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Die Unbestechlichen nun in US-Kongressbibliothek

5. Januar 2011

Einer meiner absoluten Lieblingsfilme wurde Ende 2010 in die US-Kongressbibliothek aufgenommen: Die Unbestechlichen (2 DVDs) von Alan J. Pakula. Der Film mit dem Originaltitel „All the President´s Men“ aus dem Jahr 1976 ist eine Verfilmung der Watergate-Recherchen der beiden Journalisten Carl Bernstein und Bob Woodward für die Tageszeitung Washington Post. Die Recherchen brachte US-Präsident Richard M. Nixon zu Fall. Bernstein und Woodward schrieben aus ihrem Material ihr aufsehenerregendes Buch „Die Unbestechlichen“. Die blu ray Die Unbestechlichen [Blu-ray]wird im Feb. 2011 endlich erscheinen und ich gelobe: Sie wird gleich gekauft.

Der Film ist hoch spannend, verzichtet aber auf Action. Es zeigt die akribische Arbeit der beiden unterschiedlichen Reporter mit all ihren Konflikten und Niederlagen. Ich glaube von Regisseur Pakula stammt auch der Satz: „Eine Schreibmaschine ist tödlicher als eine Pistole.“ Die beiden Hauptdarsteller Robert Redford und Dustin Hoffmann brachten mir die Recherchearbeit von Tageszeitungsjournalisten näher, so dass ich mich entschloss, so einen Beruf zu ergreifen. Zudem sorgte die TV-Serie Lou Grant dafür, dass der Journalistenjob in mir als Berufsperspektive reifte.

Ich verschlang alles zu dem mit vier Oscars ausgezeichneten Film und der literarischen Vorlage. So war ich überrascht, dass dieser Klassiker des Journalismus in Buchform nur noch Englisch All the President’s Men zu kaufen ist. So geht man mit Klassikern nicht um. Eindrucksvoll ist das Drehbuch von Wilhelm Goldman. Er schrieb ein wichtiges Buch über die Entstehung dieses und anderer Filme in seinem Werk: Das Hollywood-Geschäft. Hinter den Kulissen der amerikanischen Filmindustrie.. Leider ist das Buch nur noch antiquarisch erhältlich, lohnt sich aber auf alle Fälle. Schließlich handelt es sich im Fall Watergate um ein hoch politisches Thema und die Verfilmung war erst zwei Jahre nach Nixons Sturz. Die Nerven lagen offen, die Republikaner leckten sich noch die Wunden und beobachten alles genau, was über ihren ehemaligen US-Präsidenten berichtet wurde. Davon war natürlich auch der Drehbuchautor des Films betroffen.