Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Noch einmal Zeit für Tweed

3. März 2016
Absolut empfehlenswertes Buch über Tweed.

Absolut empfehlenswertes Buch über Tweed.

Der Winter ist trotz meterologischen Frühlingsanfang zurück. Und daher noch mal die warme Klamotte ausgepackt. Ich liebe dabei meinen Harris Tweed. Diese besondere Art von Stoff trage ich gerne. Eigentlich müsste ich als Bayer eher Lodenstoff tragen, aber mir gefällt Tweed einfach besser. Ich finde die Farben angenehmer und der schwere Stoff hält bei kalten Temperaturen warm. Vielleicht liegt es an meiner Vorliebe zu den äußeren Hebriden, von denen der Harris Tweed stammt – Scottland forever.
Ich habe mir bei meinen Herrenausstatter Felbinger in Immenstadt ein Tweed-Jacket maßschneidern lassen. Es passt wunderbar und es angenehm zu tragen. Klare Empfehlung an den Schneidermeister Felbinger. Über die Anprobe habe ich ja ausführlich hier gebloggt. Nach fünf Wochen kam das Tweed-Jacket bei mir an.

Als ideale Ergänzung zum Stoff habe ich mir ein wenig Literatur zum Thema Tweed angeschaut. Entschieden habe ich mich für das Buch Harris Tweed: From Land to Street.

Das Vorwort dieses englischen Buches schrieb Patrick Grant und ich musste beim Lesen herzhaft lachen. Als elfjähriger Bub musste er Tweed tragen und es regnete aus Eimer (klar britische Insel). Auf Druck seiner Mitmenschen musste er auf das Oberdeck des Schulbusses gehen, weil der mit Wasser vollgesogene Tweed extrem roch. Also ein netter Einstieg für das Buch. Im Grunde geht es um die Produktion des Tweed. Die Kapitel sind mit Wool, Mill, Waevers, Land and Livelihood usw. überschrieben und zeigen den genauen Produktionsprozess von Tweed. Neben erläuternden Texten sind es vor allem die Bilder, die dieses Buch ausmacht. Sie zeigen die atemberaubende Landschaft der äußerem Hebriden. Sie zeigen die Menschen, die diese schwere Arbeit machen. Die Weber, die Maschinen, der Schweiß bis zum fertigen Stoff. Tweed hat seinen Preis und wer dieses Buch durchblättert, der weiß warum diese Art von Handarbeit wertvoll ist.

Nachdem es jetzt wieder kalt geworden ist, trage ich mein Maßjacket und meine Jacke von Walker and Hawkes . Als Ergänzung habe ich meine Deerstalker-Mütze aufgezogen und sehe ein wenig aus wie Sherlock Holmes. Irgenwann lasse ich mir noch einen Havelock oder Inverness-Mantel schneidern, dann ist alles perfekt.

Bahn vs SEV: Vollsperrung zwischen Bamberg und Lichtenfels

29. Februar 2016

Mit erhöhtem Puls lese ich einen Artikel, indem die Bahn ankündigt, Umsteigern mehr Zeit zu geben. Ich lese: Bahnfahrer sollen Anschlusszüge künftig nicht mehr so oft verpassen. Wie der Verkehrsvorstand der Deutschen Bahn sagte, will das Unternehmen im Fernverkehr künftig länger als bisher auf verspätete Züge warten, um Fahrgästen mehr Zeit zum Umsteigen zu geben. Bis Mitte des kommenden Jahres werde diese Praxis bei den ersten Anschlüssen verwirklicht.
Im Moment ist der Zustand eine Frechheit. Beruflich pendle ich sehr viel von München nach Lichtenfels (Franken). Aufgrund von umfangreichen Baumaßnahmen ist die Bahnstrecke ab Bamberg bis nach Lichtenfels gesperrt. Seit 11. Januar 2016 ist die Bahnstrecke zwischen Bamberg und Lichtenfels 34 Wochen lang komplett gesperrt. Betroffen ist auch die ICE-Verbindung nach Berlin. Grund für die Sperrung: das größte Schienenbauprojekt Deutschlands. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet.


Das bringt Verzögerungen mit sich, aber als Bahnreisender bin ich ja Kummer gewohnt. Die Idee vom SEV ist: Es gibt drei unterschiedliche Buslinien, die zwischen Bamberg und Lichtenfels pendeln. Eine rote Linie, die Bamberg bzw. Lichtenfels direkt anfährt. Eine blaue Linie, die zwei, drei Zwischenstopps einhält und eine gelbe Linie, die an jeder Milchkanne hält. Leider wird gleichzeitig die Autobahn auf eine Spur reduziert, so steht der Bus im Stau.


Beim ersten Ausprobieren fuhr ich wie immer mit dem ICE von München nach Nürnberg und stieg in den Regionalexpress nach Bamberg um. Der Zug war komplett überfüllt und als wir in der Bischofsstadt Bamberg ankamen, war die rote Buslinie gerade abgefahren. Was soll das?

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Wozu ist denn ein SEV da, wenn er die Bahnreisenden des einzigen Zugs nicht mitnimmt. Ich maule via Twitter die Bahn an, doch ohne Ergebnis. Freundlich war das Twitter-Team der Bahn allerdings.


Es regnete, es regnete sehr und so stieg ich in die gelbe Linie. Der Bus brachte mich nach Bad Staffelstein an die Therme. Leider wollte ich nicht hierhin zum Entspannen, sondern ins etwas weiter entfernte Kloster Banz. Leider gab es an der Therme in Bad Staffelstein keinen Taxistand. Der ist am Bahnhof und die Gemeinde hat zu meinem damaligen Zeitpunkt einer Verlegung des Taxistandes an die Therme nicht zugestimmt. Bürokratie pur. Leider gab es auch kein Hinweisschild, wie denn die Taxi-Telefonnummer der Gegend heißt. Da ich die Gegend kenne, hatte ich die Nummer in meinen iPhone-Kontakten.

An der Therme Bad Staffelstein gibt es keine Taxi-Nummer.

An der Therme Bad Staffelstein gibt es keine Taxi-Nummer.

Nummer gewählt, im Regen aufs Taxi gewartet, das alte Lied von DÖF gesummt (Ich steh in der Költn und wort auf a Taxi, aber es kummt net, kummt net, kummt net. Ich wort auf des Brummen von ein Mercedes-Diesel, aber es brummt net, brummt net, brummt net. Die Dame vom Funk, die sagt zu mir „Der Wagen 734 ist in vier Minuten hier“) und dann zum Arbeitsort abgeholt worden. Meine Laune war gewaltig im Keller.
Die zweite Reise an einem anderen Wochenende führte mich von Lichtenfels nach Bamberg. Ich wählte die rote Buslinie, um schneller nach Bamberg zu kommen. Um 19 Uhr sollte der Bus losfahren, doch wir kamen erst um 19:05 Uhr los. Und damit kamen wir bei Verkehr verspätet in Bamberg an. Zwei Minuten nach dem Eintreffen vor dem Bahnhofsgebäude fuhr der Regionalexpress von Bamberg nach Nürnberg ab. Der Zug, der die SEV-Fahrgäste aufnehmen sollte, fuhr einfach ab. Da ich die Chaostruppe langsam kenne, bin ich gerannt wie ein junger Hund und habe den Anschluss mit hängender Zunge und komplett durchgeschwitzt erreicht. Das Herz schlug bis zum Halse.


Meine Mitreisenden des SEV kamen mit ihren Koffern und Taschen so schnell nicht hinterher und durften eine Stunde am Bahnhof Bamberg warten. Ich empfehle den örtlichen MacDoof, der hat wenigstens WLAN. Meine Beschwerde bei der Bahn via Twitter hat nichts gebracht. Freundlich haben die Bahnkollegen zugehört, geändert hat sich aber nichts.

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Bis September 2016 soll die Bahnstrecke gesperrt bleiben. Die Vollsperrung muss ich hinnehmen, doch die SEV-Lösung ist eine Beleidigung. Und dann lese ich, dass die Bahn ab nächstem Jahr besser auf die Anschlussreisenden Rücksicht nehmen will. Sagt mal, gehts noch?

Das Oscar-Papier kommt aus dem bayerischen Gmund

28. Februar 2016
Das Papier für die heutige Oscar-Verleihung kommt aus Gmund vom Tegernsee.

Das Papier für die heutige Oscar-Verleihung kommt aus Gmund vom Tegernsee.

In der Nacht zum Montag werden wieder die Oscars in Hollywood verliehen. So eine Auszeichnung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences bedeutet einen Geldsegen an der Kinokasse.
Die Zeremonie läuft auf der Bühne immer gleich ab. Zwei Prominente stellen die Nominierten vor – und dann mit viel Tamtam wird der Oscar-Umschlag geöffnet und der Sieger verkündet. „And the Winner is …“
Der Umschlag für den Oscar kommt aus Bayern, genauer von der Büttenpapierfabrik Gmund vom Tegernsee. Das Papier wird in die USA geliefert und von der Academy geprägt.

Die 24 Kategorien und 24 Umschläge sind gefertigt aus dem Papier Gmund Treasury direkt vom Tegernsee.  Der Designer Marc Friedland aus Los Angeles ist seit Jahren großer Fan von Gmund Papieren. Die spezielle Mikroprägung, die Brillanz und die in allen Farben schimmernden Goldpartikel sind die einzigartigen Eigenschaften von Gmund Treasury, die das Papier am 28. Februar auf der Bühne in besonderem Licht erstrahlen lassen und zu dem begehrtesten Umschlag der Welt machen.


„Das Geheimrezept von Gmund Treasury beinhaltet Naturpigmente, die ein breites Farbspektrum dank einer speziellen Mikroprägung auf der Oberflächenstruktur wiedergeben. So wirkt das Papier nicht nur, wenn man es in den Händen hält, selbst von weitem hinterlässt es einen bleibenden Eindruck für die Zuschauer auf der ganzen Welt“, so Florian Kohler stolz, Inhaber und Papiermacher in 4. Generation.

Videos von Zimmerchecks in Hotels – Teil 6

27. Februar 2016

Meine Arbeit macht es notwenig, dass ich auf Reisen gehe. Da ich manches Mal über Nacht bleibe, bette ich mein müdes Haupt in dem einen oder anderen Hotel zur Ruhe. Bevor es aber ans Auspacken geht, drehe ich ab und zu mal ein Video von meinem Zimmer. Es ist eine Art spontaner Hotel- und Zimmercheck, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es sind nur spontane Eindrücke, die ich sammle. Ab und zu werde ich in meinem Blog einige dieser Hotel- und Zimmerchecks vorstellen – viel Spaß.

Hotel- und Zimmercheck Hotel Grunau, Bayreuth 

 

Hotel- und Zimmercheck Königsburg, Legoland Günzburg

 

Hotel- und Zimmercheck Balancehotel Obermüller, Untergriesbach

 

Hotel- und Zimmercheck – Wildbad Kreuth, Hanns Seidel Stiftung

 

Hotel- und Zimmercheck Rizzelli in Neustadt (Aisch)

 

 

Theoretisch eine gute Idee – mobiles Hotel für Smartphone und Laptop

26. Februar 2016
Gute Idee - ein Hotel für Smartphone und Co in den Reim Arkaden in München.

Gute Idee – ein Hotel für Smartphone und Co in den Reim Arkaden in München.

Auf der Suche nach Sushi schaute ich bei den Riem Arcaden vorbei und entdeckte ein mobiles Hotel für Smartphone und Laptop. Hinter der Nordsee im Erdgeschoss gibt es einen Sitzbereich für mehrere Schnellrestaurant. An den Tischen finden sich WLAN und Steckdosen – sehr löblich für einen digitalen Nomaden wie mich, der sein iPhone aufladen will/muss.
Im hinteren Bereich habe ich ein so genanntes mobiles Hotel entdeckt. Im Grunde sind es Schließfächer mit Stromanschluss. In der Theorie kann der Kunde hier sein digitales Endgerät für den Einkauf einsperren (warum sollte ich das tun) und gemütlich bummeln. Während des Bummelns kann sich das Device mit Strom auftanken. Bis 20 Uhr muss er seine Gerätschaften wieder abgeholt haben, sonst leert die Putztruppe das Hotel. Eine nette Idee, zumindest in der Theorie.
In der Praxis waren zahlreiche Stromanschlüsse von Idioten herausgerissen. Es waren viele Kabel kaputt. Das mobile Hotel verkommt zum schnöden Schließfach. Die Menschheit kann so doof sein und steht dem digitalen Wandel entgegen.

Fotoshooting in der Milka-Eventbox #milkacollage

22. Februar 2016
Ich mach bei #milkacollage mit.

Ich mach bei #milkacollage mit.

Die lila Kuh habe ich nicht entdeckt, aber interessant war es allemal, wie neue Produkte bei Milka eingeführt werden. Es muss ein Event sein. Am Samstag schaute ich in den Pasing Arcaden in München vorbei und sah die violette Eventbox von Milka.
Trotz strömenden Regens stellten sich die Leute an, um bei #milkacollage mitzumachen und eine Tafel Karamell oder Himbeere mit ihrem Konterfei abzustauben.

Ich war freilich auch dabei. Zunächst ging alles etwas schleppend voran. Die Milka Eventbox sah zwar gut aus, aber die Technik wollte zunächst nicht. Das Programm stürzte ab oder hängte sich auf. So wurde die Software auf den Großbildmonitoren neu gestartet. Dann muhte es auch wieder und das Display zeigte die Collagen der Besucher.


Die Tafel Schokolade gab es natürlich nicht umsonst. Zunächst hieß es warten und frieren. Die sympathischen Eventdamen von Milka hatten dicke lila Anoraks, Handschuhe und einen Milka-Regenschirm (sah schon sehr gut aus). Wir Wartenden hatten nichts, aber die Eventdamen versuchten die Stimmung trotz Kälte und Nässe mit Durchhaltesprüchen zu heben. Wir standen vor der Milka Eventbox an und wurden Zug um Zug ins Innere gelassen. Zuvor galt es aber die Datenschutzerklärung von Milka zu unterzeichnen, schließlich wurde man ja fotografiert und in der Milkacollage gezeigt. Was mache ich nicht alles für eine Tafel Schokolade?


In der Box endlich angekommen, war es warm, ziemlich warm. Meine Brille beschlug sofort. In der kleinen Box arbeitete das Milka-Team zügig und professionell. Die unterschriebenen Datenschutzerklärungen wurden eingesammelt und ich konnte probieren: Karamell oder Himbeere – ich kostete beide Proben. Karamell schmeckte mir besser, eindeutig. Ich bin bei Schokolade ganz konservativ. In der Regel esse ich von Milka nur Alpenmilch und Noisette – bloß keine Experimente. Aber Karamell schmeckt.

Ja, wir hatten Spaß bei #milkacollage

Ja, wir hatten Spaß bei #milkacollage

Als ich an die Reihe kam, sollte ich mich verkleiden: Schnurrbart, Perücke, Sonnenbrille und so Outfit. Ich wählte einen Zylinder und die Milka-Fotografin setzte mich in Szene. Drei, vier Mal wurde abgedrückt und das Ergebnis auf einem Laptop sofort begutachtet. Ich wählte ein Foto aus und es wurde an den Drucker geschickt. Schließlich sollte ich meine Tafel Schokolade (Karamell) mit meiner Banderole mit meinem Gesicht darauf bekommen. Aber der Samsung-Drucker wusste wohl, dass ich ein Apple-User bin und verweigerte. Es kam erst einmal zum Papierstau. Irgendwie war bei der hohen Luftfeuchtigkeit das Papier verklebt.

Samsung mochte nicht - Papierstau.

Samsung mochte nicht – Papierstau.

Die Milka-Mannschaft versorgte uns derweil mit Schokolade, die Leute vor der Tür standen weiter im Regen und wir spielten in der Box mit iPads herum und ließen uns unsere Bilder per Mail nach Hause schicken. Als der Drucker wieder lief, kam auch die Banderole aus dem koreanischen Gerät und wurde von einer Milka-Mitarbeiterin um meine Karamell-Tafel gepackt.
Vor der Eventbox schaute ich noch auf den großen Monitor und freute mich über mein Collagenfoto bei #milkacollage. Noch schnell einen Tweet mit dem Hashtag via Twitter abgesendet und ein Bild angehängt. Noch ein Video und dann ist alles paletti. Danke liebes Milka-Team, es hat trotz Wetter Spaß gemacht. Für euch geht es jetzt nach Norden in die Republik. Bremen und Hamburg stehen auf der Reiseroute. Fazit: Karamell schmeckt, Himbeere nicht.

Rarität – Die eigene Steiff-Figur: Das Schwefelmännchen

20. Februar 2016
Armin Groß - stolzer Besitzer des Steiff Schwefelmännchens.

Armin Groß – stolzer Besitzer des Steiff Schwefelmännchens.

So ein bisschen sammle ich seltene Steiff-Figuren, nicht professionell, aber ich kauf so dann und wann eine Figur. Ich hab ein paar schöne Stücke im Laufe der Jahre zusammengekauft und über die eine oder andere Figur gebloggt wie die Lagerfeld-Figur oder Godzilla. Als große Ehre empfinde ich es, wenn man seine eigene Steiff Figur hat. So eine Rarität ist beispielsweise das Schwefelmännchen.


Armin Groß, Hotelier vom Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang, ist so ein Glückspilz. Schwefelwasser ist heute genauso schwer zu verkaufen wie in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Der Urgroßvater von Armin Groß war ein findiger Mann und hatte die Idee des Schwefelmännchens als Maskottchens für sein Bad. Das Schwefelmännchen sollte der Werbeträger des Schwefelwassers sein, denn im Hotel Prinz Luitpold Bad gibt es eine heilende Schwefelquelle. Eine Berliner Designerin schuf im Auftrag der Familie eine Figur. Das Schwefelmännchen war geboren. Es hatte eine grüne Mütze und eine Knollennase. Die Entwürfe landeten irgendwann bei der Firma Steiff. Ein Sohn der legendären Margarete Steiff gefiel einer der Entwürfe und ließ das Schwefelmännchen produzieren. Allerdings beachtete er das Urheberrecht der Berliner Designerin nicht und es kam zum Rechtsstreit.
Rund 1000 Schwefelmännchen wurden produziert und verkauft.

Das seltene Schwefelmännchen von Steiff.

Das seltene Schwefelmännchen von Steiff.

Dann wurde die Produktion aus juristischen Gründen abgebrochen. In der Familie Groß hatten der Vater und die Tante von Armin Groß das Schwefelmännchen als Spielzeug. Aber im Laufe der Jahre gingen die Steiff Figuren verloren. Als Armin Groß auf die Geschichte stieß besorgte er sich ein gut erhaltendes Schwefelmännchen. Es wird wohl in der Lobby des Hotels Prinz Luitpold Bad irgendwann ausgestellt. Für mich eine großartige Geschichte als Freund der Steiff-Figuren.

Micro-USB passt, egal wie ich ihn einstecke

19. Februar 2016
Das genaue Hinschauen beim Anschließen des Kabels an ein beliebiges Micro-USB-Gerät wird überflüssig, denn egal mit welcher Seite nach oben, der Stecker passt so oder so.

Das genaue Hinschauen beim Anschließen des Kabels an ein beliebiges Micro-USB-Gerät wird überflüssig, denn egal mit welcher Seite nach oben, der Stecker passt so oder so.

Irgendwie ist es ein Luxusproblem und dennoch ein Problem. Wie wird ein USB-Kabel richtig angeschlossen? Die Chancen stehen 50:50. Ich habe das Gefühl, dass die wirklichen Chancen 90:10 stehen, denn ich stecke gefühlsmäßig den USB-Stecker falsch herum an. Daher bin ich von meinem MacBook 12 Zoll mit USB-C begeistert – der Stecker passt immer.
Wenn ich auf Micro-USB gehe, dann beginnt die große Fummelei. Da gibt es jetzt eine Lösung von Scosche. Sie brachten mit EZTip das erste, reversible Micro-USB-Kabel auf den Markt und ich hab es ausprobiert. Das genaue Hinschauen beim Anschließen des Kabels an ein beliebiges Micro-USB-Gerät wird überflüssig, denn egal mit welcher Seite nach oben, der Stecker passt so oder so. Ich fluche bei meinen schlechten Augen immer beim Anschließen meines Amazon Kindle Paperwhite. Meine Flucherei hat nun ein Ende.


Scosche verspricht die Kompatibilität mit allen Micro-USB-Geräten – angefangen bei Digitalkameras, über Lautsprecher und Ladebatterien bis zu Smartphones und Tablets – ohne dass erst überprüft werden muss, mit welcher Seite nach oben der Stecker angeschlossen werden muss. Möglich wird das durch das trapezförmige und symmetrische Design des Steckers, sodass sich die Ränder gut an die Micro-USB-Buchse anpassen können und kein Kurzschluss verursacht wird. Das Gehäuse besteht aus robustem Polycarbonat, das vor Kabelbruch schützt und dank der schmalen Form wird der Einsatz auch in Verbindung mit dickeren Handyhüllen nicht beeinträchtigt. Mit USB 2.0 wird der schnelle Datentransfer bei der Synchronisation gewährleistet.
Das 1,2 Meter lange Kabel EZTip kostet rund 10 Euro, die sich im Hinblick auf meine Nerven lohnen.

Nespresso Kapseln kaufen am Automat in den Riem Arcaden

16. Februar 2016
Ein Kaffeeautomat für Nespresso-Kapseln.

Ein Kaffeeautomat für Nespresso-Kapseln.

Ich werde in diesem Blogpost die Umweltdiskussion nicht führen, denn die verliert der Kaffeeröster in jedem Fall. Ich bin nur interessiert an dem neuen Konzept, wie die Nespresso-Kapseln unters Volk gebracht werden. Vor kurzem entdeckte ich in den Riem Arcaden in München meinen ersten Nespresso-Automaten.
Jetzt reden wir nicht von einem Automaten in der Größe eines Zigaretten- oder Kondomautomaten, sondern von der Größe einer Garage. Mitten in den Riem Arcaden steht das riesige Ding und eine lange Schlange von Kaffeefans davor. Ob das alles Twitterer sind? Es könnte der Himmel für Kaffeesüchtige Twitterer sein.


Der Automat hat zwei Terminals, obwohl einer bei meinem Besuch außer Betrieb war. Ein freundlicher Nespresso-Mitarbeiter unterstützt die Kunden beim Kauf ihrer Kaffeekapseln. Er erinnert mich an die Mitarbeiter bei Lufthansa, die beim Self-Check-in bereit stehen, um einzugreifen, wenn der Passagier mit dem Automat überfordert ist.


Das Verfahren den Nespresso-Kaffee vom Automat zu kaufen, ist aber einfach. Der Kunde hat entweder eine Kundenkarte oder keine und kann dann aus den zahlreichen Kapseln per Touchscreen auswählen. Er kann sich sein individuelles Paket zusammenstellen, je nach Geschmack. Beratung gibt es keine, nur kurze Beschreibungen am Display. Einfach eine Kaspel ausprobieren und dann weiß man, ob es schmeckt und beim nächsten Mal mehr kaufen. Bezahlt wird mit Plastikgeld, das geht schnell und ist sofort auf dem Konto des Unternehmens. Kein Geldzählen, das Personal kostet.
Dann stellt ein Roboterarm im hinteren Bereich das gewünschte Kaffeepaket zusammen. Das geht rasent schnell. Zuerst kommt eine mit Nespresso gebrandete Tüte aus dem Automaten und etwas später dann das Kaffeepaket. Einpacken muss man selbst und dann ist der nächste Kunde an der Reihe.
Menschliche Arbeitskraft im Verkauf wird eingespart – bis auf den freundlichen Servicemitarbeiter. Wenn das System eingeführt ist, dann kann er auch gehen. Ob sich das Automatensystem finanziell rechnet, weiß ich natürlich nicht. Gute Mitarbeiter im Einzelhandel zu bekommen, ist heute schwer – vielleicht setzt Nespresso dann doch lieber auf George Clooney und den Automaten.
Mich hat das System auf jeden Fall fasziniert. Ich habe meinen Kaffee to go vor dem Automaten getrunken und zugeschaut.

Die nächste Freizeit- und Tourismusmesse f.re.e spare ich mir

15. Februar 2016
Nö, das Konzept der Freizeit- und Tourismusmesse in München hat mir nicht so gefallen.

Nö, das Konzept der Freizeit- und Tourismusmesse in München hat mir nicht so gefallen.

Nein, eigentlich hat sie mir nicht gefallen, die Freizeit- und Tourismusmesse f.re.e in München. Ich hatte über ein Gewinnspiel des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes zwei Eintriitskarten gewonnen (Dankeschön) und hab noch zwei Kinderkarten hinzugekauft. Als Familie schlenderten wir durch die gut besuchten Hallen, ließen uns treiben und gingen dann gezielt auf einige Stände zu. Im Tourismus- und Reisebereich fand ich die Messe absolut enttäuschend: Warum soll ich auf eine Messe gehen, wenn ich Google habe? Die Werbebotschaften brauche ich mir nicht anhören und sollte dafür auch noch Geld bezahlen? Nein, im Internet-Zeitalter ist so eine Art von Informationsvermittlung für mich überflüssig – rausgeworfene Zeit. Ich hatte die f.re.e als Tourismusmesse gegen Stuttgart positioniert gesehen und brauche diese Art von Werbeveranstaltung nicht mehr.
Eine Messe im 21. Jahrhundert muss meiner Meinung nach anders sein. Dabei sah ich auf der f.re.e sehr gute Ansätze in den Themenwelten, die mir gefallen haben. Die klassischen Werbe- und Fressstände brauche ich nicht. Sie ziehen ein bestimmtes Publikum an und die Stände sorgen für Umsatz, aber inhaltlich kam nicht viel rüber.


Besser empfand ich den Event-Charakter der Messe. Es muss was los sein, ich will etwas ausprobieren. Am Themenstand von Japan sah ich eine wohltuende Abwechslung. Eine deutschsprachige Japanerin zeichnete den Namen in japanischen Schriftzeichen. Nobuko Häufle-Yasuda demonstrierte Shodo, die japanische Schreibkunst. Ich probierte es aus und hatte auch ein nettes Gespräch mit der Dame. Ob auf dem Zettel nun wirklich Matthias steht, müssen andere beurteilen.


Da ich ab und zu ein bayerisches Casino besuche, schaute ich an dem Stand der Spielbanken des Freistaates vorbei. Das Team von Feuchtwangen hatte Dienst. Nett, aber ich kenne die Mannschaft von Bad Wiessee und hätte gerne ein paar Erinnerungen aufgewärmt. Leider waren die Croupiers von Wiessee erst einen Tag später an der Reihe. Am Stand konnten die Messebesucher Roulette spielen. Mir macht die gezeigte französische Variante Spaß und auch das Fachsimpeln ist immer wieder witzig: Transversale simple, Carré, Transversale pleine, Cheval oder einfach mexianisch, wenn es chaotisch sein soll. Schön war, dass man spielen konnte ohne nach seiner Adresse für aufdringliche Marketingaktionen gefragt zu werden.

Gute Idee: Kanufahren in der Messehalle.

Gute Idee: Kanufahren in der Messehalle.

Mitmachen ist also angesagt: In der Freizeithalle kam der Besucher auf seine Kosten. Es gab eine Kletterwand, eine Kanustrecke und ein Tauchbecken. In dieser Halle sahen die Messebesucher auch anders aus. Weniger waren die Beutelratten anzutreffen, die Kugelschreiber, Gummibärchen und Stofftaschen einsacken wollten, als vielmehr die interessierten Familien, die sich aktiv betätigen. Die Stimmung in der Halle war auch eine ganz andere. Ähnlich gute Stimmung war in der Radl-Halle zu spüren. Hier war Action geboten. Nicht zuletzt traten Stars aus der Szene auf und lockerten den Besuch auf.

Ab zu den Fischen in der Messehalle.

Ab zu den Fischen in der Messehalle.

Das Kreuzfahrtforum fand ich auch sehr angenehm. Ich habe über einen Vortrag meines Kollegen Franz Neumeier bereits gestern gebloggt. Das waren handfeste Informationen, die ich aus erster Hand bekommen habe. Die Kinder (und auch ich) spielten zudem ein wenig am Stand vom Legoland Deutschland. Als Legofan freue ich mich schon auf die neue Saison, die ab Mitte März beginnt.

Beim Legoland musste ich einfach spielen.

Beim Legoland musste ich einfach spielen.

Die angeschlossenen Autotage hauten mich nicht vom Hocker. Pflichtbewusst schaute ich bei meinem Lexus-Händler vorbei, um ein Batterieproblem mit meinem Schlüssel zu diskutieren. Ich wurde auf die Werkstatt verwiesen – hätte ich mir auch denken können. Die Gattin probierte den unbequemen BMW Elektroflitzer i8 aus und ich war enttäuscht, dass Tesla keinen Stand hatte.

Mir hat der i8 nicht gefallen, der Gattin um so mehr.

Mir hat der i8 nicht gefallen, der Gattin um so mehr.

Immer wieder fragten mich noch Zeitungswerber, ob ich nicht eine Tageszeitung zum Testen lesen wollte. Nein, will ich im Moment nicht. Und bei Gewinnspielen will ich auch keine Adresse hinlassen, um von Mailings eingedeckt zu werden. Wir wissen ja, es gibt nichts umsonst.
Ich bin sehr gespannt, wie sich Messen entwickeln werden.