Archive for the ‘Film’ Category

House of Cards: BBC schlägt Netflix

22. September 2014

Im Moment schaue ich auf meinen Zugreisen die zweite Staffel von House of Cards und ich genieße das Intrigenspiel von verlogener Politik und Machterhalt – ein Lehrstück für den modernen Politiker. Wie der große Humorist Gerhard Polt schon sagte: Fast wie im richtigen Leben.
Viele Details mag ich an der Serie und auch die Besetzung von Kevin Spacy ist äußerst gelungen. Für mich ist es eine seiner besten Rollen. Und unseren Fernsehsendern muss klar sein, was das bedeutet, wenn Netflix so eine geniale Serie streamt. Fernsehen ändert sich. Hier passiert etwas am TV-Markt. Amazon hatte ja auch bereits mit dem Wikiner-Epos Vikings einen großen Erfolg.

Die zweite Staffel von House of Cards.

Die zweite Staffel von House of Cards.

Zurück zu House of Cards: Bei all meiner Begeisterung für die David Fincher-Serie muss ich zugeben: Ich finde das Original House of Cards nochmals um Klassen besser. Es liegt daran, dass die Originalserie in London spielt und damit europäischer ist als der mir fremde US-Politikbetrieb. Zwar ist Kevin Spacy prima, doch Ian Richardson ist noch besser. Schaut euch den Unterschied einmal an und zwar in der Originalfassung.

Kevin Spacy spielt seine Rolle umwerfend.

Kevin Spacy spielt seine Rolle umwerfend.

Autor Michael Dobbs, heute Peer und Mitglied des House of Lords, hatte einst im Stab von Margret Thatcher gearbeitet und mit seinen Romanen einen entlarvenden Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebes gestattet. Es ist übrigens eine Schande, dass seine Romane im Moment nicht wieder in Deutschland aufgelegt werden und so musste ich das englische eBook House of Cards bei Amazon laden. Der deutsche Rechteinhaber Bastei-Lübbe könnte sich bewegen und sicher den einen oder anderen Euro verdienen. Völlig unverständlich so eine Veröffentlichungspolitik.

Ian Richardson ist aber noch besser.

Ian Richardson ist aber noch besser.

Michael Dobbs brachte wohl sein Insiderwissen in seine Bücher ein. Und es ist der britische Politikbetrieb und nicht ein US-amerikanischer, den Doobs beschreibt, der Kampf in Whitehall. Daher interpretiert Ian Richardson die Rolle des eiskalten Politikers noch eindrucksvoller. Richardson ist böse, richtig böse. BBC schlägt hier Netflix, wobei ich keinesfalls sagen will, dass die Neuverfilmung schlecht ist, das Original ist nur noch besser. Die britische Englisch passt besser, als das amerikanische Englisch für diese Art von Filmen. Die Steigerung „Feind, Todfeind, Parteifreund“ bekommt hier eine neue Bedeutung und ich sehe heute so manche Politikkampagne unter einem anderen Licht. Hier lernt der Zuschauer taktieren, intrigieren, vernichten auf die feine englische Art und Ian Richardson ist ein Meister des Marionettenspiels darin. Vielleicht können Politiker diese Serien als Fortbildungskosten von der Steuer absetzen?
Interessant ist, dass die US-Serie bei den Emmys neun Mal nominiert wurde, aber nur drei Preise bekam. Streaming ist bei der US-Jury wohl noch nicht angekommen oder sie stehen auf der Leitung.

Das britische Original finde ich sogar noch besser.

Das britische Original finde ich sogar noch besser.

Soundtracktipp: Frost/Nixon von Hans Zimmer

12. September 2014
Guter Soundtrack: Frost vs Nixon von Hans Zimmer.

Guter Soundtrack: Frost vs Nixon von Hans Zimmer.

Ich gebe es ja zu, ich mag Hans Zimmer nicht. Ich mag seine Musik überhaupt nicht. Ich finde sie schrecklich, ich finde sie vulgär, ich finde sie zu bombastisch und einfallslos. Und ich gebe zu, ich habe mich geirrt.
Bei der Recherche für einen Lehrauftrag schaute ich mir einmal wieder die Verfilmung Frost gegen Nixon an. Ich mag den Film, ich mag das Thema und ich liebe die Umsetzung wie sie uns hier präsentiert wird. Beim Betrachten des Films achtete ich immer wieder auf die Musik. Sie unterstrich den Film, sie ging mir gut ins Ohr. Und ich muss zugeben, sie berührte mich. Am Ende musste ich doch nachschauen, wer die Musik zu diesem Film komponiert hatte. Und ich fiel fast vom Stuhl, als ich die Zeilen las: Hans Zimmer
Ich konnte es nicht fassen. Der gleiche Hans Zimmer, der uns diese schrecklichen Machwerke wie Piraten der Karibik und anderen Soundtrack-Fast Food serviert hat? Hat er den Score womöglich sogar selbst geschrieben? Oder entstammte dieser Soundtrack aus der typischen Hans Zimmer-Maschinerie? Auf jeden Fall habe ich mir den Soundtrack Frost/Nixon gekauft und den immer wieder gehört. Ruhig, emotional, extrem gefühlvoll, ganz, ganz große Kunst. Der Soundtrack ist anders, wie die anderen Werke von Hans Zimmer, die ich kenne. Und wahrscheinlich wird der Soundtrack auch von den typischen Zimmer-Fans nicht gemocht. Ich zumindest musste meine Meinung revidieren: ich mag Zimmer zwar immer noch nicht, aber der Soundtrack Frost/Nixon ist hervorragend und eine klare Hörempfehlung von mir. Leider hätte das Booklet informativer ausfallen können. Mehr als ein paar Bilder waren darin nicht zu finden, aber ich hör schon auf zu meckern.

Dracula im Film 4: Dan Curtis Dracula 1973

23. August 2014
Jack Palance beißt zu.

Jack Palance beißt zu.

In einem Wühltisch im Supermarkt entdeckte eine wunderbare Verfilmung des Bram Stoker Stoffs aus dem Jahr 1973. Es handelt sich um eine TV-Version fürs britische Fernsehen. Sie wurde von Dan Curtis inszeniert und der blutsaugende Graf wurde von Jack Palance gespielt. Inzwischen ist auch eine restaurierte Blu ray des Films Dracula zum 40. Jubiläum erschienen, die ich mir auch gekauft habe. Es lohnt sich: Der Film wurde neu abgetastet und restauriert. Besonders bei diesem Film lohnt sich das Verfahren – aber dazu später mehr. Dan Curtis verfilmte zuvor Dr. Jekyll und hat Horror-Erfahrung durch die TV-Serie Dark Shadows.

Neu abgetastet und ein super Bild: Dracula von 1973

Neu abgetastet und ein super Bild: Dracula von 1973

Alles in allem ist es eine gelungene Version. Das liegt vor allem an dem Drehbuch von Altmeister Richard Matheson, der ein Profi des fanatischen Films war. Er schrieb das Buch zu Ich bin Legende, das meines Wissens dreimal verfilmt wurde (mit Vincent Price, Charlton Heston und Will Smith). Zudem schrieb Matheson die Geschichte zur seltsamen Geschichte des Mr C. Routiniert lieferte er ein atmosphärisch dichtes Drehbuch ab, das Dan Curtis seinerseits routiniert inszenierte. Für mich ist es eine der ersten Filmversionen, die Vlad Țepeș den Pfähler einführt und seine Geschichte in Rückblenden erzählt. Erst Coppola bringt diese Erzählung des rumänischen Fürsten wieder Jahre später auf die Leinwand.
Mich faszinierte vor allem die Ausstattung des Fernsehfilms. Sie ist allererste Sahne. Kulissen, Mobiliar, Bilder, das gesamte Interieur ist schlichtweg eine Meisterleistung. Es ist nicht der billige Hammer-Horror mit seinen stilistischen Entgleisungen und auch nicht die die Bühneninszenierung von Tod Browning. Für eine TV-Verfilmung ist diese Version von Dracula mit Abstand eine Augenweide.
Und ähnlich ist das Spiel von Jack Palance, der den Grafen sehr gut interpretiert. Sein Spiel ist zurückhaltend, nicht so fremdartig wie das Spiel von Lugosi und auch nicht so aristokratisch brutal wie Christopher Lee. Palance stammt aus der Ukraine und seinen Akzent hat Wolodymyr Iwanowitsch Palagnjuk nicht überwunden, so dass er natürlich in der Tradition von Lugosi steht. Seine Gesichtsverbrennungen im Zweiten Weltkrieg prägten ihn. Er spielte den Dracula zurückhaltend, aber wenn er angreift, dann fletscht er eindrucksvoll die Zähne. Für mich die eindrucksvollste Szene, als Dracula vom endgültigem Tod von Lucy erfährt und Rache schwört. Toll gespielt und für mich die beste Szene.
Da der Film kaum Sex oder Gewalt darstellt, muss die Atmosphäre durch das alleinige Spiel von Palance geschaffen werden. Das gelingt, sobald er alleine vor der Kamera steht. Leider sind die meisten der Mitschauspieler eher untere Mittelklasse. Da nutzt auch die beste Method-Actor-Schule von Jack Palance nichts, wenn die meisten anderen Schauspieler wie die Ölgötzen verharren und ihren Text herunterbeten. Schade, leider die Chance vertan.

Sehr guter Soundtrack von Dracula.

Sehr guter Soundtrack von Dracula.

Der Soundtrack von Dracula 1973 stammt übrigens von Altmeisters des TV-Sounds Robert Cobert, der schon unzählige Soundtracks zu Papier brachte. Es ist ein klassischer Score, atmosphärisch dicht inszeniert. Immer wieder höre ich die CD gerne. Und ich muss zugeben, dass ich die Dracula-Musik vor dem Film kannte und schätzen gelernt habe. Cobert hatte für den Soundtrack drei Wochen Zeit, für einen Fernsehfilm eine lange Zeit. Und er hat die Zeit gut genutzt.

Die Vernichtung Draculas

Die Vernichtung Draculas

Persönlicher Nachruf auf Robin Williams

12. August 2014

Wie oft machten wir als Kind in der Schule den gleichen Witz? Wir trafen auf dem Schulhof und dann platze es aus uns heraus: „Nano-Nano“. Es war die Begrüßungsformel von Mork vom Ork. Alle Kinder, okay zumeist die Jungs, schauten diese US-amerikanische TV-Serie eines Außerirdischen, der geschult von Fernsehkonsum auf die Erde mit seinem Ei-Raumschiff kam.
Mork vom Ork war Robin Williams. Mork vom Ork ist tot – er hat sich heute Nacht das Leben genommen.
Robin Williams verbreitete Spaß, litt aber selbst wohl unter tiefen Depressionen. Er dreht viele Filme und mir sind drei in besonderer Erinnerung geblieben, weil sie mir viel bedeuten: Good Morning Vietnam, der Club der toten Dichter und König der Fischer.

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Der motivierende Begrüssungsschrei „Good Morning Vietnam“ wurde von uns an allen Orten der Welt eingesetzt, an denen wir befanden: „Good Morning München“, „Good Morning New York“, „Good Morning Wien“. Der Film gefiel mir als Reporter gut, basierte er doch auf den Erlebnissen des AFN-Moderators Adrian Cronauer. Und der Film war ein Aufruf zum Protest. Stell die Autoritäten in Frage, obwohl du Teil des Systems bist! Und: Rock’n’Roll ist eine Weltanschauung.

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Im Club der toten Dichter wurde das Nutze-den-Tag-Motto ausgegeben. Carpe Diem und nicht das bescheuerte Yolo-Gehabe (you only live One) von heute. Williams spielte den unkonventionellen Englischlehrer John Keating, der seine Schüler zum eigenen Denken erzog. Vielleicht lag es daran, dass ich selbst mal so einen Lehrer hatte, der mir die drögen Fächer Deutsch und Geschichte näher brachte. Wenn ich heute die Worte „O Captain, mein Captain“ höre, kommen mir noch immer die Tränen. Es ist nicht Tradition, Ehre, Disziplin, Leistung, die wichtig sind, sondern andere Dinge.

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Die Interpretation und das Schauspieltalent von Robin Williams in König der Fischer. Unter der genialen Regie von Terry Gilliam ging Williams auf Gral-Suche. Der Fischerkönig als Gralshüter handelt von Schuld und Vergebung und die Gralslegende wurde ins moderne Manhattan eingebettet.
Vielen Dank lieber Robin Williams für deine Filme. Ich hoffe, du wirst Frieden finden. Einen Platz in unseren Herzen hast du schon längst gefunden: „O Captain, mein Captain“ !

„Nein!“ „Doch!“ „Ohhhhhhh!“: Alles Gute Louis de Funès

31. Juli 2014

humor

Ich gratuliere zum Geburtstag: Louis de Funès wäre heute 100. Jahre alt geworden. Mit Humor ist das so eine Sache. Im Laufe des Lebens verändert sich mein Humor, vielleicht werde ich reifer. Wenn die ich dir Humoristen meiner Jugend heute ansehe, kann ich nicht mehr über sie lachen: Didi Hallervorden oder Otto waren wichtig für ihre Zeit. Heute mag ich sie nicht mehr ansehen.
Eine Ausnahme ist Louis de Funès. Ich mochte den kleinen Franzosen als Kind, als Jugendlicher und auch heute noch. Durch die Jahre hat er einen festen Platz in meinem Herzen.
Ich verehre Leute wie Loriot oder Jaques Tati für ihren intelligenten Humor, bei Louis de Funès liebe ich einfach den ganzen Typen. Vielleicht liegt es daran, dass ich viele solche Choleriker und Patriarchen kenne, die Louis de Funès darstellt. Nach oben buckeln, nach untern treten, so wird es gemacht, so kommt man weiter.
Ich glaube, den ersten Film mit Louis de Funès habe ich mir wegen Jean Gabin angesehen. Es war der Streifen Balduin – das Nachtgespenst. Für mich war Gabin einer der großen französischen Schauspieler, doch er wurde von dem kleinen Mann voll an die Wand gespielt. Louis de Funès rockte den Film, Hektik durch auf de Funès der einen Seite – Ruhe von Gabin auf der anderen Seite. Eine wunderbare explosive Mischung entwickelte sich. Und noch heute sehe ich den Streifen gerne. Ich liebe von Louis de Funès sein Mienenspiel, seine grotesken Grimassen, seine fiese Art des elenden Giftzwergs. Ich glaube, in Oscar brachte er dieses Talent voll zu Tage.
Louis de Funès Spielfilme waren keine typischen französischen Filme, wie ich sie kannte: Keine Nouvelle Vague, kein Truffaut, kein Chabrol und absolut kein Godard. Sie waren auch nicht für ein kleines Publikum wie die Sache von Tati in Hulot. Louis de Funès war eine Art Volksschauspieler, der die Massen anzog und sie zum Lachen brachte – und darunter auch mich. Intellektuell waren die Filme eher unbedeutend, aber die Figur Louis de Funès war einfach mein Liebling.
Als Fan der Bond-Filme liebte ich abgöttisch die französische Variante, die Fantomas-Reihe. Der böse Gangster mit den tausend Masken greift nach der Weltherrschaft. Louis de Funès als Inspektor Juve immer mitten drin und bringt alle zur Verzweiflung. Nur noch Peter Selters als Inspektor Clouseau war besser.
Und dann waren natürlich die Gendarmen Filme. Es begann wohl mit Der Gendarm von Saint Tropez und weitere fünf Filme der Reihe sollten folgen. Schlagartig wollte ich als Kind nach der Inaugenscheinnahme des Films nach Saint Tropez. Als ich Jahre später mal dort war, stellte ich fest, dass diese Reiselust ein paar mehr Leute verspürten, die deutlich finanzkräftiger waren als ich.
Seinen vorletzten Film Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe habe ich noch im Kino in meinem Heimatort genossen. Aber er war anders: Louis de Funès war ruhiger. Vielleicht weil der Film in der französischen Provinz spielte. Der Film hatte noch ein paar derbe Szenen, aber war ein Appell an das einfache Leben. Louis de Funès verbreitete keinen Stress, wie in anderen Filmen, sondern half den Außerirdischen beim Genuss der französischen Lebensart. Und ich weiß noch, ich wollte bei meiner Mama das erste Mal in meinem Leben Kohlsuppe probieren. Kohlsuppe esse ich noch immer und noch immer schaue ich gerne das Geburtstagskind Louis de Funès.

Commander Cliff Allister McLane alias Dietmar Schönherr ist tot

19. Juli 2014
Commander Cliff Allister McLane alias Dietmar Schönherr und seine Orion Mannschaft

Commander Cliff Allister McLane alias Dietmar Schönherr und seine Orion Mannschaft

Als meine Eltern Raumschiff Orion damals an unserem Grundig-Fernseher geschaut haben, hab ich mich an der Tür zum Wohnzimmer versteckt und hab mitgefiebert. Mit Commander Cliff Allister McLane begann meine Liebe zu Science Fiction, die mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Nun ist Commander McLane alias Dietmar Schönherr im stolzen Alter von 88 Jahren zu den Sternen abgeflogen und ich habe mir an seinem Todestag bei Amazon Instant Video alle phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion und der Raumpatrouille reingezogen. Irgendwie war Dietmar Schönherr eine Art deutscher Captain Kirk, der erst später bei uns über die Bildschirme flimmerte: Ein harter Hund, humorvoll und ein Herzensbrecher, aber mit Charakter – so müssen Piloten im Jahr 3000 sein. Schönherr hat noch viele Sachen gemacht, war TV-Talker und Friedensaktivist. Für mich war er immer Commander Cliff Allister McLane.

Die Bibel zur Orion.

Die Bibel zur Orion.

Und ich entdeckte in meinen Archiv die Bibel zur Raumpatrouille. Es handelt sich um das Buch Raumpatrouille aus dem Hause Schwarzkopf & Schwarzkopf, das ich mir bei Erscheinen als Fan sofort gekauft und verschlungen habe. So muss ein Filmbuch für Filmfreunde sein. Dieses Buch von Josef Hilger umfasst alles, und wenn ich schreibe alles, dann meine ich alles zum Thema Raumpatrouille. Josef Hilger ist ein Besessener und das meine ich mit allem Respekt. Er sammelte und archivierte alles zum Thema Raumschiff Orion und sein exzellentes Archiv legte die Basis für dieses Buch.

Es sind die vielen Details, die die Serie und damit das Buch so ausmachen. Krativität stand an erster Stelle und obwohl der WDR die Serie aufwendig inszenierte, wurde immer wieder improvisiert. Natürlich sind die Wasserhähne und Bügeleisen in den Raumschiffen als Steuergeräte heute jeden in Erinnerung. Aber auch die coole Kostüme und vor allem die Tänze in dem Starlight-Casino. Das hatte schon Stil und war vor allem stilprägend.

Gedreht wurde bei mir ganz in der Nähe bei der Bavaria Film in Geiselgasteig. Wer heute den Filmpark besucht, bekommt von der Orion allerdings nichts mehr zu sehen. Der muss auf jeden Fall zu dem Buch von Josef Hilger greifen, der umfangreiches Material von der Bavaria Film gesammelt hat. Neidisch bin ich unter anderem auf die Original-Presseaussendungen des Studios.

Soundtrack mit Autogramm.

Soundtrack mit Autogramm.

Geblieben sind auch die Kompositionen des Komponisten Peter Thomas. Sein Soundtrack Raumpatrouille Orion rundete die Serie ab. Meine Eltern hatten sogar die Titelmelodie als Single. Die Musik war wie die ganze Serie futuristisch, im so genannten New Astronautic Sound. 2003 wurde das Album mit Bonustracks auf CD veröffentlicht, die ich jedem Sammler zu kaufen rate. Irgendwo liegt im Archiv bei mir noch eine siginierte CD Raumpatrouille Orion herum, die auf 500 Exemplaren limiert war. Die Musik von Edgar Wallace- und Jerry Cotton-Mann Peter Thomas kommt heute bei mir vom Musikserver.

Und ich erinnere mich gerne an die Zeilen: Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen.

 

Warten auf Alien: Isolation – hoffentlich wird es diesmal etwas

15. Juli 2014

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Als Alien-Fan bin ich vorsichtig geworden, denn obwohl ich Fan der Giger-Figur bin, mussten wir Fans allerhand Schrott erdulden. Wirkliche Perlen gibt es im Alien-Universium ganz selten. Vor allem im Videogames-Bereich gab es viel nervige Umsetzungen. Mir liegen noch die Spiele Alien vs Predator und Aliens: Colonial Marines schwer im Magen. Beide hatte ich heiß erwartet, doch heraus kam nur eine müde Zockerei. Chance vertan, ab in die Tonne.

Nun kündigt sich für Oktober ein neues Alien-Spiel an: Alien: Isolation

Die bisherigen Ausschnitte und Stills sind nicht von schlechten Eltern und es scheint, als ob endlich einmal ein gelungenes Spiel auf meine Konsole kommt. Um die Fans richtig heiß zu machen, gibt es eine streng limitierte Startauflage, die so genannte Alien: Isolation – Ripley Edition. Die Hauptbesetzung von Ridley Scotts Meisterwerk Alien aus dem Jahr 1979 wird in zwei Bonusmissionen auftreten. Sigourney Weaver (Ellen Ripley), Tom Skerritt (Dallas), Veronica Cartwright (Lambert), Harry Dean Stanton (Brett), Yaphet Kotto (Parker) und Ian Holm (Ash, Aussehen und Stimme nachempfunden) werden ihre virtuellen Charaktere in den klassischen Szenen aus dem Film selbst vertonen. Ich bin sehr gespannt auf das Sega-Spiel.

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Natürlich wird tief in die Marketingtonne gegriffen und erste Zitate verbreitet: „Mit der Originalbesetzung zusammenzuarbeiten war ein unglaubliches Erlebnis“, sagt Alistair Hope,  Creative Lead bei Alien: Isolation. „Es war uns wichtig, dass die Schauspieler wieder in ihre Rollen schlüpfen, um die Atmosphäre des Films perfekt wiederzugeben. Für einige der Schauspieler ist es das erste Mal, dass sie in einem Alien Videospiel mitspielen. Ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Rollen von damals nach 35 Jahren wieder einnehmen, ist ein unvergessliches Erlebnis.“ Ja, ja Mr. Hope, mach uns nur Hoffnung, Wie gesagt, ich bin gespannt, habe auch schon geordert, wurde aber schon oft von Spielen aus dem Alien-Universum enttäuscht. Also vorsichtig ist die Mutter der Porzellankiste. Lieber die Erwartungen zurückschrauben.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Zusatzinhalte Teil der Erstauflage, die als Alien: Isolation – Ripley Edition im Handel erhältlich sein wird. In der Bonusmission „Crew Expendable“ wählen die Spieler zwischen drei der überlebenden Crewmitglieder der Nostromo, kurz nachdem die Kreatur Brett getötet hat. Als Ellen Ripley, Dallas oder Parker durchsuchen die Spieler den Frachter vom Wohnbereich bis zum Maschinenraum und stimmen sich mit Lambert und Ash ab, um das Alien in die Luftschleuse des Schiffs zu locken.

Weiter in der Geschichte geht es im Level „Last Survivor“, als Ripley mit dem Rettungsschiff Narcissus zu entkommen versucht. Aufgeschreckt durch die Schreie von Lambert und Parker, müssen sich die Spieler durch die Nostromo kämpfen, um die Selbstzerstörungssequenz zu aktivieren. Der Weg zurück zum rettenden Shuttle Narcissus wird für Ripley und den Spieler zum Spießroutenlauf.

Es wird ein großes Versprechen von Sega abgegeben:  Das First-Person-Survival-Horror-Game Alien: Isolation greift die Furcht und die Spannung auf, die Ridley Scott bereits mit dem Filmklassiker von 1979 heraufbeschworen hat. Die Spieler finden sich in einer Atmosphäre aus konstanter Furcht und tödlicher Gefahr wieder, in deren Schatten das unbarmherzige und totbringende Xenomorph lauert. Unvorbereitet und schlecht ausgerüstet musst der Spieler wichtige Ressourcen suchen, improvisieren und seine Sinne nutzen, um nicht nur die Mission abzuschließen, sondern ganz einfach zu überleben. Auch im offiziellen PS4-Blog von Sony wird die Werbetrommel gerührt.

Das offizielle Spiel ohne die Ripley-Edition klingt schon etwas ruhiger: Die Handlung von Alien: Isolation spielt 15 Jahre nach dem Ende des ersten Films. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Ellen Ripleys einziger Tochter Amanda, die sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Mutter begibt. Als Angestellte der Firma Weyland-Yutami erfährt sie, dass der Flugschreiber des Frachters Nostromo gefunden und nach Sevastopol gebracht wurde, einem stillgelegtem Weltraum-Handelsposten. Auf der halb zerfallenen und nur noch bedingt einsatzfähigen Station wird Amanda nicht nur mit der skrupellosen Restbevölkerung konfrontiert, sondern mit einer viel schlimmeren Bedrohung – einem Xenomorph. Na na na, da kann wieder ein Schrott auf uns zukommen, muss aber nicht.

Also schnell die Alien: Isolation – Ripley Edition bestellt, die am 7. Oktober veröffentlicht wird und dann abwarten.  Entwickler Creative Assembly will mit dem Horror-Game aus der First-Person-Perspektive das ikonische Alien-Universum nicht neu erfinden, sondern erweitern, heißt es in einer Mitteilung. Die Spielwelt ist entsprechend authentisch zum Film im Retro-Sci-Fi-Stil der 70er Jahre konstruiert – von der Architektur, dem Charakter-Design, den visuellen Effekten bis hin zur Beleuchtung. Dieses schlichte Zukunftsdesign aus der Vergangenheit spiegelt sich einerseits visuell in niedrig aufgelösten Röhrenmonitoren oder kantigen mechanischen Gerätschaften wider, bestimmt anderseits auch Gameplay-Entscheidungen: Der schwere, unhandliche Bewegungsmelder kann nicht gleichzeitig mit einer Waffe getragen werden und die einfache 2D-Optik der Anzeige lässt kaum eine genaue Positionsbestimmung des Feindes zu.

Die klaustrophobische Stimmung des Films bildet Creative Assembly nicht nur optisch nach. Musik und Ton spielen eine ebenso wichtige Rolle bei der Erschaffung von Spannung und Furcht in einem Horror-Spiel. Der dynamische Sound im Spiel passt sich dabei an die Aktionen des Spielers und des Aliens an und klingt entsprechend dramatisch, gedämpft oder unheilvoll. Geräusche können in Alien Isolation über Leben und Tod entscheiden: In einer düsteren Spielwelt, in der das Licht Mangelware ist, hört der Spieler Gefahren oft bevor er sie sieht. Umgekehrt sollte der Spieler möglichst lautlos agieren, um das Xenomorph nicht auf sich aufmerksam zu machen. Dank Zugriff der Entwickler auf die Audiodateien des Originalfilms und eines eigenen Orchesters gelingt es Alien: Isolation authentisch den Sound der cineastischen Vorlage wiederzugeben. Leider habe ich nichts gefunden, ob der Soundtrack von Alien vewendet wurde. Ich liebe die Soundtracks der ersten drei Filme und habe auch darüber geschrieben. Ich will mal hoffen, dass die musikalischen Themen aus den Filmen in dem Spiel aufgenommen wurden, denn diese haben wirklich Atmosphäre.

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Buchtipp: Darth Paper schlägt zurück

11. Juli 2014

Heute mal ein Buchtipp für die jüngeren Leser oder für Eltern von jüngeren Lesern. Es stammt natürlich aus dem weiten Raum des Star Wars-Universums und mein Sohn liebt es abgöttisch, Darth Paper schlägt zurück. Es ist ein Jugendbuch, geschrieben von Tom Angleberger. Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Origami-Yoda-Romane von denen inzwischen bereits vier Bände auf Deutsch erschienen sind. Der fünfte Band erscheint im Januar 2015 bei uns. In Deutschland erscheinen seine Bücher beim Baumhaus-Verlag, einem Unterlagverlag von Bastei-Lübbe Verlag.

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Beginnen möchte ich einmal mit dem Autoren Tom Angleberger. Er ist US-Amerikaner und lebt als Autor von Kinderbüchern in Virgina, USA. Er begann seine Karriere als Journalist bei der örtlichen Tageszeitung und berichtete über Sitzungen von Gemeinderäten. Wahrscheinlich müssen diese Sitzungen so öde gewesen sein, dass er zu zeichnen begann. Das kann ich durchaus verstehen, denn ich machte auch die wichtige Ochsentour durch die Lokalredaktion und langweilte mich auch so manches Mal. In den Sitzungen begann Angleberger immer wieder zu zeichnen und entdeckte sein Talent. Als großer Fan der Star Wars-Kinofime entschied er sich, ein Buch über sein Hobby Star Wars zu veröffentlichen. Es handelte sich um das Buch: Yoda ich bin! Alles ich weiß!

Damit war der Grundstock für eine erfolgreiche Karriere als Buchautor gelegt. Er entwickelte aus dem Stoff die Origami-Yoda-Romane, die sich heute sehr erfolgreich verkaufen.

Die Bände lauten:

Band 1 – Yoda ich bin! Alles ich weiß!

Band 2 – Darth Paper schlägt zurück

Band 3 – Star Wars Wookiee – Zwischen Himmel und Hölle

Band 4 – Papp-Jabba greift an

Band 5 – Prinzessin Origami-Leia: Rettung in Sicht – erscheint 2015

Um die Bücher von Tom Angleberger überhaupt verstehen zu können, muss der Leser sich im Universum von Star Wars auskennen. Der Leser muss die Figuren der erfolgreichen Kinofilmreihe von George Lucas kennen, um zu wissen, wie die Figuren in den Büchern reagieren und warum sie so reagieren. Kennt man die Figuren aus den Star Wars-Filmen nicht, so hat man als Leser auch keine Chance, die Bücher von Tom Angleberger zu verstehen oder überhaupt Gefallen an ihnen zu finden.

Und damit wären wir auch schon bei unserem Buch Darth Paper schlägt zurück. Schon alleine der Titel ist eine Anspielung auf Star Wars. Mit Darth Paper ist natürlich der böse Charakter in Star Wars gemeint: Darth Vader, der Mann hinter schwarzen Maske, der mit einem roten Lichtschwert bewaffnet ist. Zudem erinnert das Buch an den Kinofilm “Das Imperium schlägt zurück”. Im Film und auch hier im Buch wird die böse Seite wieder mächtiger und schlägt zurück, wie es der Titel schon sagt.

Doch um was geht es in dem Buch? Autor Tom Angleberger hat geschickt, die Welt der Star Wars Kinofilme mit der Welt der Schule verwoben. Er nimmt Geschichten aus dem Schulallag einer US-amerikanischen Schule auf und verknüpft sie mit Zitaten aus der Star Wars-Welt. Im Grunde ist es eine Mischung von Gregs Tagebuch mit Star Wars-Elementen.

In Band 1 hat das Gute gesiegt. Die Bücher sind aus der Sicht von verschiedenen Schülern geschrieben, die auf die amerikanische Schule gehen. Im Mittelpunkt steht der Schüler Dwight. Dwight hat einen Origami-Yoda gebastelt. Origami ist eine Falttechnik aus Japan. Hier werden Papiere kunstvoll zu Figuren gefaltet. Dwight hat eine Yoda-Figur gefaltet, die Freude in die Schule bringt.

In unserem Band 2 kippt die Stimmung an der Schule. Dunkle Zeiten haben begonnen. Die McQuarie-Schule, Heimat von Origami-Yoda, wird von der Dunklen Seite der Macht heimgesucht: Darth Paper! Erschaffen von Harvey, der Origami-Yoda noch nie ausstehen konnte, bricht Darth Paper dauernd Streit vom Zaun.

Dwight gerät in den Ruf eines Unruhestifters und soll von der Schule verwiesen werden. Immer wieder wird Dwight vom bösen Harvey angeschwärzt. Es beginnt eine Art von Mobbing.

Da hilft nur eins: Die Schüler wollen beweisen, dass Dwight ein netter Kerl und Origami-Yoda eine echte Hilfe für alle Schüler ist. Aber das Gute unterliegt. Dwight samt Origami-Yoda werden am Ende des Buches von der McQuarie-Schule auf eine Privatschule verwiesen. Das Böse in Form von Darth Paper hat gewonnen.

Mein Sohn und ich mögen das Buch, weil es Geschichten aus dem Schulalltag bringt, die mit Geschichten von Star Wars angereichert werden. Das zeigt sich auch an den zahlreichen, lustigen Zeichnungen in dem Buch. So wird der Chor der Schule mit der Musikband aus der Mos Eisley verglichen. Die Musikband aus der Mos Eisley stammt aus dem Kinofilm Krieg der Sterne. Uns gefallen die Bezüge zwischen Buch und Filmserie.

Und es ist ein Buch zum Mitmachen. Es gibt zum Beispiel ein nettes Spiel in dem Buch, das wir zu Hause auch ausprobiert haben. Anstelle von Videospielen gibt es ein Pod-Racer-Rennen auf Papier. Pod Racer sind die Rennflitzer aus Star Wars, die mit großer Geschwindigkeit ein gefährliches Rennen fahren und immer wieder aus der Bahn fliegen. Auf einem Papier wird eine Rennbahn gezeichnet. Bleistifte stellen Pod Racer dar, die durch die Bahn geschoben werden. Wir haben zu Hause das Spiel gespielt und es macht einen großen Spaß und man braucht viel Geschicklichkeit.

Die Bücher sind ja Origami-Yoda-Romane. Da wird natürlich gefaltet. In dem Buch sind zwei Faltanleitung enthalten: Einmal für einen Yoda und einmal für Darth Paper. Das macht Spaß und verlangt ein wenig Geschicklichkeit.

Wer sich fürs Basteln und Origami aus der Star Wars Welt interessiert, dem sei dieser Blogpost empfohlen.

Predator im Hangar 7

6. Juli 2014

predator

Erst spät habe Ich den Film Predator zu schätzen gelernt. Dabei meine ich ausdrücklich den Film von John McTiernan aus dem Jahr 1987 mit Arnold Schwarzenegger. Alle Fortsetzungen und Crossovers und Variationen halte ich weiterhin für Müll – vor allem die Alien-Filme sind ein Verbrechen am Publikum.

Erst vor kurzem habe ich mir die Blu ray des Films ansehen und war wirklich gefesselt. Ich kann in dem Film natürlich einen harten Actionfilm sehen, aber auch eine sehr gute Parabel auf den Vietnamkrieg. Diese Parabel habe ich damals im Kino übersehen und eben erst vor kurzem auf Blu ray entdeckt. Schließlich spielt der Film ausschließlich im Dschungel und stellt die Aussichtslosigkeit der Kämpfer wunderbar dar. Die Bedrohung ist unsichtbar, kommt von allen Seiten und stellt sich nicht direkt zum Kampf – eben wie in Vietnam. Durch die Science Fiction-Elemente wie die feindlichen Außerirdischen kommt neuer Wind und eine neue Perspektive herein. Mir hat der Film nach Jahren endlich gefallen.

Wer ist das Monster?

Wer ist das Monster?

Um so überraschter war ich, als ich bei einem Besuch des PresseClubs Münchens im Hangar-7 in Salzburg eine riesige Statue eines Predators entdeckte. Sie steht etwas abseits beim Eingang zum Außenrestaurant. Der Ausstellungsbereich des Hangar-7 dient als Museum für die historischen Flieger der Flying Bulls und Formel-1-Rennboliden. Dort findet sich auch der Recycling Predator in der Ecke, dieser ist über zwei Meter groß und bewaffnet.

Eine Mitarbeiterin des Hangar-7 für unsere exklusive Führung des PresseCubs konnte leider keine Aussagen über die Figur treffen. Sie verwies auf die Marketing-Abteilung. Die Figur habe wohl dem charismatischen Chef der Flying Bulls Sigi Angerer gefallen und er habe sie gekauft und aufgestellt. Mir hat sie auf jeden Fall auch gefallen und ich habe auf gleich ein kleines Video gedreht – viel Spaß.

Star Wars: Messerblock in Form eines X-Wing-Fighters

27. Juni 2014

Messerset

Mitte August soll ein neues Star Wars-Merchandising-Produkt auf den Markt kommen, das mich als heimischer Küchenchef interessiert. Ein Messerblock in Form eines X-Wing. Mein Twitter-Kollege Jörg Helf hat mich darauf aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür.

Wir Star Wars-Fans können nun in der Küche auf traditionelle Messer setzen und müssen nicht immer unser Lichtschwert zum Zerteilen der Nahrung nutzen. Das Set umfasst fünf Messer:  Cook’s knife: 8″ (200mm), Bread knife: 8″ (198mm), Carving Knife: 9″ (225mm), Utility knife: 5″ (122mm) und Paring knife: 3.5″ (85mm). Insgesamt hat der Messerblock eine Länge von 34 Zentimeter, nimmt also relativ viel Raum in der Küche ein.

Genau das stellt mich vor ein Problem. Ich greife die Messer logischerweise mit dem Griff, also muss der Messerblock so gestellt werden. Aber richtig cool sieht der Messerblock in X-Wing-Form aber nur von vorne mit den Messerspitzen aus. Dumm – und einen Spiegel in der Küche für einen Messerblock will ich nicht montieren. Mal sehen, ob mir eine Lösung einfällt, die mich befriedigt. im Moment bin ich noch dabei, mein Star Wars-Kochbuch durchzukochen.

Geliefert wird der Messerblock ab August in einer Verpackung mit dem Logo von Star Wars IV, der bei uns unter Krieg der Sterne lief. Die Vorbestellungen werden jetzt schon entgegen genommen. Vor kurzem berichtete ich bereits über einen Salz- und Pfefferstreuer, der schon in die heimische Küche eingezogen ist. Ob der Messerblock nun folgt, muss die Macht im Hause entscheiden. Nett sieht er allerdings schon aus, oder?

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