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Tor 6 – Der Ort, an dem Maisach seine Zukunft verteidigte

26. Juli 2026

Wer heute an der Alten Brucker Straße vor Tor 6 des ehemaligen Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck steht, sieht zunächst nur zwei Informationstafeln. Doch dieser unscheinbare Ort erzählt eine der bedeutendsten kommunalpolitischen Geschichten der Region. Hier wurde über Jahre hinweg um Lebensqualität, Lärmschutz und die Zukunft einer ganzen Gemeinde gerungen. Tor 6 steht heute nicht für einen militärischen Flugplatz, sondern für den erfolgreichen Widerstand einer Bürgerschaft gegen die zivile Nutzung des Fliegerhorstes. Am 26. Juli 2010 wurde die fliegerische Nutzung von Fursty beendet. Eigentlich sollte das Gelände zivil genutzt werden, aber aufgrund russischer Aggression in der Ukraine entschloss sich der Bund das Gelände für die Grundausbildung junger Soldatinnen und Soldaten wieder zu verwenden.

Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck entstand ab 1934 als Militärflugplatz der damaligen Luftwaffe und wurde in den folgenden Jahren kontinuierlich ausgebaut. Die Start- und Landebahn erreichte schließlich eine Länge von rund 3.300 Metern bei einer Breite von 45 Metern. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten zunächst die amerikanischen Streitkräfte den Flugplatz. Ab 1956 wurde Fürstenfeldbruck zur Ausbildungsstätte der ersten deutschen Jetpiloten der neu gegründeten Bundesluftwaffe und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Luftwaffenstandorte Deutschlands. Auch das gescheiterte Befreiungsunternehmen während des Olympia-Attentats 1972 machte den Fliegerhorst weltweit bekannt.

Mit dem Ende des Kalten Krieges änderten sich jedoch die Perspektiven. Die militärische Nutzung nahm schrittweise ab. Gleichzeitig entstand Anfang der 1990er-Jahre eine neue Idee: Nach der Eröffnung des Flughafens München im Jahr 1992 sollte ein Teil der Allgemeinen Luftfahrt – also Geschäftsflugzeuge, Sport- und Privatmaschinen – auf den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck verlagert werden. Für die Gemeinden rund um den Flugplatz hätte dies tausende zusätzliche Flugbewegungen und eine erhebliche Lärmbelastung bedeutet.

Besonders in Maisach regte sich Widerstand. Die politischen Verantwortlichen erkannten früh, welches Entwicklungspotenzial die frei werdenden Flächen für die Gemeinde boten. Gleichzeitig wurde deutlich, dass eine zivile Nachnutzung als Verkehrslandeplatz die Wohnqualität vieler Ortsteile dauerhaft beeinträchtigen würde. Vor allem Maisach, Gernlinden und Malching wären von zusätzlichem Fluglärm betroffen gewesen.

Zum Gesicht dieses Widerstandes wurde der damalige Erste Bürgermeister Gerhard Landgraf. Gemeinsam mit seinem Geschäftsleiter Peter Eberlein entwickelte die Gemeinde ein alternatives Nutzungskonzept, das den Bedürfnissen der Region deutlich besser entsprach. Unterstützt wurde die Gemeindeverwaltung vom gesamten Gemeinderat sowie von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern.

Eine entscheidende Rolle spielte dabei die neu gegründete Bürgerinitiative gegen Fluglärm unter Vorsitz von Norman Dombo. Sie organisierte Informationsveranstaltungen, mobilisierte die Bevölkerung und machte deutlich, dass der Widerstand gegen den geplanten Verkehrslandeplatz weit über die Gemeindegrenzen hinaus getragen wurde. Aus einem lokalen Protest entwickelte sich eine Bewegung, deren Argumente schließlich auch in der Landespolitik Gehör fanden.

Währenddessen liefen auf juristischer Ebene zahlreiche Verfahren. Bereits 1995 beantragte die eigens gegründete Flugplatz Fürstenfeldbruck Betriebsgesellschaft die Genehmigung einer zivilen Mitnutzung. 1997 erklärte die Regierung von Oberbayern den Standort im Rahmen der Landesplanung grundsätzlich für geeignet, Teile der Allgemeinen Luftfahrt aufzunehmen. Im Jahr 1998 genehmigte die Luftfahrtbehörde sogar eine zivile Mitbenutzung des Flugplatzes mit bis zu 20.000 Flugbewegungen pro Jahr. Doch Maisach gab nicht auf. In insgesamt 15 Gerichtsverfahren zwischen 1998 und 2003 gelang es der Gemeinde, die Pläne erfolgreich anzufechten und vor dem Verwaltungsgericht sowie dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof immer wieder abzuwehren.

Den politischen Durchbruch brachte schließlich ein Antrag des damaligen Landtagsabgeordneten Reinhold Bocklet, der 2007 die Änderung des Landesentwicklungsprogramms anstieß. Ziel war ein ausdrückliches Verbot der zivilfliegerischen Nutzung des ehemaligen Militärflugplatzes Fürstenfeldbruck. Der Bayerische Landtag stimmte zu. Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde die entsprechende Änderung rechtskräftig. Damit war die zivile Nutzung des Fliegerhorstes endgültig ausgeschlossen.

Parallel dazu endete auch die militärische Fliegerei. Nach der Einstellung des Flugbetriebs wurde das Gelände schrittweise freigemacht. 2010 klagte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gegen die Flugplatz Fürstenfeldbruck Betriebsgesellschaft auf Räumung. Am 26. Juli 2010 erfolgte schließlich die Räumung – die Geschichte der Fliegerei auf „Fursty“ war beendet.

Damit begann zugleich ein neues Kapitel. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben entwickelte Maisach ein Nachnutzungskonzept. Vorgesehen wurden unter anderem ein Fahrsicherheitszentrum, Einrichtungen der Bayerischen Polizei, die Verlagerung des Sportgeländes des SC Maisach sowie der Bau der Südtangente, die heute einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsentlastung der Gemeinde leistet. Der erste Spatenstich erfolgte 2018, im Dezember desselben Jahres wurde die neue Straße für den Verkehr freigegeben.

Die beiden Informationstafeln an Tor 6 erinnern heute an diesen außergewöhnlichen politischen Erfolg. Historische Fotos zeigen Verhandlungen vor Gericht, Bürgerproteste, den symbolischen Sieg der Bürgerinitiative sowie den Beginn der neuen Infrastruktur. Das ehemalige sogenannte Crash-Tor der Flughafenfeuerwehr wurde damit zu einem Erinnerungsort für demokratisches Engagement.

Die Geschichte erhielt in jüngster Zeit noch eine überraschende Wendung. Während lange Zeit von einer vollständigen Aufgabe des Bundeswehrstandorts ausgegangen wurde, entschied das Verteidigungsministerium 2026, den Standort Fürstenfeldbruck wegen der veränderten sicherheitspolitischen Lage weiterhin militärisch zu nutzen. Statt Flugbetrieb entsteht dort nun ein neues Ausbildungsbataillon der Luftwaffe. Flugzeuge werden jedoch nicht mehr stationiert – genau jenes Ziel, für das die Bürgerinitiative und die Gemeinde Maisach jahrzehntelang gekämpft hatten, bleibt damit bestehen.

Tor 6 ist deshalb weit mehr als ein ehemaliges Werkstor eines Militärflugplatzes. Es erinnert daran, dass kommunalpolitischer Einsatz, Bürgerengagement und langer Atem Geschichte schreiben können. Wo einst Flugzeuge starten sollten, stehen heute Erinnerungstafeln. Sie erzählen von Menschen, die überzeugt waren, dass sich Einsatz für die eigene Heimat lohnt – und die bewiesen haben, dass selbst gegen große politische und wirtschaftliche Interessen ein gemeinsames Handeln erfolgreich sein kann.

Transall fliegt letztmals über Fursty

19. August 2021

Ein paar Mal bin ich mit ihr als Passagier geflogen. So richtig angefreundet habe ich mich allerdings mit dem dicken Brummer nicht. Gemeint ist die Transall. Als Nichtsoldat, aber zeitweise Militärberichterstatter durfte ich im Rumpf der Maschine auf Einladung der Luftwaffe mitfliegen. Die C-160 war mir zu laut, zu kalt und hatte auch sonst ein paar Einschränkungen, die man als Passagier von Linienmaschinen nicht kennt. Aber die Transall war ein zuverlässiger Lastenesel der Bundeswehr und ein gewohntes Bild in meinem Umfeld.

Nun ging die Ära der Transall zu Ende. Am 18. August 2021 kam es noch einmal zu einer Begegnung. Zwei Transall-Maschinen und ein Eurofighter überflogen auf einer Goodbye-Tour den ehemaligen Fliegerhorst Fürstenfeldbruck Fursty. Für mich war klar, dass ich da dabei sein wollte, wenn es vor meiner Haustür stattfindet.

Zum Abschied startete eine Transall in der Sonderlackierung als „Retro-Brummel“ eine Goodbye-Tour in Deutschlands Süden. Um 10:45 Uhr sollten die Maschinen über den wolkenverhangenen Himmel über Fürstenfeldbruck erscheinen. Es wurden ein paar Minuten später als das Brummen der Retro-Brummel zu hören war. Die 50 Tonnen schwere Maschine flog langsam dahin, daher der Spitzname Retro-Brummel.

Mit mir waren ein paar interessierte Schaulustige erschienen. Zwei Männer diskutieren über Einsatz der Maschinen, die meisten froren aber leise vor sich hin und wollten den Augenblick des Überflugs erleben. Einige hatten Kameras mit starken Teleobjektiven dabei. Ich war nur mit meinem iPhone bewaffnet – die Nikons hatte ich aus Faulheit zu Hause gelassen. Es gab einige professionelle Planespotter auf deren Bilder ich mich schon freue.
Als im August 2020 israelische und deutsche Kampfjets über Fursty flogen, war mehr Wums und Show geboten. Ich habe damals gebloggt, gefilmt und fotografiert.
Der Überflug des Trios war unspektakulär. Die Maschinen schwebten ein, flogen über den Wolkenverhangenen Flugplatz hinweg und verschwanden wieder in die Wolke – in drei Minuten war alles vorbei und die Transall ist Geschichte.

Von den 110 Transall, die die Luftwaffe seit 1968 in Dienst gestellt hatte, sind nur noch wenige flugtauglich. Bis Ende 2021 werden die verbliebenen Maschinen verschrottet oder an Museen abgegeben. Eine Transall ist bereits in der Flugwerft Oberschleißheim ausgestellt.

Israelische und deutsche Kampfjets über Fursty

18. August 2020

Gleich vorweg: Ich bin mit dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck aufgewachsen. Mein Vater arbeitete dort und ich habe viele Bekannten aus dem militärischen Umfeld. Und ich habe die gescheiterte Befreiungsaktion der israelischen Geiseln auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck Fursty 1972 mir von Kollegen des Fürstenfeldbrucker Tagblatts aus erster Hand von dem damaligen Fotografen Franz Schmotz immer und immer wieder erzählt bekommen. Das zur Vorgeschichte.
Zur Erinnerung an das Olympiaattentat von 1972 hat am Dienstag vormittag eine deutsch-israelische Kampfjet-Formation den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck überflogen. Dort war am 6. September vor 48 Jahren nach dem Attentat arabischer Terroristen auf das israelische Olympiateam ein geplanter Befreiungsversuch der deutschen Polizei mit dem Tod der Geiseln katastrophal gescheitert.
Es war das erste Mal, das israelische Kampfjets im deutschen Luftraum sind und Israels Israeli Air Force und Deutschlands Luftwaffe hier gemeinsam üben. Ich finde diese Aktion hat einen hohem Symbolwert, bei dem ich dabei sein wollte. Für mich war der Überflug ein Zeichen der Ehrerbietung. Es kam ja auch zu einem Überflug der KZ Gedenkstätte Dachau – ebenso von hohem symbolischen Wert.

Zusammen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern fand ich mich an der ehemaligen Startbahn des Flugplatzes ein, die heute eine Umgehungsstraße meines Wohnorts ist. Man unterhielt sich, viele hatten Fotoapparate mit Teleobjektiven dabei, einige schauten durch Feldstecher und einige genossen einfach nur das Treiben. Man wollte einfach bei dem historischen Schauspiel in der Luft dabei sein.

Zwischen 9:30 Uhr und 10 Uhr sollte die Formation über Fursty fliegen, also radelte ich mich rechtzeitig hin. Die Zeit bis zum Formationsflug beobachtete ich die Polizei, die auf einem Übungsplatz ein Fahrertraining absolvierte. 1972 war die bayerische Polizei vom arabischen Terror überfordert. Jetzt üben die Polizeibeamten für einen Ernstfall. Kurz nach 10 Uhr war es soweit. Aus Westen näherte sich die Formation von Eurofightern und F-16. In der Mitte eine Gulfstream mit Prominenz an Bord. Ein Planespotter erzählte, dass die gemeinsame Übung von Deutschen und Israeli durch Generalleutnant Ingo Gerhartz zustande kam. Dieser hatte bei Besuchen in Israel 2018 und 2019 eine Einladung ausgesprochen.
Der Luftraum wurde kurzfristig gesperrt, was man an den Kondenzstreifen am Himmel sah – nein, es waren keine Chemtrails. Viermal flogen die Flugzeuge über Fursty hinweg. Der Vorbeiflug nennt sich „Memory for the Future“ und wurde angeführt von einer IAF Gulfstream G550 mit F-16-Kampfflugzeugen und zwei deutschen Eurofighter-Jets. Der Kommandant der IAF, Generalmajor Amikam Norkin, leitete den Vorbeiflug in der Gulfstream G550 an der Seite des Inspekteurs der Deutschen Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, und der ersten weiblichen IAF-Staffelkommandantin.

Ich veröffentliche hier die Original-Pressemeldung der israelischen Luftwaffe vom 15. August 2020. Ist ist auchhier zu finden.
Starting from Monday, August 17th, 2020, the first joint exercise of the Israeli Air Force (IAF) and the German Air Force will take place in Germany. This exercise is the only international exercise that the IAF is conducting abroad this year, due to the spread of Corona virus.
The exercise is being held in order to continue enhancing the IAF’s capabilities to undertake missions in unfamiliar terrain, as part of its mission to maintain the IAF’s readiness, its ability to deal with various scenarios, and to continue strengthening the bonds and cooperation between the IAF and allied air forces. As part of the exercise, Israel’s six F-16 „Barak“ fighter jets, two Boeing 707 „Re’em“ transport jets, and two Gulfstream G-550 „Eitam“ control jets will land in the „Nörvenich“ Airbase in Germany.
Over the course of the two-week exercise, the IAF alongside NATO members will practice different aerial maneuvers as part of the „MAG Days“ exercise, an international event that takes place four times per year. During the exercise the air forces will perform dozens of flyovers that will simulate scenarios of air-to-air battles and air-to-ground battles, dealing with advanced ground-to-air missile threats and combat maneuvers over enemy terrain.
On Tuesday, August 18th 2020, a „Memory for the Future“ flyby will take place – a joint flyby, led by an IAF Gulfstream G550 jet with F-16 fighter jets and two German „Eurofighter“ jets, will fly by Dachau concentration camp, in memory of the Holocaust victims and above the “Fürstenfeldbruck” Airport close to Munich, in the memory of the 11 athletes that were murdered in Munich, members of the 1972 Olympic delegation. The flyby will be led by the Commanding Officer of the IAF, Maj. Gen. Amikam Norkin, who will fly the Gulfstream G550 jet alongside the Commanding Officer of the German Air Force, Lt. Gen. Ingo Gerhartz, and the first female Commanding Officer of the 122nd Squadron, Lt. Col. G‘.
After the flyby, an official memorial ceremony at the Dachau concentration camp will be held. The ceremony will be attended by the German Federal Minister of Defense, Mrs. Annegret Kramp Karrenbauer, the Israeli Ambassador to Germany, Mr. Jeremy Issacharoff, the Commanding Officers of both air forces and other dignitaries. The Deputy Commanding Officer of the 109th Squadron, Maj. Y, a grandson of a Holocaust survivor of the Dachau concentration camp, will speak at the ceremony. In addition, an „Yizkor“ reading will be heard from Rabbi Mendel Moraity. The ceremony will be broadcast live on IAF and IDF digital platforms.
In addition, the Commanding Officers of both air forces will visit the memorial monument of the 11 murdered athletes in Munich. The exercise holds top strategic importance and has substantial influence on the IAF, the IDF and the State of Israel. The Israeli-German cooperation and the arrival of IAF jets on German soil is a historic event. The IAF is and will continue exercising with foreign air forces to maintain the force’s capability and readiness, to enhance connections and interest and to encourage and strengthen the mutual learning between the air forces.

Neues Hobby Drachensteigen

11. Oktober 2013

Drachen hat nicht jeder … Vielleicht kennt jemand noch das Lied aus der Augsburger Puppenkiste? Bei wunderbarem Herbstwetter der vergangenen Tage ist die Familie dem Drachen-Fieber verfallen. Dabei meine ich nicht den Drachen aus Hobbit, der uns bald ins Haus steht, sondern klassische Flugdrachen.

Die ganze Familie verbrachte einen Nachmittag beim Drachensteigen. Ich hatte noch einen alten Delta-Drachen im Keller gefunden, aber die Gattin trumpfte auf. Sie zog aus ihrem Inventar einen professionellen Lenkdrachen hervor, den sie zudem noch hervorragend beherrschte. Ich stellte mich eher unprofessionell an, um es einmal diplomatisch auszudrücken.

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Drachen waren in meiner Jugend ein simples Holzkreuz und eine Plastikplane mit Aufdruck. In der Regel war es ein Adler oder ein Bussard. Meine Mama hatte mir als Kind so ein Teil gekauft, aber ich wollte unbedingt einen Wellensittich als Aufdruck – so was gab es damals nicht. Also bin ich mit einem Weißkopfadler zum Drachensteigen gegangen und bekam auch gleich Ärger. Wir wohnten damals in der Nähe eines Militärflugplatzes und da war nichts mit Drachensteigen. Der Russe hätte ja kommen können. Am Wochenende flog die deutsche Luftwaffe im Rahmen ihrer Landesverteidigung nicht und der Russe hatte wohl auch Wochenende und ich freie Bahn für meinen Drachen. Bei meinen Kumpels machte ich Eindruck mit einem Yps Rotor-Drachen, der sich immer um die eigene Achse drehen sollte. Das tat er zeitweise, bevor er ins Flughafengelände stürzte und einkassiert wurde.

Auf jeden Fall ist die Lust auf Drachen wieder erwacht. K2 suchte sich gleich einen Einleiner aus, den es nun zu bestellen gilt. Und ich muss wirklich sagen, ich hab vor meiner Frau noch mehr Respekt als sonst. Ihre Flugkünste mit dem Lenkdrachen sind einfach spitze, während bei mir eher Geier Sturzflug angesagt war. Ich hab dagegen eine Möglichkeit gesucht, die GoPro Hero am Drachen zu festigen. Da müssten doch interessante Aufnahmen möglich sein, oder?