Posts Tagged ‘Imker’

Summ, summ, summ! Bienchen summ herum

20. Mai 2018

„Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!

Ei, wir tun dir nichts zuleide,

flieg nur aus in Wald und Heide!

Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!“

Hoffentlich bleibt dieses Kinderlied, was ich übrigens gerne gesungen habe, uns noch lange erhalten. Heute ist der Tag der Biene und machen wir es uns bewusst, dass Imker und damit die Honigbiene weniger werden und die Wildbiene aus unseren verdichteten Räumen verschwindet.

Hey Freunde, Biene Maja darf nicht sterben! Beschäftigt euch mit Bienen und wenn ihr einen Garten oder Balkon habt, dann gebt der Biene Futter und Raum. Und nicht jede hochgezüchtete Balkonblume ist Lebensraum für die Biene. 

Die Familie meiner Frau war jahrelang Imker und auf dem Familiengrundstück hatte ein älterer Herr die Imkerei, das Bienenhaus und die verschiedenen Völker übernommen. Nun ist der Mann zu gebrechlich und die Tradition der Bienenzucht und die Ausbildung zum Imker wird durch diesen Herrn wohl eingestellt. In urbanen Räumen höre ich immer wieder, dass auf Dächern Bienenstöcke angesiedelt werden. Die Imker, manches Mal ein Hobby alter Menschen, müssen mit der Zeit gehen, sonst gehen sie mit der Zeit. Ich selbst habe es mir ein paar Mal angesehen, hab aber einfach Schiss für dem Stachel der Honigbiene – und vor allem vor dem Aufwand des Imkerns. 

Aber ich helfe gerne. Unser heimischer Garten bietet den Lebensraum für Bienen. Sogar in das selbstgeklöppelte Insektenhotel meiner Kinder sind ein paar Wildbienen eingezogen. Und ich habe gelernt, die meisten Wildbienen stechen nicht. Also macht was für die Biene, damit wir weiter singen können: 

„Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!

Kehre heim mit reicher Habe,

bau uns manche volle Wabe!

Summ, summ, summ! Bienchen summ herum!“

Leute, schützt Bienen!

21. Oktober 2013

Ich geb es zu, ich hab einen Heidenrespekt vor Bienen. Also nicht nur vor Bienen, sondern auch Hummeln, Hornissen, Wespen und so Flugviecher. Aber nachdem meine Gattin aus einer Familie von Hobbyimkern kommt, beschäftige ich mich ein wenig mit Biene Maja und Kollegen – allerdings mit relativ großem räumlichen Abstand.

Biene2

Immer wieder diskutieren wir, ob wir nicht Bienen in unserem Garten ansiedeln sollten. Aber wir verwerfen den Gedanken angesichts der zu erwartenden Arbeit dann doch, obwohl wir wissen: Die Biene ist nützlich und liefert viel mehr als nur Honig. Derzeit muss allerdings die Bienen schlafen.

Im Grunde ist die Biene ein Nutztier wie die Kuh oder das Schwein. Wer es nicht glaubt und ein wenig Unterhaltung will, sollte sich unbedingt mit seinen Kindern Bee Movie – Das Honigkomplott von 1997 ansehen. In dem Film geht es um den verantwortungsbewussten Umgang und den Einklang mit der Natur. Ohne die Leistung der Bienen würde uns ein Drittel unserer Lebensmittel fehlen.

biene

Klar, wir alle genießen den Bienenhonig. Deutschland ist übrigens die Nummer eins im Honigverzehr. Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich ein Kilogramm Honig jährlich. Für unseren Honigverbrauch macht die Biene täglich rund 165 Ausflüge für jeden von uns. Unser Honig stammt direkt vom Imker und ich kann jedem den Direkteinkauf empfehlen. Bitte lasst die Industriehonige im Supermarktregal stehen und greift zum echten Bienenhonig. Der Unterschied im Geschmack ist gewaltig. Der Imker verkauft freilich nicht allen produzierten Honig. Ein Teil verbleibt bei der Biene und sorgt als Futter dafür, dass das Bienenvolk gut durch den Winter kommt.

Aber die Biene sorgt auch mit ihren Bienenwaben für Bienenwachs und damit für gemütliches Kerzenlicht. Und auch das Gift der Biene wird in der Medizin verwendet gegen Entzündungen und Rheuma. Allerdings die richtige Dosis ist entscheidend. Ich habe von Imkern gehört, die sich absichtlich stechen lassen, um Rheuma vorzubeugen.

Biene3

Die Biene ist ein Hochleistungssportler. Das kleine gelbschwarze Tier fliegt pro Tag durchschnittlich 85 Kilometer und bestäubt dabei 200 Blüten. Hey, das ist Schwerstarbeit. Für ein Kilogramm Honig fliegen Bienen etwa 240000 Kilometer, also sechsmal um die Erde.

Leider sterben immer wieder Bienenvölker. Die Varroa-Milbe schwächt die Bienen. Die Milbe, sie stammt aus Asien, ernährt sich vom Körpersaft der Biene und rottet ein Bienenvolk von innen aus. Außerdem setzt die Chemie den Bienen zu. So sagen Bienenexperten, dass Pflanzenschutzmittel die Orientierung der Bienen verwirren und so die Biene nicht mehr heim findet. Das Volk stirbt, weil es nicht mehr genug Nahrung bekommt. Vor kurzem verbot die Europäische Union drei Pestizide, weil sie als schädlich für Bienen gelten. Der Schweizer Hersteller Syngenta wehrt sich dagegen vor Gericht.

Also ich hab weiterhin Respekt vor der Biene. Aber nicht mehr so wegen eines drohenden Stichs, als vielmehr Respekt vor der Leistung der Biene.