Archive for Juni 2010

Es muss Liebe sein: Steiff Teddy

12. Juni 2010
Der Lagerfeld-Teddy von Steiff.

Der Lagerfeld-Teddy von Steiff.

Seit fast acht Jahren ist unser Steiff-Teddy täglich in Gebrauch. Mein Sohn liebt ihn abgöttisch. Der Bär hört auf den Namen Molly und ist Teil der Familie. Molly muss überall mit hin, denn Molly gibt Sicherheit und Vertrauen. Der Sohn schläft mit seinem Bär ein und wenn Sohn durchs Haus wandert, dann wird Molly locker unter den linken Arm geklemmt. Wenn der Bär einmal nicht da ist, gibt es zwar Molly 2, aber der Orginal-Molly ist einfach die Nummer eins. Problematisch wird es, wenn Molly mal ins Krankenhaus muss. Die Nähte des braunen Gesellen lösen sich und es bedarf einer Notoperation. Mal sehen, wie die Familie auf diesen Notstand von Steiff 019678 – Molly Teddybär, kastanie, 28 cm reagiert.

Neulich hatten wir uns den Film über Margarete Steiff aus dem Jahr 2005 angeschaut:Margarete Steiff Die Erfinderin der kuscheligen Wesen war die körperbehinderte Margarete Steiff. Ihr ebenso beeindruckendes wie auch kraftvolles Leben hat Regisseur Xaver Schwarzenberg mit Heike Makatsch in der Titelrolle verfilmt. Unserer Familie hat der Film Spaß gemacht, für den Sohn kamen aber eindeutig zu wenig Bären vor. Was aber schön dargestellt wurde: Der Bär ist ein Qualitätsprodukt und diese Qualität hat ihren Preis.

Ich selbst habe mich auch in einen Steiff-Bären verliebt. Ich geb es ja zu. Modedesigner Karl Lagerfeld hat nach seinem Abbild einen Teddybären für den traditionsreichen Stofftier-Hersteller entworfen. Ich find den Lagerfeld-Bären absolut cool. Er ist für die Vitrine, aber nicht zum Spielen. Jetzt brauch ich nur noch eine Finanzierungsmöglichkeit. Der Teddy ist 40 Zentimeter groß und wurde in Handarbeit aus weißem Alpaka gefertigt. Von dem Schmusetier gibt es 2500 Exemplare, die für 1000 Euro erhältlich sind. Wer einen bestellen will, der klickt hier: 657726 – Steiff – Limitierungen – Teddybär Karl Lagerfeld – 40 cm schwarz/weiß

Social Media: Geldwäsche per Facebook

11. Juni 2010

Cyberkriminelle nutzen schon seit einigen Jahren so genannte „Money Mules“ zur Geldwäsche. Über diese Geldkuriere werden die illegalen Gewinne von einem Konto auf ein anderes transferiert und so gewaschen. Für gewöhnlich werden Money Mules über Spam-Mails mit zweifelhaften Teilzeitjobangeboten geködert. Stimmt man dem Job zu, wird man gebeten eine Summe an Geld entgegen zu nehmen und dieses an ein Konto bei Western Union zu überweisen. Doch woher kommt das Geld? Sie stammen von wsnpoem, welcher die Bank Daten von infizierten Rechner ausspioniert hat. Die dort geklauten Bank Login Daten werden verwendet um Geld von den Bankkonten zu stehlen Um die Identität der Phisher zu verschleiern, muss der Datentransfer über mehrere Konten geschehen. Genau hier kommen die angeworbenen Money-Mules zum Einsatz.

Kaspersky Lab entdeckte nun eine Facebook-Gruppe, deren Mitglieder als Money Mules angeworben werden. Die Vorgehensweise der Cyberkriminellen erinnert dennoch an klassische Money-Mule-Rekrutierungen. In diesem Fall stellten die Kriminellen über Facebook ihren potentiellen Opfern einen Monatslohn von über 6.000 US-Dollar in Aussicht. Kein schlechtes Honorar bei einer angeblichen Wochenarbeitszeit von weniger als 18 Stunden. Die Facebook-Gruppen-Seite integriert ein GeoIP-Javascript, damit sie möglichst den lokalen Gegebenheiten der Nutzer entspricht. Ein durchaus zeitgemäßer und effektiver Ansatz. Denn diese zweifelhafte Facebook-Gruppe umfasst bereits über 224.000 Mitglieder! Man kann also davon ausgehen, dass das ein oder andere Gruppenmitglied auf diesen neuartigen Social-Engineering-Trick hereinfiel und als Money Mule missbraucht wurde.

Nachruf auf meinen Sony eBook Reader

10. Juni 2010
Mein Sony eBook Reader PRS-700 geht in Rente.

Mein Sony eBook Reader PRS-700 geht in Rente.

Es war absehbar, doch nun ist es eingetroffen: Mein Sony eBook Reader PRS-700 wird nicht mehr gebraucht. Das iPad von Apple ist da und der eBook von Sony kann gehen. Er hat gute Dienste geleistet, aber jetzt wird er nicht mehr gebraucht. Danke und ade.

Die Voraussetzungen waren prima: Fasziniert hat mich von Beginn an die e-Ink-Technologie. Das Gerät verbraucht durch die elektronische Tinte sehr wenig Strom und die Kontraste sind super. Die Schrift ist hervorragend lesbar bei Tag. Bei Nacht muss ich den Stromfresser Hintergrundbeleuchtung dazu schalten und kann dabei zusehen, wie die Batterieleistung schrittweise in die Knie geht. PDF und Word-Dateien werden gut dargestellt, aber leider haut die Skalierbarkeit vor allem bei PDFs nicht hin. Reine Texte sind ok zu lesen, layoutete Dateien so gut wie überhaupt nicht. Fotos werden somit in sw dargestellt.

Die Schnittstellen am PRS-700 sind durchdacht. Die meisten Daten habe ich auf einer externen SD-Festplatte, die ich einfach nur ins Gerät schieben kann und der klassische Klinkenstecker sorgt für den Audio-Ausgang.  So kann ich Audiofiles beim Lesen hören.

Die Verarbeitung des Gerätes ist gut. Der Reader ist in eine schöne, schwarze Ledermappe eingebunden und es gibt einen edlen Metallstift für den Touch-Bildschirm. Allerdings war ich durch die Bedienung des iPhones verwöhnt, dass ich immer wieder vergeblich versuchte, mit dem Finger zu blättern.

Und da wir beim Blättern sind: Hier kommt das größte Manko des Readers. Welcher Industriedesigner hat die Blätterfunktion der Seiten nach innen gelegt. Die Knöpfe gehören nach außen, damit ich locker flockig durch die Seiten blättern kann. Außen am Rand ist diese Funktion richtig angebracht. Sony baut sie am innen am unteren Rand ein – hier wurde in der Marktforschung bei Sony nie ein Buch am eBook-Reader gelesen. Das ist eine absolute Fehlkonstruktion und eigentlich ein KO-Kriterium. Aber egal: Ich quälte mich durch die Bücher, konzentrierte mich auf den Inhalt.

Ich versteh Sony nicht. Ich habe das Gefühl, das Unternehmen steht sich selbst im Weg. Unter dem Dach von Sony gibt es alles: Filme, Spiele, Kameras, Videokamera, TV-Geräte,  Rechner, eBooks, Content, Musik, Software, Kinos, Audio, Filmgesellschaften, Vertriebe – und trotzdem ist das Unternehmen kein eingespieltes Team. Da stimmt doch was nicht. Ich werde mir keinen Sony Reader mehr kaufen. Derzeit halte ich noch die Treue bei der Playstation 3. Bei der PSP habt ihr mich als Kunde auch schon verloren. Die Go brauche ich einfach nicht.

Gedanken zum media coffee: Kommunikation 2020

9. Juni 2010

Social Media wird eine Ernüchterung erfahren, wie es auch Second Life erging – Dieser Meinung war Prof Peter Wippermann vom Trendbüro. Auf einer Veranstaltung des media coffee bat Veranstalter newsaktuell über 300 Zuhörer zum Thema „Kommunikation 2020 – Aufbruch in ein neues Informationszeitalter“ zur IBW nach München.

Eine rundum gute Figur machte Jochen Wegner, Chefredakteur von Focus online. „SL fand ich schräg, doch das iPad elektrisiert mich.“ Das Gerät zeige komplette neue Möglichkeiten, „wie man mit neuen digitalen Inhalten umgeht“. Verlage lernten jetzt erst, die neuen digitalen Inhalte aufzubereiten. Bei Focus werden die kostenlosen Apps von Werbung finanziert, bei den Verlagskollegen kosten die Apps gleich Geld. Wegner sah künftig neue hochwertige Inhalte durch das iPad. Als Vorzeigebeispiel nannte er „Wired“.

Falsch halte ich die Aussage von Wippermann, der die Wirkung des iPads bei älteren Usern überschätzt sah. Ein Achtzigjähriger ist mit dem ABC groß geworden und nicht mit Fingergesten.“ Ich glaube dagegen, ein Achtzigjähriger beherrscht seine Finger noch ganz gut. Der Praxistest mit meinen Dad verlief hervorragend.

Interessant für mich waren am Rande der Veranstaltung manche Aussagen über Arbeitszeit. So manchen Teilnehmer aus der PR-Szene stieß es übel auf, als Wippermann eine weitere Vermischung zwischen Arbeit und Freizeit ankündigte. Diese Vermischung werde eine echte Herausforderung. Hier stimme ich Helmut Freiherr von Fricks, Geschäftsführer von F&H Public Relations, zu: „Wir haben nur eine Zeit und nicht Arbeitszeit und Freizeit. Wir so denkt, sollte sein Zeitmodell überprüfen.“ Es gelte, die Zeit richtig zu nutzen. In Publikum gab es nicken und Kopfschütteln gleichermaßen. „Ich bin doch nicht bereit, für meinen Laden noch mehr zu schuften“, war eine Aussage neben mir. Ich glaube, die Dame hat es nicht verstanden.

Vielleicht war mit meiner Provokation auch etwas daran, als ich via iPhone über die Twitterwall live twitterte: „ Im Jahr 2020 gibt es mindestens 45 Prozent von denen nicht mehr und müssen mal richtig arbeiten #mediacoffee“ und allen sei noch auf den Weg gegeben: „Web 2.0 wurde nicht erfunden, damit Verlage und PR automatisch Geld verdienen 🙂 #mediacoffee“.

Es hätte ein schöner Abend werden können, doch leider war das Podium falsch besetzt: Moderator Klaus Eck mühte sich redlich ab und versuchte die Diskussion in Gang zu bekommen bzw. in Gang zu halten, doch mindestens zwei Podiumsteilnehmer waren noch nicht mal richtig im modernen Zeitalter angekommen. Wie sollen sie dann überhaupt Aussagen über die Zukunft 2020 treffen?

Der Veranstalter newsaktuell gab sich modern und richtete hinter dem Podium eine Twitterwall ein. Besucher und Interessierte im Saal der IBW und außerhalb sollten Fragen stellen und sich unter dem Hashtag #mediacoffee beteiligen. Das wurde auch gemacht und ein paar Übermutige nutzten die Wall auch für die Selbstdarstellung oder Provokation, der Autor dieser Zeilen mit eingeschlossen. Leider konnten die Diskutanten die Tweets der Wall nicht lesen, ohne sich den Kopf zu verrenken. Nachdenken und dann die neue Präsentationstechnik einsetzen, das erwarte ich bei einem Veranstalter wie einer dpa-Tochter.

Constantin Gillies: Ein Kind der achtziger Jahre

8. Juni 2010

Mit dem Fernseher sei er aufgewachsen, zum Lesen kam er erst viel später. Sehr ehrlich ist Sachbuch- und Romanautor Constantin Gillies in diesem Videointerview. Sein neuer Roman „Der Bug“ ist im CSW-Verlag erschienen und wird wohl wie sein Vorgänger „Extraleben“ ein Erfolg. Zu wünschen wäre es dem Buch. Es richtet sich vor allem an IT-Nerds, die in den achtziger Jahren mit dem C64 und Amiga sozialisiert worden sind. Ach ja: Und gespielt wird auch: Doom ist sein Lieblingsspiel – voll politisch unkorrekt.

Constantin Gillies

Constantin Gillies

Buchkritik: Der Bug von Constantin Gillies

7. Juni 2010

Selten habe ich mich auf eine Buchfortsetzung so gefreut, wie in diesem Fall. „Der Bug“ von Constantin Gillies. Vorsicht Suchtgefahr müsste eigentlich auf dem Cover als Warnung kleben – allerdings Suchtgefahr nur für Leute, die in den achtziger Jahren der Sucht des C 64 und Co erlegen sind. Für uns, die die Einführung des digitalen Zeitalters im Kinderzimmer mit unseren ZX 81, Atari 2600 oder dem Volkscomputer Commodore 64 erlebt haben – eben für uns ist dieses Buch geschrieben, die Nostalgiker der IT. Freunde, dieses Buch ist Pflichtliteratur, genauso wie das Erstlingswerk von Gillies „Extraleben“. Eine Kritik zu Extraleben gibt es übrigens hier im Blog.

Die Story ist eigentlich Nebensache und dient nur dazu, Geschichten und Anekdoten aus der digitalen Frühphase zu erzählen. Es ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden, Freundschaft und Sehnsucht nach der aufregenden Computer-Pionierzeit. Dazu gibt es Erinnerungen und Zitate aus Werbeclips und Filmklassikern. Hier gibt es eine Leseprobe_DerBug–Kapitel000A-000D zum Lesen. Bestes Beispiel, bei dem ich richtig laut gelacht habe: „Dieses Schiff den Korsalflug in weniger als 12 Parsec gemacht“. Wer sich an dieses Zitat erinnert, darf weiterlesen und genießen. Erzählt wird im Stile von Holmes und Watson. Der Ich-Erzähler stellt die blöden Fragen und der Geek gibt die Antworten. Was bei Conan Doyle funktioniert hat, klappt bei Gillies auch – so schwer ist das literarische Stilmittel nicht.

Danke an Constantin Gillies und seinen Verleger Enno Coners vom CSW-Verlag für eine Erinnerung an meine Jugend in Form des Todespokes. Genau wie die Nerd-Helden im Buch diskutierten wir zu C64-Zeiten über den legendären Todespoke. Diese Eingabe von Zahlen sollte den Chip des C64 zerstören. Aber wir trauten uns nicht, den Code einzugeben, um unsere teuren von Mama und Papa erbettelten Rechner zu vernichten. Danke für die Aufklärung, dass es den Todespoke nicht gibt. Damit ist eine wichtige Frage meine Jugend geklärt.

Ich kann das Buch „Der Bug“ aus voller Überzeugung empfehlen. Alle Nerds aufgepasst. Kauft euch dieses Buch und schwelgt in Erinnerungen für ein paar Stunden und kehrt dann wieder hinter eure Kisten zurück – mit einem Lächeln im Gesicht. Ihr wisst jetzt, dass es den Todespoke nicht gegeben hat.

Ein extra Dankeschön an Enno Coners, dessen Presseinfos im Stile der alten Zeit daherkamen: Der Waschzettel war auf Zebrapapier und die CD lag in einer Diskettenverpackung. Alles war verpackt in Speicherfolie – köstlich. Das machte mir die Wahl nicht schwer, welches Buch ich aus dem Stapel der Rezensionen wählen sollte.

Der Bug ist das neue Buch von Constantin Gillies.

Der Bug ist das neue Buch von Constantin Gillies.

Comics total und ich darf hin

3. Juni 2010

Und da sage noch einer, bei den Franken ist nix los. Der 14. Internationale Comic-Salon Erlangen, das wichtigste Festival für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum, findet ab 3. Juni wieder statt. Ausstellungen, Comic-Messe, Comic-Börse, Comic-Künstler, Max und Moritz-Preis, Comic Film Fest, Comic Podium, Junges Forum, Familien-Sonntag, Lesungen, Performances, Workshops …

Auf über 12.000 Quadratmetern wird sich vier Tage lang alles um die „Neunte Kunst“ drehen. Und ich liebe diese Kunst. Comics haben durch das iPad neuen Zulauf bekommen, denn wer einmal die Marvel App geladen hat, freut sich auf Comics im digitalen Stil. Auch das Comiczeichnen hat sich verändert. Waren früher Blockund Stift die Arbeitsmaterialien sind es heute Grafiktablett und Zeichensoftware. Ich habe einige Comcis-Zeichner erlebt, die mit 3D-Software arbeiten. Mal sehen, wie es in Erlangen wird.

Rund 150 Aussteller präsentieren ihr Programm auf der Messe im Erlanger Kongresszentrum, mehr als 350 Comic-Künstler aus über 20 Ländern sind vor Ort und signieren ihre Bücher. In rund 30 Ausstellungen in der ganzen Erlanger Innenstadt sind Tausende von Exponaten zu sehen, 130 Veranstaltungen zählt das Programm – von der Vortragsreihe zum Thema Comic und Politik, über Gesprächsrunden zu Themen des Comic-Markts bis zum Comic Film Fest in den Erlanger Kinos. Der Familien-Sonntag am 6. Juni bietet zu ermäßigten Eintrittspreisen ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche, vom Manga-Workshop bis zur Comic-Druckwerkstatt. Rund 25.000 Besucher werden vom veranstaltenden Kulturprojektbüro der Stadt Erlangen zum 14. Internationalen Comic-Salon Erlangen insgesamt erwartet.

Die Ausstellung „Jahrhundert der Comics“ zeigt wertvolle Originale aus der Pionierzeit des US-amerikanischen Zeitungscomics, die Wiedergeburt des deutschen Zeitungs-Strips und der sechzigste Geburtstag der „Peanuts“ von Charles M. Schulz sind weitere Ausstellungsthemen. Die Schau „Mecki – sechzig Jahre Comic-Abenteuer“ des Wilhelm-Busch-Museums Hannover zeichnet in eindrucksvollen Originalen die Entwicklung des erfolgreichsten deutschen Zeitschriften-Comics des 20. Jahrhunderts nach. „Sechs Zeichner – Ein Autor“ ist der Titel einer weiteren zentralen Ausstellung des 14. Internationalen Comic-Salons: Am Beispiel des norddeutschen Schriftstellers Peer Meter und sechs Zeichnerinnen und Zeichner – unter anderem Isabel Kreitz und Barbara Yelin – erzählt sie von der komplexen Zusammenarbeit zwischen Zeichner und Comic-Szenarist und unterstreicht den Anspruch des Internationalen Comic-Salons, nicht allein die Grafik, sondern auch die literarische Qualität von Comics zu thematisieren. In Einzelausstellungen sind außerdem Nicolas Mahler, Jens Harder, Pascal Rabaté und Oliver Grajewski zu sehen, Themen wie „Comic und Religion“, deutsche Comic-Blogs und autobiografische Comics sind Gegenstand weiterer Ausstellungen.

Im Rahmen des Internationalen Comic-Salons wird auch der Max und Moritz-Preis, die wichtigste Comic-Auszeichnung im deutschsprachigen Raum, vergeben. Der Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk steht bereits fest: Er geht in diesem Jahr an den französischen Szenaristen Pierre Christin.

SAE Institute startet die Digital Journalism Camp Tour

2. Juni 2010

Online Medien sind mehr denn je auf dem Vormarsch und haben direkte Auswirkungen auf die journalistische Arbeit, in der die Aufbereitung von Inhalten in digitaler Form eine große Rolle spielt. Das SAE Institute, führende Bildungseinrichtung im Medienbereich, bereitet den Journalisten der Zukunft optimal darauf vor: Im September startet dort der neue Studiengang Digital Journalism, der speziell an die veränderten medialen Anforderungen im Berufsfeld der Journalisten ausgerichtet ist. Um Studieninteressenten einen Einblick in die Kursinhalte zu geben, veranstaltet das SAE Institute ab dem 15. Juni eine Workshop-Reihe im Rahmen der Digital Journalism Camp Tour durch alle sieben deutschen SAE Standorte. Hier erfahren zukünftige „Digitale Journalisten“ alles Wissenswerte zum neuen Studiengang sowie über das sich verändernde Berufsbild des Journalisten.

Auf der Agenda der Camp Tour steht dabei zunächst eine kurze Einführung in verschiedene Techniken, die bei der Aufbereitung von Informationen in digitaler Form zum Einsatz kommen: Blogs, Soziale Netzwerke, Digitale Fotografie, Bildbearbeitung, Videoschnitt, Mikrofonie und Sprachaufnahme. Zudem werden Themen wie Jobsituation, Studienvoraussetzungen sowie die veränderte Medienlandschaft und dadurch entstandenen neuen Anforderungen an Journalisten, Marketing- und PR-Fachleute diskutiert. Der Studiengang wird an allen Standorten von mir präsentiert. Ich war Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION und MACup und bin heute im Bereich Digital Journalism tätig und konzipiert u.a. den SAE-Studiengang mit. Ich berichte aus erster Hand über die tägliche Praxis in diesem spannenden Arbeitsfeld.

Die Digital Journalism Camp Tour startet am 15.06 am SAE Institute in Leipzig und macht an den Niederlassungen Berlin, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart und München halt. Eine zweite Tourrunde findet im Juli statt.

Im Online-Zeitalter stehen Medien aller Art vor der Herausforderung, Informationen schnell und möglichst in multimedialer Form bereitzustellen. In diesem Zusammenhang nehmen Web Tools wie Blogs, Pod- und Videocasts einen zentralen Stellenwert im Online-Journalismus ein. Doch obwohl Publikationen verstärkt Inhalte in digitalen Formaten anbieten, fehlt es noch immer an qualifiziertem Personal, um diesen Bedarf ausreichend zu decken: Laut einer aktuellen Umfrage* unter Journalisten gaben rund 40 Prozent der Befragten an, dass Online-TV und Videoclips in ihrer Arbeit zunehmend an Bedeutung gewinnen. Allerdings haben zwei Drittel der Umfrageteilnehmer niemals ein Training im Umgang mit den audio-visuellen Medien erhalten. Vor diesem Hintergrund hat das SAE Institute den Studiengang Digital Journalism entwickelt, dessen Auftakt die Digital Journalism Camp Tour markiert. Der Kurs bietet eine Kombination aus verschiedenen Disziplinen, die alle wichtigen Facetten der heutigen und zukünftigen Kommunikationswelt abdecken: Journalismus im Zeitalter digitaler Medien sowie die unterschiedlichsten Produktionstechniken aus den Bereichen Audio, Video und Multimedia stehen auf dem Programm.

Götz Hannemann, Marketingleiter am SAE Institute erläutert: „Täglich werden etwa 65.000 neue Videos auf die Online-Video-Plattform YouTube hochgeladen und 100 Millionen Clips angesehen. Die Zahl der Besucher auf den Top20-Nachrichtenseiten im Internet lag bei über 6,5 Milliarden Visits im Jahr 2009. Das zeigt wie sehr Webpublikationen und digital aufbereitete Inhalte an Bedeutung gewinnen. Am SAE Institute haben wir diesen Trend erkannt und bieten ab September mit dem Digital Journalism Diploma einen speziellen Studiengang an, der diese Entwicklung berücksichtigt.“

Das Digital Journalism Diploma basiert auf dem innovativen und praxisbasierten SAE Ausbildungskonzept. So ist der Kurs unter anderem für klassische Redakteure und Journalisten gedacht, die sich fortbilden möchten. Grundsätzlich richtet sich die Ausbildung aber auch an Schulabsolventen, die eine Karriere im Medienbereich anstreben. Ein weiteres Einsatzgebiet der Absolventen ist in den Marketing- und PR-Abteilungen von Unternehmen, denn neben dem Strukturwandel im Journalismus verändert sich auch dort die Öffentlichkeits- und Pressearbeit.

Aufgrund der zunehmenden Relevanz von Social Media und der Etablierung neuer Formen sozialer Netzwerke wie Xing oder studiVZ im Internet, ergeben sich neue Zielgruppen für PR & Marketing-Aktivitäten. Kein Unternehmen kann heute auf eine eigene Facebook-Fan-Page, Twitter oder Blogs verzichten. Alleine Facebook zählt aktuell 400 Millionen aktive Nutzer weltweit. Darüber hinaus betreiben mehr als 1,5 Millionen Dienstleister und Geschäftsinhaber eine Facebook-Fanpage. Diese Statistiken machen deutlich, wie sehr Social Communities für die Unternehmenskommunikation an Bedeutung gewinnen. Der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern in diesem Bereich ist enorm.

1. Tour

15.6.: Leipzig; Workshop von 15-18 Uhr

16.6.: Berlin; Workshop von 15-18 Uhr

17.6.: Hamburg; Workshop von 15-18 Uhr

21.6.: Frankfurt; Workshop von 15-18 Uhr

22.6.: Köln; Workshop von 15-18 Uhr

23.6.: Stuttgart; Workshop von 15-18 Uhr

24.6.: München; Workshop von 15-18 Uhr

2. Tour

09.7.: Leipzig; Workshop von 14-17 Uhr

10.7.: Berlin; Workshop von 14-17 Uhr

11.7.: Hamburg; Workshop von 14-17 Uhr

08.8.: München; 14-18 Uhr

13.8.: Frankfurt; Workshop von 14-17 Uhr

14.8.: Köln; Workshop von 14-17 Uhr

15.8.: Stuttgart; Workshop von 14-17 Uhr

Steve, wo ist mein Apple-Aufkleber?

1. Juni 2010

Es wird Steve Jobs von Apple im Moment viel vorgeworfen. Er sei der große Mediendiktator, der alles seinem iTunes-Store unterwerfen will und dabei abkassiert. Mir egal, aber jetzt hört es auf. Wo sind eigentlich meine Apple-Aufkleber?

Früher waren bei jedem Apple-Produkt ein bis zwei Aufkleber dabei, doch beim neuen iPad war nichts mehr in der Verpackung. Klar, das Unboxing war wieder eine Wohltat und auch das iPad ist der Hammer. Doch wo ist mein Aufkleber?

Eingespart? Sagt mal spinnt ihr in Cupertino? Ich habe sie alle: Die schönen Logos in den Regenbogenfarben, dann in silber, sogar extra-Aufkleber aus der Newton-Reihe besitze ich und natürlich viele, viele weiße. Am Auto bei klebt derzeit ein weißer angebissener Apfel, damit auch jeder weiß, welche Gesinnung ich habe. Erst klaut ihr uns die Apfel-Taste und ersetzt sie durch eine cmd-Befehlstaste. Und jetzt den Aufkleber oder was? Ich bin entsetzt.

Aber Entwarnung: Ein Anruf bei der Hotline sorgte für Aufklärung. Der Aufkleber sei dabei und wurde wohl bei mir nur vergessen. Vergessen? Apple – ihr überlasst sonst nichts dem Zufall und da vergesst ihr einen Aufkleber! Aber richtig, in der iPad-Packung der Ehefrau war der Aufkleber drinnen. Ich hab ihn einfach geklaut. Sie merkt es wahrscheinlich gar nicht.