Vor kurzem gönnte ich mir den Spaß und kaufte mir einen alten Cronenberg-Heuler auf Blu ray: Scanners – Ihre Gedanken können töten. Ich hatte Jahre zuvor eine 3fach-DVD-Box von Scannerserworben, wobei hier nur der Cronenberg-Film Anspruch auf einen Platz in der Filmgeschichte hatte. Die beiden Fortsetzungen sind Dreck.
Mich begeistern die frühen David Cronenberg Filme durch ihre Kälte und depressiver Stimmung. Das ist bei dem in Blu ray aufgepeppelten Scanners nicht anders, die Kälte kommt sogar noch besser aufs Bild. Schließlich ist das Bild besser als auf der DVD-Fassung und oh Wunder: Der Film ist wirklich mal uncut. Noch vor Jahren wurde eine erbitterte Diskussion geführt, ob der Film verboten gehört – dann wurde er mit 18 Jahren freigegeben – und einige DVD-Fassungen sind nur für Erwachsene zu haben. Und nun kommt der ungeschnittene Scanners mit einer FSK 16 Jahren auf Blu ray daher. Was soll jetzt das? Für mich gehören zerberstende Köpfe, platzende Augen und brennende Leiber nicht ab 16 Jahren freigegeben. Aber wahrscheinlich ist der 16jährige sowieso eingeschlafen bei dem lahmen Schnitttempo, das der Film an den Tag legt und für heutige Zuschauer einfach langweilig ist.
Mir hat der Film aber gefallen – und dies obwohl Scanners massive Schwächen im Drehbuch hat und manchmal etwas verworren daherkommt – allein der Schnitt dauerte neun Monate. Herausgekommen ist aber ein Klassiker des Telekinse-Films, der richtig schön polarisiert. Die Kritik zerriss den Film beim Erscheinen 1981, doch es war bis dato Cronenbergs kommerziell erfolgreichster Film. Das Publikum liebte wohl die raren Gore-Szenen, die heute noch immer schockieren. Tricktechnisch gut gemacht mit alten Handwerksmitteln und ohne CGI – schließlich war es ja 1981. Und wirkt der explodierende Kopf in Slow Motion immer noch hammerhart. Aber es wäre falsch, den Film nur auf die paar Schockelemente zu reduzieren. Der Film wirkt vor allem durch seine Hoffnungslosigkeit und Agonie der Darsteller, eingebettet in die kalte Stadtarchitektur Kanadas. Das Licht ist fad, kahl und unterstützt fabelhaft die Stimmung des Films. Interessant: Als es brutal auf der Leinwand wird, werden die Farben wärmer und schaffen eine kuschelige Stimmung. Sonst bleibt der Film abweisend kalt – und hier liegt die Stärke von David Cronenberg. Also unbedingt Scannersansehen und bitte erst ab 18 Jahren.
Was ist aus dem guten, alten Zombiefilm geworden? Zombie waren immer untere Schublade des Kinos. Verrufen, verbannt, verachtet. Ich habe mir gestern als Fan des fantastischen Films den Streifen „Zombieland“ angeschaut und mich mit Grausen abgewendet. Nein, nicht wegen der zahlreichen Gore-Effekte, sondern als ich merke, dass ich für diese Art von Humor nicht geschaffen bin. Verdammt, ich bin für solche Teenagerfilme wohl zu alt. Was soll dieses Erstlingswerk von Werbefilmer Ruben Fleischer denn überhaupt sein? Komödie? Horrorfilm? Roadmovie? Oder von jedem etwas? Aber er ist nichts von alldem.
Zugegeben die Masken sind fein, ab und zu ist ein guter Lacher dabei (ich sag nur Willie Nelson). Den Schnitt beherrscht der Herr Filmregisseur perfekt, schließlich kommt der Herr ja aus der Werbung. Schön war die Erzählweise im Kubrick-Stil, die dann in einer Zerstörungsorgie in einem Indianderfan-Shop endet. Das war schon ein wenig Horrorshow im Stil von Alex à la Uhrwerk Orange – schön mit Klassik unterlegt. Aber ich denke, die Zielgruppe des Films hat es nicht bemerkt, genauso wie das Banjospiel aus „Beim Sterben ist jeder der erste“.
Immer feste drauf - sind ja nur Zombies.
Aber ich vermisse die künstliche übertriebene Ernsthaftigkeit der Romero-Streifen und natürlich der billigen italienischen Nachahmer wie Lucio Fulci. Bei Filmen wie „Über dem Jenseits“ The Beyond – haben sich noch ganze Heerscharen von Jugendschützern den Mund fusselig diskutiert und dann Filme verboten und zumindest indiziert. Politiker sind darauf angesprungen und haben den Zombieschund verurteilt. Elternverbände sind Sturm gelaufen. Und dann gibt man heute einen Brutalofilm wie Zombieland eine FSK ab 16 Jahren. Wahrscheinlich weil in dem Film gelacht werden kann. Ja Lachen relativiert und dann kann man locker Untote niederwalzen, mit dem Baseballschläger traktieren, mit der Schrotflinte Köpfe wegpusten – ja ja, selten so gelacht wie in Zombieland. Wo sind wir denn hingekommen?
Zombieland schwimmt auf einer neuen Zombiewelle, die seit einigen Jahren das Genre bereichert, wobei mir persönlich „Shaun of the Dead“ deutlich besser gefallen hat. Wahrscheinlich weil der Humor nicht US-Mainstream war, sondern von der Insel kam.
So richtig Splatter ist er dann auch wieder nicht. Da hat „Braindead“ von Peter Hobbit Jackson oder sein Frühwerk „Best Taste“ besseres abgeliefert. Diese Filme waren einfach zynischer und hatten eine klare Zielgruppe. Ich weiß eben nicht, was Zombieland sein soll. Wurden bei Romeros Zombie noch Diskussionen über Faschismus geführt und die Konsumgesellschaft in Frage, dürfen die Protagonisten heute in Zombieland die Untoten einfach so abknallen. Hauptsache man befolgt ein paar Regeln. Freunde, das haben wir alles schon mal gesehen und zwar besser: Werbefilmer Ruben Fleischer hat geklaut, hier ein wenig Tarantino, hier ein wenig Danny Boyle. „28 days later“ hatte als moderner Zombiefilm wirkliche Atmosphäre.
Ich habe neulich die ganz alten Heuler mir wieder angesehen und mich schön gegeruselt: Jacques Tourneurs „Ich folgte einem Zombie“ oder der atmosphärisch dichte Horrorfilm von Victor Halperin „White Zombie“. Wenn ich Gore wollte, griff ich in die Mottenkisten und schaute mir den grottenschlechten „Ein Zombie hing am Glockenseil“ an. Und wenn ich mich aufregen wollte, legte ich die DVDs von George „dicke Brille“ Romereo ein. Und wenn ich lachen wollte, dann greif ich zur 2004-Verfilmung Dawn of the Dead oder natürlich zu „Shaun of the Dead“. Zombieland ist für mich ein unnötiger Beitrag zum modernen Horrorfilm nach Pop Corn-Art wie die unsägliche „Scream“-Reihe von Wes „ich kann nix richtig machen“ Craven. Wem der eine Film gefällt, dem gefällt der andere auch. Mir gefallen beide nicht. Und daher dreht man jetzt Zombieland 2 – diesmal in 3D.
Meine Gebete wurden erhört. Am 10. Mai erfüllt sich endlich ein langgehegter Wunsch: mein Stanley Kubrick Klassiker Barry Lyndon wird endlich auf Blu ray veröffentlicht. Gleichzeitig gibt es Uhrwerk Orange als Special Edition zum 40. Geburtstag und außerdem Lolita. Zudem hat Warner eine neue Stanley Kubrick Collection angekündigt, die in den USA und Deutschland in unterschiedlichen Versionen erscheint.
Leser dieses Blogs wissen, wie wichtig Kubrick für mich ist. Er ist ganz entschiedenen der wichtigste Filmemacher aller Zeiten. Es gibt im Olymp des Films einige Helden wie Alfred Hitchcock, Andrej Tarkowski, Ingmar Bergmann, Steven Spielberg, aber es gibt nur einen Regiegott, der alle überstrahlt: Stanley Kubrick.
Sein Gesamtwerk fasziniert, begeistert, provoziert. Alle seine Filme leben von einer Ästhetik, einer künstlerischen Tiefe ohnegleichen. Sie schlagen den Filmfan sofort in den Bann. Und genauso erging es mir mit Barry Lyndon aus dem Jahre 1975. Es gab die Kritik, dass der Film zu kalt geworden ist. Ich finde ihn dagegen wunderschön und die Figuren berühren mich auf einer anderen Ebene. Der Aufstieg und Fall von Redmond Barry ist ein Symbol für das ewige Streben des Menschen. Doch wie es am Schluss heißt: „Ob arm, ob reich – am Ende sind sie alle gleich.“ Es ist auch ein Symbol dafür, wie determiniert der Mensch ist. Redmond Barry versucht als Barry Lyndon aufzusteigen, auszubrechen und er scheitert – am Ende scheiterte aber die gesamte Gesellschaft, denn das Jahr 1789 naht und wird ganz Europa verändern.
Eigentlich sollte der Film ja Napoleon werden. Doch Kubrick schockierte Warner mit seiner Detailverliebtheit. Ihr Erbsenzähler hättet das Geld bereit stellen sollen, dann hätten wir heute DIE Napoleon-Verfilmung schlechthin. Jahre später wurden die Bildersammlungen und das Drehbuch von Napoleon veröffentlicht. Ich könnte heulen, dass wegen ein paar Tausend US-Dollar dieses Meisterwerk nie gedreht wurde. Das war ein klarer Fehler.
Kameramann John Alcott fing in Barry Lyndon mit NASA-Objektiven die Stimmung der Zeit ein. Heraus kamen Filmgemälde und das im wahrsten Sinne des Wortes. Jedes dieser Filmbilder könnte ein Gemälde sein – jedes könnte in der Tate-Gallery hängen. Und ich hoffe, dass die Blu ray auch die entfallenen Szenen enthält.
Geschnittene Szene bei Barry Lyndon - ich hoffe, die Blu ray enthält das Material.
Zudem erscheint am 10. Mai eine Neuauflage von Clockwork Orange. Dieser Film ist reine Gewalt und ein Plädoyer für den freien Willen. Nach 40 Jahren hat der Film von seiner Brisanz nichts verloren. Gewalt ist heute allgegenwärtig. Die Gretchenfrage: Darf ein Mensch zum Guten gezwungen werden oder verliert er durch den Verlust des freien Willens die Menschlichkeit von der er sich als Gewalttäter verabschiedet hat? Der Film erscheint als Doppel-Blu ray mit ein paar Interviews.
Zudem kommen zwei Editionen der Stanley Kubrick Collection auf den Markt. In der US-Version mit Spartacus und Dr. Seltsam – in Europa aus Rechtegründen ohne diese Filme.
Nach „Die Schöne und das Biest“ (1991) und „Oben“ (2010) ist Toy Story 3 erst als dritter Animationsfilm überhaupt ein kleiner Triumph gelungen. Der 11. Animations-Hit aus dem Hause Pixar wurde in der Oscar Königskategorie „Bester Film“ von der Academy Award Jury für einen Oscar nominiert. Bereits das zweite Jahr infolge kann sich das Erfolgsstudio Disney/Pixar somit nicht nur in der Konkurrenz um die Auszeichnung „bester Animationsfilm“ beweisen, sondern ist bereit für die große Sensation – denn noch nie gelang es einem Animationsfilm die begehrte Oscar Kategorie für sich zu entscheiden. Die Oscar-Verleihung 2011 findet am 27. Februar 2011 im Kodak Theatre in Los Angeles statt.
Walt Disney und Pixar Animation Studios Chef John Lasseter sagte über die Nominierung, “Es ist eine große Ehre für uns, dass Toy Story 3 in der Kategorie “Bester Film” nominiert wurde. Die Nominierung zollt Regisseur Lee Unkrich, Produzentin Darla Anderson und Drehbuchautor Michael Arndt sowie all den anderen Talenten bei Pixar, die so hart daran gearbeitet haben, das Niveau zu wahren und sich selbst und die Erwartungen der Fans und des Publikums überall auf der Welt noch zu übertreffen, große Anerkennung.”Neben den Nominierungen für „Bester Film“ und „Bester Animationsfilm“ bestehen aussichtsreiche Chancen in drei weiteren Kategorien: „Bester Song“ für „We Belong Together“, „Bester Tonschnitt“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“.
Wer zur DVD oder Blu-ray greift, kann sich gleich von der Qualität eines weiteren Oscar-Aspiranten überzeugen: Der liebenswerte Pixar-Short DAY & NIGHT ist im umfangreichen Bonusmaterial von Toy Story 3 enthalten und geht dieses Jahr in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ ins Oscar-Rennen.
Update aus der Oscar-Nacht: Der beste animierte Spielfilm ist „Toy Story 3“. Pixar darf sich freuen.
Vor kurzem stand die Filmwelt Kopf. Es sind 17 Minuten Material von Stanley Kubricks Meisterwerk 2001 – Odyssee im Weltraum in eine Salzmine in Kansas gefunden worden. Vfx-Guru Douglas Trumbull hat die Tricks von 2001 geschaffen und arbeitet derzeit mit David Larson an einer Retrospektive. Dort stießen sie auf das Material. Das Salzbergwerk ist ein unterirdisches Filmsarchiv. Die Filme sind dort in Tresoren aufbewahrt. Da es sich um Originalfilme handelt, werden sie dort gelagert, um sie bei der richtigen Temperatur zu halten und vor Licht zu schützen.
Die 17 Minuten Szenen wurden nach der Premiere von 2001 persönlich von Regiegott Kubrick herausgeschnitten. Sie zeigen u.a. Frank Poole beim Joggen in der Zentrifuge oder bei einem Weltraumspaziergang, einige Einstellungen von HAL und Szenen vom Beginn der Menschheit.
Aber gesehen hat das Material die Öffentlichkeit nicht. Wir wissen nur, dass das Material in perfekter Qualität vorliegt. Und die Fans würden es natürlich gerne sehen, denn kaum einer war bei der Premiere in New York dabei und kann sich an die entfallenen Szenen erinnern,
Wie wir wissen, achtet Familie Kubrick aber genau darauf, was veröffentlicht wird und was nicht.
Und so stand auch Warner Home Video gleich parat und erklärte: Es werde keine neue Version von 2001 geben. Die 2007 veröffentlichte Blu ray Version zeigt das Material, wie es Kubrick freigeben hatte und damit basta. Warner stellte klar: „Der Film ist so wie er ihn zeigen und bewahren wollte und Warner Home Video hat keine Pläne, die Vision von Herrn Kubrick zu erweitern oder zu verändern.“
Klingt sehr schön, aber ich denke, die Wahrheit liegt woanders. Die Erben von Stanley Kubrick erlauben keine neue Version. Warner würde alles zu Geld machen und auch Klassiker nochmals herausbringen, wenn sich damit Geld verdienen würde. Wie wir am Beispiel der Veröffentlichungspolitik von „Herr der Ringe“ auf Blu ray gesehen haben, ist Warner vor allem am Geld interessiert und nicht an der Kunst.
Im Falle 2001 muss sich Warner wohl Christiane Kubrick und Jan Harlan fügen, die (bisher) entschieden haben: Keine neue Version von 2001.
Schade muss ich sagen, denn ich hätte gerne die verschollenen 17 Minuten des Meisterwerks gesehen. Und weil ich schon am Maulen bin: Ich hätte außerdem endlich gerne Barry Lyndon auf Blu ray.
Es wird ernst: Sir Ridley Scott will sich wirklich wieder an Alien wagen. De Info geht schon seit Anfang des Jahres durch Netz, doch nun wird es konkreter, Nachdem im Oktober 2010 die Alien Anthology (Facehugger Edition) [Blu-ray] auf den deutschen Markt kommen wird, steht uns jetzt wieder ein neuer Teil ins Haus, sogar ein Zweitteiler, wie manche Seiten behaupten. Wie es heißt, soll Alien 5 im Oktober 2011 in die Kinos kommen. Gedreht ist aber freilich noch nichts, weil noch nicht einmal eine Handlung da ist. Wie aus Hollywood bekannt wurde, soll Damon Lindelof ein Drehbuch verfassen. Lindelot ist ein Profi, zeigte er doch mit den Drehbücher zur Lost-Serie, dass es möglich ist, sechs Staffeln lang die Spannung aufrecht zu erhalten. Durch die jüngste Star Trek-Produktion kennt Lindelof das Filmproduktionsgeschäft rund um Blockbuster.
Doch braucht die Welt wirklich einen neuen Alien-Film? Als 1979 Alien in die Kinos kam, stand ich vor dem örtlichen Lichtspieltheater und las fasziniert die Unterzeile: „Im Weltraum hört dich niemand schreien.“ Ich mogelte mich als kleiner Knirps ins Kino und stellte fest: Im Kino hört dich jeder schreien. Der Film war entsetzlich – und das meine ich ausdrücklich positiv. Der Film von Meister Scott war der Hammer, er fegte mich vom Stuhl und er tut es noch immer. Er ändere mein Weltbild in Bezug auf Science Fiction und Horror. Und auch auf Setdesigns. Das Raumschiff Nostromo war kein glänzender Sternenkreuzer, die bösen Außerirdischen waren wirklich erschreckend und das Setdesign der Space Jockeys war faszinierend. Damals lernte ich das Werk von H.G. Giger schätzen und das gilt bis heute. Giger war immer wieder für Schöpfungen der abartigen Art bekannt – leider wurde nie auf seine Werke bei der Verfilmung von Dune zurückgegriffen. Species war von der Ausstattung und der Hauptdarstellerin schön anzusehen, aber das war es auch dann schon.
Die Fortsetzungen von Alien waren gemischt: Alien II war ein schönes Geballer und gar nicht so schlecht. James Cameron lieferte solide Kost ab. Teil III von David Fincher war verstörend und auf seine Art großartig. Hauptdarstellerin und Monster gaben den Löffel ab – gut so. Teil IV von Jean-Pierre Jeunet war der letzte Mist – alles war konstruiert und die Vfx waren erbärmlich. Dann gab es noch grausame Line Extensions Alien vs. Predator 1+2 [Blu-ray] in Form von zwei Teilen – kompletter Dreck. Alien-Fans wandten sich mit Grausen ab.
Doch nun die Nachricht: Sir Ridley Scott will wieder für Alien die Regie führen. Fox macht natürlich ein Staatsgeheimnis daraus. Nur soviel: Es soll Licht hinter die Vorgeschichte von Alien bringen. Wie kapern die Aliens das unheimliche Raumschiff, das auf das LV-426 abstürzt und auf das später die Besatzung der Nostromo stößt? Und es soll endlich die Geschichte des Space Jockeys erzählt werden. Und Roger Christian, Art-Director von 1979, verriet in einem Interview, dass Alien 5 in Stereo 3D gedreht werden soll.
Herr der Ringe auf Blu ray - bisher nur die Kinoversion.
Grundsätzlich versuche ich in meinem Blog positive Aspekte meines digitalen Nomadenlebens zu präsentieren. Doch ab und zu muss ich mich aufregen und zwar richtig: Mit der Veröffentlichung der Spielfilmtrilogie von der Herr der Ringe am 6. April ist es wieder soweit.
Ohne Zweifel ist das Werk von Peter Jackson ein wichtiger Beitrag zur Filmgeschichte. Als Fan von Tolkien stand ich skeptisch der Verfilmung meiner Buchhelden aus dem Auenland gegenüber, aber Jackson und sein Weta-Team haben großartiges geleistet. Wäre da nicht der Verleih von Warner.
Als der Film auf DVD herauskam, kaufte ich mir die Trilogie und als die verlängerte Sammleredition später veröffentlicht wurde, kaufte ich auch sie. Und jetzt kommt die Blu ray-Fassung. Die technischen Daten wie Bildqualität und Audio überzeugen, die Veröffentlichungspolitik von Warner dagegen überhaupt nicht. Es handelt sich schlichtweg um die Kinofilme, nicht um die Langfassungen. Und bei der Box-Version hat Warner gleich nochmal gespart. Es gibt die drei Spielfilme auf Blu ray, Die Special Features befinden sich auf drei DVDs, also genau das Material, dass ich bereits in den DVD-Fassungen der Boxen zu hause habe.
Dieses Mal kaufe ich die Spielfilmtrilogie auf Blu ray nicht und hoffe, dass Warner und New Line Cinema auf ihrem Material sitzen bleiben. So geht man mit Filmfans und zahlenden Kunden nicht um. Wenn am 6. April die Box in die Läden kommt, soll sie dort verstauben. Wie gesagt, dass ist keine Kritik an den Filmen, sondern ausschließlich ein Kopfschütteln über die Veröffentlichungspolitik des Verleihs. Wer die Rezensionen in den Plattformen wie Amazon und Co betrachtet, erkennt dass die Konsumenten sich organisieren und meine Ablehnung des Produkts kein Einzelfall ist. Der Verleih vergeht sich an diesem Kulturgut und hat rein finanzielle Interessen im Auge. Gewinn und Umsatz sind eine gute Sache, doch dieses Mal seid ihr zu weit gegangen und begeht einen elementaren Fehler: Ihr ignoriert den Markt und beleidigt den Kunden. Das wird im Fall von Herr der Ringe Folgen haben. Das wird ein Lehrstück über verfehlte Produkt- und Kundenpolitik, das ich gerne in meinen Vorlesungen und Seminaren präsentieren werde. Da wird auch Krisen-PR nichts nutzen. Die Filmfans strafen euch ab. Die Marke Herr der Ringe wird Schaden nehmen, die Marke Warner hat bereits Schaden genommen, egal ob es sich um Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie (6 Discs) [Blu-ray] oder um Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie (6 Discs, Wende-Steelbooks im Sammelschuber – exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] handelt
Die Blu rays bieten den Platz für beide Fassungen – Kino und Extended und so eine Markenpolitik muss von Kundenseite bestraft werden. Warner wird wohl warten bis der kleine Hobbit in die Kinos läuft und dann die SEE auf Blu ray nachschieben. Bis dahin schau ich mir meinen Herr der Ringe auf DVD an. Ich kann warten. Ihr auch?
Update (März 2011) Und as Warten hat ein Ende: Auf der Amazon-Website ist ein Bild von „The Lord of the Rings: The Motion Picture Trilogy (Extended Edition + Digital Copy) aufgetaucht. Die Box besteht aus insgesamt 15 Discs bestehen. Je zwei Blu-rays fassen die Filme, der Rest sind DVDs mit dem Bonusmaterial. Lieferstart ist der 1. Juli 2011 und ich bin stolz darauf, dass ich gewartet habe und Warner nicht auf dem Leim gegangen bin.
Neuer Charakter im Disney Klassiker Dumbo aufgetaucht
Es gibt nichts Schöneres als an einem Sonntag nachmittag einen Walt Disney Film zu schauen. So gestern geschehen als ich mit der Familie „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ auf Blu ray sah. Ein einmaliges Meisterwerk, das auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung von seiner Faszination nichts verloren hat. Bei der DIGITAL PRODUCTION haben wir eigene Seminare über Disney veranstaltet – großartig. Die neu aufgelegte Fassung von Schneewittchen ist optisch und akustisch der Hammer. Und im Vorspann lief ein anderer Klassiker, „Dumbo, der fliegende Elefant“. Seine Veröffentlichung ist für Frühjahr 2010 geplant. Und ich freu mich auf Dumbo [Blu-ray]
Der Walt Disney Klassiker (ab 11. März auf DVD & Blu-ray erhältlich) erzählt die Geschichte des kleinen Elefanten Dumbo, der wegen seiner viel zu großen Ohren von den anderen Zirkustieren und in der Manege verspottet wird. Mit Hilfe der Maus Timothy, einer magischen Zauberfeder und jeder Menge Mut, erkennt er jedoch dass er ein ganz besonderer Dickhäuter ist. Denn die hinderlichen Ohren eignen sich hervorragend zum Fliegen und machen Dumbo zum Star des Zirkus.
In der Planungsphase des Films, die von Januar bis Juni 1940 andauerte, arbeiteten die Disney-Zeichenteams akribisch an der visuellen Ausarbeitung der verschiedenen Charaktere und füllten so ganze Wände mit ihren Ideen und Konzepten. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass der kleine Elefant einen Freund braucht, der ihm dabei hilft, sein Selbstvertrauen und seine Einzigartigkeit zu erkennen. Da das Fliegen eine zentrale Rolle im Film einnimmt, suchten die Disneyzeichner daher zunächst in der Vogelwelt nach einem passenden Gefährten für den kleinen Dickhäuter.
So entstanden Zeichnungen von bisher unbekannten Charakteren, wie auch eine verworfene Szene in der der ratlose Dumbo die Eule Dr. I Hoot aufsucht. In dem Entwurf, der nun erneut von der Walt Disney Animation Research Library entdeckt wurde, bringt ein kleiner freundlicher Spatz den verstörten Dumbo − der nicht länger der Clown in der Manege sein will − zu einem tierischen Psychiater, der Eule Dr. I Hoot. Nachdem dieser seinen Patienten begutachtet hat, schlägt er dem kleinen Dumbo verschiedene Möglichkeiten vor, um seine Einzigartigkeit zu nutzen. Er fragt: „Hast du jemals davon geträumt ein … zu sein?“ („Did you ever dream of being…?“). So schlägt er dem Elefanten u.a. eine Karriere als Schauspieler, Musiker, Sportler oder Polizist vor. Auf die Frage ob er überhaupt von irgendetwas träumt („Ever dream of anything?“) nennt der kleine Dickhäuter seinen Wunsch zu fliegen. Der ratlose Dr. I Hoot belächelt diesen Traum und schickt Dumbo dann fort…
Obwohl diese Szene sowohl charmant als auch unterhaltsam ist, suchte das Disney-Team letztendlich doch in andere Richtungen weiter und entschied sich schließlich für die clevere und vorlaute Maus Timothy. Die verworfene Szene und die dazugehörigen Skizzen verschwanden für lange Zeit in den Disney-Archiven.
Doch jetzt ist diese Szene wieder aufgetaucht und liegt als Bonus-Material zur Blu-ray vor. Als Filmbegeisterter werde ich mir natürlich diesen Klassiker anschauen – mit der ganzen Familie natürlich – an einem schönen Sonntag nachmittag.
Kein Tag vergeht, an dem mich Amazon nicht auf die Neuerscheinung von Blu-rays hinweist. Und dank der Sony Playstation 3 verfüge ich über einen geeigneten Player, um die Disks der neuen Generation abzuspielen. Ton und Bild in Bestform.
Aber ich bin mir auch sicher, die Blu-ray wird das letzte optische Speichermedium sein, das ich mir gekauft habe. Künftig werden die Filme rein digital vertrieben. Die Strukturen dazu entstehen gerade und etablieren sich.
Leider hat sich meine Lieblingsfirma Apple noch nicht durchringen können, auf Blu-ray zu setzen. Ich habe zwar einen LG Brenner für Kundenprojekte, aber einen Player am Mac gibt es ich nicht und das ist schade. Steve Jobs will wohl seinen iTunes Store mit Filmen etablieren, doch ich will eine Blu-ray auch mal unterwegs im Zug schauen und nicht vorher laden.
Ich greife derzeit gerne zu den blauen Scheiben. Blu rays werden billiger. Die Zahl der verkauften Blu-ray Discs hat sich 2009 im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht. Dazu wurden vier Mal so viele Blu-ray Player verkauft wie im Jahr zuvor. Das sagt auch Thilo Röhrig, Vorsitzender der Blu-ray Group Deutschland. Bei Preisen von 100 Euro pro Player ist dies kein Wunder. Und wenn man sich herkömmliche DVDs am Blu-ray-Player ansieht, wird man auch hier eine Qualitätsverbesserung feststellen.
Leider gibt es nicht alle Filme auf Blu-ray. So hätte ich gerne Barry Lyndon auf dem neuen Medium und zahlreiche Horrorfilme der siebziger Jahre fehlen mir auch noch. Trash-Filme brauchen wohl noch eine Zeit, bis sie auf Blu-ray erscheinen. Dennoch versuche ich, neue Filme ausschließlich auf Blu-ray zu kaufen.
Jetzt muss ich nur noch Fernsehtechnisch nachrüsten. Derzeit hängt die PS3 an einem HD-fähigen Monitor, nachdem wir kein TV-Gerät mehr zu Hause haben. Der Mac streamt über Elgato das Fernsehbild ins Wohnzimmer. Aber die 42-Zoll-Fernseher sind schon verlockend. Allein dieses Jahr sollen in Deutschland 8,2 Millionen Flach-TVs verkauft werden. „Wer deren Potenzial ausschöpfen will, braucht Blu-ray“, sagt Thilo Röhrig und er hat recht. Darüber hinaus wird die HDTV-Übertragung das Interesse an hochauflösenden Bildern und damit auch an Blu-ray fördern. Blöd ist nur, dass mich nichts interessiert, was im Fernsehen läuft.
Erinnern wir uns: Genau 15 Jahre ist es her, dass mit „Toy Story“ der erste vollständig computeranimierte Spielfilm in die Kinos kam. Der Film fegte mich weg und ich sah die Zukunft des Animationsfilm :-). Das war sicher auch ein Grund, dass ich meinen heutigen Beruf ergriffen habe.
Dieser Film stellte die Branche auf den Kopf und war der erste Nagel am Sarg von Disneys Zeichentrickstudios. Toy Story ein Meilenstein in der Filmgeschichte und zugleich der erste von mittlerweile zehn weltweiten Filmerfolgen für die Kreativschmiede Pixar. Es war der Strohhalm an dem sich der rausgeworfene Apple-Gründer Steve Jobs klammerte, der sich als äußerst gewinnbringend erwies. Mit Apple macht Jobs Millionen, mit Pixar Milliarden.
Vier Jahre später, 1999, folgte mit Toy Story 2 der zweite grandiose Erfolg der mittlerweile weltweit beliebten Spielzeug-Helden um Cowboy Woody und Space-Ranger Buzz Lightyear. Nun, 2010, kommt Toy Story 3 in die Kinos! Am 29. Juli erobert das bisher größte Abenteuer der Toy-Gang mit jeder Menge Herz und Humor und einer ganzen Reihe lustiger, neuer Characters die Kinos, diesmal auch in Technik von Disney-Digital-3D. Wir bei der DIGITAL PRODUCTION werden sicherlich ein Making of über den Film bringen. Unsere US-Korrespondentin weiß schon Bescheid.
Bis es soweit ist, läuft die Disney-Verkaufsmaschinerie auf vollen Touren: Im März werden Toy Story 1 und 2 auf Super RTL im TV zu sehen sein und ab 11. März endlich wieder auf DVD, sowie erstmals auf Blu-ray Disc, erscheinen. Ich freu mich schon auf Cowboy Woody, Space Ranger Buzz Lightyear, Mr. Kartoffelkopf, Dinosaurier Rex und ihre Freunde in HD und besonders interessant sind die exklusive Einblicke in den Arbeitsalltag bei Pixar, die Produktion der Toy Stroy-Reihe und entfallene Szenen.
Gleichzeitig erscheint am 11. März das brandneue Nintendo Wii und PC Spiel TOY STORY MANIA. TOY STORY MANIA! ist ein rasantes Partyspiel, in dem bis zu vier Spieler aller Altersgruppen mit- oder gegeneinander spielen können. Die beliebten Filmfiguren führen als Gastgeber durch die große Auswahl an Minispielen. Das Spiel ist was für mich und werd ich mir wohl zulegen.
Aber es lässt sich noch mehr Geld machen: Im Handel wird es bereits ab März ein breites Angebot an Toy Story-Zeug geben, zum Kinostart im Juli folgen dann brandneue Toy Story 3-Produkte. Die Palette umfasst sowohl zahlreiche Produkte aus dem Toy-Bereich der Lizenznehmer Mattel, Lego, Hasbro, Ravensburger und Vtech sowie weitere Produkte aus den Bereichen Stationery, Fashion, Food Health and Beauty sowie Home und Publishing – Konsumrausch pur.