Archive for the ‘Medien’ Category

Silke Wettach – Arbeit als EU-Korrespondentin

6. Januar 2014
Ein nettes Interview mit einer alten Kollegin: Silke Wettach von der WiWo.

Ein nettes Interview mit einer alten Kollegin: Silke Wettach von der WiWo.

Dieses Jahr finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Das ist wichtig. Daher traf ich mich mit einer Kennerin der europäischen Szene, In einem Cafe in München plauderte ich mit Silke Wettach, EU-Korrespondentin der WirtschaftsWoche über ihre Arbeit.

Silke und ich verbindet eine gemeinsame Zeit in einer Lokalredaktion des Münchner Merkurs. Dort absolvierten wir beide unsere Ausbildung zum Redakteur. Anschließend trennten sich unsere Wege, dennoch hielten wir über die Jahre losen Kontakt. Bei ihrem Besuch in München drehte ich ein kleines Interview über ihre Arbeit.

Journalismus habe sich verändert. Für ein Magazin wie die WirtschaftsWoche ist klassischer Terminjournalismus eher Nebensache. Bis das Heft an den Kiosk kommt, sind die News längst über Agenturen gelaufen. Daher müssen die Geschichten aus Brüssel exklusiv und außergewöhnlich sein. Genau dies ist die Herausforderung: Im europäischen Dschungel die guten Geschichten zu finden, die ankommen und vermittelbar sind. Dabei muss Silke Wettach als EU-Korrespondentin ihre Kontakte pflegen. In Hintergrundgesprächen mit Kommissaren, Abgeordneten, Beamten und Lobbyisten bekommt sie den Stoff für ihre Geschichten. Daneben wird sie immer wieder als Moderatorin für Diskussionsrunden engagiert. Für mich war es einmal eine Überraschung, als ich den PresseClub in der ARD anschaltete und meine ehemalige Kollegin erblickte. Irgendwie war ich schon stolz, dass ich sie kannte und sie den anwesenden Herren mit ihrem reichhaltigen Faktenwissen deutlich Paroli bot.

Ich habe auch einen Auftritt von ihr bei der Deutschen Welle gefunden, in dem sie im fließenden Spanisch sich der Diskussion stellt. Also, ein Sprachentalent zu sein, wäre auch von Vorteil, wenn man als Korrespondent arbeitet. Silke Wettach spricht unter anderem fließend Englisch, Französisch, Spanisch, ach ja und natürlich Deutsch. Also ideal für einen EU-Korrespondenten.

Hier habe ich den offiziellen Lebenslauf von der WiWo-Seite: Silke Wettach berichtet seit 2002 als EU-Korrespondentin für die WirtschaftsWoche aus Brüssel. Aufgewachsen in Deutschland, Griechenland und Irland hat die Halbösterreicherin schon früh erfahren, dass Europa laut, bunt und widersprüchlich ist. Nach dem Volkswirtschaftsstudium am Trinity College Dublin und an der Université Catholique de Louvain (Belgien) entschied sie sich für den genauen Blick auf Politik im Kleinen und volontierte in der Redaktion Fürstenfeldbruck des Münchner Merkur. Das Nachrichtengeschäft lernte sie im Anschluss als Redakteurin bei der Nachrichtenagentur vwd. Während ihrer Zeit in der Düsseldorfer Zentralredaktion der WirtschaftsWoche wurde sie mit dem Nachwuchspreis der Ludwig-Erhard-Stiftung ausgezeichnet. 2000 verbrachte sie zwei Monate als Stipendiatin des Internationalen Journalisten Programms bei der mexikanischen Tageszeitung El Financiero.

Buchtipp: Päpste: Seit Anbeginn der Fotografie von Helge Sobik

4. Januar 2014

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Wie macht man von einem Papst ein Foto? Nun ja, ich hatte noch nie die Gelegenheit von einem Papst ein Foto zu machen. Aber interessieren würde es mich. Die Frage ist also: Wie macht man von einem Papst ein Foto?

Mittlerweile kenne ich doch einige Fotografen und jeder arbeitet anders. Zu Beginn meiner Journalistenkarriere gab es einen Fotografen beim Fürstenfeldbrucker Tagblatt/Münchner Merkur namens Franz Schmotz. Ja, er war ein sehr gemütlicher Typ dessen Standardspruch war: Stellt euch zusammen, ich hab keine Zeit! So eine Ansage dürfte beim Papstfoto sicherlich nicht funktionieren. Also bleibt die Frage: Wie macht man von einem Papst ein Foto?

Papst2

Ich habe mal in einem Video gesehen, wie das Buchcover für das Steve Jobs Buch von  Walter Isaacson fotografiert wurde. Jobs kam in den vorbereiteten Raum, stellte sich auf und klick klick klick und innerhalb von 30 Sekunden war die Fotosession vorüber. Gut, Steve Jobs war ein Medienmensch. Er wusste, wie er posieren musste. Ein Papst steht heute auch in den Medien. Doch hat ein Papst ein Medientraining absolviert? Weiß der Papst, wie er blicken muss, um eine Wirkung zu erzielen?

Aus diesem Grunde habe ich mir das Buch Päpste: Seit Anbeginn der Fotografie von Helge Sobik als Inspiration gekauft. In die Verlegenheit, einen Papst zu fotografieren, komme ich wohl eher nicht. Aber warten wir es ab. Das Buch zeigt, wie Päpste mit dem Medium Fotografie im Laufe der Zeit umgegangen sind. Das Buch enthält wunderbare Schnappschüsse von Päpsten. Das Buch zeigt auch, wie die Päpste von ihrer Zeit gesehen werden. Der eine war am Menschen interessiert, der andere mehr an der Theologie.

Ganz klar war Johannes Paul II. ein absoluter Medienpapst. Er wusste um seine Wirkung und setzte seine Person, seine Herkunft und seine gesamte Erscheinung medienwirksam ein. Er hatte sicherlich gute Berater, aber war von seinem Naturell ein Medienprofi. Sein Nachfolger Benedikt XVI, der intellektuelle Professor, war ein ganz anderer Medienmensch. Vielleicht litt er unter dem Kommunikationssystem innerhalb des Vatikans. Aber für mich hat Benedikt seine Sache sehr gut gemacht. Nicht zuletzt machte Benedikt die roten Schuhe populär, die ich auch selbst so liebe. Also Fotofreunde, schaut mal in das Buch Päpste: Seit Anbeginn der Fotografie.

Videotagebücher – soll ich oder nicht?

2. Januar 2014

Seit Jahren bin ich von Videofilmen fasziniert. Ich begann mit Super 8, drehte auf 16 mm wechselte zu Video, investierte in Tape-Kameras und nunmehr in digitale Kameras. Im Moment experimentiere ich gerade mit Videos am iPhone.

Der Grund: Mein iPhone 5s ist mein ständiger Begleiter. Ich habe das Device immer dabei. Ich fühle mich regelrecht nackt, wenn ich es einmal zu Hause vergessen habe. Um es etwas hochtrabend zu sagen: Ich habe damit meine Videokamera in der Hosentasche. Aber es geht noch weiter. Mit dem iPhone habe ich auch mein Schnittstudio und mein komplettes Post Production-Studio in der Hosentasche. Natürlich arbeite ich für Auftragsprojekte oder große Projekte am Rechner und freue mich auch darauf auf den neuen Mac Pro. Aber für Video für unterwegs, reicht das iPhone mit seiner HD Auflösung auf jeden Fall aus. Das ist nichts weiter als eine Revolution und die Hersteller von Camcorder und Kompaktkameras spüren mit Sicherheit die Konkurrenz durch Smartphones.

Scheinbar hat der Zielgruppe meine Vorträge gefallen.

Scheinbar hat der Zielgruppe meine Vorträge gefallen.

Doch was fange ich mit dem mächtgen Werkzeug jetzt an? Ich habe beispielweise begonnen eine Art Videotagebuch zu erstellen. Bei ausgewählten Ereignissen versuche ich einen kleinen Film über meine Eindrücke und Erlebnisse zu drehen. Es waren bisher Filme über meine Vorträge zum Thema Medienkompetenz. Natürlich sind es keine klassischen Reportagen, sondern die Filme vermitteln vielmehr private Eindrücke. Eben Selfies mit Bewegtbild. Vielleicht entwickle ich sich diese Darstellungsform für mich persönlich weiter. Im Moment ist die Sache im klassischen Experimentierstadium. Ich drehe einzelne Videoclips, schneide sie am iPhone zusammen und spiele den Tagebucheintrag sobald ich WLAN habe zu YouTube in meinem Kanal hoch.

Hier ein Video über einen Vortrag am Walter Gropius Gymnasium in Selb. Dort lud mich ein P-Seminar zu einem Vortrag ein.

Dieses Videotagebuch beschreibt ein dreitägiges Schülerzeitungsseminar in Franken. Der Mitarbeiter des Ministerialbeauftragten für Mittelfranken hatte Schülerzeitungsredakteure zum Seminar eingeladen.

Hier ein Tag der Medienkompetenz in Regen. Das örtliche Schulamt hatte mich eingeladen für zwei Vorträge

Was denkt ihr? Soll ich weitermachen? Hier bitte abstimmen.

Ich will mich bei den Aufnahmen nicht mit großer technischer Materialschlacht herumschlagen. Ein Stativ, ein externes Mikrofon, und gegebenenfalls Licht habe ich meinen meiner booq-Tasche immer dabei. Kritiker werden sagen, dass die Dramaturgie noch nicht ausgereift ist und sie haben recht. Es geht mir, wie gesagt, um das experimentieren. Ich bin selbst gespannt, wie es weitergeht. Mit meinen Kollegen Thomas Gerlach hab ich beim Frühstück mal über Bewegtbild gefachsimpelt und es natürlich auch online gestellt.

Social Media nimmt weiter zu – aktuelle Zahlen

12. Dezember 2013

Vier von fünf (78 Prozent) Internetnutzern in Deutschland sind in einem sozialen Netzwerk angemeldet und zwei Drittel (67 Prozent) nutzen diese auch aktiv. Das berichtet der Hightech-Verband Bitkom auf Grundlage einer aktuellen Studie zur Verbreitung sozialer Netzwerke. Dies hat mich doch schon sehr erstaunt, denn ich fand die Zahlen sehr hoch. Wer aber auf den zweiten Blick hinschaut, wird feststellen: die Bitkom hat Recht. Viele sehen in sozialen Netzwerken Plattformen wie Facebook und Twitter, aber wir dürfen die vielen mobilen Plattformen wie Instram, Vine, Shuttersong oder auch YouTube denken.

Ich bin viel ganzen Land zum Thema Social Media unterwegs. Ich führe dabei nicht strickt Buch, sondern es ist oftmals auch Bauchempfindung. Danach sind die Nutzerzahlen vor allem bei den Älteren stark gestiegen. Das sagt auch die Bitkom. 55 Prozent der Internetnutzer in der Generation 50-Plus sind derzeit in sozialen Netzwerken aktiv. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es erst 46 Prozent.

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Interessant ist aber der Grund, warum die Generation Silbersurfer in sozialen Netzwerken aktiv ist. Meiner Erfahrung nach ist es nicht, die Möglichkeit Aussagen zu posten, zu kommentieren, Bilder einzustellen oder Videos zu teilen. Es ist oftmals so, wenn man Leute nach dem Grund fragt, kommt die Antwort: Früher hat mich der Sohn, der Neffe, der Enkel am Wochenende angerufen. Heute sagt er zu mir: Schau doch ins Facebook, dann siehst du was ich mache. Die Generation schaut und informiert sich. Sie postet weniger. So waren Frauen bei der Nutzung sozialer Netzwerke bislang deutlich überrepräsentiert, jetzt konnten die Männer annähernd gleichziehen: 68 Prozent der weiblichen Internetnutzer sind aktive Mitglieder in den Netzwerken, bei Männern sind es 67 Prozent. Vor zwei Jahren waren dagegen erst 61 Prozent der Männer in sozialen Netzwerken aktiv.

Laut Umfrage konnten sich in Deutschland neben dem mit Abstand beliebtesten Netzwerk Facebook andere Communitys mit Erfolg etablieren oder neu in den Markt einsteigen. 56 Prozent der Internetnutzer sind aktive Mitglieder bei Facebook. Es folgen die Netzwerke Stayfriends mit 9 Prozent, vor Werkenntwen mit 8 Prozent und Xing mit 7 Prozent. Jeweils 6 Prozent der Internetnutzer sind bei Twitter und Google+ aktiv.. Im Schnitt sind Internetnutzer in Deutschland in 2,5 sozialen Netzwerken angemeldet und in 1,4 aktiv.

Am stärksten werden soziale Netzwerke freilich von den Jüngeren genutzt: 87 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Internetnutzer sind aktive Mitglieder. Mit einem Anteil von 83 Prozent haben fast alle in dieser Altersgruppe ein Profil bei Facebook. Jeweils 9 Prozent nutzen Twitter, Google+ oder das Foto-Netzwerk Instagram. Die Musik-Community Soundcloud nutzen unter den Jüngeren 4 Prozent und die auf Fotos, Grafiken und Animationen setzenden Communitys Tumblr und Pinterest jeweils 3 Prozent. Sieben von zehn aktiven Mitgliedern (69 Prozent) nutzen die Netzwerke täglich. Ein Drittel sind Intensivnutzer, die eine Stunde oder länger pro Tag aktiv sind. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es mit 52 Prozent sogar mehr als die Hälfte.

Die Netzwerke werden im Wesentlichen zu vier Zwecken genutzt: Kommunikation, Information, Organisation und Unterhaltung. Laut Bitkom-Umfrage wollen sich 73 Prozent der Nutzer mit Freunden austauschen und 47 Prozent den Kontakt mit ihrer Familie pflegen. 38 Prozent informieren sich über das Tagesgeschehen, 36 Prozent wollen neue Kontakte knüpfen und 35 Prozent organisieren ihre Freizeitaktivitäten mit Hilfe der Netzwerke.

Apps ändern meine Arbeitsweise

10. Dezember 2013

Seitdem ich mein iPad habe, hat sich meine Arbeitsweise komplett geändert. Wenn ich auf Reisen gehen, hab ich in der Regel mein MacBook Pro nicht mehr dabei, sondern nur noch mein iPad. Kurzem kaufte ich mir das iPad Mini mit Retina, um noch weniger Gewicht am Mann zu haben.

Allerdings verlangt die Arbeit am iPad eine neue Arbeitsweise, eine neue Organisationsweise von Daten. Die Cloud wird als Dateiablage für mich immer wichtiger. Und hinzu kommt freilich der Einsatz von Apps. Damit bin ich nicht alleine. Die Bitkom hat neue Zahlen von Apps.

Gut jeder zweite Tablet-Nutzer (54 Prozent) hat bereits Spiele-Apps, E-Books und Co. für sein Gerät gekauft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Tablet-Nutzern von Bitkom Research. Am beliebtesten sind Spiele für die Touchscreen-Rechner. Knapp jeder dritte Tablet-Nutzer (31 Prozent) hat bereits eine Spiele-App gekauft. Auch Lesestoff wird häufig für den Tablet-Computer erworben. 30 Prozent der Nutzer eines solchen Gerätes haben bereits E-Books hierfür gekauft, 16 Prozent Zeitschriften oder Zeitungen. Knapp jeder Vierte hat bereits Musik-Dateien erworben, jeder achte (12 Prozent) Hörbücher. Kostenpflichtige Filme und Serien wurden von 11 Prozent heruntergeladen.

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Tablet Computer werden weiter sehr stark nachgefragt. In diesem Jahr werden in Deutschland nach Prognosen von Bitkom Research 8 Millionen Geräte verkauft. 2012 waren es noch rund 5 Millionen Tablet Computer, ein Plus von 59 Prozent. Der Umsatz steigt in diesem Jahr im Vergleich zu 2012 um 55 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Damit übertreffen die aktuellen Prognosen Voraussagen vom Jahresanfang um rund 3 Millionen Geräte. Einer der Gründe für die gestiegenen Absatzerwartungen ist der Trend zu Tablet Computern mit kleineren Bildschirmen zwischen 7 und 8 Zoll. Diese sind zum Teil deutlich günstiger als Geräte mit Bildschirmdiagonalen von 9 bis 10 Zoll und werden daher stärker nachgefragt. Die Folge sind sinkende Durchschnittspreise in den vergangenen Jahren: Diese sind von 457 Euro 2011 auf 354 Euro im vergangenen Jahr gefallen. 2013 werden voraussichtlich 345 Euro im Schnitt für einen Tablet Computer ausgegeben. Upps, ich merke, dass mein iPad mini deutlich teuerer war.

Trend Day Corporate Video: Social Web und Bewegtbild

1. Dezember 2013

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Wer im Bereich Bewegte Bilder unterwegs ist, der kommt sicherlich am 5. Dezember nach München zum Trend Day Corporate Video. Im Arri-Kino trifft sich die Branche zu einem Stelldichein. Dabei werden einige heiße Themen diskutiert. Prof. Dr. Nikolai A. Behr, Vorsitzender der Corporate TV und Video Association e.V. (CTVA), hat diesen Tag organisiert und ich kenne Nikolai A. Behr seit Jahren und kann seine Veranstaltungen ausdrücklich empfehlen.

Prof. Dr. Nikolai A. Behr, Vorsitzender der Corporate TV und Video Association e.V. (CTVA

Prof. Dr. Nikolai A. Behr, Vorsitzender der Corporate TV und Video Association e.V. (CTVA

Die Keynote geht um die TV Kommunikation beim größten Unternehmen der Welt. Sven Herold, von Shell International, London, spricht über Global Challenges and Local Insights. Auch spannend: Es wird von den Professoren Prof. Dr. Sven Pagel, FH Mainz und Prof. Dr. Horst Peters, FH Düsseldorf die neue CTVA-Grundlagenstudie „Der Corporate Web Video Index Deutschland“ vorgestellt. Das dürfte spannend werden, welchen Stand Corporate Video in Deutschland überhaupt hat.

Social Media darf nicht fehlen, deshalb wird auch kräftig diskutiert zum Thema Social Web und Bewegtbild – das neue Traumpaar der Unternehmenskommunikation? Mit dabei sind Frank-Erik Horlbeck, Audi AG, Ingolstadt; Uwe Müller, Sky Deutschland, Unterföhring; Martin Spingys, Bayer AG, Leverkusen; Axel Zawierucha, Internetwarriors, Berlin und Tobias Dennehy, Siemens AG, München. Die Moderation übernimmt ein alter Bekannter Richard Gutjahr.

Die Datenbasierte Produktvisualisierungen für eine neue, integrierte Markenkommunikation hat Ralf Schimmele, Mackevision, Stuttgart zum Thema. Mackevision ist einer der großen deutschen Automobilvisualisierer und einer ganz großen Player auf dem Markt.

Für Unternehmen sicherlich interessant ist die zehn Use Cases vom Videoeinsatz in Unternehmen bei Thema Videostrategie = Youtube?. Referent ist Dr. Rainer Zugehör, MovingIMAGE24 aus Berlin.

Dies sind nur ein paar Höhepunkte des Trend Day Corporate Video vom 5. Dezember. Das ausführliche Programm und die Anmeldung gibt es hier.

Ernüchterung beim E-Government

30. November 2013

DeMail

Bei einer Richterschulung von mir kam das Thema E-Government wieder aufs Tablett. Die Juristen müssen sich mit einer Flut von Änderungen bei der Einführung von E-Government-Dienste befassen und stöhnen hinter vorgehaltener Hand. Doch wie sieht es denn überhaupt beim Bürger aus? Wird das Thema E-Government überhaupt angenommen? Die neuesten Ergebnisse der Initiative D21 sind eher ernüchternd. In Deutschland nutzen 2013 lediglich 36 Prozent der Onliner ab 18 Jahren E-Government-Dienste. Das sind gegenüber dem Vorjahr 2012 neun Prozentpunkte weniger.

Nur 17 Prozent der Nutzer sind aktuell „äußerst zufrieden“ mit dem Online-Angebot ihrer Stadt – ein deutlicher Rückgang um 15 Prozentpunkte. Eine Ausnahme bildet die elektronische Steuererklärung (ELSTER): Sie erfährt im Gegensatz zum allgemeinen Trend ein leichtes Plus von zwei Prozentpunkten auf 35 Prozent. Hier meine private Meinung: ELSTER am Mac ist der absolute Dreck. Wir haben eine Ewigkeit gebraucht, um das System zum Laufen zu bekommen.

Der eGovernment MONITOR 2013 zeigt für Deutschland verglichen mit den Vorjahren einen weiteren Trendbruch: Mit einem Plus von 38 Prozentpunkten in der Schweiz und 59 Prozentpunkten in Großbritannien ist die Angst vor Datendiebstahl als Hemmnis in allen befragten Ländern deutlich gestiegen. In Deutschland befürchten aktuell 61 Prozent der Befragten den Diebstahl ihrer Daten – ein Plus von 57 Prozentpunkten.

Hier würde mich interessieren, ob NSA und Co ihre Wirkung getan haben oder ob bei den Deutschen wie in manchen anderen Fällen einfach nur später der Groschen fällt? Mangelnde Sicherheit bei der Datenübertragung ängstigt mehr als die Hälfte aller in den sechs Ländern befragten Onliner, in Deutschland sind es sogar 67 Prozent. Nutzer von E-Government-Services legen länderübergreifend großen Wert auf zuverlässige Systeme, Schutz und Sicherheit ihrer Daten, einfach zu bedienende Online-Plattformen sowie ein vollständiges Informationsangebot. Mobile Government konnte sich in keinem der befragten Länder bislang durchsetzen. Die Zahl der Nutzer ist mit je 21 Prozent in der Schweiz und in Schweden am höchsten, Schlusslichter sind Deutschland und die USA mit jeweils fünf Prozent.

Im Vergleich zu den Vorjahreswerten konnten die bestehenden Nutzungsbarrieren nicht weiter abgebaut werden – sie sind im Gegenteil in allen Ländern noch größer geworden. Vor allem mangelnde Durchgängigkeit und undurchschaubare Strukturen behördlicher Online-Angebote stellen für die Befragten entscheidende Hindernisse bei der Nutzung von elektronischen Verwaltungsdiensten dar. Die Ergebnisse zeigen insgesamt eine Kluft zwischen den auf der einen Seite wachsenden Ansprüchen der Bürger an die Weiterentwicklung von E-Government-Plattformen – parallel zu den Fortschritten privatwirtschaftlicher Online-Angebote – und auf der anderen Seite dem aktuellen Status quo verfügbarer Services.

Ausweis

Nutzung von E-Government-Angeboten im Ländervergleich

In allen befragten Ländern ist ein Rückgang der E-Government-Nutzung zu verzeichnen. Im Sechs-Länder-Vergleich liegt Österreich mit 65 Prozent E-Government-Nutzung im Jahr 2013 auf dem ersten Rang. In Schweden nutzen 53 Prozent aller Onliner die vorhandenen E-Government-Angebote. Auf Platz drei liegt mit 50 Prozent die Schweiz. Deutschland belegt im Jahr 2013 Platz vier. Im Vergleich zum Vorjahr geht die Nutzung von E-Government-Angeboten um neun Prozentpunkte zurück. Dies entspricht aktuell 36 Prozent. Großbritannien folgt mit 34 Prozent auf dem fünften Platz. Die USA sind wie bereits 2012 mit 24 Prozent am Ende der Rangreihe.

 

Mehrzahl der Befragten ist zufrieden – Unzufriedenheit nimmt jedoch zu

Der Anteil der zufriedenen Personen überwiegt in allen Ländern gegenüber dem Anteil der Unzufriedenen. Besonders die Schweizer bewerten das Online-Angebot ihrer jeweiligen Stadt zu

75 Prozent positiv. Verglichen mit 2012 fällt jedoch auf, dass die Zufriedenheit in fast allen Ländern abgenommen hat: Während in Deutschland im Vorjahr noch 57 Prozent aller Onliner „mindestens zufrieden“ mit den Angeboten waren, sind es 2013 nur noch 47 Prozent. Der Anteil der „äußerst Unzufriedenen“ ist in Deutschland von sieben Prozent 2012 auf zwölf Prozent 2013 sowie in Österreich von drei Prozent 2012 auf zehn Prozent 2013 deutlich gestiegen.

 

Zuverlässigkeit der Systeme ist eine der wichtigsten Anforderungen

Die Zuverlässigkeit der Systeme ist – außer in den USA – in allen Ländern unter den drei wichtigsten Anforderungen bei der Nutzung von E-Government-Angeboten zu finden. In Deutschland ist dieser Aspekt mit 86 Prozent ebenso wichtig wie die Kriterien Datenschutz und Datensicherheit sowie eine einfache Bedienbarkeit. In der Schweiz und Österreich ist das Thema Zuverlässigkeit noch wichtiger: Hier geben 87 Prozent (CH) und 91 Prozent (A) der befragten Onliner an, dass ihnen dieser Aspekt mindestens „wichtig“ sei. Auch Datenschutz und Datensicherheit erachten die Befragten in allen Ländern nach wie vor als eines der wichtigsten Themen.

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Nutzungsbarrieren: mangelnde Durchgängigkeit und undurchschaubare Strukturen

In allen sechs Ländern stehen verschiedene Barrieren einer vertrauensvollen, umfassenden Nutzung von E-Government im Weg. 64 Prozent der Deutschen und 67 Prozent der Österreicher kritisieren, dass die Services nicht vollständig über das Internet abgewickelt werden können. Im Jahr 2012 lagen die Werte deutlich niedriger: 51 Prozent der Deutschen und 43 Prozent der Österreicher gaben an, dass mangelnde Durchgängigkeit für sie gegen eine intensivere Nutzung von Online-Behördendiensten spricht. Ein ähnliches Bild zeigt sich hinsichtlich des Aufbaus und der Navigation der Online-Angebote. In den D-A-CH-Ländern empfinden mehr als die Hälfte der Befragten die Undurchschaubarkeit der Strukturen als Nutzungsbarriere. Im Jahr 2012 lagen die Werte in diesen Ländern noch bei unter 45 Prozent.

 

Konkrete Bedenken: Angst vor Datendiebstahl steigt sehr stark an

Die öffentliche Diskussion um die aktuellen internationalen Datenschutz- und Sicherheits-Skandale haben im Jahr 2013 dazu geführt, dass die Internetnutzer beim Thema Datensicherheit sensibilisiert sind. Besonders deutlich wird dies beim Aspekt „Angst vor Datendiebstahl“. Der Vergleich mit den Vorjahreswerten zeigt einen sehr starken Anstieg in allen in der Studie befragten Ländern und macht deutlich, dass sich die Bürger kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Mehr als die Hälfte aller befragten Onliner befürchtet mangelnde Sicherheit bei der Datenübertragung. In Deutschland sind es sogar 67 Prozent. Die Angst vor Datendiebstahl ist in Großbritannien und den USA mit jeweils 65 Prozent in diesem Jahr am höchsten. Die größte Zuwachsrate zeigt sich aber in Deutschland: Gaben im letzten Jahr vier Prozent der Befragten an, Angst vor dem Diebstahl ihrer Daten zu haben, so sind es aktuell 61 Prozent – ein Plus von 57 Prozentpunkten.

 

Geringe Nutzung: neuer Personalausweis, De-Mail und elektronische Steuererklärung

Im Jahr 2013 nutzen 27 Prozent aller in Deutschland Befragten den neuen Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion. Bislang besitzen nur zehn Prozent aller deutschen Onliner ein De-Mail-Konto, zwölf Prozent planen dessen Einrichtung. Knapp die Hälfte der Befragten, nämlich 46 Prozent, lehnt hingegen die Nutzung von De-Mail ab. 30 Prozent geben an, De-Mail nicht zu kennen. Die elektronische Steuererklärung ist in Deutschland mit 58 Prozent über der Hälfte der Online-Bevölkerung bekannt. 35 Prozent haben schon einmal eine papierlose Steuererklärung abgegeben.

Die Nutzung dieses Angebots hat entgegen dem negativen Gesamttrend nicht abgenommen, doch liegt sie mit 35 Prozent lediglich bei rund einem Drittel der Onliner. Geplante Erweiterungen dieses Services wie die „Vorausgefüllte Steuererklärung“ bewerten 73 Prozent der Befragten in Deutschland positiv.

 

41 Prozent der deutschen Onliner kennen Open Government-Angebote

Open Government-Angebote sind in den untersuchten Ländern unterschiedlich stark bekannt. Insgesamt wenig informiert über Open Government zeigt sich die deutsche Online-Bevölkerung: Nur 41 Prozent kennen eines der angeführten Angebote. Auf dem ersten Platz liegt die Schweiz – hier kennen drei Viertel der Onliner mindestens eines der Open Government-Angebote (74 Prozent). Auch in der Nutzung sind die Schweizer führend: 39 Prozent der Befragten nutzen das Angebot „Kontaktaufnahme zur Verwaltung“. Die Möglichkeit, mit der Verwaltung über soziale Netzwerke in Kontakt treten zu können, ist mit drei Prozent unter den Nutzern am wenigsten bekannt. Trotz einer mäßigen Nutzung von Open Government-Diensten sehen die Befragten darin verschiedene Vorteile. Der größte Pluspunkt besteht für viele darin, dass eine öffentliche Diskussion als Frühwarnsystem für die Politik dienen kann. In den D-A-CH-Ländern und in Großbritannien sehen diesen Vorteil rund zwei Drittel der Online-Bevölkerung. In Schweden und in den USA ist es immerhin rund die Hälfte.

 

Viele Mobile Government-Skeptiker

Smartphone, Tablet & Co kommen zunehmend zum Einsatz, um Behördengänge unabhängig von Zeit und Ort zu erledigen. Mit insgesamt 68 Prozent (46 Prozent „äußerst wichtig“; 22 Prozent „wichtig“) schreiben vor allem die Österreicher den mobilen Endgeräten zukünftig eine hohe Bedeutung zu. Das Land, in dem Mobile Government als vergleichsweise weniger wichtig erachtet wird, ist die Schweiz. Für ein Viertel bleiben Handy oder andere mobile Endgeräte zukünftig „unwichtig“ oder sogar „äußerst unwichtig“ für die Abwicklung von Behördengängen. Für 48 Prozent der in Deutschland Befragten sind mobile Endgeräte in diesem Zusammenhang „äußerst wichtig“ (27 Prozent) oder „wichtig“

(21 Prozent). 21 Prozent beurteilen die zukünftige Bedeutung mobiler Endgeräte als „unwichtig“ (5 Prozent) oder „äußerst unwichtig“ (16 Prozent). Auffällig ist in allen Ländern die hohe Prozentzahl derjenigen, die Mobile Government ablehnen. Vor allem in den USA mit 66 Prozent und Deutschland mit 61 Prozent geben viele Befragte an, zukünftig keine mobilen Online-Behördendienste nutzen zu wollen. Im Jahr 2012 lehnten 39 Prozent in Deutschland und 54 Prozent in den USA die Nutzung von Mobile Government ab.

 

Würdigung für Rainer Erler

28. November 2013

Natürlich habe ich meine Regiegötter wie Kubrick, Bergmann, Hitchcock. Aber es gibt auch andere, die immer etwas im Hintergrund standen, aber mein filmisches Leben stark beeinflusst haben. Dazu gehört vor allem auch Rainer Erler.

Seine Filme und Bücher haben mich geprägt und mich für Science Fiction und Science Fact sozialisiert. So freut es mich sehr, dass Erler von der Branche nicht vergessen wurde. Vor kurzem wurde der TV-Filmregisseur mit dem Deutschen Regiepreis Metropolis ausgezeichnet. Was mich massiv ärgert ist, dass ich nicht dabei war. Darüber bin ich echt sauer. Ich hätte Rainer Erler für mein Leben gerne getroffen und mit ihm gesprochen.

Nun es ist, wie es ist. Mit der Ehrung würdigte der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure Erlers Lebenswerk. Der 80-Jährige gilt als der bedeutendste Autor und Regisseur deutscher Fernsehfilme, begründete die Jury ihre Entscheidung. Eine ausführliche Würdigung gibt es auf der Website des Bundesverbandes.

Viele Bücher und Filme hat Erler produziert und endlich gibt es auch das erste eBook beim hockebooks Verlag. Es ist von der hervorragenden Reihe Das blaue Palais. Erschienen ist Das Blaue Palais 1: Das Genie Die Filme wurde ein paar Kilometer von meinem Wohnort entfernt gedreht und immer wieder schaue ich mir die Sachen auf DVD an. Ich habe darüber geschrieben. Ich kann jedem die Filme und die Bücher empfehlen. Sie machen Spaß und regen zum Nachdenken an. Gerade das Thema Ethik in der Wissenschaft wurde in in dem Blauen Palais hervorragend aufgearbeitet. Chapeau Herr Erler.

Mein Autogramm von Rainer Erler.

Mein Autogramm von Rainer Erler.

In meinem Arbeitszimmer hängt ein Autogramm von Erler vom Dezember 1976. Es zeigt Erler mit Mütze bei Dreharbeiten vor einem Van. Auf dem Wagen ist eine Kamera installiert. Tja, so liefen früher Dreharbeiten ab. Ich habe einmal Jutta Speidel bei einem Event getroffen und mich kurz über ihre Erfahrungen mit Erler unterhalten. Sie spielte damals die Hauptrolle in dem Film Fleisch, ein dramatischer Film von 1979 über den Organhandel. Jutta Speidel meinte nur: „Ach der Rainer, ja, das waren noch andere Zeiten. Es hat Spaß gemacht, aber er hat uns ganz schön gefordert.“ Vielleicht lag es daran, dass die männliche Hauptrolle mit Herbert Herrmann besetzt war. Speidel lebte mit Hermann von 1977 bis 1982 zusammen. Auch das Buch Fleisch gibt es als eBook.

Buchtipps: Technische Anleitungsbücher für den Rasenden Falken

27. November 2013

Früher habe ich anhand von Büchern einem Kumpel geholfen, seinen VW Käfer zu reparieren. „So helfe ich mir selbst“, lauteten die Titel der Serie. Im Laufe der Jahre sind die Ansprüche größer geworden und ich widme mich geistig der Reparatur des Rasenden Falken. Gemeint ist das Buch Millennium Falcon Manual (Owners Workshop Manual)

Als Star Wars- und Star Trek-Fan liebe ich die Haynes-Bücher von unter anderem Ben Robinson und Ryder Windham. Die Autoren liefern Handbücher zu Raumschiffen aus meiner Filmwelt. Bisher habe ich die Bücher über den Todesstern Death Star Manual, die USS Enterprise Star Trek: U.S.S. Enterprise Haynes Manualund den Bird of Prey Klingon Bird of Prey Manual
der Klingonen. Meine jüngste Errungenschaft ist das Haynes-Anleitungsbuch über den Rasenden Falken. Alle Bücher sind ähnlich aufgebaut und wenn jemand ein Buch der Reihe liebt, wird er sie alle lieben.

Nur für Hardcore-Fans.

Nur für Hardcore-Fans.

Aber Vorsicht: Es ist harter Tobak. Die Bücher sind für Fans, Nerd, Fanatiker, Fachleute geschrieben. Leute, die wie ich zwar eine schwere Macke haben, aber bei ihrem Hobby keinen Spaß verstehen. Sie können mitunter auch ganz schön anstrengend sein. Daher gehe ich auch nicht mehr auf Conventions, auf denen bis zum frühen Morgen über den Antrieb des Rasenden Falken ernsthaft diskutiert wird.

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Grundlage für all die Diskussionen sind sicher die Owners Workshop Manuals. Schon auf dem Cover des Rasenden Falken-Buches wird klar, dass es ernst wird. Millennium Falcon, modified VT-1300 Corellian Freighter. Auf 128 Seiten mit zahlreichen Reinzeichnungen und einigen Fotos wird die Geschichte des Schiffes und seiner Variationen erläutert. Die schematischen Zeichnungen erleichtern den Durchblick, wie das Schiff funktioniert. Für Freaks gibt es dann noch die Cockpit Kontrollen dargestellt – spätestens hier wird klar, es ist nichts für den Standard-Kinogänger, sondern nur für Hardcore-Fans. Es geht sich um Antriebsgeneratoren für Hyperraum und Sublicht sowie die Treibstoffversorgung. Aus dem Star Wars-Filmem wissen wir ja, dass der Rasende Falke ja eigentlich ein Schmugglerschiff war und durch dieses Buch wird mir auch klar, wo die Schmuggelräume lagen. Also Fans, hier heißt es zugreifen. Inzwischen ist auch eine deutsche Übersetzung des Buches Star Wars Millennium Falke: Technisches Handbuch erschienen. Aber ich bleibe bei den US-amerikanischen Originalen.

Anleitungsbuch für Kinder.

Anleitungsbuch für Kinder.

Im Grunde kam ich auf das Buch durch meine Kinder. K1/2 lieben ein 3D-Modell-Buch Star Wars Millennium Falke YT-1300 über den Falken. Es handelt sich um Auf 22 Seiten kann ich Schicht für Schicht in das Innere des Falken vordringen und mir die Innereien des Schiffs anschauen. Die wenigen Texte sind nicht so wichtig, faszinierender für K1/2 ist die Technik des Falken. In der Fantasie kann diese Wunderwerk der Technik natürlich fliegen. Aber K1 wollte es genauer wissen. Wie funktioniert jetzt der Hyperantrieb? Wie geht das mit den Waffensystemen? Das gibt das Buch nicht her, da muss dann schwere Kost mit den Owners Workshop Manuals aufgefahren werden. So sitzt die Star Wars-Familie nun auf dem Sofa und wir blättern das Anleitungsbuch durch. Ich übersetze und K1/2 interpretieren die Zeichnungen. So verbringen Fans die regnerischen Nachmittage.

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Buchvorstellung: Kartell von Elisa Storace und Hans Werner Holzwarth

26. November 2013

Wer von Plastik im Wohndesign spricht, der spricht eigentlich immer von Kartell. Die italienischen Designer haben sich voll dem Plastik verschieben und produzieren seit 1949 Plastikmöbel. Jetzt erschien endlich eine lesenswerte deutschsprachige Literatur über dieses Unternehmen. Der Taschen-Verlag veröffentlichte unlängst das Buch Kartell von Elisa Storace und Hans Werner Holzwarth. In München wurde das Buch in der örtlichen Kartell-Filliale vorgestellt. Immer wieder musste ich beim hellerleuchteten Geschäft mit den wunderbaren Plastikmöbel an die alte Band Buggles mit ihrem Album „The Age of Plastic“ denken.

Zur Buchpräsentation kam prominenter Besuch angereist. Kartell-Chefin Lorenza Luti kam aus Mailand angereist und erzählte auf Englisch dem geladenen Münchner Publikum von der Geschichte ihres Hauses, das 1949 gegründet wurde. Aufgabe sei es, Plastik ins Heim zu bringen. Dabei nannte sie die vier Kernbereiche des Unternehmens, das Herz und die Identität von Kartell: das fantastische Material, Design, Innovation („es ist ein Teil unserer DNA“) und industrielle Massenproduktion.

Dr. Christine Waiblinger vom Taschen-Verlag stellte anschließend das Buch Kartell – The Culture of Plastics vor und lobte dabei überschwänglich die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Anhand zahlreicher Fotos aus dem Firmenarchiv zeichnet der 400seitige Band die Geschichte des Hauses Kartell nach, Dekade für Dekade, von den Nachkriegsanfängen mit Haushaltswaren bis zu den technologischen Höhenflügen der folgenden Jahrzehnte.

Ich habe das Buch Kartell – The Culture of Plastics selbst nicht gelesen, sondern an dem Abend nur interessiert durchgeblättert. Die Bilder aus jeder Zeitepoche sind auf jeden Fall eindrucksvoll. Kartell hat den Industriewerkstoff Plastik noch einmal neu erfunden: als eigenständiges, spannendes Designmaterial.

Beeindruckende Unternehmerin Lorenza Luti

Beeindruckende Unternehmerin Lorenza Luti

Wer also ein Geschenk für Freude des modernen Designs sucht, ist mit dem Buch Kartell – The Culture of Plastics sicherlich gut bedient. Die Autoren sind auf jeden Fall Experten in ihrem Bereich: Elisa Storace arbeitet als Kuratorin des Museo Kartell und wurde 2011 zur Beraterin für dessen Museumsstiftung berufen. Hans Werner Holzwarth derweil ist Buchdesigner und hat zahlreiche Bücher bei Taschen herausgegeben.