Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Mein Schuhtick: Flamenco von Mascolori

20. November 2013

schuh

Ich geb es ja zu, ich habe einen kleinen Schuhtick. Er ist nicht so groß, aber ganz klar vorhanden. Normalerweise haben diesen Tick die Frauen, aber ich gestehe: Ich mag einfach Schuhe, schöne Schuhe. Meine Frau kann auf Veranstaltungen ausgefallene Kleidung tragen, bei mir ist es in der Regel ein schwarzer Anzug. Viel Platz für Extravaganzen bleibt da nicht. Vielleicht hier mal eine farbige Fliege oder ausgefallene Manschettenknöpfe, aber die wunderbaren Variationen meiner Frau habe ich klamottentechnisch nicht zu bieten. Weißes Hemd und schwarzer Anzug.

Und so trage ich eben zur Arbeit ein paar ausgefallene Schuhe. Soeben kam wieder eine Lieferung. Ich habe dieses Mal bei Mascolori online eingekauft und wählte das Modell Flamenco. Die handgefertigten Schuhe des Spaniers Pepe Milán sind schon etwas auffällig, passen aber hervorragend zum schwarzen Anzug (finde ich). Die Schuhe sind bunt und bringen etwas vom Sommer in meine Tagungen und Seminare im Herbst. Mir gefallen sie, ich hoffe, meinen Kunden auch.

 

Müll-Alert für Kommunen

7. November 2013

Ich berate immer wieder Bürgermeister und Kommunalpolitiker in Sachen Social Media. Vor kurzem hatte ich eine ganz nette Idee, die Bürgernähe zeigt und auch ganz einfach umzusetzen ist. Ich will sie gerne diskutieren. Es ist eine Alert Mail für die anstehende Leerung der Mülltonnen.

Ich hätte gerne eine E-Mail zur bevorstehenden Leerung der Mülltonne.

Ich hätte gerne eine E-Mail zur bevorstehenden Leerung der Mülltonne.

Folgendes Problem: Bei uns auf dem Land wird im regelmäßigen Rhythmus die Mülltonne geleert. Das ist normalerweise an einem Dienstag. Die Papiertonne wird an einem anderen Rhythmus am Donnerstag abgeholt. Und die Biotonne ist wiederum an einem anderen Tag fällig. Ich habe zwar von der Gemeinde einen entsprechenden Müllkalender aus Papier am Anfang des Jahres bekommen. Wenn ich den nicht sofort in unseren elektronischen Familienterminkalender übertragen hätte, wäre der Zettel schon längst verloren und ich müsste den Terminen immer hinterher rennen.

So geht es übrigens einem Nachbarn, der im Laufe des Jahres in unsere Gegend gezogen ist und diesen Müll-Kalender aus Papier scheinbar nicht bekommen hat. Er orientiert sich immer abends, welche Art von Tonne auf der Straße steht und stellt seine eigenen Tonne dazu. Oftmals ist es für ihn aber Glückssache, denn er verpasst schon mal eine Leerung.

Wie wäre es dann, wenn meine Gemeinde eine Art Müll- und Werkstoffmeldesystem entwickeln würde? Ein Müll-Alert per Mail. Einfach die entsprechenden E-Mail-Adressen der Bewohner auf freiwilliger Basis einholen und am Tag zuvor rechtzeitig per E-Mail auf die Leerung der jeweiligen Tonne hinweisen. Die Kosten wären minimal, aber die Bürgernähe wäre enorm.

Gerade an Feiertagen würde sich das System bewähren. An Feiertagen verschiebt sich nämlich die Leerung der Mülltonnen und oftmals herrscht Ratlosigkeit, wann welche Tonne geleert wird. Also, meine Damen und Herren Kommunalpolitiker, das wäre eine einfache Lösung, die es umzusetzen gilt. Oder liege ich falsch?

 

Line Extensions für Buchhandlungen durch Hergo-Schmuck

2. November 2013

Buchhandlungen verlieren immer mehr an Umsatz. Die Kunden bleiben fern und bestellen ihre Bücher lieber bei Amazon als im örtlichen Buchladen. Außerdem etabliert sich in Deutschland das eBook als Alternative zum traditionellen Papierbuch.

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Jetzt gilt es für Buchhandlungen auf neue Konzepte zu setzen. Die Idee, auch CDs, DVDs oder gar Spiele und Spielzeug zu verkaufen, ist nicht neu. Ich habe mich mit Oliver Czelniak von Hergo auf dem Beauty Forum in München getroffen. Hergo verkauft erfolgreich Schmuck und zwar in Schreibtwarenläden, Buchhandlungen und auch in Friseursalons. In der Verlagsbranche hieß das früher Line Extension – das Angebot wird um attraktive Waren erweitert.

Dafür liefert Hergo gleich ein komplettes Sortiment mit Ständern. Siehe da, das Konzept funktioniert. Oliver Czelniak kann von erfolgreichen Abschlüssen berichten. Viele Buchhandlungen müssten allerdings über ihren Schatten springen und konsequent ihr bisheriges Modell in Frage stellen. Das fällt freilich so manchen Buchhändler schwer – vielleicht ist der Leidensdruck noch nicht so groß.

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Die ganze Sache passt natürlich auch ideal in Friseursalons. Dort trifft man in der Regel auf ein modeaffines Publikum. Ich spreche ausdrücklich nicht von den 10 Euro Billigfriseuren, sondern von den Salons mit gutausgebildeten Mitarbeitern.

Ich fand die Idee hervorragend und für überlegenswert. Daher habe ich ein kleines Interview mit Oliver Czelniak gemacht.

Weniger Fischgeruch an den Händen durch Edelstahlseife

29. Oktober 2013

Ich bin ja grundsätzlich ein sehr skeptischer Mensch. Aber ich bin auch begeisterungsfähig, Das hängt wie immer von den Dingen ab. Und jetzt wollte ich es wissen: Funktioniert eine Edelstahlseife oder nicht?

Nachdem ich als Freiberufler von zu Hause arbeiten kann, bin ich oftmals auch für das Kochen zuständig. Aufgrund einer Augenkrankheit muss ich viel Omega 3-Fettsäuren zu mir nehmen. So habe ich mich zu einem Fischesser entwickelt. Mindestens vier mal die Woche kommt frischer Fisch auf dem Tisch. Er wird angereichert unter anderem mit Knoblauch. Das Resultat schmeckt in der Regel hervorragend, wenn nicht dann der Geruch an den Händen wäre. Trotz Seife bleibt der Geruch von Fisch, Zwiebeln oder Knoblauch an den Händen haften. Exzessiv Seife verwenden will ich dann aber auch nicht.

fisch

Meine Frau machte mich auf eine Edelstahlseife aufmerksam. Sehr skeptisch bestellte ich mir bei Amazon so eine Seife in Ei-Form. Und siehe da, das Zeug funktioniert. Die Hände mit Ei werden 30-40 Sekunden unter fließendem Wasser gerieben und es passiert ein chemisches Wunder. Die Hände riechen deutlich weniger nach Fisch, Zwiebeln oder Knoblauch.

ei

Wie funktioniert das? In Wikipedia habe ich folgendes gelesen: Es wird eine katalytische Wirkung vermutet. Mein Ei geht vorübergehend eine Verbindung mit den geruchsauslösenden Stoffen an den Händen ein und ermöglicht dadurch deren Oxidation in wasserlösliche und nicht gasförmige Substanzen. Eine andere Erklärung ist die Adsorption der Geruchsmoleküle am Edelstahl. Es gibt aber auch genauso viele Berichte, dass es nicht funktioniert.

Als ich von meinem Kauf meinen Facebook-Freunden berichtete, erhielt ich sehr viel positive Resonanz. Bei vielen scheint so eine Edelstahlseife im Einsatz zu sein. Ein Kollege liegt mir sogar, auf das Ei zu verzichten und die Hände an der Edelstahlamatur des Wasserhahns zu reiben. Das funktioniert ebenso. Ich habe es ausprobiert, und es funktioniert. Dennoch bleibe ich aus optischen Gründen bei meinem Amazon Ei.

Wagner Karten online: Was für ein Mist

24. Oktober 2013

Ich muss ehrlich zugeben, am Sonntagabend 13. Oktober war ich wirklich stocksauer. Als Wagner Fan wollte ich die Gelegenheit nutzen, erstmals online Karten für die Bayreuther Festspiele zu erwerben. Dies war uns Fans für 2013 als neuer Service für die Saison 2014 angekündigt worden.

karten

Da ich am Sonntag arbeiten musste, habe ich mir für den Online Reservierung extra eine gewisse Zeit freigeschlagen. Um Punkt 18:00 Uhr rief ich die entsprechende Webseite in Bayreuth auf und musste feststellen, dass nichts, überhaupt nichts ging. Das selbstgestrickte PHP ist einfach zusammengebrochen. Irgend eine Agentur hat wohl schnell mal die Seite aufgesetzt, ohne sie unter Volllast zu testen. Volllast bedeutet, die gesamten Wagner-Fans weltweit sind um 18:00 Uhr auf diese Seite gegangen und siehe da, der Server ist zusammengebrochen. Ich kenne ja den Ansturm auf Websites, das letzte Mal beispielsweise auf die WWDC-Seite von Apple, wo innerhalb von 7 Sekunden alle Karten ausverkauft waren. Aber die Apple-Seite blieb am Netz und weiter, auch wenn die Karten innerhalb von sieben Sekunden verkauft waren. Vielleicht hätte die Familie Wagner einen Cloud-Dienst von Amazon bemühen können, die gewisse Erfahrung mit Ansturm auf Webseiten haben. In Bayreuth waren es wohl 5,3 Millionen Seitenaufrufe und ich war einer von ihnen.

Mit der Gattin in Tannhäuser 2013. Wie komme ich an Karten für 2014?

Mit der Gattin in Tannhäuser 2013. Wie komme ich an Karten für 2014?

In den entsprechenden Wagner-Foren im Netz, auf Facebook und via E-Mail wurde auf den 18:00 Uhr Termin hingewiesen. Da ist es doch kein Wunder, dass bei einer selbst gestrickten Lösung der Server abschmiert muss. Und wie ein Depp sitze ich vor dem Rechner und versuche Karten für Tannhäuser, Parzival oder ein anderes Bühnenstück von Richard Wagner zu erhalten. Denkste, nix ging bei mir. Bei anderen Wagner-Kunden kam es zu einer eklatanten Datenpanne. Adressen anderer Kunden wurden eingespielt, falsche Rechnungen verschickt. Alles an allen ein Supergau in Sachen Datenschutz. Immer wieder wurde über Hackerangriffen und ähnlichen philosophiert, um einen Schuldigen zu finden. Dabei ist es wohl das eigene Unvermögen gewesen, den großen Datenmengen Herr zu werden. Liebe Familie Wagner, nehmt einfach mal Leute, die sich damit auskennen. Bei der Musik setzt ihr auch auf absolute Qualität. Bei der Online-Technik wohl nicht. Schade, Chance vertan. Es stellt sich mir die Frage: Wie komme ich an Bayreuth-Karten für 2014? Jemand eine Idee?

Ich fand Tannhäuser 2013 grausam, aber ich war dabei.

Ich fand Tannhäuser 2013 grausam, aber ich war dabei.

Halloween im Legoland

23. Oktober 2013

Zu Saisonende musste natürlich die Familie noch einen Besuch im Legoland Günzburg durchführen. Im Mittelpunkt des familiären Interesses stand die Halloween-Ausstellung. Hier hat sich die Legolandtruppe wirklich sehr viel Mühe geben. Wäre sonst der Besuch im Freizeitpark eher Mau war, denn einige Shops hatten schon geschlossen, die restlichen Shops hatten deutlich ihre Ware reduziert. Alles in allem wäre es eher eine Enttäuschung – wäre da nicht Halloween gewesen.

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Wer sich Richtung Drachenburg aufmachte, sah vermehrt Kürbisse, Totenköpfe, Spinnen und allerlei Getier. An den Bäumen ins Hexen, Fledermäuse und ziemlich große Insekten. Die Drachenburg war wunderbar geschmeckt. Am witzigsten fand ich das Herr von Ratten dass ich von den Zinnen Richtung Shop bewegte. Im Innenbereich der Burg luden Skelette zum fröhlichen Gruseln ein.

Das ganze Ambiente hat eine sehr sehr schöne Atmosphäre. Obwohl ich kein Fan von amerikanischen Bräuchen bin, war ich voll im Halloweenfieber. Einige Besucher hatten sich als Hexen oder gar Zombies geschminkt. Es wurde sogar ein Hexenhaus aufgestellt. Dessen Inhalt konnte ich allerdings nicht überprüfen, da mir die Besucherschlange deutlich zu lang war.

Aussicht

Am Eingang der Hero Factory gab es auch ein großes Hinweisschild auf die nächste Attraktion im nächsten Jahr. Es wird wohl etwas in Sachen Raumfahrt. Ich hoffe natürlich auf eine Erweiterung des Lego Star Wars-Universums. Ich hoffe, das Niveau wieder tief in die Tasche greift und die notwendigen Lizenzgebühren an Disney entrichtet. Ich erahne es aufgrund der Schrift auf dem Plakat, aber genaueres habe ich auch nicht herausgefunden. Warten wir also auf April 2014.

Leute, schützt Bienen!

21. Oktober 2013

Ich geb es zu, ich hab einen Heidenrespekt vor Bienen. Also nicht nur vor Bienen, sondern auch Hummeln, Hornissen, Wespen und so Flugviecher. Aber nachdem meine Gattin aus einer Familie von Hobbyimkern kommt, beschäftige ich mich ein wenig mit Biene Maja und Kollegen – allerdings mit relativ großem räumlichen Abstand.

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Immer wieder diskutieren wir, ob wir nicht Bienen in unserem Garten ansiedeln sollten. Aber wir verwerfen den Gedanken angesichts der zu erwartenden Arbeit dann doch, obwohl wir wissen: Die Biene ist nützlich und liefert viel mehr als nur Honig. Derzeit muss allerdings die Bienen schlafen.

Im Grunde ist die Biene ein Nutztier wie die Kuh oder das Schwein. Wer es nicht glaubt und ein wenig Unterhaltung will, sollte sich unbedingt mit seinen Kindern Bee Movie – Das Honigkomplott von 1997 ansehen. In dem Film geht es um den verantwortungsbewussten Umgang und den Einklang mit der Natur. Ohne die Leistung der Bienen würde uns ein Drittel unserer Lebensmittel fehlen.

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Klar, wir alle genießen den Bienenhonig. Deutschland ist übrigens die Nummer eins im Honigverzehr. Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich ein Kilogramm Honig jährlich. Für unseren Honigverbrauch macht die Biene täglich rund 165 Ausflüge für jeden von uns. Unser Honig stammt direkt vom Imker und ich kann jedem den Direkteinkauf empfehlen. Bitte lasst die Industriehonige im Supermarktregal stehen und greift zum echten Bienenhonig. Der Unterschied im Geschmack ist gewaltig. Der Imker verkauft freilich nicht allen produzierten Honig. Ein Teil verbleibt bei der Biene und sorgt als Futter dafür, dass das Bienenvolk gut durch den Winter kommt.

Aber die Biene sorgt auch mit ihren Bienenwaben für Bienenwachs und damit für gemütliches Kerzenlicht. Und auch das Gift der Biene wird in der Medizin verwendet gegen Entzündungen und Rheuma. Allerdings die richtige Dosis ist entscheidend. Ich habe von Imkern gehört, die sich absichtlich stechen lassen, um Rheuma vorzubeugen.

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Die Biene ist ein Hochleistungssportler. Das kleine gelbschwarze Tier fliegt pro Tag durchschnittlich 85 Kilometer und bestäubt dabei 200 Blüten. Hey, das ist Schwerstarbeit. Für ein Kilogramm Honig fliegen Bienen etwa 240000 Kilometer, also sechsmal um die Erde.

Leider sterben immer wieder Bienenvölker. Die Varroa-Milbe schwächt die Bienen. Die Milbe, sie stammt aus Asien, ernährt sich vom Körpersaft der Biene und rottet ein Bienenvolk von innen aus. Außerdem setzt die Chemie den Bienen zu. So sagen Bienenexperten, dass Pflanzenschutzmittel die Orientierung der Bienen verwirren und so die Biene nicht mehr heim findet. Das Volk stirbt, weil es nicht mehr genug Nahrung bekommt. Vor kurzem verbot die Europäische Union drei Pestizide, weil sie als schädlich für Bienen gelten. Der Schweizer Hersteller Syngenta wehrt sich dagegen vor Gericht.

Also ich hab weiterhin Respekt vor der Biene. Aber nicht mehr so wegen eines drohenden Stichs, als vielmehr Respekt vor der Leistung der Biene.

Bierstadt Bamberg: Vom Umgang mit Bierpantschern

15. Oktober 2013

Führung

Bamberg ist Bierstadt. Und zu Bier gehört in Bayern freilich das Reinheitsgebot. Wasser, Hopfen und Malz und das war es dann auch schon, die Experten wissen Bescheid. Bei meiner Stadtführung durch Bamberg mit der wunderbaren Claudia Büttner und ihrer Agentur Abenteuer Bamberg kamen wir auch auf das Reinheitsgebot zu sprechen.

Im dunklen Mittelalter musste das Reinheitsgebot überwacht werden. Und dazu gab es eine spezielle Bierpolizei. Stadtführerin Claudia Büttner erzählte von dieser Herausforderung und welche Qualifikationen von so einem Biertester erwartet wurde. Und sie erzählte auch, was passierte, wenn ein schlimmer Finger beim Bierpantschen erwischt wurde.

 

Sehr gewöhnungsbedürftig: Das Aecht Schlenkerla Rauchbier

14. Oktober 2013

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Die einen mögen es, die anderen hassen es – dazwischen gibt es irgendwie nichts. Gemeint ist das Bamberger Rauchbier. Auf Einladung der Friseurinnung Bamberg nahm ich an einer Stadtführung zum Thema Bier durch Bamberg. Durchgeführt wurde diese Führung von Claudia Büttner und ihrer Agentur Abenteuer Bamberg.

Das Bamberger Rauchbier ist in der Tat gewöhnungsbedürftig. Mir persönlich schmeckt es nur, wenn es eiskalt ist. Daher machte ich auch beim Schlenkerla Station, um mich über die Tradition der Rauchbiere zu informieren. Das Schlenkerla ist eine der großen Traditionsgaststätten in der Bamberger Innenstadt. Sie wurde 1405 gegründet. Aecht Schlenkerla Rauchbier ist die Spezialität des Hauses. Das Aecht Schlenkerla Rauchbier ist ein sehr dunkles, untergäriges Märzenbier mit 13,5 % Stammwürze und einem Alkoholgehalt von etwa 5,1 %, so Claudia Büttner. Hier gibt es die Hardcore-Version des Biers.

Rauchbier ist dabei keine Bamberger Erfindung. Im Mittelalter hatten wohl alle Brauereien eine Art Rauchbier. Dabei wurde Malz dunkel über Feuer geröstet. Der Rauchgeschmack zieht in das Malz ein und so kam es zum Rauchbier. Die Idee dahinter ist, dass das Rauchbier länger haltbar ist. Was mit Wurst funktioniert, sollte auch mit Bier funktionieren, aber das war ein Irrtum.

Der Name Schlenkerla kommt vom Braumeister Andreas Graser. Er hatte ziemliche O-Beine und hat beim Laufen immer gewankt. Also war er gleich im Volksmund der Schlenkerla.

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Neues Hobby Drachensteigen

11. Oktober 2013

Drachen hat nicht jeder … Vielleicht kennt jemand noch das Lied aus der Augsburger Puppenkiste? Bei wunderbarem Herbstwetter der vergangenen Tage ist die Familie dem Drachen-Fieber verfallen. Dabei meine ich nicht den Drachen aus Hobbit, der uns bald ins Haus steht, sondern klassische Flugdrachen.

Die ganze Familie verbrachte einen Nachmittag beim Drachensteigen. Ich hatte noch einen alten Delta-Drachen im Keller gefunden, aber die Gattin trumpfte auf. Sie zog aus ihrem Inventar einen professionellen Lenkdrachen hervor, den sie zudem noch hervorragend beherrschte. Ich stellte mich eher unprofessionell an, um es einmal diplomatisch auszudrücken.

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Drachen waren in meiner Jugend ein simples Holzkreuz und eine Plastikplane mit Aufdruck. In der Regel war es ein Adler oder ein Bussard. Meine Mama hatte mir als Kind so ein Teil gekauft, aber ich wollte unbedingt einen Wellensittich als Aufdruck – so was gab es damals nicht. Also bin ich mit einem Weißkopfadler zum Drachensteigen gegangen und bekam auch gleich Ärger. Wir wohnten damals in der Nähe eines Militärflugplatzes und da war nichts mit Drachensteigen. Der Russe hätte ja kommen können. Am Wochenende flog die deutsche Luftwaffe im Rahmen ihrer Landesverteidigung nicht und der Russe hatte wohl auch Wochenende und ich freie Bahn für meinen Drachen. Bei meinen Kumpels machte ich Eindruck mit einem Yps Rotor-Drachen, der sich immer um die eigene Achse drehen sollte. Das tat er zeitweise, bevor er ins Flughafengelände stürzte und einkassiert wurde.

Auf jeden Fall ist die Lust auf Drachen wieder erwacht. K2 suchte sich gleich einen Einleiner aus, den es nun zu bestellen gilt. Und ich muss wirklich sagen, ich hab vor meiner Frau noch mehr Respekt als sonst. Ihre Flugkünste mit dem Lenkdrachen sind einfach spitze, während bei mir eher Geier Sturzflug angesagt war. Ich hab dagegen eine Möglichkeit gesucht, die GoPro Hero am Drachen zu festigen. Da müssten doch interessante Aufnahmen möglich sein, oder?