Posts Tagged ‘Apple’

Mega-Neuerung in Apples Keynote

18. April 2014

Da ich viele Vorträge halte und nicht gerne meine Ausrüstung durch die Gegend tragen will, nehme ich zum Präsentieren mein iPad mini. Meine Präsentationssoftware ist Apple Keynote, da ich sie für sehr intuitiv halte. Ein Buch zum Erlernen der Software braucht es nicht. Am 7. April bekam Keynote wieder ein Software-Update auf 6.2 und auch die iOS-Version wurde auf 2.2 aktualisiert. Die Aktualisierungen sind sehr sinnvoll und mein Workflow hat sich weiter optimiert. Danke Apple.

Bei einer Präsentation probierte ich am iPad mini die neuen Features aus. Viele Neuerungen liegen unter der Motorhaube wie Dateiexport oder Fehlermeldungen, aber die verbesserte Benutzeroberfläche finde ich sinnvoll und sie kam auch bei meinen Kunden in der Live-Präsentation sehr gut an. So kann ich während der Präsentation jetzt sieben farbige Stifte aufrufen und in meine Präsentation live hineinmalen. Einfach während der Präsentation am angeschlossenen Beamer rechts oben im Eck das Icon drücken und die Stifte erscheinen am iPad. Die Stiftfarben sind rot, gelb, blau, grün, violett, grau und schwarz. Gerne hätte ich noch einen weißen Stift gehabt, da viele meiner Folien einen schwarzen Hintergrund haben. Hier sollte Apple nachbessern und ein Update nachschieben.

Jetzt gibt es farbige Stifte und einen Laserpointer in Keynote.

Jetzt gibt es farbige Stifte und einen Laserpointer in Keynote.

Wie setze ich die Stifte in der Praxis ein? Bisher brauchte ich für meine Präsentationen noch eine separate Flipchart, die in der Regel vom Kunden gestellt wird. Das war teuer, denn viele Hotels verlangen dafür gewaltige Gebühren und berechnen das Papier extra. Die Flipchart können wir uns jetzt sparen, denn ich plane mein meinen Vorträgen jetzt das Entwickeln von Zeichnungen per Keynote-Folie ein. Wichtig ist mir Interaktivität mit den Zuhörer. Meinen Präsentationen sind visuelle Präsentationen nach dem Prinzip von Garr Reynolds, über den ich bereits hier und hier geschrieben habe. Wichtig ist mir ein Gespräch mit dem Zuhörer und die neuen Keynote-Features bringen diese Interaktivität auf ein neues Level.

Bei meinem Vorträgen kommt jetzt eine weiße, leere Folie zum Einsatz. In der Vergangenheit bin ich an die Flipchart getreten und habe eine Grafik, Diagramm usw live per Stift und Papier entwickelt. Jetzt entwickle ich diese Grafik, Diagramm live am iPad mit den Keynote-Stiften. Dazu verwende ich in der Regel den Finger, aber für feinere Zeichnungen nehme ich einen Touchpen.

Eine weiteres nettes Feature ist nun der eingebaute Laserpointer. Ich mag eigentlich keine Laserpointer und habe in der Regel einen ausziehbaren Zeigestab im Einsatz. Da bin ich einfach oldschool, denn ich sehe den Zeigestab einfach besser als einen roten Punkt, der hektisch über die Folie wandert. Aber ich habe den eingebauten Laserpointer ausprobiert und er kommt gut an, weil eben dieses hektische Gewackel fehlt. Dennoch werde ich bei meinen ausziehbaren Zeigestab wohl bleiben. Lieber Evolution statt Revolution – dies gilt auch beim Präsentieren.

In der Präsentation interaktiv arbeiten.

In der Präsentation interaktiv arbeiten.

 

iPad sorgt für Verständigung

17. März 2014

Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind vom Universalübersetzer bei Raumschiff Enterprise begeistert war. Captain Kirk konnte mit den Romulanern sprechen und obwohl sie unterschiedliche Sprachen hatten, verstanden sie sich. Sie konnten sich dank des Universalübersetzer verständigen.

Daran hatte ich mich neulich erinnert, als ich bei einem Lehrerseminar mehrere Lehrkräfte von Förder- und Mittelschulen unterrichtete. Die Lehrer hatten das Problem, dass sie Schüler aus so manchem ausländischem Land einfach nicht verstanden. Sie behalfen sich mit Bilderbüchern, um eine grundlegende Kommunikation mit den Schülern aufrecht zu erhalten. Viele der Kinder kamen aus dem arabischen Raum. Sie waren zumeist Flüchtlinge und sprachen kein Deutsch. Aber ihre Eltern waren so stolz, dass in Deutschland Bildung bekommen.

logo

Hier fiel mir die Idee von Raumschiff Enterprise und dem Universalübersetzer ein. Mein persönlicher Universalübersetzer ist das iPad und Übersetzungssoftware iTranslate Voice. Ich zeigte den Lehrern die Software.Hier kann ich einfache Sätze in Deutsch (oder einer anderen Sprache) hinein sprechen und via Internet werden diese Sätze in eine vorher eingestellte Sprache umgewandelt. Natürlich lassen sich hier keine tiefgehenden Gespräche führen. Aber für die klassische Alltagskommunikation ist es prima. Die Lehrer probierten es aus. Sie sprachen in Deutsch in mein iPad hinein und siehe da, der Text kam auf Arabisch heraus. Wir probierten es, indem wir Deutsch Englisch, Deutsch Italienisch und Deutsch Französisch ausprobierten. Es klappte tadellos. Die Lehrer waren begeistert.

Foto 1

Eine Woche später bekam ich ein hervorragendes Feedback per Telefon. Es klappte auch an der Schule. Die Flüchtlingskinder waren begeistert. Sie konnten den Lehrern antworten. Lehrer und Schüler konnten in ihrer Sprache kommunizieren. Natürlich ersetzt diese Software keinen ausgebildeten Dolmetscher. Aber sie hilft im Alltag und sie hat den Alltag in den Klassenzimmern der Förder- und Mittelschulen erleichtert. Wahrscheinlich sind wir gar nicht mehr weit entfernt, bis der Universalübersetzer von Raumschiff Enterprise im Alltag Wirklichkeit geworden ist.

Foto 2

CarPlay – die Welten wachsen weiter zusammen

13. März 2014

carplay

Die Welten wachsen weiter zusammen. Nach der Veröffentlichung von CarPlay durch Apple kommt das iPhone stärker ins Auto. Auf dem Internationalen Automobil-Salon Genf gab Apple bekannt, dass Automobilhersteller CarPlay einführen werden. Es startete mit Ferrari, Mercedes-Benz und Volvo. Andere werden laut Apple folgen, darunter BMW Group, Ford, General Motors, Honda, Hyundai Motor Company, Jaguar Land Rover, Kia Motors, Mitsubishi Motors, Nissan Motor Company, PSA Peugeot Citroen, Subaru, Suzuki und Toyota Motor. Nachdem Google unter anderem mit Audi eine Kooperation eingegangen ist, zieht jetzt Apple nach. Inzwischen kam für iOS das Update für CarPlay.

CarPlay bietet iPhone-Anwendern einen intuitiven Weg mit nur einem Wort oder einer Berührung Telefonanrufe zu tätigen, Karten zu nutzen, Musik zu hören und auf Nachrichten zuzugreifen. Anwender können CarPlay über die ursprüngliche Benutzeroberfläche des Autos steuern oder einfach den Sprachsteuerungsknopf des Lenkrads gedrückt halten, um Siri ohne jegliche Ablenkung zu aktivieren. CarPlay kombiniert Auto und iPhone auf eine durchdachte Art und Weise, die dem Fahrer volle Konzentration auf das Fahren ermöglicht, während er sich alles vom iPhone holen kann, was er möchte. Thomas Gerlach und ich haben uns über das Zusammenwachsen der Welten unterhalten.

Wie soll CarPlay funktionieren?  Sobald iPhone über die CarPlay-Integration mit dem Fahrzeug verbunden ist, unterstützt Siri beim Zugriff auf Kontakte, bei Telefonanrufen, beim Rückruf von verpassten Anrufen oder dem Abhören von Sprachnachrichten. Wenn eingehende Nachrichten ankommen, bietet Siri die Möglichkeit die Anfragen über Sprachbefehle zu beantworten, in dem es die Nachrichten dem Fahrer vorliest, sich die Antworten diktieren lässt oder einen einfachen Rückruf ermöglicht – und das alles, ohne dass der Fahrer den Blick auf die Straße verliert.

CarPlay macht die Planung von Routen intuitiver, indem es – durch die Verzahnung mit Karten – Ziele auf Basis kürzlich vorgenommener Fahrten über Kontakte, E-Mail und Nachrichten voraussagt und Streckenführung, Verkehrsinformationen und die voraussichtliche Ankunftszeit zur Verfügung stellt. Man kann auch einfach Siri fragen und gesprochene Turn-by-Turn-Anweisungen erhalten, die mit den Karteninformationen korrespondieren, die auf dem im Auto eingebauten Display angezeigt werden. Als Kartendienst wird der Appleeigene Dienst genommen. Der hatte in der Vergangenheit noch massive Lücken, wurde aber inzwischen deutlich verbessert. Mir persönlich fehlen aber noch Informationen über den ÖPNV.

Ach ja und natürlich gibt CarPlay mir Zugriff auf all seine Musik, Podcasts und Hörbücher durch simples Navigieren durch die Hörauswahl über die im Auto eingebauten Steuerungsmöglichkeiten oder durch das einfache Fragen von Siri, das abzuspielen, was man hören möchte. CarPlay unterstützt auch Musik-Apps von Drittherstellern inklusive Spotify und iHeartRadio, so dass man während der Fahrt meine Lieblingsradiodienst- oder Sportübertragungs-Apps hören kann.

Ich habe einen Lexus Hybrid als Firmenwagen und werde mal sehen, ob CarPlay bei mir funktionieren wird. Bisher klappt die Zusammenarbeit iPhone und Lexus ganz gut. Es kann aber noch verbessert werden.

Hauptbahnhof München: Apple setzt auf Werbung für iPhone 5c

30. Januar 2014

Irgendwie ist der Wurm im Apfel. Da macht Apple Gewinne wie irre und dennoch fällt der Aktienkurs nach Veröffentlichung der neuesten Zahlen. Gier ist der Antrieb der Broker – nichts gelernt aus der Vergangenheit.

iPhone 5c Werbung im Münchner Hauptbahnhof.

iPhone 5c Werbung im Münchner Hauptbahnhof.

Egal, interessanter ist aber, wie sich der Markt der Smartphones entwickelt. Erstmals wurden die eine Milliarde Marke-Grenze durchbrochen. Der Handymarkt ist ganz eindeutig der Smartphone-Markt. 38 Prozent ist diese Geräteklasse im Vergleich zu 2012 gestiegen. Allerdings wächst der Billigmarkt, also Smartphones unter 150 Euro. Hier gibt es den üblichen Preiskampf und das Hauen und Stechen hat wohl erst begonnen. In diesem Marktsegment spielt Apple keine Rolle. Apple hat sich im Highend-Markt etabliert. Das iPhone 5s ist Verkaufsschlager bei Apple. Weiterhin führt Samsung mit 313,9 Millionen verkauften Geräten den Markt an. Das ist ein Marktanteil von 31,3 Prozent, gefolgt von Apple mit 153 Millionen Smartphones und 15,3 Prozent Marktanteil.

Als ich neulich mit einem Kollegen im Münchner Hauptbahnhof war, sahen wir die aktuellen iPhone 5c-Plakate, die den Hauptbahnhof zieren. Und schon wieder begann das Geblubbere des Kollegen. Apples Strategie mit einem Billig-iPhone sei gescheitert. Blabla Blub Blub. Freunde, um es nochmals klar zu sagen: Das iPhone 5c war niemals als Billigphone gedacht. Auch wenn es Journalistenkollegen noch so gerne herbeischreiben. Nein, das iPhone 5c mit seinen frischen Farben ist nicht billig, sondern für den Konsumenten gedacht, der nicht Profi ist und vor allem kein Billigheimer oder Schnäppchenjäger. Wer das behauptet, der hat Apple nicht verstanden.

Klar ist aber auch, dass sich das iPhone 5c nicht so verkauft, wie Apple es geplant hat. Die Produktion wurde wohl angepasst und die Werbung erhöht, um den Verkauf zu steigern. Das sieht man ausgezeichnet mit der Werbeaktion im Hauptbahnhof München. Nicht kleckern, sondern klotzen.

Apple beherrscht mit seiner Werbung den Münchner Hauptbahnhof.

Apple beherrscht mit seiner Werbung den Münchner Hauptbahnhof.

Meine Kalender: Einst Papier, jetzt digital und Wolke

24. Januar 2014

Ich gestehe: Ohne Kalender bin ich aufgeschmissen. Ich plane mein Leben mit dem Kalender. Es gilt private und berufliche Termine unter einen Hut zu bringen und sie mit der Familie und den Kollegen abzustimmen. So wie mir geht es sicher vielen. Ich habe gemerkt, dass Zeitmanagement mir vor allem eines bringt: Zeit

Ich lasse einmal Revue passieren, welche Art und Form von Kalendern ich genutzt habe. Es war alles dabei. In den alten Zeiten schenkte mir eine Freundin einen Filofax. Das war ein klares Statement. Es war nicht irgendein Terminplaner, nein es musste natürlich ein Filofax sein. Der Organizer war in Leder gebunden und immer dabei. Der Pfarrer hat de Bibel am Mann, ich hatte den Filofax. Fein säuberlich trug ich meine Termine in den Zeitplaner. Als Volontär und späterer Redakteur plante ich so mein berufliches Leben. Abends wurden dann die Termine in den heimischen Wandkalender übertragen, damit die Partnerin wusste, wo ich wann mit wem unterwegs war. Allerdings war die Terninkoordination immer eine riskante Sache. Termine überschnitten sich oder ich vergaß das Übertragen von Daten. Der Filofax (und die Partnerin) wurden abgelöst. Ich bekam einen Taschenkalender von Nikon, da ich zu jener Zeit viel in Kameratechnik investierte. Das System der Terninkoordination war allerdings das gleiche wie beim Filofax.

Meine Newtons und iPhone von Apple.

Meine Newtons und iPhone von Apple.

Dann kam für mich der Apple Newton und ich setzte als Apple Fan Boy auf die neue Technik aus Cupertino. Die Handschriftenerkennung des Newtons war nicht optimal, aber der Terminkalender funktionierte tadellos. Das digitale Zeitalter war angebrochen. Es brachte allerdings einen Nachteil mit sich: Der Newton war ein schwerer Klotz und passte in keine Jacke. Ich musste immer ein Umhängetäschchen tragen – heute Messanger Bag genannt.

Mein eMate von Apple war besonderer Newton.

Mein eMate von Apple war besonderer Newton.

Der Newton wandere ins Archiv und ich entdeckte durch meine Tätigkeit bei der PC Professionell den Palm. Wir hatten in der Redaktion einen regelrechten Palm-Fanclub und die PDAs waren genial. Das Palm OS war einfach zu verstehen. Der Palm mit Stift war klein, leicht und energieschonend. Ich liebte meine Palms in den unterschiedlichen Versionen. Seine unterschiedlichen Programme ließen uns erahnen, was Jahre später mit dem iPhone und den Apps auf uns zukommen würde.

Die Synchronisation der Termine und Daten wurde noch über eine Synch-Station manuell erledigt. Palm einstecken, Synch-Knopf drücken und hoffen, dass alle Daten zwischen Rechner und PDA übertragen werden. Leider klappte es nicht immer, so dass einige Daten doppelt auf dem Device waren.

Einst war ich ein PDA-Fan von Palm. Super Sache.

Einst war ich ein PDA-Fan von Palm. Super Sache.

Meine Freundin und spätere Frau setzte auf einen digitalen Kalender von Texas Instruments. Sehr fortschrittlich und es beeindruckte mich sehr. Die Frau hat ein digitales Gen und das imponierte mir. Der TI-Kalender konnte zwar nicht mit dem Rechner sprechen, aber die Frau hatte ihre Termine voll im Griff und immer in der Handtasche.

Hier der Kalender von einst von meiner Frau.

Hier der Kalender von einst von meiner Frau.

Und heute? Ich arbeite mit iCal von Apple und dem Google Kalender. Beide werden über die böse Wolke abgeglichen und die NSA weiß über meine Termine wohl Bescheid. Und meine Frau und die Familie. Die Wolke koordiniert die Termine und jetzt müssen Apple und Google nur noch besser miteinander sprechen würden, dann wäre meine Kalenderwelt in Ordnung. Jede Welt für sich arbeitet reibungslos – nur die Schnittstellen sind bei mir noch ein Problem. Und welchen Kalender nutzt du für deine Termine?

Wearable Computing: Nike+ Fuelband bei mir

7. Januar 2014

Es ist CES-Zeit – Consumer Electronics Show. Früher wäre ich aus dem Häuschen gewesen, heute nehme ich die Neuerungen oft nur noch zur Kenntnis. Eine 4K-Glotze ist sicher fein, aber eigentlich nur noch Evolution, keine Revolution mehr. VR-Brillen interessieren mich nur bedingt. Am spannendsten finde ich den Bereich von Wearable Computing. Ich glaube, hier wird sich künftig eine Menge tun: Google Glass, die Smartwatch Galaxy Gear von Samsung, ggf irgendwann die iWatch aus Cupertino. Computer am Körper ist das nächste große Ding – da bin ich mir sicher und da bin ich dabei. Garmin stellte eine Fitnessarmband mit Namen vivofit  vor. Seit rund einem Jahr spiele ich auch mit so einem Device herum, das Nike+ Fuelband.

Meine Uhr bzw. Fuelband aus dem britischen Nike-Store.

Meine Uhr bzw. Fuelband aus dem britischen Nike-Store.

Nachdem ich vor Jahren mit Michael Krimmer zusammen ein Standardwerk zu Nike + iPod geschrieben habe, liegt mir die Nike-Technik weiter am Herzen. Jetzt bin ich sicherlich kein Läufer oder eine Sportskanone, dennoch ist die Entwicklung interessant. Der Computer ist immer am Körper und sammelt Daten.

Ich musste vor einem Jahr mein Nike+ Fuelband noch kompliziert über den englischen Nike-Shop bestellen und am Ende des Bezahlvorgangs von britischen Pfund auf Euro umstellen. Nach rund einer Woche kam das Band bei mir an. Nach lästigen Firmeware-Upgrade ging es los. Anmeldung auf der Nike-Seite, definieren von Zielen und schon kann es losgehen.

Das Nike+ Fuelband zählt Schritte und Kalorien, zeigt die Uhrzeit an (aha Uhr) und errechnet einen so genannten Fuel-Wert. Dieser zeigt die Aktivität an einem Tag und wird um 0 Uhr auf 0 zurückgesetzt. Dann beginnt die Sammlung von Fuel von neuem. Zudem kann noch der ganze Social Media-Firlefanz eingerichtet werden. Darauf habe ich verzichtet. Ich habe nur meine Frau eine Fuel-Anfrage geschickt, die sie natürlich nicht beantwortet hat. So hätten wir unsere Fuel-Stände vergleichen können. An mich gestellte Fuel-Anfragen habe ich abgelehnt, Ich bin hier nicht auf Wettbewerb aus.

Mein gesetztes Tagesziel wurde erreicht- Wunderbar, der Schweinehund ist überwunden.

Mein gesetztes Tagesziel wurde erreicht- Wunderbar, der Schweinehund ist überwunden.

Das Teil wird einmal die Woche über USB-Schnittstelle aufgeladen. Datenabgleich erfolgt mit dem iPhone und entsprechender Nike-App via Bluetooth oder klassische via USB am Rechner. Dann werden meine Daten in die Wolke geschickt und ich kann sie auswerten.

Bildschirmfoto 2013-02-15 um 13.16.57

Doch wofür nutze ich mein Fuelband? Im Grunde nutze ich es, um meinen inneren Schweinehund in den Griff zu bekommen. Ich habe mein tägliches Fuel-Limit auf 2100 Fuel-Punkte festgelegt. Das ist nicht berauschend hoch, aber es ist zumindest ein Ziel, das ich täglich erreichen will/muss. Ich kontrolliere unter Tags meinen Fuel-Stand und wenn der Wert unter 2200 liegt, dann mach ich mich auf zu einem Spaziergang an der frischen Luft. So erreiche ich mein Goal. Hätte ich dieses Fuel-Limit nicht, würde zu oft mein innerer Schweinehund siegen und ich würde mich zu wenig bewegen. Natürlich ist ein Armutszeugnis von einer elektronischen Uhr gesagt zu bekommen, dass man zu fett sei und sich mehr bewegen müsse. Aber es funktioniert und das ist doch das Wichtigste, oder?

Inzwischen gibt es weitere Firmeware-Upgrades und eine Neuauflage des Bandes. Es lässt sich prima nun auch in Deutschland bestellen. Der beste Weg ist der Apple Store. Das Ding heißt jetzt Nike+ Fuelband SE. 140 Euro kostet der Aktivitätstracker und war bei seiner Einführung gleich wieder ausverkauft. Nun ist es normal lieferbar.

Ich habe die Uhr jetzt ein knappes Jahr am Arm und bin mit meiner Leistung zufrieden. Jetzt werde ich den Fuel-Wert auf 2700 Fuel erhöhen und somit meine Bewegungsleistung am Tag steigern. Als Rechtshänder hatte ich mein Nike+Fuelband an der linken Hand. Aber ich wollte mal wieder eine meiner Uhren als Statussymbol tragen und so wandere das Fuelband an die rechte Hand. Ungewohnt beim Schreiben und Bänder an beiden Armen sieht auch ein wenig doof aus. Aber auf meine Binäruhren von One oder die Seamaster von Omega will ich halt dann doch nicht verzichten.

eBooks: Noch besteht die Angst vor elektronischen Büchern

9. November 2013

Kaum ein Tag vergeht, dass nicht eine Meldung zum Thema eBooks in meinem Posteingang landet. Alle besagen: eBooks werden immer beliebter. In vielen meiner Seminaren stelle ich aber noch ein Angst vor elektronischen Büchern fest.

amazon

Jetzt hat die Plattform Deals.com, ein Portal für kostenlose Gutscheine und Rabatte, das eBook-Leseverhalten der Deutschen unter die Lupe genommen. Während noch vor einem Jahr nur jeder dritte Deutsche schon mal ein eBook gelesen hat, liegt die Zahl der Nutzer mittlerweile bei 41 Prozent. Auch wenn elektronische Bücher weithin bekannt sind, werden sie dennoch wenig gelesen: Nur ein Drittel (32 Prozent) der eBook-Nutzer liest eBooks mehrmals die Woche oder sogar täglich – 42 Prozent nur einmal im Monat oder seltener. Jeder Zehnte behauptet allerdings, mehr zu lesen, seitdem er eBooks nutzt.

Die beliebtesten eBook Medien: Notebook weiter vorn, aber eReader holen auf

Was die Wahl des Mediums angeht, so geht der Trend ganz klar zu spezialisierten eReadern. Vor allem die Beliebtheit von Notebooks und PCs als Medium für den Lesestoff sank im Vergleich zum Vorjahr: Nur noch 26 Prozent lesen eBooks auf diesen Geräten (49 Prozent 2012). Ich muss zugeben, ich würde nie ein Buch am Rechner lesen, glaube aber die Zahlen. Der Amazon Kindle wird von jedem vierten eBook-Leser genutzt (Anstieg gegenüber 2012 von 16 auf 25 Prozent 2013). Auch iPads (12 Prozent) und andere Tablets (17 Prozent) erfreuen sich großer Beliebtheit. Leider wurde das soziale Lesen nicht untersucht. In meinen Seminaren zeige ich immer die Möglichkeit des sozialen Lesens. Das bedeutet, in einem Fachbuch unterstreichen die Leser wichtige Passagen am Kindle. Ich kann mir als Leser des Buches diese Markierungen aus der Cloud einblenden lassen und lese das Fachbuch deutlich schneller als bisher. Es stellt sich nämlich heraus: Die Leute sind nicht dümmer und unterstreichen in der Regel genau das, was ich auch unterstrichen hätte.

Auf welchen Geräten lesen Sie E-Books? (Mehrfachantworten möglich)

  • Notebook / Netbook / PC 26%
  • Kindle 25%
  • Smartphone 25%
  • Anderer Tablet-PC (z. B. Samsung Galaxy Tab), aber kein iPad 17%
  • iPad 12%
  • E- Reader anderer Hersteller 11%
  • Sony Reader 5%
  • Tolino 5%
  • Kobo 2%
  • Sonstiges Gerät 7%

Rund 60 Prozent der Deutschen fordern deutlich günstigere Preise bei eBooks

Die noch relativ geringe Nutzung von eBooks ist vor allem auf die zu hohen Geräte- und eBook-Preise zurückzuführen. Jeder Vierte behauptet, dass ihm eBooks und eReader zu teuer sind (je 23 Prozent). Das ist für mich sehr interessant, denn Kindle und auch Tolino werden deutlich subventioniert. Ich denke, das Argument des hohen Preises für Reader nicht zieht, Deutlich wird aber eine andere Zahl, Ganze 59 Prozent sagen ganz klar: eBooks sollten im Vergleich zum gedruckten Buch deutlich günstiger sein. Mehr als jeder Dritte behauptet, er würde sich eher für ein eBook entscheiden, wenn es nur halb so viel kosten würde wie ein gedrucktes Buch (38 Prozent). Jeder Siebte liest derzeit sogar ausschließlich kostenlose eBooks (14 Prozent). Das System scheitert aber an der deutschen Buchpreisbindung. Die Abschaffung wurde im europäischen Parlament diskutiert, aber erst mal auf Eis gelegt. Vielleicht haben die Lobbyverbände der deutschen Verlage hier gute Arbeit geleistet. Egal ob eBook oder gedrucktes Buch: Das Buch kostet überall gleich viel.

Jeder Zehnte wünscht sich einen eReader zu Weihnachten

Das Christkind wird wohl dieses Jahr eine Menge der elektronischen Bücher verteilen: Jeder Sechste hält eReader für ein besseres und zeitgemäßes Weihnachtsgeschenk als ein Buch. Jeder Zehnte hat zudem selbst einen eReader auf seinem Wunschzettel. Sechs Prozent planen einen solchen zu Weihnachten zu verschenken. Bei mir in der Familie ist das auch so: K1/2 bekommen einen Kindle und auch mein Vater wird einen bekommen.

Frauen als Bastion gedruckter Bücher

Völlig unverständlich ist für mich folgende Aussage der Umfrage; Während jeder fünfte Deutsche schon heute behauptet, dass eBooks gedruckte Bücher auf lange Sicht völlig ersetzen werden, hat die Literatur auf gedrucktem Papier vor allem weibliche Anhänger: 41 Prozent der Frauen und nur 29 Prozent der Männer glauben nicht, dass sich eBooks jemals gegen gedruckte Bücher durchsetzen werden. Wenn ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, dann sehe ich vor allem Frauen, die einen eReader verwenden, Natürlich sind meine Beobachtungen rein subjektiv. Aber das Thema bleibt spannend.

Wagner Karten online: Was für ein Mist

24. Oktober 2013

Ich muss ehrlich zugeben, am Sonntagabend 13. Oktober war ich wirklich stocksauer. Als Wagner Fan wollte ich die Gelegenheit nutzen, erstmals online Karten für die Bayreuther Festspiele zu erwerben. Dies war uns Fans für 2013 als neuer Service für die Saison 2014 angekündigt worden.

karten

Da ich am Sonntag arbeiten musste, habe ich mir für den Online Reservierung extra eine gewisse Zeit freigeschlagen. Um Punkt 18:00 Uhr rief ich die entsprechende Webseite in Bayreuth auf und musste feststellen, dass nichts, überhaupt nichts ging. Das selbstgestrickte PHP ist einfach zusammengebrochen. Irgend eine Agentur hat wohl schnell mal die Seite aufgesetzt, ohne sie unter Volllast zu testen. Volllast bedeutet, die gesamten Wagner-Fans weltweit sind um 18:00 Uhr auf diese Seite gegangen und siehe da, der Server ist zusammengebrochen. Ich kenne ja den Ansturm auf Websites, das letzte Mal beispielsweise auf die WWDC-Seite von Apple, wo innerhalb von 7 Sekunden alle Karten ausverkauft waren. Aber die Apple-Seite blieb am Netz und weiter, auch wenn die Karten innerhalb von sieben Sekunden verkauft waren. Vielleicht hätte die Familie Wagner einen Cloud-Dienst von Amazon bemühen können, die gewisse Erfahrung mit Ansturm auf Webseiten haben. In Bayreuth waren es wohl 5,3 Millionen Seitenaufrufe und ich war einer von ihnen.

Mit der Gattin in Tannhäuser 2013. Wie komme ich an Karten für 2014?

Mit der Gattin in Tannhäuser 2013. Wie komme ich an Karten für 2014?

In den entsprechenden Wagner-Foren im Netz, auf Facebook und via E-Mail wurde auf den 18:00 Uhr Termin hingewiesen. Da ist es doch kein Wunder, dass bei einer selbst gestrickten Lösung der Server abschmiert muss. Und wie ein Depp sitze ich vor dem Rechner und versuche Karten für Tannhäuser, Parzival oder ein anderes Bühnenstück von Richard Wagner zu erhalten. Denkste, nix ging bei mir. Bei anderen Wagner-Kunden kam es zu einer eklatanten Datenpanne. Adressen anderer Kunden wurden eingespielt, falsche Rechnungen verschickt. Alles an allen ein Supergau in Sachen Datenschutz. Immer wieder wurde über Hackerangriffen und ähnlichen philosophiert, um einen Schuldigen zu finden. Dabei ist es wohl das eigene Unvermögen gewesen, den großen Datenmengen Herr zu werden. Liebe Familie Wagner, nehmt einfach mal Leute, die sich damit auskennen. Bei der Musik setzt ihr auch auf absolute Qualität. Bei der Online-Technik wohl nicht. Schade, Chance vertan. Es stellt sich mir die Frage: Wie komme ich an Bayreuth-Karten für 2014? Jemand eine Idee?

Ich fand Tannhäuser 2013 grausam, aber ich war dabei.

Ich fand Tannhäuser 2013 grausam, aber ich war dabei.

Werbespot: Samsung kopiert Apple

10. Oktober 2013

Wie doof ist das denn? Wenn einem die Ideen ausgehen, dann muss eben kopiert werden. Dies dachte sich wohl Samsung mit seiner Smartwatch. Um das Teil in den Markt einzuführen, wird freilich ein Werbespot benötigt. Was ist das einfacher als einfach einen Werbespot von Apple zu kopieren? Gesagt, getan. Was bei Apple funktioniert, sollte auch bei Samsung funktionieren, oder?

smart

Im Jahre 2007 griff Apple den Telefonmarkt an und krempelte mit dem iPhone den Smartphone-Markt komplett um. Um auf den Geschmack zu kommen, produzierte den bekannten Hello-Werbespot. Aus zahlreichen Hollywoodstreifen durch die Geschichte wurde das Abheben des Telefonhörers gezeigt, eben die „Hello“-Szene. Insgesamt zahlte Apple für die 31 Szenen sicherlich eine nicht unbedeutende Summe an Hollywood. Ich fand die Idee hervorragend. Hier der Spot von Apple aus dem Jahr 2007.

Und nun konterte Samsung mit dem entsprechenden Spot der Smartwatch. Irgendwie kommt mir die Sache bekannt vor, oder? Captain Kirk und Fred Feuerstein werben nun für das Produkt aus Fernost zum Preis von 299 Euro. Ich bin mal gespannt, wann die iWatch von Apple kommt und der Werbespot dann aussieht.

 

Hier nochmals die Liste von Filmen, die im Apple Hello-Spot vorkam:

1. Lucille Ball – I Love Lucy Show 1956-64

2. Jackie Gleason – The Honeymooners 1955-56

3. Humphrey Bogart as Sam Spade in The Maltese Falcon

4. Marlon Brando

5. Jerry Lewis in The Bellboy 1960

6. Marilyn Monroe in Some Like It Hot 1959

7. Clark Gable in It Happened One Night 1934

8. Peter Sellers in The Pink Panther 1963

9. Steve McQueen in The Getaway, 1972

10. Richard Dreyfuss – American Grafitti 1973

11. Burt Reynolds in Boogie Nights 1997

12. Bea Benaderet as Betty Rubble in The Flintstones 1959-66

13. Robert Redford in Three Days of the Condor 1975

14. Michael J. Fox in Back To The Future 1985

15. Harrison Ford as Dr Richard Kimble in The Fugitive, 1993

16. John Cusack Rob Gordon in High Fidelity, 2000

17. Audrey Tautou as Amelie, 2001

18. Kevin Spacey – L.A. Confidential, 1997

19. William H. Macy in Fargo, 1996

20. Dustin Hoffman, Meet The Fockers, 2004

21. Will Ferrell in The Anchorman, 2004

22. Sarah Jessica Parker, Sex and the City

23. Jeff Bridges – The Big Lebowski, 1998

24. Billy Crystal, When Harry Met Sally, 1989

25. Cameron Diaz in Charlie’s Angels, 2000

26. Samuel L. Jackson in Shaft, 2000

27. John Travolta – Face Off, 1997

28. Robert De Niro, City By The Sea, 2002

29. Ben Stiller as Derek in Zoolander, 2001

30. Michael Douglas, The American President, 1995

31. Craig Nelson as Bob Parr, Mr Incredible in The Incredibles, 2004

Zweiter Todestag von Steve Jobs – meine Gedanken

5. Oktober 2013

Heute vor zwei Jahren verstarb Apple-Gründer Steve Jobs. Sein Unternehmen hat sich inzwischen verändert. Ich denke, es ist für Nachfolger Tim Cook nicht leicht, aus dem Schatten des großen Steve herauszutreten. Cook baut Apple um und für mich ist es nicht damit getan, bestehende Produktserien zu aktualisieren. Das “One more Thing” steht bisher noch aus, obwohl die wirtschaftlichen Daten von Apple überzeugen.

Ich suche den Spirit, die Begeisterung, die mich früher erfasst hat. Freilich habe ich das goldene iPhone 5s bestellt, freilich werde ich mir den neuen MacPro im neuen Design ansehen (und wohl auch kaufen). Aber wo bleibt das Killerprodukt?

Aber ich gehöre auch nicht zu denjenigen, die Apple jetzt niederschreiben. Diese Fanboys, die irgendwann auf dem Zug aufgesprungen sind und jetzt wieder abspringen und das Unternehmen für tot erklären. Wie doof waren die Medien, als sie sich ein Billig-iPhone herbeischrieben und dann das iPhone 5c kam. Von billig keine Spur und dann begann das Geschrei. Ich habe mir die 5c angeschaut und mir gefallen sie. Allerdings bin ich nicht die Zielgruppe und dennoch machen sie Spaß.

Ich kann diese Schwarzseher nicht mehr hören. Leute, die ich treffe, fragen mich, was ich jetzt von Apple halte. Was wollt ihr hören? Ich glaube an Apple, aber es ist nicht mehr Apple unter Steve Jobs. Ich war Apple-Jünger als das Unternehmen am Boden lag, als Michael Spindler und Gil Amelio in Cupertino regierten. Der Aktienkurs war am Boden. Nach Amelio kam Jobs wieder zurück und der Stern Apple ging erneut wieder auf.

In dieser Garage fing alles an.

In dieser Garage fing alles an.

Steve kommt nicht mehr, mein Nachruf vor zwei Jahren und meine Erinnerungen vor einem Jahr sind immer noch aktuell, und Cook macht seine Sache gut. Aber eben das “One more Thing” würde einen alten Mann wie mich glücklich machen. Also denke ich zurück, an die Garage in der die beiden Steves begannen. Ich hatte mal das Glück, zwei Stunden mit Steve Wozniak zu sprechen und er begeisterte. Keine Chance, dass der andere Steve den Laden übernimmt?

Der andere Steve und ich.

Der andere Steve und ich.

Ich denke an die Power zurück, die Apple damals und Jahre später noch für mich ausstrahlte. Den zweiten Todestag von Steve Jobs werde ich wie jeden Tag begehen: Mit den Produkten von Apple um mich herum. Aber mit einer Ausnahme: Ich werde meinen Macintosh von 1984 anwerfen, der neben meiner Lisa steht und denken: One more Thing