Posts Tagged ‘moderne Kunst’

Was macht ein Nashorn in Nürnberg?

28. Juli 2026

Mitten auf dem Nürnberger Egidienplatz liegt ein Nashorn. Es ruht scheinbar friedlich, den mächtigen Kopf auf den Boden gelegt, die Augen geschlossen. Gerade diese ungewöhnliche Darstellung macht die Skulptur „Das schlafende Nashorn“ der polnischen Künstlerin Dorota Hadrian zu einem der eindrucksvollsten Kunstwerke im öffentlichen Raum Nürnbergs. Statt Kraft, Angriff oder Bedrohung zeigt das Werk Verletzlichkeit, Ruhe und Vertrauen – Eigenschaften, die man mit einem Nashorn zunächst nicht verbindet. Dadurch zwingt die Skulptur Passanten zum Innehalten und eröffnet einen völlig neuen Blick auf ein Tier, das normalerweise als Symbol für Stärke und Wehrhaftigkeit gilt.

Die Skulptur entstand 2016 im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des Krakauer Hauses in Nürnberg und des Nürnberger Hauses in Krakau. Sie war zunächst Teil einer deutsch-polnischen Kunstinitiative und wurde nach Stationen am Hans-Sachs-Platz sowie im Bereich der Nürnberger Oper schließlich dauerhaft auf dem Egidienplatz aufgestellt. Finanziert wurde das Werk von der Stadt Krakau und später der Stadt Nürnberg geschenkt. Heute gehört es fest zum Stadtbild und ist zu einem beliebten Treffpunkt und Fotomotiv geworden.

Auf den ersten Blick wirkt das Nashorn erstaunlich realistisch. Gefertigt wurde es aus widerstandsfähigem Kunstharz, das sich für Kunst im öffentlichen Raum besonders eignet. Trotz seiner Größe strahlt das Tier eine fast friedliche Gelassenheit aus. Es scheint sich nicht um die Menschen herum zu kümmern. Gerade dadurch entsteht eine besondere Spannung: Ein wildes Tier liegt vollkommen entspannt mitten im hektischen Alltag einer Großstadt. Die Grenze zwischen Natur und urbanem Raum verschwimmt. Der Betrachter fragt sich unwillkürlich, warum das Nashorn ausgerechnet hier schläft und welche Geschichte dahintersteckt.

Eine zentrale Inspiration für Dorota Hadrian war Albrecht Dürers berühmter Holzschnitt „Rhinocerus“ aus dem Jahr 1515. Dürer hatte nie selbst ein Nashorn gesehen. Seine Darstellung beruhte ausschließlich auf Reiseberichten und Skizzen, entwickelte sich aber über Jahrhunderte zum prägenden Bild dieses Tieres in Europa. Hadrian greift dieses ikonische Motiv auf und überführt es in die Gegenwart. Während Dürers Nashorn stolz, aufrecht und fast gepanzert erscheint, zeigt Hadrian das Tier schlafend und schutzlos. Aus dem Symbol exotischer Stärke wird ein Wesen, das Ruhe sucht und Vertrauen ausstrahlt. Damit schlägt die Künstlerin eine Brücke zwischen Nürnbergs Kunstgeschichte und zeitgenössischer Bildhauerei.

Doch das Werk besitzt noch weitere Bedeutungsebenen. Dorota Hadrian beschäftigt sich in ihrer Kunst häufig mit gesellschaftlichen Stereotypen, kulturellen Zuschreibungen und Fragen von Identität und Zugehörigkeit. Das schlafende Nashorn lässt sich deshalb auch als Sinnbild für Migration und Fremdsein lesen. Ein exotisches Tier liegt mitten in einer europäischen Altstadt. Es wirkt fremd – und doch wird es nach und nach selbstverständlich Teil seiner Umgebung. Die Skulptur stellt damit die Frage, wie Gesellschaft mit dem Unbekannten umgeht und wann aus Fremdheit Vertrautheit entsteht.

Gleichzeitig verweist das Nashorn auf den bedrohten Zustand vieler Tierarten. Dass ein so mächtiges Tier schläft, kann als Symbol für die Verletzlichkeit der Natur verstanden werden. Das Werk erinnert daran, dass selbst imposante Lebewesen durch menschliches Handeln gefährdet sind. Diese ökologische Lesart wurde bereits bei der dauerhaften Aufstellung des Kunstwerks ausdrücklich hervorgehoben.

Auch städtebaulich erfüllt die Skulptur eine wichtige Funktion. Für ihren heutigen Standort wurde der Bereich am Egidienplatz umgestaltet. Wo früher Altglascontainer standen, entstand ein kleiner Aufenthaltsbereich mit Sitzgelegenheiten. Das Kunstwerk verändert dadurch nicht nur die Wahrnehmung des Platzes, sondern schafft einen Ort zum Verweilen und Beobachten. Kunst wird hier nicht im Museum präsentiert, sondern als selbstverständlicher Teil des Alltags erlebt.

Die Stärke des schlafenden Nashorns liegt letztlich in seiner Offenheit. Kinder sehen darin oft einfach ein großes Tier zum Staunen. Kunstinteressierte entdecken die Verbindung zu Dürer, Historiker die deutsch-polnische Städtepartnerschaft, Umweltbewusste einen Hinweis auf den Artenschutz und andere wiederum eine Metapher für Frieden, Vertrauen oder gesellschaftliche Integration. Gerade diese Vielschichtigkeit macht die Skulptur zu einem gelungenen Beispiel zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum.

Heute gehört Dorota Hadrians „Das schlafende Nashorn“ zu den markantesten modernen Kunstwerken Nürnbergs. Es verbindet Geschichte, internationale Zusammenarbeit, Natur, Symbolik und urbane Lebensqualität in einer einzigen ruhenden Figur – und beweist, dass manchmal gerade ein schlafendes Tier die Aufmerksamkeit einer ganzen Stadt auf sich ziehen kann.

Wächter der Zeit mit Penner verwechselt: Interview mit Manfred Kielnhofer

22. Oktober 2014

Ganz Berlin ist derzeit im Wächter der Zeit-Fieber. Im Rahmen des Festivals of Lights ist der österreichische Künstler Manfred Kielnhofer mit seinen Wächtern unterwegs. Die Wächter der Zeit sind große Figuren, die an mytische mittelalterliche Mönche erinnern. Mich faszinieren die Kunstwerke und ich habe mir auch schon einen Wächter gekauft. Meine Bekannte Tanja Kaiser hat in Berlin dieses nette Bild von den Wächtern geschossen.

Wächter der Zeit - derzeit in Berlin. Foto: Tanja Kaiser

Wächter der Zeit – derzeit in Berlin. Foto: Tanja Kaiser

Mir gefallen die Figuren von Manfred Kielnhofer. Ich kann sie lange betrachten und sie regen mich zum Nachdenken an. Daher habe ich mich zur jüngsten Art Salzburg, eine internationale Kunstmesse, aufgemacht und auf dieser exklusiven Kunstausstellung den Linzer Künstler getroffen, um spontan ein Videointerview zu führen.
„Der Wächter der Zeit soll die Menschheit beschützen“, so Kielnhofer. Nach dem Festival of Lights in Berlin gehen die Figuren auf Tour. So ist geplant, dass die faszinierenden Kunstwerke einen Abstecher nach Basel, Wien und auch nach New York machen. Das wäre der Schritt in die große Welt, denn bisher waren die Wächter nur in Europa unterwegs. Im Interview kündigte Kielnhofer große Wächter an, die jetzt in Berlin zu sehen sind. Sie sind ideal für einen großen Garten und sicher auch ein Publikumsmagnet.

Der Schöpfer der Wächter der Zeit Manfred Kielnhofer im Interview mit mir.

Der Schöpfer der Wächter der Zeit Manfred Kielnhofer im Interview mit mir.

Der sitzende Wächter wird von Kielnhofer bewusst ein wenig kitschig gestaltet, damit sich die Zielgruppe seiner Käufer erhöht. Aber Otto Normalverbraucher erwirbt die Kunst von Manfred Kielnhofer sicher nicht.
Nett ist eine Episode am Rande der Art Salzburg. Die Wächter sind auf dem Außengelände aufgestellt, eine stehende Figur, eine sitzende. Ein Sicherheitsmann rief nachts den Veranstalter der Kunstausstellung an und meinte, auf dem Gelände seien Penner. Er verwechselte einen sitzenden Wächter der Zeit mit einem Landstreicher.

Kunst: Beyond Recall in Salzburg

9. Oktober 2014

Staatsbrücke in Salzburg mit Kunstwerk Beyond Recall

Staatsbrücke in Salzburg mit Kunstwerk Beyond Recall

Wer die Staatsbrücke in Salzburg überquert, sollte einmal aufmerksam die Brückenköpfe betrachten. Dort gibt es eine interessante Installation der österreichischen Künstlerin Brigitte Kowanz zu finden. Das moderne Kunstwerk heißt Beyond Recall und stammt aus dem Jahre 2011. Es ist Teil des Modern Walk of Art in Salzburg.
Brigitte Kowanz studierte von 1975 bis 1980 an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Seit 1997 ist sie Professorin an der Universität für angewandte Kunst Wien. Sie lebt und arbeitet in Wien. Kowanz hat an den Salzburger Brückenköpfen semitransparente Spiegelkuben errichtete, in denen Schriftzüge aus Neon aufleuchten. Es steht dort geschrieben Beyond Recall, Envision und Dedicated Secret sowie eine Gedenktafel. Mit diesem Kunstwerk macht die Künstlerin auf die Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter aufmerksam, die in den Jahren 1941 bis 1945 die Staatsbrücke errichtet haben.

Gedenktafel an der Brücke

Gedenktafel an der Brücke

Ich habe mich ein wenig niedergelassen und die Reaktionen der Fußgänger angesehen. Die meisten übersehen die modernen Kunstwerke, andere betrachten die Kuben staunend und wollen ins Innere blicken. Sie beschäftigen sich mit moderner Kunst, wollen sie erfahren und begreifen. So mancher fotografiert die Werke mit dem Telefon und wieder andere recherchieren über diese Kunstwerke mit ihrem Telefon im Internet. Anschließend laufen sie die vier Brückenköpfe ab. Auf jeden Fall wird die Kunst wahrgenommen und sich mit ihr auseinandergesetzt.
Der funktionale Stellenwert der Brücke überlagert sich dabei mit dem historischen. Die Brücke ist heute und damals wichtiger Verkehrsknotenpunkt, eine Verbindung zwischen Alt- und Neustadt und für Kowanz ein Symbol historischer Unmenschlichkeit.

Fabelhafte Installation von Brigitte Kowanz.

Fabelhafte Installation von Brigitte Kowanz.

Kunst: Mann auf der goldenen Mozartkugel

1. Oktober 2014

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Eines muss man dem Salzburger lassen. Sie können moderne Kunst in ihrem Alltag wahrnehmen. Ich bin durch Annette E. Diepenbrock von Deleguide auf den Walk of modern Art in Salzburg auf die verschiedenen Kunstwerke aufmerksam gemacht worden – herzlichen Dank.
Bei meinem jüngsten Besuch dieser schönen Stadt saß ich ein wenig auf dem Kapitelplatz herum, ruhte aus und beobachtete das Festspieltreiben. Irgendwie hab ich dabei die Skulptur Sphaera von Stephan Balkenhof erst einmal übersehen. Erst beim Verlassen des Platzes sah ich die Goldene Kugel. Wie konnte ich nur dieses Kunstwerk übersehen?

Mann auf der Kugel

Mann auf der Kugel

Der deutsche Bildhauer Stephan Balkenhof schuf 2007 seine Sphaera in einer Größe von 9 Meter. Sie besteht aus einer vergoldeten, zwei Tonnen schweren Kugel mit einem Durchmesser von fünf Metern. Die Kugel besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff und liegt auf einem schmiedeeisernen Gestell mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen. Auf der Kugel steht in neun Metern Höhe eine 300 Kilogramm schwere, bronzene männliche Figur mit schwarzer Hose und weißem Hemd. Oben auf der goldenen Kugel steht dieser Mann, der jedermann sein könnte. Die Figur hat keinerlei Ausdruck, kein Lächeln und das macht seinen Reiz aus. Das Kunstwerk in Salzburg gilt als Mann auf einer Mozartkugel.
Es gibt noch ein Gegenstück, die Frau im Fels. Es ist eine Frau mit rotem Kleid, die in einer Felsnische im Toscaninihof steht. Sie soll an eine Tunnelheilige erinnern. Allerdings hatte ich aus Zeitgründen keine Möglichkeit zur Besichtigung.

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Kunst: Strohhalme bringen Farbe nach München

23. September 2014

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Wer bis 10. Oktober durchs neue Münchner Museumsviertel spaziert, wird auf bunte Strohballen stoßen. Kinder, aber auch Studenten haben diese Ballen erklommen und machen es sich darauf bequem – und wenn ich keinen Anzug angehabt hätte, wäre ich auch auf einen Ballen geklettert.
Die Strohballen sind kein farbenfroher Protest der Landwirtschaft, sondern eine skulpturale Installation von Michael Beutler im Kunstareal München.
Den Sommer über waren die Ballen verbindendes Zeichen und visueller Faden im Kunstareal München: Rund um die Pinakotheken, auf der Wiese vor dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst und der Hochschule für Fernsehen und Film sowie hinter der Glyptothek wie auch auf dem Königsplatz lagen die bunten Ballen den ländlichen Vorbildern entsprechend verstreut. Die Strohballen sind freilich nicht aus Stroh, sondern aus Plastik. Im Grunde bestehen sie aus großen Strohhalmen.

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Nach drei Monaten wird am 9. Oktober die Ernte eingeholt und zu einer großen Ballenburg als Rahmen für ein öffentliches Erntefestes aufgetürmt. Die Ballenernte wird auf der Wiese vor der Pinakothek der Moderne stattfinden, verbunden mit einem großen Fest von 17 bis 20 Uhr. Nach dem Fest werden die Ballen auf Sattelschlepper verladen, aus München gebracht und eingelagert bis sie wieder in einem anderen Park einer anderen Stadt zu sehen sind.
Der Künstler Michael Beutler (geb. 1976 in Oldenburg) arbeitet mit großen skulpturalen Gesten. Raumgreifende Installationen hat man von ihm in München zuletzt im Haus der Kunst anlässlich der Ausstellung Skulpturales Handeln 2012 gesehen. Derzeit sind Einzelausstellungen von ihm u.a. im Bielefelder Kunstverein, der Chapelle Saint Jacques in Saint-Gaudens bei Toulouse und der Kunsthalle Osnabrück zu sehen, zuvor war er u.a. in der Wiener Secession, dem ZKM in Karlsruhe und dem Museum für Gegenwartskunst in Basel präsent. Ballenernte im Kunstareal München wird von der Landeshauptstadt München gefördert.

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Ein Stuhl für Mozart – Spirit of Mozart von Marina Abramovic

20. September 2014

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Wer auf der Staatsbrücke in Salzburg steht und die Altstadt im Rücken hat, wundert sich über einen überdimensionalen Stuhl, der am Ufer steht. Es ist keine banale Werbung für das Möbelhaus Lutz XXL mit seinen großen roten Stühlen, nein – vielmehr handelt es sich um moderne Kunst. Es nennt sich Spirit of Mozart, der berühmten Marina Abramovic.
Das Kunstwerk aus dem Jahre 2004 ist aus Metall und erhebt sich 15 Meter in den Himmel. Am Ende des Kunstwerks ist ein Stuhl zu erkennen. Wer sich der Installation nähert, entdeckt am Ufer weitere acht metallische Stühle. Sie laden zur Mediation und Verweilen über Spirit of Mozart ein. Und auf einmal wird das Kunstwerk interaktiv, man wird selbst zur Kunstwerk. Ich nehme auf einen Stuhl Platz und hänge meine Gedanken nach. Anfangs kam ich mir ein wenig komisch vor, das Ensemble zu nutzen, mich selbst zum Kunstwerk zu machen. Die Salzburger und Touristen eilen vorbei und schauen mich nur kurz an. Ich bleibe allein. Irgendwann setzt sich ein Kind auf einen Stuhl neben mir und betrachtet den Stuhl in der Höhe. Der Name Marina Abramovic ist mit moderner Kunst sehr eng verbunden und es ist schön, ein Kunstwerk auf dem Walk of modern Art in Salzburg zu begegnen und das in einem belebten Stadtraum und nicht in einem Museum.


Die Künstlerin Marina Abramovic sagt selbst: „Mitten im Herzen von Salzburg, wo Verkehr und hektisches Stadtleben pulsieren, wollte ich einen Ort der Besinnung schaffen und ihm dem Geiste Mozarts widmen. Der Geist ist etwas Unsichtbares, aber wenn man ihm einen Sitz errichtet, wird das Unsichtbare sichtbar. Jeder, der lange genug sitzt und nachdenkt, kann eine Verbindung mit unsichtbaren Kräften eingehen.“ Bei dem Kind das neben mir auf den Metallstühlen saß war das Fazit ein anderes. Es sagte „Mozart ist wohl nicht da!“

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Caldera – mentale Landschaft von Anthony Craigg

5. Juli 2014

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Wer durch die Altstadt von Salzburg spaziert, wird auf Caldera treffen. Seit 2008 steht diese interessante Arbeit des britischen Künstlers Anthony Craigg am Makartplatz m Herzen der Mozartstadt. Bei einer Reise des PresseClubs München unter der Organisation von Annette E. Diepenbrock von Deleguide konnte ich diese Kunsterfahrung genießen.

Caldera ist eine fünf Meter hohe Bronzeskulptur. Der Name, so wusste ich als gescheiterter Geograph verweist auf einen Vulkankrater. Deshalb machte ich mich gleich auf und stellte mich mitten in das Kunstwerk. So ist eine andere Sichtweise auf Kunst garantiert, auch wenn so mancher der Umherstehenden über meine Aktion nur den Kopf schüttelte nach dem Motto: So was macht man aber nicht.

Doch, so was mache ich schon und es ist eine tolle Erfahrung im Kunstwerk zu stehen und die Welt wahrzunehmen. Es ist eine Landschaft aus Bronze. Wie tektonische Schichten schieben sich die Formen ineinander. Der Künstler wollte eine mentale Landschaft schaffen, das ihm gelungen ist. Ich habe nachgelesen, dass der britische Künstler Anthony Cragg auch auf die Kessellage von Salzburg hinweisen wollte – nun gut.

Warum steht das Teil nun in Salzburg? Caldera ist auf eine Initiative der Salzburg Foundation zurückzuführen. Als Privatinitiative im Jahre 2001 gegründet will sie internationale Künstler für die Stadt Salzburg begeistern. Ich bin zwar kein Künstler, aber begeistert hat es mich dennoch.

Caldera - eine mentale Landschaft.

Caldera – eine mentale Landschaft.