Archive for the ‘Medien’ Category

Holocaust-Gedenktag 2019: Auschwitz in 360 Grad

27. Januar 2019
Foto: Lange

Foto: Lange

Heute ist der Holocaust Gedenktag und bei einem Spaziergang dachte ich über dieses und andere Verbrechen der Nazis nach. Ich erinnerte mich an meinen Besuch in Auschwitz und welche Gefühle des Schreckens damals bei mir zu Tage kamen. Ich habe in der Schule und in meinem privaten Umfeld viel über Auschwitz und die Gräuel gehört, aber selbst an dem Ort des Verbrechens zu sein, ist noch einmal etwas anderes. Nie wieder, nie wieder darf sich so etwas wiederholen und nie dürfen wir vergessen. Gerade dem Erstarken des Nationalismus muss sich jeder Demokrat und jeder Mensch entschlossen entgegen stellen. 

Foto: Lange

Foto: Lange

Bei meinen Gedanken über Auschwitz kam mir ein Besuch der re:publica 2017 in den Sinn. Diese Social-Media-Messe re17 stand damals unter dem Motto Love out loud. Am letzten Messetag wanderte ich mit einer Freundin durch die Hallen und wir kamen zu einer Aktionsbühne, hörten uns auf Kissen Vorträge an und genossen den Tag. Im ersten Stock gab es zahlreiche VR-Vorführungen. Ich mag das Thema VR, drehe selbst 360 Grad Videos und es galt die coolen Sachen auszuprobieren. Dann kamen wir zum Stand des WDR. Dort war es mit dem Fun und der Coolness vorbei. Es gab die 360 Grad Version von Auschwitz. 

Zu sehen gab es die Doku Inside Auschwitz, die 2017 für den Grimme Preis normiert war. Der WDR zeigt mit seiner 360-Grad Dokumentation eine neue Sichtweise auf das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Ein Journalisten-Team besuchte den historischen Ort und erzählt die Geschichten von drei überlebenden Frauen.

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 veröffentlichte der WDR die weltweit erste 360°-Doku über das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten. Der User kann seine eigene Perspektive wählen, um die Monstrosität des Lagers zu erfassen.

Ich habe es ausprobiert und war erschüttert. Die Gefühle von meinem Besuch in Auschwitz kamen wieder hoch und am heutigen Tag habe ich mir die zehnminütige Dokumentation nochmals angesehen. Niemals dürfen wir vergessen.

 

 

Heute ist Marvel Tag – lest ihr noch Comics?

26. Januar 2019
Hier ein Teil meiner Marvel Comics.

Hier ein Teil meiner Marvel Comics.

Am heutigen 26. Januar ist Marvel Tag. Für die Insider ist es ein wichtiger Tag, für den Rest der Welt ist es ein Tag wie jeder andere. Für mich bedeutet Marvel meine Jugend. Die große Frage meiner Kindheit war: Marvel oder DC?
Ich war aus der Zeit von Entenhausen als Jugendlicher herausgewachsen und wandte mich neuen Einflüssen zu. Ich begann Superhelden-Comics zu lesen und da gab es zwei konkurrierende Verlage, eben Marvel oder DC. Es war oftmals eine Glaubensfrage, welche Comics man als junger Mensch sich reinzog. Ich mochte Marvel mehr, obwohl ich als Kind die Schrift in den Comics schwerer lesen konnte als beim Mitbewerber.

Anlässlich des Marvel Tags am 26. Januar 2019 bin ich in mein Archiv gegangen und habe ein paar Marvel-Comics ausgekramt. Aus erstes stieß ich auf eine Kiste mit Tarzan-Comics, die ich schon vergessen hatte. Tarzan Comics mochte ich nur kurzzeitig und hatte diesen Helden verdrängt. Dann kamen meine Lieblingscomics von Marvel ans Tageslicht: Die Gruft des Grafen Dracula. Ich habe alle Sammelbände und zwei unterschiedliche Ausgaben komplett – über diese Comic-Reihe werde ich einmal separat blocken. Aus dem Archiv zauberte ich die Spinne/Spider Man und die fantastischen Vier hervor. Die Hefte müssen aus den siebziger Jahren sein, ein paar vielleicht aus den frühen achtziger Jahren. Ich weiß es nicht genau und habe auch nicht recherchiert. Ich habe ein bisschen gelesen und die Teile wandern wieder ins Archiv.

Die Gruft des Grafen Dracula habe ich komplett.

Die Gruft des Grafen Dracula habe ich komplett.

Gleichzeitig gibt es zum Marvel Tag einen Neustart. Wie der zuständige Verlag Panini mitteilt, soll es neue neue Geschichten mit den legendären Helden des Marvel-Universums geben. Die neue Ära bietet einsteigerfreundliche Storys, behält dabei aber die langjährige Historie der Heroen bei. Die Helden wurden in den letzten Geschichten der laufenden Serien erzählerisch wieder zu ihren Wurzeln zurückgeführt, bleiben aber modern – ein sanfter Neubeginn, könnte man sagen.
Das Problem: Superhelden altern nicht, aber die Leser tun es. Es sterben alte Leser weg und neue wachsen nach. Das Nichtaltern haben sie mit allen Comic-Figuren gemein und es ist gleichsam Fluch wie Segen. Einerseits bedeutet es, dass es endlose Abenteuer mit den Figuren gibt. Andererseits aber auch, dass die Geschichten oftmals auf der Stelle treten. Zwar sind Comics aufgrund ihrer Erscheinungsdynamik immer ein Spiegel der Zeit, eine Momentaufnahme von Gesellschaft, Kultur, Mode und Politik – die Helden selbst tun sich mit Wandel allerdings schwer, da ihre Alterslosigkeit es ihnen nur bedingt möglich macht, sich im Gleichschritt mit der Umwelt zu entwickeln. Auf der Suche nach neuen Lesern warf man bei Marvel genau deswegen in den vergangenen Jahren viel Tradition über Bord und ließ den Autoren Raum für Experimente.

Hier das Bild einer Berliner Künstlerin, deren Name ich leider vergessen habe. Das Bild hängt auf dem Weg in mein Arbeitszimmer.

Hier das Bild einer Berliner Künstlerin, deren Name ich leider vergessen habe. Das Bild hängt auf dem Weg in mein Arbeitszimmer.

Der jetzige Neustart gibt neuen Lesern außerdem eine hervorragende Möglichkeit, in die Geschichten ihrer Helden einzusteigen. Schließlich gilt es, neue Leser für Comics zu gewinnen.
Beim Marvel-Tag (26. Januar) haben die teilnehmenden Comic-Händler und -Shops alle im Januar erscheinenden neuen Serien und die dazugehörigen Sammler-Variants von Panini natürlich parat. Außerdem ein Marvel-Tag exklusives Avengers-Variant und die streng limitierte Marvel-Neustart-Metallbox, die die Variants der drei neuen Heft-Serien und limitierte Prints enthält, sowie Thor 1 und Tony Stark: Iron Man 1 im exklusiven Vorverkauf. Solange der Vorrat reicht, können die Händler außerdem gratis einen speziell für den Tag aufgelegten Marvel-Comic, Pins, Postkarten und vieles mehr an ihre Kunden verteilen – ein Gang zum Comic-Händler des Vertrauens lohnt sich also. Mal sehen, ob ich Zeit habe.

London: Harry Potter an Kings Cross

24. Januar 2019
Harry Potter am Kings Cross an der berühmten Plattform.

Harry Potter am Kings Cross an der berühmten Plattform.

Harry Potter ist ein unglaubliches Phänomen. Meine Frau und die Kinder haben die Bücher, die Lego-Videospiele und die Filme verschlungen, ich habe das Hörspiel auf meinen langen Reisen gehört. Da war es endlich an der Zeit, Harry Potter in London auf die Spur zu kommen. Bei einem Kurztrip nach London stand dabei ein Besuch des Bahnhofs Kings Cross Station auf dem Programm.

Potter Fans wissen: Hier in der Haupthalle fährt der Hogwarts-Express von dem geheimen Gleis 9¾ ab. Aktuell befindet sich das Fan-Gleis seit 2012 in der neuen Eingangshalle, rechter Hand auf dem Weg zu den Gleisen 9, 10 und 11 (Western Departures). Dort gibt es auch einen Harry-Potter-Shop – und es gibt immer eine Traube von Menschen, die sich für die Reise nach Hogwarts interessieren. Darunter war meine Familie und ich selbstverständlich auch.

Ein Fotograf und zwei Assistenten stattet die willigen Fotomotive mit Potter-Schal und Zauberstab aus und postieren sie an der Plattform. Der Gepäckwagen ist bereits zur Hälfte in der Wand verschwunden und damit auch die Koffer und der Eulenkäfig. Der Schal wird in die Höhe geworfen und der Fotograf drückt ab. Alle freuen sich. Je nach Fotomodell jubelt die Traube an Fans, die die Szenerie beobachtet oder selbst aufweinen Fototermin wartet. Das fertige Foto kann dann im Harry Potter Shop gegen Bares abgeholt werden.

Als Potter-Fan sollte man Kings Cross einen Besuch abstatten. Wer sich für Harry Potter nicht interessiert, kann sich an der futuristischen Architektur des Bahnhofs erfreuen.

Der Harry Potter Shop am Kings Cross
Wer Hardcore-Fan ist, der muss natürlich die Türschwelle überschreiten zum Harry Potter Shop an der Plattform 9¾. Es ist der Himmel an Merchandising pur. Ach ja Himmel: Schaut man an die Decke des Ladens hängen zahlreiche Eulenkäfige von der Decke. Das sieht sehr schön aus und schafft Atmosphäre.
Alles um die Harry Potter-Marke wird zu Geld gemacht. Es gibt Kuscheltiere – vor allem, Eulen in verschiedenen Größen, Gläser, Zauberstäbe, Umhänge, Schlüsselanhänger, Karten, Hüte, Schals, Stifte, Taschen und vieles vieles mehr. Es herrscht Ordnung in dem Laden, denn der ganze Merch wird fein säuberlich in die vier Häuser von Hogwarts eingeteilt.

Es gibt auch Harry Potter-Bücher, spezielle englische Ausgaben in verschiedenen Farbumschläge und Größen. Was es nicht gibt – und das verstehe ich absolut nicht – es gibt keine Soundtracks oder die Harry Potter Filme auf DVD, Blu-ray oder UDH. Ich hätte gerne verschiedene Versionen des Scores gekauft, aber hier war absolute Fehlanzeige. Wahrscheinlich gibt es hier ein Lizenzproblem mit Warner, wobei diese Soundtracks und Filme auch nicht in den Harry Potter Warner Studios außerhalb von London aufzufinden waren. Den Grund werde ich wohl nie erfahren.

Während die Kinder sich um klassischen Merch bemühten, schaute ich mir die Sammlerfiguren in den Vitrinen an. Ich habe zwar einige Sammelfiguren aus der Filmwelt, doch konnte ich mich bei Harry Potter nicht so erwärmen. Gut für meine Geldbörse. Schön anzusehen waren auch die Modellzüge des Hogwarts-Express und das Hogwarts-Internat. Aber auch da blieb ich kalt: Eisenbahn hatte ich nie als Hobby und das Schloss ist fein, kostet aber Platz. Ich spielte mit den Gedanken, Manschettenknöpfe zu kaufen, aber wollte mich nicht so sehr als Fan outen. Ich trage an besonderen Tagen Star Wars- und Star Trek-Manschettenknöpfe, das muss reichen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren bei unserem Besuch sehr freundlich, very british und das trotz vollem Haus. Trotz dem Trubels habe ich mich sehr wohl gefühlt und für alle Fans von Harry Potter, die gerade mal in London sind, ist der Besuch von Gleis und Shop an Kings Cross eigentlich eine Pflichtveranstaltung.

YouTube: Der Macher von FunGermanTV spricht

14. Januar 2019

Der 20jährige Nico Desch aus Unterfranken war einstmals ein Star, zumindest für die Gamer-Szene. Nico produzierte Let‘s Play-Videos von Minecraft für seinen YouTube-Kanal FunGermanTV.

Im Gespräch mit Nico Desch von FunGermanTV.

Im Gespräch mit Nico Desch von FunGermanTV.

Nico war Teilnehmer an einem Seminar von mir. Am Rande drehten wir ein YouTube-Video für meinen Kanal. Der sympathische junge Mann, der heute eine Ausbildung als Medienkaufmann absolviert, hat heute im Sport ein neues Hobby gefunden. Aber das Netz vergisst nichts und seine Let‘s Play-Videos laufen heute noch immer gut. Rund 1500 Abonnenten hat er noch, obwohl im Moment kein neuer Content produziert wird. 

Nico nannte mir die Gründe, warum er YouTuber für FunGermanTV wurde. Der wichtigste: Selbstverwirklichung. Der Slogan von YouTube lautet: „Broadcast Yourself.“ „Dort kann ich vor den Zuschauern so sein, wie ich bin und auch sein möchte. Wer mich als Person sympathisch findet, drückt in vielen Fällen auch den magischen „Abonnieren“-Button, um in Zukunft keine Videos von mir zu verpassen. Außerdem rede ich sehr gerne und vor allem viel“, erzählt Nico Desch in einem Artikel, den wir in einer Seminarzeitung geschrieben haben. Eine lustige Persönlichkeit und gute Ideen reichen jedoch nicht aus, um möglichst schnell Reichweite bzw. einen festen Zuschauerkreis generieren zu können. Wichtig ist es die Nische zu finden in der hinein die Videos produziert werden. „In meinem Fall war diese „Gaming“, also ein Computerspiel „zocken“, dabei live kommentieren und alles gleichzeitig aufnehmen, damit abschließend ein fertiges Video entstehet. Mein Favorit war Minecraft“, so Nico. Wer denkt, dass ein bisschen ins Mikrofon schwatzen und dabei spielen einfach ist, der irrt gewaltig. YouTube ist ein schönes Hobby, aber durchaus aufwendig. Es gilt das ein oder andere Computerprogramm dafür zu meistern. So gibt es für die Desktopaufnahme des Spiels eine andere Aufnahmesoftware als für den Ton. Nach der Rohaufnahme werden die Dateien in ein Schnitt-Programm wie z. B. Adobe Premiere Pro eingefügt und dort für den Upload zurecht „gecuttet“. Währenddessen werden die Photoshop Texteinschübe, Grafiken und das Anzeige-Bild (auch Thumbnail genannt) vorbereitet. Bis ein qualitativ gut bearbeitetes Video veröffentlicht werden kann, vergehen gut und gerne 3-5 Stunden.

Broadcast yourself lautet das Motto von YouTube und Nico Desch hat es bei FunGermanTV ernst genommen. Zunächst waren es einfache Videos, dann stieg der Produktionsaufwand und die Abonnentenzahl. Es wurde geschnitten, gephotoshopped, geübt und gezockt. Meine beiden Kinder K1 und K2 schauten FunGermanTV und ich stieg in ihrer Gunst, als ich erzählte, wen ich kennengelernt hatte.  Herauskamen unterhaltsame YouTube-Videos rund um das Klötzchenspiel Minecraft. In dem Gespräch mit mir sprach er über Influencer, den Drang zur Öffentlichkeit, Umgang mit Hatern und warum die ganze Sache mit YouTube ihn einfach Spaß gemacht hat. 

Die Kohle war für Nico Desch kein Anreiz. Er sagt: „Für mich spielte das Geld jedoch nie eine Rolle. Die Möglichkeit mit meinen Zuschauern zu reden und mit ihnen über die Kommentarfunktion zu interagieren, motivierte mich. Durch viel konstruktive Kritik verbesserte ich mich als Videoproduzent stetig und YouTube wuchs mir als Hobby ans Herz.“ 

5 Tipps für YouTuber

In unserer Seminarzeitung gab Nico Desch noch fünf Tipps, mit denen ihr selbst als Amateure als YouTuber durchstarten könnt:

1. Regelmäßig hochladen: YouTube ist eine Google-Plattform und läuft mit einem bestimmten Such-Algorithmus. Ein durchdachtes SEO und regelmäßiges Hochladen von Videos garantiert bei Google und YouTube ein optimales Ranking.

2. Grundequipment: Ein zumindest durchschnittlicher Computer sowie ein einfaches Headset oder Mikrofon sind für einen Videoproduzenten Pflicht. Das macht von Anfang an einen seriösen Eindruck.

3. Am Ball bleiben: Ein großer YouTuber wird man nicht über Nacht. Aber sobald die ersten Abonnenten und positiven Bewertungen ankommen, kann es mit dem Wachstum schneller gehen als man denkt.

4. YouTube Kollegen suchen: Schaut euch nach anderen Kollegen in eurer Sparte um, die in etwa die selbe Abonnentenzahl wie ihr selbst haben. Knüpft Kontakte, gebt euch gegenseitig Verbesserungsvorschläge und kümmert euch um Gastauftritte bei anderen Kanälen.

5. Habt Spaß! Simpel aber grundlegend. Bleibt euch selbst treu und macht das, worauf ihr Lust habt, dann werden das eure potentiellen Zuschauer bemerken und schon bald zu eurer Community gehören.

 

Dschungelcamp – Zahlen rund um die Volksverblödung

13. Januar 2019

Ich pack es nicht. Am Freitag hatte das Dschungelcamp die meisten Suchanfragen in Google. Mindestens 500.000 Mal wurde in Google nach dem Dschungelcamp am Freitag gesucht – das war Platz eins der Google Trends. Ist dieses Land jetzt völlig verblödet? Ich hatte mich ja am Freitag darüber ausgelassen, dass ich keinen (bis auf Sybille Rauch) von den sogenannten Stars des Duschungelcamps überhaupt kenne. Aber ich scheine eine absolute Minderheit zu sein. Dieses Land ist im Dschungelcamp-Fieber und verblödet. 

Daher ist es an der Zeit, sich ein paar Zahlen anzuschauen. Zwar konnte die Erfolgsshow quotentechnisch bereits in den letzten Staffeln nicht mehr an die Erfolge der ersten Jahre anschließen, dennoch ist das Zuschauerinteresse immer noch recht groß. Das Portal sportwettentest.net hat nun in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden, wie viele Deutsche regelmäßig das Unterschichtenfernsehen anschalten. Ich bin erschüttert.

Mehr als die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) bekennt, mindestens eine Staffel des Dschungelcamps gesehen zu haben und jeder Fünfte (21 Prozent) plant auch die diesjährige Ausgabe zu verfolgen. Fast jeder dritte Deutsche (32 Prozent) hat zwar ein paar Staffeln verfolgt, nun aber kein Interesse mehr. Und 47 Prozent der Deutschen haben die Show noch nie gesehen, wollen dies auch nie tun. Zu diesen 47 Prozent zähle ich. 

Was ich absolut nicht verstehe: Knapp jeder fünfte Deutsche (19 Prozent) zählt zu den hartgesottenen Dschungelcamp-Fans, schaut die Show jedes Jahr und kennt sämtliche Staffeln, bei den 40-49-Jährigen sind es sogar 27 Prozent. Sag mal, habt ihr nichts zu tun oder was ist in eurem Leben schief gelaufen? 

Der Ekelfaktor wird überschätzt

Hinsichtlich ihrer Motivation geben vier von fünf Deutsche (80 Prozent), die auch in diesem Jahr einen Blick in den australischen Dschungel werfen wollen, an, dass sie die Show einfach sehr unterhaltsam finden. Dies hängt offenbar auch stark mit dem Cast der Sendung zusammen: mehr als zwei Drittel (69 Prozent) schalten wegen der teilnehmenden Promis ein. Welche Promis frage ich mich? C- oder gar D-Promis sind für die Leute interessant. Ich hab es nicht. Dabei ist für 79 Prozent am spannendsten, wie sich die Prominenten verhalten. 

Doch auch die Faktoren Schadenfreude und Voyeurismus spielen eine Rolle: 59 Prozent geben zu, sich gerne anzusehen, wie Leute sich lächerlich machen. Der „Ekelfaktor“ allerdings, mit dem sich die Sendung seit ihrer Erstausstrahlung vor 14 Jahren einen Namen gemacht hat, scheint dabei weniger ausschlaggebend zu sein, als das Sendekonzept vermuten lässt: „nur“ 45 Prozent geben an, dass Bäder in Kakerlaken und kulinarische Ekelmutproben sie immer wieder einschalten lassen.

Ich hab schon mal gesagt und jetzt wieder: Wenn irgendjemand die Idee hätte, Gladiatorenspiele wieder aufzuführen, dann wäre es ein Renner. Christen gegen Löwen, das brachte schon mal Quote.  

Nur weil die Leute das Dschungelcamp gucken, beteiligen sie sich aber nicht gleich an der Show und rufen für ihre Favoriten an. Nur 2 Prozent derjenigen, die die Show schon einmal geschaut haben oder noch schauen, rufen auch regelmäßig an. Jeder Siebte (14 Prozent) ruft immerhin ab und zu an. Die deutliche Mehrheit (84 Prozent) hat für einen Kandidaten des Dschungelcamps noch nie den Telefonhörer in die Hand genommen. 

Hoher Peinlichkeitsfaktor

Ein „Group Watching“ Phänomen, das Sendungen wie dem Bachelor oder Germany’s Next Top Model nachgesagt wird, scheint es beim RTL Dschungelcamp jedoch weniger zu geben: mehr als die Hälfte derer, die auch in diesem Jahr (wieder) einschalten, sieht sich die Show meistens alleine an (54 Prozent). Immerhin fast jeder Fünfte (18 Prozent) gab an, mit niemandem über die Sendung zu sprechen, weil das peinlich sei. Und das sollte es euch auch, denn Dschungelcamp und Co sind für mein Empfinden, reine Volksverblödung. Schämt euch, wascht euren Mund mit Seife aus und stellt euch in die Ecke. 

Dschungelcamp startet und wer ist bei Google vorne?

11. Januar 2019
Diese Dschungelcamp-Damen werden bei Google geklickt.

Diese Dschungelcamp-Damen werden bei Google geklickt.

Heute freuen sich die Zuschauer des Unterschichtenfernsehsenders RTL. Heute startet die neue Staffel des Dschungelcamps mit abgewrackten C-Promis. Ich dachte, dass der Schund schon lange von der Mattscheibe verschwunden ist, aber ich wurde eines Besseren belehrt. An der Anzahl der Google-Suchanfragen lässt sich deutlich ablesen: Dschungelcamp hat einen Markt. Und: Sexy Ladies haben die Nase (bzw. die Brüste) vorn, wie das Beauty- und Promi-Portal Cosmoty.de herausfand.

Wie durch das Eingangsstatement klar sein dürfte: Ich bin kein großer Fan vom Dschungelcamp als TV-Format. Aber damit bin ich wohl eher in der Minderheit. Ich finde diese Art von Volksverblödung schrecklich. Aber der Dreck hat seine Fans. Ich denke, auch Gladiatorenspiele hätten heute ihre Zuschauerschaft. Heute eröffnet RTL die 13. Staffel “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus”. Für zwei Wochen begeben sich zwölf mehr oder weniger bekannte Kandidaten in den Dschungel und kämpfen in Ekel-Prüfungen um die Gunst der Zuschauer, die sich am Leid der Menschen ergötzen und das Maul zerreißen. 

Und nun mein Problem. Bis auf einen kenne ich keinen der so genannten Stars. Früher habe ich mal gehört, dass der große Helmut Berger sich an diesem Müll beteiligt hatte. Ich mag Berger, aber Dschungelcamp, ich weiß nicht. Die neuen Stars kenne ich nicht, aber Google lügt nicht. 

Klarer Sieg für Evelyn Burdecki. Das “Bachelor-in-Paradise”-Sternchen googeln pro Monat durchschnittlich 38.960 User.

Platz zwei sichert sich Sex-Expertin Leila Lowfire: Die Stimme hinter dem Podcast “Besser als Sex” und (wie man munkelt) Ex von Rammstein-Sänger Till Lindemann recherchieren monatlich 21.430 Personen.

“Eis am Stiel”-Star Sibylle Rauch auf Platz drei: Die Schauspielerin und Erotik-Darstellerin wird monatlich 18.830 mal gegoogelt. Sibylle Rauch kenn ich noch von meiner Jugendzeit im Kino. Ich war kein Fan der Eis am Stil-Serie, aber Frau Rauch hatte zwei überzeugende Argumente, die man als pubertierender Teenager nicht übersehen konnte. 

Platz vier geht an “Dahoam is Dahoam”-Darstellerin Doreen Dietel: Die Schauspielerin erhält monatlich 14.210 Suchanfragen.

Einziger Mann unter den Top 5: Der selbsternannte Millionär Bastian Yotta landet mit 11.060 Suchanfragen auf dem fünften Platz.

Die geringsten Suchvolumen haben bisher Schauspieler und “Alf”-Synchronsprecher Tommi Piper (3.920 Suchanfragen, Platz 10), Bob-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis (3.110 Suchanfragen, Platz 11) und die ehemalige “Germany’s Next Topmodel”-Kandidatin Gisele Oppermann (1.980 Suchanfragen, Platz 12). Letztere ist vor allem durch ihre weinerliche Art wohl in Erinnerung geblieben. Mir nicht, weil ich schau das Zeug nicht. 

Vielleicht hat der Hackerangriff etwas Gutes …

8. Januar 2019

So hart es klingt, vielleicht hat der Hackerangriff und die Veröffentlichung von privaten Daten von Prominenten doch eine gute Seite. Vielleicht dringt endlich das Thema IT-Sicherheit und Medienkompetenz in das Bewusstsein der breiten Masse. Interessant ist, dass bei uns sofort nach dem Staat gerufen wird, der endlich handeln soll. Der Ruf darf nicht ungehört bleiben, es muss sich etwas verändern in unseren Staat durch unseren Staat. Aber ändern muss sich vor allem die Kompetenz der Bürger im Umgang mit Daten ändern. Solange jeder Datenkraken wie WhatsApp verwendet und seine Adressbücher zu Herrn Zuckerberg hochlädt, solange wird sich nichts ändern. „Aber WA ist doch so bequem“, höre ich immer und „Threema hat doch kein Mensch.“ 

Zwei Beispiele zum Thema Passwörter

Ich möchte zwei Beispiele anfügen, die mir auf meinen Digitalisierungsseminaren und Schulungen zur Medienkompetenz passiert sind und im Grunde die gleiche Aussage haben. 

Ich sprach über den Hack des Sony-Playstation Netzwerkes und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer grinsten. Ob man denn denn Punktestand der Spiele klauen wollte? Naja, den Punktestand vielleicht nicht, aber wohl eher das Passwort. Viele Leute verwenden ein- und dasselbe Passwort für verschiedene Netzwerke. Habe ich dein Playstation-Passwort samt Mailadresse, dann habe ich vielleicht auch Zugriff auf dein Amazon-Konto. Da wurde es still im Teilnehmerkreis. Ich blickte in lange Gesichter. 

Bei so manchen Gesprächen in der Bahn sollte man nicht einsteigen.

Bei so manchen Gesprächen in der Bahn sollte man nicht einsteigen.

Das zweite Beispiel war eine Bahnfahrt – ich bin ein großer Bahnfahrer. Ich saß bei einem Freundespaar am Tisch im ICE, die sich über die komplizierten Passwörter beklagten. Wie soll man sich die ganzen Sachen denn merken? So oder ähnlich lautete die Klage. Nun, ein Passwort für alles und kein Problem. Oh mein Gott und dann regen wir uns über Datenklau auf.

Sichere Passwörter 

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, ein halbwegs sicheres Passwort zu erstellen. Nein bitte nicht die Klassiker 1234567890 oder Passwort – man glaubt gar nicht, wie oft dies vorkommt. Wie wäre denn ein Passwort wie: Dis012019esP! – die Auflösung ist ein einfacher Merksatz: Das ist seit 012019 ein sicheres Passwort! Und natürlich gilt, für jede Plattform ein eigenes Passwort. 

Und wer unbedingt nur einen Merksatz verwenden möchte, dem empfehle ich ein F für Facebook, A für Amazon und T für Twitter hinter den Merksatz zu machen. Aber so richtig sicher ist die Sache ja eigentlich nicht, denn der gemeine Hacker ist ja auch nicht auf den Kopf gefallen. 

Passwort-Manager

Ich empfehle in den Seminaren immer Passwort-Manager. Dazu muss man sich das Masterpasswort merken und hat dann Zugriff auf alle seine Passwörter, die im Passwort-Manager hinterlegt sind. Es gibt eine stattliche Anzahl von Datentresoren. Ich bin jahrelang sehr zufrieden mit 1Password gewesen und wäre es auch heute noch, wenn der Hersteller nicht auf ein Abo-Modell umgestiegen wäre. 1Password gibt es für MacOS, Win, Linux, iOS und Android sowie ChromeOS. Kosten für Privatanwender zwischen 3 und 5 US-Dollar pro Monat. 

Im Moment gefällt mir Enpass deutlich besser. Einmal bezahlt und fertig. Auch dieses Tool gibt es für alle relevanten Betriebssysteme. 

Medienkompetenz bei Facebook

Mit Kopfschütteln reagiere ich auf die Wiederkehr der Facebook-Widerspruchmeldungen. Es geistert seit Tagen die jährliche Meldung durch die Plattform „hiermit widerspreche ich …“ Ich hab den aktuellen Schwachsinns-Screenshot mal als Bild angefügt. Früher habe ich unter die Posts noch Erklärungen geschrieben, heute reagiere ich mehr und mehr gehässig. Warum ist die Menschheit nicht lernfähig? Und die gleichen Menschen, die solche Widerspruchsmeldungen posten, rufen dann nach den Staat.

Der Schwachsinn geistert gerade durch Facebook.

Der Schwachsinn geistert gerade durch Facebook.

Staat ist gefordert

Aber auch der Staat ist gefordert. Beispielsweise in der Anpassung der Lehrpläne. Themen wie E-Mail-Verschlüsselung werden nicht unterrichtet. Vielleicht liegt es auch daran, dass Lehrerinnen und Lehrer keine Ahnung bei diesen Themen haben, aber ich möchte nicht in ein allgemeines Lehrerbashing verfallen. Dennoch kann der Staat hier eingreifen. In Bayern sprechen wir sehr viel zum Thema digitale Schule und ich bin mir sicher, dass es dort gute Ansätze gibt. 

Lehrer bilden sich fort und das ist gut so - aber es könnte mehr sein.

Lehrer bilden sich fort und das ist gut so – aber es könnte mehr sein.

Hackerangriff – meine Reaktion, die Hacks und die Verantwortung

4. Januar 2019

Seit gestern ist der jüngste große Hackerangriff auf Institutionen und Personen des öffentlichen Lebens bekannt. Via Twitter wurden persönliche Kommunikation, Telefonnummer, Verträge für alle online gestellt. Der Account existiert seit Februar 2015 und hat vor Weihnachten begonnen in einer Art Weihnachtstürchen-Manier die Dokumente zu veröffentlichen. 

Ich habe mir heute vormittag die Sachen angeschaut. Moment – was habe ich da geschrieben? „Ich habe mir heute vormittag die Sachen angeschaut.“ Ja richtig gelesen, der Twitter-Account aus Hamburg war bis heute Mittag weiterhin online und die Sachen konnten abgerufen werden. Ich habe mir ein paar Dokumente angeschaut und bin erschüttert.

Als ich gegen 12:20 Uhr wieder reingeschaut habe, wurde der Account von Twitter gesperrt. Warum hat Twitter so spät reagiert? Hier werden die privatesten Daten von verschiedenen Personen wie YouTuber, Politiker, Satiriker unrechtmäßig veröffentlicht und die Daten waren trotz eines öffentlichen Aufschreis weiterhin stundenlang abrufbar. Hallo Twitter, wir müssen über die Verantwortung von Plattformen reden.  Der Twitter-Account ist zwar gesperrt, die Daten auf der Plattform sind weiterhin abrufbar. Wer die Links besitzt, kann weiterhin die Infos holen. 

Der Twitter-Account wurde inzwischen gesperrt.

Der Twitter-Account wurde inzwischen gesperrt.

Neue Qualität von Hacks

Bisher tauchten solche Hacks im Deep Web oder tiefer im Darknet auf und waren nur für Eingeweihte auffindbar. Jetzt landen solche Hacks in Twitter, also einem Massenmedium für jedermann/-frau. Also ist doch davon auszugehen, dass hier gezielt Personen geschadet werden soll. Jeder in sozialen Netzwerken kann davon etwas mitbekommen. Es kostete mich vier Minuten Recherche, um den Twitter-Account aufzufinden. Dann wurde man auf eine Plattform geleitet und nach Eingabe des Passworts konnte man die Daten einsehen. Das Passwort wurde neben den Link gestellt. Das ist eine neue Qualität in der Kommunikation von Hacks. 

Es gab GByteweise Material zu laden. Ich bin erschüttert.

Es gab GByteweise Material zu laden. Ich bin erschüttert.

Wer ist betroffen? 

Nun, der Personenkreis ist enorm. Es sind alle im Bundestag vertretene Parteien bis auf die AfD betroffen. Die meisten Dokumente betreffen die CDU/CSU. Es gibt Adressen, Handynummern, Ausweise, Chatverläufe, Dokumente, Festnetz, Kontaktlisten etc.

Zum Teil sind die Chats sehr privat. Zudem findet sich Material von Jan Böhmermann (Neo Magazin Royal) und Christian Ehring (extra 3.) sowie von Bands und YouTubern. Ich habe mir die Verträge von Influencern angeschaut, die zwischen YouTubern und Vermarktern geschlossen wurden. Aber auch Kolleginnen und Kollegen aus den Medien sind betroffen. Es gibt auch Bilder von Kindern  und Gigabyteweise Urlaubsbilder der Prominenten. 

Das Passwort lag den Links dabei.

Das Passwort lag den Links dabei.

Zeigen die Hacks Wahrheit oder Lüge?

Achtung: Ob die durch den Hack verbreiteten Informationen wirklich wahr sind, kann ich nicht beurteilen. Wie ich aus den Medien entnehme, wurden viele Infos von den Betroffenen bereits bestätigt, andere haben erklärt, dass die Informationen gefälscht sind. Und somit beginnt das perfide Spiel von der Mischung zwischen Wahrheit und Täuschung. Echte Informationen werden mit Falschmeldungen vermischt. In der Literatur wird so etwas als hybride Kriegsführung bezeichnet. 

Persönliche Konsequenzen

Nun, was bedeutet dies für mich: Verstärkte Schulungen der Medienkompetenz. Immer wieder erlebe ich es in Seminaren, dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Passwort für alles haben. Beim Verschlüsseln von E-Mails stoße ich auf völliges Unverständnis. Der richtige Umgang mit Medien muss in die Schulen. PGP statt Vorschläge wie Schafkopf.

Gedanken zum 50. Geburtstag von Michael Schumacher

3. Januar 2019

Heute wird Michael Schumacher 50. Jahre alt und natürlich gratuliere ich dem vielfachen Weltmeister zum Geburtstag und wünsche ihm alles Gute. Er kann sicher die Genesungswünsche brauchen. Michael Schumacher hatte bei einem Skiunfall im Dezember 2013 ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Es gibt so gut wie keine Meldungen über seinen aktuellen Gesundheitszustand. 

Gestern, am Tag vor seinen 50. Geburtstag, hatte sich seine Familie via Facebook gemeldet und den Fans für die Grüße und Wünsche gedankt: „Wir freuen uns darüber und möchten uns von ganzem Herzen bedanken dafür, dass ihr Michaels 50. Geburtstag morgen gemeinsam mit ihm und mit uns feiert.“ 

Familie Schumacher dankt und bittet um die Achtung der Privatsphäre.

Familie Schumacher dankt und bittet um die Achtung der Privatsphäre.

Im Netz lese ich neben vielen Genesungswünschen immer wieder Kommentare mit Forderungen nach Infos über seinen aktuellen Gesundheitszustand. Meinungen wie: Früher waren wir Fans gut genug und heute sind wir denen nichts mehr wert. 

Nun, Michael Schumacher ist natürlich eine Person der absoluten, nicht nur der realtiven Zeitgeschichte, aber solch dumme Kommentare hat der siebenfache Formel 1-Weltmeister nicht verdient. Wer ein wirklicher Fan oder einfach nur ein Mensch mit Manieren ist, für den gilt meiner Meinung nach: Lasst den Mann und seine Familie einfach in Ruhe. Wenn es entscheidende Fortschritte über seinen Gesundheitszustand gibt, wird es uns die Familie schon mitteilen, aber sonst einfach Fresse halten. 

Die Familie Schumacher dazu in Facebook: „Bitte habt Verständnis, wenn wir uns nach Michaels Wünschen richten und ein so sensibles Thema wie Gesundheit, so wie früher auch immer, in der Privatsphäre belassen.“

Natürlich sollen die Fans an Schumachers Geburtstag ihr Idol feiern und sich an die sportlichen Erfolge erinnern. Das steht außer Frage. Aber das permanente Einforderung des Gesundheitszustandes geht meiner Meinung nach zu weit. 

Und nachdem je mittlerweile jede durch soziale Netzwerke ein Massenmedium ist, wird im Falle Michael Schumacher schlimmer Schindluder getrieben. Fake News verbreiten sich in Windeseile. Ich habe hier eine solche Falschmeldung, die ich in meinen Seminaren über Fake News verwende. Mit dem Kommentar „Ruhe in Frieden“ wird über den Tod des Rennfahrers berichtet. „Michael Schumacher nach jahrelangen Kampf verstorben – Welt“ Durch den Zusatz „Welt“ wird der unbedarfte Leser aufs Glatteis geführt, denn man nimmt an, dass es sich um die Springer-Zeitung „Die Welt“ als Quelle handelt. Es ist aber alles komplett gelogen. Und es ist einfach nur ekelhaft.

Fake News zum vermeintlichen Tod von Schumacher. Ekelhaft.

Fake News zum vermeintlichen Tod von Schumacher. Ekelhaft.

 

Meine Buchtipps zu Social Media und Digitalisierung

31. Dezember 2018
Ich freue mich auf meine Kunden auch im Jahre 2019.

Ich freue mich auf meine Kunden auch im Jahre 2019.

Nach Seminaren und Vorträgen kommt oftmals die Frage von Kunden oder Besuchern: „Kann ich bitte Ihre Folien haben?“ – „Nein, können Sie nicht, weil es sich um mein geistiges Eigentum handelt“, lautet meine Antwort. Aber gerne stelle ich meinen Seminar- und Vortragsteilnehmern eine Bücherliste von empfehlenswerten Social Media- und Digitalisierungsbüchern zusammen. Es sind Bücher, die ich empfehlen kann, die mich und mein Wissen bereichert haben. Wer mich übrigens für Seminare und Vorträge, Keynotes oder Diskussionsrunden buchen will, kann dies gerne tun. Termine ab dem zweiten Quartal 2019 sind noch frei. Kontakt über meine Website redaktion42.de

Aber hier meine Buchtipps. Sicher ist etwas für Sie dabei – viel Spaß beim Lesen und Fortbilden: 

Nicholas Negroponte: Total digital. Die Welt zwischen 0 und 1 oder Die Zukunft der Kommunikation

Jeff Jarvis: Was würde Google tun?: Wie man von den Erfolgsstrategien des Internet-Giganten profitiert

Jeff Jarvis: Mehr Transparenz wagen!: Wie Facebook, Twitter & Co die Welt erneuern

Jaron Lanier: Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst

Jaron Lanier: Wem gehört die Zukunft?: „Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt.“

Chris Anderson: The Long Tail – Der lange Schwanz

Chris Anderson: Free – Kostenlos: Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets

Sherry Turkle: Verloren unter 100 Freunden: Wie wir in der digitalen Welt seelisch verkümmern

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