Commander Cliff Allister McLane alias Dietmar Schönherr ist tot

19. Juli 2014
Commander Cliff Allister McLane alias Dietmar Schönherr und seine Orion Mannschaft

Commander Cliff Allister McLane alias Dietmar Schönherr und seine Orion Mannschaft

Als meine Eltern Raumschiff Orion damals an unserem Grundig-Fernseher geschaut haben, hab ich mich an der Tür zum Wohnzimmer versteckt und hab mitgefiebert. Mit Commander Cliff Allister McLane begann meine Liebe zu Science Fiction, die mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Nun ist Commander McLane alias Dietmar Schönherr im stolzen Alter von 88 Jahren zu den Sternen abgeflogen und ich habe mir an seinem Todestag bei Amazon Instant Video alle phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion und der Raumpatrouille reingezogen. Irgendwie war Dietmar Schönherr eine Art deutscher Captain Kirk, der erst später bei uns über die Bildschirme flimmerte: Ein harter Hund, humorvoll und ein Herzensbrecher, aber mit Charakter – so müssen Piloten im Jahr 3000 sein. Schönherr hat noch viele Sachen gemacht, war TV-Talker und Friedensaktivist. Für mich war er immer Commander Cliff Allister McLane.

Die Bibel zur Orion.

Die Bibel zur Orion.

Und ich entdeckte in meinen Archiv die Bibel zur Raumpatrouille. Es handelt sich um das Buch Raumpatrouille aus dem Hause Schwarzkopf & Schwarzkopf, das ich mir bei Erscheinen als Fan sofort gekauft und verschlungen habe. So muss ein Filmbuch für Filmfreunde sein. Dieses Buch von Josef Hilger umfasst alles, und wenn ich schreibe alles, dann meine ich alles zum Thema Raumpatrouille. Josef Hilger ist ein Besessener und das meine ich mit allem Respekt. Er sammelte und archivierte alles zum Thema Raumschiff Orion und sein exzellentes Archiv legte die Basis für dieses Buch.

Es sind die vielen Details, die die Serie und damit das Buch so ausmachen. Krativität stand an erster Stelle und obwohl der WDR die Serie aufwendig inszenierte, wurde immer wieder improvisiert. Natürlich sind die Wasserhähne und Bügeleisen in den Raumschiffen als Steuergeräte heute jeden in Erinnerung. Aber auch die coole Kostüme und vor allem die Tänze in dem Starlight-Casino. Das hatte schon Stil und war vor allem stilprägend.

Gedreht wurde bei mir ganz in der Nähe bei der Bavaria Film in Geiselgasteig. Wer heute den Filmpark besucht, bekommt von der Orion allerdings nichts mehr zu sehen. Der muss auf jeden Fall zu dem Buch von Josef Hilger greifen, der umfangreiches Material von der Bavaria Film gesammelt hat. Neidisch bin ich unter anderem auf die Original-Presseaussendungen des Studios.

Soundtrack mit Autogramm.

Soundtrack mit Autogramm.

Geblieben sind auch die Kompositionen des Komponisten Peter Thomas. Sein Soundtrack Raumpatrouille Orion rundete die Serie ab. Meine Eltern hatten sogar die Titelmelodie als Single. Die Musik war wie die ganze Serie futuristisch, im so genannten New Astronautic Sound. 2003 wurde das Album mit Bonustracks auf CD veröffentlicht, die ich jedem Sammler zu kaufen rate. Irgendwo liegt im Archiv bei mir noch eine siginierte CD Raumpatrouille Orion herum, die auf 500 Exemplaren limiert war. Die Musik von Edgar Wallace- und Jerry Cotton-Mann Peter Thomas kommt heute bei mir vom Musikserver.

Und ich erinnere mich gerne an die Zeilen: Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von übermorgen.

 

Brauchen wir ein deutsches Comic-Institut?

18. Juli 2014

Sind Comics eine ernstzunehmende Literaturgattung oder ist es einfach nur Schund? Diese Frage wird diskutiert, seit es Höhlenmalerei gibt. Vor kurzem ging der 16. Internationale Comic-Salon Erlangen zu Ende. 25.000 Besucher kamen in die Stadt und zeigten, dass ungebrochene Interesse an der grafischen Literatur.

25000 Besucher in Erlangen beim Comic Salon.

25000 Besucher in Erlangen beim Comic Salon.

Trotz Publikumsrekorde und neue Chancen von Comics als App hat die Branche noch immer Probleme in Deutschland. Die zunehmende Akzeptanz der Comic-Kunst als ernsthafte künstlerische Ausdrucksform in der Öffentlichkeit und in den Medien findet nach wie vor keine adäquate Entsprechung in der wirtschaftlichen Entwicklung des Genres. Comic und Kulturförderung war daher ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch das viertägige Festival in Erlangen zog. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gibt es in Deutschland keine Strategie für die Unterstützung der grafischen Literatur. Zwischen Literatur und Bildender Kunst angesiedelt, fällt der Comic in der gegenwärtigen Förderlandschaft durch alle Raster.

Das Internationale Literaturfestival Berlin veröffentlichte in diesem Zusammenhang vor knapp einem Jahr ein Manifest, das in Erlangen aufgegriffen und diskutiert wurde. Beim Salon wurde jetzt die Gründung des „Deutschen Comic-Vereins e. V.“ mit Sitz in Berlin bekannt gegeben, dessen Ziel es ist, ein deutsches Comic-Institut zu gründen, das gleichermaßen Kompetenzzentrum und Lobbyist für die grafische Literatur in Deutschland werden und eine Strategie für eine gezielte Comic-Förderung entwickeln soll. Die dringende Notwendigkeit eines solchen Zentrums wurde auch vom Leiter des Internationalen Comic-Salons, Bodo Birk, bestätigt und die Wahrnehmung des Comics als eigenständige Kunstform in entsprechenden Förderprogrammen gefordert. Ulrich Schreiber, Direktor des Internationalen Literaturfestivals Berlin, kündigte im Rahmen einer Podiumsdiskussion weitere Initiativen in diese Richtung an.

Ich unterstützte dieses Vorhaben und würde mich freuen, wenn in Bayern sich Mitstreiter finden.

Mal sehen, was bis zum 17. Internationalen Comic-Salon passiert, der vom 26. bis 29. Mai 2016 in Erlangen stattfinden wird.

 

Persönlicher Nachruf: Johnny Winter verstorben

17. Juli 2014

Erst gestern habe ich ihn noch gehört, heute erfahre ich aus den sozialen Netzen, dass er verstorben ist. Der große Bluesman Johnny Winter ist im Alter von 70. Jahren in Zürich von uns gegangen. Leider war es mir nie vergönnt den Mann live zu hören. Schade.

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Das erste Mal erfuhr ich von Johnny Winter als er beim im Rockpalast 1979 auftrat. Ich war damals noch zu klein, aber mein Onkel erzählte mir von dem seltsamen Gitarrenspieler mit weißen Haar, der die Essener Grugahalle fetzte. Winter litt unter einer schweren Pigmenterkrankung leidende und wurde als Blues-Albino bezeichnet. Ich war interessiert und wir hörten uns dann die Schallplatten des Gitarristen an. Als Kind wusste ich nicht, was mich faszinierte, doch dass er mich faszinierte, war klar. Heute weiß ich es. Er brachte als Weißer den Blues über mich, noch vor Eric Clapton und andere weiße Bluesmen.

Zum ersten Mal hörte ich Johnny Winter nach seinem Auftritt iim Rockpalast.

Zum ersten Mal hörte ich Johnny Winter nach seinem Auftritt iim Rockpalast.

Immer wieder kaufte ich mir Alben von Johnny Winter, das Album I’m a Bluesman lief tagelang rauf und runter. Und immer wieder nahm ich mir vor, ihn live sehen. Als ich hörte, dass er 2014 wieder auf Tour ging, hoffte ich auf ein Konzert. Vergeblich, denn Johnny Winter starb, nachdem er in jüngster Zeit gesundheitlich schon angeschlagen war.

Natürlich kommen heute die Nachrufe der Musikjournalisten und die Frage, welches Winter-Album das beste Album sei. Für mich sind es die Live-Alben und Sony veröffentlichte gerade eine schöne 4 CD Box mit einem guten Überblick: True to the Blues: the Johnny Winter Story.

Während ich diese Zeilen schreibe läuft gerade der Woodstock-Auftritt von Johnny Winter. Der Texaner erschien nie in dem Film, weil sich Winters Manager mit der Filmcrew anlegte. Egal, ab heute spielt er mit Hendrix, Gracia und Co den Blues im Himmel.

Vielfältige Nutzung von Smartphones

17. Juli 2014
Apple Werbung am Potsdamer Platz.

Apple Werbung am Potsdamer Platz.

Vor kurzem geisterten Zahlen durchs Netz, die zeigen, wie erfolgreich das iPhone 5s ist. Das am häufigsten verkaufte Smartphone stammt von Apple, gefolgt vom Samsung Galaxy S5, das Samsung Galaxy S4 sowie das Samsung Note 3. Auf Platz vier und fünf sind iPhone 5c sowie das iPhone 4s. Und wir können davon ausgehen, dass ab September das iPhone 6 auf den Markt kommt. Diese Zahlen sind aber für mich nicht so wichtig. Wichtiger ist die Nutzung des Smartphones. Das betone ich in meinen Seminaren immer wieder.

iPhone 5c am Hauptbahnhof München.

iPhone 5c am Hauptbahnhof München.

Zwei Drittel der Deutschen besitzen ein Smartphone. Das zeigt eine repräsentative Studie des Location Based Service Anbieters GETTINGS, durchgeführt von Goldmedia Custom Research. Android-Geräte sind dabei mit 63 Prozent unter den Smartphone-Besitzern am meisten vertreten, gefolgt von iPhones mit 26 Prozent. Die Deutschen nutzen ihr Smartphone zwar vor allem zum Telefonieren (94 Prozent) und SMS schreiben (81 Prozent), aber bereits zwei Drittel surfen damit auch im Internet (66 Prozent) und mehr als die Hälfte braucht es für die Navigation (56 Prozent), und um soziale Medien wie Facebook zu checken (55 Prozent).

Während Android-Modelle und iPhones die beliebtesten Smartphones in Deutschland sind, sind andere Betriebssysteme weit abgeschlagen: Rund jeder Zehnte (8 Prozent) hat ein Windows-basiertes Telefon und nur zwei Prozent setzen auf einen Blackberry. Das verbleibende eine Prozent hat noch ein altes Nokia Smartphone mit Symbian OS. Nach Geschlechtern aufgeschlüsselt ergibt sich, dass mehr Männer (73 Prozent) ein Smartphone besitzen als Frauen (62 Prozent).

Zu Weihnachten wurde um Kunden geworben.

Zu Weihnachten wurde um Kunden geworben.

Wofür die Deutschen ihr Smartphone nutzen

Das Smartphone ist für die meisten Deutschen eine echte Multimediazentrale, das zeigen die unterschiedlichen Nutzungen. Fast jeder telefoniert damit, die meisten schreiben Textnachrichten, machen Fotos, checken E-Mails, nutzen das Smartphone als Wecker und rufen den Wetterbericht ab. Aber auch Navigieren per App ist bei mehr als der Hälfte beliebt. Ähnlich viele checken mit ihrem Smartphone soziale Netzwerke wie Facebook und 53 Prozent lesen darauf Nachrichten. Auch Spiele sind für einen Teil (46 Prozent) der Nutzer attraktiv.

Auffällig ist, dass 40 Prozent ihr Smartphone bereits nutzen, um Produktinformationen zu suchen sowie Preise zu vergleichen. Das sind exakt genauso viele, die über ihr Telefon Musik hören. Das Smartphone ist offensichtlich auch auf dem Weg zum Shoppingtool: Ein Drittel der Deutschen setzt ihr Smartphone für das Onlineshopping ein (33 Prozent). Weitere Anwendungen sind Finanzen/Banking (23 Prozent), Internettelefonie (20 Prozent), Sprachen lernen/Wörterbuch nutzen (17 Prozent), Reiseplanung (16 Prozent), sportliche Aktivitäten (14 Prozent) und Bücher lesen (9 Prozent).

Apple drückt das iPhone 5c in den Markt.

Apple drückt das iPhone 5c in den Markt.

Unterschiede bei Geschlechtern und Altersgruppen

Zwischen den Geschlechtern existieren Unterschiede bei der Smartphone-Nutzung. So fotografieren Frauen eher mit ihrem Telefon (84 Prozent) als Männer (75 Prozent). Im Gegensatz dazu setzen Männer (59 Prozent) mehr auf Navigation als die Nutzerinnen (53 Prozent). Sie lesen darauf auch eher Nachrichten (57 Prozent) als Frauen (49 Prozent).

Während ältere Smartphone-Besitzer weniger Funktionen ihres Telefons einsetzen, nutzen sie jüngere vielseitiger. Je jünger die Deutschen sind, desto eher ist das Smartphone das Universal-Werkzeug von der Nachrichtenzentrale bis zum Bankschalter.

Unauffällig ist die Werbung nicht gerade.

Unauffällig ist die Werbung nicht gerade.

 

Alan Parsons und Jethro Tull am Münchner Tollwood 2014

16. Juli 2014

Viel habe ich mir nicht erwartet, als ich meinen Platz beim Konzert von Alan Parsons Live Project mit Jethro Tull’s Ian Anderson einnahm. Beide – sowohl Parsons als auch Anderson, gehören zu meinen Lieblingskünstlern, doch beide sind eigentlich in die Jahre gekommen. Aber meine Befürchtungen wurden nicht erfüllt – das Konzert auf dem Münchner Tollwood Festival war großartig. Musiker und Publikum waren hervorragend gelaunt.

Rattenfänger Ian Anderson und seiner Querflöte

Rattenfänger Ian Anderson und seiner Querflöte

Es begann mit dem Rattenfänger Ian Anderson und seiner Querflöte. Anderson wagte kaum Experimente und ging auf Nummer sicher. Es wurde eine Best-of-Show und die wollte das Publikum auch hören. Er spielte die meisten Songs aus den Endsechzigern, also Songs aus den Alben Stand Up,Songs from the Wood und Aqualung. Ein wenig in das ehemalige progressive Rock-Genre begab er sich mit seinen ausgezeichneten Mannen bei A Passion Play , das dem Meister sehr am Herzen liegt. Damals fiel das Album komplett beim Publikum durch, weshalb Anderson nun einen neuen Versuch mit dem Konzeptalbum startet. Ein wenig Kost gab es von dem neuen Werk Homo Erraticus, eine Art Thick As A Brick Teil 3. Sehr schön war es zu sehen, wie sehr sich Anderson noch ins Zeug legt. Noch immer streckt er sich beim Singen der hohen Töne, obwohl das Mikro im Tollwood wegen falscher Positionierung nicht immer den geringen Stimmumfang von Anderson einfangen konnte, schade.

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Seine Band harmonierte wunderbar, gesangliche Unterstützung bekam er zudem durch den ausgezeichneten Ryan O’Donell. Wir Fans wissen ja, in den achtziger Jahren hatte Anderson seine Stimme ruiniert und er greift seitdem immer auf zusätzliche gesangliche Unterstützung zurück.

Und es war eine Wohltat zu sehen, dass der alte Mann seine Bühnenshow über die Jahre nicht verlernt hat. Während er früher die meiste Zeit während eines Konzerts auf einen Bein verbrachte, setzte er wohl aus Altersgründen zum Storchenstand nur noch bei seinen Flöteneinsätzen an. Am Ende gab es immer das bekannte gestreckte Bein und es schön zu sehen, wie beweglich Ian Anderson noch ist und als Derwisch über die Bühne fegte. Und weil es am Tollwood vor älterem Publikum eine Art Best of-Show werden sollte, sangen alle brav mit. Bei Too Old to Rock ’n’ Roll: Too Young to Die! freuten wir uns im Publikum, weil wir noch nicht ins Gras gebissen haben, aber richtig glücklich waren wir dann bei Aqualung und dem Rausschmeißer Locomotive Breath.

Nach der Pause kam Alan Parsons an die Reihe. Ich fragte mich immer, warum ein genialer Tontechniker eine Live-Show machen sollte. Jetzt habe ich es verstanden. Parsons, der unter anderem für die Beatles und Pink Floyd aufnahm, spielte bei seiner Show Alan Parsons Live Project ein wenig Keyboard und Gitarre. Dann und wann griff er zum Mikrophon und sang die ruhigeren Songs aus dem APP-Ouvre. Er traf zwar nicht immer den Ton, dafür sang das Publikum um so lauter mit. Schade, schade, dass Eric Woolfson so früh verstorben ist. Die meiste Zeit hielt sich Parsons im Hintergrund. Er ist als Tonmann nicht eine Frontsau und weiß das auch.

Keine Rampensau, aber alles im Griff: Alan Parsons

Keine Rampensau, aber alles im Griff: Alan Parsons

Wie es damals bei den AAP-Alben der Fall war, versammelt auch heute Alan Parsons hervorragende Musiker um sich und bietet eine eindrucksvolle Zeitreise in die achtziger Jahre. Unterstützt wird der Sound durch eine starke Lightshow, die das Tollwood Zeit in eine Club-Atmo verwandelte.

Mit Instrumentalstücken ist Alan Parsons der breiten Masse in Deutschland bekannt geworden. Das ARD-Magazin Monitor setzte Luficer als Erkennungsmelodie ein und mit begeisterten Applaus wurden die einzelnen Stücke vom Münchner Publikum begrüßt. Und ich hatte den Eindruck, dass sich Alan Parsons in München wohl fühlte. Der Engländer, der heute in Santa Barbara in Kalifornien Avocados züchtet, hatte sich als Toningenieur viel in Münchner Studios herumgetrieben. Diese Studios wie die Musicland Studios im Arabella gehören zwar der Vergangenheit an, doch die Zuneigung zu München ist bei Parsons gelieben.

Die Show war auch etwas fürs Auge.

Die Show war auch etwas fürs Auge.

Auch er lieferte eine Best-of Show ab, hielt sich bis auf die aktuelle Single Fragile an die frühen Alben bis Ammonia Avenue (Don’t Answer Me, Prime Time). Vom Electronic-Spätwerk bekamen wir in München nichts zu hören, dafür Eye in the Sky und Co. Schön war das Zugaben-Medley aus Breakdown, dem Raben (mit eingespielten Orson Wells) und Games People Play von Turn of a Friendly Card – von dem Parsons mehrere Teile spielten ließ und eine nette Rückenprojektion zur Spielsucht mit fallenden Münzen einblendete.

Also rundum ein wunderbarer Konzertabend und das Tollwood Musikzelt etabliert sich als hervorragende Konzertarena in München.

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Jubel: Lego Fanmeile zum WM-Sieg

15. Juli 2014

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Nicht nur in der Hauptstadt bejubeln hunderttausende Fans unsere WM-Helden, auch auf der Lego Fanmeile im Legoland Deutschland Resort können die Besucher mit der deutschen Nationalmannschaft feiern. Pünktlich zur Rückkehr nach Deutschland haben die Legoland Modelldesigner den rauschenden Empfang vor dem Brandenburger Tor im Miniland aus Lego Steinen nachgebaut. Alle, die nicht live bei der Siegesfeier in Berlin dabei waren, können Götze, Klose, Müller, Neuer und Co. mit Pokal im Günzburger Familienfreizeitpark bewundern. Ich werde es am Wochenende mal wieder machen bei einem Besuch im Legoland Günzburg.

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Warten auf Alien: Isolation – hoffentlich wird es diesmal etwas

15. Juli 2014

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Als Alien-Fan bin ich vorsichtig geworden, denn obwohl ich Fan der Giger-Figur bin, mussten wir Fans allerhand Schrott erdulden. Wirkliche Perlen gibt es im Alien-Universium ganz selten. Vor allem im Videogames-Bereich gab es viel nervige Umsetzungen. Mir liegen noch die Spiele Alien vs Predator und Aliens: Colonial Marines schwer im Magen. Beide hatte ich heiß erwartet, doch heraus kam nur eine müde Zockerei. Chance vertan, ab in die Tonne.

Nun kündigt sich für Oktober ein neues Alien-Spiel an: Alien: Isolation

Die bisherigen Ausschnitte und Stills sind nicht von schlechten Eltern und es scheint, als ob endlich einmal ein gelungenes Spiel auf meine Konsole kommt. Um die Fans richtig heiß zu machen, gibt es eine streng limitierte Startauflage, die so genannte Alien: Isolation – Ripley Edition. Die Hauptbesetzung von Ridley Scotts Meisterwerk Alien aus dem Jahr 1979 wird in zwei Bonusmissionen auftreten. Sigourney Weaver (Ellen Ripley), Tom Skerritt (Dallas), Veronica Cartwright (Lambert), Harry Dean Stanton (Brett), Yaphet Kotto (Parker) und Ian Holm (Ash, Aussehen und Stimme nachempfunden) werden ihre virtuellen Charaktere in den klassischen Szenen aus dem Film selbst vertonen. Ich bin sehr gespannt auf das Sega-Spiel.

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Natürlich wird tief in die Marketingtonne gegriffen und erste Zitate verbreitet: „Mit der Originalbesetzung zusammenzuarbeiten war ein unglaubliches Erlebnis“, sagt Alistair Hope,  Creative Lead bei Alien: Isolation. „Es war uns wichtig, dass die Schauspieler wieder in ihre Rollen schlüpfen, um die Atmosphäre des Films perfekt wiederzugeben. Für einige der Schauspieler ist es das erste Mal, dass sie in einem Alien Videospiel mitspielen. Ihnen dabei zuzusehen, wie sie ihre Rollen von damals nach 35 Jahren wieder einnehmen, ist ein unvergessliches Erlebnis.“ Ja, ja Mr. Hope, mach uns nur Hoffnung, Wie gesagt, ich bin gespannt, habe auch schon geordert, wurde aber schon oft von Spielen aus dem Alien-Universum enttäuscht. Also vorsichtig ist die Mutter der Porzellankiste. Lieber die Erwartungen zurückschrauben.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Zusatzinhalte Teil der Erstauflage, die als Alien: Isolation – Ripley Edition im Handel erhältlich sein wird. In der Bonusmission „Crew Expendable“ wählen die Spieler zwischen drei der überlebenden Crewmitglieder der Nostromo, kurz nachdem die Kreatur Brett getötet hat. Als Ellen Ripley, Dallas oder Parker durchsuchen die Spieler den Frachter vom Wohnbereich bis zum Maschinenraum und stimmen sich mit Lambert und Ash ab, um das Alien in die Luftschleuse des Schiffs zu locken.

Weiter in der Geschichte geht es im Level „Last Survivor“, als Ripley mit dem Rettungsschiff Narcissus zu entkommen versucht. Aufgeschreckt durch die Schreie von Lambert und Parker, müssen sich die Spieler durch die Nostromo kämpfen, um die Selbstzerstörungssequenz zu aktivieren. Der Weg zurück zum rettenden Shuttle Narcissus wird für Ripley und den Spieler zum Spießroutenlauf.

Es wird ein großes Versprechen von Sega abgegeben:  Das First-Person-Survival-Horror-Game Alien: Isolation greift die Furcht und die Spannung auf, die Ridley Scott bereits mit dem Filmklassiker von 1979 heraufbeschworen hat. Die Spieler finden sich in einer Atmosphäre aus konstanter Furcht und tödlicher Gefahr wieder, in deren Schatten das unbarmherzige und totbringende Xenomorph lauert. Unvorbereitet und schlecht ausgerüstet musst der Spieler wichtige Ressourcen suchen, improvisieren und seine Sinne nutzen, um nicht nur die Mission abzuschließen, sondern ganz einfach zu überleben. Auch im offiziellen PS4-Blog von Sony wird die Werbetrommel gerührt.

Das offizielle Spiel ohne die Ripley-Edition klingt schon etwas ruhiger: Die Handlung von Alien: Isolation spielt 15 Jahre nach dem Ende des ersten Films. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Ellen Ripleys einziger Tochter Amanda, die sich auf die Suche nach ihrer verschollenen Mutter begibt. Als Angestellte der Firma Weyland-Yutami erfährt sie, dass der Flugschreiber des Frachters Nostromo gefunden und nach Sevastopol gebracht wurde, einem stillgelegtem Weltraum-Handelsposten. Auf der halb zerfallenen und nur noch bedingt einsatzfähigen Station wird Amanda nicht nur mit der skrupellosen Restbevölkerung konfrontiert, sondern mit einer viel schlimmeren Bedrohung – einem Xenomorph. Na na na, da kann wieder ein Schrott auf uns zukommen, muss aber nicht.

Also schnell die Alien: Isolation – Ripley Edition bestellt, die am 7. Oktober veröffentlicht wird und dann abwarten.  Entwickler Creative Assembly will mit dem Horror-Game aus der First-Person-Perspektive das ikonische Alien-Universum nicht neu erfinden, sondern erweitern, heißt es in einer Mitteilung. Die Spielwelt ist entsprechend authentisch zum Film im Retro-Sci-Fi-Stil der 70er Jahre konstruiert – von der Architektur, dem Charakter-Design, den visuellen Effekten bis hin zur Beleuchtung. Dieses schlichte Zukunftsdesign aus der Vergangenheit spiegelt sich einerseits visuell in niedrig aufgelösten Röhrenmonitoren oder kantigen mechanischen Gerätschaften wider, bestimmt anderseits auch Gameplay-Entscheidungen: Der schwere, unhandliche Bewegungsmelder kann nicht gleichzeitig mit einer Waffe getragen werden und die einfache 2D-Optik der Anzeige lässt kaum eine genaue Positionsbestimmung des Feindes zu.

Die klaustrophobische Stimmung des Films bildet Creative Assembly nicht nur optisch nach. Musik und Ton spielen eine ebenso wichtige Rolle bei der Erschaffung von Spannung und Furcht in einem Horror-Spiel. Der dynamische Sound im Spiel passt sich dabei an die Aktionen des Spielers und des Aliens an und klingt entsprechend dramatisch, gedämpft oder unheilvoll. Geräusche können in Alien Isolation über Leben und Tod entscheiden: In einer düsteren Spielwelt, in der das Licht Mangelware ist, hört der Spieler Gefahren oft bevor er sie sieht. Umgekehrt sollte der Spieler möglichst lautlos agieren, um das Xenomorph nicht auf sich aufmerksam zu machen. Dank Zugriff der Entwickler auf die Audiodateien des Originalfilms und eines eigenen Orchesters gelingt es Alien: Isolation authentisch den Sound der cineastischen Vorlage wiederzugeben. Leider habe ich nichts gefunden, ob der Soundtrack von Alien vewendet wurde. Ich liebe die Soundtracks der ersten drei Filme und habe auch darüber geschrieben. Ich will mal hoffen, dass die musikalischen Themen aus den Filmen in dem Spiel aufgenommen wurden, denn diese haben wirklich Atmosphäre.

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Tanze Samba mit mir … – das Samba-Festival in Coburg

14. Juli 2014
Samba auf dem Coburger Schlossplatz

Samba auf dem Coburger Schlossplatz

Wenn die zurückhaltenden Franken einmal aus sich heraus gehen, dann muss es wirklich etwas besonderes sein. So geschehen als 200.000 Tanzbegeisterte am vergangenen Wochenende das Samba Festival 2014 in Coburg besuchten. Sambaco-Pressesprecher Andi Ebert: „Etwas weniger als im vergangenen Jahr, das ist dem Regen geschuldet.“

Trotz zum Teil schrecklichem Wetter wurde gefeiert, was ging. Tanze Samba mit mir, tanze Samba die ganze Nacht. Über 3000 Samba Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus waren angereist und verwandelten die oberfränkische Stadt drei Tage in einen riesigenKarneval. Eine wunderbare Mischung aus Rio mit Bratwurst.

Wem der Eintritt von 20 Euro für das Betreten des Marktplatzes und Schlossplatzes scheute, der konnte in den Seitengassen und an den Zufahrtswegen auch rhythmische Samba-Musik genießen. Und jeder Ecke gab es Buden für Speis und Trank. Die zahlreichen Gaststätten, Kneipen, Dönerbuden, Eisdielen und so weiter hatten geöffnet und machten richtig Umsatz. Das sonst etwas verschlafene Coburg erbebte unter den zahlreichen Sambatrommeln und die Stimmung war hervorragend. Die Besucher waren ausgelassen, tanzten und freuten sich. Beim weltgrößten Samba-Festival außerhalb Brasiliens tanzten rund 100 Gruppen auf elf Bühnen in der historischen Altstadt. Am Sonntag gab es noch einen großen Festzug durch die Altstadt von Coburg. Zeitweise sah es so aus, dass der Umzug ausfüllen müsste, weil es zu stark regnete. Aber Petrus ist Samba-Fan, hatte ein Einsehen und der Zug konnte starten.

Im großen und ganzen blieb es bei diesem Festival friedlich. Veranstalter und Polizei zogen eine positive Bilanz. Das BRK musste Leute mit Kreislaufproblemen und ähnlichem behandeln, aber es kam zu keinen größeren Einsätzen. 190 ehrenamtliche Sanitäter und acht Notärzte waren drei Tage lang präsent.

 

Ausflugtipp: Jurassic Park im Altmühltal

13. Juli 2014

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Als Fan von Jurassic Park musste ich unbedingt mit meiner Familie die Light-Version des bayerischen Jurassic Parks im Altmühltal besuchen. Die Gegend ist dafür bekannt, dass kleine und große Forscher nach Fossilien graben können und garantiert auch fündig werden. Also ein idealer Ausflug für die ganze Familie stand auf dem Programm.

Wer es nicht weiß: Fossilien sind versteinerte Überreste von Tieren und Pflanzen. Aber es gibt auch Fußabtdrücke von Dinos und anderem Getier, das einst die Erde beherrschte. Der Geo-interessierte Bildungsbürger in mir weiß, dass die Gegend um Eichstätt, Solnhofen, Weißenburg und Treuchtlingen am Rand eines tropischen Meeres lag. Bei rund 23 Grad Wassertemperatur des Meeres war im Wasser allerhand los. Nun, dass Wasser ist heute weg und zurückgeblieben sind die Solnhofener Plattenkalken aus dem Oberen Jura, die in den Steinbrüchen der Umgebung abgebaut werden. Und in eben diesen Steinbrüchen gibt es heute zahlreiche Fossilien zu finden.

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Nachdem es in der Gegend des Altmühltals zahlreiche Steinbrüche gibt, entschieden wir uns per Los für den Fossilien-Besuchersteinbruch Mühlheim. Dieser Fossiliensteinbruch zählt zu den Mörnsheimer Schichten und gilt als sehr fossilienreich – zu finden sind hier unter anderem Ammoniten, Pflanzen und Fische. Auf über 6.000 Quadratmeter gingen wir auf die Suche nach dem verschollenen Saurier. Das notwendige Werkzeug wie Hammer und Meißel gab es zum Ausleihen.

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Insgeheim hofften wir natürlich auf den großen Fund. So ganz unmöglich ist es nicht. 2011 wurde von einem Greenhorn ein bedeutender Fund gemacht. Es handelte sich um einen bis dahin unbekannten Flugsaurier. Das Vieh heißt wissenschaftlich Archaeoperyx. Im Oktober 2011 fand ein Familienvater das Skelett eines 144 Millionen Jahre alten Vogels.

Nun so ganz erfolgreich war unsere Suche nicht. Wir fanden Versteinerungen von Flora und Fauna, ein paar Gräser hier, ein Ei dort oder ein paar Schneckenhäuser. Den Kindern war nach zwei Stunden Steineklopfen langweilig, aber ich war fasziniert, was der Steinbruch so alles frei gibt. Wenn die Kinder im Urlaub sind, dann werde ich ein, zwei Tage in den Steinbruch verbringen und mich professioneller auf die Suche begeben. Wozu habe ich den Geologie an der Uni belegt?

 

Zur WM: Second Screen ist Wirklichkeit geworden

12. Juli 2014

Neue Fernseehgewohnheiten bringen soziale Medien in Verbindung mit digitalen Devices an den Tag. Dabei werden plattformübergreifend die verschiedenen Medien genutzt. Aktuelles Beispiel ist für mich die Fußballweltmeisterschaft. Während Deutschland gegen Brasilien spielte, ist Twitter nahezu explodiert. Die bisherige Theorie des Second Screen ist Realität geworden. Wenn eine Sendung in der Glotze läuft, wird sie gleichzeitig an digitalen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet live kommentert. Es macht zuweilen mehr Spaß ein Fußballspiel live in Twitter zu verfolgen, als das Gequatsche der Kommentartoren wie Béla Réthy zu ertragen. Auch Qualitätssendungen wie Tatort, Frauentausch oder Shopping Queen werden von den Usern live kommentiert.

Jetzt lieferte das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen TNS die aktuellen Zahlen für dieses Multi-Screening. In ihrer Studie „Connected Life“ stellte TNS in über 55.000 Interviews weltweit fest, dass nahezu jeder zweite (48 Prozent) abendliche Fernsehzuschauer gleichzeitig mit anderen digitalen Aktivitäten wie den sozialen Medien beschäftigt ist, seine E-Mails überprüft oder online einkauft. Weltweit besitzt jeder Online-Erdenbürger durchschnittlich vier digitale Endgeräte. In Deutschland, Australien und Großbritannien sind es gar fünf. Dies, kombiniert mit der hohen Nachfrage nach TV-und Video-Inhalten on-the-go, treibt den Aufstieg des Multi-Screening weiter an.

Der Wunsch, auf Lieblings-TV-Shows allzeit zugreifen zu können, treibt damit die weiter steigende Online-TV-Nutzung, so TNS. Ein Viertel (25 Prozent) der Weltbevölkerung sieht derzeit täglich Inhalte auf einem PC, Laptop, Tablet oder Handy. Dieser Konsum steigt auf über ein Drittel (33 Prozent) in Ländern wie China und Singapur und auf 32 Prozent in Hong Kong, wo tablet-große Mobiltelefone, so genannte Phablets immer beliebter werden.

Doch trotz der zunehmenden Online-Nutzung von Bewegtbildern, spielen traditionelle Fernsehgeräte noch immer bei drei Vierteln der Befragten (75 Prozent), die täglich vor dem Fernseher sitzen, eine große Rolle in ihrem Alltag. Mal sehen, ob sich nach HD nun auch 4K in den Wohnzimmern breit macht.

So schenken 76 Prozent dem Fernsehen während des abendlichen Essens ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Persönlich finde ich dies übrigens schrecklich. In Deutschland zwar weniger ausgeprägt, dafür nutzen aber 20 Prozent der Bundesbürger ihr TV-Gerät ohne sich von einem weiteren digitalen Device ablenken zu lassen.

Amazon Instant Video ist im Kommen. Foto: Amazon

Amazon Instant Video ist im Kommen. Foto: Amazon

Viele der großen globalen Medienunternehmen nutzen bereits die Vorteile des wachsenden Trends, Bewegtbilder online zu schauen und bieten On-Demand-Dienste wie, HBO GO, Watchever oder Amazon Instant Video an, auf denen die Verbraucher auf Premium-Inhalte zugreifen können, die es ihnen ermöglichen stets und überall schauen zu können. Multitasking werde zur Norm, so Matthew Froggatt, Chief Development Officer bei TNS.