Posts Tagged ‘Matthias J. Lange’

Live. Lokal. Echt. Der BistroTalk in Youtube mit Beate Seyschab, Gemeindebücherei Maisach, im sixtyfour am Mittwoch, 25. März, 18 Uhr Online und in Maisach

24. März 2026

Die Leiterin der Gemeindebücherei Maisach Beate Seyschab und Journalist Matthias J. Lange sprechen locker und persönlich über aktuelle Buchtipps, Veranstaltungen und den ganz normalen Büchereialltag – von der Auswahl neuer Titel bis zu besonderen Aktionen.

Im gemütlichen Ambiente des Maisacher Bistros sixtyfour geht das lebendige Talk-Format: der BistroTalk in eine weitere Runde. Gastgeber Matthias J. Lange hat mit Beate Seyschab, Leiterin der Gemeindebücherei Maisach, eine Expertin für Bücher eingeladen – direkt vor Ort und live im Netz. Wir diskutieren die Abläufe einer Bücherei – offen, nahbar und ganz ohne Script.
Termin ist am Mittwoch, 25. März um 18 Uhr, der Talk dauert etwa eine Stunde und wird ab 18 Uhr live auf YouTube gestreamt. Die Adresse ist: https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Auch das Mitteilungsblatt der Gemeinde druckte einen Hinweis auf die Veranstaltung ab – vielen Dank

Es können Interessierte den Stream live verfolgen, kommentieren und Fragen stellen. Der Stream wird moderiert.
Unterstützt wird das Format vom Treffpunkt Bistro sixtyfour in der Maisacher Zentrumspassage von Gastronom Uwe Flügel.
https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Sicherlich werden wir auch über unseren neuen Podcast Seitensprung aus der Gemeindebücherei sprechen, auf dem wir viel positive Resonanz bekommen haben.

Podcast: Ein Ort mit Seele: Die Gemeindebücherei Maisach startet ihren Seitensprung

11. März 2026

Mit der Premiere von „Seitensprung – Der Videopodcast der Gemeindebücherei Maisach“ ist ein neues Format gestartet, das Lust auf Bücher, Begegnungen und Kultur vor Ort machen soll. Zum Auftakt sprachen Büchereileiterin Beate Seyschab und Matthias J. Lange von redaktion42 in lockerer Atmosphäre über das, was die Gemeindebücherei heute ausmacht: Sie ist längst nicht mehr nur ein Ort zum Ausleihen von Büchern, sondern auch Treffpunkt, Veranstaltungsraum und Kommunikationszentrum. Hier der Videopodcast:

Schon zu Beginn wurde deutlich, wie lebendig der Alltag in der Bücherei ist. Aktuell läuft dort eine Osterdekobörse, bei der Bürgerinnen und Bürger österliche Dekoration bringen, tauschen oder mitnehmen können. Seyschab berichtete, dass dieses Prinzip bereits bei der Weihnachtsdekoration sehr gut funktioniert habe und auch jetzt wieder rege angenommen werde. Besonders wichtig sei dabei nicht nur das Tauschen selbst, sondern auch das Miteinander: Gerade im Eingangsbereich entstünden immer wieder Gespräche, die die Bücherei zu einem Ort der Begegnung machten.

Im Gespräch wurde auch ein Blick auf das umfangreiche Angebot der Gemeindebücherei geworfen. Neben klassischen Büchern gehören dazu Zeitschriften, DVDs für Kinder und Erwachsene, Hörbücher und Musik-CDs. Ergänzt wird das Angebot durch digitale Medien im Online-Verbund, darunter E-Books, E-Audios und weitere elektronische Formate. Seyschab machte damit deutlich, dass die Bücherei längst sowohl analog als auch digital aufgestellt ist.

Ein besonderer Publikumsmagnet sind derzeit die sogenannten Tonies. Diese Hörfiguren für Kinder, die auf eine Toniebox gestellt werden und dann Geschichten oder Lieder abspielen, zählen zu den erfolgreichsten Angeboten der Bücherei. Rund 880 Figuren sind inzwischen im Bestand, und die Nachfrage ist enorm. Bis zu zehn Tonies können gleichzeitig für zwei Wochen ausgeliehen werden. Vor allem für Familien sei das eine attraktive Möglichkeit, da die Figuren im Handel vergleichsweise teuer seien. Besonders beliebt ist laut Seyschab die Figur „Furzipups“, die auch im Podcast mit einem Augenzwinkern thematisiert wurde.

Deutlich wurde in der Premierenfolge außerdem, dass die Gemeindebücherei Maisach weit mehr bietet als Medien. Regelmäßig finden Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene statt. Dazu gehört unter anderem eine englische Vorlesestunde an jedem zweiten Dienstag im Monat, die sich an Kinder ohne Vorkenntnisse richtet und spielerisch an die Sprache heranführt. Hinzu kommen Bastelaktionen, Autorenlesungen und die klassische Vorlesestunde auf Deutsch am letzten Donnerstag im Monat. Seyschab betonte, wie wichtig diese Angebote gerade für Kinder seien, um früh Freude an Geschichten, Sprache und Büchern zu entwickeln.

Auch auf das aktuelle Veranstaltungsprogramm wurde eingegangen. So stehen in den kommenden Wochen unter anderem die „Maisacher Gespräche zur Popkultur“, ein frühlingshaftes Osterbasteln für Kinder sowie eine Autorenlesung mit Georg Brun an. Damit präsentiert sich die Bücherei einmal mehr als kultureller Veranstaltungsort mit vielseitigem Programm.

Zum Abschluss durfte natürlich auch ein Medientipp nicht fehlen. Als derzeit besonders gefragt nannte Seyschab die Minecraft-Bücher für Erstleser. Die Reihe erfreue sich großer Beliebtheit, vor allem bei Schulkindern, die mit dem Thema bereits aus der digitalen Spielewelt vertraut seien. Einige Bände wurden deshalb sogar mehrfach angeschafft. Sollte ein Exemplar gerade vergriffen sein, können Leserinnen und Leser Medien bequem vormerken lassen und werden benachrichtigt, sobald diese verfügbar sind.

Die Premiere von „Seitensprung“ zeigte damit auf unterhaltsame Weise, wie modern, offen und vielseitig die Gemeindebücherei Maisach aufgestellt ist. Sie ist nicht nur ein Haus voller Bücher, sondern ein lebendiger Ort für Austausch, Bildung und gemeinsame Erlebnisse. Das neue Podcastformat dürfte dazu beitragen, diese Arbeit noch sichtbarer zu machen und neue Besucherinnen und Besucher für die Bücherei zu begeistern.

Podcast: Eine Vision für ein gesünderes Morgen: Wie eine Idee Bewegung in eine ganze Gemeinde bringen will

3. März 2026

In der aktuellen Episode des Podcasts Dombo bewegt des Zentrums für Gesundheit Maisach spricht Norman Dombo mit Journalist Matthias J. Lange über den „Masterplan Prävention“ der bayerischen Staatsregierung und dessen mögliche Umsetzung auf lokaler Ebene. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gesundheitliche Vorsorge und Bewegung stärker in den Alltag der Bevölkerung integriert werden können.

Dombo erläutert, dass der staatliche Plan auf steigende Gesundheitsrisiken wie Bewegungsmangel, Übergewicht und zunehmende Bildschirmnutzung – besonders bei jungen Menschen – reagiert. Ziel sei es, präventive Maßnahmen zu stärken und Akteure des Gesundheitswesens stärker zu vernetzen. Dazu zählten neben Fitness- und Trainingsangeboten auch Zahnmedizin, Ergo- und Logotherapie sowie weitere Gesundheitsberufe.

Für den Landkreis und insbesondere die Gemeinde Maisach skizziert Dombo eine eigene Vision: öffentliche Trainingsgeräte im Freien, die Bürger niedrigschwellig zu Bewegung motivieren sollen. Erste Gespräche mit Bürgermeister und Landrat hätten bereits stattgefunden; Entscheidungen lägen nun bei den zuständigen Gremien. Die Finanzierung könnte über Förderprogramme, Spenden oder Kooperationen erfolgen. Parallel plant Dombo, ein Netzwerk regionaler Gesundheitsanbieter aufzubauen, um gemeinsame Präventionsprojekte zu entwickeln.

Im Gespräch wird außerdem die Bedeutung individueller Initiativen angesprochen, etwa Fasten als persönlicher Gesundheitsimpuls. Beide Gesprächspartner betonen, dass strukturelle Maßnahmen und Eigenverantwortung zusammenspielen müssten. Abschließend ruft Dombo Zuhörer dazu auf, Ideen einzubringen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.

Der Podcast verbindet Information über ein politisches Präventionsprogramm mit lokalem Engagement und persönlicher Initiative. Inhaltlich steht weniger konkrete Politik als vielmehr die praktische Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen vor Ort im Fokus.

Wechsel in der redaktionellen Verantwortung der Facebook-Seite „Filmreport“

15. Februar 2026

Die Facebook-Seite „Filmreport“, die seit dem 17. November 2015 besteht, geht in neue redaktionelle Hände über. Künftig liegt die Verantwortung bei dem Journalisten Matthias J. Lange, der die Seite weiterführen und mit neuen inhaltlichen Konzepten ausbauen wird.

Gegründet wurde „Filmreport“ von Markus Elfert, der die Seite über viele Jahre hinweg mit großem persönlichem Engagement aufgebaut, kontinuierlich gepflegt und erfolgreich etabliert hat. Mit seinem Einsatz, seiner Leidenschaft für Film und seinem Gespür für Themen hat er den „Filmreport“ zu einer festen Größe für Filminteressierte gemacht. „Markus Elfert ist eine feste Größe in der Filmberichterstattung und es war eine große Ehre mit ihm über Jahre hinweg zusammenzuarbeiten“, erklärt Matthias J. Lange. Er führe die Seite seit über vier Monaten kommissarisch.

Dem Gründer Markus Elfert gilt ein besonderer und herzlicher Dank. Sein unermüdlicher Einsatz, seine Kreativität und seine Begeisterung haben die Seite geprägt und eine lebendige Community entstehen lassen. Ohne seine langjährige Arbeit, seine Ausdauer und seine persönliche Handschrift wäre „Filmreport“ nicht das, was es heute ist. Für dieses außergewöhnliche Engagement gebührt ihm große Anerkennung und aufrichtiger Dank.

Mit Matthias J. Lange von redaktion42 übernimmt nun ein erfahrener Journalist die redaktionelle Leitung. Er wird die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und „Filmreport“ zugleich mit neuen Ideen und Konzepten weiterentwickeln. Ziel ist es, die inhaltliche Vielfalt auszubauen und die Seite als Plattform für fundierte Filmberichterstattung weiter zu stärken.

Live. Lokal. Echt. Der BistroTalk in Youtube mit Florian Wiesent vom Ordnungsamt Maisach im sixtyfour am Mittwoch, 11. Februar, 18 Uhr Online und in Maisach

10. Februar 2026

Der nächste Wahltermin für die Gemeinde- und Landkreiswahlen in Bayern ist Sonntag, 8. März 2026. Alle Bürger sind aufgerufen, sich aktiv an der Demokratie zu beteiligen und die Zukunft ihrer Heimat mitzubestimmen. Wir wollen einen parteipolitischen unabhängigen Blick auf Abläufe werfen und das Wahlverfahren erläutern als aktiver Beitrag zur Demokratie in der Gemeinde.

Im gemütlichen Ambiente des Maisacher Bistros sixtyfour geht das lebendige Talk-Format: der BistroTalk in eine weitere Runde. Gastgeber Matthias J. Lange hat mit Florian Wiesent den Amtsleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung der Gemeinde Maisach den Experten für die anstehende Kommunalwahl eingeladen – direkt vor Ort und live im Netz. Wir diskutieren die anstehenden Wahlen in Maisach am 8. März 2026, wie kann gewählt werden, welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen, kann überall gewählt werden, wie funktioniert es mit dem Auszählen? – offen, nahbar und ganz ohne Script.
Termin ist am Mittwoch, 11. Februar um 18 Uhr, der Talk dauert etwa eine Stunde und wird ab 18 Uhr live auf YouTube gestreamt. Die Adresse ist: https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Es können Interessierte den Stream live verfolgen, kommentieren und Fragen stellen. Der Stream wird moderiert.
Unterstützt wird das Format vom Treffpunkt Bistro sixtyfour in der Maisacher Zentrumspassage von Gastronom Uwe Flügel.
Also um 18 Uhr einschalten: https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

BistroTalk: Vom Fast-Ruinenwirtshaus zum Genussmagnet: Denis Kleinknechts Kampf um den Gasthof Heinzinger

4. Februar 2026

Im Bistro Sixtyfour in der Maisacher Zentrumspassage wurde zum Jahresauftakt eine neue Ausgabe des Podcast-Formats „Bistro Talk“ aufgezeichnet. Matthias J. Lange von redaktion42 begrüßte dabei Denis Michael Kleinknecht, den Inhaber und Küchenchef des Gasthofs Heinzinger in Rottbach. In dem Gespräch ging es um die Wiederbelebung eines Traditionshauses, um neue Wege in der Landgastronomie – und um die Frage, wie sich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Alltag in einer Branche vereinen lassen, die seit Jahren unter Druck steht.

Kleinknecht beschreibt den Gasthof Heinzinger als Ort, der für ihn weit über einen Arbeitsplatz hinausgeht. Schon als Kind habe er den Betrieb erlebt – etwa bei den „legendären Dampfnudeln“ am Donnerstag, die bis heute zum Markenzeichen gehören. Als er den Gasthof 2016 übernahm, sei das Haus jedoch in einem Zustand gewesen, der eher nach Aufgabe als nach Neustart aussah. Für Kleinknecht wurde daraus eine Mission: einen zum Verfall preisgegebenen Landgasthof zu restaurieren und damit ein Stück Wirtshauskultur zu erhalten. In diesem Jahr steht ein besonderer Meilenstein an: Im Oktober 2026 will er das zehnjährige Wiedereröffnungsjubiläum feiern.

Was den Gasthof heute auszeichnet, ist ein Konzept, das Kleinknecht als bewusst „bayerisch – klassisch und modern“ beschreibt. Er grenzt sich dabei von einer beliebigen „Alles-für-alle“-Karte ab. Statt Pizza neben Sushi und Schnitzel setzt er auf nachvollziehbare Wirtshausklassiker – ergänzt durch ein Steak- und „Casual Fine Dining“-Angebot, das die Hemmschwelle für gehobenere Küche senken soll. Gerade diese Mischung habe im Ort anfangs für Neugier gesorgt: Stammtischgäste, die zunächst skeptisch auf große Steaks am Nachbartisch reagierten, seien später selbst zu Fans geworden – vor allem für besondere Anlässe. Viele Zutaten bezieht Kleinknecht nach eigenen Angaben von regionalen Erzeugern, die er zum Teil persönlich kennt. Qualität beginne für ihn bei Herkunft, Handwerk und Transparenz.

Neben dem Tagesgeschäft hat der Gasthof zusätzliche Standbeine aufgebaut. Weinabende mit Winzern, Verkostungen, Küchenpartys und Kochkurse sind feste Bestandteile des Programms. Dahinter steckt für Kleinknecht ein klares Ziel: Gastronomie „erlebbar“ zu machen und Berührungsängste abzubauen. Wenn Winzer ihre Weine selbst erklären, entstünden Gespräche, die den Gästen Orientierung geben – und häufig die Hemmung nehmen, Neues auszuprobieren. Ähnlich sieht er es bei Kochkursen: Viele kämen wegen der Unterhaltung, nähmen aber vor allem ein neues Verständnis für handwerkliche Arbeit mit nach Hause. Beispiele reichen von Pasta-Kursen bis zu Spezialformaten wie Wild-Zerlegekursen. Buchbar ist das Angebot über den Online-Shop des Betriebs, der Ticketverkauf und Vorbestellungen – etwa für Aktionen wie „Ente to go“ – digital abwickelt.

Einen großen Teil des Gesprächs nimmt Kleinknechts eigene Biografie ein, die alles andere als geradlinig verlief. Früh sammelte er praktische Küchenerfahrung, absolvierte schließlich seine Ausbildung im Hotel Mayer in Germering und machte in der Sternegastronomie schnell Karriere – unter anderem bei Otto Koch, später folgten Stationen im Ausland. Ein Zahnarztbesuch wurde jedoch zum Bruch: Nach einer Betäubung verlor er über längere Zeit seinen Geschmackssinn. Für einen Koch bedeutete das faktisch das Aus. Kleinknecht schildert eine Phase, in der er sich mit unterschiedlichen Jobs über Wasser hielt und schließlich sogar eine Firma im Bereich Auslieferung und Einbau von Haushaltsgeräten aufbaute. Erst als der Geschmack nach rund zwei Jahren langsam zurückkehrte – und eine geschäftliche Krise ihn zusätzlich zum Umdenken zwang – fand er wieder zurück an den Herd. Die Selbstständigkeit in der Gastronomie sei dann für ihn auch eine Konsequenz daraus gewesen, dass er sich nach eigener Erfahrung schwer unterordnen könne und betriebswirtschaftliche Abläufe zu oft „gegen die Wand“ laufen sah.

Wie groß die Investitionen für den Neustart waren, wird an vielen Details sichtbar. Kleinknecht erzählt von Restaurierung statt schneller Renovierung, von historischen Böden, von Lichtkonzepten, die er nach langen Recherchen in Italien fand – und von der bewussten Entscheidung, die Küche offen und vorzeigbar zu gestalten. Die hochwertige, fest verbaute Küchenausstattung sei nicht nur Optik, sondern auch Effizienz: Sie spare täglich Zeit bei Reinigung und Abläufen. Gleichzeitig macht er deutlich, wie schwierig große Projekte in der Gegenwart geworden sind – etwa die Sanierung des früheren Tanzsaals. Die nötigen Summen seien massiv gestiegen, Personal für große Veranstaltungen kaum noch zu finden, und die wirtschaftliche Rechnung gehe im ländlichen Raum selten auf.

Damit sind die zentralen Probleme benannt, die Kleinknecht auch grundsätzlich beschäftigen: steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten und das Ausdünnen der sozialen Treffpunkte auf dem Land. Vereine verlagerten Feste und Stammtische zunehmend in eigene Heime, klassische Wirtshausrunden seien seltener geworden. Gleichzeitig beobachtet er, dass sein Gasthof längst nicht nur vom Ort lebt. Gäste kämen aus einem weiten Einzugsgebiet – bis nach Augsburg, München, aus Österreich oder der deutschsprachigen Schweiz. Sichtbarkeit entsteht dabei aus einem Mix: Social Media, Google-Bewertungen, Fachpresse und Restaurantführer. Auszeichnungen seien „nice to have“, betont Kleinknecht, entscheidend sei der Alltag: „Jeder Gast kann ein Restauranttester sein.“

Besonders deutlich wird das Thema Personal. Kleinknecht beschreibt die Suche nach Mitarbeitenden als eines der größten Nadelöhre der Branche. Er berichtet von langen Suchphasen und von Bewerbungen, bei denen es nicht um Arbeit, sondern um Formalitäten ging. Konsequenz daraus war eine Umstellung des Konzepts: kleinere Karte, schlankere Abläufe, weniger Personal – um die Kostenstruktur zu stabilisieren, ohne die Preise ständig weiter anheben zu müssen. Auch die politische Debatte um Mehrwertsteuer, Mindestlohn und steigende Abgaben streift das Gespräch. Kleinknecht zeichnet dabei ein Bild, in dem Entlastungen auf dem Papier schnell von neuen Kosten aufgezehrt werden – nicht nur in der Gastronomie, sondern entlang der gesamten Lebensmittelkette.

Als meinungsstarker Unternehmer nutzt Kleinknecht seine Reichweite zudem für gesellschaftliche Themen. Ein Punkt ist ihm besonders wichtig: Ernährungsbildung. Er wünscht sich, dass Kinder früher und intensiver lernen, was gute Lebensmittel ausmacht, wie Ernährung mit Gesundheit und Umwelt zusammenhängt – und dass dieses Wissen nicht nur am Rand vorkommt. Das sei auch eine langfristige Antwort auf Folgekosten durch Fehlernährung.

Zum Ende des Podcasts richtet sich der Blick nach vorn. Große Ideen gebe es viele, sagt Kleinknecht – doch nach Investitionen von zuletzt über einer halben Million Euro müsse zunächst erwirtschaftet werden, was bereits umgesetzt wurde. Die größte Herausforderung sei, Projekte, Betrieb und Familie in Balance zu halten. Er arbeite nach eigenen Angaben meist sieben Tage die Woche, mindestens zehn Stunden am Tag. Gerade deshalb betont er die Rolle seiner Familie – ohne sie wäre ein inhabergeführter Betrieb dieser Art kaum zu stemmen.

Aufgezeichnet wurde die Folge im Bistro Sixtyfour in Maisach, das erneut als Streaming- und Gesprächsort diente. Matthias J. Lange bedankte sich bei Gastgeber Uwe Flügel sowie bei den Beteiligten hinter der Technik und verwies am Ende auf die nächste Ausgabe des Formats: Am 11. Februar ist Florian Wiesent vom Ordnungsamt Maisach zu Gast – dann geht es um Abläufe und Organisation rund um die bevorstehende Kommunalwahl.

Dombo bewegt: Rückblick, Bewegung und neue Impulse

28. Dezember 2025

Der Podcast „Dombo bewegt“ ist ein Gesprächsformat, in dem ich mich mit Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit Dombo in Maisach über aktuelle Entwicklungen, Erfahrungen und Perspektiven rund um Gesundheit, Bewegung und Unternehmensführung austausche. In der hier vorliegenden Folge steht ein Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr sowie ein Ausblick auf kommende Veränderungen im Mittelpunkt.

Norman Dombo schildert das Jahr als geprägt von hoher Dynamik, zahlreichen Neuerungen und strukturellen Weiterentwicklungen. Dazu zählen unter anderem personelle Veränderungen, neue Mitarbeitende sowie das Feiern zweier Jubiläen: 30 Jahre Physiotherapie und zehn Jahre Trainingsbereich. Diese Meilensteine wurden mit einer Feier und der Einführung eines neuen Trainingsgeräts begleitet. Thematisiert wird dabei insbesondere das sogenannte Skillcord-Training, das visuelle, kognitive und motorische Aspekte miteinander verbindet und den Anspruch unterstreicht, auch nach Jahrzehnten Erfahrung offen für Innovationen zu bleiben.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der besonderen Ausrichtung des Unternehmens. Norman Dombo beschreibt den Anspruch, sich durch ungewöhnliche Ideen und Aktivitäten von klassischen Physiotherapiepraxen abzuheben. Dazu zählen frühe Messeauftritte, Gesundheitsaktionen sowie gemeinsame Ausflüge für Mitglieder, die über den reinen Trainingsbetrieb hinausgehen und der Kundenbindung dienen.

Auch organisatorische Themen kommen zur Sprache, etwa die Öffnungszeiten und der eingeschränkte Betrieb rund um die Feiertage. Dabei wird erläutert, wie Trainingsmöglichkeiten trotz reduzierter Personalstärke aufrechterhalten werden und warum Erholungsphasen für Mitarbeitende und Leitung wichtig sind. Ergänzend wird auf gesundheitliche Aspekte von Stress und Erholung eingegangen.

Abschließend gibt Norman Dombo einen Ausblick auf das kommende Jahr. Ab Januar wird der Reha-Sport eigenständig im Haus organisiert, was eine weitere strukturelle Neuerung darstellt. Die Folge endet mit einem gemeinsamen Weihnachtsgruß und markiert zugleich den Abschluss der Podcast-Reihe für das Jahr 2025, verbunden mit der Ankündigung, das Format 2026 fortzusetzen.

Live. Lokal. Echt. Der BistroTalk in Youtube mit Stefan Pfannes, Kulturreferent von Maisach im Sixtyfour am Mittwoch, 12. November

11. November 2025

Im gemütlichen Ambiente des Maisacher Bistros sixtyfour geht das lebendige Talk-Format: der BistroTalk in die nächste Runde. Gastgeber Matthias J. Lange hat mit dem Maisacher Kulturreferenten Stefan Pfannes eine spannende Persönlichkeit aus der Gemeinde Maisach eingeladen – direkt vor Ort und live im Netz.

Gemeinsam wird über die Kultur in der Gemeinde, den Arbeitskreis Geschichte und das Miteinander in der Gemeinde gesprochen – offen, nahbar und ganz ohne Script.
Weiter geht es am Mittwoch, 11. November um 18 Uhr, der Talk dauert etwa eine Stunde und wird ab 18 Uhr live auf YouTube gestreamt. Die Adresse ist:
https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Es können Interessierte den Stream live verfolgen, kommentieren und Fragen stellen. Der Stream wird moderiert. Unterstützt wird das Format vom Treffpunkt Bistro sixtyfour in der Maisacher Zentrumspassage von Gastronom Uwe Flügel.
https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Live. Lokal. Echt. Der BistroTalk in Youtube mit Norman Dombo, Zentrum für Gesundheit Maisach, im sixtyfour

28. Oktober 2025

Es gibt eine neue Folge des BistroTalks in Maisach am Mittwoch, 29. Oktober, 18 Uhr Online und in Maisach. Im gemütlichen Ambiente des Maisacher Bistros sixtyfour geht das lebendige Talk-Format: der Bistrotalk in die vierte Runde. Gastgeber Matthias J. Lange hat mit dem Leiter des Maisacher Zentrums für Gesundheit Norman Dombo eine spannende Persönlichkeit aus der Gemeinde Maisach eingeladen – direkt vor Ort und live im Netz. Gemeinsam wird über 30 Jahre Zentrum für Gesundheit, ein Westerländer in Bayern, ehrenamtliches Engagement, Zivilflieger und das Miteinander in der Gemeinde gesprochen – offen, nahbar und ganz ohne Script.

Los geht’s am Mittwoch, 29. Oktober um 18 Uhr, der Talk dauert etwa eine Stunde und wird ab 18 Uhr live auf YouTube gestreamt. Die Adresse ist:
https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Es können Interessierte den Stream live verfolgen, kommentieren und Fragen stellen. Der Stream wird moderiert. Unterstützt wird das Format vom Treffpunkt Bistro sixtyfour in der Maisacher Zentrumspassage von Gastronom Uwe Flügel.
Hier nochmal der Stream für den 29. Oktober um 18 Uhr: https://www.youtube.com/@redaktion42/streams

Hier die bisherigen Veröffentlichungen:

BistroTalk: Feuer im Herzen – wie die Freiwillige Feuerwehr Maisach Gemeinschaft, Mut und Leidenschaft lebt

22. Oktober 2025

Der Bistrotalk im „sixtyfour“ in Maisach – locker, nah dran, mit einem vollen Raum und viel Applaus – war diesmal eine Stunde gelebte Dorfgemeinschaft: Gastgeber Matthias J. Lange begrüßte sein Publikum im 64 und dankte Gastronom Uwe für die offene Bühne, bevor er mit seinem Gast auf Du umschaltete: Andreas Müller, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Maisach. Was folgte, war kein amtliches Statement, sondern eine persönliche Erzählung über Kameradschaft, Verantwortung – und einen „Feuerwehr-Virus“, der ein Leben prägt.

Müllers Weg beginnt Anfang der 1990er-Jahre mit Skepsis und Neugier: Freunde locken ihn zu den ersten Treffen der Jugendfeuerwehr, die Ausrüstung ist damals noch alt, die eigenen Rollen unklar. Doch aus Übungen werden Freundschaften, aus Neugierde Haltung. Später unterstützt er den Jugendwart, springt ein, als die Wehr nach einem tragischen Verlust führungslos dasteht – und wächst in Aufgaben hinein, die er „eigentlich nie“ wollte. 2013 folgt der nächste Schritt in die Führung, schließlich die Wahl zum Kommandanten. Diese Biografie erzählt nicht von Karriereschritten, sondern von Bindung: an Menschen, an den Ort, an eine Aufgabe, die man nicht allein leisten kann. Hier die Aufzeichnung des gesamten Gesprächs

Ein kompaktes Porträt der Wehr zeigt, worauf sich Maisach verlassen kann: rund 60 Aktive, gut gemischt, handwerklich breit aufgestellt, professionell ausgebildet. Der Fuhrpark ist sichtbar gewachsen – vom Mehrzweckfahrzeug (MZF) über das Löschgruppenfahrzeug und die neue Drehleiter bis zum Tanklöschfahrzeug, das gerade ersetzt wird, dazu Mannschaftstransporter und ein schneller Responder. Doch die Technik ist nur Mittel zum Zweck; entscheidend bleibt die Routine durch Übung – und die Bereitschaft, immer wieder mittwochs die eigene Freizeit gegen Training zu tauschen. „Üben, üben, üben“, sagt Müller, und man glaubt ihm sofort.

Wie jede Organisation kämpft auch die Feuerwehr um Nachwuchs. Müller verschweigt das nicht – und hat doch gute Nachrichten: Seit ein, zwei Jahren zeigt der Trend wieder nach oben. Schnuppern ist ausdrücklich erwünscht: mittwochs ab 18.30 Uhr kann jede und jeder vorbeischauen, ohne Verpflichtung, mit Paten, die erklären und begleiten. Nach einer kurzen Schnupperzeit folgt, wer dabeibleiben will, der modulare Weg in die Grundausbildung (Erste Hilfe, MTA), später Spezialisierungen wie Atemschutz oder Maschinist. Voraussetzungen? Lust, Zeit und ein bisschen Fitness. Alles andere lernt man – im Team.

Worum es im Einsatz wirklich geht, lässt Müller nüchtern und klar: Der romantische Großbrand ist selten geworden, das Tagesgeschäft sind technische Hilfeleistungen – von der Ölspur über Verkehrsunfälle bis zur Türöffnung und Tragehilfe für den Rettungsdienst, rund 80 Prozent aller Einsätze. Ja, die Katze auf dem Baum gibt es auch – und meist springt sie in dem Moment, in dem die Drehleiter anlegt. Über E-Autos spricht Müller entkrampfend: Brennt etwas, brennt es. Wichtig bleibt die Menschenrettung, alles andere ist Taktik und Technik.

Das Einsatzgebiet der Maisacher reicht vom Ort selbst bis zu überörtlichen Unterstützungen, wenn die Leitstelle spezielle Mittel anfordert – etwa die Drehleiter in Nachbarorte oder, selten, auf die Autobahn. Was nach außen hierarchisch wirkt, ist innen klare Verantwortungskette: Einsatzleitung bei der örtlichen Feuerwehr, Lagebesprechungen mit Polizei, Rettungsdienst, THW. Nachbesprechungen gehören dazu, besonders nach schweren Lagen – und wenn Eindrücke nachhallen, greift die psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte. Gewalt gegen Helfer? In Maisach zum Glück kein Thema.

Weil Sicherheit Redundanz braucht, funkt die Wehr digital – und hält den analogen Rückfallkanal bewusst vor. Weil Katastrophen Vorsorge brauchen, entsteht in Mammendorf ein Notfalllager für den Landkreis, das Material bereithält, das vor Ort nicht ständig verfügbar sein kann. Und weil Vertrauen Nähe braucht, gibt es Öffentlichkeitsarbeit aus der Mitte der Mannschaft: schnell, respektvoll, ohne Sensationslust, mit Sinn für Datenschutz und das berechtigte Interesse der Bevölkerung.

Feuerwehr ist Pflichtaufgabe – und Vereinsleben. Das spürt man, wenn Müller über Marktfest, Osterfeuer, die 150-Jahr-Feier und die anstehende Veranstaltungen spricht. Vielleicht ist das der Kernsatz des Abends: Feuerwehr ist Teamarbeit – und Teamarbeit ist gelebte Nachbarschaft. Andreas Müller erzählt ohne Pathos von Disziplin und Routine, und doch klingt hinter allem eine leise Wärme: die Freude, wenn eine Jugendgruppe zusammenwächst; der Respekt vor Technik, die schützt; die Erleichterung, wenn ein Einsatz gut endet; die Gelassenheit, wenn jemand an der Absperrung schimpft – und der Wille, ruhig zu bleiben, weil Sicherheit kein Kompromiss ist.

Am Ende dieses Bistrotalks im Sixtyfour blieb das Gefühl, einer unsichtbaren Infrastruktur des Vertrauens begegnet zu sein. Man sieht sie, wenn Blaulicht die Nacht streift; man spürt sie, wenn der Melder piept und Menschen loslaufen. Wer jetzt denkt: „Vielleicht wäre das auch was für mich“, hat am Mittwochabend eine offene Tür einfach ins Gespräch zu kommen.

Der nächste Bistrotalk vor Ort und in Youtube findet mit Norman Dombo, Zentrum für Gesundheit Maisach, im sixtyfour am Mittwoch, 29. Oktober, 18 Uhr Online und in Maisach https://www.youtube.com/@redaktion42/streams