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Neujahrsempfang: Demokratie ist eine dauerhafte Aufgabe für jeden Bürger

31. Januar 2026

Ich halte es für wichtig, an einem Ort nicht nur zu wohnen, sondern sich auch aktiv am Ortsgeschehen zu beteiligen. Und wenn ich die Zeit neben Beruf und zahlreichen Ehrenämter habe, besuche ich gerne die eine oder andere Veranstaltung bei uns in der Gemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. So auch gestern der Neujahrsempfang der CSU Maisach. Festrednerin war die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner. Trotz Kommunalwahlkampf blieben Reden und Grußworte zumeist sachlich und motivierend. Zudem gab es Ehrenpreise der Partei für verdiente Akteure in der Gemeinde.

Im Mittelpunkt der Rede der Landtagspräsidentin Ilse Aigner stand ein eindringliches Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit. Aigner machte deutlich, dass diese Grundwerte keineswegs selbstverständlich seien, sondern täglich verteidigt, gepflegt und aktiv gelebt werden müssen. Demokratie sei nicht nur ein Geschenk, sondern eine dauerhafte Aufgabe für jede Bürgerin und jeden Bürger.

Besonders betonte sie die Bedeutung der freien Meinungsäußerung. In Deutschland dürfe jede und jeder seine Meinung äußern, ohne staatliche Repressionen befürchten zu müssen – ein hohes Gut, das sich klar von autoritären Systemen unterscheide. Gesellschaftliche Debatten, Widerspruch oder Kritik seien kein Zeichen mangelnder Freiheit, sondern Ausdruck einer lebendigen Demokratie. Aigner warnt zugleich vor gezielter Desinformation, Hass und Hetze, insbesondere in sozialen Medien, die das Vertrauen in demokratische Institutionen untergraben und Menschen verunsichern sollen. Medienfreiheit als „vierte Gewalt“ sei dabei unverzichtbar, auch wenn Berichterstattung nicht immer bequem sei.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Ehrenamt als Fundament der Demokratie. Aigner würdigte das breite bürgerschaftliche Engagement in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Rettungsdiensten, Kirchen und insbesondere in der Kommunalpolitik. Dieses Engagement könne weder verordnet noch ersetzt werden und bilde das tragende Wurzelwerk des demokratischen Gemeinwesens – von den Ortsverbänden bis hin zu den kommunalen Gremien.

Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen unterstrich Aigner die Bedeutung freier, echter Wahlen als Kern demokratischer Ordnung. Die Möglichkeit, zwischen Kandidatinnen und Kandidaten zu wählen, Verantwortungsträger direkt anzusprechen und politische Entscheidungen vor Ort mitzugestalten, sei ein besonderer Schatz, der in vielen Ländern fehle. Sie rief dazu auf, dieses Recht bewusst wahrzunehmen und sich schützend vor engagierte Kommunalpolitikerinnen und -politiker zu stellen, wenn diese angegriffen werden.

Markus Libal: Verantwortung übernehmen
Im Mittelpunkt der Begrüßungsrede des Maisacher CSU-Ortsvereinsvorsitzenden Markus Libal steht der Dank an die vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde. Libal betont, dass dieser Neujahrsempfang ausdrücklich ihnen gewidmet sei – all jenen, die Verantwortung übernehmen, oft im Verborgenen wirken und das gesellschaftliche Leben in Maisach tragen, sei es in Vereinen, bei Feuerwehr und Kirche, in der sozialen Arbeit oder im privaten Umfeld bei der Pflege von Angehörigen.

Er stellte einen bewussten Kontrast zwischen wachsender Anspruchshaltung und gleichzeitig großem Verantwortungsbewusstsein her. Während Kritik und Forderungen – etwa über soziale Medien – heute schnell an Gemeinde und Staat weitergereicht würden, zeige sich in Maisach tagtäglich ein starkes, positives Gegenbild: gelebtes Ehrenamt, Zusammenhalt und persönlicher Einsatz über alle Ortsteile hinweg. Dieses Engagement sei nicht selbstverständlich und verdiene Anerkennung und Dank.

Landrat Thomas Karmasin: Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung
Im Zentrum des Grußwortes des Fürstenfeldbrucker Landrats Thomas Karmasin stand die herausragende Bedeutung des Ehrenamts. Karmasin betont, dass ehrenamtlich engagierte Menschen – in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Kultur, Sport, Kirche oder auch in der Kommunalpolitik – maßgeblich dazu beitragen, aus einer reinen Einwohnerschaft eine lebendige Gemeinschaft zu formen. Dass dieser Neujahrsempfang bewusst offen gestaltet sei und Ehrenpreise für bürgerschaftliches Engagement verlieh, wertete er als wichtiges Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.

Abschließend verwies Karmasin auf die schwierigen Rahmenbedingungen der kommenden Jahre – von der kommunalen Finanzlage über Krankenhausreformen bis hin zu tiefgreifenden Transformationsprozessen. Gerade in dieser Situation seien Erfahrung, Vernetzung und Zusammenarbeit entscheidend.

Bürgermeister Hans Seidl: Einladung Verantwortung zu übernehmen
Im Mittelpunkt des Grußwortes von Maisachs Bürgermeister Hans Seidl stand der Appell an gemeinsames Gestalten, Wandel und Zusammenhalt. Seidl machte deutlich, dass das neue Jahr kein Selbstläufer ist, sondern eine Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft der Gemeinde aktiv mitzuprägen. Wohlstand, Lebensqualität und Sicherheit seien kein Naturgesetz, sondern Ergebnis von Bereitschaft zur Veränderung, Mut und gemeinsamer Anstrengung.

Der Bürgermeister ordnete seine Rede in eine Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und globaler Umbrüche ein. Wandel sei unausweichlich, zugleich aber auch Chance, sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen. Entscheidend sei dabei, offen für Veränderung zu bleiben, ohne die eigenen Werte und Traditionen zu verlieren. Diese seien das Fundament, das Halt und Orientierung gebe – gerade in unsicheren Zeiten.

Besonders hob Seidl die Stärke der Gemeinde Maisach mit ihren sechs Ortsteilen hervor. Deren gewachsene Identitäten, Vereine und das ausgeprägte Miteinander seien das tragende Wurzelgeflecht der Gemeinde und Quelle ihrer Vielfalt und Stabilität. Eine geeinte, starke Kommune sei Voraussetzung, um Herausforderungen wie Energieversorgung, Infrastruktur, soziale Aufgaben und nachhaltige Entwicklung erfolgreich zu bewältigen.

Seidl betonte die Bedeutung eines verantwortungsvollen Wachstums. Nur eine wirtschaftlich starke Gemeinde könne in Schulen, Kindergärten, Feuerwehr, Verkehr, Klima- und Artenschutz sowie die Energiewende investieren und damit langfristig Wohlstand sichern. Gleichzeitig mahnte er, soziale Grundwerte zu bewahren und Familien sowie Seniorinnen und Senioren besondere Wertschätzung entgegenzubringen.

Ehrenpreise an Irene Lilly Schmid und Alfons Strähuber
Die Laudationes der Ehrenpreise der CSU Maisach machten deutlich, warum der Preis inzwischen in drei Kategorien vergeben wird: Das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde sei so vielfältig und stark, dass eine einzelne Auszeichnung dem Einsatz vieler Menschen nicht mehr gerecht würde. Mit den Ehrenpreisen sollen herausragende Leistungen sichtbar gemacht und gewürdigt werden.

In der Kategorie Förderung von Angeboten für Kinder und Heranwachsende wurde Irene Lilly Schmid vom Verein Hühnerleiter Theater für Kinder e. V. aus Maisach ausgezeichnet. In der Laudatio von Evi Huttenloher wurde das Kindertheater als kulturelle Institution gewürdigt, die es seit Jahrzehnten schafft, schon die Jüngsten mit hoher künstlerischer Qualität zu begeistern. Seit den frühen 1990er-Jahren bringe die Hühnerleiter regelmäßig professionelles Kindertheater in die Gemeinde und leiste damit nachhaltige kulturelle Bildungsarbeit. Besonders hervorgehoben wurden die Leidenschaft, Kontinuität und das persönliche Engagement der Vorsitzenden Lilli Schmid und ihres Teams, die trotz geringer finanzieller Mittel ein anspruchsvolles Programm ermöglichen und damit Kultur „vor der Haustür“ schaffen.

Der Ehrenpreis in der Kategorie Förderung von Kultur und Sport ging an Alfons Strähuber. In seiner Laudatio würdigte Franz Kellerer ein außergewöhnliches Lebenswerk: Über mehr als sechs Jahrzehnte prägte Alfons Strähhuber als Chorleiter das kirchenmusikalische Leben in Germerswang und darüber hinaus. Sein Verdienst liege nicht nur in Konzerten, Festmessen und besonderen Veranstaltungen, sondern vor allem in der kontinuierlichen, oft unsichtbaren Arbeit mit Amateurmusikerinnen und -musikern. Mit Geduld, Motivation, musikalischem Anspruch und menschlicher Führung schuf er über Jahrzehnte eine lebendige, tragfähige Chorgemeinschaft und wurde zu einer prägenden kulturellen Persönlichkeit der Gemeinde und des Landkreises.

Ehrenpreise an Christine und Karlheinz Wenhart und Lorenz Schanderl
Beim Neujahrsempfang 2026 der CSU Maisach wurde der Ehrenpreis in der Kategorie „Lebenswerk“ gleich zweimal vergeben. Damit würdigt die Jury bewusst das außergewöhnliche, jahrzehntelange Engagement von Persönlichkeiten, die das kulturelle und sportliche Leben der Gemeinde nachhaltig geprägt haben.

Der Ehrenpreis für das Lebenswerk im kulturellen Ortsleben ging an Christine und Karlheinz Wenhart. In der Laudatio von Gaby Rappenglitz wurde ihr gemeinsames Wirken als beispielhaftes Engagement für Gernlinden beschrieben. Seit ihrer Jugend seien beide tief im örtlichen Vereinsleben verwurzelt. Über mehr als fünf Jahrzehnte prägten sie insbesondere die Heimatbühne Gernlinden, den Fasching, die Kindergarde, das Kartell der Ortsvereine sowie zahlreiche Feste und Veranstaltungen. Christina Wenhart engagierte sich über Jahrzehnte als Schauspielerin, Regisseurin und Vorsitzende der Heimatbühne, während Karlheinz Wenhart mit Organisationstalent, handwerklichem Einsatz und technischer Kompetenz viele Projekte maßgeblich unterstützte – vom Bühnenbau bis zum Bau des Gerätehauses. Gemeinsam legten sie zudem den Grundstein für das heutige Dorffest in Gernlinden und weitere kulturelle Höhepunkte. Ihr Lebenswerk stehe für Gemeinschaftssinn, Gastfreundschaft und kulturelle Identität.

Der zweite Ehrenpreis in der Kategorie Lebenswerk – Bereich Sport wurde an Lorenz Schanderl verliehen. In der Laudatio von Alfred Hirsch wurde Schanderls außergewöhnliche Verbundenheit mit dem SC Maisach hervorgehoben, dem er seit 1965 angehört. Über 60 Jahre engagierte er sich in nahezu allen Funktionen des Vereins: als Spieler, Jugendtrainer, Abteilungsleiter, Kassierer, zweiter Vorstand und schließlich zwanzig Jahre lang als erster Vorstand. Unter seiner Verantwortung wurden sportliche Erfolge gefeiert, große Veranstaltungen organisiert, das Vereinsheim saniert, neue Sportanlagen geschaffen und das 100-jährige Vereinsjubiläum realisiert. 2025 wurde er zum Ehrenpräsidenten des SC Maisach ernannt. Besonders betont werden seine Führungsstärke, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft und seine Fähigkeit, Menschen für den Verein zu begeistern.

Und natürlich musste ich fürs Ego auch ein Bild mit der Festrednerin haben:

Eindrücke aus dem Social Media-Wahlkampf – Kommunalwahl in Bayern

15. März 2020

Heute finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Ich wünsche den demokratischen Abgeordneten viel Erfolg und danke ihnen, dass sie sich für unsere Demokratie einsetzen. Das klingt schwülstig, ist aber keine Selbstverständlichkeit.

Ich habe Briefwahl gemacht. Ich habe Briefwahl gemacht.

Uns Wählern rufe ich zu: Geht wählen und wählt demokratisch! Aber gebt keinen extremen oder extremistischen Kandidaten eure Stimme. Handelt bitte überlegt und vernünftig. Meine Familie und ich haben die Briefwahl aus Bequemlichkeit vorgezogen – der Wahlzettel war riesig.
In den vergangenen Monaten habe viele Kandidaten getroffen und mich mit ihnen unterhalten. Viele habe ich bei meinen Veranstaltungen zum Thema Social Media-Wahlkampf geschult. Wenn ich mir das Netz ansehen, dann habe ich zu wenig Schulungen gehalten. Es ist zum Teil grausam, was ich da in sozialen Netzwerken von Kandidaten sehe. Es ist peinlich.

Natürlich werden die Kommunalwahlen nicht im Netz entschieden, aber sie werden im Netz mitentschieden. Leider haben es viele Kandidaten das digitale Netz und die sozialen Netzwerke nicht verstanden. Sie sind verhaftet im analoges Denken und wenden dies auf die digitale Welt an. Das ist falsch. Und ich sage es wieder und wieder: So geht es nicht. Ihr langweilt, ihr langweilt mit euren Postings total.
In den vergangenen Wochen habe ich viele Kandidaten, auch solche, die ich grundsätzlich unterstütze, auf stumm geschaltet. Ich konnte die Postings nicht mehr ertragen. Es geht nicht darum, ein hübsches Kandidatenbild mit Partei/Gruppierung und Listen/Kandidatenplatz zu zeigen und zu hoffen, das man gewählt wird. Es geht darum, eine Geschichte zu erzählen. Storytelling nennt man es im Journalismus. Ich möchte eine Geschichte über den Kandidaten hören. Viele (angehende) Kommunalpolitiker wurden auf Facebook und Instagram losgelassen und überschwemmen ihre virtuellen Freunde mit Bilderfluten voller grinsender Gesichter. In Twitter blieb man meist fern, weil das scheinbar zu anstrengend ist und Otto-Normalverbraucher erst gar nicht in Twitter ist, die Multiplikatoren dabei schon.


Geteilt wird so ein Bilder-Blödsinn von den Freunden natürlich nicht, dabei ist Sharing doch eine der wichtigsten Funktionen in sozialen Netzwerken. Warum soll ich ein Kandidatenfoto ohne Aussage, ohne Geschichte teilen und meine Timeline mit diesem Spam verstopfen? Das fällt auf den User nur zurück.
Ich wurde eingeladen, Freund einer Kandidatenseite zu werden und sehe dort nur klassische Werbung. Ich will aber keine Werbung sehen – die sehe ich im Netz schon genug. Warum sollte ich euch liken?
Und ich bin mir sicher, dass das Engagement im Netz nach der Wahl schlagartig einbrechen wird. Mancher Kandidat ist gewählt, mancher eben nicht und dann gehen viele zurück zur Tagesroutine und das Netzengagement schläft wieder ein nach dem Motto: ich hab ja mein Ziel erreicht (oder eben nicht). Wie schön wäre es, wenn man Politik im Netz ernst nehmen und über den Wahltag hinaus sich engagiere würde? Ich will kein Bashing machen, aber erinnert euch an meine Worte, wenn die Kommunalwahlen gelaufen sind.

Noch schlimmer wird es für das Web 1.0 laufen. Die Kandidatenseiten wurden zu spät ins Netz gestellt, weil sie sich nach analogen Marketingplänen der analogen Welt gerichtet haben. Die Kandidatenaufstellung der analogen Welt kam für eine langfristige digitale Planung viel zu spät. Mit SEO von Kandidatenseiten war nicht viel her. Die Seiten wurden aus Sicht des Kandidaten ins Netz gestellt, aber nicht für den Bürger. Und das Auffinden mancher Seiten war unterirdisch bis nicht vorhanden.
Es gilt: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Es wird die nächste Wahl kommen. Aber jetzt gilt in Bayern erst einmal: Leute, geht demokratisch wählen.

Richtig vorbereiten auf die Kommunalwahl 2020

25. Oktober 2019

Der Wahlkampf ums Rathaus, wie hier Landshut, ist voll entbrannt.

Der Wahlkampf ums Rathaus, wie hier Landshut, ist voll entbrannt.

Im Moment schule ich parteiübergreifend angehende und amtierende Kommunalpolitiker im Umgang mit Social Media. Im kommenden Jahr ist im März in Bayern Kommunalwahl und ich habe großen Respekt vor Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Gemeinde, Stadt, Kommune oder Kreis zur Verfügung stellen und Demokratie leben.
Der Dialog mit den Bürgern vor Ort darf aber nicht nur Face to Face ablaufen, sondern muss auch auf den digitalen Plattformen geschehen. Das ist anders als in der klassischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Web 2.0 gibt es klare Spielregeln. Wer nur sendet, der wird nicht gehört. Kommunikation und Dialog sind angesagt – das kostet Zeit und Mühe.

Landshut ist eine eindrucksvolle Stadt, leidet aber unter dem Verkehrskollaps.

Landshut ist eine eindrucksvolle Stadt, leidet aber unter dem Verkehrskollaps.

Dies wurde mir auch wieder von Kommunalpolitikern bei der Herbstreise des Münchner Presseclubs bestätigt. In Landshut trafen wir auf den zweiten Bürgermeister der Stadt Landshut Thomas Keyßner (die Grünen) und in Passau stießen wir spontan am Marktplatz auf den CSU-Bürgermeisterkandidaten Georg Steiner, der hauptamtlich Tourismusdirektor in Linz ist.
Hier die Videos mit den Gesprächen mit den Politikern.

 

Interessant ist, dass parteipolitische Diskussionen bei der Kommunalwahl weniger eine Rolle spielen als vielmehr das persönliche Auftreten. Kommunalwahl ist für mich eine Personenwahl, weniger eine Parteienwahl. Natürlich hat jede Kommune seine individuellen Herausforderungen. Allerdings stelle ich fest, dass gerade in den Zentren wie Landshut oder Passau die Verkehrsdiskussion eine große Rolle spielt. Die historischen Städte können den anfallenden Pkw-Verkehr nicht mehr bewältigen und die Infrastruktur ist nicht mitgemachten. Es kommt oftmals zum Kollaps. Zudem ist am Horizont die Transformation der Wirtschaft zu sehen und damit der Verlust oder die Umwandlung von Arbeitsplätzen.
Daher ist es meiner Meinung nach wichtig, den Dialog mit den Wählerinnen und Wählern in allen Formen zu suchen und sich wirklich mit ihm auszutauschen. Es gilt auch neue Wege des Dialogs zu suchen und auszuprobieren. Hier können soziale Medien eine große Rolle spielen. Twitter, Facebook, Instagram und YouTube dürfen nicht den Extremisten überlassen werden, sondern Volksparteien müssen sich endlich auch für diese Plattformen fit machen.
Ach ja, ich stehe gerne für Schulungen zur Verfügung (Werbeblock Ende)

Der Vorsitzende des Münchner PresseClubs Peter Schmalz /r.) fragt nach.

Der Vorsitzende des Münchner PresseClubs Peter Schmalz /r.) fragt nach.