Wenn das Kind in Sachen Kunst macht

Stolzer Vater: K2 hat das erste Bild in einer Ausstellung hängen.

Stolzer Vater: K2 hat das erste Bild in einer Ausstellung hängen.

Ja ich bin ein stolzer Papa, denn K2 hat mit einem Bild an einer Kunstausstellung teilgenommen. Wie alle Eltern vermute auch ich ein großes Potenzial bei ihren Kindern. Im Fall von K2 bin ich mir aber sicher, dass ja eine Fähigkeit vorhanden ist, die entwickelt werden muss.

Hyperrealismus - eine Form des Pop Art. Hier Visit London von K2.

Hyperrealismus – eine Form des Pop Art. Hier Visit London von K2.

K2 nahm mit dem Bild „Visit London“ an der Ausstellung der Bürgerstiftung Fürstenfeldbruck teil. Ein Wochenende wurden die Werke in der Künstlerwerkstatt Fürstenfeldbruck im Kloster Fürstenfeld ausgestellt und konnten besichtigt werden. Die Ausstellung stand unter dem Motto „Unterwegs“. Wir wurden vor zwei Monaten auf diese Ausstellung aufmerksam, zeigten die Ausschreibungsunterlagen K2 und das Kind beschloss hier mitzumachen.
K2 machte es sich nicht einfach. Grundlage des Bildes war ein Foto, was K2 bei einem Besuch in London vor einem Jahr mit der Digitalkamera gemacht hat. Es zeigt die Beine und Füße von zwei Mädchen, die bei Regen Richtung Harrods laufen. Komplizierte Lichtverhältnisse liegen vor, die durch den Regen noch verstärkt werden. Dieses Digitalfoto sollte also die Grundlage für den Ausstellungsbeitrag werden.

Form des Hyperrealismus
K2 ist ein Fan des Hyperrealismus, eine Version des Pop-Art. Wikipedia beschreibt die Kunstrichtung so: Der Hyperrealismus ist eine Weiterentwicklung des Realismus und benachbart zur Pop Art. Sein Ideal ist nicht unbedingt eine exakte lebenstreue Nachbildung, wie sie typisch für den Realismus ist, sondern eine fotorealistische Übersteigerung der Wirklichkeit, eine „überschärfte Realität“. Die Abstraktion wird zurückgewiesen. Vielen sind vielleicht die Bilder von Gottfried Helnwein oder Luigi Rocca, der über die Galerie Mensing vertrieben wird.


K2 schnappte sich das MacBook Pro und arbeitete am Wacom Stifttablett. Als Software verwendet K2 Clip Studio Paint, die sonst im Manga-Bereich eingesetzt wird. Über Wochen hinweg entstand das Digital Painting. Gerade das Licht und die Regentropfen erforderten höchste Konzentration. Am Wochenende vor der Ausstellung war das digitale Bild dann fertig. Morgens wurde es auf DIN A3 bei meinem Kollegen Uwe Ehrig von den Erstentwicklern auf Fotopapier ausgedruckt. Ich hatte noch einen goldenen Rahmen und nachdem alles perfekt war, wurde das Bild von meiner Frau der Bürgerstiftung übergeben.

Am darauffolgenden Freitag war dann die Vernissage, zu der zahlreichen Fürstenfeldbrucker erschienen sind. Nach salbungsvollen Worten konnte wir uns die Ausstellung ansehen. Es waren inspirierende Sachen darunter. Für mich stach „Visiting London“ aus den Bilder durch den Stil des Hyperrealismus heraus. K2 erklärte den Betrachter des Bildes die Technik und waren erstaunt, was da dahinter steht. Mancher Besucher meinte, es sei nur eine einfache Fotografie. Als er sich aber dann die Zeit nahm und das Bild näher betrachtete, fiel ihm der Hyperrealismus auf.

Ich hab gleich mal en paar Postkarten zum Verteilen drucken lassen.

Ich hab gleich mal en paar Postkarten zum Verteilen drucken lassen.

Auf jeden Fall hat es der Familie gefallen und wir werden das Talent von K2 weiter fördern. Ich habe von dem Bild Postkarten drucken lassen und lege sie meinen Schreiben bei. Am Freitag Abend besuchen wir den internationalen Pop-Art-Künstler Ed Heck, der aus New York nach München kommt. Unsere Familie ist mit Ed Heck befreundet und ich bin auf seinen Input gespannt, wenn K2 das Bild zeigt.

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Eine Antwort to “Wenn das Kind in Sachen Kunst macht”

  1. Mareike Kuhn Says:

    Wow – große Klasse! Respekt und Gratulation an den jungen Künstler! Was wohl der Herr Heck davon finden wird – spannend!

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