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Mein erster Lost Place in der Oberpfalz

14. März 2017
Mein erster Lost Place - ein Bahnhof in der Oberpfalz.

Mein erster Lost Place – ein Bahnhof in der Oberpfalz.

Bei einem Schulungstermin in der Oberpfalz flammte mein Interesse für Lost Places auf. Das sind verlassene, verfallene Orte. Die Natur holt sich diese Orte zurück, nachdem der Mensch diese Orte verlassen hat. Die Orte beginnen sich zu verändern, zu versinken. Die Atmosphäre ändert sich. So einen Lost Place bin ich eben in der Oberpfalz bei einem aufgelassenen Bahnhof begegnet.


Die Deutsche Bahn hat das Bahnhofsgebäude aufgelassen und bietet es zum Kauf an. Ein Käufer findet sich wohl weit und breit keiner und so verfällt die Bausubstanz. Das Bahnhofsgebäude war ein schöner Bau, aber wird nicht mehr gebraucht. Es gibt am Bahnhof einen Kartenterminal und Plastiküberdachte Sitzplätze aus Metall. Den Schalter und den Warteraum und die Infrastruktur braucht die Bahn wohl nicht mehr und kann es sich nicht mehr leisten. Ich habe auch gelernt, dass man den genauen Standort von Lost Place nicht verraten soll, um nicht Vandalen anzulocken. Nun, dies ist bei einem ehemaligen Bahnhofsgebäude schwierig und ich verrate nicht, in welcher Gemeinde sich der Bahnhof befindet. Einheimische wissen sowieso auf dem ersten Blick, welchen Bahnhof ich meine.


Was reizt mich an Lost Places? Ich sammle Fotobücher zu dem Thema und werde in nächster Zeit einige meiner Exemplare hier im Blog vorstellen. Ich bin in einer geschlossenen Facebook-Gruppe dabei und bewundere die Bilder in den eingestellten Beiträgen und verfolge die Diskussionen darum. Ich habe meine Bahnhofsbilder auch eingestellt, sie wurden allerdings kaum beachtet. Damit muss und kann ich leben.


Ich glaube, der Auslöser für mein Interesse an Lost Places stammt vom Kino. Ich liebe Spukfilme, also verlassene Orte an denen Geister und Dämonen wohnen. Dracula wohnte immer in einer coolen Hütte. Sein Sarg stand immer im Verborgenen. Sein Schloss in Rumänien war immer vom Verfall bedroht. Und auch seine Anwesen in London oder sonst wo waren immer verfallene Abteien oder Herrenhäuser. Spinnennetze, viel Staub und knarrende Fenster mit schlagenden Läden gehörten einfach dazu. Es gab viele dieser Spukfilme, die ich mir gerne ansehe, besonders wenn das Spukhaus selbst im Mittelpunkt steht. In diesem Blog gibt es einige Berichte von mir. Ich liebe nun mal den Gothic Horror.


Weiter ging es dann mit Videospielen. Als ich das erste Mal das schon fast zum Klassiker avancierten The Last of Us spielte, da war die Verehrung für Lost Places wieder da. Das Videogame spielt in einer Postapokalyptischen Welt. Die Natur holte sich nach der Katastrophe die Gebäude der Menschen zurück. Die Story vom Spiel gefiel mir, aber vor allem das Gamedesign. Ich bin oft im Spiel stehen geblieben und habe mir die Orte angesehen. Orte, an denen ich im normalen Gameplay einfach durchgerast wäre. Ich habe dazu sogar einen eigenen Blogbeitrag geschrieben. Natürlich gibt es viele weitere Spiele in so einer Welt, aber The Last of us hat mir außergewöhnlich gut gefallen.
Na gut, mein Bahnhof in der Oberpfalz ist nicht gerade The Last of Us oder Schloss Dracula. Aber es ist zumindest ein Anfang und mein Interesse für diese geheimnisvollen Orte ist wieder geweckt. Leider konnte ich den Bahnhof nicht von Innen besichtigen. Die Eingangstüre war zwar aufgebrochen, aber die Bundespolizei war am Bahnhof anwesend und schaute mich interessiert an. Sie warteten wie ich auch auf den Regionalzug und ich Weichei traute mich nicht, Bundeseigentum in Anwesenheit der Bundespolizei zu betreten. Da muss ich wohl noch viel lernen, bis ich zu einem richtigen Suchenden werde. Mal sehen, vielleicht nimmt mich aus der Facebook-Gruppe mal einer auf eine Tour mit.

Glenmorangie Bacalta – für mich ein Hochgenuss

13. März 2017
Ein Hochgenuss für mich

Ein Hochgenuss für mich

Ich weiß, es ist Fastenzeit, aber ich musste diese Zeit unterbrechen für etwas ganz, ganz besonderes: Ich bekam eine Tastingprobe des neuen Glenmorangie Bacalta und bin irre stolz darauf. Vielen Dank dafür.
Glenmorangie Bacalta ist seit Februar auf dem Markt, aber ich hatte jetzt erst die Muse dieses edle Getränk zu verköstigen. Es handelt sich um die 8. Private Edition.
Zu später Stunde, die Familie war längst im Bett, verköstigte ich den Bacalta. Ich habe dazu auch ein Video für meinem YouTube-Kanal gedreht. Sorry für das Chaos beim Öffnen der Probe.

Aber die Tastingnotes sind eindeutig:
Die Farbe: Ein leichter Goldton.
An der Nase: Intensiv süßer Honig. Aromen von reifen Aprikosen und Met sowie mineralische Noten, gefolgt von weißer Schokolade. Die Zugabe von etwas Wasser bringt den typischen Rancio-Ton oxidierter Weine mit Noten von gebackenem Brot, Malzkeksen, Wiesenblumen und etwas Pfirsich-Crumble hervor.
Am Gaumen: Anfangs Minze-Toffee, gebackene Früchte mit karamellisierten Orangen und Aprikosen, viel Honig, Mandeln und Datteln. Ein reichhaltiges, sirupsüßes Finish mit Marzipan, weißem Pfeffer und Honigmelone sowie karamellisierten Zitrusfrüchten und Birne, cremiges Fudge und faszinierenden Menthol- und Eukalyptusnoten im Hintergrund.
Zugegeben, den intensiven Honig habe ich geschmeckt und genossen. Das ist auch der Grund, weshalb ich den Glenmorangie Bacalta absolut einzigartig finde. Eigentlich bin ich ja ein Freund der Torf-Whiskys aus dem Hause Ardbeg, aber mit dem Glenmorangie Bacalta kann ich mich doch schon sehr anfreunden.

Mit oder ohne e?
Meine Bekannten fragen immer wieder, ob es den Whiskey oder Whisky heißt – und auch die Autokorrektur macht manches mal was sie will. Zur Erklärung: Das Wort Whisky bedeutet so viel wie „Wasser des Lebens“. Es hat einen schottischen (beatha), als auch einen irisch-gälischen (uisce beatha) Ursprung. Und dann kam der Streit um den Buchstaben e. Heißt es nun Whisky oder Whiskey?
Bis zum 20. Jahrhunderts wurde das Destillat noch ohne e geschrieben. Dann kamen Brennereien aus dem irischen Dublin aus Marketinggründen auf die Idee ein e einzufügen, um sich von der schottischen Konkurrenz zu unterscheiden. Heute ist es so, dass es sich in Schottland und Kanada Whisky schreibt, während es in Irland und den Vereinigten Staaten Whiskey heißt. Die Amerikaner sind dabei nicht ganz so streng: Bei ihnen gelten beide Schreibweisen, je nach Tradition der Brennerei. Egal, ob mit oder ohne e, die Zutaten sind immer die gleichen: Getreide, Wasser und Hefe.
Die Regeln für Whisky sind streng. In den USA darf das Destillat als Whisky verkauft werden, wenn es mindestens zwei Jahre gereift ist. Die Schotten und Iren sind noch strenger, da müssen es mindestens drei Jahre sein. In der Regel reift Whisky aber viel, viel länger. Bei zehn bis 15 Jahren werden die meisten Whiskys für den Genießer interessant.

Aber zurück zum Glenmorangie Bacalta. Ich kann das Getränk nur empfehlen. Ich genieße es alleine, mit meiner Frau oder ein paar Freunden, die diesen edlen Tropfen zu schätzen wissen. Also klare Empfehlung für den Glenmorangie Bacalta.

Gratulation: Walter Röhrl wird 70. Jahre

7. März 2017
Dieser Porsche 928 gehörte Walter Röhrl.

Dieser Porsche 928 gehörte Walter Röhrl.

Das einzige Autorennen, das ich mir heute noch anschaue, sind die 24 Stunden von LeMans. Formel 1 und Co finde ich langweilig. Aber einstmals war ich ein Fan von Rallye, denn das ist für mich eine wirkliche fahrerische Herausforderung. Wenn ich an meine Jugend denke, bleibt mir vor allem ein Name in Erinnerung: Walter Röhrl
Heute wird der große Fahrer 70. Jahre alt und ich gratuliere ganz herzlich. Ich erinnere mich an einen Witz, den ich irgendwann einmal gehört habe. Mal sehen, ob ich ihn noch zusammenbekomme: Es war die Zeit, als Walter Röhrl noch u.a. Fahrer des Bischofs von Regensburg war. Röhrl fegt mit dem Bischof und einem ausländischen Gast über die Autobahn. Der Ausländer fragt nach dem Namen des Fahrers. Der Bischof:„The Name is Röhrl, little Tube.“ Der Gast komplett bleich: „No his name is big Tube.“ Ich finde, treffender kann man Walter Röhrl nicht beschreiben.

Ich mag den Porsche 928, obwohl er damals durchfiel.

Ich mag den Porsche 928, obwohl er damals durchfiel.

Walter Röhrl mit seinem Co-Piloten Christian Geistdorfer siegte unter anderem bei der Rallye Monte Carlo im Januar 1984 mit einem Quattro. 1987 stellte Röhrl beim Pikes Peak International Hill Climb einen neuen Rekord für die 19,99 Kilometer lange Bergstrecke auf den Gipfel des Pikes Peak auf. Ich erinnere mich mit Begeisterung an die Monsterkarre, den Audi Sport quattro S1. Die Doku in Youtube ist der Hammer. Röhrl war für mich ein cooler Hund. Irgendwie erinnert er mich immer an Steve McQueen, der für mich ein Synonym für Coolness ist. Eben genau wie Walter Röhrl. Heute arbeitet Röhrl für Porsche.

Röhrl hat auf dem Lenkrad unterschrieben.

Röhrl hat auf dem Lenkrad unterschrieben.

Ein guter Freund von mir hat sich einen Porsche 928 gebraucht gekauft. Sein Vorbesitzer war Walter Röhrl. Das wird dokumentiert, weil Röhrl seinen Schriftzug auf dem Lenkrad hinterlassen. Seine Unterschrift ist auf dem Porsche-Lenkrad ist für jeden zu sehen. Für mich ist es immer eine Besonderheit in diesem Fahrzeug zu sitzen – bisher war ich allerdings nur Beifahrer. Irgendwann, wenn ich mal brav bin, darf ich vielleicht auch mal das Gaspedal des Porsches durchdrücken.
Auf jeden Fall gratuliere ich dem Geburtstagskind. Was man so hört, scheint Walter Röhrl eine ehrliche Haut ohne Starallüren zu sein. Er hat sich seine Bodenständigkeit und seine Geradlinigkeit bewahrt. Das verdient unseren Respekt. Alles Gute zum Geburtstag lieber Walter Röhrl.

So sehen die meisten Leute den Fahrer - von hinten.

So sehen die meisten Leute den Fahrer – von hinten.

Digitales Erbe – hast du es eigentlich schon geregelt?

20. Februar 2017
Wer trauert, denkt nicht unbedingt an den digitalen Nachlass.

Wer trauert, denkt nicht unbedingt an den digitalen Nachlass.

Digitales Erbe – klingt komisch, ist aber heute enorm wichtig. Wir kennen das klassische Erbe wie Haus, Hof, Auto, Geld, aber was ist nun digitales Erbe? Von über 2.000 Befragten haben fast 1.960 Personen ihren digitalen Nachlass nicht geregelt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag der DEVK Versicherungen. Ich beschäftige mich jetzt schon eine Zeitlang mit diesem Thema und halte immer wieder Seminare und Vorträge zu diesem Thema. Ich halte dieses Thema für einen wichtigen Beitrag zum Verbraucherschutz. Morgen halte ich dazu ein mit 50 Gästen ausgebuchtes Seminar, aber weitere werden folgen. Wer Interesse hat, sollte sich bei mir melden.

Was passiert mit meinen digitalen Daten?

Was passiert eigentlich mit meinen digitalen Daten wie Facebook, Twitter oder der Zugang zu diesem Blog. Meine Frau und K1/2 erben zwar diese Daten, aber haben sie auch die Zugänge zu meinem digitalen Nachlass? Leider sehe ich immer wieder auf Facebook, dass Verstorbenen zum Geburtstag gratuliert wird. Das ist ein echtes Problem und schmerzt die Hinterbliebenen. Woher wissen meine Erben, welche Daten wo liegen? Haben sie den Zugang zu den verschiedenen Cloud-Diensten, Konten, Aktiendepots?
Die DEVK-Umfrage zeigt, wie die Situation in Deutschland ist. Dabei ist das Onlinebanking mit 70 Prozent die größte Sorge der Deutschen.
Die Passwörter auf einen Zettel zu schreiben ist jetzt nicht gerade der richtige Weg.
Als „digitales Erbe“ oder „digitalen Nachlass“ bezeichnet man elektronische Daten, die nach dem Tod des Benutzers weiter existieren – wie Zugänge zu Onlinebanking, E-Mail-Konten oder sozialen Netzwerken. Die Rechte gehen an die Erben über. Den Begriff „digitales Erbe“ haben der DEVK-Umfrage zufolge 37 Prozent der Deutschen schon mal gehört. Aber die große Mehrheit (rund 97 Prozent) hat sich noch gar nicht mit ihrem digitalen Erbe beschäftigt; das haben von 2.014 Befragten bisher gerade mal 57 getan.

Hier das Grab des großen Regisseurs Stanley Kubrick und seiner Tochter.

Hier das Grab des großen Regisseurs Stanley Kubrick und seiner Tochter.

Es geht um Geld und Erinnerungen

Wenn es um Geld geht, ist es besonders wichtig, den digitalen Nachlass zu regeln. Gefragt nach den wichtigsten Bereichen des „digitalen Erbes“ sagen 35 Prozent, dass ihnen alle genannten Gebiete gleich wichtig seien. 34 Prozent legen ihre Priorität auf Bereiche, in denen es um Geld geht, z. B. Onlinebanking und kostenpflichtige Dienste. Deutlich weniger Wert legen die Deutschen auf Komplexe, die sich mit geistigem Eigentum befassen (7 Prozent) oder sozialen Netzwerken (6 Prozent). 11 Prozent sagen, dass ihnen keiner dieser Bereiche etwas bedeutet.
Die Sorge um Onlinezugänge zu Vermögenswerten spiegeln auch die Antworten auf eine andere Frage wider: Was würden Sie vordringlich regeln wollen? Das Ergebnis ist eindeutig: 70 Prozent der Befragten ist beim digitalen Erbe das Onlinebanking am allerwichtigsten, weitere 17 Prozent nennen es an zweiter Stelle. Mit insgesamt 87 Prozent Zustimmung liegt Onlinebanking damit deutlich vor Themen wie E-Mail-Konten (56 Prozent), Online-Zugangsdaten zu Versicherungsportalen (38 Prozent), Blogs (36 Prozent) und eigenen Internetseiten (31 Prozent).
Bei meinen Recherchen bin ich auf das Münchner Unternehmen Digitales Erbe Fimberger gestoßen, die mit Bestattern und Versicherungen in ganz Deutschland zusammenarbeiten. Ich habe sie eingeladen zu einer Podiumsdiskussion, um das Thema im größeren Rahmen zu diskutieren. Das Video zeigt das Vorgespräch, das ich mit den beiden Geschäftsinhabern geführt habe.


Interessant ist, dass wir jetzt schon als Lebende vorsorgen können. Ich kann bei den sozialen Netzwerken Facebook und Google einen digitalen Nachlassverwalter im Vorfeld bestimmen. Ich werde über die einzelnen Schritte separat bloggen. Dieser Nachlassverwalter kann dann die Facebook-Seite als Gedenkseite umwandeln oder löschen. Dann passieren keine schlimmen Geburtstagsgratulationen an Verstorbene mehr.

Tipps für den Straßenkarneval und Fasching

15. Februar 2017

Meine Frau sagt, ich sei eine Spaßbremse. Irgendwie hat sie recht, vor allem wenn es um das Thema Karneval, Fasching usw. geht. Vielleicht liegt es an meiner Zeit in Bonn, als ich an vielen Sitzungen beruflich teilnehmen musste und erkannte: Vieles davon hat nichts mit Humor zu tun.
Es gibt ja den offiziellen Karneval und den Straßenkarnval: Ich glaube, der Rhythmus dort geht so: Feiern, Kneipe rein, Feiern, Kneipe raus, Feiern, Verbrüderung, Feiern und so weiter. Meine Kunden in Köln brauche ich zu Karneval gar nicht kontaktieren, da kommt nichts sinnvolles heraus. Mein Lieblingsausstatter für Karneval und Fasching mit Masken und Schminke ist natürlich Maskwold in Berlin. Ich habe über den Laden schon sehr oft geschrieben und auch besucht. Ich kann Maskwold persönlich ausdrücklich empfehlen. Und die Narren von Maskworld haben ein paar sinnvolle Empfehlungen für den Straßenkarneval zusammengestellt, die ich gerne teilen möchte.

1. Bitte warm anziehen!

Zieh dich warm an. Dass hat meine Mama immer zu mir gesagt und das gilt natürlich beim Karneval auch. Um einer Erkältung nach dem Feiern vorzubeugen, sollte der Narr beim Straßenkarneval warm angezogen sein. Tierkostüme eignen sich hervorragend für den Straßenkarneval, denn als Bär, Wolf oder Affe hat man bekanntlich ein dickes Fell. Meine Frau ist mal als Hahn gegangen und ich hab ihr ein paar Federn ausgerissen.

Warm verpackt. Foto: maskworld.com

Warm verpackt. Foto: maskworld.com

Viele Kostüme, z.B. Clownskostüme, sind weit genug geschnitten, um darunter wärmende Kleidung zu tragen. Alternativ kann das Kostüm auch eine Nummer größer gekauft werden, dann kann ein warmer Pulli oder gar die Winterjacke drunter gezogen werden. Ich gehe dieses Jahr wieder in meiner Captain Kirk-Kostümierung, die ist warm genug.
Auch sexy Kostüme sind durchaus bei kalten Temperaturen tragbar: Zusätzliche Thermoleggings und Legwarmer helfen gegen kalte Beine. Warme Kostüme und Accessoires für den Straßenkarneval sind also das A und O, um die fünfte Jahreszeit erkältungsfrei zu überstehen.
Noch ein zusätzlicher Tipp: Viele Kostüme werden am Rücken verschlossen. Wenn man also mal schnell für kleine Karnevalisten muss, sollten man daran denken, dass man beim Aus- und Ankleiden ggf. Hilfe von einem Freund benötigt. Und wenn es schnell gehen soll, kann sich Mann auch vorher kreativ am Kostüm betätigen und einen “Hosenschlitz” ins Kostüm einbauen.
2. Gemeinsam ist besser als einsam!

Wer zu zweit oder als Gruppe auf den Straßenkarneval gehen möchte, wird mit Paar- und Gruppenkostümen zum Blickfang jedes Karnevalsumzugs. Ganz gleich ob als Familie Feuerstein, Ärztepaar oder als Stormtrooper Gruppe – ein gemeinsamer Auftritt kommt nicht nur cool rüber, sondern hilft auch, die Begleiter im Getümmel wiederzufinden. Mal sehen, ob ich mich mit meiner Frau auf ein gemeinsames Kostüm einigen kann. Wie sieht eigentlich das Kostüm einer Spaßbremse aus?

Flotte Biene - auch im Karneval. Foto: maskworld.com

Flotte Biene – auch im Karneval. Foto: maskworld.com

3. Gut behütet!

Gut gegen Kälte und zudem schicke Accessoires für den Kopf sind Hüte, Mützen und Perücken aller Art. Das kann eine kuschelige Fellmütze, ein Cowboyhut oder eine bunte Clownsperücke sein. Auf jeden Fall ist man im Handumdrehen verkleidet und benötigt nicht gleich ein ganzes Kostüm. Diese Accessoires sind somit auch perfekt für Verkleidungsmuffel geeignet. Feuerwehr- und Astronautenhelme schützen auch zugleich das närrische Haupt vor Schokoladentafeln und Pralinenschachteln, die von den Umzugswagen geworfen werden. Im Winter trage ich sehr viel Harris Tweed. Und ich habe auch gerne eine Deerstalker-Mütze auf, die viele Leute an Sherlock Holmes erinnert. Freunde, das ist keine Verkleidung und ich will nicht immer als Mr. Holmes angesprochen werden. Meine Antwort ist dann auch immer: Und Sie sind mein Dr. Watson. Aber als Hutträger kann ich den Tipp von Maskworld bestätigen: Mit Hut lebt und feiert es sich besser.

Ich schau immer so aus und nein, es ist keine Verkleidung. Ich liebe den Deerstalker.

Ich schau immer so aus und nein, es ist keine Verkleidung. Ich liebe den Deerstalker.

4. An Stauraum denken!

Ohne Moos nix los – das gilt auch für die meisten Karnevalspartys. Wohin aber mit Portemonnaie und Telefon, wenn das Kostüm keine Taschen hat? Kein Problem, bei maskworld.com gibt es eine große Auswahl an bunten und lustigen Handtaschen, passend zum Kostüm. Und wenn man Kamelle sammelt, kann ein wenig zusätzlicher Stauraum auch nicht schaden. Apropos Hand: Wer oft an Frostfingern leidet, der sollte sich zu seiner Verkleidung passende Handschuhe und Armstulpen besorgen.

Für mich persönlich ein Favorit. Foto: maskworld.com

Für mich persönlich ein Favorit. Foto: maskworld.com

5. Wasserfeste Schminke

Ob Regen, Bier-Dusche oder eine Menge nasser Schmatzer: Die liebevoll aufgetragene Schminke ist auf dem Straßenkarneval einer echten Belastungsprobe ausgesetzt. Deshalb sollte man wasserlösliche Schminke unbedingt mit einem Fixierspray festigen. Wer Karnevalsschminke auf Fettbasis verwendet, der sollte Transparentpuder nicht vergessen. So hält das Make-up länger und das Transparentpuder schützt davor, dass das Make-up verschmiert.

Ich habe Gabriele wiedergefunden

10. Februar 2017
Alte und neue Arbeitsmittel : Gabriele und MacBook

Alte und neue Arbeitsmittel : Gabriele und MacBook

Oh Gott, ich habe meine journalistischen Anfänge in einem Schrank gefunden. Auf der Suche nach einem Stift öffnete ich in einem Seminar die Türen eines Schrankes und entdeckte schwarze Koffer. Neugierig wie ich nunmal bin, musste ich den ersten Koffer öffnen und entdeckte Gabriele., genauer Gabriele 10.


Die Gabriele 10 war eine Reiseschreibmaschine von Triumph und damit habe ich meine ersten journalistischen Schritte Mitte der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts unternommen. Ich hatte diese Schreibmaschine in ihrem Koffer immer dabei. Wenn ich auf Reisen ging, wenn ich mit Mama und Papa in den Urlaub fuhr, dann war meine Gabriele immer dabei. Eigentlich wollte ich eine Tippa haben. Das war die offizielle kleine Reisemaschine für Journalisten, aber meine Eltern waren nicht so überzeugt von meinem Berufswunsch. Die Tippa bliebt immer ein Traum, aber ich hatte ja Gabriele. Der Name stammte übrigens von der Enkelin von Max Grundig, der Triumph damals gekauft hatte.


Junge Journalisten können sich in meinen Seminaren gar nicht vorstellen, unter welchen technischen Bedingungen gearbeitet wurde. Und bitte: Es ist nicht 100 Jahre her, sondern war bei mir Mitte der achtziger Jahre. Dann kam der C64 bei mir und alles änderte sich. Die digitale Revolution hatte dann auch für mich begonnen.
Als ich die Maschine entdeckte, kam mir ein alter Jerry Lewis Film in den Kopf. Der Bürotrottel hieß der Film, der von Lewis inszeniert wurde. Dort gab es die legendäre Schreibmaschinen-Szene in der Lewis auf einer unsichtbaren Schreibmaschine tippte. Slapstick pur, was hab ich als Kind gelacht.

Welche Tasche nehm ich denn heute? – Gute Erfahrungen mit LEABAGS-Taschen

6. Februar 2017

Ich bin ein Taschen-Narr. Nicht so sehr, wie ich ein Schuh-Narr bin, aber Taschen mag ich auch ganz gerne und ja, ich bin ein Mann. Ich spreche nicht von Handtaschen, da ist meine Ehefrau auf jeden Fall die Expertin und richtige Ansprechpartnerin. Ich rede von Laptop-Taschen, Messenger-Bags, Reisetaschen und und und.
Ich bin viel unterwegs und auch wenn ich auf Kurztripps bin, habe ich dennoch allerhand Zeugs dabei: iPad oder MacBook, Kabel, Tischstativ, Bloggerkamera, 360 Grad-Kamera, Fächer, Halsbonbons und vieles Zeug mehr. Ich könnte freilich eine klassische Laptop-Tasche von Booq nehmen, aber ich mag im Moment nicht die Business-Variante. Ich habe ein paar wunderbare Messenger-Bags, aber die haben soch einen Technik-Touch. Oder sie sind einfach zu leger, manche meiner Kunden reagieren da etwas empfindlich. Ich kann einfach nicht mit einem Rucksack aufkreuzen, als ob ich beim Wandertag bin.
So nutze ich oft eine ganze Reihe von Taschen der Marke LEABAGS. Sie wird in Deutschland von ZTS Zimbelmann Trading & Service UG aus Göppingen vertrieben. Ich habe verschiedene im Einsatz, wie die Aktentasche LEABAGS Unisex und vor allem die Reisetasche LEABAGS Tokio. Meine Frau trägt gerne die Shopper LEABAGS Tulsa.

Meine neue Tasche für den Alltag.

Meine neue Tasche für den Alltag.

Alle Taschen sind aus Büffelleder, also nichts für Veganer. Ich schätze die Verarbeitung und das Leder verändert sich im Laufe der Zeit. Bei Rimowa-Koffer sagt man, die Koffer bekommen einen Charakter. Bei den Taschen ist es ebenso. Leder ist ein natürliches Material und verändert sich beim Tragen. Zudem schätze ich die Verarbeitung der Taschen. Sie sind stabil vernäht, was bei meinem schweren Plunder wichtig ist. Bei der Lieferung einer neuen Tasche sind die Metallteile nochmals extra geschützt umwickelt, kleine Details, die es für mich ausmachen.
Eine Tasche hab ich persönlich immer am Mann. Es ist die Umhängetasche. Dort ist mein Arbeitsmaterial verpackt, so dass ich immer darauf zugreifen kann. Als ich das iPad 9,7 Zoll im Einsatz hatte, reichte die Umhängetasche aus. Seit dem ich auf dem 12 Zoll iPad Pro samt Tastatur arbeite, reichte die LEABAGS Birmingham nicht aus.
Da stand ich vor einem Problem. Welche Tasche soll es nun sein? Die Produktvielfalt ist groß und für mich als Laie unübersichtlich. Ich habe keine Lust, jede Tasche online aufzurufen und nachzusehen, ob die Maße passen. Zudem wollte ich ja eine ähnliche Tasche haben, wie die bisherige. Alles soll an seinem Platz liegen, so dass ich an das Material blind herankomme. Gerade als mobiler Journalist will ich keine große Veränderungen, denn alles griffbereit sein.


Ich kontaktierte den Kundendienst und war über die schnelle und kompetente Beratung überrascht. Das kenne ich von Online-Versendern in diesem Umfeld nicht. Per Mail kam ein Vorschlag, ich kaufte das Modell LEABAGS Boston und siehe da: Alles passt hinein, wie ich es mir vorgestellt habe. Einzige Kritik: Der Schul ist mir persönlich zu schmal und wenn meine Tasche gut bepackt ist, dann schneidet das Band an der Schulter ein. Hier hätte ich mir einen breiteren Schulterriemen gewünscht, wie bei der Vorgängertasche. Mal sehen, ob ich eine Verstärkung für den Schultergut finde, der mir gefällt.

Alles hat seinen Platz in der Tasche.

Alles hat seinen Platz in der Tasche.

Sterneessen bei einem Klassiker: Tantris in München

2. Februar 2017

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Eines der berühmtesten Sternerestaurants in Deutschland findet sich in München in einem Schwabinger Wohngebiet: Das legendäre Tantris
Seit 1974 strahlt das Sternerestaurant in die Republik und gilt als kulinarischer Tempel für Feinschmecker. Ab und zu leiste ich es mir, die Küche von Hans Haas zu genießen – so auch vor kurzem wieder mit ein paar Geschäftspartnern.

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Ich erinnere mich dabei an meinen ersten Besuch in dem Hause. Als Pressereferent der Handwerkskammer für München und Oberbayern lud Fitz Eichbauer zu einem Jahresgespräch des Landesverbandes der bayerischen Bauinnung ins Tantris. Ich war erst neu in der Handwerksorganisation und war etwas überrascht, dass sich Journalisten aus ganz München auf einmal für das Bauhandwerk interessierten. Die gleichen Journalisten hatte ich das ganze Jahr nie gesehen hatte, wenn ich eine Einladung der Handwerkskammer aussprach. Aber mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Es ging ins Tantris und Eichbauer, einer der großen Bauunternehmer des Landeshauptstadt, erbaute das Tantris im Jahr 1971. Auf einmal, was für alle Journalisten die Einladung wichtig, dass sie persönlich erschienen, schließlich gab es neben Infos aus dem Baugewerbe auch etwas zum Essen.

Der Weinkeller ist weltberühmt. Der Weinkeller ist weltberühmt.

Und so kam es zu meiner Liebe zur Sterneküche. Das Tantris hat mindestens einen der begehrten Michelin-Sterne. Viele deutsche Sterneküche standen im Tantris in der Küche: Eckart Witzigmann (2 Michelin-Sterne), Heinz Winkler (3 Michelin-Sterne) und nun Hans Haas (2 Michelin-Sterne).
Das Essen ist ein kulinarisches Erlebnis, aber auch der Besuch des Restaurants selbst ist ein optisches Erlebnis. Im Grunde wurde der Stil der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts beibehalten. Orange, Rot, Schwarz sind die dominanten Farben.

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Ein Besuch im Tantris ist wie eine Zeitreise – was müssen die siebziger Jahre für eine coole Zeit gewesen sein? Ich erlebte sie als Kind und nahm den Stil als gegeben hin. Heute bin ich fasziniert von Farben und Formen der Zeit, einer Zeit als München vom Dorf zur Stadt wurde, als die Olympischen Spiele Farbe und Freude nach Bayern brachten. Die Farben des großartigen Designers Otl Aicher beherrschten München und prägten auch das Tantris.

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Architekt des Gebäudes ist übrigens der Schweizer Justus Dahinden, die Beton-Skulpturen stammen vom Schweizer Künstler Bruno Weber. Sie gibt es auch als Miniaturen zu kaufen, ein Schnäppchen sind die putzigen Drachen mit über 1500 Euro pro Stück allerdings nicht.

2004 wurde der Innenbereich des Restaurants von Stephan Braunfels restauriert. Fasziniert war ich beispielsweise von den mit Stoff bespannten Decken und Wänden. Im Jahr 2012 wurde der Bau unter Denkmalschutz gestellt. 2013 wurde seine Innenausstattung in Zusammenarbeit mit Danilo Silvestrin um ein Lichtobjekt im Eingangsbereich ergänzt. Silvestrin stammt aus Bozen und lebt seit 1971 in München.

2004 wurde der Innenbereich des Restaurants von Stephan Braunfels restauriert. 2004 wurde der Innenbereich des Restaurants von Stephan Braunfels restauriert.

Küchenchef Hans Haas gilt in der Branche als „Meister der Einfachheit“. Auf der Website von Tantris steht: „Natürlich und einfach in der Zubereitung, konzentriert auf den Geschmack. Ihm gelingt eine einzigartige Mischung aus Bodenständigkeit und wahrer Kochkunst.“ Das wollte ich genießen und das gab es bei meinem Besuch zum Essen. Der Preis des Menüs beträgt 175 Euro.

Lauwarme Bachforelle mit Quinoa, Gurken und Pfeffermousse

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Steinbutt mit dicken Bohnen und Zitronengras-Polentaravioli im Sud

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Médaillons vom Rehrücken mit Blaukraut und gebackenem Kartoffelknödel

Tamié mit Feigenchutney und Senfbrot

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Mandel-Apfeltarte mit glasiertem Apfel, Blutorangen und Vanille-Krokanteis

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Beladen eines Hilfscontainers für Togo – PiT Togohilfe Maisach in Aktion

28. Januar 2017

 

Es ist schön zu sehen, wenn fremde Leute zusammenarbeiten für ein gemeinsames Ziel. Dies dachte ich, als ich vor kurzem einen 40 Tonnen Container für die Aktion PiT Togohilfe Maisach mitbeladen habe. Ich unterstütze den Verein und mein Unternehmen redaktion42 hat zwei Patenschaften im afrikanischen Togo. Den Verein, unter der Leitung von Margret Kopp, gibt es bei uns im Dorf Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck eine gefühlte Ewigkeit und die Togohilfe ist dafür bekannt, dass ihre Hilfe dort ankommt, wo sie nötig ist. Immer wieder habe ich über die Togohilfe Maisach gebloggt und war auch einmal in Togo selbst und konnte mich überzeugen, dass die Spenden richtig eingesetzt werden.

40 Tonnen müssen verladen werden
Jetzt war es wieder an der Zeit, einen Container auf den Weg nach Lomé, die Hauptstadt Togos, zu bringen. Rund 20 freiwillige Helfer der Togohilfe versammelten sich um 8 Uhr morgens bei eisiger Kälte im Togohaus in Maisach und packten an. Es galt das Lager im Togohaus zu räumen und die Hilfsgüter in den Container zu schichten. Ein schwerer Lkw bringt dann den Container nach München zum Verladebahnhof. Von dort geht der Container mit dem Zug nach Bremen und wechselt aufs Schiff Richtung Lomé.
Im Lager stapeln sich die Hilfsgüter für Togo. Viele davon sind bereits auf Paletten verpackt, um das Handling leichter zu machen. Ich sehe Babynahrung von HIPP, Verbandsmaterial, Bettwäsche für Krankenhäuser, Stühle und Tische sowie Tafeln für Schulen. Kleine und große Pakete, Koffer, Spielzeug und vor allem Nähmaschinen. Alte Pfaff und Singer stehen in Reih und Glied. Sie laufen in der Regel ohne Strom, denn Elektrizität ist im Busch von Togo nicht immer gewährleistet. Bei uns stehen die Maschinen als Dekoration in den Münchner Villen. Solche Nähmaschinen sind in Togo heiß begehrt, denn damit können die Togolesen ihre eigenes Leben finanzieren und müssen nicht Waren aus Fernost kaufen.

Container für Togo – Tetris mit Hilfsgütern
Das Team der zwanzig Helfer funktioniert tadellos. Gott sei Dank sind Leute mit Logistikerfahrung dabei, die zum einen wissen, wie man mit den Hubwägen und Gabelstapler umgeht und die zu zum anderen wissen, wie man einen Container richtig belädt. Das Ding muss voll werden. Jeder Platz muss ausgeschöpft werden, denn der Transport nach Togo ist teuer und schließlich handelt es sich um Spendengelder. Also muss genau geschichtet werden, um keinen Platz zu verschenken. Für mich ist es eine Art Tetris mit Hilfsgütern. Die Frauen und Männer der Togohilfe haben es im Griff. Sie wissen, wie man packt und schichtet. Ich bin eher zum Tragen dabei. Ich schleppe und belade Paletten, erfahre den Unterschied zwischen Euro- und Einmalpaletten und stelle auch fest, wie schwer Nähmaschinen sein können.

Gelebte Integration im Togohaus
Mit meinem Schulfranzösisch ausgestattet, wechsele ich ein paar Worte mit den mithelfenden Togolesen. Ich breche mir mit den Vokabeln einen ab. Irgendwann grinst der Togolese Belo über beide Ohren, haut mir auf den Rücken und antwortet mir im hervorragenden Deutsch. Er und seine Freunde haben längst Deutsch gelernt. Wir haben beim Beladen des Lkw unseren Spaß. Ich lerne auch ein paar wunderbare Schimpfwörter auf Französisch. Eben auch hier: Die Togohilfe sorgt für gelebte Integration. Gebt den Leuten eine Aufgabe und sprecht einfach miteinander. Und baut die Mauer in den Köpfen ab.

Togohilfe macht richtige Entwicklungshilfe
Ich war zum ersten Mal beim Einladen dabei. Meine Frau hat mich zum Mithelfen motiviert und es war gut so. Meine Arbeit am Schreibtisch kann auch mal für drei Stunden ausfallen. Körperliche Arbeit ist anstrengend, noch dazu bei den eisigen Temperaturen, aber es ist eine gute Abwechslung zu meiner Büro- und Referententätigkeit. Und ich tue ein gutes Werk, denn die Togohilfe hilft den Leuten in Afrika wirklich. Sie müssen sich nicht auf nach Europa machen, sondern können in ihrer Heimat ihr Leben aufbauen. Das ist aus meiner Sicht die richtige Entwicklungshilfe und ich vertraue Margret Kopp und ihrem Verein PiT Togohilfe Maisach. Sie weiß, was sie tut.


Nach rund 3,5 Stunden war der Container beladen. Palette um Palette wurde in den Bauch des Stahlungetüms verstaut. Wenn Platz war, dann kamen noch Matratzen oben auf die Ladung. Sie werden dringend in Krankenhäusern benötigt. Über jedes Paket, über jede Palette und jedes Stück im Container wird ordentlich Buch geführt. Eine Art Stückliste, denn auch in Togo arbeiten Beamte und die nehmen ihre Sache im Hafen von Lomé genau. Mit der Regierung hat Margret Kopp ausgehandelt, dass der Container in Togo entladen und im bewachten Lager der Togohilfe vom Zoll inspiziert wird. So stellt der Verein sicher, dass nichts von den Spenden geklaut wird.

Kein Rentner mehr im Container
Am Ende schreiben wir alle unsere Namen auf ein Pappschild und senden die besten Grüße nach Togo. Das sei ein Ritual, erklärt man mir als Neuling. Dann das obligatorische Gruppenbild für die örtliche Presse und dann die Klappe zu. Natürlich folgt auch hier der Standardwitz, ob denn alle Rentner aus dem Container geschlüpft sind, bevor die Stahltüren verschlossen werden. Dann wird der Container verblombt. Margret Kopp überzeugt sich, dass alles seine Richtigkeit hat. Schließlich beginnt der Papierkrieg. Zusammen mit dem LKW-Fahrer müssen Dokumente ausgedruckt, überprüft und unterschrieben werden. Ordnung muss schließlich sein. Dann geht der Lkw mit dem Container der Togohilfe auf die Reise. Helfer stoppen den Verkehr im Dorf, damit der tonnenschwere Lkw gut aus der Einfahrt vom Togohaus herausfahren kann. Gute Reise nach Togo.

Holocaust-Gedenktag: Es sind gute Zeiten für den Kampf für unsere Demokratie

27. Januar 2017

Heute ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit. Die Vereinten Nationen erklärten diesen Tag zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Ich will in meinem sonst recht unpolitischen Blog heute an diesen Tag erinnern. Gerade die aktuellen politischen Entwicklungen in der Welt, aber auch in Deutschland machen mir Sorge, manches Mal Angst. Sind wir schon wieder soweit? Sind wir schon wieder soweit, dass Kleingeister ihr verbrecherisches Gedankengut frei und ungestraft äußern können? Bei den anstehenden Wahlen machen Menschen ihr Kreuz bei den braunen Rattenfängern, wenn ich den Prognosen glauben darf. „Das wird man doch noch sagen dürfen ..“ poltert es mir entgegen – in der Bahn, im Wirtshaus, in Seminaren. Überall in Europa und auch im Land der Freiheit, den USA, bricht blanker Nationalismus hervor. Hier wird gerade mein Europa kaputtgemacht.
Mein ehemaliger Nachbar, der unlängst verstorbene Bundespräsident Roman Herzog, hatte einstmals bei der Proklamation des Gedenktages gesagt: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ Vor allem den letzten Teil der Proklamation halte ich aktuell.

Appell der Bundespräsidenten
Bei dem Festakt zu 50 Jahre Hanns Seidel Stiftung hörte ich zum ersten Mal den scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck. Auch er sagte weise Worte. „Die Demokratie muss mit der Erziehung zum verantwortungsvollen Gebrauch der Freiheit einhergehen.“ Jetzt müsse man dafür sorgen, dass die Menschen in der Mitte der Demokratie erwachten und begriffen, dass Demokratie in jeder Generation nicht neu erfunden, aber neu gesichert werden müsse. „Wir wollen doch nicht, dass die Gefühlswallungen von den Rändern der Gesellschaft so stark werden, dass eine träge gewordene Mitte denkt, man kann da gar nichts machen, die Zeiten sind eben schlecht. Es sind gute Zeiten für den Kampf für unsere Demokratie.“ Lieber Herr Gauck – das waren die richtigen Worte zur richtigen Zeit: „Es sind gute Zeiten für den Kampf für unsere Demokratie.“

Unscharfes Selfie mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Unscharfes Selfie mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck.

Respekt vor der Geschichte
Vor Jahren besuchte ich das Vernichtungslager in Ausschwitz, vor Jahren besuchte ich das Konzentrationslager Dachau, vor Jahren besuchte ich vor kurzem das Mahnmal in Berlin – es ist alles lange her gewesen. Viele Erinnerungen und Gefühlen sind verblasst. Beim Betrachten der Fotos kommen die Gedanken zurück. Ausschwitz erschreckte mich als ich sah, wozu Menschen fähig sind. Ich wanderte alleine über das Gelände und ließ mich treiben. Im Fernsehen es zu sehen, in der Schule darüber zu lernen – das ist wichtig, aber es zu erspüren ist mindestens ebenso. Die Generation der Zeitzeugen stirbt und ihre Erzählungen zu bewahren, ist wichtig,
Ich war vor kurzem beruflich in Berlin und hatte nur ganz wenig Zeit, das Holocaust-Mahnmal zu besuchen. Ich wollte es aber unbedingt, nachdem ich die Diskussion um die rechten Schreihälse mit ihrer Drang nach Öffentlichkeit mitbekommen habe. Das Holocaust-Mahnmal besteht aus einem wellenförmigen Feld mit 2711 Stelen. Durchs Netz laufen gerade Bilder von tanzenden Touris durch das Mahnmal. Das war bei mir nicht der Fall. Es war zu kalt, zu spät, zu windig, aber bei früheren Berlin-Reisen ist mir dies auch aufgefallen. Respekt vor der Geschichte gehört einfach dazu – und Bildung. Immer wieder Bildung. Bildung ist der Schlüssel zu allem.
Ich habe beschlossen, mich wieder zu erinnern und werde mich für unsere Demokratie verstärkt einsetzen. Ich lasse mir mein Europa, meine Demokratie nicht von links oder rechts kaputt machen. Ich habe keine Lust auf des Deutschen Lust auf Untergang. Ein Vorbild für meine Kinder zu sein, das ist jetzt wichtig. Ich zeige Flagge. Meine Felder sind die politische Bildung und die Medienkompetenz. Wie Gauck sagte: „Es sind gute Zeiten für den Kampf für unsere Demokratie.“