Meine Beatles auf Laserdisc

22. November 2021

Bald zeigt sich, ob sich das Warten auf Peter Jackson gelohnt hat, wenn er bei Disney+ die überarbeitete Langfassung von Let it be unter dem Titel Get back präsentieren wird. Natürlich werde ich mir die Beatles ansehen und ich freu mich wie en Schnitzel (wie freut sich ein Schnitzel?). Als Sammler hoffe ich, dass es eine Box mit allen Filmen auf Datenträger Bluray oder 4K geben wird.

Hier meine Laserdiscs mit den Beatles

Jackson hat das Material überarbeitet und optisch das Beste herausgeholt. Ich will aber heute einen Schritt zurückgehen und das optisch und akustisch Beste der alten digitalen Zeit präsentieren. Meine Beatles auf Laserdisc.

Die silbernen Scheiben in der Größe einer Langspielplatte waren das Highend-Übergangsmedium zwischen VHS und DVD. Noch heute gibt es eine aktive Sammlerszene, zu der ich auch gehöre. Im Laufe der Zeit haben sich ein paar Beatles LD angehäuft, die ich hier gerne vorstelle. Die Aufnahmen habe ich in der Regel auch noch auf anderen Datenträger, wobei ich einen Konzertfilm Washington Coliseum, Washington, DC, USA von 1964 auf Super 8 am Liebsten mag. Aber Super 8 war nochmals eine ganz andere Zeit.

Kommen wir zu meinen Laserdiscs. Ich habe sie in diesem kleinen Video vorgestellt. Es handelt es sich um Making of Hard Day’s Night, zwei Versionen von Help, The Magic Mystery Tour, Japan-Pressung von Yellow Submarine und die seltene Fassung von Let ist be. Zudem habe ich die Dokumentationen The Compleat Beatles und die Achtfach-Laserdisc-Box Anthology. Der vollständige Film wurde am 5. September 1996 auf acht VHS-Kassetten und auf acht Laserdiscs veröffentlicht.

Fotografie: Der Mann des perfekten Timings: Mick Rock ist tot

21. November 2021

Irgendwie ist es mir entgangen, dass einer der Großen der Musikfotografie im Alter von 72 Jahren vor kurzem verstorben ist: Mick Rock
Eigentlich hieß der Brite Michael Rock, aber Mick ist wohl cooler. Viele werden den Namen des Fotografen nicht kennen, aber seine Bilder sind bekannt – vor allem seine Fotos aus dem siebziger Jahren als er David Bowie, Lou Reed, Iggy Pop vor der analogen Linse hatte. Als Musik- und Fotofan war mir Mick Rock immer ein Begriff. Mick Rock ist einer der wichtigsten Fotografen der Rockgeschichte. Er gilt als „the Man who shot the 1970s“. Dann hatte Rock allerdings massive Drogenprobleme und tauschte die Kamera gegen die Nadel. Nach seinem Entzug begann er wieder in den Neunzigern Künstler wie R.E.M., The Strokes, The Libertines, Snoop Dogg und Lady Gaga oder The Chemical Brothers zu fotografieren. Mich persönlich interessierten aber mehr die Fotos der ersten Phase von Mick Rock. Mehrmals hatte ich das Angebot signierte Abzüge zu erstehen. Hier ein Video von 2015:

Ich hatte damals das Geld nicht. Jetzt werden die Preise explodieren. Irgendwann wollte ich aber dann doch einen Original Mick Rock haben und es wurde ein Foto aus der legendären Ziggy Stardust-Tour. Das Bild zeigt Bowie mit dem dritten Auge. Ich mag das Foto sehr.

Ich liebe dieses signierte Foto von Bowie von Rock

Das Ganze kam durch eine Veröffentlichung des Taschen Verlages und ich hatte die Gelegenheit, einen Sonderdruck des Buches The Rise of David Bowie 1972-1973 von Mick Rock zu erwerben, inklusive der Autogramme von David Bowie und Mick Rock im Buch. Hier das damalige Unboxing.

Unterschriften von zwei großen Künstlern.

Jetzt starb der Fotograf. „Schweren Herzens teilen wir mit, dass unser geliebter, psychedelischer Abtrünniger Mick Rock die Jungianische Reise auf die andere Seite angetreten hat“, heißt es in einem Statement auf Mick Rocks Twitter-Profil. Mit diesen Worten gab seine Familie den Tod des Fotografen bekannt.

Natürlich beneide ich Mick Rock für seine Kontakte, aber noch mehr beneide ich ihn um sein Talent. Er hatte das perfekte Timing. Er ahnte voraus, wie sich sein Modell bewegte und drückte ab. Wer weiß, wie schwer Konzertfotografie mit all den Lichtern und der Bewegung ist, der weiß auch, welch großer Künstler Mick Rock war.

Buchkritik: Erfolgreich Influencer werden von Niklas Hartmann

20. November 2021

Ach so geht das! Ich muss nur das Buch Erfolgreich Influencer werden werden aufmerksam lesen und die Ratschläge von Niklas Hartmann befolgen, schon werde ich in diesem Neuland berühmt. Ein wenig YouTube hier, ein wenig Insta da – und Facebook für die Älteren nicht vergessen. Ja, ja, wenn es so einfach wäre.

Aber ich mag nicht spotten. Ich habe das Buch aufmerksam gelesen und zahlreiche Tipps und Tricks bekommen, um in den sozialen Medien mehr Follower, mehr Reichweite und vielleicht auch ein höheres Einkommen zu erzielen. So ganz hat es bei mir nicht funktioniert, also muss ich wohl den Fehler bei mir suchen, denn Autor Niklas Hartmann hat es nach eigenen Aussagen ja geschafft. Sein Linkedin-Profil hat aber keine große Reichweite, aber es zählt ja nicht die Masse, sondern die Qualität (so sagt man).

Aber ich mag ja nicht spotten, wie ich schon geschrieben habe. Das Buch, das mir freundlicherweise vom mitp-Verlag zur Verfügung gestellt wurde, sehe ich vielmehr als Inspirationsquelle und nicht als Schritt für Schritt Anleitung im Stile So werde ich erfolgreich.

Autor Niklas Hartmann bringt gute Ratschläge ins Spiel, wie ich mein digitales Auftreten optimieren kann, je nach Zielsetzung. Ach ja Ziele: Vielen angehenden Influencern ist ihre Zielgruppe und Zieldefinition nicht klar. Weiß ich erst einmal was ich will und für wen ich meinen Aufritt mache, dann ist vieles leichter. Und ich muss natürlich realistisch sein: Ich in meinem Alter werde wohl nie der flotte Influencer für den 16jährigen Konsumenten werden, das kann ich mir abschminken (und will es auch gar nicht). Interessant ist, dass bei meinen Besuchen an Schulen der Berufswunsch Influencer immer wieder geäußert wird. Entsprechende Werbung bei Playmobil befeuern diesen Berufswunsch.

Dann erfolgt natürlich die Wahl der Social Media-Kanäle. Jede Plattform hat ihre eigenen Gesetze und Formate. Einen Content für alle Plattformen ist natürlich Blödsinn – das bestätigt Niklas Hartmann mir auch. Die Tipps, die in diesem Buch gegebenen werden, sind nicht neu, aber sie sind gut zusammengefasst und geben einen Überblick. Natürlich geht dabei die Tiefe flöten, aber das will das Buch auch gar nicht. Wer sich für Soical Media Marketing oder SEO interessiert, der greift zur entsprechenden (digitalen) Fachliteratur. Ich habe das Buch erfolgreich Influncer werden als dankbare Anregung zur Reflexion der eigenen Strategie und des eigenen digitalen Auftretens wahrgenommen. Für ein wirkliches Lehrbuch ist Erfolgreich Influencer werden eher nicht geeignet.

Experimentelle Archäologie: Mit einem Flusskriegsschiff die Donau entlang

19. November 2021

Mit einem spätantiken Flusskriegsschiff die Donau von Regensburg nach Budapest zu rudern, das ist wahrlich eine große Herausforderung. Geschichtsstudis aus Regensburg haben sich 2006 auf so ein Experiment eingelassen und heraus kam unter anderem das Buch und die DVD Exploratio Danubiae: Ein rekonstruiertes spätantikes Flusskriegsschiff auf den Spuren Kaiser Julian Apostatas.

Ich fand das Buch im örtlichen Bücherschrank und war sofort neugierig. Es ist lebendige experimentelle Archäologie. Diese widmet sich der Beantwortung archäologischer Fragestellungen mit Hilfe eines wissenschaftlichen, unter kontrollierten Bedingungen durchgeführten und vollständig dokumentierten Experimentes. Klingt komisch, ist aber super spannend, denn es werden experimentelle Praxis und die Theorie der althistorische Forschung unter einen Hut gebracht.
Es galt folgendes Projekt umzusetzen: 49 Studierende der Universität Regensburg reisten auf einem Nachbau eines spätantiken römischen Flusskriegsschiffes im Sommer 2006 knapp drei Wochen auf der Donau bis nach Budapest. Das Buch samt BR-Dokumentation auf DVD in SD ist sowohl Reisebericht als auch eine praxisorientierte Dokumentation.

Schade, dass es zu dieser Zeit keine sozialen Netzwerke gegeben hat, denn dann wäre diese Wissenschaftsreise noch verbreiteter. So wählte man das Buch und das Fernsehen als Massenmedium. Heute wäre auf der Galeere ein Wissenschaftsblogger dabei und hätte die Botschaft verbreitet. Interessant zu sehen, sind die beteiligten Studis, die sich freiwillig für die Reise meldeten und sogar 150 Euro Passage bezahlten, damit sie den ganzen Tag bei Wind und Wetter rudern mussten. Die in die Rolle einer spätantiken Schiffsbesatzung geschlüpften Studenten und Wissenschaftler bewältigen zudem ein körperlich anstrengendes Testprogramm, dessen Resultate zum Verständnis der spätantiken Flottenorganisation an Rhein und Donau beitragen. 180000 Ruderschläge hatte jeder zu bewältigen.So macht Wissenschaft Spaß und bitte, bitte mehr davon und nachzulesen in Exploratio Danubiae: Ein rekonstruiertes spätantikes Flusskriegsschiff auf den Spuren Kaiser Julian Apostatas

Buchtipp: Asiatische Monster und Science Fiction Filme von Detlef Claus

18. November 2021

Im Moment hat ein Kollege sein Godzilla-Buch upgedatet und ein anderer wird sein ultimatives Godzilla Buch im Februar 2022 veröffentlichten. Bis dahin ordne ich meine Godzilla-Literatur neu und mir fiel mal wieder das wunderschöne Buch Asiatische Monster- und Science-Fiction-Filme: Das deutsche Werbematerial von 1956-2011 von Detlef Claus in die Hände.

Es umfasst das deutsche Werbematerial der Jahre 1956 bis 2011, eine Fundgrube für Sammler, Fans und Filminteressierte – und Verrückte. Ich liebe die Godzilla-Community, die auf der einen Seite sehr streitbar und diskussionsfreudig ist, wenn es um die Verteidigung ihres Monsters geht. Aber auf der anderen Seite sind die Fans sich in der Liebe und Zuneigung zum Monster einig. Und das spürt der Fan, wenn das kiloschwere Buch Asiatische Monster und Science Fiction Filme in die Hand nimmt. Ausdrücklich möchte ich mich bei Detlef Claus bedanken, der dieses Buch im Eigenverlag herausgebracht hat und uns Fans somit an seiner Sammlung teilhaben lässt.

Ich durfte als Jugendlicher jeden Samstag die Jugendvorstellung des örtlichen Kinos genießen und dort liefen in der Regel japanische Monsterfilme. So lernte ich die verschiedenen Varianten meines Lieblingsmonsters kennen und vor allem lieben. Als kritischer Filmfreund nehme ich gerne schlechte Filme auseinander, aber bei Godzilla und Co bin ich gleichmütig und stehe der ganzen Sache monstermäßig wohlwollend gegenüber.

Und als ich zum ersten Mal das Buch von Detlef Claus in die Hände bekam, konnte ich mich gar nicht sattsehen. Wichtig: Es werden nicht nur japanische Monster- und SF-Filme behandelt, sondern asiatische Filme. Einige Filme kamen ja aus Korea oder China.
Nachdem ich selbst ein paar Plakate und Lobbycards sammle, habe ich in Detlef Claus meinen Sammlermeister gefunden. Ich kann nicht beurteilen, ob er alles aus den Jahren von 1956 bis 2011 in seinen Besitz hat, aber er hat auf jeden Fall eine ganze Menge. Ich habe meine Lobbycards und Filmprogramme aus dem Archiv geholt und verglichen. Ergebnis: Detlef Claus hat es veröffentlicht. Seine Sammlung ist enorm und absolut eindrucksvoll. Damit wird es zum Standardwerk des asiatischen Science-Fiction-Kinos, das Maßstäbe setzt, jeden Filmfan begeistert und es darf in keiner Filmbibliothek oder Filmsammlung fehlen.

Eine Bitte: Wenn jemand einen Überblick über das gesamte Merchandise-Universum hat, bitte in die Kommentare schreiben. Ähnliches gilt für die veröffentlichte Musik auf Vinyl oder Datenträger. Ich liebe die Mucke dieser Filme.

Das Buch von Detlef Claus umfasst das in erster Linie reine Werbematerial der Kinoverleiher und ist damit aus alten Print-Zeiten. Hinzu kommt noch interessantes Material aus dem Bereich Super 8, Video und DVD-Veröffentlichungen. Bluray oder 4K waren 2011 freilich nicht am Horizont zu sehen. Heute ist der Markt ja explodiert, nachdem Hollywood Godzilla wieder entdeckt hat.

Das Material wurde von Detlef Claus optisch aufbereitet, die Löcher von Nadeleinstichen bei Plakaten und Lobbycards oder Knicke von Foldern oder Filmprogramme wurden technisch per Photoshop optimiert. Am Ende des Buches gibt es noch einen kleinen Überblick über die japanischen Monster, eine Art Steckbrief wer wo wann auftauchte und wie in der deutschen Fassung genannt wurde.
In dem Buch Asiatische Monster- und Science-Fiction-Filme: Das deutsche Werbematerial von 1956-2011habe ich buchstäblich stundenlang geschmökert und mich an alte Zeiten als Jugendlicher erinnert. Und ich muss mich ganz schön zusammenreißen, damit ich nicht ein neues Sammelgebiet eröffne. Detlef Claus fixt mich mit seiner Sammlung regelrecht an, das ist der einige Vorwurf, das ich dem gewaltigen Buch machen kann.

Atari XP: Drei neue Spiele für das alte Atari 2600

17. November 2021

Ich bekenne: Ich bin ein Gamer – und zwar einer der speziellen Sorte. Natürlich zocke ich auf den Next Gen-Konsolen, aber ich liebe vor allem meine Retro-Consolen. Immer wieder habe ich über meine Liebe zum Atari 2600 geschrieben. Es war die erste Konsole in meinem Leben und das Teil nimmt einen besonderen nostalgischen Platz in meinem Herzen ein. So schlug das Gamer-Herzchen ein wenig schneller, als gestern bekannt wurde, dass drei neue Spiele für das Atari 2600 veröffentlicht werden sollen: Yars’ Return, Saboteur and Aquaventure.

Menschen schütteln den Kopf, wenn ich ihnen von meiner 8-Bit Vorliebe erzähle. Aber so ist es nun mal. Die drei Spiele kommen von Atari XP. Das ist ein Herausgeber von physischen Sammelspielen und widmet sich um nie erschienene und seltene Atari-Spielen aus den 1970er und 1980er Jahren. Die limitierten Versionen enthalten hochwertige Verpackungen und Extras, die Sammler und Fans der Titel begeistern werden.
Bei Yars’ Return, Saboteur and Aquaventure handelt sich es um Games, die fertiggestellt wurden, aber nie eine offizielle Veröffentlichung erhielten oder nur in sehr begrenzten Mengen erschienen sind. Zudem vertreibt Spiele Atari XP, deren physische Datenträger extrem selten geworden und daher schwer zu finden sind.

Drei neue Spiele für das alte Atari 2600-System.

Der Name Atari XP ist eine Hommage an den Atari Program Exchange (APX), der in den 1970er und 1980er Jahren Software über einen Versandhauskatalog verkaufte. Der vierteljährlich erscheinende APX-Katalog hatte eine treue Anhängerschaft unter den Besitzern der 8-Bit-Heimcomputer von Atari.
APX ermutigte sowohl professionelle als auch Amateurprogrammierer, Software einzureichen, die für den kommerziellen Vertrieb in Frage kam, und förderte so eine Welle der Spiele- und Anwendungsentwicklung. Dieser Geist lebt in der Gemeinschaft der Retro-Hardware- und Homebrew-Entwickler weiter.

Alt und neu: Atari 2600 und Yars‘ Return.

Vor allem interessiere ich mich für Yars‘ Return. Den Vorgänger von 1982 habe ich bis zum Weißglut gezockt und spiele das Spiel noch immer gerne. Yars‘ Return ist die Fortsetzung des 1982 erschienenen Titels Yars‘ Revenge, des meistverkauften Originalspiels für den Atari 2600, wird zum ersten Mal auf Cartridge veröffentlicht.

Yars‘ Return übernimmt das Spielprinzip von Yar’s Revenge – angreifende außerirdische Insekten, die hinter einer Barriere auf mich schießen und regelmäßig über die Barriere rasen, um an am Verteidigungsschild zu knabbern – und erweitert es. Das Gameplay in Yars‘ Revenge war streng horizontal, die Feinde griffen von links an. In Yars‘ Return kommen die Feinde aus drei Richtungen auf mich zu, was das Gameplay abwechslungsreicher und interessanter macht. Yar’s Return wurde von Howard Scott Warshaw entwickelt und sollte 1983 veröffentlicht werden. Aber es kam nicht dazu.
Es erscheinen zwei Versionen: Die Standard-Version und eine auf 1983 limitierte Sammlerversion mit Merch. Jetzt könnt ihr raten, welche Version ich bestellen werde.

Amazon: Fotos vom Lieferort

12. November 2021

In der Vergangenheit hatte ich immer Probleme mit der Zustellung von Amazon Logistic. Trotz Ablageerlaubnis lagen manches Mal meine Bestellungen irgendwo und ich habe mich massiv beschwert. Die Situation ist besser geworden, bzw. hat sich verändert.

Amazon hat wohl Druck auf seinen Logistikdienstleister ausgeübt und es das Liefern der Pakete hat sich deutlich verbessert. Aber ich bin aufgrund von Corona auch deutlich mehr zu Hause, um meine Bestellungen in Empfang zu nehmen. Viele meine Aufträge konnte ich digitalisieren und ich arbeite vom HomeOffice aus.
Jetzt war ich mal wieder auf einem Vortrag im Außeneinsatz. In Nürnberg fand auf dem Messegelände die Consozial statt und ich durfte einen Vortrag halten – vor echten Menschen. Und genau an diesem Tag lieferte Amazon ein Paket. Ich bekam die entsprechende E-Mail-Meldung aufs Smartphone, dass meine Bestellung geliefert sei, schaute aber nur auf den Header im Mail-Programm.

Zu Hause blickte ich an den vereinbarten Platz, der in meiner Ablageerlaubnis hinterlegt ist. Kein Paket. Im analogen Briefkasten lag ein Zettel mit dem handgeschrieben Hinweis Mülltonne. Doch auch im Tonnenhäuschen war nichts zu finden.

Also die Mail von Amazon herausgesucht und geöffnet. Und ich hab eine Neuerung festgestellt. Der Amazon-Fahrer hat ein Foto mitgeschickt, wo mein Paket liegt. Es lag hinter der blauen Altpapiertonne, also nicht bei der Mülltonne. Aber das sind Feinheiten des deutschen Wertstoffkreislaufsystems. Ob es jetzt die Tonne für stoffgleiche Nichtverpackungen, Papiertonne, Restmülltonne, Tonne für organische Abfälle oder anderes ist, das kann man einen Fahrer nur bedingt vermitteln.

Nun am liebsten wäre es, wenn mein Wunsch nach meinem Ablageort eingehalten wird, aber so mancher Fahrer ist der deutschen Sprache im Lesen nicht mächtig. Bevor er mein Paket irgendwo in der Prärie ablegt und ich suchen muss, da ist mir die neue Dienstleistung mit dem Foto deutlich lieber. Nicht perfekt, aber ein Fortschritt wie ich meine. Ich weiß nicht, wie lange schon Fotos geschossen werden, aber ich hab es jetzt erst bemerkt.
Ach ja: Und bitte keine Diskussion an dieser Stelle, warum ich bei Amazon bestelle.

Marketingstudie: Lockerer Umgang mit Daten führt zu Unternehmensverlusten

11. November 2021

Der Kunde ist ein seltsames Wesen. Das stelle ich nach der aufschlussreichen Lektüre der neuen Adobe-Studie „Future of Marketing“ fest: Ergebnis: Ein sorgloser Umgang mit den Daten ihrer Kunden kann für Unternehmen zu großen Verlusten führen. Klingt nachvollziehbar, aber die Nutzung von Meta-Produkten wie Facebook, WA, Instagram oder des aggressiven chinesischen Netzwerkes TikTok sagt genau das Gegenteil. Komisch – und gerade kommt wieder eine unauforderte Einladung via Linkedin, wo dauernd Fuzzis es mit Kaltakquise versuchen – das nervt und trotzdem bin ich bei Linkedin.

Schauen wir uns die Studie genauer an: 72 Prozent der deutschen Konsumenten würden bei einem Unternehmen, das ihr Vertrauen in Bezug auf Daten missbraucht hat, nicht wieder einkaufen. Setzen Unternehmen jedoch auf eine bewusste Datennutzung, steigt das Vertrauen von Kunden und damit Umsatz, Loyalität und positive Empfehlungen für Marken.
Zu diesen Ergebnissen kommt die Adobe-Studie „Future of Marketing“, für die Verbraucher, Marketingfachleute und Marketingentscheider in Deutschland zur Zukunft des digitalen Kundenerlebnisses befragt wurden. Im verantwortungsvollen Umgang mit Kundendaten liegt der wichtigste Faktor, um eine vertrauensvolle, langfristige Beziehung mit Kunden aufbauen zu können. Marken, die diesem Anspruch genügen, werden mit einem höheren Absatz, Weiterempfehlungen und langfristiger Kundenbindung belohnt.

Kunden zeigen ihr Vertrauen in eine Marke vor allem durch:
• Mehrfache/Wiederholte Einkäufe (65 Prozent)
• Weiterempfehlung an Freunde (63 Prozent)
• Teilnahme an einem Treueprogramm (40 Prozent)
• Veröffentlichung von positiven Bewertungen oder Kommentaren in sozialen Medien (28 Prozent).

Die Studie zeigte auch, dass Marken das Vertrauen von Kunden auf verschiedene Weise gefährden, insbesondere durch die Art der Verwendung ihrer Daten. Drei der häufigsten Gründe, weshalb Verbraucher einer Marke in den vergangenen zwölf Monaten den Rücken zugekehrt haben, waren:

• Sie sind mir unheimlich (44 Prozent): Sie verfolgen mich online/auf meinen mobilen Geräten ohne meine Erlaubnis, senden E-Mails/Mitteilungen, obwohl ich mich nicht erinnere, ihnen meine Daten gegeben zu haben.
• Sie sind nervig (43 Prozent): Sie schicken mir zu viele Mitteilungen, kommunizieren ihre Datenschutzrichtlinien nicht klar oder informieren mich nicht darüber, was sie mit meinen Daten machen.
• Sie enttäuschen mich (38 Prozent): Die Produkte oder Dienstleistungen entsprechen nicht meinen Bedürfnissen – niedrige Qualität, zu teuer oder zu kompliziert.

Wenn eine Marke über das Ziel hinausschießt, sind Kunden schnell bereit abzuwandern: Knapp die Hälfte (44 Prozent) hat im vergangenen Jahr bei einer Marke, die sie enttäuscht hat, nicht noch einmal eingekauft. Besonders jüngere Menschen sind am wenigsten bereit einen Vertrauensbruch zu verzeihen: 72 Prozent der GenZ und 64 Prozent der Millennials haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens bei einer Marke nicht erneut eingekauft.

Wenn es darum geht, wie genau Unternehmen das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen können, zeigt die Studie, dass die Erwartungen von Kunden an Unternehmen durchaus nachvollziehbar und umsetzbar sind, wobei vor allem die „Bitte um Erlaubnis zur Verwendung von Daten“ (42 Prozent) dazu beiträgt, dass Kunden einer Marke vertrauen. An zweiter Stelle der vertrauensfördernden Maßnahmen folgt eine „offenere und transparentere“ Nutzung von Daten (40 Prozent) neben einer „größeren Kontrolle über persönliche Daten“ (40 Prozent).

Da fällt mir ein: Ich habe auch einen Newsletter für Sie, der einmal die Woche erscheint. Inhalt ist Seminare, News und Tipps

Musiktipps: Meine jüngsten Vinyl-Einkäufe von Soundtracks

10. November 2021

Der Kauf einer Vinyl-Platte ist für mich immer noch etwas besonderes. In der Regel leiste ich mir Jazz als Langspielplatte. Aber auch Soundtracks kommen bei mir wieder verstärkt auf den Plattenteller.Sonst haben sich CD und Streams durchgesetzt. Und weil Vinyl irgendwie besonders ist, habe ich meine aktuellen Neuerwerbungen in Sachen Filmmusik mal zusammengestellt.

Mit dem neuen James Bond Film Keine Zeit zu sterben habe ich ja meine Probleme und habe auch darüber geschrieben. Probleme habe ich auch mit dem Komponisten des Scores: Hans Zimmer – ich mag seine Musik einfach nicht. Aber ich muss eingestehen, die Musik ist dieses Mal das Beste an dem Bond-Film (neben den Autos). Ich habe mir die verschiedenen Ausgaben der Picture Disc gekauft und ich habe mir den Score No Time to Die als Doppel-LP mit goldenen Vinyl angeschafft, der mehr Titel umfasst als die CD oder das Download-Angebot.


Ich habe zwei Videos zu dem Thema gedreht. Das erste zeigt den Überblick über die verschiedenen Versionen von No Time to Die.

Das zweite Video zeigt ein Unboxing meiner ersten Picture Disc des Films.

Ach ja, weil wir gerade bei James Bond sind. Ich mag die Titelsongs der Filme im Großen und Ganzen. Als Jugendlicher hatte ich mir eine Schallplatte mit diesen Songs gekauft, die allerdings beim Roger Moore Bond Octopussy (1983) geendet hatte. Also wurde es Zeit für ein Update. 1983 kaufte ich mir eine LP mit den 13 bisher erschienen Titelsongs der James Bond Filme. Im Jahre 2021 sind inzwischen 26 James Bond Titelsongs erschienen und es wurde Zeit für eine 3fach-LP mit den besten Bond Liedern. Also hier ein Unboxing von The Best of Bond…James Bond.

Der neue Bond war für mich ja Horror, aber kommen wir besser zu einer wirklichen Horrorfilmreihe. Kommen wir zu Halloween. Der Killer Michael Myers ist seit 1978 unterwegs, als John Carpenter diesen Slasher in die Kinos brachte. Es gab zahlreiche Fortsetzungen und es kam zu einem Reboot. Von diesen Reboot kaufte ich mir die Vinyl-Platten zu Halloween und Halloween Kills. Bei beiden hat Familie Carpenter in die Tasten gegriffen. Bei Halloween habe ich eine Sonderausgabe ergattern können als Doppel-LP. Eine Scheibe kommt in kürbisfarbenen Orange daher. Halloween Kills ist klassisch in schwarzen Vinyl. Hier das Video.

Meine Ausbeute vom Bücherflohmarkt Gernlinden

8. November 2021

Als Jugendlicher habe ich regelmäßig Flohmärkte besucht – als Käufer und Verkäufer. Dann war ich ein Besucher auf Filmsammler und Schallplatten- sowie Antikmärkten. Aber es hat sich im Grunde stark in die digitale Welt verlagert. Aber jetzt schaute ich bei uns in der Gemeinde zum Bücherflohmarkt des Ortskartells der Gernlindener Vereine vorbei.

Eigentlich wollte ich vielleicht ein, zwei, höchstens drei Bücher erwerben. Heraus kam ich mit einer ganzen Kiste von Büchern.
Das Ortskartell der Gernlindener Vereine – ein etwas sperriger Name für eine gute Sache – kümmern sich unter anderem um den großen Spielplatz im Maisacher Gemeindeteil Gernlinden im Landkreis Fürstenfeldbruck. Als meine Kinder klein waren, spielten sie oft dort, während ich auf er Bank ein Buch gelesen habe. Ich unterstütze den Verein mit Altpapier und Altkleiderspenden. So ist es halt bei uns im Dorf und das ist gut so. Einmal im Jahr veranstaltet das Ortskartell einen großen Bücherflohmarkt. Das ganz Jahr über spenden die Bürger ihre ausgelesenen Bücher vom Speicher oder Wohnungsauflösungen. Ein Teil wandert ins Altpapier, ein anderer Teil wird für den großen Bücherflohmarkt gesammelt, der jetzt am vergangenen Wochenende stattfand. Christian Kemether vom Ortskartell befragte ich in einem kleinen Video:

Hunderte, was schreibe ich, Tausende von Büchern wurden von den ehrenamtlichen Helfern im Bürgerzentrum auf Tischen aufgebaut. Zuvor wurden die Bücher aus großen Pappkartons geholt, nochmals überprüft und dann nach Genres geordnet: Krimis, Romane, Historisches, Kinderbücher, Horror, Sachbuch, Politik, Geschichte, SF, Garten, Kochen und vieles mehr. Eine wichtige, aber anstrengende Arbeit.

An vier Tagen wurden die Bücher dann der Bevölkerung angeboten. Hardcover für 1 Euro, Softcover für 50 Cent. Am Eingang wurde nach 3G-Regel sorgfältig geprüft – Impfnachweis und Ausweis, dann ging es ans Hände desinfizieren und dann kam der Eintritt ins Bücherparadies. Das Vorhaben, nur ein paar Bücher mitzunehmen, wurde im Hinblick auf die Fülle der Bücher sofort verworfen. Reihe um Reihe klapperte ich ab und zog interessantes aus den Stapeln. Hier ist meine Ausbeute als Video.

Die Weihnachtszeit werde ich also auf dem Sofa verbringen und lesen, viel lesen. Eigentlich bin ich ein Kindle-Leser, aber als Jäger und Sammler konnte ich nicht widerstehen.
Meine Frau, die eigentlich immer meint, dass wir schon ein Buch besitzen und kein weiteres mehr bräuchten, deckte sich übrigens mit Kochbücher ein. Die Bücher von GU mag sie gerne und sie wurde fündig. Nächstes Jahr gehe ich wieder hin, versprochen. Es ist ja für einen guten Zweck.