Posts Tagged ‘visuelle Präsentation’

Persönlicher Nachruf auf Karst Pfeifer

13. September 2018

Es traf mich wie ein Schlag in die Magengrube und ich hatte es nicht erwartet. Mein Kollege Karst Pfeifer ist an Krebs verstorben. Karst war Diplom-Politologe und immer wieder kreuzten sich unsere Wege. 

Wenn ich ein Schülerzeitungsseminar für die Hanns-Seidel-Stiftung durchführte, war Karst Pfeifer immer meine erste Wahl. Er berichtete den Schülerinnen und Schülern über ein aktuelles politisches Thema und dann produzierten die Schülerzeitungsleute eine Seminarzeitung zu diesem Thema, führten Interviews mit Karst, kommentierten, berichteten und wandten journalistische Darstellungsformen in der Praxis an. 

Politologe Karst Pfeifer (r.) ein wirklich toller Referent, ist verstorben.

ref=“https://redaktion42.files.wordpress.com/2018/09/karst_pfeifer.jpg“> Politologe Karst Pfeifer (r.) ein wirklich toller Referent, ist verstorben.[/ca

Dabei war Karst Pfeifer ein Referent, wie man sich ihn nur wünschen konnte. Rhetorisch fit, nahezu brillant, bestens vorbereitet und er ging keiner Diskussion aus dem Weg. Dabei war seine Themenfelder vielfältig: Sie handelten von Europa, Währungsunion, Extremismus, das politische System, Brexit, USA und vieles mehr. Ich genoss die Vorträge von Karst Pfeifer, denn er verstand es ausgezeichnet komplizierte Sachverhalte locker an seine Zielgruppe zu bringen, ohne unseriös zu sein. Und Karst Pfeifer hatte einen klaren Standpunkt, an denen man sich reiben konnte. Für mich war er ein hervorragender Geschichtenerzähler, ein Storyteller im besten Sinne. Er war kein intellektueller Eierkopf, der in seinem akademischen Elfenbeinturm saß, sondern ein Redner, der sich einwandfrei auf seine Zielgruppe einstellen konnte. 

Nach den Vorträgen saßen wir oft beim Getränk zusammen und tauschten uns über unsere Seminarerfahrung aus. Wir lernten voneinander, ich lernte von ihm viel über den Umgang mit schwierigen Seminarteilnehmern, die es immer wieder gibt. Er schaute sich meinen Vortragsstil der visuellen Präsentation ab: Also kein Tod durch Power Point, sondern der Referent steht im Mittelpunkt und erzählt durch Unterstützung von visuellen Elementen seine Geschichte. Wir achteten uns, wir verstanden uns und das war schön. 

Und jetzt erfahre ich um drei Ecken, dass Karst Pfeifer verstorben ist. An seiner Trauerfeier konnte ich nicht teilnehmen und gerne hätte ich mich von ihm verabschiedet. Immer wieder fragte ich in den vergangenen Monaten nach, wie es ihm ginge, schickte Mails und war in lockeren Kontakt mit ihm. Bei einem Jahrestreffen der HSS-Referenten unterschrieben alle Kolleginnen und Kollegen und wünschten ihm eine gute Besserung nach schwierigen Operationen. Und ich war erfreut, dass er langsam wieder in den Seminaralltag einsteigen wollte. Es ging ihm wohl scheinbar besser. Das hörte sich gut an. 

Und dann kam jetzt diese Nachricht vom Tode, die mich umgehauen hat. Der Krebs ist ein Arschloch. Details gehen keinem etwas an. Was bleibt zurück? Viele tolle Erinnerungen an einen wunderbaren Menschen, der sich der politischen Bildung verschrieben hatte und Bildung unters Volk brachte. Karst, wir vermissen dich und ich wünsche seiner Familie alle Kraft dieser Welt. 

Visuelle Präsentation leicht gemacht

21. Juni 2015

Ich leide, ich leide wirklich, wenn ich grausame Vorträge sehe. Neulich war es wieder der Fall: Ich saß in einem thematisch interessanten Vortrag und erlitt den Tod durch PowerPoint. Der Referent hatte Text auf seine Folien kopiert und las in seinem Vortrag (zumindest bezeichnete er dies als solchen) den Text ab.
Darauf kann ich verzichten. Als ich fragte, ob er nicht den Vortrag austeilen möchte, damit wir alle Zeit sparen, war er beleidigt. Aber ich muss sagen, diese Art der Vorträge sind eine Frechheit für den Zuhörer – ich bin dann gegangen und andere auch.
An Schulen bin ich oft unterwegs mit dem Thema visuelle Präsentation und bringe Schülern (und damit auch Lehrern) bei, we sich visuell richtig präsentieren. Dabei meine ich nicht Rhetorik, sondern die Art, eine Geschichte visuell zu erzählen. Neudeutsch heißt es auch Storytelling. Dabei klären wir Fragen der Dramaturgie, des Aufbaus, des Einsatzes von Bilder und Videos und vieles mehr. Das Präsentieren mit Präsentationstools wie PowerPoint gehört heute zum Alltag in Schule, Uni, Beruf und Ehrenamt. Dennoch besteht eine gelungene Präsentation nicht in einer Aneinanderreihung von „Slides“, vollgestopft mit Aufzählungszeichen und Text. Für eine optimale Präsentation muss eine visuelle Präsentation erarbeitet werden, die auch beim Publikum in Erinnerung bleibt. Dazu gibt es spezielle Tipps und Tricks sowie bewährte Arbeitsmethoden.
In Kürze führe ich wieder ein Seminar für jedermann durch. Wer daran Interesse hat, möge sich bitte melden und erfährt dann, wie er/sie professionelle, visuelle Präsentationen erstellt, die in Erinnerung bleiben.

PowerPoint-Karaoke als Improvisationstheater 2.0

10. August 2014

In meinen Seminaren zum Thema Visuelle Präsentation referiere ich, wie ein Vortrag anhand von Folien spannend und interessant erzählt wird. Bei einer Einladung zum 25-jährigen Bestehen von Microsoft Office bekam für das Seminar einen weiteren Impuls. PowerPoint-Karaoke

Aufkleber zum 25-jährigen Bestehen von Microsoft Office

Aufkleber zum 25-jährigen Bestehen von Microsoft Office

Was verbirgt sich hinter PowerPoint-Karaoke? Man nehme ein paar wahllos zusammengestellte Folien unterschiedlicher Referenten und unterschiedlicher Themen. Je verrückter und je ausgefallener die Folie sind, desto besser. Dann werden die Folien gemischt, so dass ein neuer Vortrag entsteht, der inhaltlich und grafisch natürlich vollkommen sinnlos ist. Dann muss ein Seminarteilnehmer bei diesem Vortrag improvisieren und versuchen, eine Geschichte zu erzählen. Das macht zum einen höllisch Spaß, zum anderen schult es die Improvisationsgabe des Seminarteilnehmers. Es ist also eine Art elektronisches Improvisationstheater 2.0. Die Idee hatte dazu der Schweizer Mike Bucher, der hervorragende Veranstaltungen mit dem Namen Folientango veranstaltet. Ich habe mir PowerPoint Karaoke bei Microsoft angesehen und werde es in meine Mehrtagesseminare zum abendlichen, geselligen Ausklang einbauen. Bei Microsoft musste gleich mal Dr. Thorsten Hübschen an die Reihe oder in die Bütt. Hübschen ist Business Group Leader bei MS Office.


Bei der Officeparty gab es von Mike Bucher auch gleich ein paar Tipps, wie der Teilnehmer das PowerPoint-Karaoke ohne Schaden übersteht. Es gibt bei PowerPoint-Karaoke fünf goldene Regeln:
1. Sei nicht du selbst
Nimm die Rolle eines Experten an oder desjenigen, der auf der Einstiegsfolie zu sehen ist. Schlüpfe in die Rolle dieser Person, dann fällt es dir oftmals leichter, vollkommenen Blödsinn zu erzählen.
2. Sei nicht hier
Natürlich ist man nicht in einem Seminarraum. Wenn man bei PowerPoint-Karaoke eine Rolle spielt, wechselt man auch gedanklich den Raum. Sie können eine Messe eröffnen, Keynote-Speaker bei einer Veranstaltung sein, einen wissenschaftlichen Vortrag halten oder einfach ein Firmenmeeting absolvieren. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Haben Sie den Mut!
3. Erzähl eine neue Geschichte
Da die Folien bei PowerPoint-Karaoke natürlich wahllos zusammengesetzt sind, ist keine sinnvolle Erzählstruktur innerhalb der Folien möglich. Also muss eine Geschichte improvisiert, erfunden und damit neu erfunden werden.
4. Bleibe deiner Geschichte treu
Diese erfundene Geschichten muss im Vortrag komplett durchgezogen werden, damit sie glaubhaft ist. Also nicht mittendrin eine andere Rolle einnehmen, sondern zieh dein Ding durch.
5. Sei mutig und habe Spaß
Auch wenn man sich zum Affen macht, es macht einen unglaublichen Spaß: Für einen selbst und für die Zuschauer. Was soll schon passieren? Ich habe es jetzt mehrmals ausprobiert und es hat meine Seminare bereichert. Die Teilnehmer haben sich noch mehr als Gruppe gefühlt und die Lernatmosphäre hat sich verbessert. Im September habe ich ein weiteres Seminar zum Thema Visuelle Präsentation, da werde ich PowerPoint-Karaoke wieder einbauen. Also vielen Dank liebes Microsoft, die Idee bei der Officeparty war wirklich hervorragend.

Die goldenen Regeln

Die goldenen Regeln

Einfach mal probieren: Vorträge visualisieren mit Sketchnote

3. Juni 2014

Der Mensch ist ein visuelles Wesen. Das leuchtet jedem ein. Doch warum machen wir uns dann Aufzeichnungen von Vorträgen, Meeting oder Konferenzen als reinen Text? Wenn ich meine Kinder ansehe, dann haben sie Eindrücke in Zeichnungen verarbeitet. Sie können genau sagen, was sie gefühlt und gedacht haben, wenn wir uns diese Zeichnungen nach einiger Zeit wieder ansehen. Diese Fähigkeit ist uns wohl als Erwachsener verloren gegangen. Das möchte ich ändern.

Geniales Buch zu Sketchnote

Geniales Buch zu Sketchnote

Als Referent für visuelle Kommunikation arbeite ich mich derzeit in Sketchnote ein. Das ist eine Kombination von Zeichnungen und wenig Text. Ich bin dazu zwei Wege gegangen. Zum einen habe ich mir das wirklich hervorragende Buch Das Sketchnote Handbuch Das Sketchnote Handbuch: Der illustrierte Leitfaden zum Erstellen visueller Notizen der Sketchnote-Legende Mike Rohde besorgt und durchgearbeitet. Zum anderen habe ich auf der re:publica 2014 in Berlin einen Sketchnote-Workshop belegt. Beides hat sich voll gelohnt und ich werde auf meinen Seminaren zur visuellen Präsentation einen zweistündigen Vortrag mit Übung für meine Seminarteilnehmer einbauen.

Und als digitaler Mensch habe ich zudem das Problem gehabt, dass ich keine Lust hatte, mein Moleskine Notizbuch durch die Gegend zu schleppen. Obwohl Moleskine bei vielen Kreativen in ist, mag ich es nicht. Die Bücher liegen bei mir nur herum. Ich will ein digitales Tool und bei nach langem Ausprobieren auf die App GoodNotes 4 für das iPad gekommen. Sie macht genau das, was sie machen soll.

Dieses Trio leitete den Sketchnote-Workshop auf der #rp14

Dieses Trio leitete den Sketchnote-Workshop auf der #rp14

Der schwierigste Schritt bei Sketchnote beginnt im Kopf. Ich kann doch nicht gut genug zeichnen – diese und andere Gedanken kamen immer wieder. Das ist Blödsinn und ich musste mich von diesen Gedanken frei machen. Jeder kann zeichnen. Und wir reden bitte schön nicht von Kunst oder technischen, maßstabsgenauen Zeichnungen, sondern wir reden von Skizzen – eben von Sketches versehen mit Worten. Die zweite Schwierigkeit war, endlich den Schweinehund zu überwinden und es endlich zu tun. Das Buch von Mike Rohde gibt viele Anregungen und viel Inspiration, doch ich selbst muss den Stift in die Hand nehmen und endlich etwas zu Papier bringen.

Nach einigen Übungen von Körpern, Gesichtern und Figuren sowie Stimmungen fertigte ich als erste Übung einen Lebenslauf von mir an. Ich kenne mich selbst am besten und ich brachte mich selbst zu Papier. Und: Es hat Spaß gemacht. Ich erkannte mein Leben, meine privaten und beruflichen Stationen wieder. Als nächstes begann ich, Vorträge auf Konferenzen zu visualisieren. Dabei musste ich aufpassen, nicht in den alten Trott des Mitschreibens zu verfallen. Das Fokussieren auf die Kernaussage ist das Wichtigste und auf einmal stelle ich fest, wie schlecht viele Vorträge sind.

Das Buch Das Sketchnote Handbuch: Der illustrierte Leitfaden zum Erstellen visueller Notizen von Mike Rohde liegt als Quelle der Inspiration immer in der Nähe vom Bett und ich blättere es immer wieder gerne durch. Kollegen haben mich auf das Buch Visuelle Meetings: Meetings und Teamarbeit durch Zeichnungen, Collagen und Ideen-Mapping produktiver gestalten aufmerksam gemacht. Das werde ich mir wohl als nächstes anschaffen.

Dann besuchte auf der re:publica 2014 in Berlin einen Sketchnote-Workshop. Ein paar sympathische Leute von #vizthink haben einen lockeren Vortrag gehalten und die Teilnehmer zum Zeichnen animiert. Es hat Spaß gemacht und die Angst genommen. Vielleicht sammle ich ein paar Gleichgesinnte und versuche eine bayerische vizthink-Gruppe ins Leben zu rufen. Wer Lust dazu hat, einfach mit mir in Kontakt treten.

 

Mega-Neuerung in Apples Keynote

18. April 2014

Da ich viele Vorträge halte und nicht gerne meine Ausrüstung durch die Gegend tragen will, nehme ich zum Präsentieren mein iPad mini. Meine Präsentationssoftware ist Apple Keynote, da ich sie für sehr intuitiv halte. Ein Buch zum Erlernen der Software braucht es nicht. Am 7. April bekam Keynote wieder ein Software-Update auf 6.2 und auch die iOS-Version wurde auf 2.2 aktualisiert. Die Aktualisierungen sind sehr sinnvoll und mein Workflow hat sich weiter optimiert. Danke Apple.

Bei einer Präsentation probierte ich am iPad mini die neuen Features aus. Viele Neuerungen liegen unter der Motorhaube wie Dateiexport oder Fehlermeldungen, aber die verbesserte Benutzeroberfläche finde ich sinnvoll und sie kam auch bei meinen Kunden in der Live-Präsentation sehr gut an. So kann ich während der Präsentation jetzt sieben farbige Stifte aufrufen und in meine Präsentation live hineinmalen. Einfach während der Präsentation am angeschlossenen Beamer rechts oben im Eck das Icon drücken und die Stifte erscheinen am iPad. Die Stiftfarben sind rot, gelb, blau, grün, violett, grau und schwarz. Gerne hätte ich noch einen weißen Stift gehabt, da viele meiner Folien einen schwarzen Hintergrund haben. Hier sollte Apple nachbessern und ein Update nachschieben.

Jetzt gibt es farbige Stifte und einen Laserpointer in Keynote.

Jetzt gibt es farbige Stifte und einen Laserpointer in Keynote.

Wie setze ich die Stifte in der Praxis ein? Bisher brauchte ich für meine Präsentationen noch eine separate Flipchart, die in der Regel vom Kunden gestellt wird. Das war teuer, denn viele Hotels verlangen dafür gewaltige Gebühren und berechnen das Papier extra. Die Flipchart können wir uns jetzt sparen, denn ich plane mein meinen Vorträgen jetzt das Entwickeln von Zeichnungen per Keynote-Folie ein. Wichtig ist mir Interaktivität mit den Zuhörer. Meinen Präsentationen sind visuelle Präsentationen nach dem Prinzip von Garr Reynolds, über den ich bereits hier und hier geschrieben habe. Wichtig ist mir ein Gespräch mit dem Zuhörer und die neuen Keynote-Features bringen diese Interaktivität auf ein neues Level.

Bei meinem Vorträgen kommt jetzt eine weiße, leere Folie zum Einsatz. In der Vergangenheit bin ich an die Flipchart getreten und habe eine Grafik, Diagramm usw live per Stift und Papier entwickelt. Jetzt entwickle ich diese Grafik, Diagramm live am iPad mit den Keynote-Stiften. Dazu verwende ich in der Regel den Finger, aber für feinere Zeichnungen nehme ich einen Touchpen.

Eine weiteres nettes Feature ist nun der eingebaute Laserpointer. Ich mag eigentlich keine Laserpointer und habe in der Regel einen ausziehbaren Zeigestab im Einsatz. Da bin ich einfach oldschool, denn ich sehe den Zeigestab einfach besser als einen roten Punkt, der hektisch über die Folie wandert. Aber ich habe den eingebauten Laserpointer ausprobiert und er kommt gut an, weil eben dieses hektische Gewackel fehlt. Dennoch werde ich bei meinen ausziehbaren Zeigestab wohl bleiben. Lieber Evolution statt Revolution – dies gilt auch beim Präsentieren.

In der Präsentation interaktiv arbeiten.

In der Präsentation interaktiv arbeiten.

 

Einstieg in die visuelle Präsentation mit Kasperl

7. Oktober 2013

Vor kurzem hielt ich mit meinem Kollegen Thomas Gerlach ein Seminar zum Thema Visuelle Präsentation. Im Grunde ging es um die Präsentationstechniken von Garr Reynolds, einstmals beschäftigt bei Apple und heute Professor in Osaka. Um die Teilnehmer gleich zu Beginn mit einer etwas ungewöhnlichen Einführung zu konfrontieren, wagte ich ein Experiment.

Ich wollte einen Dialog mit einer Handpuppe, dem bekannten Kasper, führen und die Teilnehmer so auf das Seminar vorbereiten. Aber es sollte keine Bauchrednereinlage werden, sondern eine Form, die zu einem Seminar über visuelle Präsentation passte. Also musste der Kasper via Beamer/Monitor mit mir sprechen.

Dialog mit Kasperl als Einstimmung auf ein Seminar visuelle Präsentation.

Dialog mit Kasperl als Einstimmung auf ein Seminar visuelle Präsentation.

Dazu ging ich wie folgt vor: Am Tag vor dem Seminar übte ich mit meiner Frau einen Dialog ein. Ursprünglich wollte ich den Kasper selbst sprechen, aber dann hatte meine Frau die Idee, aus dem Kasper einen Kasperl zu machen, der auf Schwäbisch spricht. Als Kasperl nahmen wir die entsprechende Handpuppe aus dem Kasperltheater unserer Kinder.

Hinter einem Sofa wurde meine Frau postiert und sie sprach auf Schwäbisch die vorbereiteten Fragen. Mit dem iPhone filmte ich den Auftritt des Kasperls. Okay, die Lichtverhältnisse waren nicht ideal, aber es sollte ja schließlich nur ein kleines Experiment sein. Bei der Durchführung zeigte sich, dass es wichtig ist, dass der Kasperl nach seinem Monolog weiterhin im Bild bleibt und ganz wichtig – sich bewegt. Wir nahmen nach jedem Dialog etwa eine Minute Bewegung vom Kasperl auf.

Im Seminar kam dann in dieser Minute mein Part und ich gab die entsprechenden Antworten. Der Kasperl selbst bewegte sich bei meinen Antworten auch weiterhin, um ein wenig Leben in die Bude zu bekommen.

Zufriedene Gesichter bei meinem Seminar.

Zufriedene Gesichter bei meinem Seminar.

Nach jedem Frage-Antwort-Part kam ein Schnitt im Schnittprogramm und die einzelnen Videosequenzen wurden dann in Keynote als Präsentationsstool eingespielt. War mein Part zu Ende, dann drückte ich auf nächste Folie über die Fernbedienung und es kam der nächste Film mit dem nächsten Dialog mit dem Kasperl. Es lief nicht richtig rund, die Pausen waren etwas zu lang, aber die grundsätzliche Idee war hervorragend und kam bei den Zuschauern gut an. So war der Einstieg in ein Seminar über visuelle Präsentation geglückt. Der Kasperl wurde übrigens während des Seminars von den Teilnehmern immer wieder nachgefragt.

Und hier ist der Auftritt samt Kasperl: