Posts Tagged ‘Horrorfilm’

Ausstellung Phantome der Nacht 100 Jahre Nosferatu

4. Juli 2023

Ich besuche gerne Ausstellungen und die wichtigste Ausstellung im ersten Halbjahr war für mich Phantome der Nacht 100 Jahre Nosferatu, die in der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Berlin zu sehen war.

Der Film Nosferatu – eine Symphonie des Grauens (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau ist für mich eine Ikone des deutschen Stummfilms und für mich einer der besten fantastischen Filme überhaupt. Ich habe so viel über den Film gelesen, ihn mehrmals gesehen zuletzt in der wunderbar restaurierten Version der Murnau-Stiftung, ich habe einige Seminare zu diesem Meisterwerk des Grauens gehalten – nun wollte ich ein paar neue Hintergründe entdecken.

Nosferatu ist nicht ohne kunsthistorische Vorbilder zu denken. In den Entwürfen für die Ausstattung befinden sich Motive, die an die Radierungen Francisco de Goyas erinnern, an die deutsche Romantik oder an die phantastische Kunst und Literatur des frühen 20. Jahrhunderts. Anleihen bei Caspar David Friedrich sind ebenso zu erkennen wie bei Alfred Kubin, Stefan Eggeler oder Franz Sedlacek. Darüber hinaus warf die Ausstellung einen Blick auf die Auswirkungen „Nosferatus“ im Bereich der zeitgenössischen Kunst, Alltagskultur und Populärkultur. Nosferatu wirkt noch immer, trotz seiner über 100 Jahre. Werner Herzog drehte eine Neuverfilmung, Shadow of the Vampire erzählt von den Dreharbeiten und im Moment ist die Produktion für einen neuen Nosferatu-Film abgeschlossen.

Für mich sehr interessant waren die Ideen von Albin Grau, dem Produzenten des Films, der sich später ganz den Okkultismus verschrieben hat. In Nosferatu flossen viele seiner okkulten Gedanken ein und es waren viele seiner Zeichnungen zu bestaunen.

Während Murnaus Biografie weitgehend geschrieben ist, weiß man von Albin Grau bislang nur wenig. Dass er Anfang der 1920er Jahre in Berlin einer der führenden Köpfe der esoterischen, der okkulten Szene war, dass er 1924 während der in der satanischen Szene höchst wichtigen Weida-Konferenz auf Aleister Crowley traf und ihm, nach anfänglicher Faszination, die Stirn bot und mit seinem LIBER I einen Alternativ-Entwurf zu Crowleys grundlegendem LIBER AL veröffentlichte, dass er im Dritten Reich eine entscheidende Rolle in Sachen Wehrmacht-Kraftfahrtwesen einnahm, dass er seinen Lebensabend im bayrischen Luftkurort Bayrischzell verbrachte und sich mit Landschaftsmalerei bis zu seinem Tod über Wasser hielt, dass er kurz vor seinem Tod dem O.T.O. beitrat und mit dem Weltbund der Illuminaten in Kontakt stand, all dies wird in einer neuen Biografie erzählt, die irgendwann erscheint und die ich sehnsüchtig erwartete. Bis es soweit ist, lese ich den Katalog zur Ausstellung wieder und immer wieder. Auch wenn man in Berlin nicht vor Ort war und die Exponate live sehen konnte, gibt es einen sehr guten Eindruck und die Gedanken zum Film müssen sowieso mehrmals gelesen werden, um sie komplett zu erfassen.

Wenig zu sehen gab es allerdings über den großen Max Schreck, der den Vampir darstellt. Das kam mir bei der Ausstellung ein wenig zu kurz, wobei die Ausstellung wohl einen anderen Schwerpunkt gelegt hat.

Ich habe zwei VR 360 Grad Filme über die Ausstellung gedreht, damit man einen Eindruck bekommt.

Rückblick zur Matinee: Wenn die Gondeln Trauer tragen

15. Mai 2023

Einmal im Monat darf ich eine Matinee im Scala-Kino in Fürstenfeldbruck halten. Im April stand einer meiner Lieblingsfilme auf dem Programm: „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ von Nicolas Roeg, der anschließend der SF-Film Der Mann, der vom Himmel fiel mit Bowie drehte,

„Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ist ein beeindruckender Film, der die Grenzen des klassischen Horrorfilms sprengt und den Zuschauer in eine verstörende, surreale Welt entführt.

Regisseur Nicolas Roeg schafft es, mit seiner außergewöhnlichen Kameraführung und Montage eine düstere Atmosphäre zu erzeugen und die Verwirrung und Desorientierung der Protagonisten auf den Zuschauer zu übertragen. Hier meine Einführung zum Film.

Die nächste Matinee steht schon in den Startlöchern. Am Sonntag, 21. Mai zeige ich anlässlich des 80. Geburtstages von David Cronenberg den Body-Horror Videodrome. Karten für die Veranstaltung gibt es hier.

Filmkritik: Evil Dead Rise

28. April 2023

Lang erwartet und endlich ist die neueste Ausgabe der Evil Dead-Reihe im Kino zu genießen. Ich muss zugeben, dass ich Tanz der Teufel in seiner Art extrem innovativ fand: Billig produziert, hart in der Ausführung, extrem hart. Auch die Neuverfilmung konnte ich genießen: Keine dumme Sprüche, sondern es geht hart zur Sache. Teil 2 und vor allem den dritten Teil Armee der Finsternis der Reihe fand ich weder originell, noch unterhaltsam und im Grunde ein Ärgernis. Also bin ich mit zwiespältigen Gefühlen in Evil Dead Rise in mein Lieblingskino dem Scala Fürstenfeldbruck gegangen, um mir das neueste Werk der Produzenten Raimi/Campbell anzuschauen. Der Trailer war vielversprechend, zeigte ein Kammerspiel des Gore.

Der Film Evel Dead Rise beginnt zwar im Wald mit der üblichen rauschenden Kamerafahrt, spielt aber dann in einer Rückblende die meiste Zeit im urbanen Umfeld einer heruntergekommenen Bank, die als Absteige umfunktioniert ist und abgerissen werden soll. Sehr schöne Variante eines Spukhauses und sage nicht mehr so viel Atmosphäre verspürt. Wir sind in der Stadt der Engel und durch ein Erdbeben wird das bekannte Buch der Toten samt zwei Schallplatten freigelegt. Früher waren es Tonbänder, aber heute sind es im Retro-Vinyl-Zeitalter eben 78er Schellack. Blättern und Anhören der Zaubersprüche und siehe da, der Dämon ist aus Tanz der Teufel ist wieder da und macht einen auf Ramba Zamba. Was im Wald von Tanz der Teufel die Vergewaltigung durch Bäume und Äste war, sind in Evil Dead Rise nun Seile in einem Fahrstuhl.

6.500 Liter Filmblut kamen zum Einsatz und bei all den extrem harten Gore Effekten war mich mich der heftigste Einsatz die Verwendung einer Käsereibe als Waffe. Bei der Pressevorführung wurde eine Käsereibe als Geschenk verteilt – ich war allerdings nicht dabei. Diese Reibe tat richtig aua. Kurz die Story: Im Zentrum steht eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern sowie eine Schwester. Der Dämon fährt in die Mutter ein und schon beginnt die Metzelei – und an die Hollywood-Regel, dass Kinder verschont werden, hält sich Filmemacher Lee Cronin absolut nicht.

Damit hätte man den Film als würdige Fortsetzung der Tanz der Teufel Reihe abhaken können. Aber der geneigte Film- und besonders der Horrorfan entdeckt ein paar Schätze. Als Fan des fantastischen Films konnte ich mich vor lauter Filmzitaten und Easter Eggs nicht sattsehen. Das Familiendrama macht einen Streifzug durch die Klassiker des modernen Horrorfilms. Wir sehen Zitate aus zuckende Körper aus der digitalen Ausgabe von Der Exorzist, das Erbrechen von Linda Blair darf natürlich nicht fehlen. Aus dem Herzen sprach mir der Film, als ein Jugendlicher die Freddy Krüger-Reihe als langweilig ablehnte (endlich sagt es mal einer), wir haben auch ein wenig Jason aus dem See mi einer Verbeugung von Freitag, der 13.. Wir sehen Zitate aus Suspiria, erfreuen uns an den harten Splatter-Szenen aus Peter Jacksons Braindead, sehen das schockierende Ermorden eines Kindes aus Henry: Portrait of a Serial Killer, die Pfählung von Joe D’Amato, dann entdecken wir sogar ein wenig Alien samt Katze, auch vor Brian Yuznas Return of the Living Dead III wurde sich artig verbeugt. Originell waren die Anspielungen an John Carpenter das Ding mit seinen Monstereffekten von 1982, die Schrotflinte von Bruce Campbell darf ebensowenig fehlen, wie seine Motorsäge, die natürlich auch wieder an den guten alten Leatherface des Terror-Klassikers Blutgericht in Texas erinnert. Ich habe mich sehr über den Einsatz des Häcksler von Joel Coens Fargo gefreut. Aber Evil Dead Rise-Regisseur Lee Cronin verbeugt sich mit seinem Film vor allem vor dem Regiegott Stanley Kubrick. In mindestens zwei Szenen wird Shining hervorragend zitiert – einmal im Badezimmer, vor allem aber im Blut gefüllten Fahrstuhl. Die Suche nach den Filmzitaten macht unheimlich Spaß und lockert den harten Streifen auf.

Den Terror und Schock von Tanz der Teufel konnte Evil Dead Rise bei mir nicht wiederholen, aber es ist ein gelungener Familienfilm für Fans des Groben.

Matinee diesen Sonntag im Scala FFB: Wenn die Gondeln Trauer tragen

26. April 2023

„Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ist ein beeindruckender Film, der die Grenzen des klassischen Horrorfilms sprengt und den Zuschauer in eine verstörende, surreale Welt entführt. Regisseur Nicolas Roeg schafft es, mit seiner außergewöhnlichen Kameraführung und Montage eine düstere Atmosphäre zu erzeugen und die Verwirrung und Desorientierung der Protagonisten auf den Zuschauer zu übertragen.

Ich darf an diesem Sonntag, 30. Mai, im Scala Kino Fürstenfeldbruck eine Matinee durchführen. Ich stelle den Zuschauern den Film mit einer kleinen Analyse vor und anschließend schauen wir gemeinsam den Klassiker auf großer Leinwand.

Einmal pro Monat darf ich im Scala Fürstenfeldbruck eine Matinee durchführen, die sich vor allem um den fantastischen Film dreht. In der Vergangenheit sprach ich zu Nosferatu (1922), Dracula (1958), die Vögel (1963) und zum Exorzist (1973). Ich habe meine Vorträge der Vergangenheit verlinkt.

Warum habe ich nun „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ausgewählt? Im Film geht es nicht nur um die klassischen Horror-Elemente wie Geister oder Monster, sondern vor allem um die Abgründe der menschlichen Psyche und die Frage nach der Wahrnehmung von Realität und Zeit. Die Schauspieler Julie Christie und Donald Sutherland liefern eine grandiose Leistung ab und tragen maßgeblich dazu bei, dass der Film noch lange im Gedächtnis bleibt.
Hier ein kleiner Trailer, den ich zu meiner Matinee produziert habe:

„Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ist ein Klassiker des Horrorgenres, der bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat und auch für Nicht-Horrorfans aufgrund seiner herausragenden filmischen Umsetzung empfehlenswert ist. Ein Meisterwerk des Suspense-Kinos, das den Zuschauer auf unheimliche Weise fasziniert und zugleich verstört.
Ich freue mich auf mein Publikum. Die Karten für die Veranstaltung gibt es hier und an der Tageskasse.

50 Jahre Der Exorzist – Matinee im Scala Kino am 12. März

7. März 2023

Einmal pro Monat darf ich im Scala-Kino Fürstenfeldbruck eine Matinee durchführen. Dieses Mal steht am Sonntag, 12. März um 10:45 Uhr der Klassiker Der Exorzist auf dem Programm.

Der Film „Der Exorzist“ (Originaltitel: The Exorcist) von William Friedkin ist ein Klassiker des Horrorfilms und hat seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1973 eine große kulturelle Bedeutung erlangt. Er wurde als schockierendster Horrorfilm angewiesen und diese Aussage gilt bis heute. Karten für die Matinee, also Vortrag und Film gibt es hier. Restkarten an der Tageskasse.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von William Peter Blatty und handelt von einem Mädchen namens Regan, das von einem Dämon besessen ist und von einem katholischen Priester exorziert werden muss. Hier der Trailer, den ich speziell für die Matinee geschnitten habe.

Der Film wurde für seine intensiven und schockierenden Darstellungen des Exorzismus und der Besessenheit sowie für seine beängstigende Atmosphäre und den Einsatz von Spezialeffekten und Make-up ausgezeichnet. Er wurde auch für seine kontroverse und provokante Darstellung von Religion und Spiritualität gelobt und kritisiert.

„Der Exorzist“ hat einen enormen Einfluss auf die Popkultur gehabt und zahlreiche andere Filme, TV-Shows und Bücher inspiriert. Er hat auch dazu beigetragen, den Horrorfilm als ernsthafte Kunstform anzuerkennen und hat viele weitere Horrorfilme beeinflusst. Und nach Exorzist war ich ein Fan der Musik von Mike Oldfield, dessen Tubular Bells in dem Film verwendet wird. Es war der Durchbruch von Linda Blair an der Seite des großartigen Max von Sydow und Jason Miller als Priester.

Insgesamt hat „Der Exorzist“ die Bedeutung, ein Meisterwerk des Horrorfilms zu sein und einen nachhaltigen Einfluss auf die Popkultur und die Filmindustrie zu haben.
Ich werde zu diesem Film später noch ein zweistündiges Online-Seminar durchführen. Infos dazu gibt es in meinem Newsletter.

Hier mein Vortrag von der Matinee im Februar. Sie drehte sich um Alfred Hitchcock Die Vögel.

Nachlese: Suspense-Thriller Die Vögel von Alfred Hitchcock als Matinee

17. Februar 2023

Mit einer neuen Reihe von Filmbesprechungen als Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck verbinde ich zwei Leidenschaften: Kino und Vorträge – beides macht mir unheimlich Spaß und der Geschäftsführer des Scala Fürstenfeldbruck Markus Schmölz stimmte einer monatlichen Matinee-Reihe zu. Ziel ist es, die Kino-Community zu stärken.

Als ersten Film präsentierte ich einen Klassiker von 1963, der 60 Jahre alt wird: Alfred Hitchcocks „Die Vögel“. Ich verehrte Hitchcock und so war es eine Selbstverständlichkeit, dass ich ihn für die Premiere wählte. Zuvor hatten wir im Scala Testballons mit zwei Veranstaltungen zu Nosferatu (1922) und Dracula„Die Vögel“ (1963) ist ein wegweisender Film im Horror- und Suspense-Genre, bekannt für seine bahnbrechenden Spezialeffekte, ikonische Kameraarbeit und subversive Erzählweise. Der Film hat sich als kultureller Meilenstein etabliert und fasziniert bis heute Zuschauer und Filmemacher gleichermaßen. In einer Analyse untersuche ich die Bedeutung des Films im Kontext seiner Entstehungszeit sowie seine Relevanz für die heutige Populärkultur. Zudem werde ich ein ausführliches kostenloses Online-Seminar zu die Vögel durchführen. Wer dabei sein will, darf gerne meinen Newsletter abonnieren. Hier meine Präsentation im Scala als Aufzeichnung: (1958) gestartet, die beide perfekt liefen. Nun also Hitchcock.

Die Handlung von „Die Vögel“ folgt der jungen Melanie Daniels (gespielt von Tippi Hedren), die in die Küstenstadt Bodega Bay reist, um einem Mann namens Mitch Brenner (gespielt von Rod Taylor) ein paar Liebesvögel zu bringen. Doch schon bald beginnen sich die Vögel in der Stadt merkwürdig zu verhalten und attackieren die Bewohner auf brutale Weise. Während die Menschen versuchen, sich gegen die Vogelattacken zu verteidigen, bleibt unklar, warum die Vögel plötzlich so aggressiv geworden sind und ob es eine Möglichkeit gibt, die Katastrophe abzuwenden.

Vögel als Monster
Eines der auffälligsten Merkmale von „Die Vögel“ ist die Art und Weise, wie er das Genre des Horrorfilms subvertiert. Im Gegensatz zu klassischen Horrorfilmen wie „Dracula“ oder „Frankenstein“ gibt es in „Die Vögel“ kein offensichtliches Monster oder Bösewicht. Stattdessen sind es die Vögel selbst, die zu einer Bedrohung werden, ohne dass es eine offensichtliche Erklärung gibt. Der Film verzichtet bewusst auf Erklärungen oder Hintergrundgeschichten und konzentriert sich stattdessen auf die Erfahrung der Charaktere in der unheimlichen und bedrohlichen Umgebung. Dadurch schafft „Die Vögel“ eine Atmosphäre der Unsicherheit und des Unbehagens, die auch nach 60 Jahren noch funktioniert.

Bahnbrechende Spezialeffekte
Ein weiterer Grund, warum „Die Vögel“ so erfolgreich ist, sind die bahnbrechenden Spezialeffekte. Hitchcock und sein Team von Spezialisten haben eine Vielzahl von Techniken eingesetzt, um die Vögel realistisch darzustellen und ihre Angriffe auf die Menschen so überzeugend wie möglich zu machen. Dazu gehören animatronische Vögel, Puppen, matte paintings, optische Effekte und sogar echte Vögel, die in der Nachbearbeitung vervielfältigt wurden. Der Einsatz dieser Techniken hat dazu beigetragen, dass „Die Vögel“ auch heute noch als visuelles Meisterwerk angesehen wird.
Darüber hinaus kann „Die Vögel“ auch als Kommentar auf die sozialen und politischen Umbrüche der 1960er Jahre verstanden werden. Der Film wurde in einer Zeit gedreht, als die Gesellschaft in den USA mit Protesten, Gewalt und Rassentrennung konfrontiert war. Es gibt mehrere Hinweise im Film, die auf diese Themen Bezug nehmen.

Filmriss online
Die Matinee nahm ich auch zum Anlass den monatlichen Videopodcast Filmriss online zu präsentieren, den Markus Schmölz und ich konzipiert haben. Hier ist die erste Folge.

Exorzist als nächste Matinee
Die nächste Matinee wird am Sonntag, 12. März um 10:45 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck stattfinden. Dieses Mal geht es um einen der schockierendsten Horrorfilm aller Zeiten, der seinen 50. Geburtstag feiert: Der Exorzist von 1973. Noch ist der Kartenvorverkauf noch nicht gestartet, aber ich informiere in meinem Newsletter dann darüber.

Matinee Alfred Hitchcocks Film „Die Vögel“ am Sonntag, 12. Februar im Scala

8. Februar 2023

Ich freue mich, dass ich am Sonntag, 12. Februar in einer Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck einen Vortrag zu Alfred Hitchcocks Film „Die Vögel“ sprechen darf. Die Veranstaltung beginnt um 10:45 Uhr – ich erläuterte die Bedeutung des Films und zeige dann den Klassiker von 1963. Karten gibt es hier.

Alfred Hitchcocks Film „Die Vögel“ hat sowohl im Kontext des Kinos als auch in der Populärkultur eine große Bedeutung. Der Film gilt als Meisterwerk des Suspense-Genres und zeigt Hitchcocks unverwechselbaren Stil und seine Fähigkeit, Spannung aufzubauen und die Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen. Hier ein kleiner Trailer, den ich speziell für dieses Event geschnitten habe.

Mit dem Film wurde ein Subgenre des Horrorfilms etabliert: Der Öko- oder Tierhorror. Er kam am 28. März 1963 in die US-amerikanischen, am 20. September 1963 in die deutschen Kinos und feiert seinen 60. Geburtstag. Der Film markiert nach Der unsichtbare Dritte (1959) und Psycho (1960) einen weiteren Höhepunkt in Hitchcocks Spätwerk.

Die Vögel handelt von einer Gruppe von Vögeln, die plötzlich und unerklärlich auf die Bewohner einer kalifornischen Stadt angreifen. Der Film nutzt die Symbolik der Vögel als Metapher für Bedrohung und Unsicherheit und lässt die Zuschauer raten, was hinter dem Verhalten der Tiere steckt.

Der Film hat auch eine starke kulturelle Bedeutung, da er oft als eines der besten Beispiele für Hitchcocks Fähigkeit gesehen wird, komplexe Themen und Emotionen durch subtile Andeutungen und symbolische Darstellungen zu vermitteln. „Die Vögel“ inspirierte viele andere Filmemacher und bleibt bis heute ein Klassiker des Kinos.

Ich würde mich freuen, wenn diese Matinee ein Erfolg wird. Später werde ich ein Online-Seminar zu die Vögel anbieten, aber mit einem anderen Schwerpunkt. Wer die Infos braucht, bitte in einem Newsletter anmelden.

Dracula im Film (32): Nacht der Vampire (1970)

17. Januar 2023

Für mich ist die Nacht der Vampire der konsequente Wegbereiter der Nacht der reitenden Leichten, zudem eine Mischung aus Hexen-, Werwolf- und Vampirfilm, also ein bisschen von jedem etwas. Der Heuler ist ein typischer Vertreter des spanischen Horrorkinos der siebziger Jahre mit dem einheimischen Horrorfilmstar Paul Naschy (eigentlich Jacinto Molina). Er spielt mal wieder einen Werwolf, ich glaube bereits zum vierten Mal. Am besten fand ich ihn in „Die Vampire des Dr. Dracula“. Regie führte dieses Mal der ehemalige Zahnarzt Leon Klimovsky, der mit diesem Film seine Karriere als Low-Budget-Horrorfilm-Regisseur begründete.

Natürlich kommt Dracula in dem Film nicht vor, außer in einem Dialog der beiden Hauptdarstellerinnen, die sich auf der historischen Suche nach der Hexe Gräfin Wandessa Dárvula befinden.

Elvira (wir sehen hier wieder Gaby Fuchs, die wir aus dem heftigen Hexen bis aufs Blut gequält von 1969 kennen) reist mit ihrer Freundin Genevieve durch Frankreich und gemeinsam sind sie auf der Suche nach dem verlorenen Grab einer mittelalterlichen Mörderin, Hexe und Vampirin namens Gräfin Wandessa. Sie stoßen auf eine alte Burg, bewohnt von Waldemar Daninsky (Paul Naschy), der eigentlich ein Werwolf ist. Dieser lädt die Frauen dazu ein, so lange zu bleiben, wie sie wollen. Als Waldemar Elvira das vermeintliche Grab der Gräfin zeigt, erweckt Elvira diese zufällig zu neuem Leben und sie ist blutgieriger als je zuvor. Daninsky hat ja als Werwolf ein verborgenes Geheimnis, will seine Macht ausnutzen, um die Vampirin zu besiegen. Nach ein paar Gore-Effekte und einigen Toten wird die böse Vampirhexe besiegt und der Werwolf mit den Worten „Nun bist du für immer frei“ erlöst.

Weil wir ja 1970 als Drehzeit und Spanien als Drehort haben, gibt es von dem Film zwei Fassungen. Eine züchtige Fassung für den heimischen spanischen Markt und eine freizügige mit nackten Brüsten für die restliche Welt.
Ich hab den Film zuerst auf Super 8 gesehen, wo er als Zweiteiler mit den Titeln Nacht der Vampire und Die Orgie des Horrors erschienen ist. Erst dann kam die Bluray. Allerdings reicht die Super 8-Version vollkommen aus, die übrigens auf er Bluray vorhanden ist (was ich zu spät gemerkt habe)

Shining: Autogramm der Grady-Schwestern

4. Januar 2023

Wieder ein paar Neuanschaffungen für meine kleine Kubrick-Sammlung. Es gab für mich eine neue lizensierte Tasse mit den Grady Zwillingen aus Shining mit dem Spruch Komm und spiel mit mir. Viel wichtiger für mich allerdings: Ich habe ein Originalautogramm der beiden Schwestern, worüber ich mich sehr freue.

Im Film von 1980 wurden die beiden Mädchen von Lisa und Louise Burns als die „Grady-Schwestern“ dargestellt. Ihr einziger Satz war „Komm, spiel‘ mit uns, Danny!“. Den Damen war keine Filmkarriere vergönnt, aber wenn man mit einem Genie wie Stanley Kubrick drehen durfte, was könnte dann noch anderes kommen? Die Schwestern wechselten ins bürgerliche Leben und schlugen seriöse Berufe ein. Lisa und Louise Burns üben heute die Berufe der Mikrobiologin und Anwältin aus.


Ich freu mich sehr über das Autogramm und werde es zu meiner Kubrick-Sammlung hinzufügen. Ich hab die beiden Damen schon auch als Sammlerfigur.

Neca-Sammlerfiguren: Die Grady Zwillinge aus Shining

9. Juni 2022

Stanley Kubrick war mein Regiegott. Ich verehre seine Filme und kann sie mir wieder und wieder ansehen. Und ich sammle das Merchandising um die Filme. Soeben habe ich die Grady Zwillinge erstanden.

Im Film von 1980 wurden die beiden Mädchen von Lisa und Louise Burns als die „Grady-Schwestern“ dargestellt. Ihr einziger Satz war „Komm, spiel‘ mit uns, Danny!“ und es lief mir kalt den Rücken herunter.
In dem Horrorstreifen spielen Lisa und Louise Burns die getöteten „Grady-Schwestern“, die Danny, dem kleinen Sohn von Ex-Lehrer Jack Torrance (gespielt von Jack Nicholson), als Geister erscheinen. Der sieht sie mal im Flur stehen, mal blutüberströmt auf dem Boden liegen. Das war es auch dann schon mit der Filmkarriere der beiden Schwestern. Lisa und Louise Burns üben heute die Berufe der Mikrobiologin und Anwältin aus.

Jetzt habe ich die beiden Zwillinge als Sammler-Figur, herausgegeben von Neca in der Reihe Toony Terrors. Die Figuren wurden von Adrienne Smith geschaffen und sind in eine Art Kinoreklame verpackt, das von Chris Raimo kreiert wurde. Auf der Rückseite der Blisterkartonverpackung ist der Gang zum Ausschneiden abgedruckt in dem der Zuschauer die Zwillinge begegnet. Neca hat die 15 Zentimeter Version der lebenden Zwillinge in den Verkauf gebracht. Die Version mit den Kinderleichen samt Axt gibt es nicht, wäre aber für den Shining-Fan auch interessant.