Archive for the ‘Medien’ Category

Social Media: Foursquare & Co beim Hotel Prinz-Luitpold-Bad

30. Mai 2012

Empfehlungsmarketing ist das Zauberwort in Social Media. Wenn mein Freund sagt, das Produkt sei gut, dann glaube ich ihm. 2009 hatte Nielsen öffentliche Bewertungen auf Plattformen mehr Wirkung zugestanden als die Berichterstattung in klassischen Massenmedien wie Radio, Zeitung oder Fernsehen.

Und wir wissen auch, dass mobile Kommunikation der Markt der Gegenwart und der Zukunft ist. Die Kombination von Empfehlungsmarketing und mobiler Kommunikation nutzen findige Unternehmer für ihre Kommunikation. Ein wunderbares Beispiel dafür habe ich vor kurzem im Allgäu angetroffen. Ich war auf Einladung der Kurverwaltung Bad Hindelang zu einer Veranstaltung „Philosophie am Pass“ eingeladen, um über Social Media zu referieren. Untergebracht war ich im Hotel Prinz-Luitpold-Bad. Bereits 1864 erbaut, liegt das Hotel an einem Südhang mit großartigem Blick auf den Allgäuer Teil der bayerischen Alpen. Deutschlands höchst gelegene Schwefelquelle bildet zusammen mit alpinen Hochmoor den Schwerpunkt des Bäderangebotes, das ich genoss. Die Quelle war auch der Grund für die Verleihung des Namens „Prinz-Luitpold Schwefel Mineralbad“ im Jahr 1888 durch den bayerischen Prinzregent Luitpold.

Soweit zur Tourismusgeschichte: Beim Einchecken in das Hotel Prinz-Luitpold-Bad checkte ich selbstverständlich auch bei Foursquare ein. Überrascht war ich, dass das Hotel dort bereits angelegt war. Ebenso überrascht war ich, dass in dem gesamten Hotel WLAN zur Verfügung stand. Den Zugangscode bekam ich sofort an der Rezeption. Mein erster Eindruck des Hotels war als digitaler Mensch sofort positiv. Ja, hier kann ich bleiben, hier fühl ich mich wohl – die Hotelierfamilie Gross hat mitgedacht.

Aber es ging noch weiter als ich nochmals auf Foursquare am iPhone blickte. Ich bekam für mein Einchecken und das Teilen der Information einen Aperol Spritz auf Kosten des Hauses. Ich sollte mich einfach bei der Rezeption melden und erhielt anschließend in der Bar den kostenlosen Modedrink. Hab ich gleich gemacht: Auf Teilen in Facebook und Twitter gedrückt, meine Freunde bekamen mit, in welchem schönen Hotel ich nächtigte und alle waren zufrieden: Der Hotelier bekam kostenlose Imagewerbung, ich bekam einen kostenlosen Drink und meine Freunde bekamen die kostenlose Information über ein Hotel. Gleich darauf kam in Twitter eine DM von einer Twitterfreundschaft, in der ich nach der Adresse des Hotels gefragt wurde. An diesem kleinen Beispiel aus der Hotelbranche sehe ich: Empfehlungsmarketing funktioniert.

Abends beim Bier fragte ich den Hotelier Armin Gross. „Wir machen mit solchen Aktionen unser Hotel zukunftsfähig. Die Mehrheit unserer Gäste bemerken solche Aktionen natürlich nicht, aber wir wissen genau, dass eine neue Generation von Gästen kommt und die erwarten nicht nur perfekten Service, sondern auch Aktivitäten auf verschiedenen Social Media-Plattformen.“ Recht hat er: Armin Gross hat die Website des Hotels Google optimiert und wertet die mit Google Analytics aus. Er arbeitet mit Blogs, hat eine Webcam installiert, das Hotel ist oben bei der Google-Suche gelistet und Armin Gross wirbt mit Google-Anzeigen und ist auch in Facebook und Twitter unter @Luitpoldbad aktiv. Bei HRS und Booking sammelt er haufenweise positive  Bewertungen. So stelle ich mir gelungene Markenkommunikation in Zeiten von Social Media vor. Für mich steht fest: Hier komm ich gerne wieder hin zum Abhängen, Entspannen und Auftanken.

Buchtipp: Cinema 4D 13 – das Kompendium von Arndt von Koenigsmarck

28. Mai 2012

Wer mit der 3D-Animationssoftware Cinema 4D zu tun hat, der kommt an Arndt von Koenigsmarck in Deutschland nicht vorbei. Ich habe den Artist und Buchautor zu meiner Zeit als Chefredakteur der Magazine Creative Live und DIGITAL PRODUCTION kennengelernt und immer gerne mit ihm gearbeitet: Professionell, freundlich und vor allem kompetent.

Immer wieder ist Arndt von Koenigsmarck mir über den Weg gelaufen, auf Veranstaltungen, Messen, Seminare und auch bei Verlagstreffen von Buchverlagen, denn Arndt von Koenigsmarck ist auch ein geschätzter Buchautor. Ich erinnere mich: Wir haben uns sehr ausgiebig über sein Buch Digital Beauties unterhalten, das gegen 2002 erschien. Ich erinnere mich, dass das Buch durch die nackte Haut auf einer Siggraph in San Diego für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Soviel nackte Haut war für die Amerikaner manches Mal zuviel. Durch seine vielfältigen Veröffentlichungen wurde Arndt von Koenigsmarck zur wertvollen Marke im 3D-Bereich.

Arndt von Koenigsmarck ist ein Fachmann, aber er litt wie viele Fachbuchautoren wohl daran, dass er von seinen Werken nicht gerade reich wird, obwohl seine Bücher im höheren Preissegment liegen und sich gut verkaufen. Buchhandel, Verlage, Zwischenhandel – alle halten die Hand auf und beim Content-Erzeuger bleibt am Ende nur noch wenig hängen. Das ist ärgerlich. Und so hat Arndt von Koenigsmarck genau das Richtige gemacht: Er hat mit Rodenburg seinen eigenen Verlag gegründet und verlegt seine eigenen Bücher. Nun muss sich Arndt von Koenigsmarck zwar um alles kümmern, hat aber auch die Kontrolle und bei Erfolg die Mehreinnahmen.

Das erste Buch in seinem Verlag Rodenburg ist bereits ein inhaltlicher und optischer Knaller: CINEMA 4D 13, Das Kompendium . Der Band 1 dreht sich um Modellieren, Texturieren und Rendern und dies auf 836 Seiten (!). Für knapp 70 Euro bekommt der Leser richtig gute Fachinformation, die didaktisch gut aufbereitet ist. Arndt von Koenigsmarck versteht eben sein Handwerk und ich kann jeden deutschen C4D-Fan die Lektüre nur empfehlen. Das Buch ist kein Einsteigerbuch, obwohl sich Einsteiger durch die hervorragende Didaktik gleich zurechtfinden können. Das Buch ist eine Lektüre für jeden Cinema 4D-Nutzer. Die Maxon-Software ist gerade in Deutschland populär und hält gegen die mächtige Firma Autodesk mit ihren Produkten gut dagegen. Ich habe erlebt, wie treu die 3D-Gemeinde sein kann, denn es sind viele feine Leute darunter. Nun gilt es den Autoren Arndt von Koenigsmarck mit seinem Eigenverlag zu unterstützen. Das Produkt CINEMA 4D 13, Das Kompendium überzeugt allemal.

Social Media: So verbreiten sich Infos in Netzwerken – der mathematische Beweis

26. Mai 2012

Dass sich Neuigkeiten innerhalb sozialer Netzwerke rasend schnell verbreiten, ist jetzt wirkliche keine Neuigkeit. Aber jetzt gibt es den mathematischen Beweis dafür von der Uni Saarland, aber so richtig kapiert habe ich nicht, muss ich zugeben.

„Es ist faszinierend“, sagt Tobias Friedrich vom Exzellenzcluster „Multimodal Computing and Interaction“. Bisher habe man immer vermutet, dass das unkontrollierte Wachsen in einem sozialen Netzwerk eine Struktur fördere, über die sich Informationen sehr schnell verbreiten lassen. „Wir können das nun mathematisch nachweisen“, erklärt Friedrich, der im Exzellenzcluster die Nachwuchsgruppe „Random Structures and Algorithms“ leitet.

Zusammen mit seinen Forscher-Kollegen Benjamin Doerr, Honorarprofessor für Algorithmen und Komplexität an der Saar-Uni, und dessen Doktoranden Mahmoud Fouz wies er nach, dass sich die Informationen in sozialen Netzwerken noch schneller verbreiten, als in Netzwerken, in denen jeder mit jedem kommuniziert, oder deren Struktur völlig zufällig gewachsen ist.

Grund dafür, so die Forscher, sei das Zusammenspiel zwischen sehr gut und gering vernetzten Personen. „Eine gering vernetzte Person hat natürlich viel schneller ihre wenigen Kontakte informiert“, so Friedrich. Es sei jedoch auch nachweisbar, dass sich unter solchen Kontakten immer sehr gut vernetzte Personen befinden, die wiederum von sehr vielen Personen angefragt würden. Auf diese Weise werde in rasender Geschwindigkeit jeder über die Neuigkeit informiert, so Friedrich. Um das Beziehungsgeflecht in einem realen sozialen Netzwerk zu abstrahieren, nutzten die Forscher sogenannte „Preferential Attachment Graphs“ als Netzwerk-Modell. Es beruht auf der Annahme, dass sich neue Mitglieder eher mit bereits bekannten Personen vernetzten als mit unbekannten. Der Kommunikation legten sie ein Modell zugrunde, nach dem jede Person in gleichen Zeitabständen Informationen abfragt und angefragt wird, niemals aber erneut bei dem zuvor genutzten Kontakt.

Der mathematische Beweis, so Friedrich, umfasse rund 12 Seiten. Verständlicher erklären die Saarbrücker Informatiker ihre Beweisidee im Artikel „Why Rumors Spread Fast in Social Networks“, der im kommenden Juni in der Fachzeitschrift „Communications of ACM“ erscheint. Die dort veröffentlichten Artikel werden vorab von unabhängigen wissenschaftlichen Gutachtern überprüft.

Wer die Beweisidee nachvollziehen will, kann das gerne hier tun – und mir es dann noch einmal erklären.

Social Media: Deutschland versagt im Twitter-Fußball

22. Mai 2012

So leid es mir persönlich tut: Twitter ist und bleib in Deutschland wohl eher eine Randerscheinung – zumindest wenn man den internationalen Vergleich heranzieht. Der Kurznachrichtendienst hat im Land der Dichter und Denker eher ein Nischendasein. Dies wird wieder deutlich, wenn man die jüngste Untersuchung von ExactTarget beim Lieblingsthema der Deutschen anschaut: Fußball

Das Unternehmen ExactTarget untersuchte die Tweets bei der zurückliegenden Champions League. Sowohl im Netz als auch auf dem Fußballfeld unterlag der FC Bayern  dem glücklichen Gewinner Chelsea London. Mit rund 73 Prozent von weltweit insgesamt 1,8 Millionen Tweets ist Chelsea London der klare Social Media-Gewinner der Champions League.

ExactTarget, Anbieter von E-Mail-Marketing- und interaktiver Marketing-Lösungen, hat eine Woche lang weltweit alle Tweets zum Finale Bayern gegen Chelsea erfasst: Das Monitoring ergab unter anderem: Insgesamt gab es weltweit rund 1,8 Millionen Tweets zur Auseinandersetzung, davon 1,12 Millionen am Finaltag der Champions League. In 73 Prozent der Tweets wurde Chelsea London genannt, Bayern München dementsprechend nur in 27 Prozent der Tweets. Rund 70 Prozent der Beiträge auf Twitter wurden in Englisch verfasst, gefolgt von etwa 16 Prozent in Spanisch und nur 3,5 Prozent in Deutsch.

Fußball am Hauptbahnhof in München, aber ohne Twitter.

Fußball am Hauptbahnhof in München, aber ohne Twitter.

Das zeigt mir, dass Twitter noch nicht richtig in Deutschland angekommen ist. Während Facebook für die Masse ist, scheint Twitter mit seinen 140 Zeichen in Deutschland wohl nur ein Netzwerk für eine gewisse sprachliche Elite zu sein. Die hat entweder mit Fußball nichts am Hut, oder – und das glaube ich vielmehr – die Masse ist eben nicht auf Twitter unterwegs. Meine Timeline am Abend der Champions League war voll von Fußball, aber wohl zu wenig im internationalen Vergleich.

Spannung pur, aber Twitter war nicht gefragt.

Spannung pur, aber Twitter war nicht gefragt.

Erste Erfahrungen mit Disney Micky Epic – Die Macht der 2

21. Mai 2012

Es gibt im Comic-Bereich Helden und Superhelden und dann gibt es noch Comic-Götter. Dazu gehört auf jeden Fall Micky Maus. Es hat lange gedauert, bis sich Micky auf das neue Terrain der Videospielwelt wagte. Videogames sind fest in der Hand von Nintendo mit Mario und seinen Gesellen. Doch der erste Streich gelang. Mit Disney Micky Epic gelang der Maus ein Achtungserfolg, der Spaß macht. Im Herbst 2012 kommt der zweite Streich, die Fortsetzung Disney Micky Epic – Die Macht der 2.

Neben Micky kommt der erste Disney-Held aus der Versenkung, den kaum noch einer kannte: Der Hase Oswald. Entwickelt wird das Spiel von Branchen-Koryphäe Warren Spector und Disney Interactives Spielestudio Junction Point. Mit Disney Micky Epic – Die Macht der 2 kehrt das Franchise aber nicht nur auf Nintendos Wii zurück, sondern wird auch in HD-Qualität für Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen. „Ich bin selbst von Kindheit an ein großer Disney-Fan und empfinde es deshalb als große Ehre, mit Micky Maus in Disney Micky Epic arbeiten zu dürfen“, so Warren Spector. Ich traf den Entwickler zu einem Gespräch in München. Dabei war er sichtlich glücklich, keine Standardfragen über Spieleentwicklung beantworten zu müssen.

Auch das Spiel konnte ich kurz anspielen. Wichtigste Neuerung: Diesmal sind Micky und Oswald ein richtiges Team und gleichberechtigte Partner – Micky mit seinem

magischen Pinsel, mit dem er Farbe und Verdünner versprühen kann, und Oswald mit einer Fernbedienung, die ihm Macht über die Elektrizität verleiht. Der neue Koop-Modus baut das von Warren Spector entwickelte „PlayStyle Matters“-Spielprinzip weiter aus. Bei diesem Gameplay-Ansatz nehmen die Spieler verschiedene Herausforderungen in Angriff, um die gesamte Story zu erkunden, doch ihre Handlungen wirken sich gleichzeitig auch auf den Spielverlauf aus. Wir dürfen auf das Endergebnis gespannt sein.

Wohl etwas verstörend für deutsche Ohren ist die Singerei im Spiel. US-Musical zollen wohl ihren Tribut. Ich erinnere mich mit Grauen an einem Besuch im Disneyland Paris als es ab Oktober Weihnachtsmusik aus den Lautsprechern schallte und ich in meinem Zimmer nicht den Knopf zum Ausschalten fand. Daher bin ich ein gebranntes Kind, wenn es um US-Weihnachtssongs geht. Aber zurück zum Spiel: Mehrere Stationen ihres Abenteuers bestreiten die Charaktere singend und untermalt von bekannten Songs. Abgesehen von diesem „musikalischen“ Erzählansatz beeinflussen zudem persönliche Entscheidungen der Spieler, welche Lieder und Begleitmusik sie hören, wodurch jeder Spieler Schöpfer seines individuellen, unverwechselbaren Soundtracks wird. Mit der Umsetzung dieser musikalischen Gameplay-Elemente hat Disney Interactive Emmy-Preisträger und Komponist James Dooley und den Texter Mike Himelstein betraut.

Sämtliche Charaktere in Disney Micky Epic – Die Macht der 2 sprechen zu den Spielern und auch Oswalds Stimme wird zum ersten Mal zu hören sein.

„Mit dem ersten Disney Micky Epic-Spiel hat sich Micky als waschechter Videospielheld etabliert und die Fans waren von Oswalds Rückkehr in die Disney-Familie begeistert“, so John Pleasants, Co-President bei Disney Interactive Media Group. „Nun entwickelt sich die Franchise weiter, erscheint für mehrere Plattformen und die Spieler werden völlig neue Wege entdecken, den reichhaltigen Fundus an Disney-Charakteren und Disney-Attraktionen kennen zu lernen.“  Ok, viel PR-Blabla, jetzt wollen wir Taten sehen. Auf jeden Fall wird an der Maus-Ikone weiter gearbeitet und sie fit für das 21 . Jahrhundert gemacht.

Scotland Yard-Brettspiel am iPad – mir gefällt es

19. Mai 2012

Bei meinen Seminaren kommt immer wieder das alte Schwarzweiß-Denken bei manchen Teilnehmern auf. Wir Deutsche neigen gerne zur klassischen Schwarzweiß-Denke – entweder oder, basta. Das ist beim Thema eBooks so und auch beim Thema Brettspiele. Innerhalb der Familie werden gerne die klassischen Brettspiele aus dem Keller gezogen: Monopoly, das verrückte Labyrinth, Deutschlandreise (noch mit DDR als eigenständigen Staat) – vor allem Risiko liebte. Aber ich mag Brettspiele auch am iPad. Während Schach noch von Seminarteilnehmern als Brettspiel auf elektronischen Medien akzeptiert wird, beginnt die Diskussion bei klassischen Spielen.

Ich bin begeistert von der Umsetzung der alten Ravensburger Spiele. Beim Deutschen Computerspielepreis wurde zu Recht von der Jury die Umsetzung des verrückten Labyrinths ausgezeichnet. Vor allem die iPad-Version vertreibt mir auf langen Zugfahrten die Zeit. Umgesetzt wird alles von Ravensburger Digital. Dies ist ein Unternehmen der Ravensburger Gruppe. Das Ziel ist die Weiterentwicklung der Ravensburger Produkte und Inhalte für alle wichtigen digitalen Medien und Spieleplattformen, ebenso wie die Entwicklung neuer Produktansätze, die zur Marke und inhaltlichen Ausrichtung passen. Dies umfasst neben Online & Social Games auch PC Games, sowie Mobile Games & Apps.

Jetzt kommt ein anderer Klassiker meiner Jugend: Das Spiel des Jahres 1983: „Scotland Yard“ ist seit kurzem als Universal-App für iOS mit HD-Grafik im iTunes App Store erhältlich – im Moment mit reduzierten Einführungspreis. Seit fast 30 Jahren wird er von Scotland Yard gejagt und hat dabei Millionen von Fans, darunter auch mich, gewonnen — jetzt flüchtet Mister X auch auf iOS. Ob alleine in der Rolle des Detektivs oder mit bis zu insgesamt sechs Spielern inklusive Computer-Mitspieler im Multiplayer-Modus: Die spannende Verfolgungsjagd durch das nächtliche London geht in die nächste Runde — mit einem überarbeitetem Spielplan der Stadt und scharfer HD-Grafik.

Die „Scotland Yard“-App in HD-Grafik folgt dabei der Brettspiel-Vorlage: Mister X ist in London untergetaucht — und die Scotland Yard-Detektive müssen ihn aufzuspüren. Dabei darf sich der Spieler als Detektiv auf die Jagd nach Mister X machen, oder sich selbst als Agent durch Londons Nachtleben verfolgen lassen. Eine kniffelige Angelegenheit für die Detektive, denn Mister X ändert ständig seine Position mit Taxi, Bus und U-Bahn. Seine weggeworfenen Fahrscheine und regelmäßige Hinweise auf seinen Aufenthaltsort sind dabei die einzigen Anhaltspunkte für die Spieler.

Ausgestattet mit einer begrenzten Zahl von Fahrkarten für Bus, Bahn und Taxi ziehen die Detektive auf ihrer Jagd durchs nächtliche London. Nur wer die Spur aus entwerteten Fahrkarten von Mister X richtig lesen kann und die eigenen verfügbaren Tickets richtig einsetzt, kann den Flüchtigen fassen. Eile ist geboten! Haben die Detektive Mister X nicht innerhalb von 24 Spielzügen gefasst, ist er für immer im Trubel der nächtlichen Großstadt verschwunden …

Die Detektive vergrößern ihre Chancen ungemein, wenn sie zusammenarbeiten. „Scotland Yard“ bietet neben dem Einspielermodus daher auch die Möglichkeit, mit bis zu fünf weiteren Spielern gemeinsam auf Verfolgungsjagd zu gehen, oder selbst einmal die Rolle von Mr. X zu übernehmen. Ob alle gemeinsam an einem Gerät, in der Gruppe über WiFi/Bluetooth-Verbindung oder verteilt über den Online-Modus mit Game Center Unterstützung – alles ist möglich. Das Game Center ermöglicht hierbei dank der Sprach-Chat Funktion, dass die Detektive sich auch über weite Entfernung bestens abstimmen können, was die beste Taktik ist, um Mister X eine Falle zu stellen.

Social Media: C&A koppelt Facebook mit Kleiderbügel

9. Mai 2012

Entweder ist es eine wunderbare Idee für Social Media-Marketing oder es ist en simpler Gag, um Verkaufszahlen von Klamotten nach oben zu treiben. In Brasilien geht C&A neue Social Media-Wege: Displays auf Kleiderbügeln zeigt Beliebtheit von Klamotten an.

Die Idee ist einfach und genial. Die Modekette verknüpfte die Facebook-Daten (Gefällt mir) mit den Filialen des Unternehmens. Mit der Aktion „Fashion likes“ zeigen nun Kleiderbügel an, wie viele Kunden auf der brasilianischen Facebook-Firmenseite bei dem gewählten Kleidungsstück „Gefällt mir“ gedrückt haben.

Sobald Like gedrückt wird, werden diese in Echtzeit im Shop auf einen Display angezeigt. So soll den Brasilianern die Wahl eines Kleidungsstücks erleichtert werden, nach der Devise: Wenn es anderen gefällt, dann gefällt es auch dir. Wer schon einmal Klamotten gekauft hat, weiß aber auch, dass auch andere Faktoren, wie Größe, Budget oder Farbe wichtig sind. Dennoch: Facebook zieht weiter in unser Leben ein.

Sicheres Löschen von Dateien auf traditionelle Weise

2. Mai 2012

In zahlreichen Sicherheitsseminaren erkläre ich wie wichtig Backups und Datensicherheit auch im Privathaushalt ist. Und immer wieder kommt die Frage, was man machen soll, wenn der Computer entsorgt werden muss. Wie kann man am besten seine Daten löschen?

Dieses Problem hatte ich bei einem alten Windows 2000-Computer einer Kollegin, der stillgelegt werden sollte. Das Neuinstallieren eines Betriebssystems war aufgrund von des defekten Laufwerks nicht ohne größeren Aufwand möglich. Dazu war weder Lust noch Zeit vorhanden. So wurde kurzerhand beschlossen, sich der Daten auf traditionelle Weise zu entledigen. Es handelte sich um zwei alte HDs von Western Digital und Samsung aus dem Jahre 2000. Als Werkzeuge dienten zwei Hämmer und aufgestaute Wut. Das folgende Video dokumentiert den Löschprozess in allen Einzelheiten – viel Spaß.

Social Media Tipp: „Facebook, Twitter und Co.@Politik“ diesen Donnerstag

30. April 2012

Während die digitale Avantgarde in Berlin auf der 6. re:publica herumtanzt, haben die Daheimgebliebenen die Chance auch ein wenig Blogger- & Social Media-Feeling zu bekommen. Die Hanns-Seidel-Stiftung veranstaltet am Donnerstag , 3. Mai, ihren Kongress „Facebook, Twitter und Co.@Politik“. Bisher haben rund 150 Leute zugesagt, aber es sind noch Restplätze in dem Konferenzzentrum der HSS frei.

Um was geht es? Klar, es geht um Politik in den sozialen Netzwerken. Nach dem Bundeskongress der Piraten ist das Thema heiß. Die CSU hatte ihren Netzkongress und nun ordnet die CSU-nahe Hanns-Seidel-Stiftung die Diskussionen ein. Aber keine Angst, es kommen nicht nur konservative Meinungen zu Wort, denn die HSS will „demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage“ fördern – damit kann ich sehr gut leben und so habe ich es auch immer erlebt.

Renate Dodell, MdL

Renate Dodell, MdL

Das Podium ist wunderbar besetzt und bietet eine hervorragende Gelegenheit zum Diskutieren. Es sind dabei: Renate Dodell, MdL. Renate Dodell ist stv. Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion und sie arbeitet exzellent u.a. mit Facebook. Dabei schafft sie es, private und politische Äußerungen zu kombinieren. So ist Renate Dodell auch eine ambitionierte Hobby-Fotografin. Ihre Fotos, gerade aus dem bayerischen Oberland, sind eine Augenweide und sie kommt auch so in Kontakt zu Leuten, die nicht unbedingt der CSU nahe stehen. Ich bin sehr gespannt auf ihre Ausführungen. Ihr Twitter-Account ist hier.

Prof. Dr. Daniel Michelis

Prof. Dr. Daniel Michelis

Der nächste im Bunde ist Prof. Dr. Daniel Michelis von der Hochschule Anhalt. Sein Schwerpunkt ist Digitale Kommunikation und er ist auch Herausgeber des „Social Media Handbuchs“. Ich bin sehr interessiert, wie sich Social Media aus wissenschaftlicher Sicht präsentiert. Sein Twitter-Account ist hier.

Andreas Jungherr

Andreas Jungherr

Ebenso ein Mann der Wissenschaft ist Andreas Jungherr, M.A.. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Soziologie mit dem Forschungsprojekt: „Politische Kommunikation in sozialen Netzen“ an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, ein Franke im Netz also. Sein Twitter-Account ist hier.

Andreas Bachmann

Andreas Bachmann

Ein alter Kollege ist Andreas Bachmann, der Redaktionsleiter „Kontrovers – Das Politikmagazin“ Bayerischer Rundfunk. Gerade Massenmedien müssen auf die Sozialen Netzwerke reagieren. Das klassische Sender-Empfänger-Modell klappt nicht mehr. Nicht zuletzt gab es bei Phoenix auf dem Parteitag der Piraten die Diskussion, ob Massenmedien wie Fernsehen komplett dabei sein sollen. Die Berichterstattung in den Sozialen Netzwerken ging auch ohne Fernsehen sehr gut weiter. Ich fühlte mich von der Netzberichterstattung gut informiert. Also, es ist spannend, wie Fernsehen auf das Massenmedium Facebook & Co reagiert. Der Twitter-Account von Bachmann ist hier.

Tomás Vio Michaelis

Tomás Vio Michaelis

Sehr gut finde ich die Idee des Organisators Karl Heinz Keil auch den Blick über den Tellerrand zu werfen. Mit auf dem Podium ist Tomás Vio Michaelis, ein Rechtsanwalt aus Chile, und  Student LL.M. im Deutschen Recht LMU München. Der Altstipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung kann einen Einblick geben, was in Lateinamerika passiert. Facebook ist dort nicht wichtig. Dort ist das Google Netzwerk Orkut die Nummer eins in der Social Media-Szene. Wir erinnern uns noch gut an die Facebook-Revolutionen in Arabien. Kann es zu so etwas auch in Lateinamerika kommen? Sein Twitter-Account ist hier.

Matthias J. Lange

Matthias J. Lange

Ach ja, und ich bin auch noch auf dem Podium. Als in meiner Rolle als Berater, Trainer und Buchautor will ich hoffentlich viel Input geben und die Fahne für Blogs und die digitale Welt hochhalten. Und mein Twitter-Account ist hier.

Wer also Interesse hat, sollte bei der Veranstaltung „Facebook, Twitter und Co.@Politik“ unbedingt vorbeischauen. Hier gibt es das Programm zum Download und hier kann man sich online anmelden. Auf Twitter (@HSS0305) gibt es ergänzende Informationen. Sie können auch Fragen stellen, die auf dem Podium diskutiert werden soll. Dazu gibt es den Hashtag #HSS0305

Buchtipp: Die Lion-Fibel von Michael Krimmer

25. April 2012

Es gab einstmals schöne Zeiten für Mac-User. Ich meine die Zeiten rund um den Quadra. Damals waren wir noch eine eingeschworene Gemeinde. Nerds im Zeichen des Regenbogens, die verächtlich auf die Windows-User herabblickten. Wir konnten am Startklang des Macs erkennen, welche Speicherbank im Rechner defekt war. Und dann brachte Steve Jobs später den iMac, noch später das iPhone und das iPad. Und auf einmal stieg eine ganze Generation von Windows-Usern auf das Mac OS um. Gut für meinen Apple-Aktien, schlecht für meine Nerven.

Da es bekannt ist, dass ich u.a. Chefredakteur der MACup war, muss ich immer wieder als Helpline für die Switcher zur Verfügung stehen. Die Gespräche beginnen immer wieder nach dem gleichen Schema. „Du kennst dich doch mit dem Apple aus. Ich hab da mal eine Frage …“ Wenn ich das schon höre: Apple – der letzte Apple war mein Apple III und der liegt schon ein paar Jahre zurück. Es beginnt mein Martyrium. Aber ich habe jetzt eine Lösung. Um meine Nerven zu schonen, empfehle ich jeden Umsteiger in die Mac-Welt das kleine Büchlein Die Lion-Fibel meinen geschätzten Kollegen Michael Krimmer. Michael, ein guter Freund und Experte in Mac-/und Windows-Welten gibt mit dem Buch eine hilfreiche Übersicht zum aktuellen Betriebssystem Lion. Im Buch aus dem Hause Mandl & Schwarz werden schnell und einfach die Neuerungen im Mac OS behandelt: Mail, iCal, Adressbuch, Mission Control, Launchpad und und und.

Es ist sachkundig, flott und vor allem verständlich geschrieben. Der Einsteiger in die Mac-Szene braucht kein Kompendium, dieses Buch mit seinen 200 Seiten reicht. Hier gibt es zudem eine Leseprobe. Also kauft euch das Buch Die Lion-Fibel und fragt mich nicht mehr bei Problemen mit eurem Apple.