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Medienkompetenz: eBooks in der Schule

9. Januar 2011

In den Weihnachtsferien habe ich gesehen, mit welcher Schullektüre sich meine Neffen beschäftigen müssen: Kafka, Zweig, Mann und Co. Allesamt große Klassiker, die es zu lesen wert sind. In der Regel ist das Copyright abgelaufen und dennoch müssen die Kinder die Schullektüre im Buchhandel erwerben. So kann man eine Branche auch künstlich subventionieren. Druck kostet fast nichts, Vertrieb findet nur auf Bestellung statt und Lizenzgebühren an die Autoren müssen kaum noch bezahlt werden. Also Verkaufspreis entspricht fast dem Reingewinn – das ist ein Geschäftsmodell auf Kosten der Schüler.
Viele der Klassiker findet sich im Projekt Gutenberg – und zwar kostenlos. Einfach das PDF laden und fertig ist Geschichte. Natürlich ist die Verbreitung von entsprechenden eBook-Readern noch ein Problem, aber PDF kann natürlich auch auf Laptops und anderen Rechnern ausgegeben werden. Dazu braucht es nicht zwingend ein iPad, Kindle oder eBook-Reader. Vielleicht wäre dies ein Schritt in die richtige Richtung und stärkt die Medienkompetenz des Landes.
Da fällt mir eine Studie des Branchenverbandes BITKOM in die Hände.  Die meisten Schülerinnen und Schüler wünschen sich einen stärkeren Einsatz elektronischer Medien im Unterricht, wollen auf ihre Schulbücher aber nicht verzichten. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 500 Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren ergeben. Danach sind 29 Prozent der befragten Schüler der Ansicht, elektronische Medien wie E-Books oder Lernprogramme könnten Schulbücher vollständig ersetzen. Die große Mehrheit ist dagegen der Meinung, das sei nicht der Fall.
Im Vergleich zu gedruckten Büchern bieten elektronische Lernmedien eine Reihe von Vorteilen. So enthalten E-Books neben Texten und Bildern auch Sprachaufnahmen und Filme. Zudem können sie automatisch aktualisiert und ergänzt werden. Die BITKOM meinte: „Ein modularer Aufbau der elektronischen Lerneinheiten mit differenzierten Inhalten und Tests macht es einfacher, die Schüler individuell zu fördern.“
Nach den Ergebnissen der BITKOM-Umfrage wünschen sich 84 Prozent der Schüler, dass elektronische Medien im Unterricht stärker eingesetzt werden. 92 Prozent sagen, dass neue Medien Schulstunden interessanter machen und 79 Prozent, dass sie zum besseren Verständnis der Lehrinhalte beitragen. Laut Umfrage hapert es in vielen Schulen aber noch an der Basisausstattung mit PCs. Bei 43 Prozent aller Schüler werden Computer im Unterricht entweder gar nicht oder seltener als einmal pro Woche eingesetzt. Die BITKOM weiter: „Eine gute Ausstattung mit Computern, Internet-Zugängen und Whiteboards ist die Grundlage für einen modernen Unterricht.“  Ebenso wichtig wie die Technik seien gut geschulte Lehrer, die neue Lernkonzepte in der Praxis umsetzen können. Und hier sehe ich das größte Problem. Ich will nicht auf die Lehrer schimpfen. Es gibt sehr viele Pädagogen, die einen hervorragenden Job machen. das kann ich aus eigener Erfahrung und der meiner Kinder bestätigen. Bei meinen zahlreichen Schulungen und Fortbildungen für Lehrkräften stelle ich aber eine massive Technikfeindlichkeit fest, die in der Regel aber aus Unsicherheit mit der Materie stammt.
Hier gilt es Medienkompetenz zu beweisen und die Schulung des Lehrpersonals zu intensivieren. Und gleichzeitig müssen die politischen Verantwortlichen mit der Materie vertraut werden. Kultusministerien, Schulbehörden, vorgelagerte Ämter – hier ist ein großer Bildungsbedarf. Packen wir es an, es geht um unsere Zukunft. Es geht um unsere Kinder.

Geschäftsmodell für Büchereien: eBooks verleihen

6. Januar 2011

Ein Gedankenmodell: Amazon bereitet den Boden für ein interessantes Modell für künftige öffentliche Büchereien. Kurz vor Jahreswechsel schaltete der Bücherriese eine neue Kindle-Funktion frei: Künftig können Kindle-Bücher kostenlos für 14 Tage verliehen werden. Benötigt wird nur eine E-Mail-Adresse.
Der Empfänger kann das E-Buch bei Amazon abholen und das eBook in seinem Kindle-Reader lesen. Das muss nicht einmal ein Kindle sein, ein Reader für das iPad, iPhone u.a. reicht auch. Zum Abholen hat der Empfänger bis zu sieben Tage Zeit. Reagiert der Empfänger nicht, so verfällt die Leihgabe.
Das Buch kann in der Verleihzeit vom Besitzer nicht gelesen werden, schließlich ist es ja verliehen – das DRM macht es möglich. Vor Ablauf der Verleihfrist bekommt der Ausleiher einen Hinweis vom Amazon. Das System funktioniert derzeit nur in den USA.
Ich stelle mir vor, wenn so ein Konzept auf öffentliche Büchereien übertragen wird. Wäre das machbar? Würde so ein Verleihangebot angenommen werden? Ich meine nicht heute und morgen, aber vielleicht übermorgen. Mich würde es interessieren, ob der Bundesverband der Büchereien oder Bibliotheken (es gibt sicherlich so einen solchen Verband) so ein System überlegt und die Zukunft beschreitet.
Für den klassischen Buchhandel würde ein solches Modell wieder zu Umsatzrückgängen führen. Buchläden haben derzeit mit Umsatzeinbußen zu kämpfen, weil Online-Buchhändler wie Amazon, Apple und Co entweder Bücher direkt versenden bzw. elektronische Bücher zum Download anbieten.

Medienkompetenz: Aigner wettert gegen Drohnen

27. Dezember 2010

Ilse Aigner als Verbraucherschützerin ist immer gerne zur Stelle, wenn es um neues Futter für die Massenmedien und ihre Wählerschaft geht. Aigner bedient oftmals ein gewisses Wählerklientel, das sich nicht mit neuen Techniken beschäftigen will (oder kann) und daher den Aussagen der streitbaren Dame gerne folgt. Einst beschwor die Aignerin die Angst vor Google Streetview. Doch nur ein Bruchteil der Deutschen folgte ihrem Boykottaufruf. Auch die Drohung gegen Facebook war ein Sturm im Wasserglas. Aigner löschte ihren Facebook-Account und siehe da, die Welt dreht sich weiter. Erst als vier US-Senatoren einen offenen Brief an Mark Zuckerberg schrieben, änderte Facebook seine Privateinstellungen.
Nun hat Ilse Aigner die fliegenden Drohnen im Visier. Sie sieht Datenschutzlücken beim Einsatz der fliegenden Helikopter aus dem Elektromarkt. Waren die Drohnen in der guten alten Zeit nur den Militärs zum Töten und Auskundschaften vorbehalten, kann ich heute mit dem fliegenden Auge die Nachbarin beim Sonnenbaden beobachten. Spannen hieß es zu meiner Zeit.
Und ich glaube, dass sich die Gesetzeslage nicht verändert hat. Auch früher war es verboten, auf einen Baum zu klettern und die Nachbarin mit Teleobjektiv oder Fernglas zu beobachten. Auch früher war es verboten, den Helikopter oder den Ballon mit einer Kamera auszustatten und zum Spannen zu nutzen. Es hat sich nichts an der Gesetzeslage geändert, doch Frau Aigner sieht populär schwadronierend wie sie nun mal ist, auf einmal Datenschutzlücken. Meine AR.Drone von Parrot kann ich mit dem iPad und iPhone steuern und die Bilder live übertragen. Ja, die Technik ist billiger geworden und daher wird sie auch gekauft. Ich kann die Drohne zum Spannen nutzen, aber ich kann auch wunderbar damit fliegen. Ich denke, der durchschnittliche Modellflieger von früher ist kein Spanner, und der Drohnenlenker von heute auch nicht. Aber gleich mal einen Generalverdacht aussprechen, so sichert sich Aigner die Stimmen ihrer ahnungslosen Klientel.
An der Gesetzeslage hat sich aber nichts geändert. Was statt einer Gesetzesverschärfung gebraucht wird, ist Medienkompetenz. Wie gehe ich mit modernen Techniken sinnvoll und verantwortungsvoll um? Das ist die Herausforderung mit der sich Frau Aigner und Kollegen beschäftigen sollten. Wie lernen Kinder (und Erwachsene und Politiker) einen modernen Umgang mit Medien? Dazu gehört auch die Drohne, die sich mit neuen Medien steuern lässt. Ein Verbot ist das Letzte, was wir brauchen.
Und ich lese in den Agenturen, dass die Linkspartei auch Gefahren durch die Drohnen sieht. CSU-Aigner und Linke sind sich einig? Ist die Linke nicht die Partei der ehemaligen SED, die durch Ausspionieren ihrer Bürger großartige Erfahrungen gesammelt hat? Hier empfehle ich: Einfach mal die Klappe halten. Wer selbst im Glashaus sitzt …

Media Markt steigt mit eBooks ins Buchgeschäft ein

23. Dezember 2010

Alles was digital vertrieben werden kann, wird auf diesem Weg distribuiert. Dieses Erkenntnis von Nikolas Negroponte war so wegweisend, dass sie ganze Industrien und unser aller Leben veränderte. Mit dem Launch eines eBook-Store durch den MediaMarkt wird konsequent ein weiterer Schritt gegangen.

Nachdem Google mit seinen BookStore in Deutschland noch nicht in die Puschen kommt und Amazon über den Kindle vor allem noch US-Bücher verkauft, gibt es nur wenige Möglichkeiten in digitalen Buchgeschäften mit deutschen Büchern zu stöbern. Für mich als iPad-User ist natürlich iBooks von Apple an erster Stelle, aber ich hätte natürlich gerne eine Alternative.

Media Markt hat zum Start rund 30.000 eBooks im Angebot – einige sind zum Schnäppchenpreis von 1,49 Euro zu haben – aber leider nicht für mich. Im Kleingedruckten ist zu lesen, dass die Bücher nicht auf den Apple-Devices iPhone und iPad laufen. Das ist ein Müll und damit ist der Store für mich unbrauchbar. Die digitalen Bücher von Media Markt sind auf eReadern, PCs und Notebooks und Tablets nutzbar. Bezahlt wird mit Kreditkarte oder aufladbaren Geschenk- und Downloadkarten.

Vor dem Lesen steht die Installation der kostenlosen Software Adobe Digital Editions. Sie regelt die Rechteverwaltung. Ein Buch kann für bis zu sechs Geräte aktiviert werden.

Billiger sind die eBooks in Deutschland freilich nicht. Der Preis der eBooks wird von den Verlagen festgelegt. Wie bei den gedruckten Büchern unterliegen auch die eBooks der deutschen Preisbindung. Das heißt jedes deutsche eBook kostet überall gleich viel. Da wird es Zeit, dass Amazon USA endlich deutsche eBooks führt. Die Mehrzahl der eBooks sind im Schnitt ca 20% günstiger als das gedruckte Buch, sagt Media Markt. Dies stimmt allerdings nur bedingt.

Sehr nett ist übrigens am Seitenende der Website die Aussage: Alle Angebote nur solange der Vorrat reicht. Sind wir hier im digitalen Zeitalter oder nicht?

Buchkritik: „Willkommen am Mac – Für Umsteiger, Einsteiger und Neugierige“

27. November 2010

Die Strategie von Apple geht auf. Durch iPod, iPhone und iPad wechseln immer mehr Windows-User zur richtigen Seite. Von meiner ehemaligen Nischenmarke Apple ist nicht mehr viel übrig geblieben. Das Unternehmen ist den Weg von Sony gegangen und wurde zur Computer Electronics Company. Musste ich früher alle paar Wochen Leute beim Umstieg beraten, kommt es heute durch den Erfolg von Apple ständig vor. Immer die gleichen Fragen: „Gibt es denn überhaupt alle Programme auf dem Apple?“ Wenn ich das schon höre: „Auf dem Apple“ – das Ding heißt Mac. Und ich habe endlich eine Entlastung gefunden für meine Beratungen: Das Buch „Willkommen am Mac – Für Umsteiger, Einsteiger und Neugierige“ von Anton Ochsenkühn und Johann Szierbeck ist genau das richtige Buch für die wechselnde Zielgruppe. Das Autorenduo – in der Mac-Szene wahrlich keine Unbekannten – haben einen sehr lesenswerten Ratgeber geschrieben. Mac-User lassen besser die Finger weg, aber Wechselwillige sollten zugreifen. Es werden wunderbar die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Schneeleoparden und Windows 7 erläutert. Außerdem gibt es nützliche Tipps für den Mac-Einsteiger. Er erfährt was hinter den ominösen Worten wie Spotlight, Time Machine, Spaces, Dashboard, Exposé steht.

Für mich ist das Buch die erste Wahl, wenn wieder vermehrt Fragen zum Mac aufkommen. Es ist einfach geschrieben, schön illustriert und macht vor allem Lust auf den Mac – was will ich mehr?

 

Kommentar: Apple Pro was ist los?

15. November 2010
Lebwohl XServe

Lebwohl XServe

Im Moment bin ich ein wenig nervös, dass Apple uns Pro-User in dem Erfolgsrausch vergisst. Neuentwicklungen für iPhone und iPad kosten Kraft und binden Personal. Dieses Personal wird auch für die Pro-Produkte von Apple benötigt. Apple ist zwar ein großes Unternehmen, aber eben doch nicht riesig. His Steveness ist auch nur ein Mensch und kann nur begrenzt alles allein überwachen. Die Vorschau auf OS Lion macht mir Angst. Will ich eigentlich iPad-Funktionen am Mac Desktop?

Es stimmt mich im höchsten Maße nervös, wenn ich lese, dass der XServe eingestellt wird und ich stattdessen einen Mac Pro verwenden soll, der aber nicht in mein Serverrack passt. Natürlich ist der Mac Pro eine tolle Maschine, aber ein XServe war es eben auch. Und ein Mac Mini als Server ist ja nett für Word-Dokumente, aber nichts für Profis. Wenn ich meinen Final Cut Server in Betrieb halten will, bin ich auf meinen Mac Server angewiesen. In reinen Mac-Umgebungen war der XServe ein Traum.

Ach ja Final Cut. Wo bleibt das Update, das dringend notwendig wäre? Das neue Adobe Premiere CS5 ist stark, Avid ist auch wieder von den Toten auferstanden und mischt im Videomarkt wieder mit. Und mein FCP rendert, rendert, rendert  vor sich hin. Mercury zischt ab und ich schau blöd mit meinem FCP beim Rendern zu. In einer E-Mail hat Steve scheinbar versprochen, dass im Frühjahr 2011 sich in Sachen FCP etwas tun soll. Gut so, sage ich. Wird auch verdammt Zeit, füge ich hinzu.

Der Sprung zum neuen Aperture war ok, als Fotograf bin ich zufrieden, aber das Bewegtbildthema hinkt hinterher. iLife 11 hat nette Videoansätze, aber es spielt eben nur in der Amateurliga. Die Final Cut Suite brauch ein Update. Apple, Eure installierte Basis ärgert sich gerade. Ich will mich auch noch mal an dieser Stelle darüber beklagen, dass Shake eingestellt wurde. Sorry für die harten Worte, musste aber mal sein. Jetz fühl ich mich besser.

 

Mein Paris: Trommeln was das Zeug hält

12. November 2010

Was machen 2000 Friseure in einer Halle zusammen? Krach, aber richtig. Nein, nicht was ihr jetzt denkt, die Friseure bei der Wella-Frisurenshow International Trend Vision Award haben richtig Krach gemacht und es war super. Wella, oder besser P&G, hat eine Industriehalle in Paris gebucht und mit riesigen Aufwand zur Party-Location umgerüstet. Es war die Halle Freyssinet, 55 Boule Vincent Auriol, in der auch die großen Modeschauen stattfinden. Modernste Präsentationstechnik, fetter Sound, Essen für 2000 Besucher, zu wenig Toiletten – alles Superlative. Bevor Wella vier neue Frisurentrends vorstellte und dann das beste Young Talent und die beste Farbe kürte, wurde richtig eingeheizt. Und zwar mit simplen Plastikrohren in verschiedenen Farben.

Ein paar Akteure kamen auf den Catwalk und dirigierten die Besucher: Mal leise schlagen, mal laut schlagen, mal die roten Rohre, mal die violetten – und das Publikum machte voll mit.

Der gesamte Event wurde live ins Internet gestreamt mit einem großen Aufwand. Eine Facebook-Seite begleitete die Veranstaltung. Gleichzeitig launchte Wella seine iPad App und bringt künftig die Frisurenhefte in Apple iBooks-Store. Hier will es Wella wohl wissen und die Amerikaner wollen mit Aufwand die die Vormachtstellung von L`Oreal brechen. Das wurde während der gesamten Frisurenshow deutlich. Leider vergaß man in der Halle das WLAN richtig aufzustellen. Auf der gleichzeitig stattfinden Weltmeisterschaft der Friseure konkurrierten die beiden Unternehmen um die Gunst des Publikums. Wella lud in die Industriehalle, L´Oreal in den Louvre. Mal sehen, wie der Wettstreit ausgeht. Klar geworden ist mir aber, dass man mit ganz einfachen Dingen eine Halle zum Kochen bringen kann und es irren Spaß gemacht hat. Das Publikum war international und der Krach war es auch.

Wella leistete sich in Paris eine fette Show.

Wella leistete sich in Paris eine fette Show.

 

Mein Paris: Meine Hotelerfahrung

7. November 2010
Überraschung: Das gebuchte Zimmer war wohl besetzt.

Überraschung: Das gebuchte Zimmer war wohl besetzt.

Wer nach Paris reist, steht vor einem Dilemma. Es gibt dort wunderbare Hotels mit großartigem Service, aber auch zu saftigen Preisen. Und es gibt weniger gute Hotels, mit etwas weniger gutem Service, aber zu hohen Preisen. Was anderes scheint es in Paris nicht zu geben. Die einzige Konstante ist: Hoher Preis. Klar, in der Stadt der Liebe kann es sich der Hotelbesitzer erlauben, denn Paris ist immer noch ein Magnet. Und dieser Magnet übte auch seine Anziehungskraft auf mich aus. Also Koffer gepackt und ab nach Paris. Genächtigt wurde im ibis – Hotel, gebucht wurde über HRS via iPad App.

Das Hotel liegt in der Nähe der Messe – also Porte des Versailles, in einer verkehrsarmen Seitenstraße. Vorweg: Es war die richtige Wahl, aber der erste Tag begann unter dunklen Vorzeichen. Spät nachts kam der Flieger in Orly an, Taxis gab es trotz Benzinknappheit nach einer kleinen Warterei zur Genüge. Übrigens: Benzinknappheit durch Streiks – wenn so eine Stadt aussieht, in der Benzin knapp ist, dann möchte ich nicht nach Paris, wenn Super, Benzin und Diesel reichlich fließen. Der Verkehr ist enorm. Zurück zum Hotel: Eingecheckt und mit dem etwas engen Fahrstuhl in den zweiten Stock in die noch engeren Zimmer gefahren. Doch das Zimmer war nicht gemacht. Das Bett war zerwühlt, das Badezimmer benutzt. Das Zimmer war entweder noch bewohnt – oder der Raumservice hat es schlichtweg vergessen. Zurück zur Rezeption und das Leid geklagt: Zunächst im brüchigen Französisch, dann im besseren Englisch. Und Überraschung: Die Dame hinter der Rezeption spricht Englisch. Zwar nicht Oxford-English, aber zur Verständigung reicht es. Was ist bloß mit Frankreich los? Jedes Klischee wurde schlagartig vom Tisch gewischt. Wie oft war ich in Frankreich und niemand sprach Englisch mit mir?

Wow und gleich die zweite Überraschung: Die Dame an der Rezeption kümmerte sich um ein neues Zimmer, sie kümmerte sich um mein Problem. Trotz Messezeit und vollem Haus gab es ein neues Zimmer – und das ohne Probleme, aber mit zahlreichen Entschuldigungen. Obwohl die Bezeichnung Zimmer etwas voreilig gewählt wurde. In den Raum passte ein Bett und das war es. Maximal neun Quadratmeter war das Zimmer groß, erreichbar über enge verwinkelte Gänge. Egal, ich muss ja nur schlafen. Viel dramatischer: Der Raum hatte nur eine Steckdose. Wie sollte das ganze Technikzeugs (iPhone, MacBook Air, iPad, Akku) denn geladen werden. Das ist ein klarer Minuspunkt – auch weil das Bad über keine Steckdose verfügte. Positiv überrascht: Es gab ein kostenloses WLAN. Es sind 200 MB pro Tag und ich düfte nicht skypen, aber zumindest war ich von der Welt nicht abgeschnitten. Das ist ein absolutes Plus und ich buche Hotels nur noch, wenn sie über WLAN verfügen.

Da ich nicht unbedingt dem Aufzug vertraute, ging ich die Treppen zu meinem Stockwerk zu Fuß. Dort stieß ich auf ein Plakat. Die Hotels haben eine Qualitätsprüfung hinter sich und sind nun ISO 9001 zertifiziert. In Deutschland dürfte so ein Hotel mit den engen Fluchtwegen nicht eröffnen. In Frankreich geht es und es ist nicht das Problem der Franzosen.

ISO 9001 - na dann ist ja alles klar.

ISO 9001 - na dann ist ja alles klar.

IDAPT i4: Tankstelle für Devices

31. Oktober 2010
Grundsätzlich eine gute Idee: Das IDAPT i4 Universal-Ladegerät

Grundsätzlich eine gute Idee: Das IDAPT i4 Universal-Ladegerät

Das iPhone und das iPad brauchen Strom, ebenso meine Digitalkameras, egal ob Video oder Foto. Eine schöne stylische Energie-Tankstelle ist das neue IDAPT i4 Universal-Ladegerät. das Gerät wird von HAMA in schwarz und weiß vertrieben. Das Teil sieht gut aus und soll Schluss machen mit meinem täglichen Ladechaos. Soweit die Theorie und die klingt gut: IDAPT i4 lädt bis zu vier Geräte unterschiedlichster Art gleichzeitig auf. Der i4-Alleslader kann derzeit bereits mit mehr als 22 robusten modularen Spitzen bestückt werden, die über 4000 Geräte einfach und schnell mit neuer Energie versorgen. Anders als herkömmliche Ladegeräte lädt IDAPT auch AA-Batterien, Handheld-Konsolen, GPS-Geräte und viele mehr. Demnächst stehen darüber hinaus auch optionale Ladespitzen für die PSPGo und eine noch größere Anzahl an Digitalkameras zur Verfügung.

Klingt gut, brauche ich aber in der Realität nicht in dieser Form. Ich brauche keine mitglieferten Adapter für Sony, irgendwelche Mobiltelefonkrams – ich habe einen iPod, ein iPhone und ein iPad sowie eine Bedarf für MiniUSB. Sechs Spitzen für MicroUSB, MiniUSB, Nokia 2, Samsung 4 und Sony Ericsson 2 sind bereits im Lieferumfang enthalten. Die meisten Adapter sind Elektronikschrott weil ich eben das entsprechende Gerät nicht habe und wandern so in die Entsorgung. Allerdings liegt dem rund 50 Euro teurem Gerät nur ein Ladeadapter für Apple-Geräte bei. Ich musste also zwei teure Ladeadapter nachkaufen und das geht ganz schön ins Geld. Stylisch hin, stylisch her.

Aber wahrscheinlich bin ich die falsche Zielgruppe. Ich sehe einen riesigen Bedarf im Hotelgewerbe. Wie oft kommt es vor, dass ich irgendwo übernachte und meine Devices aufladen möchte, habe aber die Steckerchen vergessen. Wenn ich dann das IDAPT i4 auf meinem Zimmer hätte, dann wäre der Tag bzw. die Nacht gerettet. An der Rezeption kann ich mir die gewünschten Adapter ausleihen und alle wären glücklich.

TV-Spot für Landlust

28. Oktober 2010

Diese Zeitschrift „Landlust“ ist schon ein Phänomen. Obwohl ich kein Leser des Magazins bin, freut es mich immer, wenn ein Papiermagazin in der heutigen Online-Welt Leser findet und Erfolg hat. Im Jahr 2005 ging das Magazin „Landlust“ an den Start und hat sich seitdem zu einer der erfolgreichsten Zeitschriften-Neugründungen Deutschlands entwickelt. Mit über 750.000 verkauften Exemplaren ist „Landlust“ unter den Top 20 der Kaufzeitschriften zu finden.

Mir zeigt es, das ein klares redaktionelles Konzept bei den Lesern ankommt. Das ist gut, obwohl ich das Magazin nicht lese und es mich nicht berührt, obwohl ich ein Landei bin. Landlust zeigt die schönsten Seiten des Landlebens mit einer unverwechselbaren Natürlichkeit und hohen Authentizität. Ich glaube, gerade diese Authentizität ist besonders wichtig, sei es im Print- oder Onlinebereich. Das multithematische Magazin gliedert sich in die fünf Rubriken Garten, Küche/Rezepte, Ländliches Wohnen, Landleben und Natur. Landlust erscheint alle zwei Monate im deutschsprachigen Raum zum Copypreis von 3,80 Euro. Herausgegeben wird das Magazin vom Landwirtschaftsverlag in Münster.

Schön ist, mit welchem technischen Aufwand so ein Naturmagazin beworben wird. Dies zeigt der neue TV-Spot, der von Neonred hergestellt wurde. Der Spot kommt leicht herüber, ist aber vollgepackt mit CGI und MotionGraphics. Von dem technischen Schnickschnack bekommt der Zuschauer nicht viel mit. Der Spot kommt locker, flockig herüber. Da sind die Macher von Neonred Profis, Die Neonred, mit den Geschäftsbereichen Kommunikation, Design, Film und Architektur, deckt das komplette Spektrum werblicher Kommunikation ab – von klassischer Werbekonzeption und Produktion (Film, Print, Funk), über Sonderwerbeformen (Viralmarketing, 3D-Internetanwendungen, Multitouch Applikationen), bis hin zum Design architektonischer Event-Konzepte. Die Firmengruppe wird von den beiden Gesellschaftern Anke Vermeulen und Markus K. Frey geleitet.

Neonred hat den TV-Spot für die aktuelle crossmediale Werbekampagne anlässlich des fünfjährigen Bestehens produziert, der ab seit kurzem auf ARD und ZDF im Nachmittags- und Vorabendprogramm zu sehen ist. Der 20-sekündige Clip soll den Bekanntheitsgrad des Magazins insbesondere bei den Zuschauern weiter steigern, die das kultivierte Landleben und die Natur schätzen.  Markus K. Frey, Kreativdirektor der Neonred Group sagt: „In jeder Ausgabe tritt Landlust den Beweis an, dass mit redaktioneller Qualität und konsequenter Leserorientierung immer noch ein erfolgreiches Print-Produkt entstehen kann.“

Es freut mich für Print, aber ich warte dann doch auf meine iPad-App oder gehe jetzt mal wieder ins Dorf, um statt Landlust mehr Landluft zu schnuppern.