TSV auch – was gibt es für einen Friseur ein größeres Lob als zufriedene Kunden?“ Recht hat er.

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Nur noch bis 2. November: X-Wing Fighter im Legoland

3. Oktober 2014
Unbedingt bis 2. November im Legoland ansehen.

Unbedingt bis 2. November im Legoland ansehen.

Wer den fetten X-Wing Fighter im Legoland Deutschland sehen will, sollte sich sputen. Nur noch bis 2. November ist das große Lego-Modell in einer Extrahalle beim Legoland Deutschland ausgestellt. Dann wird er abgebaut und zieht in ein anderes Land weiter.


Der X-Wing ist zum ersten Mal in Europa und Star Wars-Fans sollten sich das Gerät ansehen. Ich war jetzt mehrmals im Legoland in Günzburg vor Ort und habe den Fighter genossen. Je öfters ich da bin, desto mehr Details entdecke ich. Und wenn ich mit anderen Star Wars-Fans spreche, dann ergeht es ihnen ebenso. Das Teil macht einfach Spaß.

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Hier nochmals die Fakten in Kurzform: Insgesamt wurdem 5335200 Lego-Steine in diesem Modell verbaut. Der Fighter bringt 20857 Kilogramm auf die Waage. Seine Maße sind 3,35 Meter Höhe, 13,1 Meter Länge und die Flügelspannweite beträgt 13,44 Meter.

Da freut sich mein Star Wars Herz.

Da freut sich mein Star Wars Herz.

Konstruiert wurde der Fighter von 32 Modellbauern in 17336 Stunden in vier Monaten im Lego Model Shop in Kladno in der Tschechischen Republik. Es ist eine 1:1-Kopie des Lego Star Wars-Bausatzes 9493, wobei der Fighter 42mal so groß ist, wie das Lego-Set. Ob es mit der Zahl 42 eine Bewandtnis hat, weiß ich nicht, freue mich aber als redaktion42 darüber. Ich habe beim Start in Günzburg schon über den Aufbau des Fighters geschrieben.

Das Mosaik des X-Wing-Fighters am Hallenausgang. Davor R2D2, auch aus Lego.

Das Mosaik des X-Wing-Fighters am Hallenausgang. Davor R2D2, auch aus Lego.

Mosaik am Hallenende
Wer also den X-Wing Fighter aus Lego noch sehen, will hat nicht mehr lange Zeit. Und wer in der Halle des X-Wing Fighters ist, sollte sich unbedingt auch das große Mosaik am Ausgang ansehen. Es wurde bei den diesjährigen Star Wars Tagen im Legoland zusammengebaut. Dieses Mal zeigt das Motiv natürlich passend den X-Wing Fighter. Im Jahr 2011 baute ich selbst bei der Eislandschaft von Hooth mit und es hat irre Spaß gemacht. Hier ein kleines Video über das Mosaik:

 

Hast du eine Affäre mit deinem Smartphone?

2. Oktober 2014
Dieser junge Mann hat sein iPhone immer am Mann.

Dieser junge Mann hat sein iPhone immer am Mann.

Wenn Fred Feuerstein ein Smartphone gehabt hätte, wäre er dann auch so ungeschützt im Internet unterwegs, wie wir heute? Vermutlich. Denn die Verhaltensmuster aus der Frühzeit unseres Gehirns, vor etwa 1,8 Millionen Jahren geprägt, beeinflussen nachhaltig unser Verhalten gegenüber modernen Geräten wie Computer, Smartphones und Tablets. Scheinbar irrationales Verhalten erscheint jedoch im Licht der Evolution ganz folgerichtig. Cyberpsychologen erforschen aktuell neue Formen der „Media Equation“ und IT-Sicherheitsexperten unterstützen Anwender beim einfachen Schutz ihrer Techniklieblinge – beispielsweise vor den 315.000 neuen Schadprogrammen, die täglich von Kaspersky Lab entdeckt werden.
Vor allem zum jüngsten digitalen Produkt entwickeln Konsumenten eine sehr starke emotionale Bindung. Der beste Freund des Amerikaners ist das Smartphone, so postuliert dies eine Studie der IDC von 2013. Das Smartphone befand sich immer in Griffweite der 7.446 befragten US-Amerikaner, von morgens bis abends. Etwa 80 Prozent der Befragten prüften ihr Smartphone alle 15 Minuten auf Meldungen. Das geht soweit, dass Anwender denken, das Telefon hätte geklingelt – obwohl dies nicht der Fall war. Ich kann dies bestätigen. Wenn ich mein Samrtphone vergesse, dann fühle ich mich irgendwie nackt, mir fehlt mein täglicher Begleiter.
Das Institut Aris hat für den Branchenverband Bitkom den Effekt des Phantomklingelns festgestellt. Dazu wurden Anwender im Jahr 2011 und 2013 zum Phantomklingeln befragt. Innerhalb der zwei Jahre stieg der Anteil der Nutzer, die vermeintlich ihr Telefon klingeln hörten, von 25 auf 39 Prozent. Hinter allem steckt die Erkenntnis, dass das Smartphone den eigenen sozialen Raum erweitert, zu Freunden und Bekannten, die nicht physisch in der Nähe sind. Entsprechend nervös wurden die deutschen Anwender, wenn sie keine Signale vom Smartphone erhielten: 29 Prozent fanden es merkwürdig, wenn einmal einen Tag lang keine Anrufe oder SMS kamen. Ok, das passiert mir nicht. Ich bin froh, wenn das Ding ruhig ist und wenn ich arbeite, dann gibt es ja die Einstellung am iPhone, dass nur bestimmte Anrufe durchkommen. Auch so eine Einstellung gehört zur Medienkompetenz. Ich muss nicht immer für jeden erreichbar sein.

Der Mann, der seinen Laptop belog
Mit dem PC hat der Mensch bereits eine längere Affäre zwischen Liebe und Hass. Welcher Anwender hat nicht schon seinen Computer verflucht und womöglich die Tastatur mit Fäusten bearbeitet, als das Gerät die Mühen von stundenlanger Arbeit mit einem Absturz im digitalen Nirvana verschwinden ließ? Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Viele Leute geben ihren Rechner Namen. Eine Zeitlang habe ich mein Netzwerk bei mir im Büro nach den Gefährten aus Herr der Ringe benannt. Wobei der Server seltsamerweise Mordor hieß. Dann hatten die Geräte Namen wie Pac Man. Die Time Machine heißt übrigens Gorleben, ich denke, der Name sagt viel aus.
„Wir Forscher nennen das Media Equation“, erklärt dazu Frank Schwab, Professor für Medienpsychologie an der Universität Würzburg. „Sobald etwas – wie ein Computer – mit einem Menschen scheinbar interagiert, laufen in unserem Hirn uralte Programme ab. Nahezu instinktiv behandeln wir das Gegenüber wie ein absichtlich handelndes Wesen, obwohl das – objektiv betrachtet – keinen Sinn macht. Diese Gleichsetzung zwischen einem medialen Objekt und dem wirklichen Leben nennen wir deshalb Media Equation“. Deshalb kann man Computer hassen, obwohl jeder sich ebenso darüber im Klaren ist, dass es sich nur um eine Maschine handelt. Naja, was passiert, wenn ich mit Siri spreche. Ich nenne meine Siri insgeheim HAL, damit sie es nicht mitbekommt, wenn ich von ihr spreche. Und nein, ich bin nicht verrückt.
„Das Gerät muss nicht einmal besonders cool sein, damit dieser Effekt eintritt. Erste Forschungen wurden mit PCs Anfang der Achtziger Jahre im vergangenen Jahrhundert durchgeführt“, führt Schwab weiter aus. „Interessant daran ist, dass wir den Effekt kaum kontrollieren können. Besonders Menschen, die im Umgang mit Computern sehr kompetent sind, neigen zu Media Equation.“
Wenn ein Computer uns für ein Testergebnis lobt, dann hebt das unser Selbstwertgefühl und unseren Leistungswillen. Überdies wollen wir mit diesem Computer gerne weiter arbeiten und denken, dass er besonders gut ist. Auch, wenn wir vom selben Computer nach seiner Leistung befragt werden, bewerten wir ihn positiver, als wenn wir die Beurteilung an einem anderen Gerät abgeben. Und natürlich nehmen wir den Computer als Mann oder als Frau wahr – besonders, wenn er oder sie mit der entsprechenden Stimme zu uns spricht.

Kunst: Mann auf der goldenen Mozartkugel

1. Oktober 2014

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Eines muss man dem Salzburger lassen. Sie können moderne Kunst in ihrem Alltag wahrnehmen. Ich bin durch Annette E. Diepenbrock von Deleguide auf den Walk of modern Art in Salzburg auf die verschiedenen Kunstwerke aufmerksam gemacht worden – herzlichen Dank.
Bei meinem jüngsten Besuch dieser schönen Stadt saß ich ein wenig auf dem Kapitelplatz herum, ruhte aus und beobachtete das Festspieltreiben. Irgendwie hab ich dabei die Skulptur Sphaera von Stephan Balkenhof erst einmal übersehen. Erst beim Verlassen des Platzes sah ich die Goldene Kugel. Wie konnte ich nur dieses Kunstwerk übersehen?

Mann auf der Kugel

Mann auf der Kugel

Der deutsche Bildhauer Stephan Balkenhof schuf 2007 seine Sphaera in einer Größe von 9 Meter. Sie besteht aus einer vergoldeten, zwei Tonnen schweren Kugel mit einem Durchmesser von fünf Metern. Die Kugel besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff und liegt auf einem schmiedeeisernen Gestell mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen. Auf der Kugel steht in neun Metern Höhe eine 300 Kilogramm schwere, bronzene männliche Figur mit schwarzer Hose und weißem Hemd. Oben auf der goldenen Kugel steht dieser Mann, der jedermann sein könnte. Die Figur hat keinerlei Ausdruck, kein Lächeln und das macht seinen Reiz aus. Das Kunstwerk in Salzburg gilt als Mann auf einer Mozartkugel.
Es gibt noch ein Gegenstück, die Frau im Fels. Es ist eine Frau mit rotem Kleid, die in einer Felsnische im Toscaninihof steht. Sie soll an eine Tunnelheilige erinnern. Allerdings hatte ich aus Zeitgründen keine Möglichkeit zur Besichtigung.

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So etwas nenne ich Kundenservice im Hotel

30. September 2014
Der freundliche Eingang zum Hotel Prinz Luitpold Bad.

Der freundliche Eingang zum Hotel Prinz Luitpold Bad.

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, aber dennoch ist es eine Ausnahme. Ich muss aufgrund meiner Dozententätigkeit viel in Hotels übernachten. Aber den Hotelservice vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang/Allgäu fand ich schon bemerkenswert. Ein paar Tage vor meiner Anreise zu meinem Urlaubshotel kam eine Mail, die mich freundlich an meinen Urlaubstermin erinnerte. Und das Hotelpersonal gab mir zudem noch Hinweise, wie ich am besten das Hotel erreichen kann: Per Auto, per Bahn und – was mir am besten gefiel – zu Fuß. Das stand: „Oder einfach zu Fuß auf dem Europäischen Fernwanderweg E4.“ – Das ist Humor, wie er mir gefällt.

Gold- und Silbertaler als Kundenbindungsprogramm

Gold- und Silbertaler als Kundenbindungsprogramm

Da ich mit der ganzen Familie im Allgäu Urlaub machte, hieß das auch am Ende wieder Kofferpacken. Und natürlich passierte es bei der Abreise, dass wir in einem Zimmer ein Ladegerät für eine Kompaktkamera vergessen hatten – es aber gar nicht bemerkten. Bemerkt hatte es dagegen das freundliche Personal, das die Zimmer nach unserer Abreise für die nächsten Gäste des Hotels Prinz Luitpold Bad vorbetete. Die guten Geister des Hotels packten das Ladegerät zusammen und schickten es uns mit der Post hinterher. Das nenne ich Service – vielen Dank.
Und es gibt ein noch ein Kundenbindungsprogramm, das ich auch erwähnen möchte. Natürlich will das Hotel Prinz Luitpold Bad dass ich wiederkomme. Dazu gibt es einen kleinen Anreiz in Form von Münzen, den Luipold-Taler in Silber und Gold. Die Silberlinge kann ich weitergeben an Freunde und Bekannte. Bei Vorlage der Münzen mindern sich ihre Kosten im Hotel. Hab ich gleich gemacht und schicke meine Eltern ins Hotel zum Entspannen ins Allgäu. Die Goldmünzen darf ich für meinen nächsten Aufenthalt behalten. Denn eines steht fest: Meine Familie und ich kommen wieder, keine Frage.

Und was esse ich wohl?

Und was esse ich wohl?

Scannertest iX100 auf der Wiesn

29. September 2014

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Einen ungewöhnlichen Scannertest konnte ich kürzlich auf dem Münchner Oktoberfest absolvieren. Eingeladen auf die Wiesn hatte Fujitsu ScanSnap. Das Team um Klaus Schulz hatte das neueste Scanner-Exemplar als Demogerät dabei. Der iX100 ist ein 400 Gramm leichter Mobilscanner, der seine Scans via WLAN direkt auf das Smartphone und Tablet überträgt.
Zunächst stellte ich mir aber die Gretchenfrage. Wozu brauche ich so etwas im Zeitalter von verschiedenen Scan-Apps auf dem iPhone? Ich bin mit meinen Apps Scanner Pro oder PDFScanner eigentlich ganz zufrieden. Warum soll ich noch sperrige Hardware mit mir herumschleppen?
Jetzt bietet die Käfer Schänke auf dem Oktoberfest nicht optimale Testlaborbedingungen, aber gerade das machte den Reiz aus. Also wurde gescannt, was uns in die Finger kam.


Vielleicht ist die Wiesn dann doch nicht die richtige Testumgebung. In einer Konferenz, als Vertriebler, als Sales-Heini, als Versicherungsvertreter, als Journalist sieht die Sache ganz anders aus. Neulich war ich wieder auf so einer Konferenz und habe die Tagungsunterlagen auf Papier herumschleppen müssen. Ich mag doch kein Papier schleppen. Da wäre so ein leistungsfähiger und leichter Scanner eine Wohltat.
Der iX100 ist schnell, richtig schnell. Während meine Telefonapps im Vergleich lange brauchten, um das Blatt zu erfassen, ging es beim iX100 ratz fatz. Insgesamt scannt das Teil eine DIN A4 Seite in maximal fünf Sekunden, abhänig von der gewählten Auflösung.
Was ich auch probiert habe: Ich habe die Papiere absichtlich schief eingelegt und die Software richtet sie sofort aus. Und ich habe den Scanner mit zahlreichen Visitenkarten gefüttert und er hat sie brav abgearbeitet und ausgerichtet. Und dies obwohl die Papiere eine unterschiedliche Stärke hatten. Weil wir auf der Wiesn sind, probierte ich es auch mit relativ dicken Bierdeckeln aus und auch das klappte.

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Ein auf DIN A4 gefaltetes DIN A3 ging auch zu scannen. Ich probierte es mit der Speisekarte der Käfer Wiesn Schänke aus. Klappt perfekt, die Software sucht Übereinstimmungen und setzt aus zwei Scans ein Dokument zusammen. Das klappt aber nur am Mac/PC nicht am Smartphone.
Ein Duplex-Scan ist mit dem iX100 nicht möglich, aber der Vorschub macht es möglich, dass ich das Papier umdrehe und die Rückseite drehe. Der iX100 scannt automatisch in Schwarz-Weiß oder Farbe, erkennt das Format jedes Dokuments und scannt entsprechend, erkennt und korrigiert Schräglagen, entfernt Leerseiten und zeigt Bilder in der korrekten Ausrichtung an. Die Bildverabeitung passiert im Scanner durch einen GI-Bildverarbeitungsprozessor. So wird der Akku des Smartphones geschont.

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Die Übertragung geschiet dann per WLAN aufs iPhone/Android. Eine Windows Phone App ist noch nicht veröffentlicht, brauch ich aber auch nicht. Der Scanner wird per Akku betrieben und via USB aufgeladen. Eine Ladung soll laut Hersteller für 260 Scans halten. Auf der Wiesn hatten wir allerdings Powerpacks dabei, weil wir wie der Teufel gescannt und probiert haben – und nebenbei noch Bier und Hendl genossen (eigentlicher Zweck der Wiesn). Ggf kommt auch noch von den Japanern eine Übertragung via Blauzahn, aber aber im Moment ist es nicht vorgesehen. Der Scanner erzeugt ein eigenes WLAN und Smartphone-Nutzer können darauf zugreifen, wenn man über die kostenlose App ScanSnap Connect App lädt. Schön wäre es allerdings gewesen, wenn Fujistu den Link zum Download in den jeweiligen Stores auf seiner Website direkt angegeben hätte.
Persönlich sehe ich den iX100 weniger als klassischen Büroscanner, also vielmehr als mobile Einheit. Im Büro kann er zwar auch eingesetzt werden, aber da vertraue ich eher auf die großen Brüder wie beispielsweise den iX500.

StadtLesen: Ein Marktplatz voller Inhalte

28. September 2014
Auf meiner Fahrt nach Salzburg hatte ich natürlich was zum Lesen dabei.

Auf meiner Fahrt nach Salzburg hatte ich natürlich was zum Lesen dabei.

Wenn ich auf Reisen bin, habe ich eigentlich immer etwas zu lesen dabei. Es gibt keinen Ort, an dem ich nicht lesen kann. Früher schleppte ich im Urlaub einen schweren Koffer voller Bücher mit, heute habe ich nur noch meinen Kindle und das iPad dabei, um zu lesen. Denn ich liebe Inhalte – ich drücke mich vor dem Wort Bücher, denn viele verbinden mit Buch ein gedrucktes Medium. Für mich zählt aber mehr, was zwischen den Buchdeckeln ist, also der Inhalt.

Schöne Idee - StadtLesen in Salzburg am Mozartplatz.

Schöne Idee – StadtLesen in Salzburg am Mozartplatz.

Und es hat mich als Inhaltsfreund bei einem Besuch in Salzburg die Aktion StadtLesen gefreut. Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer gab ein Grußwort ab: „Was wären wir ohne Bücher, ohne das Lesen, ohne die Auseinandersetzung mit neuen Ideen und faszinierenden Gedanken? Und was wären wir ohne die Stadt, die immer auch ein Marktplatz der Ideen und ein Ort war, wo der Wettstreit der Ideen ausgetragen wurde?“ StadtLesen fand in Salzburg auf dem Mozartplatz von 21. bis 24. August 2014 statt und mir hat die Idee wirklich gefallen.

Niederlassen und genießen und in Welten eintauchen.

Niederlassen und genießen und in Welten eintauchen.

Ich fand es prima, eine Oase des Lesens gefunden zu haben, in der ich mich ein wenig niederlassen konnte. Das Wetter passte, aber gab es keinen Kaffee. Es wurde das Kulturgut Buch präsentiert, leider nur wieder das gedruckte Buch. Und da war sie wieder die elende Diskussion. Es gab tolle Inhalte zu entdecken, es gab Lesungen, die Spaß gemacht haben. Aber es wurde wieder einmal polarisiert: Gedruckte Bücher und dann der Rest.

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Es waren Regale mit interessantem Lesestoff aufgebaut. Ich konnte tolle Sachen entdecken. Das Lesewohnzimmer in Salzburg wurde als Einladung verstanden, sich niederzulassen, ein Buch in die Hand zu nehmen und zu genießen. Lesegenuss wurde möglich und erlebbar gemacht, Lesezeit geschenkt. StadtLesen versteht sich als Veranstaltungsreihe, die dem Thema Lesen breite Öffentlichkeit bringen will. Und das ist prima.

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Leider wurde bei der ganze Sache in Salzburg das digitale Zeitalter vergessen. Es gab keinen WLAN-Hotspot oder auch die Möglichkeiten elektronischer Bücher wurde nicht aufgezeigt. Das tat weh, weil es so kurzsichtig ist. Es wurden wieder einmal in die alte Kerbe gehauen: Das richtige (gedruckte) Buch und das andere Zeug – langsam kotzt mich dieses Schwarzweiß-Denken an (Verzeihung). Und da das ganze Projekt Stadtlesen zudem vom Europäischen Parlament gefördert wurde, sind des auch meine Steuergelder und ich erwarte mehr Weitsichtigkeit.

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Mit den Zielen von StadtLesen kann ich mich identifizieren. StadtLesen entstand ursprünglich aus einer anderen Idee der Innovationswerkstatt. Mit dem Leitsatz „Lesend reisen, reisend lesen“ gründet Sebastian Mettler 2007 eine innovative Hotelkooperation für Unterkünfte mit einem hohen Qualitätsstandard und mit speziellem Literaturangebot sowie einer besonderen (Lese-) Atmosphäre, die Bibliotels. Danach suchte er zusätzliche Möglichkeiten den Lesegenuss in die Welt zu tragen, dabei war ihm vor allem der freie Zugang zu Büchern ein großes Anliegen. Zwei Jahre später startete die erste StadtLesenTour in Österreich und das Ganze ist ein voller Erfolg.

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Musiktipp: The Road to Red von King Crimson

27. September 2014

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Das Musikherz schlägt höher. King Crimson geht im Herbst auf US-Tour gehen und die Herrschaften um Robert Fripp werden auch ein neues Album präsentieren. Die ersten Ausschnitte des Songs “Venturing Unto Joy Pt. I” gibt es bereits auf YouTube. Die Besetzung der US-Tour (und wohl des Albums) ist: Gitarrist Robert Fripp, Gavin Harrison, Bill Rieflin und Pat Mastelotto (Drums), Tony Levin (Bass) und Mel Collins (Saxophon) sowie Jakko Jakszyk (Rhythmus-Gitarre). Richtig gelesen, drei Drummer!

Den Auftakt machten vier Shows im Best Buy Theater in New York City. Gerne wäre ich bei dem Event dabei gewesen. Bisher liegen nur US-Termine für eine Tour vor. Vor allem Klassiker stehen auf dem Programm. Sie spielten auch „Red“ und „One More Red Nightmare“ von dem Klassiker Red. Und es kommen Erinnerungen hoch, an eine hervorragende Box The Road to Red.

Der Standard-Radio Hörer wird King Crimson nicht kennen und das ist auch gut so. Wer sich in der Musikgeschichte ein wenig auskennt, der wird die Ohren spitzen. King Crimson gehört zu den ganz großen Kapellen, welche die Musikgeschichte vorangebracht haben. Die wechselnde Band um Mastermind Robert Fripp hat mit der 20 Disc-Box den Weg zum Album Red vorgelegt, eben The Road to Red. Und was ich da zu hören bekomme, ist schlichtweg gewaltig. Zehn Konzerte von denen die Audiospur direkt aus dem Mixer abgenommen wurde. Der Sound haut mich vom Hocker. Dann gibt es fünf Konzerte, die in den damals üblichen Mehrspurmaschinen mitgeschnitten wurden. Die Blu rays und DVDs geben den optimalen Sound wieder und wer die Musik mag, wird die Boxen voll aufdrehen. Gerade beim Konzert im Asbury Park fliegen dem Zuhörer die Ohren weg. Und wenn sich der perfekte Klang noch mit der musikalischen Gabe von Robert Fripp und Kollegen vereint, dann kann es nicht mehr schiefgehen. Von Konzert zu Konzert, von Auftritt zu Auftritt improvisieren, feilen die Musiker an den Songs um Red. Am Ende wird dann das legendäre Studioalbum Red aufgenommen, das Freunde der anspruchsvollen Rockmusik sowieso schon zu Hause stehen haben. The Road to Red ist ein eindrucksvoller Zeitdokument über den Entstehungsprozess eines Albums, das in die Geschichte eingegangen ist. Ich kann diese Box, die zudem limiert ist, jeden Rockmusik-Fan empfehlen. Es gibt noch ein paar Zusätze, wie den Remix zum 40. Geburtstag von Red, Reprints von Cover und ein schönes Booklet mit viel, viel Fachinformation für den Fan. Hier ein Unboxing von The Road to Red:

Und es kommt noch ein fetter Hammer in diesem Jahr. Am 13. Oktober plant die Band die nächste Box auf den Markt zu bringen. Es handelt sich um 20 CD, DVD und Blu ray Box von Blue Tapes zu veröffentlichen. Der Fan greift zu. Der Fokus der Aufnahmen liegt auf dem Zeitraum Oktober 1973 bis April 1974 und enthält Live- und Studioaufnahmen von Fripp, Bill Bruford, David Cross und John Wetton. Die Aufnahmen reichen damit von 1973′s ‘Lark’s Tongue in Aspic,’ bis zu ‘Starless and Bible Black‘ und eben ‘Red’ von 1974. Also das bedeutet dann auch hier: Zugreifen und aufdrehen.

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Wiesn: Anmache mit dem Bierdeckel

26. September 2014

In München läuft das Oktoberfest und für viele ist damit die Flirt-Saison eröffnet. Bester Anmachspruch: “Bist du auch auf der Wiesn?” Ein bisschen Bussi Bussi hier, ein wenig Geknutsche da – so kommt es mir manches Mal vor, wenn ich über die Wiesn schreite und zu später Stunde die Leute beobachte. Der Alkohol macht aus den Menschen seltsames. Aber jeder muss wissen, was okay ist und was nicht.

Es gehört einfach mehr geschmust - lautet die Übersetzung.

Es gehört einfach mehr geschmust – lautet die Übersetzung.

Im Käfer-Zelt unter der Bavaria hab ich zu dem Zweck der Kontaktaufnahme mit dem anderen Geschlecht eine moderne Form des Bierfilzes gefunden – Bierdeckel für die Preissn. Auf der einen Seite des runden Pappdeckels ist eine Zeichnung mit Tracht samt Schriftzug der Käfer Wiesn-Schänke. Auf der anderen Seite ist das Logo der Paulaner Brauerei mit einem QR-Code, der zu Käfer führt. Ganz nett der Schriftzug … weil i Di mog (weil ich dch mag). Sehr nett kommen dann drei Zeilen in denen man Facebook-Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer eintragen kann. In dieser Reihenfolge: Facebook, E-Mail und Telefon.

Bierdeckel helfen bei der Kontaktaufnahme.

Bierdeckel helfen bei der Kontaktaufnahme.

Das klassische “Gib mir mal deine Telefonnummer” ist wohl nicht mehr so hoch im Kurs. Und der Name ist auch nicht mehr so wichtig, denn der wird beim Flirten erst gar nicht abgefragt. Mal sehen, ob ich die Pageimpressions steigern kann, wenn ich einige Bierdeckel ausfülle und in auf den Tischen verteile. Irgendeiner klickt immer.

Früher hat man dem Herzblatt einfach ein Herz geschenkt.

Früher hat man dem Herzblatt einfach ein Herz geschenkt.