Das Paradies für Merch: Forbidden Planet, London

9. Juni 2019
Forbidden Planet Megastore in London

Forbidden Planet Megastore in London

Brauche ich Actionfiguren? Nein! Brauche ich weitere Filmbücher? Nein! Brauche ich weitere Comics? Nein! Was habe ich in Forbidden Planet in London gekauft? Actionfiguren, Filmbücher und Comics! Oh der Megastore von Forbidden Planet ist einfach das Paradies für mich.

Die erste Adresse in London, wenn es um Merchandise, Comics, Manga und Graphic Novels geht, ist eindeutig für mich der Forbidden Planet Megastore in der 179 Shaftesbury Avenue, London, WC2H 8JR. Bei jedem London-Besuch schaue ich vorbei, auch dieses Mal wieder. Ich könnte zwar die Produkte im Web anschauen und online bestellen, aber live vor Ort hat mehr Atmosphäre. Vor allem im Bereich Manga, Comics und Graph Novels möchte ich mich vorher von den Produkten überzeugen, ein bisschen reinlesen und dann sowieso alle kaufen. 

Der Megastore hat zwei Etagen. Im Parterre gibt es Merch und im Kellergeschoss die ganzen Holzmedien. Der Besuch folgt bei mir einem Ritual. Erst in den Schaufenstern die teueren Auslagen ansehen. Dieses Mal fiel mir eine schöne Alien-Figur ins Auge – und ein Handschuh von Thanos. Alien top, Avengers interessiert mich nicht, aber ein Foto musste gemacht werden. 

Wenn sich die Türen öffnen kommt auf der linken Seite ein großes Glasregal mit allerlei Figuren. Hier gilt es genau zu schauen, denn oftmals hat Forbidden Planet besondere Ausgaben – aber auch zu besonderen Preisen.

Hab ich Alex oder hab ich ihn nicht?

Hab ich Alex oder hab ich ihn nicht?

Sammlerfiguren sind ein schönes, aber auch teueres Hobby. Ich muss mich also zusammenreißen, damit ich nicht zuschlage. Leider entdeckte ich dann doch eine Figur. Alex aus Uhrwerk Orange von Mezco. Ich finde die Figur aus Kubricks Film sieht grandios aus. Aber ich war mir nicht sicher, ob ich diese Version von Alex nicht bereits besitze. Ich denke schon, hab aber als Sammler meinen Alex nie ausgepackt. Er liegt sicher verwahrt in meinem Archiv. Eigentlich doof, wenn man nicht mehr weiß, was man eigentlich besitzt. Absolutes Luxusproblem, ich weiß. Also: Notiz an mich, meine Figurensammlung mal dokumentieren und in der Cloud ablegen, damit man im Zweifelsfall darauf zurückgreifen kann. 

Beim Stöbern in einer Ecke habe ich das aktuelle Godzilla-Material entdeckt. Unser Lieblingsmonster in verschiedenen Größen und Ausführungen. Mich interessierte die Version von Godzilla Final Wars von 2004 mit den roten Augen. Er passt nicht ins Handgepäck, also wird er online bestellt. Die Musik zu diesem Film machte übrigens der leider verstorbene Keith Emerson von ELP. 

Dann ging es ab in den Keller. Neben den Sale Angeboten interessiert mich vor allem die signierten Buch- und Comic-Ausgaben. Sehr oft finden in Forbidden Planet Autogrammstunden statt und signierte Ausgaben werden verkauft. Ich war einmal bei so einer Autogrammstunde und habe darüber gebloggt. Dieses Mal kaufte ich mir Anno Dracula – 1895: Seven Days in Mayhem mit den Unterschriften von Kim Newman (Autor) und Paul McCaffrey (Illustrator). Schöner Comic von 2017. K2 deckte sich zudem mit einigen Manga ein. Das Paradies kann nicht schöner sein. 

Dracula mit Autogramm

Dracula mit Autogramm

Da hilft kein Doktor mehr – Dr. John ist tot

7. Juni 2019
Voodoo-Musiker Dr. John ist verstummt.

Voodoo-Musiker Dr. John ist verstummt.

Viele denken an Louis Armstrong, wenn sie an die Musik von New Orleans denken. Mir kommt als erstes Dr. John in den Sinn. Jetzt ist der Voodoo-Musiker im Alter von 77 Jahren verstorben und das tut mir leid.

Die Meldung kam per Twitter.

Die Meldung kam per Twitter.

Das erste Mal nahm ich Dr. John in den Film The Band wahr. Das war das Abschiedskonzert der legendären The Band, die eine Zeitlang auch mit Bob Dylan tourte. Im Winterland gab es ein großes Konzert und viele Musiker spielten mit. Darunter war auch Dr. John mit großer Fliege und großer Brille. Er spielte am Klavier seinen Song Such a night und begeisterte mich sofort. Ich kaufte mir die CDs The Sun, the Moon and Herbs sowie Gris-Gris.

Jahre später bei meinen ersten (und leider bisher einzigen) Besuch in New Orleans erkannte ich, was Dr. John für diese Stadt bedeutete. In den CD-Läden – ja so etwas gab es damals noch – waren große Aufsteller mit dem Bild von Dr. John gleich neben den damaligen Superstars wie Madonna, Springsteen und Co. New Orleans war stolz auf Dr. John, der die Musik seiner Heimatstadt widerspiegelte: Blues, Jazz, Pop, Boogie Woogie, Rock ’n‘ Roll, Psychedelic Rock und Funk. 

Ich mochte seine Voodoo-Musik, wie sie damals hieß. In New Orleans kaufte ich mir noch ein paar CDs, die ich bei entsprechender Stimmung gerne höre. Lieber Malcom John McRebennack vielen Dank für deine Musik. Hier eine wunderbare Zusammenstellung seiner Aufnahmen in dieser Box

Essen in London: Kurobuta, eine Izakayas am Hyde Park

7. Juni 2019

Essen in London ist immer eine besondere Erfahrung. Vorbei sind die Zeiten in denen das englische Essen einen schlechten Ruf besaß. Es gibt viele innovative Konzepte und bei meinem jüngsten Besuch mit K2 probierten wir wieder etwas neues aus. 

Sake-Laden zum Sitzen

Zunächst war uns nach einem Spaziergang durch den Hyde Park nach japanischer Küche. Der Weg führte K2 und mich ins Kurobuta Marble Arch, 17-20 Kendal Street, London, W2 2AW. Meine Vorstellungen von einem klassischen japanischen Restaurant musste ich allerdings sofort revidieren. Als ich die Lokaltür öffnete, glaubte ich in einem klassischen Rock‘n Roll Schuppen zu sein. In voller Lautstärke schallte mir die Musik der 80er entgegen: Bowie, Springsteen, Pet Shop Boys. Ich war in eine Izakayas geraten. So werden in Japan Kneipen bezeichnet. Übersetzt heißt es etwa „Sake-Laden zum Sitzen“. 

Sake-Laden zum Sitzen

Sake-Laden zum Sitzen

Das gefiel uns und so nahmen wir Platz. Es gab verschiedene Kleinigkeiten, sogenannte Tsumami, zu essen. K2 und ich bestellten Hot Chicken Wings in einer genialen Sauce, BBQ Pork Rips (lecker), Sushi Spicy Tuna (wunderbar temperiert) und eine Sashimi Platte (einfach genial). Dazu gab es für mich dreifach gehopftes Asahi-Bier, in London gebraut. Klare Empfehlung für diesen Laden – wäre die Musik in den 80er Jahre nur besser gewesen. 

Fish and Chips

Zu London gehört für mich auch ein Essen im Pub dazu. Dieses Mal war ich in The Dickens und bestellte die traditionellen Fish and Chips. Nicht unbedingt eine kulinarische Erfahrung, aber es gehört einfach zu einem London-Besuch dazu.

Immer auf der To-do-Liste:Fish and Chips

Immer auf der To-do-Liste:Fish and Chips

An der Theke bestellt und am Tisch gegessen. Es waren nicht die besten Fish and Chips, aber auch nicht die schlechtesten. Aber ich kann es wieder von meiner To-do-Liste streichen. 

kokoart in London – Sneakers bemalen und ein Geschäft daraus machen

6. Juni 2019
Mit dem Pinsel im Mund ging es los ...

Mit dem Pinsel im Mund ging es los …

Als Kind habe ich von meinen Eltern richtig eins aufs Dach bekommen, als ich meine neuen weißen Turnschule mit Filzstiften angemalt habe. Andere wie kokoart haben dies auch gemacht und haben ein Business daraus entwickelt.

Beim Schlendern über den Camden Market in London durch die vielen Gassen voller Läden in denen Kreative und junge Labels ihre Produkte ausstellen, blieb ich bei kokoart hängen. Der Stand war voller Sneakers, die individuell bemalt waren. Hinter einem Tisch saßen zwei Spanierinnen, die bei lauter Musik aus einem Tablet die weißen Schuhe bemalten. Das machte mich neugierig und blieb stehen. Kreativ wurden die Schuhe verziert. Die Motive stammten aus der Pop-Kultur wie Comics, Anime, Musik, Kunst, aber auch freie assoziative Arbeiten. Einfach Farbe, einfach bunt. Die beiden Spanierinnen hatten Farben in Dosen und Tuben vor sich und malten intensiv die weißen Schuhe an. Unter dem Tisch gab es einen Haartrockner, damit die Farbe schnell trocknete.

Als ich in den kleinen Stand herantrat, sah ich mehrere Musterbücher zum Durchblättern. Hunderte von Motiven gab es zur Auswahl – wer die Wahl hat, hat die Wahl. Eine der freundlichen Damen erklärte mir auf Englisch, dass ich auch eigene Fotos einsenden könne und die Kreativen von kokoart malen diese dann auf die Sneakers. 

K2 wollte das ausprobieren und weil wir in London für ein BTS Konzert weilten, wählte K2 das Motiv Love Yourself. Wir wählten die Schuhgröße, bezahlten und die Spanierinnen begannen zu malen. Den Start habe ich auf Video festgehalten.

Die ganze Aktion dauerte rund 45 Minuten. Dann war die Farbe getrocknet und wir konnten die Schuhe in Empfang nehmen. Die Farben sind wasserfest und die Schuhe sollen bei 30 Grad Celsius waschbar sein. In London gibt es kokoart mit vier Niederlassungen seit 2011. Auch in Palma de Mallorca gibt es eine Niederlassung – klar, daher kamen die Spanierinnen. 

Wenn ich Bedenke, dass ich als Jugendlicher die gleiche Idee hatte als ich meine Turnschuhe bemalte. Nun, meine Eltern standen dieser kreativen Idee entgegen. Schade. 

Unsere fertigen Schuhe

Unsere fertigen Schuhe

Musik in der Londoner U-Bahn

5. Juni 2019

Wenn ich nicht in Eile bin, bleibe ich gerne mal bei Künstlern in der U-Bahn stehen und höre mir ihre Musik an. Ich habe einige dieser besonderen Art von Straßenmusiker gelauscht. 

Lemmy habe ich leider als Straßenmusikant nicht getroffen.

Lemmy habe ich leider als Straßenmusikant nicht getroffen.

Hier sind zwei Künstler, die ich eindrucksvoll fand und auf Video festhielt. Beide habe ich in der Londoner U-Bahn angetroffen und gerne zugehört. So etwas kenne ich von meiner Heimatstadt München nicht. Dort ist Musizieren nicht gestattet. Im Moment machen sich stattdessen Bettelmusikanten in der Münchner S- und U-Bahn breit, die extrem nerven und von den Leute Münzen schnorren. Musik ist das keine, sondern Qual. 

Aber zurück nach London: Eine Dame mit Saxofon traf ich an der Haltestelle Piccadilly Circus. Durch die Röhren des Londoner U-Bahn-Systems hatte die Musik einen tollen Klang. 

Zum anderen traf ich auf den Sänger der britischen Band Annexe the Moon. Der Gitarrist beeindruckte mich mit seiner wunderbaren Stimme. Er spielte das Art Garfunkel Lied Bright Eyes, das vielen noch als Titellied des schönen Films Watership Down bekannt ist. Witzig, er hatte den Text auf seiner Gitarre kleben, damit er den Text nicht vergisst. Ich hatte die GoPro dabei und hörte mir den Song an und nahm ihn auf Video auf. 

Zu Hause in Deutschland googlte  ich nach der Musik von Annexe the Moon und lud mir sofort die Musik bei Apple Music. Ich bin sehr begeistert. 

YouTube als Unterstützung für den Unterricht

4. Juni 2019

Seit Jahren erzähle ich es in meinen Seminaren und jetzt kommt der „wissenschaftliche“ Beweis. Jugendliche nehmen YouTube auch als Lernunterstützung für den Schulunterricht. Das ist as Ergebnis der repräsentativen Studie „Jugend/YouTube/ Kulturelle Bildung. Horizont 2019“ mit deutschlandweit 818 Befragten, die das unabhängige Expertengremium Rat für Kulturelle Bildung ausgewertet hat.

Auch die Kreidetafel hat im digitalen Zeitalter nicht ausgedient.

Auch die Kreidetafel hat im digitalen Zeitalter nicht ausgedient.

Fast die Hälfte der YouTube nutzenden Schülerinnen und Schüler (47%) ziehen hier selbstständig Erklärvideos für das schulische Lernen heran, beispielsweise für Hausaufgaben oder Prüfungen, aber auch für künstlerische Fächer wie Musik, Kunst, Theater oder für AGs wie Chor oder die Schulband. Für viele der Befragten sind die Clips in hohem Maße anregend, selbst künstlerisch aktiv zu werden. 

Das kann ich als Vater zweier Kinder bestätigen. Vor Schulaufgaben und anderen Prüfungen wird YouTube als Erklärungshilfe herangezogen. Selbstständige, informelle Praktiken des Lernens gewinnen an Bedeutung. Tutorials und Erklärvideos, die man sich überall und jederzeit beliebig oft ansehen kann, kommen offenbar den Erwartungen von Jugendlichen von eigenen Lernrhythmen und Lernzeiten entgegen. 

YouTube ist bei uns zu Hause Suchmaschine, Unterhaltung, aber auch Lernen zugleich. K1 hat im Unterricht beispielsweise Lernvideos erstellt. Es bleibt durch die Beschäftigung mit dem Medium mehr vom Stoff in den Köpfen der Kinder hängen. Kinder bekommen Stoff vermittelt und es wird die Kreativität angeregt. 

Digitale Bildung muss in die Köpfe 

Derzeit wird viel über digitale Bildung gesprochen und bei manchen Erwachsenen steht immer nur Hardware im Mittelpunkt. Das ist nicht digitale Bildung. Digitale Bildung geht viel tiefer. Das habe ich bereits öfters gebloggt. Interessant ist, dass Schüler auch eine Auseinandersetzung mit digitaler Bildung wollen. 

Ein Großteil, 60 Prozent der befragten YouTube-Nutzer, wünscht sich im Unterricht eine kritische Auseinandersetzung mit YouTube-Videos und der Plattform.

Rund die Hälfte der befragten YouTube-Nutzer (52%) wünscht sich mehr Unterstützung seitens der Schule bei der Erstellung von Videos (Film/Schnitt/Beleuchtung). 56 Prozent glauben, dass die Bedeutung von YouTube in der Schule künftig zunehmen wird. Dieses Wissen muss erst einmal von manchen Lehrern selbst angeeignet werden bevor sie es an die Schüler vermitteln können. Also mehr Fortbildung für die Lehrer.

Und auch steht für mich fest: Die klassische Bildungskonstellation von Lehren, Lernen und Wissen ändert sich durch die Digitalisierung grundlegend. 

Werbung: Motocross virtuell und Real Life

30. Mai 2019

Das erste Mal als ich mit Motocross in Berührung kam, war als Jugendlicher in den Achtziger Jahren. Ich hatte von meinen Eltern die Videokonsole Atari 2600 geschenkt bekommen und meine Verwandtschaft versorgte mich mit Spielen in Form von Cartidges. Ich hatte unter anderem eine Vorliebe für Autorennen. Doch mein Onkel, ein begeisterter Motorradfahrer, schenkte mir Motocross für das Atari 2600. Es war ein Spiel der Quelle aus Fürth, die damals bombensicher stand und in den Markt der aufkommenden Videospiele investierte. 

Das Spiel von 1983 mit seiner 8-Bit Grafik fesselte mich. Stundenlang, tagelang spielte ich Motocross. Aus der Vogelperspektive blickte ich auf mein Bike, musste Fähnchen sammeln, Ölpfützen ausweichen und andere Bikes überholen. Als Retrogamer mag ich das Videospiel noch heute. 

Als dann gegen 1984 ein Commodore C64 den Weg in mein Kinderzimmer fand, spielte ich wie ein Besessener Excitebike. Das Spiel wurde von Nintendo für das NES produziert und für den C64 portiert. Es ist Motocross-Spiel, bei dem man auf einem Motorrad zwei Runden einer Strecke möglichst schnell fahren muss. Dabei gibt es, grafisch bedingt, keine Kurven, sondern einen immer geraden Streckenverlauf. Das alte Fieber hatte mich wieder. 

Zu Studienzeiten setzte ich auf einen Atari 520 ST, weil er mit Signum das beste Schreibprogramm seiner Zeit hatte. Und zur Ablenkung vom Studium lief auf dem Atari 520 ST das Spiel Enduro Racer, das eigentlich für Sega Arcade-Maschinen erstellt wurde. 

Dann wurde es still bei mir mit Motocross-Spielen. Ich hatte nur noch Macs und das waren ernsthafte Rechner und keine Dattelmaschinen wie Dosenrechner. 

Erst als Erwachsener erwachte die Liebe zu Motocross wieder. Zusammen mit K1 spielte ich für die Wii MX vs ATV Untamed von 2008 von den legendären Rainbow-Studios. Die Grafik war im Vergleich zu meinen alten Konsolen ein deutlicher Fortschritt und auch das Gameplay war anspruchsvoller. Es gab zahlreiche Modi wie Motocross, Opencross, Supercross, Supermoto, Endurocross, Free Ride und Minibikes.

Die Wii war nett, aber Motocross auf dieser Konsole zu fahren, war dann doch irgendwie öde. Also stiegen K1 und ich auf SBK 09 auf der Playstation 3 um. Und es geht immer so weiter. In den Videospielen tune ich meine Maschine, steigere die Leistung, lege mir eine bessere Ausrüstung zu. Im wahren Leben würde ich meine Ausrüstung von Motorcross-Artikeln beim größten Ausrüster am Markt erstehen mx24.de Bis auf Videospiele zu Motocross gibt es dort alles, was man für diesen Sport braucht. Hier gibt Motocross Zubehör für Anfänger bei 24mx .

„Viele unserer Mitarbeiter fahren selbst Motocross und Enduro und zusammen haben wir viele Jahre Erfahrung im Sport, was dir als Kunde eine gewisse Sicherheit verschafft“, heißt es auf der Website. Richtig überzeugt hat mich auf der Website der Blick ins Lager. mx24.de hat so ziemlich alles, was man sich im Bereich Motocross vorstellen kann – eben bis auf Videospiele. Aber das kann sich ja noch ändern. 

Müde Wahlparty im Landratsamt – Europa zündet nicht

26. Mai 2019
Wenig Besucher im Foyer des Landratsamtes Fürstenfeldbruck zur Wahlparty.

Wenig Besucher im Foyer des Landratsamtes Fürstenfeldbruck zur Wahlparty.

Von der Europa-Begeisterung, die im Vorfeld der Europawahl zu verspüren war, kam nichts bei der Wahlparty im Landratsamt Fürstenfeldbruck an. Es kam so gut wie überhaupt keine Stimmung auf. 

Ich will mich an meine alte Zeiten des Tageszeitungsjournalismus erinnern und verfolge den wichtigen Wahlabend im Landratsamt. Hier kommen zum einen die Wahlergebnisse aus den Gemeinden des bayerischen Landkreises zusammen, zum anderen treffen Kommunal- und Bundespolitiker ein. Hier haben Bürger durchaus die Chance mit ihren Mandatsträgern ins Gespräch zu kommen. Diese Chance wird nicht wahrgenommen.

Als ich gegen 17:45 Uhr im Foyer des Landratsamtes Fürstenfeldbruck eintreffe, stoße ich auf die üblichen Verdächtigen. Ich treffe auf meine ehemaligen Kollegen der lokalen Tageszeitungen, Fürstenfeldbrucker Tagblatt/Münchner Merkur und Fürstenfeldbrucker Neueste Nachrichten/Süddeutsche Zeitung. Ich selbst war vor der Jahrtausendwende lange Zeit Tageszeitungsjournalist und habe etliche Wahlen begleitet. Zudem sind einige Fotografen angerückt, um die Europaeuphorie bildlich festzuhalten. Aber es gibt kaum etwas zu fotografieren, denn der Bürger fehlt größtenteils. 

Das geschmückte Foyer des Landratsamtes bietet alles für eine Party, aber wenn die Gäste ausbleiben, dann hilft auch die beste Deko nichts. Es gibt eine kleine Ausstellung mit Stelltafeln über Europa, darüber ein paar Europa-Luftballons. Auf einer großen Leinwand werden die einzelnen Ergebnisse aus den Landkreiskommunen per Beamer geworfen. Blöd, dass man dabei in die untergehende Sonne schauen muss. An grauen Stellwänden werden die Ergebnisse nochmals in Papierform aufgehängt. Ein paar Stehtische mit Salzstangen, die relativ schnell von allen verspeist wurden. 

Landrat Karmasin informiert sich.

Landrat Karmasin informiert sich.

In der Kinderspielecke des Landratsamtes haben Mitarbeiter drei Stuhlreihen zu je sechs Stühlen aufgestellt. Hier kann man Platz nehmen und die Wahlergebnisse aus Deutschland und Bremen anschauen. Bremen interessiert nur am Rande, wenn überhaupt. Auf dem TV läuft die ARD. Die Plätze davor sind kaum belegt. Landrat Thomas Karmasin (CSU) hat in der vorderen rechten Reihe Platz genommen und wartet auf die erste Prognose und dann die Hochrechnungen. Als er das Ergebnis für die CSU feststellt, nickt er anerkennend und wendet sich der Lokalpresse zu. Michael Schrodi, SPD-Mitglied des Deutschen Bundestages, ist eher nicht so gut gelaunt. Seine Partei ist massiv im Stinkflug. „Schlechte Zahlen, keine Frage“, sagt er. 

Europäische Schinkensemmel.

Europäische Schinkensemmel.

Ich hole mir derweil eine Schinkensemmel. Hier kommt ein wenig Europa-Feeling auf. In die Semmel ist eine kleine Europa-Fahne gesteckt, die ich herausnehme als ich in die Semmel hineinbeiße. Das Fähnchen hänge ich ins Knopfloch. Ja zu Europa. Derweil fotografiert ein Pressefotograf einen Bürger, der herzhaft in seine Europasemmel beißt. Seine Fahne steckt noch in der Backware. Wenn man sonst keine Motive hat, dann macht man sich eben welche.

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler ist derweil gut drauf, keine Frage bei dem Ergebnis ihrer Partei. Sie gibt den Vertretern der Lokalpresse ihre Statements und Einschätzungen ab. Und der Reporterin der Süddeutschen erzählt sie, wo sie ihren Manfred Weber-Pappaufsteller stehen hat. Ich will es nicht verraten, denn die nette Geschichte gehört der Kollegin von der Süddeutschen. Ich bin mir sicher, dass sie die Story für die Zeitung aufgreift.

MdB Katrin Staffler ist gut drauf und spricht mit der Presse.

MdB Katrin Staffler ist gut drauf und spricht mit der Presse.

Die erste Gemeinde des Landkreises ist ausgezählt. Es ist 18:42 Uhr und die Zahlen von Oberschweinbach kommen herein. 43,06 Prozent CSU, 5,58 Prozent SPD, 17,51 Grüne, 10,71 AfD. 

18:48 Uhr der Fürstenfeldbrucker Oberbürgermeister Erich Raff schaut herein, schüttelt Hände und orientiert sich. Derweil meint Landrat Karmasin: „Solange sie antreten, habe ich Mitleid.“ Gemeint hat er wohl die SPD. 

Drei Schwarze im Gespräch.

Drei Schwarze im Gespräch.

Gegen 20 Uhr verlasse ich den Wahlabend. Ich hatte ihn mir anders vorgestellt. Zu meiner aktiven Zeit als Lokalreporter war irgendwie mehr los. Europa zündet wohl nicht so recht bei den Leuten. Aber im Jahr 2020 ist Kommunalwahl, dann geht die Party richtig los. 

Wiedersehen mit Pop Art-Künstler Ed Heck

25. Mai 2019
Ed Heck in München, da musste ich dabei sein.

Ed Heck in München, da musste ich dabei sein.

Es war ein schönes Wiedersehen. Ed Heck ist wieder in München gewesen und auch endlich wieder in einer Galerie in München vertreten. Ed Heck ist für meine Familie und ich ein wunderbarer Pop Art-Künstler. Wir lieben seine Kunst und erfreuen uns an seinen Bildern.

Zusammen mit Freunden aus alten Verlagszeiten erfuhren wir, dass der New Yorker-Künstler Ed Heck für einen Tag in der Happy Gallery in München Schwabing zu Gast ist. Grund genug, dass wir den sympathischen Künstler auf ein Wiedersehen treffen wollten. Als die Galerie Mensing in München eine Filiale hatte, haben wir Bilder von Heck dort gekauft. Aber Mensing ist im zahlungskräftigen München erst einmal Geschichte. Wir waren traurig, dass wir die Bilder von Ed Heck nur noch im Netz anschauen konnten. Als wir Heck mehrmals in seinen Atelier in Brooklyn besuchten, war es immer ein schönes Wiedersehen. Ich habe mehrmals in diesem Blog darüber gebloggt – einfach nach Ed Heck in die Suche eingeben.
Jetzt endlich ist Heck wieder in München und schaute sogar persönlich vorbei. Galerist Thorsten Weimer war es gelungen, Ed Heck für einen Tag nach München zu holen. Im Gepäck hatte er Heck zahlreiche Bilder. Sichtlich begeistert begrüßte der Galerist den US-Künstler. Hier ein Video davon:

Da war es eine Selbstverständlichkeit vorbeizuschauen und auch die Happy Gallery zu berichten. Sie liegt direkt neben Neo Tokyo, der Anlaufpunkt für die Manga-, Anime- und Kpop-begeisterte Familie. Dort getroffen habe ich auch die österreichische Künstlerin Oxana mit der ich ein paar Worte austauschte und mir ihre Karte signieren ließ. Ich schau mir ihre Sachen mal in Ruhe an.

Die Werke von Oxana werde ich mir genauer anschauen.

Die Werke von Oxana werde ich mir genauer anschauen.

Mit Ed Heck spaßten wir herum. Ein sympathischer Kerl ist es. Er mochte meinen neuen Breiter Hut und er signierte Fotos von unserem jüngsten Besuch in seinem Studio in Brooklyn.

Ed Heck und seine Enten. Auch in München kleben ein paar.

Ed Heck und seine Enten. Auch in München kleben ein paar.

Und natürlich kauften wir wieder ein Bild und ließen es uns signieren.

Für mich als Papa war es auch ein Höhepunkt, dass sich dieser berühmte Pop Art-Künstler eine Postkarte von K2 signieren ließ. Wie bereits gebloggt, hatte K2 das erste Bild in einer Ausstellung ausgestellt. Heck bestand darauf, dass K2 die Postkarte mit dem Kunstwerk signieren musste. Da geht dem stolzen Papa das Herz auf.

Ed Heck lobt das Werk von K2. Das macht mich richtig stolz.

Ed Heck lobt das Werk von K2. Das macht mich richtig stolz.

Ich wünsche Ed Heck alles Gute und freue mich auf Wiedersehen. Und ich stelle fest: Ich liebe Kunst. Ohne Kunst wäre mein Leben deutlich ärmer.

Wenn das Kind in Sachen Kunst macht

23. Mai 2019
Stolzer Vater: K2 hat das erste Bild in einer Ausstellung hängen.

Stolzer Vater: K2 hat das erste Bild in einer Ausstellung hängen.

Ja ich bin ein stolzer Papa, denn K2 hat mit einem Bild an einer Kunstausstellung teilgenommen. Wie alle Eltern vermute auch ich ein großes Potenzial bei ihren Kindern. Im Fall von K2 bin ich mir aber sicher, dass ja eine Fähigkeit vorhanden ist, die entwickelt werden muss.

Hyperrealismus - eine Form des Pop Art. Hier Visit London von K2.

Hyperrealismus – eine Form des Pop Art. Hier Visit London von K2.

K2 nahm mit dem Bild „Visit London“ an der Ausstellung der Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck teil. Ein Wochenende wurden die Werke in der Künstlerwerkstatt Fürstenfeldbruck im Kloster Fürstenfeld ausgestellt und konnten besichtigt werden. Die Ausstellung stand unter dem Motto „Unterwegs“. Wir wurden vor zwei Monaten auf diese Ausstellung aufmerksam, zeigten die Ausschreibungsunterlagen K2 und das Kind beschloss hier mitzumachen.
K2 machte es sich nicht einfach. Grundlage des Bildes war ein Foto, was K2 bei einem Besuch in London vor einem Jahr mit der Digitalkamera gemacht hat. Es zeigt die Beine und Füße von zwei Mädchen, die bei Regen Richtung Harrods laufen. Komplizierte Lichtverhältnisse liegen vor, die durch den Regen noch verstärkt werden. Dieses Digitalfoto sollte also die Grundlage für den Ausstellungsbeitrag werden.

Form des Hyperrealismus
K2 ist ein Fan des Hyperrealismus, eine Version des Pop-Art. Wikipedia beschreibt die Kunstrichtung so: Der Hyperrealismus ist eine Weiterentwicklung des Realismus und benachbart zur Pop Art. Sein Ideal ist nicht unbedingt eine exakte lebenstreue Nachbildung, wie sie typisch für den Realismus ist, sondern eine fotorealistische Übersteigerung der Wirklichkeit, eine „überschärfte Realität“. Die Abstraktion wird zurückgewiesen. Vielen sind vielleicht die Bilder von Gottfried Helnwein oder Luigi Rocca, der über die Galerie Mensing vertrieben wird.


K2 schnappte sich das MacBook Pro und arbeitete am Wacom Stifttablett. Als Software verwendet K2 Clip Studio Paint, die sonst im Manga-Bereich eingesetzt wird. Über Wochen hinweg entstand das Digital Painting. Gerade das Licht und die Regentropfen erforderten höchste Konzentration. Am Wochenende vor der Ausstellung war das digitale Bild dann fertig. Morgens wurde es auf DIN A3 bei meinem Kollegen Uwe Ehrig von den Erstentwicklern auf Fotopapier ausgedruckt. Ich hatte noch einen goldenen Rahmen und nachdem alles perfekt war, wurde das Bild von meiner Frau der Bürgerstiftung übergeben.

Am darauffolgenden Freitag war dann die Vernissage, zu der zahlreichen Fürstenfeldbrucker erschienen sind. Nach salbungsvollen Worten konnte wir uns die Ausstellung ansehen. Es waren inspirierende Sachen darunter. Für mich stach „Visiting London“ aus den Bilder durch den Stil des Hyperrealismus heraus. K2 erklärte den Betrachter des Bildes die Technik und waren erstaunt, was da dahinter steht. Mancher Besucher meinte, es sei nur eine einfache Fotografie. Als er sich aber dann die Zeit nahm und das Bild näher betrachtete, fiel ihm der Hyperrealismus auf.

Ich hab gleich mal en paar Postkarten zum Verteilen drucken lassen.

Ich hab gleich mal en paar Postkarten zum Verteilen drucken lassen.

Auf jeden Fall hat es der Familie gefallen und wir werden das Talent von K2 weiter fördern. Ich habe von dem Bild Postkarten drucken lassen und lege sie meinen Schreiben bei. Am Freitag Abend besuchen wir den internationalen Pop-Art-Künstler Ed Heck, der aus New York nach München kommt. Unsere Familie ist mit Ed Heck befreundet und ich bin auf seinen Input gespannt, wenn K2 das Bild zeigt.