Persönlicher Nachruf: Herbert Mair ist tot

23. September 2013

Gerade erfuhr ich, dass am 13. September 2013 mein langjähriger Kollege Herbert Mair verstorben ist. Herbert Mair war lange Zeit ARD-Korrespondent in Wien und arbeite später für andere Häuser. Ich habe ihn immer wieder bei Veranstaltungen getroffen, als er über sein Steckepferd, den Nahen Osten, referierte.

Herbert Mair im Jahre 2006 bei einem Vortrag über den Nahen Osten.

Herbert Mair im Jahre 2006 bei einem Vortrag über den Nahen Osten.

Der Kontakt zu ihm war zunächst rein geschäftlich. Er trat unter anderem als Referent bei meinen Schülerzeitungsseminaren der Hanns Seidel Stiftung auf. Er referierte vor Schülern sehr anschaulich über die Entwicklungen im Nahen Osten. Und seine Art kam bei den Schülern sehr gut an, denn er verband sein Fachwissen mit allerhand persönlichen Geschichten und Eindrücken. Er konnte sehr leidenschaflich und engagiert bei seinen Ausführungen sein, dann wieder hoch professionell analytisch – ein Journalist der alten Schule.

Schüler aus Niederbayern erstellten mit den Infos von Herbert Mair eine Seminarzeitung.

Schüler aus Niederbayern erstellten mit den Infos von Herbert Mair eine Seminarzeitung.

Die Schüler durften dann aus den Ausführungen von Herbert Mair eine Seminarzeitung schreiben und layouten. Durch diese Arbeit lernten wir uns näher kennen. Herbert Mair konnte faszinierend erzählen und lieferte auch so manchen unkonventionellen Blick auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Gerade diese andere Sichtweise war für mich persönlich sehr interessant. Ich durfte Herbert Mair in Sachen Soziale Netzwerke beraten, denn in dieser Welt des Journalismus war er noch unsicher. Aber er erkannte als Profi den Medienwandel und wollte sich beruflich neu aufstellen.

Nach einem Aufenthalt in der Intensivstation wechselte er vor kurzem in die Reha und war auch zuversichtlich. Überraschend für mich verstarb er am 13. September 2013.

 

Einzelhandel: Per E-Mail einkaufen und bequem abholen

22. September 2013

Viele Einkaufsmöglichkeiten, wie es sie in den USA schon lange gibt, setzen sich auch Zug um Zug bei uns durch. Ich weiß noch, wie angenehm es war, in den USA Kinderklamotten zu kaufen. Ich suchte die Sachen online bei GAP aus, bestellte sie und holte sie in einem Laden in San Francisco ab. Später konnte ich direkt eine E-Mail senden und meine Einkaufstüte lag perfekt zusammen gepackt an der Kasse bereit.

Diesen Service haben mehr und mehr deutsche Geschäfte auch für sich entdeckt. Als ich neulich beim Billig-Klamottenladen C&A war, entdeckte ich an der Kasse folgende Möglichkeit: Click and collect. Ich kann auf der Webseite des Unternehmens meine Sachen zusammensuchen und in einer Filiale der Wahl abholen. Dort kann ich die Kleidung auch gleich Anprobieren, um zu sehen, ob der Einkauf auch wirklich passt.  Ich muss mich also nicht mit Hunderten von Leuten um irgendwelche Schnäppchen schlagen.

Toller Service bei C&A

Toller Service bei C&A

Aber nicht nur landesweite Ketten setzen auf diesen Service, auch mein kleiner Schreibwarenladen am Dorf macht das. So bietet Schreibwaren Auer in Maisach, westlich von München, diesen Service an. Besonders zum Schulbeginn in Bayern habe ich auf diesen Service zurückgegriffen.  Wer weiß, welcher Stress in einem Schreibwarenladen zu Schulbeginn herrscht, wird mich verstehen.  Etliche Mütter mit Bestellzetteln ausgerüstet, belagern den Schreibwarenladen, um Hefte, Stifte, Lineal und ähnliches Material für den Schulanfang zu besorgen. Für die Verkäufer bedeutet dies Großkampftag und richtig Stress.

So muss Einkaufen sein. Bestellung online und dann abholen.

So muss Einkaufen sein. Bestellung online und dann abholen.

Da lobte ich mir den neuen Service von Schreibwaren Auer.  K1/2  kam nach Hause,?und zusammen gaben wir die Bestellliste des Schulmaterials per E-Mail auf. Kurz vor Ladenschluss schaute ich entspannt vorbei und nahm ein gebündeltes Paket von Schulmaterial in Empfang. Falls es Unklarheiten gab, wurden sie sofort besprochen und gelöst.  So macht mir lästiges Einkaufen Spaß.

Da wir gerade beim Schulmaterial sind, muss ich allerdings ein Hühnchen mit den Lehrern rupfen. Es ist doch wirklich nicht zu viel verlangt, dass sie eine genaue Angabe über ihre Heftwünsche ausstellen: Lineatur 28 (kariert mit 2 Rändern), durchgehender Rand, abgerundete Ecken, Lineatur 01 (liniert),  Ein Blick auf die Webseite von Schulheft-Herstellern weiß, was ich meine.

Und wenn man Schulbücher in Auftrag gibt, dann gibt es so eine nette Erfindung die nennt sich ISBN-Nummer. Aber oftmals steht auf dem Anforderungszettel der Lehrkraft nur so vage Begriffe wie Formelsammlung für die XY Klasse.  Damit kann keiner etwas anfangen. Weder Eltern noch Schreibwarenhändler! Liebe Lehrer, nehmt euren Job hier ernst, ich muss meinen auch ernst nehmen.

 

Das neue iOS7

21. September 2013
Das neue Betriebssystem von Apple iOS7.

Das neue Betriebssystem von Apple iOS7.

Mein Kollege Thomas Gerlach und ich haben uns Gedanken über das neue Apple Handy Betriebssystem iOS7 gemacht. Beim Mittagessen haben wir uns das Betriebssystem näher angeschaut und folgendes kleines Video gedreht:

Disney Planes – das ist Cars für Arme

20. September 2013

planes

Nein, liebe Freunde von Disney. Planes war einfach nichts, der Film hat mir nicht gefallen. Ich hab ihn zusammen mit meinen Kindern angesehen und K1 brachte es nach dem Film auf den Punkt: „Papa, warum haben die Cars jetzt mit Flugzeugen nochmals gedreht.“ Und recht hat das kluge Kind. Der Film ist eine Mischung der beiden Cars-Filme, ohne jedoch die Klasse der Pixar-Produktionen zu haben. K2 ergänzte am Ende dann noch: „Schau mal, der Flugzeugträger hat Augen, jetzt kommt bestimmt bald ein Film über Schiffe.“ Nein bitte nicht.

Klar, die Animationen waren okay, die Figuren waren okay, die Story war okay, aber alles schon mal gesehen und vor allem alles schon mal besser gesehen. Vereinzelt gab es ein paar gute Witze wie beispielsweise die Szene mit dem zerstörten Tablet. „Macht nichts, in wenigen Wochen kommt das neue.“ War das eine Andeutung für die neuen iPads? Quatsch, aber gut war es schon.

Nee, Nee - das war nix.

Nee, Nee – das war nix.

Vielleicht muss man Amerikaner sein, um diesen Film genießen zu können. Militärjets und Flugzeugträger spielen als tolle Gemeinschaft mit und der Kriegsheld Skipper ist ein weiser Mann. In den Staaten spielt das Militär eine andere Rolle, aber Leute, wir sind hier bei Disney. Lieber John Lasseter, als ausführender Produzent und Kreativchef von Disney habe ich mir mehr bei diesem Film erwartet. Bitte macht nicht mehr solche lieblosen Massenproduktionen. Ihr habt einen Namen zu verlieren. Ich will die Spritzigkeit, die ich von Lasseter gewohnt bin, die Dialoge, die Feinzeichnung der Personen.

Aber ich geb es zu: Ich wurde schon stutzig, als ich damals den ersten Trailer zu Planes im Netz sah. Die Musik stammte von Rob Zombie. Ja, der von mir verehrte Irre macht die Musik zu einem Disney-Film? Was läuft da falsch? Geht gar nicht.

Aber vielleicht hätte Rob Zombie doch die komplette Musik machen sollen. Stattdessen ließ Disney Mark Mancina ran, der einen belanglosen, lahmen Soundtrack Planes schuf. Wo ist Randy Newman? Er arbeitet wohl nur für Pixar und er weiß wohl auch warum.

Ok, an dem Kinotag hat es sowieso geregnet, da war es im Kino wenigstens trocken und das Popcorn bei Planes war auch nicht schlecht.

Soundtrack

Mein langer Weg mit QuarkXPress – jetzt Version 10 erschienen

19. September 2013

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Mit großer Freude sehe ich, dass es endlich die zehnte Version der DTP-Software QuarkXPress offiziell zu kaufen gibt. Quark ist der einzige Hersteller, der den Softwareriesen Adobe im Publishingbereich noch die Stirn bietet. Aber durch die aggressive Preispolitik und guten Support von Adobe und die hervorragende Workflow-Integration der Adobe-Produkte ineinander ist die Luft für Quark dünn geworden. Aber Quark hält sich wacker und wird im Zeiten des eBooks interessanter.

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In meinen DTP-Seminaren erkläre ich die Situation wie folgt: Einstmals gab es einen großen König im DTP-Bereich. Sein Name war QuarkXPress. Da gab es einen kleinen Prinzen mit Namen PageMaker, der immer wieder am Thron sägte. Irgendwann gab der kleine Prinz auf und holte seinen größeren Bruder zur Hilfe: InDesign. Anfangs lachte der König, doch dann ging es ihn an den Kragen. InDesign stürzte den König und setzte sich selbst auf dem Thron. Hier eine Version von XPress 2:

Leider war Quark für seinen Sturz selbst verantwortlich. Ein katastrophaler Service war scheinbar das Geschäftsmodell von Quark Chef Fred Ebrahimi. Wir User waren für Fred Ebrahimi wohl nur Melkkühe. Support musste teuer bezahlt werden. Da war es kein Wunder, dass sich viele User von Quark abwandten und zur Adobe wechselten. Aber dies gehört der Vergangenheit an. Aus Quark wurde ein neues Unternehmen. Fred Ebrahimi ging Gott sei Dank von Bord. Neue Leute und frisches Geld wurden in das Unternehmen geholt. Neue Chance, neues Glück.

Ich arbeite mit QuarkXPress seit Version 3 und habe alle Versionen bis dato ausprobiert und ausführlich getestet. Ich erinnere mich noch an die Einführung der Version 3.31 in meinem alten Verlag. Es war mitten in der DTP-Revolution. An meinem ersten Arbeitstag als fest angestellter Mitarbeiter des Verlages ging ich in die Druckvorstufe, um mich als Redakteur bei meinem Technik-Kollegen vorzustellen. Ich fand eine schlechte Stimmung vor. Viele Mitarbeiter wurden am Tag meiner Einstellung gekündigt. Der Grund war die Einführung von XPress. Das bisherige Satzsystem Linotype wurde durch DTP abgelöst. Der Redakteur machte seinen Umbruch am Monitor selbst. Ganzseitenumbruch nannte sich das Zauberwort. Es vernichtete Arbeitsplätze in der Druckvorstufe und sorgte für veränderte Produktionsprozesse in der Redaktion.

Als junger Mitarbeiter fiel mir der Umgang mit dem Rahmenorientierten XPress sehr einfach. Ich fand mich sehr schnell zurecht. Und begann mich mir und mir in die Tiefen der Software einzuarbeiten. Allerdings machte Quark auch bei unserem Verlag den Fehler, die gute Leistung der Software durch einen katastrophalen Support kaputtzumachen. Der Verlag setzte daher mittelfristig auf preisgünstigere Systeme. Ich zog weiter, arbeitet und schrieb Jahrelang als Chefredakteur der MACup über die Software und arbeitete bei verschiedenen anderen Verlagen noch mit XPress. Gleichzeitig arbeite ich mich natürlich auch in die Adobe-Produkte ein. Heute als Trainer muss ich in allen Welten zu Hause sein. Hier Fotos von 2006 bei der Launch-Veranstaltung von XPress 7:

Ich bin daher sehr gespannt, was die zehnte Version von XPress kann. Die neuen Produkt-Features klingen sehr viel versprechend. Jetzt müssen Sie sich in der Praxis beweisen. QuarkXPress 10 wurde komplett überarbeitet. „Die Software ist für Designer, die Print lieben und digital leben“, so der Spruch von Quark. Anwender profitieren von folgenden Vorteilen:

Moderne Architektur: QuarkXPress 10 ist eine native Cocoa-App. Die Konzeption als Cocoa-App bringt QuarkXPress 10 eine Reihe von Vorteilen, einschließlich der Fähigkeit, die neuesten Funktionen von OS X vollständig auszuschöpfen, die Leistung zu maximieren und neue Releases von OS X schnell zu unterstützen.

Neue Quark Xenon Graphics Engine: Die Xenon Graphics Engine ist auf dem neuesten Stand der Technik. Sie rendert PDF-, Photoshop- und TIFF-Dateien in Echtzeit und bietet durch adaptive Auflösung maximale Leistung bei bestmöglicher Darstellungsqualität.

Unterstützung von HiDPI- und Retina-Displays: Mit einer so hohen Pixeldichte, dass das menschliche Auge die einzelnen Pixel nicht mehr unterscheiden kann, wurde jedes Element von QuarkXPress 10 so optimiert, dass die hochauflösenden Retina-Displays optimal ausgenutzt werden.

Verbesserte Digital Publishing Funktionen: QuarkXPress 10 unterstützt sowohl das Erstellen und Ausgeben von eBooks im ePub und Kindle Format, als auch das direkte HTML5-Authoring für App Studio, die Cloud-basierte Digital Publishing Lösung, um professionelle iOS, Android und Web Apps zu erstellen.

QR Code Creator: Erstellen und gestalten von vektorbasierten Quick-Response-Codes direkt in QuarkXPress.

Typografiefunktionen für ostasiatische Sprachen in allen Editionen: Ab jetzt unterstützt jede Version von QuarkXPress 10 Funktionen für ostasiatischen Sprachen einschließlich vertikalem Textfluss, phonetischen Text-Zeichensätzen (Rubi) und Zeichenraster.

Mehr als fünfzig weitere Verbesserungen: Durchgängige Transparenz für PDF-Dateien, Druckvorschau, Optimierung der Béziér-Pfad-Werkzeuge, Verbesserung der Ebenen-Funktionen und vieles mehr.

Hier Screenshots von der neuen Version:

Die komplette Liste der Features gibt es hier. Ich bin, wie gesagt, sehr, sehr gespannt.

Der Medicus mit Pixomondo-Tricks aus Deutschland

18. September 2013

Ich freue mich immer, wenn 3D-Firmen aus Deutschland in der Weltliga mitspielen und auch große Aufträge bekommen. So ist es derzeit bei der Produktion von „Der Medicus“. Bei der deutsch-amerikanischen Verfilmung des Buches Der Medicus von Noah Gordon ist Pixomondo für zahlreiche Tricks zuständig. Das Buch war in Europa ein Renner, während es in den USA nicht den Nerv traf. Aber historische Romane (und dessen Verfilmungen) sind bei uns in, obwohl ich so was persönlich nicht mag.

medicus

Um was geht es im Film? London im beginnenden Hochmittelalter: Der junge Rob Cole (Tom Payne) wächst mit einer Begabung heran. Er konnte den nahenden Tod seiner Mutter bereits einige Zeit zuvor spüren. Nachdem dieser tatsächlich eintritt, bleibt Cole jedoch nicht lange allein. Der fahrende Bader (Stellan Skarsgård) nimmt ihn mit auf seinen Fahrten und lehrt ihn sowohl in kleinen Taschenspielertricks, als auch in der Heilkunde. Jedoch sieht Cole frühzeitig ein, dass diesen Methoden Grenzen gesetzt sind, so dass er nach größerem Wissen zu streben beginnt. Er entschließt sich in das persische Isfahan zu reisen und dort den „Arzt aller Ärzte“ Ihn Sina (Ben Kingsley) aufzusuchen. Die Reise ist verboten und gefährlich, doch getrieben von seinem Wissensdurst nimmt der junge Rob die Strapazen auf sich. Auf seiner abenteuerlichen Reise begegnen ihm allerlei Herausforderungen und er ist gezwungen verschiedene Opfer zu bringen, doch er erkämpft sich seinen Weg erbarmungslos …

Bis zum Kinostart am 25. Dezember 2013 ist es nicht mehr lange hin. Daher arbeitet Pixomondo derzeit als alleiniges VFX-Unternehmen auf Hochtouren an den visuellen Effekten des Abenteuerfilms „Der Medicus“. Seit Januar 2013 werden im Kölner Produktionsbüro rund 160 Einstellungen mit 22.752 Einzelbildern bearbeitet.

Für das bildgewaltige Abenteuerepos auf Grundlage des gleichnamigen Bestsellers von Noah Gordon baut Pixomondo die persische Stadt Isfahan des 11. Jahrhunderts komplett am Computer nach. Von weiten Totalaufnahmen der gesamten Stadt bis hin zu detailreichen Straßenszenen wird das digitale Modell in verschiedensten Filmsequenzen eingesetzt. Pixomondo produziert für „Der Medicus“ zudem Effekte für Szenen der weiteren Handlungsorte in England, Ägypten und in der Wüste. Durch die Kombination von real gedrehten Aufnahmen und digital erstellten Landschaften und Objekten erhalten die Handlungsorte ein individuelles Erscheinungsbild – passend zum Mittelalter.

Computergenerierte Soldaten und digitale Armeen ersetzen in Schlachten reale Schauspieler und Statisten. Dank der „Digital Crowd“ passt Pixomondo am Computer die verschiedenen Kampfszenen schnell und einfach an die Wünsche des Regisseurs Philipp Stölzl an. Für die Arbeiten an „Der Medicus“ hat Pixomondo ein Produktionsbüro in Köln aufgebaut. Das Pixomondo-Team sitzt im Haus der Firma CinePostproduction, die für den Schnitt und die Farbkorrektur bei dem Projekt verantwortlich ist. „Für uns ergeben sich hierdurch zahlreiche Synergien“, ergänzt Christian Vogt, COO von Pixomondo.

Ich hoffe, dass Christian Vogt sich nicht irrt. CinePostproduction hat gewaltige Probleme. Der Geschäftsbetrieb der insolventen CinePostproduction geht weiter, so verkündete es der Insolvenzverwalter. Das Amtsgericht München hat Stephan Ammann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH mit Beschluss vom 12. August 2013 zum vorläufigen Insolvenzverwalter der CinePostproduction GmbH bestellt. Der Rechtsanwalt und Steuerberater hatte bereits eine wichtige Entscheidung getroffen: „Der Geschäftsbetrieb der CinePostproduction wird fortgeführt“, erklärte Ammann. Er plant, die vorhandenen Aufträge weiter auszuführen und neue Aufträge entgegenzunehmen. Die CinePostproduction GmbH mit Sitz in Grünwald ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der börsennotierten CineMedia Film AG und zählt zu Deutschlands größten Postproduktionsunternehmen mit bundesweiten Niederlassungen. Aktuell beschäftigt das Unternehmen mehr als 200 Mitarbeiter. Standorte sind München, Berlin, Hamburg, Köln und Halle. Die Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. So wird wohl auch die Produktion von „Der Mediucus“ gut über die Bühne gehen.

Bergung der Costa Concordia am iPad

17. September 2013

Faszinierend und angewidert zugleich saß ich gestern den ganzen Tag vor dem Rechner und habe mir die Bergung des verunglückten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia angesehen. Die Tagesschau hat einen unkommentierten Livestream ins Netz gestellt, davon habe ich diese Screenshots als Gebührenzahler gemacht.

Ein alter Freund und Bekannter von mir, Franz Neumeier, Betreiber des wichtigsten deutschen Kreuzfahrtblogs Cruisetricks, hat mich am Morgen auf die Bergung in seinem Twitterkanal aufmerksam gemacht. Bei den Bildern denke ich mir immer wieder: Welche Angst mussten die Passagiere erleiden, als das Schiff kenterte. Die Costa Concordia war im Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio gekentert. 32 Menschen kamen ums Leben; zwei Leichen sind bis heute nicht geborgen worden. Vielleicht finden die Verantwortlichen bald die sterblichen Überreste.

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Am iPad verfolgte ich den ganzen Tag über den Stream. Dabei muss ich zugeben, dass ich dankbar war, nicht durch das Gequatsche irgendwelcher Reporter oder so genannter Experten gestört zu werden. Der unkommentierte Livestream zeigte Bilder, die Arbeitsatmosphäre und brachte die Live-Geräusche. Ich konnte beobachten, wie sich das verrostete Wrackteil zu heben begann. Es lag über 20 Monate im Salzwasser und sah entsprechend aus.

Mir schaudert bei dem Gedanken, dass noch zwei Tote an Bord dieses riesigen Stahlkolosses es zu finden sind. Wie müssen sich bei der Bergung die Angehörigen fühlen?  Und wie muss ich wohl der Kapitän fühlen, der scheinbar das Unglück zu verantworten hat?

Den ganzen Nachmittag über machte ich einige Screenshots. Der Stream lief auf meinem iPad und so konnte ich dank Web ganz nah bei der Bergung dabei sein. Auch eine neue Erfahrung für mich als Reporter. Die Livebilder waren gestochen scharf und interessant, obwohl so eine Schiffsbergung natürlich recht langsam vor sich geht. Stück für Stück, Zentimeter um Zentimeter hob sich das einst stolze Schiff aus dem Wasser. Für mich als Laien ist so eine Bergung , eine große technische Meisterleistung. Es war trotz schnellem Internet eine Art Entschleunigung.

Ich habe immer noch die Katastrophenfilme der siebziger Jahre vor Augen. Es begann mit dem Film flammendes Inferno, dann kann Erdbeben, und dann kam eine Reihe von Schiffs- und Flugzeugkatastrophenfilmen. Gerade die Flugzeuge und die Schiffe wurden am Ende immer spektakulär gehoben. Doch die Bergung der Costa Concordia stellt Hollywood in den Schatten. Das ist Realität, nicht Fiktion, die sich vor meinen Augen abspielte.  Und so eine Realität dauert halt auch seine Zeit.

Wir haben in der Familie diskutiert, welche Auswirkungen das Unglück auf das Reiseverhalten von uns hat. Während mein Vater Abstand vor einer Kreuzfahrt genommen  hat, ist meine Mutter immer noch ein riesiger Fan. Ich selbst würde gerne einmal die Hurtingroute bereisen. Genauso wenig wie mich Unfälle auf der Straße vom Autofahren abhalten oder Flugzeugabstürze vom Fliegen, so werde ich irgendwann meine Kreuzfahrt machen.

Pokémon-Fieber. Pokémon X und Pokémon Y kommen

16. September 2013
Werbeplakate für das neue Nintendo-Spiel in den Pasing Arkaden.

Werbeplakate für das neue Nintendo-Spiel in den Pasing Arkaden.

Langsam, aber sicher werden K1/2 nervös. Das Pokémon-Fieber hat sie erfasst und sie genießen den Marketingzirkus zur Einführung der Videospiele Pokémon X und Pokémon Y am 12. Oktober in vollen Zügen. Es wird diskutiert und gefachsimpelt. Nintendo macht es nicht schlecht und lässt immer wieder neue Informationen heraus, die bei uns zu Hause begeistert aufgenommen werden.

Unlängst besuchten wir eher zufällig in den Pasing Arkaden in München den Start der 10. Pokemon Days. Die Mitmach-Aktionen wie der ein Kostümwettbewerb, ein Fotopoint zum Versand kreativer Pokémon Day Städtegrüße, die Pokémon Day-Wirbelbox, eine Tomy Spielarena und das Pokémon Sammelkartenspiel kamen gut an. Es war schon seltsam, beim Einkaufen Pikachu in der Schlange beim Bezahlen zu treffen.

Pikachu beim Bezahlen.

Pikachu beim Bezahlen.

Alle Besucher, die ihren Nintento DS oder Nintendo 3DS sowie ihre Version Pokémon Schwarze oder Pokémon Weiße Edition oder Pokémon Schwarze 2 bzw. Pokémon Weiße Editon 2 mitbrachten – erhielten gratis das Schillernde Legendäre Pokémon Palkia auf Level 100. Und was soll ich sagen? Wir hatten natürlich kein Nintendo dabei und bekamen somit kein Palkia. Mist, Mist, Mist. Dafür beobachteten wir Kartenspieler und wurde in die Welt der Sammelkarten eingeführt. K1/2 waren aber dann doch eher an elektronischen Spielzeug interessiert.

Sie berichteten den anwesenden Fans, dass der neue Free-TV-Sender ProSieben MAXX am Samstag, 19. Oktober, eine Pokémon Zeichentrickserien-Veranstaltung im Programm hat. Fans in Deutschland können sich zunächst die Premiere von Pokémon – Der Film: Genesect und die wiedererwachte Legende mit dem unglaublich machtvollen roten Genesect und Mega-Mewtu ansehen, gefolgt von einer Vorschau der ersten beiden Folgen aus der neuesten Staffel von Pokémon – Die TV-Serie: XY. Die neu entdeckte Region in Pokémon X und Pokémon Y ist der Schauplatz der Staffel, in der neue Pokémon wie Igamaro, Fynx und Froxy zum ersten Mal die Bühne betreten. Hier das Promo-Video:

Meine Kinder warten im Juli schon begeistert, als Junichi Masuda, Spieldirektor bei GAME FREAK inc. und kreativer Kopf hinter den Videospielen Pokémon X und Pokémon Y hat im Rahmen der Japan Expo ein neues Pokémon namens Gramokles vorstellte.

Für Experten: Gramokles entsteht, wenn die Seele eines Verstorbenen Besitz von einem Schwert ergreift, das einst Menschen gehört hat. Es kann das blaue Tuch, das an seinem Griff angebracht ist, so geschickt wie einen Arm einsetzen. Greift ein Pokémon-Trainer unvorsichtigerweise nach dem Schwert, kann es vorkommen, dass er von dem blauen Tuch umwickelt und seiner Lebensenergie beraubt wird! Gramokles kann Schwerttanz erlernen, eine Attacke vom Typ Normal. Mit diesem wilden Tanz kann es seinen Kampfgeist und somit auch seinen Angriffs-Wert erhöhen. Wird die Attacke mehrmals in Folge eingesetzt, verstärkt dies ihre Wirkung. Auf diese Weise können Trainer, die diese Attacke gleich zu Beginn eines Kampfes zum Einsatz bringen, einen Gegner nach dem anderen aus dem Weg räumen.

Aber bis zur Veröffentlichung ist noch eine lange Zeit, die es zu überbrücken gilt. Es wird am 27. September eine limitierte Auflage von Nintendo 3DS XL-Systeme geben. Nintendo 3DS XL – Konsole Pokemon Xerneas-Yveltal Blue und Nintendo 3DS XL – Konsole Pokemon Xerneas-Yveltal Red Die Systeme werden von den Abbildern von Xerneas und Yveltal geschmückt, den zwei Legendären Pokémon, die die Spielepackungen von Pokémon X und Pokémon Y zieren. Die Stückzahl ist begrenzt, so Nintendo. In Pokémon X und Pokémon Y wird den Spielern dank der Spielfunktion PokéMonAmi eine Möglichkeit geboten, sich mit ihren Pokémon zu beschäftigen. Diese über den Touchscreen des Nintendo 3DS-Systems zu bedienende Interaktionsmöglichkeit wird nicht nur die Bande zwischen Trainer und Pokémon stärken, sondern den Spielern zudem im Kampf zugutekommen.

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Auf der E3 wurde bestätigt, dass das unlängst entdeckte Pokémon Feelinara dem brandneuen Typ Fee angehört. Die Einführung dieses neuen Typs in die Welt der Pokémon ist die erste seit einem Jahrzehnt und stellt somit ein Ereignis von besonderer Tragweite dar. Vertreter dieses Typs, wie etwa Feelinara und seine Feen-Attacken, erweisen sich als überaus effektiv gegenüber Drachen-Pokémon, welchen bislang nur mit Drachen- oder Eis-Attacken beizukommen war! Dem neuen Typ werden nicht nur jüngst entdeckte Pokémon wie Feelinara, sondern auch vertraute Pokémon älterer Spieltitel wie etwa Guardevoir, Marill oder Pummeluff angehören, für die in Pokémon X und Pokémon Y eigens die Typenzugehörigkeit geändert wurde. Als 18. Pokémon-Typ wird der Feen-Typ die Spieler im Kampf vor neue strategische Herausforderungen stellen.

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Design-Riese Autodesk setzt auf Mietmodell von Software

15. September 2013

Getreu dem Motto von Nikolas Negroponte „Don´t move atoms, move bytes“ steigen immer mehr Software-Hersteller auf den Vertrieb ihrer Software durch Download um. Der Zwischenhändler wird dabei ausgehungert und muss sich neue Aufgaben suchen. Oftmals muss dann in die personal- und schulungsintensive Beratung investiert werden, die aber von der Masse der Kunden nur bedingt angenommen wird.

Autodesk

Nach Adobe mit der Creative Cloud und dem Wegfall der Software-Schachteln ist nun Autodesk an der Reihe. Autodesk führt ab 16. September Software-Mietmodell für seine Konstruktions-, Planungs-, Architektur- und Entertainment-Lösungen ein. Kunden können zwischen monatlichem, vierteljährlichem und jährlichem Abonnement wählen. Für meinen 3D-Bereich handelt es sich um Autodesk 3ds Max, Autodesk Maya sowie auf das neue Autodesk Maya LT. Hier hat Autodesk die US-Mietpreise veröffentlicht. Europäische Preismodelle habe ich nicht gefunden.

Dabei fährt Autodesk (noch) zweigleisig: Zusätzlich zum traditionellen Lizenzmodell haben Kunden zum ersten Mal die Gelegenheit, über ein monatliches, vierteljährliches oder jährliches Abonnement Produkte aus der Palette an Autodesk Desktop-Software nach Bedarf zu nutzen. Das Pay-as-you-go-Modell erweitert somit die Nutzungs- und Bezahlmöglichkeiten für Autodesk-Software. Konstrukteure, Ingenieure, Architekten und Visual Effect Artists können so Software für ihre Projekte einsetzen, ohne dass dafür hohe Investitionskosten anfallen. Das Mietmodell ist vor allem für Freiberufler, Start-Ups und Büros mit hoher Projektarbeit eine interessante Alternative, meint Autodesk. Kunden, die sich für dieses Modell entscheiden, erhalten ähnliche Leistungen wie Autodesk Subscription-Kunden. Dazu gehören regelmäßige Software-Updates, Zugang zu ausgewählten Autodesk 360 Cloud-Services und Kunden-Support.

Es hat den Vorteil, dass ich für ein Projekt nur Software mieten und nicht teuer bezahlen muss. Allerdings entfällt das Spielen mit Software, denn ich habe das Produkt nur zeitlich limitiert. Ich kenne viele 3D-Designer, die durch das Herumspielen neue Möglichkeiten der komplizierten 3D-Software entdecken, auch wenn sie nicht gerade in einem Projekt stecken.

Ich bin mal gespannt, wie der Markt das Angebot von Autodesk annimmt. Die arg gebeutelten Händler werden sicherlich nicht begeistert sein.

Alan Parsons Projects I Robot (wieder) neu aufgelegt: I Robot: Legacy Edition

14. September 2013

Mit Alan Parsons Project begann der Grundstock meiner Schallplattensammlung. Immer wieder höre ich den genialen Toningenieur mit seinem Kumpel und habe ich immer wieder darüber gebloggt. Schade, dass Eric Woolfson inzwischen verstorben ist und aus dem Duo ein lahmes Solo von Parsons geworden ist. APP waren für mich der Wegbereiter der modernen Musik, viele damals moderne Instrumente wurden auf dem Album I Robot eingesetzt, wie EMS Synthi-A ’suitcase‘ synth sequencer (bekannt aus Pink Flyods Dark Side of the Moon), eine tragbare electronic pipe Orgel und ein Analog-Keyboard namens the Projectron.

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Jetzt kommt zum 35. Geburtstag des zweiten APP-Albums I Robot eine Neuauflage mit  I Robot (Legacy Edition). Sie ist Teil einer elf CD umfassenden Kollektion, die 2014 erscheinen soll. Darunter soll endlich das Material von The Sicilian Defence aus dem Jahre 1979/80 sein, das bisher noch nie veröffentlicht wurde.

Nun I Robot erschien 1977 als Konzeptalbum, drehte sich um Issac Assimovs Robotergeschichten und kam schon einmal als Remastered Version auf den Markt. Mit dabei ein paar interessante Bonustracks. Nun zum 35. Geburtstag des Albums setzte sich Alan Parsons mit Woolfsons Tochter Sally zusammen und beide entstaubten den Klassiker. I Robot (Legacy Edition) wird eine Doppel-CD mit dem klassischen Album auf CD eins. Zudem gibt es neun neue Songs als dem Sony Archiv auf einer zweiten Bonus-CD, die insgesamt 14 Songs enthält.

Ich war sehr gespannt, was sich geändert hat. Es wurde eine französische Version von Boules (I Robot Experiment), eine langsame Version von Breakdown und ein Mix von I Wouldn’t Want To Be Like You bevor die Gitarre von Ian Bairnson eingespielt . Zudem ein Mix von Day After Day und ein zehnminütiges Instrumenal The Naked Robot. Ingesamt sollte I Robot damals eine Homage an Star Wars sein, eben C3PO und R2D2. Naja, wie Star Wars klang es nicht, eher wie Assimov.

Also warten wir ab, was APP bringt. Das Album wurde auf jeden Fall bestellt, ist aber nur etwas für Hardcore-Fans. Der Normalo braucht diese Version nicht, der ist mit dem bisherigen I Robot mehr als glücklich.

 

CD 1: (Original Album von1977):

1. I Robot

2. I Wouldn’t Want To Be Like You

3. Some Other Time

4. Breakdown

5. Don’t Let It Show

6. The Voice

7. Nucleus

8. Day After Day (The Show Must Go On)

9. Total Eclipse

10. Genesis Ch.1 V.32.

 

CD 2: Bonus

1. U.S Radio Commercial for I Robot

2. Boules (I Robot Experiment)

3. Hilary Western Soprano Vocal Rehearsal

4. Extract 1 from The Alan Parsons Project Audio Guide

5. Extract 2 from The Alan Parsons Project Audio Guide

6. I Wouldn’t Want To Be Like You (Backing Track Rough Mix)

7. Some Other Time – Complete vocal by Jaki Whitren

8. Breakdown (Early demo of backing riff)

9. Extract 3 from The Alan Parsons Project Audio Guide

10. Breakdown – The Choir

11. Don’t Let It Show (Eric Woolfson demo)

12. Day After Day (Early Stage Rough Mix)

13. Genesis Ch. 1 V. 32 – Choir Session

14. The Naked Robot.