Persönlicher Nachruf: Johnny Winter verstorben

Erst gestern habe ich ihn noch gehört, heute erfahre ich aus den sozialen Netzen, dass er verstorben ist. Der große Bluesman Johnny Winter ist im Alter von 70. Jahren in Zürich von uns gegangen. Leider war es mir nie vergönnt den Mann live zu hören. Schade.

Bildschirmfoto 2014-07-17 um 09.19.12

Das erste Mal erfuhr ich von Johnny Winter als er beim im Rockpalast 1979 auftrat. Ich war damals noch zu klein, aber mein Onkel erzählte mir von dem seltsamen Gitarrenspieler mit weißen Haar, der die Essener Grugahalle fetzte. Winter litt unter einer schweren Pigmenterkrankung leidende und wurde als Blues-Albino bezeichnet. Ich war interessiert und wir hörten uns dann die Schallplatten des Gitarristen an. Als Kind wusste ich nicht, was mich faszinierte, doch dass er mich faszinierte, war klar. Heute weiß ich es. Er brachte als Weißer den Blues über mich, noch vor Eric Clapton und andere weiße Bluesmen.

Zum ersten Mal hörte ich Johnny Winter nach seinem Auftritt iim Rockpalast.

Zum ersten Mal hörte ich Johnny Winter nach seinem Auftritt iim Rockpalast.

Immer wieder kaufte ich mir Alben von Johnny Winter, das Album I’m a Bluesman lief tagelang rauf und runter. Und immer wieder nahm ich mir vor, ihn live sehen. Als ich hörte, dass er 2014 wieder auf Tour ging, hoffte ich auf ein Konzert. Vergeblich, denn Johnny Winter starb, nachdem er in jüngster Zeit gesundheitlich schon angeschlagen war.

Natürlich kommen heute die Nachrufe der Musikjournalisten und die Frage, welches Winter-Album das beste Album sei. Für mich sind es die Live-Alben und Sony veröffentlichte gerade eine schöne 4 CD Box mit einem guten Überblick: True to the Blues: the Johnny Winter Story.

Während ich diese Zeilen schreibe läuft gerade der Woodstock-Auftritt von Johnny Winter. Der Texaner erschien nie in dem Film, weil sich Winters Manager mit der Filmcrew anlegte. Egal, ab heute spielt er mit Hendrix, Gracia und Co den Blues im Himmel.

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Eine Antwort to “Persönlicher Nachruf: Johnny Winter verstorben”

  1. Benaya Schmidt Says:

    Ich habe Johnny Winter das erste Mal gesehen 1983 in Düsseldorf, in der Phillipshalle. Das war richtig gut. Obwohl ich ihn schon kannte von Platten und so, hat er alles übertroffen, was ich in Sachen Blues jemals erlebt habe.
    Er hat auch noch eine Zugabe gegeben, weil das Publikum schon sehr johlte. Härter noch war es 1986, wieder in der Phillipshalle.
    Er hatte schon aufgehört, die Hallenbeleuchtung war an, aber auf das Fordern des Publikums hat er noch 2 Zugaben gegeben.
    Einen Texas-Squardance und etwas von Elvis oder Chuck Berry.

    Damals war ich so 20 J. herum, aber immer wenn J. Winter irgendwo gespielt hat, ist man dahingefahren.

    B. Schmidt

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