Jetzt mache ich mir wirklich Sorgen um mein Liebings-IT-Unternehmen. Steve Jobs nimmt sich bis Juni eine Auszeit, um sich von seiner Erkrankung zu kurieren. Bei wesentlichen Unternehmensentscheidungen ist er an Bord, sonst hat das Ruder Tim Cook, der COO. Cook hat schon 2004 Apple geleitet, als Jobs Krebs hatte.
Das ist ein Hammer. Per Mail wurden die Mitarbeiter informiert, die Aktien fielen gleich mal um 10 Prozent. Noch vor der Macworld Expo Anfang Januar beruhigte Jobs die Community, dass nur harmlose Hormonschwankungen an seiner Krankheit Schuld seien. Er verzichtete daher auf die Keynote und Phil Schiller sprang ein. Doch es ist wohl schlimmer als befürchtet. Die Zeitungen in San Francisco waren voll mit Spekulationen. Jobs Hauszeitung, der SF Chronicle, nahm den High-Tech-Icon sogar auf die Titelseite.
Jobs meinte am Tag vor der Keynote, er werde den Vorstand informieren, wenn er seine Apple-Geschäfte nicht mehr wahrnehmen kann. Das hat er jetzt getan. Und Apple muss sich Sorgen machen. Ich kenne kein Unternehmen in dieser Größe, das so von einer Person abhängig ist. Jobs gilt als visionäre Lichtgestalt der Branche und verdammt noch mal: Er ist es.
Er leitet sein Unternehmen charismatisch, streng, kompromisslos. Mit ihm direkt zu arbeiten muss keine Freude sein. Er ist kein Heiliger. Ich durfte einmal auf den Campus nach Cupertino weilen und es war keine tolle Atmosphäre. Die Mitarbeiter hatten wohl Angst ihren Chef zu bewegnen. Und dennoch: Wichtig ist, was hinten raus kommt und die Produkte von Apple haben die Welt verändert: Mac, iPod, iPhone
Immer wieder wird berichtet, dass Apple ohne Jobs überlebensfähig sei. Das glaube ich auch. Genügend gute Frauen und Männer stehen bereit, doch allen fehlt das Charisma von Steve Jobs. Das Unternehmen Apple wird weiterhin gut geführt, die Marke Apple wird durch den Wegfall von Steve Jobs leiden. Wer interessiert sich denn dafür, wie der Vorstandsvorsitzende von Sony heißt oder kennen Sie den Chef von Autodesk? Nein. Das sind sicherlich gute Leute, doch Spaß bleibt auf der Strecke. Ich genieße den Personenkult um Steve und wünsche uns allen, dass er uns noch lange erhalten bleibt.
Heute bin ich durch die Straßen von San Francisco geschlendert und habe die Atmosphäre genossen. Überall in der Stadt hängen die neuen bunten iPod nano-Plakate. San Francisco macht sich bereit für die Macworld Expo, die bald beginnt.
Die Gerüchteküche brodelt, was Apple auf seiner Hausmesse vorstellen wird. Marketing-Leiter Phil Schiller wird die Keynote halten. Wie vor jeder Macworld überschlagen sich die Spekulationen und Gerüchte, was denn kommen wird. Sicher ist auf jeden Fall, dass es Äußerungen zu Snow Leopoard, dem neuen Mac OS 10.6 geben wird. Ich glaube aber nicht, dass 10.6 bereits fertig ist, aber wahrscheinlich wird das neue OS zur WWDC verkauft. Für die Consumermesse Macworld ist 10.6 kaum etwas, weil sich die neuen Features in Grenzen halten werden und unter der Haube geschraubt wurde.
Dann gab es heute Gerüchte über einen neuen Shuffle. Noch dünner, ganz, ganz dünn. Wenn es so ein Ding geben wird, dann sollte es sofort verfügbar sein, schließlich will ich ja auch was in SF kaufen. Ein neues iLife-Paket 09 soll es geben. Neu soll sein, dass iMovie und die iWork-Pakete (Pages und Keynote) als Webapplicationen daher kommen, ob in Verbindung zu MobileMe oder nicht, wird sich zeigen. Adobe hat es mit einem abgespeckten Photoshop vorgemacht. Eine Online-Videoschnittsoftware brauche ich aber nicht. Dafür sind die Datenmengen dann doch zu groß.
Was gibt es noch aus der Gerüchteküche?
MacMini mit neuem schwarzen Aussehen und neuer Grafikkarte von Nividia und neuen Monitoranschlüssen (jetzt mit FireWire 800 statt 400) und einem USB-Port mehr.
iMac mit 4 Kernen
iPhone nano, nachdem Hüllen in China aufgetaucht sind. Aber was sagte der Chefredakteurskollege von macnews dazu: Wenn ich Traffic machen will, setze ich als chinesischer Hersteller eine neue iPhone Hülle auf meine Website und ab geht die Post. Vielleicht hat er Recht. Ggf. wird der Speicher vom iPhone abgebohrt und es gibt ein Product RED vom iPhone.
Tablet Mac? Wäre ja mein persönlicher Wunsch, aber wird wohl Traum bleiben. Ich würde sofort ein Netbook nehmen, dann wäre die Lücke zwischen iPhone und MacBook Air geschlossen und ich hätte ein neues Gadget. Die Technik scheint ja bei Apple vorzuliegen und zicken die Herrschaften noch rum.
Aber irgendeinen Hammer muss Apple schon bringen. Nur Software- und Geräteupdates sind einfach zu wenig. Schließlich hat Steve seit 1997 auf der Macworld immer neue Hämmer angekündigt, da muss Phil jetzt ran.
Am Dienstag 9 Uhr SF-Ortszeit wissen wir mehr. Und ich bin schon sooooo gespannt.
So eine Community kann richtig lästig sein. Das spürt auch Apple-Chef Steve Jobs. Er hat seine Teilnahme an der Macworld Expo abgesagt und schon spekulieren alle über die Gründe, sogar der Aktienkurs nimmt Schaden.
So musste Apple reagieren und vor wenigen Minuten hat Apple ein persönliches Statement von Steve Jobs an seine Commuity ins Web gestellt. Die komplette Botschaft gibt es hier. Normalerweise müsste er jetzt die Macworld vorbereiten, doch er macht Urlaub um Kreise seiner Familie. Aber Steve nimmt Stellung zu seiner Erkrankung und auch Gerüchte zum bevorstehenden Tod. Aber er habe sich jetzt dazu entschlossen, um Luft aus der Spekulationen zu nehmen und die Show von Phil Schiller morgen zu genießen.
Also Steve hat das ganze letzte Jahr an Gewicht verloren, ein Mysterium für ihn und seine Ärzte. Aber nun sei es klar, woran es liegt. Er habe hormonelle Probleme. Dies sei jetzt erkannt und nun beginne die Therapie. Er wäre der erste der dem Apple-Board erklären würde, wenn er seinen Job als CEO nicht mehr ausführen könnte. Er hoffe auf die Unterstützung der Commuity.
Der Brief endet mit den Worten: So now I’ve said more than I wanted to say, and all that I am going to say, about this.
Also Steve, gute Besserung und genieß die Show. Wir freuen uns.
Die ganze Woche über bin ich auf der Macworld Expo in San Francisco. Es wird die letzte Macworld Expo sein, an der Apple als Aussteller beteiligt ist. Nächstes Jahr ist Schluss damit. Laut Apple sind Special Events, die Retail Stores und die Präsenz im Internet zeitgemäßer als große Technikmessen.
Ich denke, das wird der Tod von großen Technikmessen sein. Vor Jahren musste die Comdex schließen, die CeBIT in Deutschland wackelt, die Systems ist den Bach runter gegangen, die Apple Expo in Paris ist vorbei und der nächste Kandidat wird wohl die Macworld Expo sein. Eine Keynote von Steve Jobs wird es schon dieses Jahr nicht mehr geben, Phil Schiller springt ein. Messeveranstalter IDG dementiert heftig: Es wird auch 2010 eine Macworld Expo stattfinden, egal ob Apple mit dabei ist. Nun gut, aber ob ich mit dabei bin, wird sich zeigen.
Ich denke einmal, dass ich so schnell nicht mehr nach San Francisco komme. Es ist eine coole, europäisch geprägte, liberale Stadt. Man braucht kein Auto, sondern man kann die Stadt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden. China Town, Hafen, Market Street, die Cable Car, Louise Diner, der Sony Store, natürlich der geile Apple Retial Store, Alcatraz, Virgin Store, CompUSA, die SF Bay und die Brücke – damit wird wohl für die nächsten Jahre Schluss sein. Die nächsten USA-Reisen gehen nach Las Vegas (graus) und nach New Orleans (bin sehr gespannt).
Die Absage von Apple tut der Stadt San Francisco nicht gut. Bisher waren die Hotels durch verrückte Apple-Fans ausgebucht und es war eine tolle Stimmung in der Stadt. Überall traf man Bekannte aus der ganzen Welt. Die Stadt war mit Apple-Poster plakatiert, die dann direkt zur Keynote ausgetauscht wurden.
Aber die Frage muss gestellt werden: Brauche ich noch eine Messe, um mich über Neuerungen zu informieren? Wohl nicht, wenn ich weiß, was und wen ich suche. Natürlich bietet das Internet die beste Produktauswahl und durch multimediale Elemente kann ich mir die Produkte auch näher ansehen. Eine Messe ist wichtig als Ort der Zusammenkunft, um mit Kollegen und Kunden zu sprechen. Dafür war eine Macworld Expo oder eine Siggraph immer wichtig. Eine CeBIT hatte hier versagt: Hier war das Gedränge so groß, dass man den Partner nur eine Visitenkarte in die Hand drücken konnte, um später zu telefonieren zu müssen. Aber die etwas kleineren Messen brachten immer wieder neue Produkte. Diese hätte ich im Internet übersehen, weil ich nicht gewusst hätte, dass es die Produkte überhaupt gibt.
Für Apple lohnen sich Messen wohl nicht. Die Webpräsens ist optimal, die Stores sind gut auf dem Erdteil verteilt und die Community ist super aktiv. Blogger, Twitter, Websites und die ganzen offizielle Mac-Presse und natürlich auch wir von der DIGITAL PRODUCTION beobachten die Entwicklungen ganz genau. Es wird diskutiert, philosophiert, debattiert, gestritten, die Köpfe heiß geredet. Beispielsweise: Was kommt denn von Apple zur Macworld. In der Vergangenheit wurde die Keynote von Steve Jobs immer genutzt, Produkte vorzustellen und der IT-Industrie zu zeigen, wohin es geht. Am eindrucksvollsten empfang ich die Einführung des iPhones. Am Abend war ich auf einer Party und traf mich mit einem Produktmanager von Nokia. Er sagte mir: „Da muss eine Computerfirma kommen und uns Handyherstellern zeigen, was Bedienkomfort ist. Die haben uns richtig in den Arsch getreten.“
Was wird denn dieses Mal vorgestellt? Die Gerüchte drehen sich um einen iPhone nano (ohne mp3-Player), einen neuen Mac mini. Sicher ist wohl ein 4 Core iMac im bisherigen Design. Vielleicht gibt es noch ein neues iLife Paket. Ich möchte gerne ein funktionierendes iMovie auf Intel-Basis. Ganz klar: Es wird Snow Leopard zumindest angekündigt. Mac OS X 10.5 ist schon genial, aber 10.6 soll noch einen Sprung nach vorne sein. Ein paar Kollegen sind Beta-Tester und geraten ins Schwärmen. Das lässt auf viel hoffen. Nachdem Windows Vista wohl nicht die große Sause war und wir auf Windows 7 noch warten müssen, baut Apple seinen Vorsprung aus.
Also ich werde die Woche über aus San Francisco berichten. Für die DP-Website werden wir Videos drehen und Newsletter schreiben. Und ich werde mich von San Francisco verabschieden.
Es kam in der Nacht zum Mittwoch wie ein Schock für die Apple-Gemeinde. Apple-CEO Steve Jobs wird keine Keynote mehr auf der Macworld Expo in San Francisco halten. Stattdessen muss sein Vize Phil Schiller ran. Außerdem wird 2009 die letzte Macworld Expo sein, die Apple als Aussteller besucht. Ab 2010 ist damit Schluss. Begründet wird es mit der Macht des Internets und der Präsens der zahlreichen Apple Retail Stores. Zuletzt eröffnete in München ein Store.
Doch warum sagt Steve die Keynote ab? Warum nutzt er sie nicht ein letztes Mal, um von der Apple Gemeinde Abschied zu nehmen. Wir sind jahrlang nach San Francisco gepilgert, um den Worten des großen Gurus zu lauschen. Ich selbst war dreimal in SF. Ich habe die Einführung der iMac-Stehlampe miterlebt, ich war dabei als das iPhone vorgestelltwurde und im vergangenen Jahr als es das MacBook Air gab. Schiller ist ja sicher ein dufter Kumpel, aber Apple ist Steve Jobs und so hätte ich mir ein wenig mehr von Apple erwartet. Allerdings: Vielleicht ist Steve krank und mit krank meine ich mehr als ein bisschen Schnupfen. Vor Jahren hatte Steve mit Krebs zu kämpfen, der operiert wurde. Warum sagt ein CEO seine Keynote ab? Neue Ausrichtung und keine Messeteilnahme in Zukunft ist ja schön und gut, aber warum die Absage der Keynote 2009?
Ich werde mit gemischten Gefühlen nach SF reisen. Es wird wohl das letzte Mal für langem sein, dass ich diese coole Stadt besuche. Die ganze Innenstadt war im Apple Fieber. Alle Litfasssäulen, alle Plakatständer der Stadt waren mit Apple Banner beklebt. Der Apple Store in der Market Street war Anlaufpunkt, um schnell seine Mails zu checken und zu fachsimplen.
Mann oh Mann, alles wird anders. Der Messeveranstalter IDG wird auch kotzen. Sein größtes Zugpferd sagt für 2010 ab und das bedeutet den Tod. Unser Schwesterunternehmen Reed Exhibitions hat heute vermeldet, dass man die Apple Expo in Paris für 2009 absagen wird. Apple hatte bis 2005 in Paris immer eine Keynote gehalten und war mit einem Stand vertreten. Ich war im ersten Jahr nach der Absage von Apple in Paris. Ich konnte beobachten, wie die Franzosen stinksauer waren, dass Apple zeitgleich zur Apple Expo einen Special Event in London durchführte und die Journalisten einflog.
Also mit Apple Messen ist es wohl vorbei: Köln ist gescheitert, Paris den Bach runtergegangen und auch die Hausmesse in San Francisco wird wohl 2010 baden gehen. Ich habe schon mit ein paar Aussteller gesprochen, die 2010 nicht mehr auf der Macworld Expo vertreten sein werden. Eine Ära geht zu Ende und für mich bedeutet es, dass ich im Januar nicht mehr in die USA muss. Schade, sehr schade. Ich hoffe, dass ich mit meinen Vermutungen nicht recht behalte und Steve Jobs nicht ernsthaft krankt ist. Für die Innovationskraft von Apple würde dies einen herben Rückschlag geben. Das Unternehmen ist auf den Wechsel noch nicht vorbereitet. Microsoft hat es geschickt gemacht und Bill hat den anderen Steve gut aufgebaut. Die Veteranen der IT-Industrie treten ab.
Mit großem Tamtam wurde am Samstag der erste deutsche Apple Retail Store eröffnet. Der Flagship Store liegt in der Rosenstraße, gleich beim Marienplatz, also in einer 1a-Lage.
Und Apple inszenierte wieder einen Rummel. Die ersten 2500 Besucher des Stores bekamen ein T-Shirt geschenkt. Ich kam leider erst am Nachmittag zum Store und hatte somit das Nachsehen. Blogger wie Kollege Richard Joerges berichteten, dass rund 4000 Leute auf Einlass warteten. Da auf dem Marienplatz zudem noch Christkindlmarkt ist, war es ein wahrer Menschenauflauf.
Der zweistöckige Store ist nach dem bekannten Apple-Schema aufgebaut. Helle Holztische mit dem Macs, iMacs, iPhones, iPods und Zubehör. Im Parterre die MacBooks, MacBook Pros und Mac Book Air sowie iPod und Co. Im ersten Stock zweimal eine Genius Bar und das Peripherie-Zeugs sowie die Kinderecke, in der sich Sohnemann auch gleich Colin McRae reinzog. Die gläserne Treppe durfte im Apple Store Deutschland nicht fehlen, obwohl die Gewerbeaufsicht ein Stahlgeländer vorschrieb. Ich habe schon einige Apple Stores gesehen, wie London (der erste in Europa), San Fransisco, LA und so war es keine super Überraschung mehr. Doch den Leuten hat es scheinbar gefallen. Ich habe ein Video gedreht und bei YouTube eingestellt, die den Ansturm auf den Store gut zeigt.
Sehr schön auch die Konkurrenz der Elektromärkte in München. In meiner Lokalzeitung, dem Münchner Merkur, inserierte der Media Markt mit den Worten „Wir begrüßen Apple mit den besten Preisen der Stadt“. Solch Marketing und Werbung gefällt mir, das hat Humor. Also, willkommen Apple Retail Store in München und Gravis im Tal macht wohl bald was anderes.
Über die Entstehung des Apple-Logos ist viel geschrieben worden und ich will hier keinen weiteren Beitrag leisten, was es zu bedeuten hat und wie wichtig diese Marke ist. Hier geht es einzig um das Regenbogen-Logo. Mit der Einführung des Apple II und dessen Fähigkeit, Farben darzustellen, wurde das vorher schwarze Logo bunt in Querstreifen eingefärbt. Als Steve Jobs wieder zurückkam zu Apple wurde der Regenbogen von einem einfarbigen Apfel abgelöst. Das müsste so 1998 mit dem ersten iMac in bondi-blue gewesen sein. Doch was ist mit den Logos passiert?
In Deutschland hatte Apple seine Zentrale damals in Ismaning bei München. Wenn man mit der S-Bahn vorbeifuhr, sah man den Regenbogenapfel auf dem Gebäude. Irgendwann war es weg. Nach dem Logowechsel wurde der Apfel abmontiert und kam auf den Müll. Jetzt ist das übergroße Logo wieder aufgetaucht. Es begegnete mir zufällig auf einer Besichtigungstour durch ein IT-Unternehmen. Es steht in einem Büro in der Nähe von München. Damals wurde es von einem Apple-Fan aus dem Metallschrottcontainer gefischt, gesäubert und im Büro aufgestellt. Es handelt sich mit absoluter Sicherheit um das Original-Logo. Die Quelle und den heutigen Standort möchte ich hier nicht verraten, weil sonst wieder verrückte Apple-Fans auf Tour gehen. Ich kann versichern, es ist das Original und ich freue mich, dass es so gut erhalten ist. Ganz ehrlich: ich bin total neidisch. Ich habe auch einige Apple-Devotionalien, wie eine Lisa, Unmengen von Macs und Newtons, zahlreiche Plakate, Fahnen, Flyer, Aufkleber, aber kein Originallogo aus Metall in dieser Größe.
Für mich eine der besten Synthesen aus Sport und Musik ist das Nike – iPod Sport Kit. Hier arbeiten iPod nano und das Nike-System zusammen. Im Grunde ist es ein Personal Trainer in Verbindung mit einem iPod nano. Und es funktioniert super: Ich kann meine Jogging-Konditionen ohne lästige Kabel analysieren. Per Internet und Mac/PC kann ich meine Trainingsdaten an iTunes und nikeplus.com übertragen und stehe im Wettbewerb mit anderen Usern. Weil mir das System so gut gefallen hat, habe ich zusammen mit meinen Kollegen Michael Krimmer ein Buch geschrieben: Nike + iPod. Es ist erschienen bei Markt und Technik (ISBN: 978-3827242365). Ich habe noch einen Restbestand der Bücher bei mir zu Hause, die ich gerne über diesen Blog für 10 Euro pro Stück anbieten (solange der Vorrat reicht). Guter Preis für ein gutes Buch: Die Pressestimmen waren gut: MACup, das älteste Mac-Magazins Europa war begeistert und auch Running schrieb: „Wenn sich nun zwei Apple-Anhänger, von denen einer auch noch Marathoni ist, zusammentun, ist ein Buch zu dem neuen Sport-System unausweichlich. […] So wie dieses Buch aufgebaut ist, wünschen wir uns alle eine Bedienungsanleitung.“ Und iPod & more schrieb: „Michael Krimmer, seines Zeichens selber Marathon-Läufer, und Matthias J. Lange beschreiben in ihrem bei Markt+Technik erschienenen Buch zum Thema Nike + iPod alles, was man zum Thema wissen muss. Behandelt werden iTunes 7, der iTunes Store und die Nutzung des iPod nano sowohl für den Mac als auch den PC. Viel Detailwissen erhält man vor allem durch die Laufpraxis von Autor Krimmer. Daher bietet das Buch eine gute Hilfestellung für Einsteiger wie auch fortgeschrittene Läufer; ist also ein Buch über das richtige Laufen mit dem Nike+ Sport Kit und damit eine gute Ergänzung zu anderen iPod-Büchern. Derzeit ist kein anderes Buch auf dem Markt erhältlich, welches sich so detailliert und praxisnah mit dem Nike+ Sport Kit befasst.“
Also auf geht’s und bestellen über meine private Website hier.
War man früher als Kenner von Apple Mitglied einer Art elitären Gemeinschaft, so hat sich das durch die iPods, aber spätestens durch die Einführung des iPhones gründlich geändert. Apple ist zur Consumer-Electronic-Company geworden. Da wollte Apple-Guru Steve Jobs ja wohl auch hin, als er auf der Macworld Expo 2007 aus Apple Computer Inc. ein Apple Inc machte und das Wort „Computer“ aus dem Namen strich. Die Folge davon war, dass Apple nicht mehr den Fokus auf Computer-Hardware im klassischen Sinne legt, sondern auch auf Devices und Services wie den iTunes-Store.
Dass man jetzt bei breiten Consumer-Schichten angekommen ist, zeigen einige Beispiele. So ist ein Kollege dieser Tage auf dem Bahnhof angesprochen worden, als er sein iPhone zum Musikhören auspackte. Ein Typ, Marke übler Hinterhof, fragte ihn, wie er Musik auf das iPhone bekommt. Gibt es da eine spezielle Software? Er habe sich das weiße iPhone gekauft und nun wolle er es gleich ausprobieren. Der Kollege hatte von iTunes wohl noch nie was gehört. Wie schaltet er eigentlich sein iPhone frei? Die Beratung durch den Fachhandel hatte er wohl nicht mitbekommen oder sie ist erst gar nicht bei ihm angekommen. Mein Kollege leistete Aufklärungsarbeit.
Anderes Beispiel: Ich hatte vor kurzem den Fall, dass mich ein Bekannter ansprach, wie er denn Filme auf den iPod nano bekommt? Er zieht die VOB-Dateien immer wieder ins iTunes, aber nix passiert. Als ich ihm erklärte, dass es da so was wie DRM gäbe, schüttelte er den Kopf. Und auch der Einsatz von Crack-Software wie Handbrake sei illegal, weil man offiziell den Kopierschutz nicht knacken dürfe. Da wurde ich mit großen Augen angeschaut und ein sonst rechtschaffender Mann meinte nur: „Ich hab die DVD gekauft, jetzt will ich das Zeug auf dem iPod sehen. Basta.“
Hier für alle, die Fragen rund um Apple und deren Bedienung haben: 01805009433 ist der User-Support. Da wird Ihnen geholfen. Oh Mann, war es ruhig zu Zeiten von Mac OS 7.1 – und auch langweilig.
Langsam geht mir cokefridge.de auf den Geist. Es war schon immer eine Fummelei sich auf dem Portal anzumelden. Der Unterschied zwischen Groß- und Kleinbuchstaben bei dem System ist fließend (oder ich bin blind). Cokefridge ist eine Flash-Plattform von Coka Cola auf der unter anderem Songgutscheine für iTunes geladen werden können. Zuerst muss man aber aus den Deckeln der Cola-Flaschen den Code auslesen und eintippen. Das ist schon eine Fummelei, aber mit der Aussicht auf kostenlose Songs (für 4 dieser so genannten Coints gibt es einen Song). Immer wieder wird man belästigt, ob man seine Handynummer nicht für Gewinnspiele (mobiler Spam) angeben möchte. Nein, ich will nicht.
Früher war es möglich, mehrere Songs gleichzeitig einzulösen. Dann ging nur noch ein Song und wer mehr wollte, musste den Klickweg im lästigen Flash mehrmals durchlaufen. Jetzt haben die Oberstrategen die nächste Hürde eingebaut. Seit 1. Oktober können nur noch 3 Songs die Woche geladen werden. Täglich können insgesamt 1500 Songs eingetauscht werden, dann ist Schluss. Wie viele iTunes-Besitzer gibt es in Deutschland? Also dieses Nadelöhr ist eine künstliche Verknappung des Marktes. Ziel ist es, Kosten auf Seiten von cokefridge zu sparen (nachdem ich ja schon meine Cola bezahlt habe) und Leute immer mehr an die Website zu binden.
Falsch gedacht. Ich schau ein, zweimal auf die Seite und wenn es dann wieder heißt, die Songs seien verbraucht, ich soll in der nächsten Stunde auf die Seite schauen, dann kann mir das System gestohlen bleiben. Für mich steht fest: Wenn ich früher gedacht habe, ich kaufe mir eine Coke, weil ich ja einen Coint bekomme, lass ich heute das Brausegetränk einfach stehen. Die Marketing-Idee der Cola-Agentur geht nach hinten los.