Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Wallfahrt – Jeder soll nach seiner Façon selig werden

16. Mai 2013

Ich lese gerade, dass sich heute morgen rund 4000 Pilger auf den Weg von Regensburg nach Altötting machen. Der Pilgerzug soll auf bis zu 10.000 Pilger anwachsen. Die Wallfahrt beginnt mit einem Gottesdienst in der Albertus-Magnus-Kirche in Regensburg. Sie fand erstmals im Jahr 1830 statt. Ziel ist die Schwarze Madonna in Altötting.

Im Winter war ich bei starkem Schneefall in Altötting und umrundete die Kapelle. Ich habe einen YouTube-Film mit dem iPhone gedreht, am Telefon geschnitten und hochgeladen. Die Devotionalien waren überall anzutreffen. Bilder von Marienverehrung sind in Altötting allgegenwärtig. Meist handelt es sich um Dankbotschaften an die Mutter Gottes, mal als naive Malerei, mal als Spruch, mal als Kunstwerk. Aber die Botschaft ist überall die gleiche: Der Gläubige dankt Maria für ihre Hilfe. Das hat mich als Mensch berührt. Ich halte es wie Friedrich I. und erlaube mir kein Urteil: „Jeder soll nach seiner Façon selig werden.“

Der Pilgerzug nach Altötting wird von Sanitäts- und Rettungs-Fahrzeugen des Roten Kreuzes begleitet. Vier Ärzte und 40 Rot-Kreuz-Helfer stehen für die Pilger bereit, 100 Polizeibeamte sichern die Strecke. Auch ein Hubschrauber schwebt über den Pilgerzug. Der Pilgerzug geht von Regensburg über Sünching, Geiselhöring und Dingolfing nach Altötting.

Friseurwallfahrt nach Andechs

Friseurwallfahrt nach Andechs

Es ist für mich bewundernswert so eine Wallfahrt durchzuführen, daher Chapeau für die Regensburger Pilger. Ich hätte nicht die Power dazu. Für einen Kunden habe ich verschiedene kleinere Wallfahrten dokumentiert, die deutlich weniger strapaziös waren. Es handelte sich um die Wallfahrt der bayerischen Friseure auf den heiligen Berg nach Andechs. In diesem Jahr wird die 11. Friseurwallfahrt durchgeführt. „Diese Wallfahrt ist ein klares Zeichen des Zusammenhalts und des Austausches“, so Landesinnungsmeister Andreas Popp. „Ein Zusammenschluss zu einer Friseurinnung bedeutet nicht nur fachlichen Austausch und wirtschaftliche Vorteile, sondern auch Geselligkeit und Kommunikation.“ Die vier Kilometer lange Wanderung von Herrsching nach Andechs durch das Kiental dauerte eine Stunde. Bei dem Weg durch das Kiental handelt es sich um einen der bekanntesten und auch schönsten Wanderwege der Gegend. Feierlicher Höhepunkt war ein Gottesdienst in der vollbesetzten Klosterkirche. Auch dieses Jahr wird zum 125jährigen Bestehens des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks ein Festgottesdienst stattfinden. Termin ist der 24. Juni.

 

Social Media im Weltraum: Mein Held Chris Hadfield

15. Mai 2013
Foto: Hadfield

Foto: Hadfield

Unsere Familie erlag schon immer den Raumfahrtvirus. Die Reise ins All faszinierte mich mein Leben lang. Meine Eltern erzählten mir immer, wie ich als Baby die Mondlandung verfolgte. Ich weiß nichts mehr davon, aber es gibt ein Foto, auf dem ich als kleiner Stöpsel vor dem Grundig-Fernseher saß. Ich hatte Modellbausätze von Mondfähren und Neil Armstrong hing als Bild bei mir im Kinderzimmer. Später war ich Fan des Space Shuttle-Programms, war erschüttert über die Abstürze und verfolgte im Netz den Start des letzten Shuttles. Als Sonden auf dem Mars landeten, war ich auch im Internet dabei. Und so natürlich auch jetzt beim Flug des Astronauten Chris Hadfield.

Via Twitter verfolgte ich seine Erlebnisse out of Space und seine Arbeiten auf der ISS. Ich bin mir sicher, so manchen alten Nasa-Recken ist so viel Kommunikation des Kanadiers ein Grauen, aber Chris Hadfield macht es richtig. Er hat die neue Welt verstanden und wirbt für sich, seinen Beruf und seine Mission. Er nutzt soziale Netzwerke, allen voran Twitter, Facebook und YouTube. Ich bekam Tränen in den Augen als er David Bowie Space Oddity bei seiner Rückkehr von der ISS interpretierte. Major Tom kommt heim. Besser kann Werbung für Raumflüge nicht sein. Das erste Musikvideo der Raumfahrtgeschichte ist ein Hammer.

Frankische Spezialitäten beim Metzgerbräu in Ützing

3. Mai 2013
Im Dorfladen gibt es leckere Spezialitäten aus Franken.

Im Dorfladen gibt es leckere Spezialitäten aus Franken.

Franken ist für mich immer eine kulinarische Reise wert. Bei einem Seminar in der Nähe der Korbmacherstadt Lichtenfels machte ich mit meinem Kollegen Thomas Gerlach Station beim Metzgerbräu in Ützing. Den Tipp dazu bekamen wir übrigens von Gästen im Spielcasino Bad Wiessee – so spielt das Leben.

Der Metzgerbräu wird umgetrieben von Manfred Reichert. Er braut seit über 20 Jahren Bier und treibt eine Metzgerei um. Irgendwann kam er auf die Idee, das Bier in den Wurstbottichen zu brauen und machte sich damit einen Namen in der Region. Die fränkische Wurst schmeckt fantastisch, vor allem der Schinken aus der hauseigenen Räucherkammer kann sich sehen lassen. Der Schinken wird etwas eine Woche geräuchert und erhält durch den Rauch einen fabelhaften Geschmack. Heute betriebt Manfred Reichert zudem noch eine Gastwirtschaft und einen urigen Dorfladen. Und damit nicht genug: Im Hauptberuf ist er bei der Post beschäftigt. Über mangelnde Beschäftigung kann sich der Metzgerbräu nicht beklagen.

Freundliche Begrüßung mit einem Bier durch einen Gast. So mag ich Franken.

Freundliche Begrüßung mit einem Bier durch einen Gast. So mag ich Franken.

Der kleine Dorfladen im Keller ist Kommunikationszentrum des kleinen Ortes Ützing. Kaugummis liegen neben Waschmittel, Dosenwurst steht neben Backpulver, Sekt ist aufgereiht neben Cola. Gemüse aus der Region ist ebenso zu finden wie frische Wurstwaren und schmackhaftes, selbstgebrautes Bier.

Fremde wie wir werden von den Einheimischen gleich eingeladen, ein Seidla Bier zu trinken. Ein Seidla ist in Franken ein halber Liter, wird serviert im Steinkrug und das Bier schmeckt wunderbar. Der Preis ist 1,80 Euro – also nichts für Münchner Verhältnisse aus denen ich komme. Wir bekommen gleich den Dorfklatsch mit. Im Dorfladen steht ein Stehtisch. Dort versammeln sich die Einheimischen, um Neuigkeiten auszutauschen. Ab und zu kommen Dorfbewohner herein, um Kleinigkeiten einzukaufen.

Der Eingang zum Dorfladen.

Der Eingang zum Dorfladen.

Die fränkischen Spezialitäten gibt es frisch, aber auch in Dosen. Brautwurstfülle, Rehragout, Entenjung, Presssack. Die Dosen werden mittlerweile auch per Post verschickt. Ein Anruf beim Metzgerbräu in Ützing genügt. Einen Online-Shop mit regionalen Produkten gibt es (noch) nicht. Manfred Reichert denkt darüber nach, aber in Franken will alles gut überlegt sein.

Welche Dosen soll ich alles kaufen?

Welche Dosen soll ich alles kaufen?

 

Überwachungskameras in New York

30. April 2013
Alte Kodak Instamatic Kamera in einem Modegeschäft - nicht zur Überwachung.

Alte Kodak Instamatic Kamera in einem Modegeschäft – nicht zur Überwachung.

Nachdem ich die Diskussionen um Videoüberwachung in unserem Land verfolge, erinnerte ich mich an meinem jüngsten USA Aufenthalt. Dort machte ich auch in New York City Station. Wer aufmerksam durch die Straße von Manhattan geht, sieht sie an jeder Ecke, an vielen Hauseingängen, Straßenlaternen oder offen auf Kreuzungen: Überwachungskameras.

Big Brother oder Helfer gegen Verbrechensbekämpfung?

Big Brother oder Helfer gegen Verbrechensbekämpfung?

Amerikanische Bekannte sagten mir den alles entwaffenden Satz: Wenn du nichts zu verbergen hast, dann ist es ja kein Problem für dich. Die Videoaufnahmen in Boston geben dieser Argumentation recht. Wir Deutschen tickern aber in dieser Beziehung anders. Nach zwei Diktaturen in unserem Land, wollen viele von staatlicher Überwachung nichts wissen. Wobei ich unsere freiheitliche Demokratie nicht mit den braunen oder roten Diktatur vergleichen will. Hier ein paar Eindrücke von den USA. Die Rückschlüsse muss bitte jeder persönlich für sich selbst ziehen.

Polizeitrucks mit Technik vollgestopft.

Polizeitrucks mit Technik vollgestopft.

Unübersehbar: Überwachungsturm der New Yorker Polizei vor dem neuen World Trade Center.

Unübersehbar: Überwachungsturm der New Yorker Polizei vor dem neuen World Trade Center.

 

Make Munich – 3D-Drucker in München

22. April 2013
Blick auf die Messestände in der Tonhalle München.

Blick auf die Messestände in der Tonhalle München.

Bei einem Besuch der Make Munich habe ich die Zukunft von Produktion gesehen. Die Make Munich war die erste Creativmesse ihrer Art, durchgeführt in der Tonhalle München. Sie zeigte den aktuellen Stand von 3D-Druckern und Laser Cutting und sie zeigte vor allem, wohin sich der Trend von Produktion bewegt.

Auslöser war das Buch Makers: Das Internet der Dinge von Chris Anderson, der uns u.a. schon mit Internet-Wirtschafstheorien wie Long Tail versorgt hatte. Anderson, einstmals Chefredakteur des Wired-Magazins, ist heute Besitzer bei der 3D-Drucker Firma MakerBot. Besitzer ist Bre Pettis. Sie war über den deutschen Händler Hafner‘ s Büro auf der Make Munich vertreten. Eindrucksvoll demonstrierten Mitarbeiterinnen die Chancen für 3D-Druck für jedermann über den MakerBot Replicator 2, der uns natürlich vom Namen her an die Repliaktoren bei Star Trek erinnerte. Die mögliche Schichthöhe von 100 Mikrometer – weniger als die Dicke eines Haares – ermöglicht eine glatte Oberfläche ohne weiteres Abschleifen oder Nachbearbeiten. Über 280000 3D-Modelle gibt es inzwischen kostenlos im Netz auf den Plattformen thingiverse oder grabcad.

MakerBot hat sicherlich zur Popularität von 3D-Druckern beigetragen.

MakerBot hat sicherlich zur Popularität von 3D-Druckern beigetragen.

Faszinierend, wie ein 3D-Objekt im Druck entsteht.

Faszinierend, wie ein 3D-Objekt im Druck entsteht.

Aber auch fabbster, neben Google Sponsor der gelungenen Veranstaltung, war mit von der Partie. Sie zeigten den fabbster 3D-Drucker mit seiner Technologie für das Aufschmelzen des Kunststoffmaterials ein. Gefüttert wird der Drucker mit Plastikstangen, den gezahnten Like Sticks. Präzise dosiert entsteht so ein 3D-Bauteil.

fabbster ist ein Anbieter aus Deutschland mit überzeugendem Konzept.

fabbster ist ein Anbieter aus Deutschland mit überzeugendem Konzept.

Gezahnte Plastikstangen sorgen für den Nachschub.

Gezahnte Plastikstangen sorgen für den Nachschub.

Gut gefallen hat mir neben einem Open Source Schredder auch die Arbeiten von Scope for design. Hier wird Schmuck, aber auch ganze Lampen im 3D-Druck hergestellt. So entstehen absolute Unikate durch Kreative des 21. Jahrhunderts.

Schmuck und Lampen im 3D-Druckverfahren bei Scope for Design.

Schmuck und Lampen im 3D-Druckverfahren bei Scope for Design.

3D gehört die Zukunft.

3D gehört die Zukunft.

Und hier noch ein Abschluss-Statement nach der Messe durch meinen Kollegen Thomas Gerlach und mich. Die Messe öffnete uns die Augen.

Pop Art-Künstler Charles Fazzino verziert mein iPad

16. April 2013

Künftig trage ich Kunst immer mit mir herum. Der internationale Top-Star der Pop Art Charles Fazzino verzierte mein iPad. Bei einer Vernissage seines neuen München Werkes in der Münchner Zweigstelle der Galerie Mensing packte ich die Gelegenheit beim Schopfe und ließ mein iPad zum Kunstwerk erheben.

Mein iPad mit einer Zeichnung von Charles Fazzino.

Mein iPad mit einer Zeichnung von Charles Fazzino.

Ich reichte dem Künstler mein Apple Device und bat ihn, New York auf dem Rücken des Gerätes zu zeichnen. Zunächst verstutzt machte sich Charles Fazzino ans Werk und hatte nach rund 2 Minuten ein wunderbares Kunstwerk geschaffen. Andere Besucher der Ausstellung ließen sich Bücher und Eintrittskarten signieren, mit meiner iPad-Aktion war ich sicherlich der Hingucker der Vernissage.

Charles Fazzino ist einer der bekanntesten Künstler Amerikas. Der Pionier und Top-Star der 3-D-Pop-Art ist ein wahrer Geschichtenerzähler und macht Gute-Laune-Kunst, die ansteckend wirkt. Der 1956 in New York geborene Fazzino studierte Kunstgeschichte an der Parson′s School of Design, der bekanntesten Kunstgewerbeschule Manhattans. Seine Karriere begann er als Straßenkünstler und verkaufte seine Acrylbilder auf Outdoor-Kunst-Festivals in New York. Sammler und Kunsthändler erkannten schnell sein Talent und Potenzial, die ihn zu einem ebenso gefragten wie beliebten Künstler machten.

Charles Fazzino ist ein umgänglicher Typ. Nachdem er einige seiner Bilder bei der Galerie Mensing verkauft wurden, griff er spontan zum Stift und zeichnete auf der Rückseite eines Bidler ein weiteres Kunstwerk.

Auf die Rückseite eines Bildes malte der Künstler spontan ein zweites Bild.

Auf die Rückseite eines Bildes malte der Künstler spontan ein zweites Bild.

Aus Fazzios von Comics  inspirierten Bildern spricht  das quirlige  Leben und  lebendige  Flair berühmter Metropolen, insbesondere das seiner  Heimatstadt New  York. Gleichsam zählen Sportarenen, Ikonen wie Marilyn Monroe sowie  Figuren  aus

der  Disney-Welt zu Fazzinos bevorzugten Motiven. Die farbenfrohen 3-D-Multiples versprühen pure  Fröhlichkeit und  lassen einen  das Dargestellte hautnah erleben. Die Kunstwerke  des  New  Yorker Malers werden weltweit  in über  600 Galerien gezeigt. Zu Fazzino Fans gehören prominente Zeitgenossen wie Phil Collins, Julia Roberts bis hin zu Gloria von Thurn und Taxis und Schauspieler Uwe Ochsenknecht. Und ich habe mit dem iPad einen einmaligen Fazzino zu Hause.

Creativmesse München 2013 – es besteht Verbesserungsbedarf

15. April 2013

Creativmesse in München und da musste natürlich unsere bastelverrückte Familie hin. Hier basteln alle für ihr Leben gerne, vor allem K2 hat einen enormen Kleberverbrauch. Da ist es sinnvoll sich auf einer Creativmesse ein paar Anregungen zu holen. Knapp 80 Aussteller hatte die Veranstaltung in den Räumen der MTC word of Fashion in München. Die Kinder genossen die Workshops, aber ich selbst war über so manchen Aussteller enttäuscht. Anregungen gab es, aber auch zuhauf Optimierungsbedarf.

Creativ1

Vieles wirkte amateurhaft. Einige Stände waren eine bessere Flohmarkt-Präsentation. Das muss kein Nachteil sein, aber oftmals war die Standpräsentation war zum Teil komplett unprofessionell. Ein paar Tischdecken und ein paar Lampen hätten Wunder gewirkt. Und dann noch die Beratung. Ich erwarte kein geschultes Messepersonal, aber wenigstens den Mund aufmachen wäre nicht schlecht. So wunderbare Sachen wie Klöppeln hätte ich gerne K1/2 gezeigt, aber nicht bei der Präsentatorin. Erst mal anfauchen, dass die Kamera weg soll. Ja so macht man keine Werbung für sein Handwerk.

Unterwäsche selbst gemacht - nette Idee bei Berlin Underwear.

Unterwäsche selbst gemacht – nette Idee bei Berlin Underwear.

Da will sich eine Branche als kreativ präsentieren, zeigt aber bei der Warenpräsentation zum Teil keine Kreativität. Auch ein paar Aussteller mehr hätte ich erwartet. Ich hätte mehr Drive erwartet, wie beispielsweise Guerilla Knitting. Es wäre doch die Gelegenheit zu zeigen, was kreative und findige Köpfe leisten können. Da bietet andere Ausstellungen mehr Weitsicht. Woll-Lust sollten die Stände vom Riegerauer Wollstadel und der Sockenmanufaktur von Martina Knaps wecken. Das Wollstadel zeigte in Workshops wie man sommerliche Rüschenschals macht, Martina Knaps, brachte individuell designte und handgefertigte Wollsocken mit, Wolle und Zubehör und gibt Strickanleitungen. Auch habe ich gemeinsame Tätigkeiten vermisst. Und sei es nur eine große Lego-Bauaktion, an dem die Besucher gemeinsam etwas kreieren können. Ob das unter das Do it yorself-Motto der Veranstalter fällt, muss jeder für sich selbst beurteilen. Ich hätte auch gerne etwas über Modellbau gesehen, aber auch da habe ich nichts gefunden. So war die Veranstaltung brav, bieder und konservativ. Der digitale Kreativbereich war nicht dabei, dafür gab es Stände, die natürlichen Brotaufstrich oder Gemüsehobel verkaufen. Was soll jetzt das? Wenn schon Kochen, dann kreatives Kochen.

Was hat dieser Stand auf einer Creativmesse zu suchen?

Was hat dieser Stand auf einer Creativmesse zu suchen?

Dennoch: Die Kinder hatten bei den zahlreichen Workshops viel Spaß. Da machte es auch nichts, dass die Teilnahme ein paar Euro kostet. Gamification wäre ein super Ansatz für ein Messekonzept gewesen, aber nix da. Die Kinder konnten ausprobieren und ihre Sinne schweifen lassen. Das hat durchaus Spaß gemacht und gilt es auszubauen. Bei uns kam gut an Spiegelmosaike kleben und Sandbilder malen hervorragend an.

Eindrucksvoll auch die Arbeiten der symapthischen Korbflächterin Elisabeth Kaaf aus dem Raum Lichtenfels, der deutschen Korbstadt. Sie zeigte traditionelle Handwerkskunst und gab Inspiration. So stelle ich mir eine Creativmesse vor und nicht nur Einkaufen/Verkaufen. Glaskugeln, Karten u.a. bekomme ich übers Internet auch, aber Inspiration durch Anfassen ist doch die Lösung. Witzig war auch Herdin Radtke. Der malenden Künstler Herdin Radtke zeigte mit langem Haar und Strohhut die Öl-Malkunst des Pomponismus – Wellness für die Seele. das war Show. Nett fand ich auch die selbstgestaltete Unterwäsche von Berlin Underwear. Nette Ideen, die mich inspirierten und Spaß machten.

Die Korbmacherin Elisabeth Kaaf zeigte, was mit Holz möglich ist. Wunderbar.

Die Korbmacherin Elisabeth Kaaf zeigte, was mit Holz möglich ist. Wunderbar.

So pflegt Herdin Radtke das Image des Künstlers.

So pflegt Herdin Radtke das Image des Künstlers.

Faszinierend: Die Wächter der Zeit von Manfred Kielnhofer

11. April 2013

Durch meine Bekannte Tanja Kaiser wurde ich auf die Wächter der Zeit gebracht. Sie besuchte Stuttgart und kam mit den Kunstwerken am Schlossplatz in Kontakt und veröffentlichte Fotos in ihrem Blog.

Wächter der Zeit. Foto: Kaiser

Wächter der Zeit. Foto: Kaiser

Die Wächter der Zeit sind eine Idee des Künstlers Manfred Kielnhofer. Die Wächter sind Figuren, die an einen Mönch erinnern. 2006 tauchten die Wächter erstmals in Kielnhofers Werk auf und reisen seitdem an verschiedene Orte der Welt. Überall wo sie erscheinen, sorgen sie für Gesprächsstoff und sie sind eindrucksvolle Fotomotive. Unlängst waren sie eben in Stuttgart, aber auch schon an zahlreichen anderen Orten wie unter anderem Berlin. Dort waren sie 2011 und 2012 zu Gast beim Festival of Lights, denn gerade in Verbindung mit Lichteffekten haben die Wächter eine noch stärkere Wirkung. Im Rahmen des Festivals hatten sich fünf leuchtenden Skulpturen des Lichtkünstlers Manfred Kielnhofer auf eine 12-Nächte-Tournee durch die Hauptstadt begeben. Jeden Abend machten fünf Wächter der Zeit an einem anderen prominenten Ort in Berlin Station. Bei Flickr gibt es zahlreiche Bilder vom Berliner Auftritt.

Der Künstler hinter den Wächtern heißt Manfred Kielnhofer. Er wurde 1967 geboren und arbeitet als Maler, Bildhauer und Fotograf. Der gebürtige Österreicher ist zudem seit 2000 als freischaffender Künstler tätig. Die Wächter der Zeit, mystische Skulpturen, sind seit vielen Jahren durch Museen und Ausstellungen. Das Geheimnisvolle, das Mystische treffen den Nerv der Zeit. Die schichte Kutte fokussiert auf den Kopf. Doch unter der Kapuze ist nichts, ein Loch. Es entsteht beim Betrachten eine Sogwirkung. Die Gedanken fangen an zu wandern. Mir macht es einen riesigen Spaß, die Wächter der Zeit zu beobachten und

Im Jahr 2012 gab es Mini-Skulpturen der Wächter der Zeit in limitierter Auflage. Die Skulpturen sind 54x36x34 Zentimeter groß. Ich musste mir eine limitierte, signierte Figur kaufen und bin schwer begeistert von ihr. Sie sitzt auf einem Balken bei mir im Büro und dient als Blickfang. Das Video zeigt ein Unboxing meiner Figur in Bronzefarbe.

 

Mallorca: Deutscher Künstler Jochen Maiwald

20. März 2013

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Die ITB ist zu Ende und weiterhin fest steht: Mallorca bleibt die Lieblingsinsel der Deutschen. Im vergangenen Jahr besuchte ich die Insel nach einem Tipp eines Kollegen. Nicht Ballermann stand auf dem Programm, sondern Erholung. Und als  Menschenfreund suchte ich immer wieder interessanten Originalen – dabei traf ich auf Jochen Maiwald.

Maiwald wurde 1953 in Wolfenbüttel geboren. Seit 1989 lebt und arbeitet er auf Mallorca. Im Moment ist sein Atelier und seine Galerie in Santanyi. Im Mittelpunkt des Ortes stellt er seine Gemälde im Atelier art5 in der Nähe der zentrale Kirche aus. Mittwochs und Samstags ist das Atelier von 10 bis 13:30 Uhr geöffnet – zu diesen Zeiten findet der Markt in Santanyi und die Chance auf Touristen und auf Käufer ist hoch.

Kunst3

„Mit meiner Kunst symbolisiere ich die Schönheit und Reinheit der Natur und des Lebens“, sagt Jochen Maiwald. „Es ist Kunst für diejenigen, die in der Einfachheit das Glücklichsein erkennen, und mit positiven Gefühlen die kleinen Wunder der Welt neu entdecken wollen.“ Klingt ein wenig esoterisch, aber ein paar Sachen haben mir gut gefallen. Vor allem die Variationen mit Fischen und Schafen haben es mir angetan. Sein wichtigstes Bild ist sicherlich United. Es stellt einen großen Fisch dar, der aus 500 kleinen Einzelfischen besteht. Es zeigt die Energie, wenn etwas sich zu einem großen Ganzen vereinigt. Jochen Maiwald schreibt dazu auf seiner Website: „Das Symbol des Fisches, der Assoziationen zum Wasser, dem Element des Lebens hervorruft, aber auch als urchristliches Bild bekannt ist, taucht immer wieder in unterschiedlichsten Formen auf.“ Bei meinem nächsten Besuch auf der spanischen Insel werde ich sicher wieder vorbeischauen.

Kunst1

 

New York: Rolltreppefahren bei Shoppen Macy‘s

19. März 2013

Treppe4

New York heißt für mich auch immer Shoppen bei Macy‘s. Auch wenn sich für mich die Ära der Kaufhäuser sich dem Ende zuneigt, sollte der New York-Tourist das größte Warenhaus der Welt an der Ecke 34th Street und Broadway besichtigen. Unbedingt, denn auf rund 198.500 Quadratmeter arbeiten 3000 Menschen auf zehn Etagen. Wer dort einkauft will, sollte sich an der Information einen kostenlosen Macy‘s Visitor Saving Pass besorgen. Damit spart der preisbewusste Einkäufer und Schnäppchenjäger nochmals 10 Prozent.

Treppe3

Das Ambiente ist toll. Im Parterre hängen große Kronleuchter von der Decke und zeugen von dem Erfolg vergangener Tage. Aber ich muss zugeben, am eindrucksvollsten fand ich bei alle dem Luxus das Fahren mit den alten hölzernen Rolltreppen. Sie verbinden Etage um Etage und sind in der Mitte des großen Gebäudes zu finden. Anders als heutige Metalltreppen, strahlen die Rolltreppen bei Macy‘s einen besonderen Flair aus: Es rumpelt schön, ein technisches Dahingleiten wie die moderne Treppen aus Metall. Sie sind zudem deutlich enger. Sie gelten als eine der ersten Rolltreppen überhaupt. Natürlich gab es Rolltreppen bereits früher schon. 1895 wurden eine Fahrtreppe als eine Attraktion in einem Vergnügungspark auf Coney Island erstmals betrieben. Diese Fahrtreppe wurde von Jesse W. Reno erfunden, dem am 15. März 1892 das beantragte Patent zugesprochen wurde. Aber die Rolltreppen in Macy‘s sind für mich etwas besonderes und jeder New York-Fan sollte sie sich einmal ansehen und darauf fahren – es kostet garantiert nichts.

Treppe1

Treppe2