Archive for the ‘Familie’ Category

Star Wars Salz- und Pfefferstreuer

13. Juni 2014

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In die Kategorie “Sachen, die keiner braucht, aber der Fan haben muss”, fällt das Salz- und Pfefferstreuer-Set aus dem Star Wars-Universium. Dieses offizielle Lizenzprodukt von Lucas Film macht genau das, was es machen soll: Es ist ein Streuer für Gewürze – nicht mehr, nicht weniger. Sie haben die Größe von 9 x 6 x 7.5 cm und sind aus Keramik.

Dabei ist es eindeutig, wohin die Salzkristalle und die Pfefferkörner gehören, denn Darth Vader und die Sturmtruppe sind farblich recht deutlich zu unterscheiden. Für Puristen: Die Sturmtruppe hat drei Löcher, Vader dagegen nur zwei. Am Boden der Streuer ist ein Loch zum Nachfüllen. Freilich werden die Gewürze nicht mitgeliefert. Das wäre dann doch noch eine Geschäftsidee für Lucas Film, wen sie Gewürze aus dem Star Wars-Universum anbieten würden. Das käme den allgemeinen Kochtrend entgegen und die Schuhbecks dieser Welt bekämen Konkurrenz von der Mos Eisley-Kanitne.

Obwohl Salz und Pfeffer klar getrennt ist, werden wir interfamiliär die Gewürzordnung umstellen. In den schwarzen Vader kommt das weiße Salz und in die weiße Sturmtruppe der schwarze Pfeffer. Der Grund ist ein einfacher: Vader ist in der Familie beliebter und wir wollen ihn mehr anfassen. Und Salz wird hier mehr benötigt als Pfeffer. Ja, ich weiß: Das sind Probleme mit dem Salz- und Pfefferstreuer.

Salz

 

Die Gesichter von Playmobil

11. Juni 2014

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„Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht!“ – So lautete ein Reim aus meiner Kindheit und meine Kindheit verbinde ich immer mit Playmobil-Figuren. Auch die hatten und haben so nette Gesichter. Einfach zwei Punkt für die Augen und eine geschwungene Linie für den Mund – fertig. Sie zauberten immer ein Lächeln in mein Gesicht.

Das ist heute nicht anders. Playmobil-Figuren werden in den Medien gerne genommen, um Berufe oder Stimmungen zu erzeugen. Ich selbst nehme für meine Berichterstattung über den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks auch gerne den Playmobil Friseursalon her. Oftmals passt des dem fränkischen Unternehmen nicht, wenn das die Medien machen. Aber Werbung ist eben Werbung.

Ich bin als Fotojournalist immer auf der Suche nach Gesichtern. Bei meinem jüngsten Besuch im Playmobil Fun Park in Zirndorf lichtete ich die überlebensgroßen Playmobilfiguren ab. Im Grunde lichtete ich nur die Gesichter ab, denn sie machen mir auch heute als Erwachsener noch Spaß. Und vielleicht brauche ich die Fotos einmal für eine klassische Illustration – klar die Piraten eignen sich ideal für eine gewisse Partei, die Ritter mit dem Stahlhelm passen für Hardliner einer anderen Partei, Fußballer zur anstehenden WM und die Berufsvertreter wie Postler, Bauarbeiter. Forscher eben zu den Berufen. Familien passen immer und sind auch schön anzusehen. Tiere gab es in Zirndorf auch – Cat Contet ist ideal für Facebook und die Dinos sind wunderbar geeignet als Sinnbild für klassische Massenmedien. Also für jeden ist etwas dabei und das Beste war: Bei jedem Foto blickte ich in ein freundliche Gesicht von Figuren meiner Jugend. Dafür allein hat sich die Reise nach Franken zu Playmobil schon gelohnt.

Die Berufsgruppen

Die Krieger/Ritter/Piraten

Die Familie

Die Tiere

Fürs Sammlerherz: Playmobil Hofnarr von Leblon-Delienne,

10. Juni 2014

hofnarr

Playmobil gehört wie Lego zu den Spielsachen meiner Jugend. Noch heute hängt viel Herz an den bunten Plastikgegenständen und ich habe die meine Playmos und Legos von früher noch heute im Einsatz bei meinen Kindern.

Vor kurzem entdeckte ich eine sehr nette Sammleredition bei Playmobil. Diese gibt es schon länger, aber ich muss zugeben, mein Fokus hat sich in den vergangenen Jahren mehr auf Lego verschoben, so dass ich die Entwicklungen im Playmobil-Lager nur am Rande zur Kenntnis nahm. Das könnte sich jetzt wieder ändern. Bei einem Besuch im Playmobil Funpark in Zirndorf entdeckte ich an der Kasse verschiedene Sammlerfiguren in einer Vitrine.

Es gab dort Ritter, Indianer, Robin Hood, Bauarbeiter und auch einen Hofnarr. Letzterer hat es mir gleich angetan und ich musste zuschlagen. Vielleicht identifiziere ich mich einfach mit einem Hofnarr – sicher aus beruflichen Gründen.

Der Hofnarr ist eine 18 Zentimeter große Kunstharzfigur. Sie stammt von der französischen Designfirma Leblon-Delienne, die in Lizenz von Playmobil die Figuren fertigt und handbemalt. Mein Hofnarr ist auf 1500 Exemplare begrenzt und ich habe die Nummer 487. Der Hofnarr kostet rund 130 Euro in Zirndorf. Bei verschiedenen Händler schlägt die Figur bereits mit 150 Euro zu Buche. Das Design stammt aus dem Jahre 1979 und wurde im Zuge der Retro-Welle aufgelegt. Mir selbst gefallen ja die alten Figuren besser, wohl weil ich mit ihnen aufgewachsen sind.

World Blood Cancer Day – Ich setze ein Zeichen für DKMS

28. Mai 2014

Seit einiger Zeit habe ich einen Aufkleber auf meinem Rimowa-Trolly. Mit ihm reise ich immer zu meinen Seminaren und ich bin extrem viel unterwegs und der neue Aufkleber ist mit dabei. Er zeigt ein kaufmännisches Und-Zeichen das &. Es ist auch ein Symbol der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS.

Ich setze ein Zeichen.

Ich setze ein Zeichen.

Ich will damit ein Zeichen setzen, den Blutkrebs zu besiegen. Am 28. Mai ist der World Blood Cance Day 2014, zum ersten Mal übrigens. Als Social Media-Fuzzi lese ich in meiner Timeline bei Facebook, Twitter oder Google+ immer wieder von Hilfesuchen. Da wird von dramatischen Fällen berichtet, dass bestimmte Stammzellen gesucht werden. Werden sie nicht gefunden, dann stirbt der Patient.

Daher habe ich mich entschlossen, für mich ein Zeichen zu setzen. Meine Frau und ich sind der Knochenmarkspenderdatei DKMS beigetreten. Ich habe mir online die Unterlagen angefordert und ein Wattestäbchen bekommen. In den Mund gesteckt und das Stäbchen mit meiner Stammzellenprobe an die DKMS zurückgeschickt und 50 Euro für die Bearbeitung gespendet. Jetzt sind wir in der Spenderdatei aufgenommen und wenn mein Knochenmark benötigt wird, dann wird mich die DKMS informieren. Übrigens, einen Organspenderausweis habe ich auch – das halte ich für einen Akt der Nächstenliebe und es ist eine Selbstverständlichkeit. Wer etwas anderes behauptet, ist ein kompletter Depp (sorry für die Wortwahl, aber es musste raus).

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Unlängst bekam ich Post von der DKMS. Ich dachte schon, es ist soweit. Aber ich wurde nur auf den World Blood Cancer Day aufmerksam gemacht. Vielleicht liegt es an meiner Funktion als Blogger, die Botschaft zu verbreiten. Und in diesem Falle mache ich es gerne.

Bei der DKMS sind über 4,2 Millionen Leute registriert und ich bin einer von ihnen. Nicht nur immer die Hilferufe in der Timeline teilen oder liken, sondern selbst mal aktiv werden, den Hintern hochbekommen. Es ist nicht so schwer. Selbst mal ein Zeichen setzen und Menschen in meinem Umfeld zu einer Stamm- und Geldspende zu motivieren. Also los, jede Registierung und jeder Euro zählt.

 

Dunkin‘ Donuts am Münchner Ostbahnhof

17. April 2014
Schlange stehen wie im Osten einstmals.

Schlange stehen wie im Osten einstmals.

Meine Eltern erzählten mir, dass ich mit ihnen 1971 bei der Eröffnung der ersten McDonalds Filiale in München dabei war. Ich weiß es nicht mehr, ich war etwa drei Jahre alt. An ihre Erzählungen erinnerte ich mich, als ich mit meinen Kindern jetzt zur Eröffnung von Dunkin‘ Donuts in München ging. Im April 2014 eröffnete die erste Filiale in München der pappigen Donut-Kette am Münchner Ostbahnhof.

Nach dem Trubel der ersten Tage schaute ich vorbei, nachdem ich Donuts gar nicht so schlecht finde. Nach zahlreichen US-Reisen und geprägt von der Kultur von Homer Simpson stellte ich mich mit jungem Volk in die Schlange und wählte einen Sixpack Donuts für 7,99 Euro – alles Schoko bitte. Die Gegend Ostbahnhof ist nicht die beste Adresse und vor dem Bahnhof schrien sich gerade ein paar Alkoholiker an. Also hatte ich beim Schlangestehen wenigstens etwas Unterhaltung. Mal sehen, ob es bei den weiteren Filialen in München, unter anderem am Hauptbahnhof auch so assimäßig zugeht.

Dennoch die Bedienung war freundlich und ich konnte trotz Hektik meine Donuts auswählen. Normalerweise nehme ich in den USA noch einen Kaffee mit dazu, aber in München verzichtete ich aus Zeitgründen auf das Gebräu.

Vor der Filiale kam gleich der große Donut-Test: Karton aufgemacht und reingebissen. Schmeckt – auch meinen Kindern hat es geschmeckt und da wir nicht sechs Donaus auf einmal verdrücken wollten, besuchten wir die Ehefrau an ihrem Arbeitsplatz und gaben ihr auch einen Donut ab.

Schön war der Hype in den sozialen Netzwerken zu beobachten. Auf Facebook überschlugen sich die Kommentare zum süßen Gepäck. Damit hat München einen Fast Food-Laden mehr und ich werde ab und zu am Ostbahnhof bei Dunkin‘ Donuts vorbeischauen. Das Teil hat ja 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet. Eine wirkliche kulinarische Errungenschaft ist es nicht und wieder wird eine bayerischer Bäcker aufschreien. In Deutschland gibt es insgesamt 46 Dunkin‘ Donuts-Läden und endlich hat München auch einen.

Schmeckt, obwohl die Gegend seltsam ist.

Schmeckt, obwohl die Gegend seltsam ist.

Lego Steine von der Pick-a-Brick Wand

12. März 2014

Foto 2

Lego setzt auf Kundenbindung und da sage ich als Lego-Fan und Lego-Kunde nicht nein. Vor Weihnachten hat unsere Legoverrückte Familie einen Großeinkauf im Lego Store der Pasing Arcaden getätigt. Es gab nicht nur ein paar schöne Modelle zum Fest und es gab auch eine Legobox aus Pappe gratis dazu.

Diese Box entpuppt sich als ein wunderbares Instrument zur Kundenbindung. Zwischen 27. Dezember und 31. März können wir diese Pappbox mit Legosteinen aus der hohen Pick-a-Brick Wand aus dem Lego Store in Pasing füllen. Auf der Box sind Figuren aus der Lego-City mit Wunschzettel abgebildet.

Nun steht das Befüllen der Box an und die Familie betritt den Lego Store in Pasing. Zielstrebig gehen wir auf die hohe Pick-a-Brick Wand am Ende des Stores zu. Die Aufgabe ist klar: Es gilt strategisch die Box mit beliebigen Steinen und Elementen aus dem Lego-Store zu füllen. Meine Kinder (und ich) gehen nach Plan vor. K1/2 sammeln vor allem kleine Teile ein und ich muss sie ohne viel Luftzwischenräume in die Box packen. Mögliche Hohlräume gilt es durch Schichten und Schütteln zu füllen. Lego soll bluten. Es gilt so viele Steine als möglich in die Box zu bekommen und aus dem Store der Pasing Arcaden zu tragen.

Verächtlich schauen wir andere Väter an, die mit ihren Kindern ein paar große Legos in die Box packen. Pah, zu viel Luft und zu wenig Steine. Das passiert uns nicht. Wir beginnen mit kleinen Steinen und flachen Platten. Dann folgen farbige Kacheln, wobei zeitweise ein Streit innerhalb der Familienbande ausbricht. Ich will ein paar rosa Fließen in die Box werfen, aber K2 ist schon lange aus ihrer Rosaphase entwachsen und weigert sich, rosa Steine nur überhaupt in Betracht zu ziehen. Also einigt sich der Familienrat auf gelbe Steine. Allerdings schmuggle ich in einem unbeobachteten Moment noch ein paar rosa Steine in die Box, die erst zu Hause strafend entdeckt werden. Die gesammelten Leuchtsteine entpuppen sich bei der Überprüfung zu Hause als Pleite. Dafür sind die Blumen und Blätter ein Renner, aber wir haben zu wenig eingepackt.

Insgesamt ist die Aktion für die ganze Familie ein voller Erfolg. Die freundliche Verkäuferin strich mit einem Stift den Strichcode der Box durch, damit wir die Box nicht ein zweites Mal einsetzen können.

Lincoln

Und natürlich kaufen wir auch etwas. Dieses Mal ist es eine Minifigur. Wir erfühlten uns durch die Packung Abraham Lincoln mit Zylinder und seiner Gettysburg-Rede in der Hand. K1/2 bekommen gleich einen Geschichtsunterricht beim Zitieren der Zeilen: Four score and seven years ago our fathers brought forth on this continent, a new nation, conceived in Liberty, and dedicated to the proposition that all men are created equal. – Abraham Lincoln – November 19, 1863

 

Lehrer! Ich bekomm ne fette Wut

3. Februar 2014

Es ist immer sehr einfach auf Lehrer zu schimpfen, denn jeder ist in die Schule gegangen und damit ist jeder Experte beim Thema Lehrer. Ich kenne durch meine Arbeit viele Lehrer, viele gute, viele schlechte – eben wie in jedem anderen Beruf auch. Aber daneben bin ich auch Papa und in dieser Rolle reagiere sauer auf die Behandlung meiner Kinder.

Ich meine damit die schriftlichen Tests in der Schule. Warum, und das frage ich mich ernsthaft, verwenden viele, sehr viele Lehrer die falsche Schrift in ihren Tests? Ich bekomme einen Brechreiz und eine fette Wut, wenn ich wieder einmal Comic Sans auf dem Angabenblatt zu einer Schulaufgabe sehe. Comic Sans ist eine Zumutung, eine Beleidigung für die Augen und das Schlimmste: Sie ist als Fließtext kaum zu lesen. Es ist eine Schrift, die höchstens dafür eingesetzt werden kann unter die Schulaufgabe die Aufmunterung “Viel Erfolg” zu setzen. Zu mehr nicht.

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Warum wird in der Lehrerausbildung nicht ein Grundmaß an Typografie gelehrt? Nochmals zur Wiederholung: Grundsätzlich wird zwischen zwei Schriftarten unterschieden: Serifen und serifenlose Schriften. An den Buchstaben hängen bei den Serifenschriften kleine Häkchen, die so genannten Serifen. Diese Serifen sorgen dafür, dass das Schriftbild schnell zu lesen ist. Die Augen können die Schrift schnell aufnehmen. Vor allem lange Texte wie Zeitungstexte, Facharbeiten oder Romane sollten in dieser Schriftart gesetzt sein. Berühmtestes Beispiel ist die Times. Die Augen werden über die Serifen geführt durch eine Art unsichtbare Leselinie.

Auf der anderen Seite gibt es die serifenlosen Schriften. Sie wirken plakativ, zerrissen, lautschreierisch. Diese Schriftart verwendet der Layouter bei kurzen Texten wie in Flyern oder auf Plakaten. Comic Sans ist eine serifenlose Schrift und eine besonders hässliche dazu.

Immer wieder kommen K1 und K2 von der Schule nach Hause und zeigen mir die Angaben ihrer Tests. Was sehe ich da? Comic Sans – eine Schrift, die enorm schwer als Fließtext zu lesen ist. Gerade unseren Schülern sollten Lehrern die schnelle und sichere Aufnahme von Texten erleichtern. Schriftenpsychologisch ist Comic Sans ein Verbrechen und Lehrern sollte diese Schrift um die Ohren gehauen werden, wenn sie dieses visuelle Verbrechen an unseren Kindern begehen. Sorry, aber das musste mal gesagt werden.

 

Monchhichi – die Horror-Affen sind wieder da

27. Januar 2014

Die Horror-Affen sind wieder da: ich meine nicht King Kong oder Donkey Kong, ich meine auch nicht Chewbacca oder Cheetah. Ich meine die Affen meiner Jugend, die Monchhichi. Ich war so froh, als die putzigen Äffchen aus Japan endlich aus meinem Kinderzimmer verschwunden waren. Irgendwann in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten wir von den Viechern genug – und nun kommen sie wieder.

Das sind die Horror-Affen wieder.

Das sind die Horror-Affen wieder.

Ich weiß noch als 1979 das ausgeklügelte japanische Marketing auf mich unverdorbene Kind niederging. Monchhichi weckte ein Bedürfnis von dem nach Affen. Ein Produkt, von dem ich gar nicht wusste, dass ich es unbedingt haben musste. Es gab von Bina&Nina ein Monchhichi-Lied. Von meiner Mutter bekam ich die Single geschenkt und das Gedudel wimmerte durch mein Kinderzimmer. Der psychologische Nährboden für die Affen war bereitet. Ich bekam mein erstes Monchhichi mit Schnuller.

Die Monchhichi-Viecher vermehrten sich im Laufe der Zeit. Ich hatte eine ganze Familie – große und kleine Vertreter ihrer Spezies. Übertrieben habe ich es aber nie. Anders als meine Freunde in der Straße. Freunde von mir verfielen in einen regelrechten Sammeleifer. Sie kauften auf Flohmärkten und Sammlerbörsen unterschiedliche Varianten der Monchhichi-Figuren. Gottseidank bin ich diesen Sammlerwahn nie verfallen.

Die Affen verschwanden aus meinem Leben genauso schnell wie sie gekommen sind. Irgendwann waren sie weg. In meine Ehe brachte meine Frau ihr Monchhichi mit. K2 integrierte es in die Sammlung ihrer Kuscheltiere, schenkte dem Tier aber keine große Beachtung. Erst beim Bummeln durch einen örtlichen Spielwarenladen entdeckten wir die Renaissance der Monchhichi.

Da standen sie in Reih und Glied in den Regalen. In roten Schachteln zu rund 20 Euro das Stück schauten sie mich mit ihren Kulleraugen an. Anime-Terror live. Im Regal warteten sie auf neue Opfer, die sie niederkuscheln wollten. Der Schnuller und der Daumen war wieder da. Dieses Mal gab es gleich unterschiedliche Varianten des Viehs.

Die Reaktion der heutigen Kinder war aber eher verhalten. In Ekstase gerieten nur deren begleitetenden Mamas und Papas. So bildete sich eine Traube von Eltern vor dem Monchhichi-Regal. Die Gespräche drehten sich um ihre eigene Vergangenheit, wann sie welches Monchhichi hatten. Mir fiel dabei ein, dass ich einen Schlüsselanhänger mit dem Viehzeug hatte, an dem der Wohnungsschlüssel meiner Eltern hing, Interessant war auch die Reaktion der Kinder. Sie verstanden die Aufregung ihrer Eltern nicht. Monchhichi lockte sie nicht mehr. Sie haben heute andere Helden und nicht mehr das Äffchen aus Japan. Eigentlich schade, oder?

Kauf mich - Monchhichi

Kauf mich – Monchhichi

Für Star Wars-Geeks: R2D2 als Hoodie

3. Januar 2014
Mir gefällt die R2D2-Variante.

Mir gefällt die R2D2-Variante.

Auch wenn es mal kälter wird, müssen wir Star Wars Fans nach außen hin klar erkennbar sein. Da ich im Moment meinen Star Wars Bademantel nicht tragen kann, muss ich mir neue Gadgets suchen. Eigentlich mag ich keine Hoodies, aber hier mache ich eine Ausnahme. Unter http://www.stylinonline.com habe ich verschiedene interessante Star Wars-Hoodies ausmachen können. Unter der Adresse gibt es zahlreiche Fälle Artikel verschiedener Blockbuster, Spiele und anderen Firlefanz.

In Europa etwas gewöhnungsbedürftig, obwohl hier viele Affen unterwegs sind.

In Europa etwas gewöhnungsbedürftig, obwohl hier viele Affen unterwegs sind.

Sehr nett finde ich das R2D2-Outfit. Irgendwie komme ich mir zwar vor wie eine Tonne auf zwei Beinen, aber die Reaktion meiner Umgebung ist durchweg positiv. Der sympathische Roboter wird überall gleich erkannt. Und der Hoodie sieht mit seinen Lüftiungsschächten, Lichtern und Technikkram auch wirklich herzig aus. Mehr etwas für Fans ist die Star Wars Chewbacca-Variante mit Patronengurt um die Schulter. Das kommt jedoch in unseren Breiten nicht so gut an. Aber gegen R2D2 hat niemand etwas.

Die Darth Vader Variante.

Die Darth Vader Variante.

 

Reportage: VIP-Shopping im Lego Store Pasing

24. November 2013

Im Moment bombardieren mich viele Händler mit Vorweihnachtsangeboten. Rabatt hier, Ermäßigung da, Schnäppchen dort. Sicherlich die größte Aktion liefert sich Amazon mit dem Cyber Monday – eigentlich ein Montag, der eine ganze Woche läuft. Dann kommt am 29. November der Black Friday zu uns und es lohnt sich ein Blick zu Apple, Arktis oder Cyberport. Ich wollte es aber persönlich haben, bin auch langsam in Weihnachtsstimmung und habe als Lego-Fan eine Einladung zum VIP-Shopping im Lego Store Pasing angenommen.

Einladung zum Lego VIP-Shopping.

Einladung zum Lego VIP-Shopping.

Dazu musste man sich persönlich anmelden, den Ausweis und die VIP-Karte sowie die Einladung mitnehmen. Eine Person darf mich begleiten. Dann macht Lego bereits für VIP-Kunden um 8:30 Uhr in den Pasing Arkaden auf. Das normale Kundenvolk darf erst ab 9:30 Uhr eintreten. Also so richtig VIP-Feeling beim Geldausgeben.

Doch irgendwie sieht es zu Tagesbeginn nicht danach aus. Die Münchner S-Bahn hat mal wieder eine ihrer beliebten Pannen, von wegen Weltstadt. Um 6 Uhr twittert der Münchner Verkehrsverbund: „Wegen einer technischen Störung an einem Stellwerk in München-Pasing sind derzeit keine Zugfahrten von und nach München-Pasing möglich.“ 6:32 Uhr dann der nicht ermutigende Tweet „Wir bitten Sie bis zur Behebung der Störung von Reisen abzusehen.“ Irgendwann läuft es dann wieder, dennoch dürfen K1 und ich über 20 Minuten in der morgendlichen Kälte warten. Mit dabei etliche Reisende, die den MVV verfluchen – mich eingeschlossen. Anschlusszüge und Flieger werden von den Wartenden verpasst. Und wir verpassen vielleicht unseren VIP-Shopping-Tag bei Lego, hatten uns aber extra Samstag morgen aus dem warmen Bett gequält. Die Stimmung bei uns droht zu kippen.

Ankunft im Lego Store.

Ankunft im Lego Store.

8:40 Uhr kommen wir dann endlich im Store in den Pasing Arkaden an. Während die Shoppingmall noch im Dunkeln liegt, ist der Lego Store im ersten Stock hell erleuchtet. Die Rolltreppe zum Obergeschoss ist noch nicht in Betrieb, also zu Fuß hoch ins Shopping-Paradies der bunten Steine. Im Schaufenster sind einige Modelle mit weihnachtlichem Brimborium ausgestellt. Die Oper aus Sydney sieht stark aus, der dunkle Turm aus Mordor ist ein echter Hingucker und der Weihnachtsmarkt aus Lego City passt zur Weihnachtszeit. Am Eingang werden wir freundlich empfangen. Wir nennen einem jungem Mann im T-Shirt unsere Namen, der sie mit der VIP-Liste vergleicht. Wir bekommen ein VIP-Armband überreicht, das ich zu Hause gleich ins Lego-Archiv lege (wie die Gattin richtig vermutet). Ganz so streng geht es mit der Kontrolle bei Lego dann doch nicht zu.

Shopping für VIP-Gäste.

Shopping für VIP-Gäste.

Im Store habe ich ein wenig mehr VIP-Feeling erwartet, vielleicht zumindest einen Kaffee für die Frühaufsteher oder frische Muffins. Aber zu viel erwartet, vielleicht ist es in Dänemark nicht üblich morgens Kaffee zu trinken. Es gibt aber Lego und zwar zuhauf. Die neuen Weihnachtssets sind aufgereiht und warten auf Käufer. Wer über 125 Euro einkauft, bekommt 10 Prozent Rabatt – schließlich geht es ja um eine Rabattaktion. Das gleiche Rabattangebot gibt es für VIP-Kunden im Online-Store auch. Dann gibt es in Pasing noch ein kleines Auto und vor allem eine Brick-Box als Geschenk. K1 ist von dieser Brick-Box begeistert. Im Grunde ist es eine simple gefaltete Pappschachtel. Sie sieht aus wie die Fressbox beim Chinesen, wenn man gebratene Nudeln mit Hühnerfleisch zum Mitnehmen wählt. Der Clou: Ab 27. Dezember kann ich als Kunde meine Lego Brick-Box mit Lego-Steinen auffüllen, die ich dann kostenlos mitnehmen darf. Kundenbindung nennt man das im Marketing, geile Sache nennen wir es.

Beim Shopping schielen wir immer aufs iPhone, denn zeitgleich startet Amazon seine Cyber Monday Aktion. Und dort reduziert Amazon auch Lego-Produkte – in unserem Fall den Lego Star Wars 75012 – Barc Speeder, den K1 (und ich) wollen. Also den Speeder zurück ins Regal gestellt und gleich bei Amazon bestellt. Ja, das ist Preiskapitalismus. Dafür sucht sich K1 dann was anderes aus, schließlich hat Papa ja gespart, so die Argumentation von K1. Von wem hat K1 das Verhandlungsgeschick? Also alle haben gewonnen: Lego, Amazon, K1 – nur ich muss bezahlen.

Nach einer Stunde ist alles vorbei. Tüten sind gefüllt, VIP-Punkte sind gesammelt, Kreditkarte ist belastet. Und Kaffee gibt es dann auch noch – allerdings bei einem Kaffeehaus gegenüber. Fazit von K1: „Nächstes Mal kaufen wir wieder online ein, dann muss ich nicht so früh aufstehen.“ Ja, ja, diese Jugend.