Wenn es um Scores für Videospiele geht, dann steht bei mir immer Chris Huelsbeck an erster Stelle, der heute seinen 55. Geburtstag feiert. Alles Gute Meister. Persönlich ist die Musik zu Turrican sein wichtigster Beitrag. Turrican erschien im Laufe der Jahre für verschiedene Plattformen und es gibt damit auch unterschiedliche Musik zum Spiel. Und da Chris Huelsbeck Geld verdienen muss, wurden die unterschiedlichen Scores vor kurzem auf farbigen Vinyl in einer Sammelbox veröffentlicht. Und natürlich hab ich als treuer Fan und Retrogamer hier zugeschlagen.
Es handelt sich um die 7 LP-Sammlerbox zum 30. Jubiläum von Turrican. Folgende Aufnahmen hat Strictly Limited Games zusammengefasst und gepresst: Turrican 1 Studio Recordings, Turrican 2 Studio Recordings, Turrican 3 Studio Recordings, Super Turrican 2 Studio Recordings, Turrican 1 Original Sound Version Amiga, Turrican 2 Original Sound Version Amiga, Turrican 3 Original Sound Version Amiga, Mega Turrican Original Sound Version Sega, Super Turrican 1 Original Sound Version SNES und Super Turrican 2 Original Sound Version SNES.
Und hier hab ich das Unboxing-Video von mir:
Laut Strictly Limited Games wurden nur 999 Kopien der Box hergestellt. Ein paar gibt es wohl noch. 1990 erhielt Huelsbecks Karriere einen Aufschwung mit der Musik zu dem Spiel Turrican; vor allen Dingen seine Musik zu Turrican 2 erreichte schnell Kultstatus in der Spiele-Szene. So schaffte er es beispielsweise als einer der ersten, auf dem normalerweise 3-stimmigen Commodore 64 fünf Stimmen zu erzeugen bzw. aus dem normalerweise 4-stimmigen Amiga sieben Stimmen herauszuholen. Turrican und Turrican 2 gehören daher zu den soundtechnischen Meisterwerken der Heimcomputerszene.
Bei meinem jüngsten Besuch in Hersbruck traf ich auf allerlei Kunst. Beim Spaziergang durch die pittoreske fränkische Stadt entdeckte ich in einem ehemaligen Schaufenster eines Fotogeschäfts kleine Welten in Streichholzschachtel.
diese entzückenden Welten gebastelt hat, weiß ich nicht. Sie standen in der Auslage und sprachen mich sofort an. Kleine Welten mit kleinen Details, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Es war eine Tafel zur Erklärung aufgestellt. Darauf stand: „Die Welt ist klein in diesen Tagen … klein und überschaubar. Doch mit ein bisschen Fantasie werden selbst deine vier Wände zu deinem eigenen kleinen Wunderland.“ Wahrscheinlich entstammten die kleinen Kunstwerke noch aus der Corona-Zeit als man beim Lockdown zu Hause bleiben musste. Es waren die entsprechenden Hashtags dahammbleim stayhome angefügt.
Ich möchte dem Künstler oder Künstlerin danke sagen. Mir haben Dino, Hello Kitty, Love und viele Welten mehr sehr , gefallen. Es ist halt manches Mal die kleine Dinge, die einen Freude machen können. Danke.
Zigaretten sind tödlich, Kunst dagegen nicht. Zigaretten benebeln den Kopf, Kunst befreit den Kopf. Was liegt es da näher als Zigarettenautomaten in Kunstautomaten umzuwandeln? Dies haben sich Ehrenamtliche im fränkischen Hersbruck gefragt und kurzerhand einen Kunstautomaten gegenüber dem Rathaus bei Post/Bürgerbüro zu schaffen. Der Automat selbst ist auch ein Kunstwerk und ist interessant zu betrachten.
Statt Zigaretten gibt es nun Kunst aus den Fächern, geschaffen von regionalen Künstlern. Mit 5 Euro in Münzen ist man dabei und kann sich Kunst ziehen. Nachdem der Automat über drei Jahrzehnte als Zigarettenautomat sein Dasein fristete, tut sich die Mechanik mit der Kunst manches Mal ein wenig schwer. Die Münzen fallen durch und es klemmt mal hier und dort. Aber beim wiederholten Geldeinwurf kommen kleine Kunstwerke heraus.
Wenn eine Schublade blockiert, dann ist das Kunstwerk ausverkauft – das war bei den Zigaretten so und ist bei der Kunst genauso. So gibt es im Moment zum Beispiel niedlichen Ohrhänger von Emsomatic. Der Kunstautomat gefällt mir gut und hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.
Wer auf dem Laufenden sein will, der kann bei Facebook und Instagram schauen, welche neuen Kunstwerke es gibt
Die braune Vergangenheit verkauft sich noch immer bestens. Kaum eine Woche in der Hitler und seine Mischpoke nicht durch die Gazetten getrieben werden oder dass eine mehr oder weniger marktschreierische Sendung in der Glotze läuft: Hitlers Hund, Hitlers Wohnung, Hitlers Autos. Das war so und es ist so. Die Faszination am absoluten Bösen ist allgegenwärtig.
Als Jugendlicher entsetzten mich die gefälschten Hitler-Tagebücher vom Stern und als junger Erwachsener blieb mir das Lachen im Halse bei Schtonk! von Helmut Dietl stecken. Als junger Journalist versuchte ich den Hype um diese Hitler Tagebücher zu verstehen. Wegweisend halte ich das Buch Der Skandal um die Hitler-Tagebücher von Michael Seufert.
Michael Seufert war zum Zeitpunkt des Skandals Redakteur beim STERN und kennt alle Beteiligten. Schonungslos und detailliert berichtet er, warum ausgerechnet im Fall Hitler-Tagebücher alle normalen Kontrollmechanismen beim Stern versagten. Dieses Buch ist die persönliche und spannende Aufarbeitung einer wahren Geschichte, die vor allem von Machtgelüsten, Geheimhaltungswahn und Karrieren, von Blindheit und der Gier nach dem großen Geld handelt.
Ausgezeichnet gemacht war die Podcast-Reihe Faking Hitler vom Stern. Aber ich war neugierig und wollte einmal gerne einen Blick in die Fälschungen werfen. Und nun ist es soweit: Nach 40 Jahren wurden die gefälschten Hitler-Tagebücher veröffentlicht. Der NDR veröffentlicht die gefälschten Hitler-Tagebücher von 1983 in einer kritischen Ausgabe mit wissenschaftlichen Kommentierungen des Historikers Professor Hajo Funke von der FU Berlin.
Dem NDR ist es gelungen, die kompletten 60 Bände der „Hitler-Tagebücher“ lesbar und auch recherchierbar zu machen. Mit Hilfe einer Künstlichen Intelligenz konnte die gefälschte Handschrift Hitlers in ein Transkript übersetzt werden. Damit wird erstmals in vollem Umfang deutlich, in welcher Absicht die Fälschungen verfasst wurden und wie der Stern bereit war, die NS-Geschichte neu zu deuten und zu verharmlosen. Diese sind unter ndr.de/hitlertagebuecher abrufbar. Die Suche ist hier zu finden.
Für den Historiker Prof. Hajo Funke von der FU Berlin, der für den NDR die „Tagebücher“ gelesen und das Projekt wissenschaftlich begleitet hat, ein klarer Akt von Geschichtsfälschung: „Diese Tagebücher sind Ausdruck von Holocaustleugnung. Das ist eindeutig. Sie wollten Hitler von den schlimmsten Verbrechen der Nazis freisprechen“, so Funke in einer Pressemitteilung des NDR. Die Historikerin Heike Görtemaker, die ebenfalls Teil des wissenschaftlichen Beirats war, unterstreicht die massive historische Umdeutung. „Der fiktive Hitler hat mit nationalsozialistischen Gewaltverbrechen nichts zu tun. Er ist sogar derjenige, der versucht, andere seiner Parteigenossen im Zaum zu halten“, so Görtemaker. „Kujau erfindet hier eine positive Hitlerfigur.“
Nach der Veröffentlichung im Netz verbrachte ich einen Tag mit dem Lesen des wirren Zeugs von Fälscher Konrad Kujau. Hitler wusste angeblich nichts vom Holocaust. Das ist die zentrale Erzählung der gefälschten „Hitler-Tagebücher“, die der NDR nach 40 Jahren zum ersten Mal vollständig auswerten konnte. Bislang heute liegen die Originalbände der „Tagebücher“ gesperrt im Safe bei Gruner + Jahr. Dem Projekt des NDR liegen Kopien der Tagebücher zugrunde.
An zahlreichen Stellen erzählt die Fälschung, die der Stern 1983 Zug um Zug als historische Wahrheit veröffentlichen wollte, wie sich ein vermeintlicher Hitler um eine wohlwollende Lösung für die Juden einsetzt. So schreibt der vermeintliche Hitler am 31. Juli 1941, man solle die Juden zur schnellen Auswanderung bewegen oder ihnen „einen sicheren Landstrich in den besetzten Gebieten suchen, wo sie sich selbst ernähren und verwalten können.“ Zu diesem Zeitpunkt war der Holocaust längst von den Nazis radikal entfesselt. Damit wird deutlich, was der Stern 1983 damit meinte, „die Geschichte des Dritten Reiches wird in großen Teilen neu geschrieben werden müssen.“
Wie böswillig die Tagebücher arbeiten, zeigt der Eintrag vom 20. Januar 1942, an dem die Wannsee-Konferenz stattfand, bei der die Deportation der gesamten jüdischen Bevölkerung Europas zur Vernichtung organisiert wurde. Sogar an diesem Tag zeichnet der vermeintliche Hitler ein vollkommen verzerrtes Geschichtsbild: „Erwarte die Meldungen der Konferenz über die Judenfrage. Wir müssen unbedingt einen Platz im Osten finden, wo sich diese Juden selbst ernähren können.“ Diese historische Holocaustfälschung zieht sich in den Tagebüchern über viele Jahre. Hier Zitate vom NDR:
5.2.1942: „Hake nochmals nach, wo nur die ganzen Juden hin sollen. Glaube, darum soll ich mich auch noch kümmern.“ 18.2.1942: „Was wird nur mit den Juden. Keiner will sie haben.“ 21.5.1942: „Möchte nur wissen, wie weit Himmler mit dem Judenproblem ist.“ 29.11.1942: „Wir kommen nicht weiter mit dem Judenproblem. Keiner will sie haben, selbst unbesiedeltes Gebiet stellt man uns für die Umsiedelung nicht zur Verfügung.“ 23.5.1943: „Sorge macht mir unser Judenproblem. Nach den mir vorliegenden neuesten Meldungen will sie keiner haben.“ 11.1.1945: „Nun sehe ich das ich mit den Juden viel zu human umgegangen bin.“
Mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz konnten die Fälschungen erstmals auch vollständig nach Schlagworten durchsucht werden. Dabei zeigt sich, dass alle Begriffe des Holocaust nicht vorkommen. Schlagwörter wie „Endlösung“, „Gaskammer“ oder Hinweise auf die Vernichtungslager Auschwitz, Sobibor, Majdanek oder Treblinka fehlen vollständig.
Doch wie ist die „Holocaust-Fälschung“ in die Tagebücher gekommen? Wie die neuen Recherchen belegen, war der Fälscher der „Hitler-Tagebücher“, Konrad Kujau, tiefer in ein neonazistisches Umfeld verstrickt als bislang bekannt. So hatte Kujau bis in die frühen 80er-Jahre hinein Kontakte zum Umfeld des Neonazi-Führers Michael Kühnen, der Leiter der später verbotenen Aktionsfront Nationaler Aktivisten (ANS) war. Kujau war offenbar eng verbunden mit dem Pressesprecher Kühnens, Lothar Zaulich, mit dem er gemeinsam in den 70er-Jahren Hitlerfälschungen verkaufte. So erstellte Zaulich Reproduktionen von Hitler-Portraits und brachte Kujau bei, wie man sie mit gefälschten Hitler-Unterschriften versieht.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelte gegen Zaulich von Oktober 1983 bis März 1984, weil er im Verdacht stand, Kujau bei der Herstellung und dem Verkauf seiner Fälschungen unterstützt zu haben. In den Verhören nach dem Stern-Skandal berichtete Zaulich, dass seine Zusammenarbeit mit Kujau mit einer Diskussion darüber begann, wie einfach es sei, historische Dokumente zu fälschen – Zaulichs Beispiel dafür war die angebliche „Vergasungslüge“ der Alliierten. Eine direkte Teilnahme Zaulichs an der Fälschung der „Hitler-Tagebücher“ konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.
Bei der Durchsuchung von Zaulichs Wohnung am 13. Oktober 1983 fand die Polizei allerdings weitere Hinweise auf eine enge Zusammenarbeit, etwa ein professionelles Fotolabor, eine Werkstatt zur Herstellung von Reproduktionen und Das Buch der NSDAP von 1934 mit „fertigen Bildelementen von bekannten Kujau-Fälschungen“. Eine andere Quelle bestätigt, wie Kujau und Zaulich die Hitler-Handschrift perfektionierten. So sollen sie aus historischen Dokumenten die Unterschrift Hitlers abfotografiert haben, um sie auf weißes Papier zu projizieren. „Mittels dieser Projektionen übte dann der spätere Hitlertagebuchfälscher Konrad Kujau das Autogramm Hitlers stundenlang, bis er es mit äußerster Präzision in jeder Lebenslage aus dem Handgelenk schreiben konnte“, beschreibt es später der Neonazi und Kühnen-Vize Thomas Brehl in seiner Autobiographie. „Weder Michael Kühnen noch ich verstanden es damals, dass die Verstrickung des Pressechefs der neonazistischen ANS/NA in die Stern-Affäre von den Behörden, zumindest aber von den Medien totgeschwiegen wurde“, so Brehl. Der Stern äußert sich auf Anfrage nicht zu den neuen Recherchen des NDR, so der NDR in einer Pressemitteilung. Man betont lediglich, dass man die Originale der Tagebücher nie für die Öffentlichkeit freigegeben habe, um „Missbrauch zu verhindern“. Eine 2013 vom Stern zugesagte Freigabe der Originale an das Bundesarchiv ist bis heute nicht erfolgt.
Heute jährt sich der brutale Überfall Russlands auf den Nachbar Ukraine und das ist das Thema des Tages in allen Medien. Enorme Flüchtlingsströme zogen nach Europa und die Gemeinden und Städte haben Probleme die Familien unterzubringen. Ich stelle hier ein Projekt vor wie sich Kindern aus der Ukraine in Zürich zurecht finden können. Und das gelingt anhand des Videospiels Where Am I?
Ein Videogame soll geflüchteten ukrainischen Kindern und Jugendlichen in Zürich helfen, die Stadt in einem vertrauten Rahmen zu entdecken. Das interaktive Spiel wurde von der ZHAW zusammen mit Blindflug Studios lanciert.
Krieg und Zerstörung bedeuten insbesondere für Kinder einen schlagartigen Verlust von Vertrautem. Ukrainische Kinder und Jugendliche müssen sich fern von ihrer Heimat in einer oft fremden Umgebung zurechtfinden. Deshalb hat die ZHAW ein Videogame entwickelt, mit dem sie sich mit der Stadt Zürich vertraut machen können und gleichzeitig einen Bezug zu ihrer Heimat schaffen können. „Де я знаходжуся?“ lautet der Titel des Spiels auf Ukrainisch, zu Deutsch „Wo bin ich?“. Es wurde im Rahmen des „Umgangs mit Notsituationen als Folgen des Kriegs gegen die Ukraine“ von der Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) gefördert.
Architektur und Vertrautheit Das Videogame Where Am I? greift die baukulturellen Aspekte einer Flucht auf. Nicht nur werden Gebäude in der ukrainischen Heimat beschädigt und zerstört, auch der neue Ort ist fremd. Durch das virtuelle Einbetten von ukrainischen Gebäuden in die Stadt Zürich wird ein Teil der Heimat in die unbekannte Stadt integriert. Unter der Leitung von ZHAW-Forscher Andri Gerber bauten Studierende detailliert berühmte Wahrzeichen aus Kyiv und Zürich als Modelle nach und fügten diese in eine bunte 3D-Version der Zürcher Innenstadt ein. Mithilfe vom Schweizer Game-Entwickler Blindflug Studios wurde daraus ein Handyspiel erstellt, in dem die Spieler:innen Zürich erkunden und dabei die Wahrzeichen beider Städte auffinden können.
Zürich digital erkunden Die Spielwelt erstreckt sich entlang der Limmat bis zur ETH Zürich und Hauptbahnhof, und wird mit Hilfe einer Karte und eines Scooters erkundet. Einige Zürcher Gebäude lösen sich während dem Spiel in Luft auf und die Spieler haben die Aufgabe, in der Stadt verteilte Puzzlestücken in die Gebäude zurückzubringen. Am Ende jedes Puzzles erscheint jedoch nicht das Zürcher Bauwerk, sondern ein Wahrzeichen aus Kyiv wie die St. Andreas Kirche, die Schewtschenko-Universität oder das Hotel Saljut.
Ich sammle Playmobil-Figuren in Sonderauflagen. So habe ich beispielsweise Albrecht Dürer oder Martin Luther oder Star Trek Figuren als Sammelobjekte erworben und nun kommt wohl als neueste Ausgabe ein spezieller Metzger oder Fleischer hinzu. Der bayerische Landesinnungsverband der Metzger hat die Figur bei Playmobil in Auftrag gegeben und kann sich vor Nachfrage kaum noch retten.
„Wir suchten eigentlich ein Giveaway für unsere Ausbildungsmessen. Ein Mitbringsel, dessen Marke jeder kennt und das weiterhin Groß und Klein zu unseren Ständen locken wird. Da fiel die Wahl schnell auf die bekannte Marke Playmobil“, so Landesinnungsmeister Konrad Ammon. Gesagt, getan. Nach ersten positiven Gesprächen konnte der Fleischerverband Bayern den Auftrag zur Produktion eines kleinen Metzgers als Sonderfigur in limitierter Auflage geben.
Für mich sind zwei Spielzeuge grundsätzlich positiv besetzt: Lego und Playmobil. Diese Emotionen werde ich auch für einen Kunden einsetzen, die lokale Bäckerei und Konditorei Martin Reicherzer. Im Moment experimentiere ich mit Stop Motion-Software herum. Geplant ist, dass wir kleine Playmobilfilme für die Bäckerei produzieren. Hier die ersten Testaufnahmen.
Wie es mir geht, geht es auch den Metzgern, „Für uns ist dies nicht einfach nur ein Giveaway, denn die Figur verkörpert positive Emotionen. Als wir über unsere Social-Media-Kanäle von den ersten eintausend Promo-Figuren berichtet hatten, glühten die Mail- und Telefondrähte heiß. Alle wollten den Metzger haben, sodass wir als weiteren Schritt mehrere tausend Stück des Sympathieträgers für den Verkauf bestellt haben“, so Verbands- Geschäftsführer Lars Bubnick. Natürlich hat Playmobil einen Metzger im Programm, aber jetzt haben die bayerischen Metzger eine eigene Figur.
Aufgrund der großen Nachfrage und des geplanten Verkaufs der Figuren erhielt der Fleischerverband sogar einen eigenen Playmobilkarton – mit Metzgerlogo sowie dem Schul- und Verbandsgebäude in Augsburg als Hintergrund. „Unser Metzgerhandwerk – unsere Schule“ auf dem Karton einer weltbekannten Marke. „Wir sind mächtig stolz darauf, dass wir dem kleinsten Botschafter unseres Handwerks mit dieser Aktion neues Leben einhauchen konnten und wir danken Playmobil für diese gemeinsame Aktion. Wenn wir es schaffen, dass mit Hilfe dieser kleinen Figur unser Handwerk ein stückweit zurück in die Köpfe unserer Gesellschaft kommt, dann ist das ein weiterer Erfolg“, so Bubnick. Dass die kleinen Metzgerfiguren weiterhin großen Anklang finden werden, davon ist er fest überzeugt. Viele Betriebe und Privatpersonen haben schon bestellt. Sogar Sammler aus ganz Europa haben angefragt, ob sie originalverpackte Figuren erhalten können – und das werde ich jetzt auch machen. Die Figur gibt es Verbandshomepage
Nachdem ich in dieser Beziehung ein Weichei bin und Bammel habe, gesicherte Lost Places in meiner Umgebung zu betreten, schaue ich mir gerne Bücher oder Videos zu diesem Thema an. Lost Places sind verlassene Orte, die vom Menschen aufgegeben und der Natur verlassen wurden. Es gibt ja mittlerweile Hunderte von Büchern aus diesem Subgenre, so dass ich bequem vom Sofa aus mich auf Expeditionsreisen zu diesen reizvollen, geheimnisvollen Plätzen machen kann.
Mich reizt dieser morbide Charmes des Vergessenen. Was vom Menschen geschaffen wurde, wird von der Natur zurückerobert. Alles ist dem Zerfall preisgegeben. Meine Gattin schenkte mir das Buch Soviet Ghosts: The Soviet Union Abandoned: A Communist Empire in Decay. Gerade der Zerfall der Sowjetunion hat einige Perlen dieser Lost Planes ans Tageslicht gebracht, die ich aufgrund der räumlichen Entfernung wohl niemals besuchen kann. Die grausame sozialistische Architektur wird von der Natur zurückerobert und es entstanden ungewöhnliche Fotos von Owen Evans und Rebecca Litchfield. Das englischsprachige Buch lebt von diesen außergewöhnlichen Fotos. Die Reiseorte sind Orte in ehemaligen Sowjetrepubliken und Warschauer Pakt Staaten. Verlassene Gefängnisse, Heilanstalten, Kliniken, Militäreinrichtungen.
Die meisten Bilder sind ein dunklen Farben aufgenommen und wahrscheinlich nachbearbeitet. Spiegelungen in Wasserpfützen verstärken den verlassenen Eindruck. Grelle oder bunte Farben gibt es bei den gedeckten Bildern weniger zu entdecken, außer das Rot des menschenverachtenden Kommunismus, das auf abgerissenen Fahnen oder Plakaten zu sehen ist. Viele der Fotos sind in Zentralperspektive aufgenommen, das bedeutet wenig Spiel mit Perspektiven, sondern klare, sachliche Strukturen. Zentralperspektive kann auf Dauer ein wenig langweilig wirken, aber sie lenkt nichts ab – im Mittelpunkt steht der Verfall. Das Auge der Fotografen sucht die Linien der Gebäude und der verlassenen Einrichtungsgegenstände wie Möbel und Haushaltsgegenstände.
Manga- und Anime-Fans hielten inne als sie gestern vom Tod via Leiji Matsumoto erfuhren. Mir ging es auch so, als mir Twitter die Nachricht brachte. Im Alter von 85 Jahren ist dieser wichtige Künstler verstorben, der Wegbereiter der japanischen Kunst in der Welt war. Seine Tochter Makiko schrieb, der Vater sei „zum Meer der Sterne aufgebrochen“ – sehr schön, sehr passend.
Mir persönlich hatte es sein Captain Harlock angetan, eine Art Weltraumpirat. Eine kleine Gruppe um den legendären Captain Harlock, setzt alles daran die Menschheit zu retten. Mit ihrem Weltraumkreuzer, der Arcadia operieren sie im All zum Wohle der gefährdeten Menschheit. Harlock war wie Captain Future, nur nicht so strahlend.
Lange schaute ich die Serie von Captain Harlock und ertrug in der deutschen Fassung sogar den Titelsong von Nicole, der nicht mehr aus dem Ohr ging: „Captain Harlock, Helfer aus dem All, Captain Harlock hilf uns noch einmal.“ Nachdem ich Nicole nicht mehr hören wollte, kaufte ich mir die sinfonische Fassung der Filmmusik aus Japan auf CD. Ich spielte mal mit dem Gedanken, eine Figur des Captain auf der Animagic in Mannheim oder der Animuc in Fürstenfeldbruck zu kaufen, konnte mich bislang nicht durchringen.
Ich hatte vier Teile der Serie auf Lasedisc und später einen Film auf Bluray. Bei YouTube gibt es eine fünf-Stunden-Fassung. Weil ich eben bei Musik war. Erinnern wir uns an die französischen Electronic-Rocker Daft Punk. Im Jahr 2000 koppelten sie aus ihrem zweiten Album die Single One More Time aus. Das Video dazu schuf Leiji Matsumoto. Damit wurde er Musikfreunden bekannt.
Zum Gedenken schau ich mir am Aschermittwoch seine Serie Star Blazers 2202 – Space Battleship Yamato auf Amazon Prime an und denke an den wegweisenden Künstler Leiji Matsumoto.
Für mich bedeutet die Lektüre von Tim Pröse immer eine doppelte Freude. Zum einen verehre ich seinen Schreibstil und genieße seine Art mit Worten zu spielen, zu formulieren, Emotionen zu erzeugen. Zum anderen liefern mir seine Bücher wunderbare Geschichten. Tim Pröse ist ein sagenhafter Storyteller und Geschichtenerzähler.
Pröse ist in den Bereichen Kultur, Geschichte und Gesellschaft tätig und hat mehrere preisgekrönte Bücher veröffentlicht. Ich hab ihn immer wieder getroffen und mit ihm gesprochen. Vor kurzem war er bei uns im Dorf bei einer Lesung seines neuesten Buches Der Tag, der mein Leben veränderte. Ich war leider nicht vor Ort, dafür meine Gattin.
Pröses Werke haben sich in der Vergangenheit auf unterschiedliche Themen konzentriert, darunter die deutsche Nachkriegsgeschichte, die Kulturszene und die Biografien von bedeutenden Persönlichkeiten. Ein bekanntes Buch von ihm ist „Jahrhundertzeugen: Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler“ (2016), das eine Sammlung von Interviews mit Menschen enthält, die in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt und gekämpft haben. Das Buch wurde zu einem Bestseller.
Ein weiteres Buch von Pröse, das in der Öffentlichkeit viel Beachtung fand, ist „Hallervorden: Ein Komiker macht Ernst“ (2020), eine Biografie des bekannten deutschen Komikers und Schauspielers Dieter Hallervorden. In dem Buch geht Pröse auf die Karriere, das politische Engagement und die Persönlichkeit von Hallervorden ein und bietet eine tiefgründige Analyse seines Einflusses auf die deutsche Kulturlandschaft. Insgesamt hat Tim Pröse als Spiegel Besteller-Autor durch seine Arbeit als Autor und Journalist einen bedeutenden Einfluss auf die deutsche Kultur und Gesellschaft ausgeübt. Seine Bücher haben dazu beigetragen, historische Ereignisse, kulturelle Phänomene und Persönlichkeiten auf eine verständliche und zugängliche Weise zu präsentieren und so das Bewusstsein und die Diskussion über diese Themen zu fördern.
Mit seinem jüngsten Buch von 2022 „Der Tag, der mein Leben veränderte“ ist er gerade auf Lesereise. Pröse porträtiert darin Menschen, die einen Schicksalsschlag nur knapp überlebten und danach zu neuer Stärke fanden. Er traf dafür Prominente wie Udo Lindenberg oder Hans-Dietrich Genscher, aber auch unbekannte Menschen, die nach einer Katastrophe wieder ins Leben zurückkehrten. Und wieder sind es die Geschichten, die mich in den Bann gezogen haben.
Ein Dateiformat feiert 30. Geburtstag und ich feiere mit. Ich habe damit seit 30 Jahren gearbeitet und habe verdrängt, wie es vorher war. Vielleicht kommen andere Formate doc, xls, jpg, MP3, gif und mpeg vorbei und essen mit dem Geburtstagskind PDF ein Stück Kuchen. Verzeihen Sie mir den Quatsch.
Aber: PDF – drei Buchstaben haben die Welt verändert und ich habe das Dateiforamt jeden Tag im Einsatz: Ob Abschlussarbeit oder Ankündigung des Flohmarkts in der Nachbarschaft, ob erste Bewerbung oder behördliche Dokumente. Kaum ein Datei-Format hat den digitalen Alltag von Milliarden Menschen so sehr geprägt wie das PDF. 1993 hat Adobe das Format auf den Markt gebracht, das sich in den darauffolgenden drei Jahrzehnten zum populärsten Dateiformat der Welt entwickeln sollte. Inzwischen ist das Portable Document Format (PDF) nicht mehr aus der digitalen Welt und dem digitalen Dokumentenmanagement wegzudenken.
Adobe-Mitgründer John Warnock hat im Rahmen eines Projektes namens „Camelot“ das Format entwickelt. Heute wie schon in der Ideenskizze von 1990 steht das PDF für die Möglichkeit, Dokumente über die Grenzen von Betriebssystemen, Software-Anwendungen und Geräten hinweg auszutauschen, ohne dass sich das Erscheinungsbild ändert. Empfänger können jedes PDF daher genauso lesen und ausdrucken wie die Absendenden selbst. Mit der ISO-Freigabe vor 15 Jahren hat Adobe das PDF der Öffentlichkeit dauerhaft kostenlos zur Verfügung gestellt und auch der Adobe Acrobat Reader – der Viewer für PDF-Dateien – ist heute frei zugänglich. Während all dieser Zeit blieb das PDF hochfrequent genutzt und entwickelte sich stets weiter, parallel zu den immer neuen Möglichkeiten der digitalen Welt.
Features, Funktionen und noch mehr Inhalte „Unsere Vision für Camelot ist es, eine Sammlung von Dienstprogrammen, Anwendungen und Systemsoftware bereitzustellen, so dass ein Unternehmen effektiv Dokumente aus jeder Anwendung erfassen, elektronische Versionen dieser Dokumente überall hin senden und diese Dokumente auf jedem Gerät anzeigen und drucken kann“, schrieb Warnock Anfang der 90er Jahre über das Camelot-Projekt (The Camelot Project; J. Warnock). Bereits in der ersten Version PDF 1.0 wurden Links, Lesezeichen, eingebettete Schriftarten und RGB-Abbildungen unterstützt. Doch Warnock und seine Mitstreiter*innen hatten bei Dokumenten stets weit mehr im Blick als die rein digitale Version von bedrucktem Papier. So wurden PDF und Acrobat schon sehr bald unter anderem um Suchfunktionen, Artikel-Threads oder Java-Script-Elemente und eine starke Verschlüsselungstechnologie erweitert.
Neueste Erweiterungen setzen auf die Möglichkeiten von KI Ob neue Features, Funktionen, Plug-ins, Integrationen oder die Unterstützung weiterer Inhalte – auch nach drei Jahrzehnten bleibt das PDF eine Herzensangelegenheit der Adobe-Entwickler, die das Format immer noch smarter, sicherer und komfortabler gestalten. Dies umfasst z.B. die Möglichkeit, audiovisuelle Inhalte mit einzubinden und auch Integration ist eine der Kerncharakteristiken, die das Format so erfolgreich haben werden lassen. Dazu gehört, dass das PDF seit 2001 mit Microsoft-Produkten kompatibel ist und sich so ein Großteil der Microsoft-eigenen Formate in PDF konvertieren lassen. Der zuletzt eingeführte Liquid-Mode, der ein revolutionäres Leseerlebnis von PDFs in Acrobat ermöglicht und mithilfe der KI Adobe Sensei das Layout speziell für mobile Endgeräte fortwährend optimiert, ist ein weiterer Beleg für die stetige Anpassungs- und Wandlungsfähigkeit.