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Persönliche Vinyl-Tipps (1)

3. Juni 2021

Es ist schon länger her, dass ich meine Liebe zu Vinyl-Platten wiederentdeckt habe. Als Jugendlicher hatte ich zig Schallplatten, die ich auch noch besitze. Leider sind einige Hüllen durch einen Wasserschaden beschädigt.

Außerirdisch schön: Der Score von Picard auf grünem Vinyl

Ich habe wieder angefangen, Vinyl-Platten zu erwerben. Grundsätzlich kaufe ich zwei Arten: Jazz und Score. Ab und zu rutscht eine Rock/Pop-Scheibe dazwischen wie Kraftwerk oder Abba, aber nur, wenn es besondere Editionen sind. Ich höre Musik hauptsächlich im Stream, von Festplatte oder von CD. Vinyl dagegen ist immer ein Highlight: Meist abends bei Whisky oder Wein lausche ich der Musik, die von meinem Braun P4 abgetastet wird und erfreue mich an Dieter Rams.
Aufgabe für 2021 ist es, die wunderschöne Rockola wieder komplett zum Laufen zu bringen. Die musikbox ist ein Geschenk meiner Frau und spielt Singles meiner Jugend ab. Im Moment hat sie einen Wackelkontakt.
Aber jetzt ein paar persönliche Vinyl-Empfehlungen. Hier drei Neuanschaffungen für meine Vinyl-Sammlung. Es handelt sich um drei Soundtracks mit einer besonderen Auflage:

Endlich auf Vinyl - der Score zu Frankensteins Braut
Endlich auf Vinyl – der Score zu Frankensteins Braut

Nummer eins ist The Bride of Frankenstein von Franz Waxman. Zur Feier des 85-jährigen Jubiläums des Films Frankensteins Braut – The Bride of Frankenstein erschien die erste Vinyl-Veröffentlichung der Filmmusik als Deluxe-Album mit neu gemastertem Ton, neuem Artwork und der Genehmigung des Konterfeis der berühmten Schauspielerin Elsa Lanchester.


Nummer zwei ist Star Trek Picard von Jeff Russo. Hier die Doppel LP in einer Limited Edition. Das Besondere ist, dass ist auf schrillem grünem Vinyl gepresst wurde.


Score Nummer drei: Solo – a Star Wars Story war ein gescheiterter Versuch das Star Wars Universum zu erweitern. Der Soundtrack von John Powell war allerdings sehr gut und steht in der Tradition von John Williams. Es erschien bei Mondo zum ersten Mal die Vinyl-Doppel-LP mit einem Artwork von César Moreno.

Noch ein Gedicht

20. Februar 2009

erhard

Heute wäre Heinz Erhard 100 Jahre alt geworden. Der Meister des deutschen Nachkriegskalauers hatte meine Jugendzeit erfreut. Nein, nein ich bin nicht so alt. Heinz Erhard hatte aber in meiner Generation wieder eine Renaissance. Seine Bücher und Schallplatten waren bei uns als Jugendliche hoch im Kurs. Sogar einen Erhard-Film habe ich mir im Kino angesehen. Ich glaube, es war „Drillinge an Bord“ – so richtig gelacht habe ich nicht, aber dennoch Heinz war Kult.

Otto war schon gut, aber Heinz war besser. Beeindruckt war ich neben den Gedichten vor allem über das Klavierspiel. Der Kerl hatte Rhythmus. Heinz rockt nach heutigen Maßstäben. Eigentlich war es eher Schlager mit Jazz.

Ich erinnere mich, dass wir zum Skilager in den achtziger Jahren viele Erhard-Sketche und Gedichte aufgesagt hatten. Und es gab ein paar Lieder. Noch heute summe ich vor mich hin, wenn ich schlechte Laune habe: „Wenn du denkst es geht nicht, dann geh zu Tante Hedwig …“ Komisch, was man so alles im Kopf behält.

Zur Feier des Tages habe ich eine Doppel-LP aus dem Keller geholt. Sie ist von Telefunken und erschien in der Reihe Portrait. Aufnahmen aus verschiedenen Shows mit dem Ritter Fips. Meine Frau berichtet mir gerade als ich diesen Blog schreibe, dass bei ihr zu Hause Heinz Erhard erlaubt war. Die Oma war Herrin über die Fernbedienung und Heinz Erhard durfte geschaut werden. Wahrscheinlich weil er sie  ihn an ihren Bruder erinnerte. Naja, ist wohl eine Familiengeschichte.