Archive for the ‘Medien’ Category

Neue Zeitschrift „3D Total“ – Tierisches Vergnügen

18. Januar 2011
Stereo 3D für Kinder - ich probiere es mal aus.

Stereo 3D für Kinder - ich probiere es mal aus.

Der deutsche Micky Maus-Verlag geht in Richtung 3D. Es gab ja schon immer wieder Versuche Stereobilder in Zeitungen abzudrucken. Ich erinnere mich an Animationsmagazine auf der Siggraph 2009 oder auch an eine Extraausgabe der BILD-Zeitung mit dem Verteidigungsminister auf dem Cover.  Nach Aufklärungsbildchen in der Bravo kommt jetzt Stereo 3D für die Kleinen und ich werde mal eine Ausgabe kaufen. Mit dem Magazin „3D Total“ aus dem Egmont Ehapa Verlag kommen die Tiere nach Hause, und das scheinbar zum Anfassen nah. Ab dem 21. Januar 2011 ist das erste speziell für Kinder entwickelte 3D-Magazin im Handel erhältlich.

Mit einer 3D-Brille ausgestattet, startet das Magazin in das Abenteuer Wildnis. Durch den dreidimensionalen Effekt steht der Leser inmitten der aufregenden Tierwelt in den Wäldern, Wüsten und Meeren der Erde.

Die erste Ausgabe ist natürlich nicht nur mit den beeindruckend lebensecht wirkenden Bildern gefüllt, sondern auch mit einer Menge Wissenswertem zu den unterschiedlichsten Tieren und deren Lebensräumen. So erfährt man das Interessanteste zu den Rekordhaltern im Tierreich, den cleveren Tarnspezialisten und den geschicktesten Jägern. Die Poster, die in dreidimensionaler Optik begeistern, lassen die Kinder in das Tierreich eintauchen. Außerdem können mit der richtigen Lösung und einer Prise Glück beim großen Rätsel tolle 3D-Preise gewonnen werden. Darüber hinaus gehören zum Magazin Sammelkarten mit den wichtigsten und spannendsten Infos sowie den schönsten Aufnahmen der dargestellten Tiere.

Übrigens, der Titel 3D Total hat nichts mit der gleichnamigen Fachzeitschrift von früher zu tun: Andere Zielgruppe

 

Handwerker ins Fernsehen: Mediales Konzept für Ausbildungsplätze

17. Januar 2011

Nachwuchswerbung ist für 2011 bei vielen Unternehmen angesagt. Wir haben durch die demografische Entwicklung weniger Lehrlinge, die einen Ausbildungsplatz suchen. Die Zahl der offenen Stellen nimmt aber aufgrund positiver Entwicklungen zu. Unternehmer müssen also ihre Lehrstellen für potenzielle Bewerber attraktiver werden. Künftig werden es manche Berufe schwer haben, qualifiziertes Personal zu bekommen.

Hier spielen die Medien auch eine große Rolle. In der Glotze finden sich vor allem Serie über Ärzte, Rechtsanwälte, Designer, Werbetreibende, Detektive. Eine Serie über klassische Handwerksberufe gibt es dagegen kaum.

In USA-Serien werden uns coole Berufsbilder von Staatsbeamten, manchmal etwas verschroben aber immer cool drauf und gut angezogen: CSI, 24, Fringe – Es begann mit Akte X, als ich nur staunte, welche Klamotten Agent Mulder und Scully trugen von einem Gehalt als Staatsbeamte. So schafft man einen Mythos und der Zauber wirkt bei jungen Leuten und beeinflusst ihre Berufswahl.

Kommunikationswissenschaftler der Universität Münster haben herausgefunden, das deutsche TV Serien nicht die Realität des Berufslebens widerspiegeln. Das ist sicherlich keine Überraschung, sollte aber dennoch den Vertretern von Wirtschafts- und Industrieverbänden aufstoßen. Wer in den positiv Medien erscheint, der kann sich auch Bewerber für offene Stellen aussuchen – das ist nichts anderes als Marketing.

Marketing für das Handwerk für die ganz Jüngsten.

Marketing für das Handwerk für die ganz Jüngsten.

Während fast jeder dritte der knapp 40 Millionen berufstätigen Deutschen im Jahr 2007 in der Produktion beschäftigt gewesen sei, seien es in den Serien nur etwa ein Prozent, so die westfälischen Wissenschaftler. Natürlich wandelt sich Deutschland zur Dienstleistungsgesellschaft, doch in den TV-Serien sehe ich kaum etwas von Verkäufer, Maler, Friseure. Ok, ich kenne zwar den Landarzt oder mein Lehrer Dr. Specht. So steigt beispielsweise der Wunsch, im Gesundheitswesen zu arbeiten signifikant mit dem Konsum von gesundheitsbezogenen Serien an, so das Ergebnis der Studie. Umgekehrt sei das Interesse am Handwerksgewerbe wohl auch deshalb gering, weil zugehörige Berufsfelder im Fernsehen keine Rolle spielen, meinen die Forscher.

Also sollten sich Wirtschafts- und Industrieverbände Gedanken machen, wie sie besser ins Fernsehen kommen. Hier fängt Marketing an. Ein paar positive Beispiele gibt es bereits:  Kennen Sie Meister Manny? Nein? Meister Mannys sprechende Gehilfen Rosti, Schrauber, Quetschi oder Pat halten nun auch Einzug in die Zeitschriftenregale. Seit 13. Januar 2011 bringt der Egmont Ehapa Verlag „Meister Mannys Werkzeugkiste“ in den Handel. Die gleichnamige Serie läuft seit 2007 erfolgreich im Disney Channel und seit 2008 auch auf Super RTL. Wer die Zeichentrickhelden kennt, weiß, dass sich bei ihnen alles um das handwerkliche Geschehen und den gemeinschaftlichen Zusammenhalt dreht. Deshalb wartet die erste Ausgabe mit vielen tollen Mitmach-Geschichten rund um den Heimwerker auf. Dazu gehören eine Menge Rätsel, Basteltipps und Malvorlagen. Aber auch die ersten englischen Worte können die Kinder mit Manny und seinen sprechenden Werkzeugen lernen.

Cool waren Pixi-Bücher für die ganz Kleinen. Da gab es erfolgreiche Serien wie Meine Freundin ist Tierärztin, ist Kapitän, ist Pilot. Aber es gab auch in Kooperationen mit Kammern ein cooles Heft: „Helene geht zur Meisterschule“, „Die Handwerker“, „Unternehmer im Handwerk“. Ich fand es toll und die Aktion schafft die Grundlage für einen späteren Berufswunsch. Als Medienheini weiß ich also was ich zu tun habe.

Helene geht zur Meisterschule.

Helene geht zur Meisterschule.

Meine FireWire-Rettung: Yin Yang

16. Januar 2011

Hier kommt meine Rettung, wenn ich auf einem Dreh bin. Ich habe unterschiedliche Geräte mit unterschiedlichen Ausgängen dabei, die minuter gleichzeitg am Rechner hängen müssen. Mein mobiler Schnittrechner ist ein MacBook Pro mit eingebautem FireWire 800. Einige Kameras haben aber einen FireWire 400-Anschluss, andere wieder einen 800. Gleichzeitig konnte ich sie nicht betreiben. Bis jetzt:  Mit dem Mini Hub von Sonnet können Mac-Besitzer an einem FireWire 800- Anschluss je ein FireWire 800- und ein FireWire 400-Gerät gleichzeitig einsetzen. Das handliche Teil heißt Sonnet Yin Yang.

Viele Windows-Leute wissen nicht um mein Problem. Aber als Mac-Besitzer kenne das Problem: Neue Macs verfügen lediglich über einen FireWire 800 (IEEE-1394b)-Anschluss, auf eine FireWire 400 (IEEE 1394a)-Schnittstelle hat Apple sogar komplett verzichtet. Viele Peripherie-Geräte, vor allem im professionellen Audio- und Videobereich, werden über FireWire angeschlossen. Möchte man ein FireWire 400-Gerät  oder mehr als ein FireWire 800-Gerät verwenden, liefert Sonnet mit Yin Yang FireWire Mini Hub die Lösung. Damit können zwei FireWire-Geräte wie zum Beispiel externe Laufwerke, DV Camcorder, Webcams, Audio Interfaces oder auch iPods älterer Generation gleichzeitig verwendet werden. Adapter oder Kabel werden dabei nicht benötigt.

Yin Yang ist tragbar und handlich, es unterstützt ein Bus-Powered-Gerät an jedem Anschluss. Das Gehäuse ist mit einem Format von 1,9 x 1,5 x 0,6 Zoll so klein wie eine Streichholzschachtel, das Host-Kabel gerade mal acht Zentimeter lang. Yin Yang benötigt keinen Netzadapter, keine Treibersoftware und ist kompatibel mit FireWire Peripherie-Geräten aller Hersteller. Und das Beste: Die Streichholzschachtel kostet nur 50 Euro – 50 Euro, die sich wirklich rentiert haben.

Social Media: KLM beglückt Passagiere

13. Januar 2011

Nachdem Spanair vor kurzem mit einer eindrucksvollen Social Media Kampagne zu Weihnachten aufwarten konnte, legte jetzt KLM ebenso eindrucksvoll nach. Durch geschicktes Monitoring analysierten die KLM-Mitarbeiter, welche Fluggäste via Foursquare oder Twitter über ihren bevorstehenden Flug berichteten. Gesucht – gefunden. Anschließend recherchierten die Holländer in den Profilen ihrer Fluggäste nach den jeweiligen Hobbys und suchten sich ein individuelles Geschenk für ihre Kunden aus. Anschließend wurden die Gäste vor laufender Kamera am Gate aufgespürt und ihnen ihr Geschenk überreicht. Es gab zum Beispiel iTunes-Gutscheine, Kinokarten für den Film „The Social Network“ (nett für Konferenzteilnehmer einer Social Media Konferenz). Natürlich wurde der Film über die Aktion in YouTube eingestellt und via Netzwerke von KLM verbreitet.

 

Medienkompetenz: sicher online bezahlen

10. Januar 2011
Schlechte Phishingmail

Schlechte Phishingmail

Bei einem Seminar zum Thema Verbraucherschutz stellte ich vor kurzem fest, wie wenig Medienkompetenz in Sachen Geldgeschäfte im Internet vorhanden ist. Ich wundere mich immer wieder über schlechte Phishing-Mails und dennoch fallen immer wieder Leute darauf rein. Da darf man sich nicht darüber lustig machen, sondern muss Medienkompetenz ins Land bringen.

Um die Seminarteilnehmer zu schulen, greife ich auf zahlreiches Material zurück. Darunter auch eine Veröffentlichung des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.: 10 Tipps um sicher online zu bezahlen. „Vorsicht ist bei vermeintlichen Online-Schnäppchen geboten, die nur per Vorauszahlung erhältlich sind. Auch wenn es nicht die Regel ist: Im schlimmsten Fall landet das Geld zwar auf dem Konto des Shop-Betreibers, allerdings ohne das die Bestellung jemals versendet wird. Generell ist es daher empfehlenswert, wie auch im stationären Handel, ohne direkten Gegenwert keine Vorauskasse zu leisten“, sagt Achim Himmelreich, Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW.

 

Hier die 10 Tipps zum sicheren Bezahlen beim Online-Shopping

1. Bezahlen Sie mit Ihnen bereits bekannten Bezahlverfahren

Verwenden Sie bekannte Zahlverfahren, die Sie bei vorherigen Käufen verwendet haben und mit denen Sie bereits positive Erfahrungen hatten. Gerade die etablierten Anbieter verfügen über alle erforderlichen Sicherheitszertifikate und sind auf Internetshops häufig vertreten. So können Sie Ihren Einkauf schnell und sicher erledigen.

 

2. Verwenden Sie nur kundenfreundliche Bezahlverfahren

Nutzen Sie kundenfreundliche Zahlverfahren. Sie haben oft die Möglichkeit Transaktionen wieder rückgängig zu machen. So sind Sie vor Fehlkäufen geschützt. Achten Sie auch auf die AGB der Anbieter – der Käuferschutz ist an strenge Richtlinien gebunden. Ein Online-Shop, der nur wenige und für den Käufer unsichere Bezahlverfahren anbietet, sollte gemieden werden.

 

3. Achten Sie auf eventuelle Zusatzkosten bei speziellen Bezahlverfahren

Seriöse Anbieter lassen Ihnen die Wahl, mit welchen Bezahlverfahren Sie den Kauf durchführen und bieten Ihnen das Produkt über alle Bezahlverfahren zum gleichen Preis an. Achten Sie daher auf versteckte Zusatzkosten und Servicegebühren bei der Verwendung von Bezahlverfahren.

 

4. Teilen Sie dem Internetshop nur notwendige Daten mit

Sie sollten selbst dafür Sorge tragen, dass Ihre privaten Daten geschützt und privat bleiben. Der beste Schutz ist, nur so viele Daten anzugeben wie nötig. Vermeiden Sie daher nach Möglichkeit die Angabe von Daten, die nur dem Nutzungsinteresse des Anbieters dienen, nicht aber für die Bestellung erforderlich sind.

 

5. Geld-zurück-Garantie schützt vor bösen Überraschungen

Achten Sie auf die Bedingungen zum Rückgaberecht für online erworbene Produkte. Neben der gesetzlichen Pflichtinformation zum Widerrufsrecht informieren seriöse Anbieter ausführlich über das Rückgabeprozedere und wann Sie nach der Zurückgabe der bestellten Ware Ihr Geld erhalten. Seriöse Anbieter und Qualitätshersteller gewähren ihren Kunden auch oft nach dem Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist eine Geld-zurück-Garantie – fragen Sie im Zweifel einfach nach.

 

6. Auslandstransaktionen

Im Internet gibt es keine klassischen Landesgrenzen, das heißt man kann durchaus Ware auch aus dem Ausland beziehen. Doch hierbei ist Vorsicht geboten, denn der zunächst günstigere Preis im Vergleich zum „inländischen“ Produkt kann sich schnell durch zusätzliche Gebühren wie Umrechnungsgebühren, Auslandstransaktionskosten etc. erhöhen.

 

7. Achten Sie auf eine gesicherte Internetverbindung

Die Datensicherheit spielt beim Bezahlen im Internet eine wichtige Rolle. So sollte der gesamte Bestellprozess verschlüsselt ablaufen, was zum einen an einem Vorhängeschloss-Symbol im Browser und am Kürzel „https“ am Anfang der URL zu erkennen ist. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Bezahl- und Kontendaten nur beim Anbieter ankommen.

 

8. Datenspeicherung

Genauso wichtig wie der verschlüsselte Kaufprozess ist auch die Art und Weise, wie der Onlineshop-Betreiber mit Ihren Daten umgeht. Seriöse Anbieter fragen vorher, ob Sie beispielsweise die Kreditkartendaten für einen Folgekauf speichern dürfen.

 

9. Passwort Sicherheit

Beim Online Shopping setzen sich mehr und mehr so genannte E-Mail Verfahren durch. Hierbei muss man sich einmalig beim entsprechenden Anbieter registrieren und kann dort seine Zahlungsinformationen (Bankdaten, Kreditkartendaten und Ähnliches) hinterlegen. Achten Sie bei der Registrierung auf ein sicheres Passwort, das von Zeit zu Zeit auch geändert werden sollte. Dasselbe Passwort sollten zudem nie bei mehreren Anbietern verwendet werden.

 

10. Phishing von Zahlungsdaten

Über so genannte Phishing-Mails versuchen Betrüger über darin enthalten Links an vertrauliche Daten, wie beispielsweise Benutzernamen, Passwörter, Zahlungsdaten etc. zu gelangen. Dabei wird die Original-Internetseite des Anbieters detailgetreu nachgebaut. Schützen Sie sich davor mit einer einfachen Regel: Kein seriöser Zahlungsanbieter wird Sie über E-Mail informieren, dass Sie vertrauliche Daten ändern sollen!

 

Medienkompetenz: eBooks in der Schule

9. Januar 2011

In den Weihnachtsferien habe ich gesehen, mit welcher Schullektüre sich meine Neffen beschäftigen müssen: Kafka, Zweig, Mann und Co. Allesamt große Klassiker, die es zu lesen wert sind. In der Regel ist das Copyright abgelaufen und dennoch müssen die Kinder die Schullektüre im Buchhandel erwerben. So kann man eine Branche auch künstlich subventionieren. Druck kostet fast nichts, Vertrieb findet nur auf Bestellung statt und Lizenzgebühren an die Autoren müssen kaum noch bezahlt werden. Also Verkaufspreis entspricht fast dem Reingewinn – das ist ein Geschäftsmodell auf Kosten der Schüler.
Viele der Klassiker findet sich im Projekt Gutenberg – und zwar kostenlos. Einfach das PDF laden und fertig ist Geschichte. Natürlich ist die Verbreitung von entsprechenden eBook-Readern noch ein Problem, aber PDF kann natürlich auch auf Laptops und anderen Rechnern ausgegeben werden. Dazu braucht es nicht zwingend ein iPad, Kindle oder eBook-Reader. Vielleicht wäre dies ein Schritt in die richtige Richtung und stärkt die Medienkompetenz des Landes.
Da fällt mir eine Studie des Branchenverbandes BITKOM in die Hände.  Die meisten Schülerinnen und Schüler wünschen sich einen stärkeren Einsatz elektronischer Medien im Unterricht, wollen auf ihre Schulbücher aber nicht verzichten. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 500 Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren ergeben. Danach sind 29 Prozent der befragten Schüler der Ansicht, elektronische Medien wie E-Books oder Lernprogramme könnten Schulbücher vollständig ersetzen. Die große Mehrheit ist dagegen der Meinung, das sei nicht der Fall.
Im Vergleich zu gedruckten Büchern bieten elektronische Lernmedien eine Reihe von Vorteilen. So enthalten E-Books neben Texten und Bildern auch Sprachaufnahmen und Filme. Zudem können sie automatisch aktualisiert und ergänzt werden. Die BITKOM meinte: „Ein modularer Aufbau der elektronischen Lerneinheiten mit differenzierten Inhalten und Tests macht es einfacher, die Schüler individuell zu fördern.“
Nach den Ergebnissen der BITKOM-Umfrage wünschen sich 84 Prozent der Schüler, dass elektronische Medien im Unterricht stärker eingesetzt werden. 92 Prozent sagen, dass neue Medien Schulstunden interessanter machen und 79 Prozent, dass sie zum besseren Verständnis der Lehrinhalte beitragen. Laut Umfrage hapert es in vielen Schulen aber noch an der Basisausstattung mit PCs. Bei 43 Prozent aller Schüler werden Computer im Unterricht entweder gar nicht oder seltener als einmal pro Woche eingesetzt. Die BITKOM weiter: „Eine gute Ausstattung mit Computern, Internet-Zugängen und Whiteboards ist die Grundlage für einen modernen Unterricht.“  Ebenso wichtig wie die Technik seien gut geschulte Lehrer, die neue Lernkonzepte in der Praxis umsetzen können. Und hier sehe ich das größte Problem. Ich will nicht auf die Lehrer schimpfen. Es gibt sehr viele Pädagogen, die einen hervorragenden Job machen. das kann ich aus eigener Erfahrung und der meiner Kinder bestätigen. Bei meinen zahlreichen Schulungen und Fortbildungen für Lehrkräften stelle ich aber eine massive Technikfeindlichkeit fest, die in der Regel aber aus Unsicherheit mit der Materie stammt.
Hier gilt es Medienkompetenz zu beweisen und die Schulung des Lehrpersonals zu intensivieren. Und gleichzeitig müssen die politischen Verantwortlichen mit der Materie vertraut werden. Kultusministerien, Schulbehörden, vorgelagerte Ämter – hier ist ein großer Bildungsbedarf. Packen wir es an, es geht um unsere Zukunft. Es geht um unsere Kinder.

Geschäftsmodell für Büchereien: eBooks verleihen

6. Januar 2011

Ein Gedankenmodell: Amazon bereitet den Boden für ein interessantes Modell für künftige öffentliche Büchereien. Kurz vor Jahreswechsel schaltete der Bücherriese eine neue Kindle-Funktion frei: Künftig können Kindle-Bücher kostenlos für 14 Tage verliehen werden. Benötigt wird nur eine E-Mail-Adresse.
Der Empfänger kann das E-Buch bei Amazon abholen und das eBook in seinem Kindle-Reader lesen. Das muss nicht einmal ein Kindle sein, ein Reader für das iPad, iPhone u.a. reicht auch. Zum Abholen hat der Empfänger bis zu sieben Tage Zeit. Reagiert der Empfänger nicht, so verfällt die Leihgabe.
Das Buch kann in der Verleihzeit vom Besitzer nicht gelesen werden, schließlich ist es ja verliehen – das DRM macht es möglich. Vor Ablauf der Verleihfrist bekommt der Ausleiher einen Hinweis vom Amazon. Das System funktioniert derzeit nur in den USA.
Ich stelle mir vor, wenn so ein Konzept auf öffentliche Büchereien übertragen wird. Wäre das machbar? Würde so ein Verleihangebot angenommen werden? Ich meine nicht heute und morgen, aber vielleicht übermorgen. Mich würde es interessieren, ob der Bundesverband der Büchereien oder Bibliotheken (es gibt sicherlich so einen solchen Verband) so ein System überlegt und die Zukunft beschreitet.
Für den klassischen Buchhandel würde ein solches Modell wieder zu Umsatzrückgängen führen. Buchläden haben derzeit mit Umsatzeinbußen zu kämpfen, weil Online-Buchhändler wie Amazon, Apple und Co entweder Bücher direkt versenden bzw. elektronische Bücher zum Download anbieten.

Die Unbestechlichen nun in US-Kongressbibliothek

5. Januar 2011

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme wurde Ende 2010 in die US-Kongressbibliothek aufgenommen: Die Unbestechlichen (2 DVDs) von Alan J. Pakula. Der Film mit dem Originaltitel „All the President´s Men“ aus dem Jahr 1976 ist eine Verfilmung der Watergate-Recherchen der beiden Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward für die Tageszeitung Washington Post. Die Recherchen brachte US-Präsident Richard M. Nixon zu Fall. Bernstein und Woodward schrieben aus ihrem Material ihr aufsehenerregendes Buch „Die Unbestechlichen“. Die blu ray Die Unbestechlichen [Blu-ray]wird im Feb. 2011 endlich erscheinen und ich gelobe: Sie wird gleich gekauft.

Der Film ist hoch spannend, verzichtet aber auf Action. Es zeigt die akribische Arbeit der beiden unterschiedlichen Reporter mit all ihren Konflikten und Niederlagen. Ich glaube von Regisseur Pakula stammt auch der Satz: „Eine Schreibmaschine ist tödlicher als eine Pistole.“ Die beiden Hauptdarsteller Robert Redford und Dustin Hoffmann brachten mir die Recherchearbeit von Tageszeitungsjournalisten näher, so dass ich mich entschloss, so einen Beruf zu ergreifen. Zudem sorgte die TV-Serie Lou Grant dafür, dass der Journalistenjob in mir als Berufsperspektive reifte.

Ich verschlang alles zu dem mit vier Oscars ausgezeichneten Film und der literarischen Vorlage. So war ich überrascht, dass dieser Klassiker des Journalismus in Buchform nur noch Englisch All the President’s Men zu kaufen ist. So geht man mit Klassikern nicht um. Eindrucksvoll ist das Drehbuch von Wilhelm Goldman. Er schrieb ein wichtiges Buch über die Entstehung dieses und anderer Filme in seinem Werk: Das Hollywood-Geschäft. Hinter den Kulissen der amerikanischen Filmindustrie.. Leider ist das Buch nur noch antiquarisch erhältlich, lohnt sich aber auf alle Fälle. Schließlich handelt es sich im Fall Watergate um ein hoch politisches Thema und die Verfilmung war erst zwei Jahre nach Nixons Sturz. Die Nerven lagen offen, die Republikaner leckten sich noch die Wunden und beobachten alles genau, was über ihren ehemaligen US-Präsidenten berichtet wurde. Davon war natürlich auch der Drehbuchautor des Films betroffen.

Social Media: Rechtliche Rahmenbedingungen

4. Januar 2011

Immer wieder werde ich auf meinen Seminaren zum Thema Social Media gefragt: Auf was muss ich als Plattformbetreiber aufpassen? Welche rechtliche Rahmenbedingungen gelten denn für mich? Viel Unsicherheit ist hier zu verspüren. Ist im Internet nicht alles erlaubt? Nein, natürlich nicht.

Meinen Seminarteilnehmern gebe ich gerne einen Leitfaden des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) in die Hand. DerLeitfaden gibt zehn Tipps für Betreiber von Sozialen Netzwerken im Umgang mit Nutzerdaten.

Klar ist aber auch: Die BVDW-Richtlinien ersetzen nicht individuelle Bestimmungen einer Social Media-Plattform, sondern dienen als Grundlage. Deutschland verfügt über das weitreichendste Datenschutzrecht im europäischen Vergleich. Entsprechend unterliegen Daten von Internetnutzern  beziehungsweise Nutzern von Sozialen Netzwerken hierzulande strengen Regeln. Diese müssen von den Plattform-Betreibern umgesetzt und eingehalten werden.

Die zehn Tipps sind in der Übersicht:

1. Transparenz im Bereich Datenschutz

2. Weitergabe der Nutzerdaten

3. Eigentum der Inhalte

4. Veröffentlichung von Nutzerdaten

5. Haftung für Daten und Inhalte

6. Sicherung der Nutzerdaten

7. Werbung

8. Nutzungsbedingungen

9. Beendigung des Nutzungsverhältnisses

10. Datenschutzaudit und Zertifizierung

 

Social Media: Spanairs gelungene Weihnachtsidee

1. Januar 2011

Flashmobs sind ein wunderbares Mittel um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Eine besondere Überraschung hatte die Fluggesellschaft Spanair zu Weihnachten. Spät abends kam am 24. Dezember eine Maschine von Barcelona nach Las Palmas am Flughafen ab. Die Passagiere waren erschöpft, müde und es wartete eine schöne Überraschung am Gepäckband.

Die Mitarbeiter von Spanair haben individuelle Weihnachtspäckchen für die Passiere geschnürt und sie mit den Namen der Passagiere verstehen. Dann wurde sie aufs Rollband gelegt und die Aktion schlug ein, wie eine Bombe. Die übermüdeten Passagiere waren hellwach und total begeistert. So verbreitet man positive Stimmung. Es wurden Fotos gemacht und jeder erzählte seinen Freunden und Familien live und über soziale Netzwerke von der Aktion. Coole Aktion. Spanair hat das Ganze gefilmt und sie in YouTube gestellt.

So macht Social Media Spaß und auch dies ist eine neue Form von PR von Spanair.