Zum Jahresbeginn 2026 dreht sich im Podcast „Dombo bewegt“ alles um ein Thema, das viele Menschen beschäftigt: gute Vorsätze. Ich sprach mit Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit in Maisach darüber, warum Neujahrsvorsätze oft scheitern, welche Rolle Bewegung und Struktur dabei spielen – und warum Geduld wichtiger ist als der schnelle Blick auf die Waage.
Der Jahreswechsel ist für viele der Moment, in dem Verzicht, Gewichtsreduktion oder der Einstieg in regelmäßige Bewegung ganz oben auf der Liste stehen. Ob „Dry January“, Abnehmen oder der lange aufgeschobene Sportbeginn – die Motivation ist da, zumindest in den ersten Wochen des Jahres. Noch sei der große Ansturm im Zentrum für Gesundheit nicht spürbar, erklärt Norman Dombo, doch die Erfahrung zeige: Die Vorsätze kommen – meist begleitet von dem Wunsch, die Spuren der Feiertage wieder loszuwerden.
Gerade hier setzt das Konzept des Zentrums an. Statt unkontrolliertem Training oder Aktionismus wird ein strukturierter, überwachter Einstieg angeboten. Zu Beginn steht eine ausführliche Anamnese mit verschiedenen Tests, die Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft erfassen. Auf dieser Basis wird ein individueller Trainingsplan erstellt. Nach vier bis sechs Wochen lassen sich die Werte erneut messen und vergleichen – ein objektiver Nachweis dafür, ob das Training wirkt. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle, so Dombo, zeigen sich klare Fortschritte.
Der erste Schritt sei dabei oft überraschend banal, aber psychologisch wichtig: der Entschluss, anzufangen. Neue Sportkleidung könne helfen, wichtiger seien jedoch bequeme Kleidungsstücke, in denen Bewegung überhaupt möglich ist. Der Vergleich mit dem Schuljahresbeginn liegt nahe – neue Materialien symbolisieren einen Neuanfang. Entscheidend ist jedoch nicht der Kauf, sondern die Umsetzung.
Spontane Besuche im Zentrum sind grundsätzlich möglich, etwa um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Für den eigentlichen Trainingsstart ist jedoch ein Termin notwendig. Die Eingangstests und Kraftmessungen benötigen Zeit und lassen sich nicht nebenbei durchführen. Eine telefonische Terminvereinbarung reicht aus, alternativ kann der Termin auch direkt vor Ort vereinbart werden.
Wer auf schnelle sichtbare Ergebnisse hofft, wird allerdings zur Geduld ermahnt. Messbare Veränderungen zeigen sich meist nach sechs bis acht Wochen. Besonders beim Thema Gewichtsreduktion sei Vorsicht geboten. Zu Beginn des Trainings verändert sich vor allem der Stoffwechsel: Fett wird abgebaut, Muskelmasse aufgebaut. Da Muskelgewebe schwerer ist als Fett, kann es vorkommen, dass sich auf der Waage zunächst wenig tut – obwohl sich der Körperumfang bereits reduziert hat. Hosen oder Blusen passen wieder besser, ohne dass das Gewicht deutlich sinkt. Die eigentliche Gewichtsabnahme folgt oft erst später.
Neben den allgemeinen Neujahrsvorsätzen wird es im Podcast auch persönlich. Norman Dombo formuliert seinen eigenen Vorsatz für das neue Jahr: weniger Stress, mehr Ruhe und eine bewusste Vorbereitung auf ein späteres, entspannteres Leben. Stress, so betont er, sei keineswegs zu unterschätzen – auch wenn es positiven und negativen Stress gebe. Ein zentrales Thema dabei ist die Organisation des Personals. Gelinge es, hier stabile Strukturen zu schaffen, könne er selbst einen Gang zurückschalten.
Dass ihm dieses Bedürfnis nach Entschleunigung nicht neu ist, räumt Dombo offen ein. Von außen sei ihm schon öfter gespiegelt worden, dass er zu viel arbeite. Sein eigener Anspruch sei jedoch stets „ganz oder gar nicht“ gewesen. Gerade deshalb sei es umso wichtiger, bewusst gegenzusteuern.
Auch Stressabbau lässt sich trainieren, betont Dombo. Bewegung wirkt dabei nicht nur körperlich, sondern auch mental. Das Angebot im Zentrum umfasst neben klassischem Gerätetraining auch Dehnübungen und spezielle Trainingsformen wie das Skillcord-Training, bei dem Bewegung und Konzentration kombiniert werden. Ziel ist es, Programme so zu gestalten, dass sie nicht nur Fitness, sondern auch Stressbewältigung unterstützen.
Seinen persönlichen Vorsatz konkretisiert Dombow am Ende des Gesprächs: Die Wochenenden sollen künftig häufiger arbeitsfrei bleiben – stattdessen möchte er Zeit in der Natur verbringen, etwa im Bayerischen Wald, und bewusst zur Ruhe kommen. Ob ihm das gelingt, soll in künftigen Podcastfolgen überprüft werden.
Zum Abschluss richtet sich der Blick wieder nach außen. Die Hörerinnen und Hörer sind eingeladen, ihre eigenen Vorsätze zu teilen oder sich zu melden, wenn sie diese im Zentrum für Gesundheit umsetzen möchten. Ich als Moderator gebe offen zu, dass ich selbst Neujahrsvorsätze inzwischen aufgegeben habe – zu oft seien sie schnell wieder verworfen worden. Umso mehr setzt der Podcast auf realistische Ziele, Begleitung und Nachhaltigkeit statt kurzfristiger Motivation.
In meinem Podcast „Aus der Backstube der Bäckerei-Konditorei Reicherzer“ spricht Martin Reicherzer, Bäckermeister aus Leidenschaft, ungewöhnlich offen über ein Thema, das viele Handwerksbetriebe seit Jahren beschäftigt: die Bonpflicht. Was politisch als Maßnahme gegen Steuerbetrug gedacht war, empfindet Reicherzer im betrieblichen Alltag vor allem als unnötige Belastung.
Die Einführung der Bonpflicht habe ihn überrascht, sagt Reicherzer – nicht wegen der Regelung an sich, sondern wegen ihres tatsächlichen Ausmaßes. Erst im laufenden Betrieb sei deutlich geworden, wie viel Papier täglich anfällt. Bei jedem Verkauf, selbst bei einer einzelnen Breze oder Semmel, wird automatisch ein Kassenbon ausgedruckt, den nach seiner Erfahrung kaum ein Kunde haben möchte. Die Bons müssten dennoch ausgegeben, gesammelt und am Ende des Tages entsorgt werden – ein Verwaltungsakt ohne erkennbaren Mehrwert. Hier der Podcast zum Anhören.
Besonders kritisch sieht Reicherzer die Umwelt- und Kostenfrage. Das verwendete Thermopapier ist nicht recyclingfähig und muss im Restmüll entsorgt werden. Jede Rolle kostet Geld, verursacht laufende Ausgaben und produziert Abfall, der aus seiner Sicht vermeidbar wäre. Kunden, die tatsächlich einen Beleg benötigen – etwa Firmen oder größere Einkäufe – könnten diesen jederzeit bekommen, auch nachträglich. Für den täglichen Kleinstverkauf hält er die Pflicht jedoch für vollkommen unverhältnismäßig.
Einen echten Nutzen der Bonpflicht kann der Bäckermeister nicht erkennen. Moderne Kassensysteme verfügten bereits über mehrere Sicherungsmechanismen, jede Buchung sei digital nachvollziehbar. Der zusätzliche Papierbeleg ändere daran nichts. Stattdessen sieht Reicherzer darin ein weiteres Beispiel für ausufernde Bürokratie und wachsende Kontrollstrukturen, die Betriebe Zeit und Geld kosten, ohne einen spürbaren Beitrag zur Wertschöpfung zu leisten.
Die Bonpflicht ist für ihn dabei nur ein Symptom. Mindestens ebenso belastend empfindet er die umfangreichen statistischen Meldepflichten, etwa vierteljährliche Angaben zum Mehlverbrauch und zum damit erzielten Umsatz. Den Sinn dieser Erhebungen könne ihm niemand erklären, Ergebnisse seien für die Betriebe nicht einsehbar. Für Reicherzer erinnert dieses System eher an Planwirtschaft als an eine praxisnahe Wirtschaftspolitik.
Insgesamt summiert sich der bürokratische Aufwand in seinem Betrieb auf rund zehn Stunden pro Woche – Zeit, die weder dem Handwerk noch den Kunden zugutekommt. Es ist Zusatzarbeit, die er selbst leisten oder seinen Mitarbeitern bezahlen muss. Sein Appell an die Politik fällt daher deutlich aus: Weniger Schlagworte, mehr Taten. Entbürokratisierung müsse spürbar werden – gerade für das Handwerk, das ohnehin unter Fachkräftemangel, steigenden Kosten und wachsendem Druck steht.
Im Podcast des Landesinnungsverband Friseure & Kosmetiker Bayern sprach ich mit Christian Hertlein, Bildungsexperte des Landesinnungsverband Friseure und Kosmetiker, über ein Thema, das weit über das Friseurhandwerk hinausreicht: Migration und Zuwanderung. Der Podcast markiert zugleich den Auftakt einer neuen Podcast-Staffel für das Jahr 2026 – nach erfolgreichen ersten Folgen ein bewusst gesetztes Signal zur Fortsetzung des Formats.
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, welche Rolle Migration für das Friseurhandwerk heute spielt – und in Zukunft spielen muss. Hertlein macht deutlich: Zuwanderung ist kein neues Phänomen, sondern seit Jahrzehnten Teil der Branche. Bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren prägten Anwerbeabkommen und die sogenannte Gastarbeitergeneration den deutschen Arbeitsmarkt. Auch das Friseurhandwerk profitierte später von deren Kindern, die in Deutschland aufwuchsen, die Sprache beherrschten und sich selbstverständlich integrierten.
Die heutige Situation sei jedoch nur bedingt vergleichbar. Während frühere Zuwanderung gezielt arbeitsmarktpolitisch gesteuert war, kommen heute viele Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland. Diese brächten oft traumatische Erfahrungen mit und benötigten deutlich mehr Unterstützung. Gerade im Friseurhandwerk, das Hertlein treffend als „Mundwerk“ beschreibt, stellen Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede eine besondere Herausforderung dar – sowohl im Kundenkontakt als auch im Teamalltag.
Ein zentrales Problem sieht Hertlein in der mangelnden Bündelung von Unterstützungsangeboten. Zwar existierten Sprachkurse, sozialpädagogische Begleitung und Förderprogramme, doch vielen Betrieben fehle der Überblick. Eine klare zentrale Anlaufstelle, etwa über Handwerkskammern oder Berufsschulen, könnte hier Abhilfe schaffen. Gleichzeitig kritisiert er, dass vorhandene Angebote von Betrieben nicht immer ausreichend genutzt werden – oft aus Zeit- und Organisationsgründen.
Ein weiteres großes Thema des Podcasts ist die kontrovers geführte Debatte um Barbershops. Hertlein warnt eindringlich vor Pauschalurteilen. Nicht jeder Betrieb mit migrantischem Hintergrund sei automatisch illegal oder problematisch. Vielmehr müsse klar unterschieden werden zwischen regulär geführten Betrieben mit Meisterqualifikation und solchen, bei denen tatsächlich rechtliche Defizite bestehen. Populistische Verkürzungen schadeten nicht nur dem Handwerk, sondern der gesamten gesellschaftlichen Debatte.
Gleichzeitig plädiert Hertlein für mehr Geduld. Integration sei kein kurzfristiger Prozess, sondern brauche Zeit – oft eine ganze Generation. Positive Beispiele gebe es jedoch viele: junge Menschen mit Migrationshintergrund, die eine Ausbildung absolvieren, die Meisterprüfung ablegen und sich erfolgreich selbstständig machen. Solche Entwicklungen zeigten, dass das System grundsätzlich funktioniere, wenn Unterstützung, Eigeninitiative und klare Regeln zusammenkämen.
Zum Ende des Gesprächs richtet sich der Blick nach vorn. Migration biete nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen – etwa durch neue Dienstleistungen, zusätzliche Kompetenzen und eine stärkere Vielfalt im Handwerk. Entscheidend sei, differenziert zu diskutieren, Ruhe in die Debatte zu bringen und sich nicht von populistischen Stimmen treiben zu lassen.
Der Podcast macht deutlich: Das Friseurhandwerk steht exemplarisch für viele gesellschaftliche Fragen rund um Migration, Integration und Fachkräftesicherung. Lösungen sind komplex – einfache Antworten gibt es nicht. Genau darin liegt die Stärke des Gesprächs: Es setzt auf Einordnung, Erfahrung und Dialog statt auf Schlagworte.
Bei meinem BistroTalk am Mittwoch, 7. Januar im Bistro SixtyFour in Maisach darf ich um 18 Uhr einen besonderen Gast begrüßen: Denis Michael Kleinknecht vom Rottbacher Gasthof Heinzinger. Ganz nach dem Motto Live. Lokal. Echt. Findet die Veranstaltung unter Publikumsbeteiligung in der Bar in der Zentrumspassage vor Publikum statt. Zudem gibt es einen moderierten Live-Stream in YouTube.
Gastronom Denis Kleinknecht ist einer von denen, die nicht laut auftreten müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Im Gasthof Heinzinger lebt seine Handschrift in jedem Detail: ehrlich, bodenständig, herzlich. Denis hört zu, packt an, bleibt ruhig – auch wenn es stressig wird. Er steht für eine Art von Gastfreundschaft, die man nicht lernen kann, sondern lebt. Wer bei ihm einkehrt, merkt schnell: Hier geht es nicht nur ums Essen, sondern um Menschen, um Vertrauen, um ein gutes Gefühl, das bleibt, wenn man längst wieder draußen ist.
Ich kenne Denis Kleinknecht seit Jahren als engagierten Gastgeber mit seinem vorzüglichen regionalen Speisen und ich weiß auch, dass Denis Kleinknecht ein Freund des deutlichen Wortes ist. Somit ist ein interessantes Gespräch vorprogrammiert. Mal sehen, ob ich ihm das eine oder andere Geheimnis entlocken kann. Also einschalten.
Nochmal an dieser Stelle vielen Dank an Uwe Flügel vom SixtyFour, der mir eine Stunde seine Theke als Streaming-Studio zur Verfügung stellt und dem BistroTalk seit über einem Jahr eine Heimat gegeben hat. Ich verstehe den BistroTalk als Beitrag zur Kommunikation in der Gemeinde Maisach und lade in regelmäßigen Abständen Gesprächspartner aus der Gemeinde ein.
Bei meinem BistroTalk am Mittwoch, 7. Januar im Bistro SixtyFour in Maisach darf ich um 18 Uhr einen besonderen Gast begrüßen: Denis Michael Kleinknecht vom Rottbacher Gasthof Heinzinger. Ganz nach dem Motto Live. Lokal. Echt. Findet die Veranstaltung unter Publikumsbeteiligung in der Bar in der Zentrumspassage vor Publikum statt. Zudem gibt es einen moderierten Live-Stream in YouTube.
Im Bistro SixtyFour in Maisach ging im vergangenen Jahr eine neue Ausgabe des BistroTalks live auf Sendung – lokal, echt und mit Publikum vor Ort sowie Zuschauerinnen und Zuschauern bei YouTube. Bevor das Gespräch begann, stand wie immer der Dank an die Gastgeber: Uwe und Ruby Flügel stellten die Bar erneut als Studio zur Verfügung und machten damit möglich, dass dieses Format mitten im Ort stattfinden kann – nahbar, ohne Bühne, ohne Distanz.
Zu Gast war Stefan Pfannes, Kulturreferent der Gemeinde Maisach, den ich im Talk interviewte. Weil wir uns seit Jahren kennen, war sofort klar: Wir duzen uns. Und obwohl die Gemeinde mitten im Kommunalwahlkampf steckt, war die Vereinbarung eindeutig: Parteipolitik bleibt draußen – an diesem Abend ging es ausschließlich um Kultur. Pfannes beschrieb die Kultur in Maisach als „gut existent“, aber nur noch in geringem Maße von der Gemeinde selbst getragen. Vieles funktioniere erstaunlich stabil, weil Vereine, Initiativen, Kirchen und engagierte Einzelpersonen das kulturelle Leben am Laufen halten. Die Gemeinde selbst habe im eigenen Kulturprogramm inzwischen nur noch wenige große Fixpunkte – vor allem den Maisacher Advent und das Meisaha-Heft. Hier die Aufzeichnung:
Im Gespräch wurde schnell deutlich, wie vielgestaltig Kultur in einer Großgemeinde wie Maisach ist, die aus vielen Ortsteilen und gewachsenen Altgemeinden besteht. Pfannes zeichnete ein lebendiges Bild dieser kulturellen Vielfalt: Musik und Gesang in Maisach, Theatertradition in Überacker, starke Gruppen in Gerlinden, Blaskapellen in Rottbach, Kirchenchöre, Schulkooperationen – ein Mosaik aus lokalen Spezialitäten, das die Gemeinde prägt. Kultur sei dabei weniger „Hochkultur“ im klassischen Sinn, sondern ein breites, bürgernahes Angebot, das zur Größe der Gemeinde passe. Wer sich dafür interessiere, überschreite längst die Grenzen zwischen den Ortsteilen – Fanclubs, Neugier und ein gewisser sportlicher Vergleichsgeist („Benchmarken“) sorgten dafür, dass man auch zu Veranstaltungen „der anderen“ fährt.
Ein wichtiger Punkt des Talks waren die Herausforderungen: weniger das Geld als vielmehr der Nachwuchs. Pfannes sprach offen darüber, wie sehr Vereine mit dem Generationenwechsel kämpfen – besonders dann, wenn nach Schulzeit und Ausbildung der Weg zum Studium oder Beruf aus dem Ort herausführt. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch: Nach Corona habe sich das Kulturleben spürbar erholt, Theatergruppen und musikalische Formate seien wieder da, Neues sei entstanden. Auch die Frage nach der Koordination wurde gestreift: Vieles regeln die Vereine selbst über Vereinskartelle, feste Termine und Abstimmung – ohne dass das Kulturreferat die Rolle eines „Kultur-Dirigenten“ übernehmen müsse.
Breiten Raum nahm der Maisacher Advent ein: seit über 40 Jahren ein kultureller Ankerpunkt mit Budendorf, Innenbereich für soziale und karitative Gruppen, Café, Handwerk und einer Krippe, die heute durch feste Figuren ergänzt wird – lebendig bleibt sie durch Schafe und neue Elemente wie Spinnerinnen und Weberinnen. Pfannes erzählte auch von Licht und Schatten solcher Veranstaltungen: von schönen Erfolgen wie der ausverkauften Luise-Kinzeher-Veranstaltung im Bürgerzentrum – und von einer bitteren Panne mit Udo Wachtveitel, bei der fehlende Bühne und Stühle sowie organisatorische Versäumnisse die Lesung zum Desaster machten. Solche Episoden führten direkt zur Kernfrage: Maisach fehlt es nach wie vor an geeigneten Veranstaltungsräumen – ein Problem, das nicht nur Kultur verhindert, sondern auch Mut und Planung ausbremst.
Ein zweites Herzstück des Abends war das Meisaha-Heft, das der Arbeitskreis Geschichte seit 2008 jährlich herausgibt. Pfannes erklärte den historischen Ursprung des Namens „Meisaha“ und betonte den offenen Charakter des Arbeitskreises: wer Interesse an Geschichte hat, kann mitmachen – idealerweise mit Freude an Archivarbeit, am Lesen alter Schriften und am Erzählen. Hier die Facebook-Seite. Die Themen reichen von Archäologie und Ortsgeschichte bis zur jüngeren Vergangenheit; das Heft soll zugleich populär lesbar und quellenkritisch belastbar sein. Besonders spannend war der Blick in die Zukunft: Das Heft öffnet sich zunehmend auch dem Bewegtbild – etwa durch digitalisierte Super-8-Filme, die über QR-Codes abrufbar werden. Und immer wieder klang Pfannes’ Bitte durch, historische Fotos, Postkarten, Dias oder Dokumente nicht wegzuwerfen, sondern dem Gemeindearchiv anzubieten – weil darin oft ungeahnte Schätze stecken, die sonst verschwinden würden.
So wurde der BistroTalk mit Stefan Pfannes zu einem Abend, der zeigt, was Kultur im Kleinen leisten kann: Sie stiftet Identität, verbindet Ortsteile, schafft Begegnung – und lebt in Maisach vor allem durch Menschen, die sich kümmern. Am Ende blieb ein Gefühl, das gut zum Format passt: keine Show, kein Hochglanz, sondern ein echtes Gespräch über das, was eine Gemeinde zusammenhält – und was es braucht, damit Kultur nicht nur „existiert“, sondern wachsen kann. Der nächste BistroTalk ist am Mittwoch, 7. Januar von 18-19 Uhr im Bistro SixtyFour und live in YouTube. Zu Gast ist dieses Mal Denis Michael Kleinknecht, Gastronom vom Gasthof Heinzinger in Rottbach.
Der Podcast „Dombo bewegt“ ist ein Gesprächsformat, in dem ich mich mit Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit Dombo in Maisach über aktuelle Entwicklungen, Erfahrungen und Perspektiven rund um Gesundheit, Bewegung und Unternehmensführung austausche. In der hier vorliegenden Folge steht ein Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr sowie ein Ausblick auf kommende Veränderungen im Mittelpunkt.
Norman Dombo schildert das Jahr als geprägt von hoher Dynamik, zahlreichen Neuerungen und strukturellen Weiterentwicklungen. Dazu zählen unter anderem personelle Veränderungen, neue Mitarbeitende sowie das Feiern zweier Jubiläen: 30 Jahre Physiotherapie und zehn Jahre Trainingsbereich. Diese Meilensteine wurden mit einer Feier und der Einführung eines neuen Trainingsgeräts begleitet. Thematisiert wird dabei insbesondere das sogenannte Skillcord-Training, das visuelle, kognitive und motorische Aspekte miteinander verbindet und den Anspruch unterstreicht, auch nach Jahrzehnten Erfahrung offen für Innovationen zu bleiben.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der besonderen Ausrichtung des Unternehmens. Norman Dombo beschreibt den Anspruch, sich durch ungewöhnliche Ideen und Aktivitäten von klassischen Physiotherapiepraxen abzuheben. Dazu zählen frühe Messeauftritte, Gesundheitsaktionen sowie gemeinsame Ausflüge für Mitglieder, die über den reinen Trainingsbetrieb hinausgehen und der Kundenbindung dienen.
Auch organisatorische Themen kommen zur Sprache, etwa die Öffnungszeiten und der eingeschränkte Betrieb rund um die Feiertage. Dabei wird erläutert, wie Trainingsmöglichkeiten trotz reduzierter Personalstärke aufrechterhalten werden und warum Erholungsphasen für Mitarbeitende und Leitung wichtig sind. Ergänzend wird auf gesundheitliche Aspekte von Stress und Erholung eingegangen.
Abschließend gibt Norman Dombo einen Ausblick auf das kommende Jahr. Ab Januar wird der Reha-Sport eigenständig im Haus organisiert, was eine weitere strukturelle Neuerung darstellt. Die Folge endet mit einem gemeinsamen Weihnachtsgruß und markiert zugleich den Abschluss der Podcast-Reihe für das Jahr 2025, verbunden mit der Ankündigung, das Format 2026 fortzusetzen.
In der neuen Folge des Podcasts Dombo bewegt spreche ich mit Norman Dombo, dem Inhaber des Zentrums für Gesundheit Dombo in Maisach, über ein Thema, das vor allem zum Jahreswechsel an Bedeutung gewinnt: Verträge im Fitness- und Gesundheitsbereich. Während viele Menschen im Winter mangels Outdoor-Aktivitäten neue Sportmöglichkeiten suchen und ab Januar mit guten Vorsätzen in Fitnessstudios strömen, setzt Norman Dombo auf ein ungewöhnlich faires Vertragsmodell, das sich klar von der Branche abhebt.
Bereits vor Vertragsabschluss legt das Zentrum großen Wert auf Transparenz und Kundenerfahrung: Interessenten können das Studio ganze 14 Tage lang kostenfrei testen – inklusive Einweisung und Betreuung. Dieser Aufwand sei bewusst gewählt, erklärt Dombo, denn nur wer das Training wirklich kennengelernt habe, könne fundiert entscheiden, ob das Angebot zu ihm passe. Die meisten Besucher bleiben – nur wenige nutzen die Testphase und verabschieden sich wieder.
Vertragslaufzeiten gibt es ausschließlich als Jahresverträge, bedingt durch laufende Kosten wie Personal, Miete und Infrastruktur. Allerdings unterscheidet sich das Zentrum deutlich von klassischen Fitnessketten: Die Erstlaufzeit beträgt 12 oder 24 Monate, danach verlängern sich die Verträge nicht mehr automatisch um ein ganzes Jahr, sondern jeweils nur um einen Monat und können ebenso monatlich gekündigt werden. Ein Modell, das seit der gesetzlichen Neuregelung nach Corona dem Zeitgeist entspricht – bei Dombo jedoch bereits zuvor gelebte Praxis war.
Besonders stolz ist Norman Dombo auf den fairen und menschlichen Umgang mit seinen Mitgliedern. Wer aus gesundheitlichen Gründen pausieren muss, bekommt keine starren Regeln präsentiert, sondern individuelle Lösungen angeboten – bis hin zur Vertragsunterbrechung. Auch bei Umzügen zeigt sich das Maisacher Unternehmen entgegenkommend: Wer wegzieht und die Leistungen nicht mehr nutzen kann, wird nicht weiter vertraglich gebunden.
Dass dieses Konzept wirkt, zeigt die außergewöhnlich hohe Treue der Mitglieder – nicht nur vertraglich, sondern auch in der tatsächlichen Nutzung. Viele trainieren seit Jahren regelmäßig im Zentrum, was in der Fitnessbranche ungewöhnlich ist. Mundpropaganda und ein lang aufgebauter Vertrauensvorschuss tragen wesentlich zum Erfolg bei.
Zum Schluss betont Dombo sein Credo: „Für alles gibt es eine Lösung – man muss nur darüber reden.“ Ein Ansatz, der im Zentrum für Gesundheit Dombo nicht nur behauptet, sondern konsequent gelebt wird.
Im Rahmen der zweiten Podcast-Folge „Dombo bewegt“ sprach ich mit Norman Dombo, dem Leiter des Zentrums für Gesundheit Dombo in Maisach. Das Gespräch fand im Büro des Leiters statt, das den organisatorischen Mittelpunkt des Unternehmens bildet. Dombo erläutert darin die Struktur der Öffnungszeiten und Buchungsmöglichkeiten der verschiedenen Bereiche des Zentrums.
Die Physiotherapie verfügt über eigene Behandlungszeiten, die in der Regel um 8 Uhr beginnen. Am Freitag endet der Betrieb bereits um 14 Uhr. Eine Erweiterung der Zeiten ist abhängig von der jeweils verfügbaren Personaldecke. Ergänzend weist Dombo darauf hin, dass alle Öffnungszeiten auch in der hauseigenen App zu finden sind. Der Trainingsbereich wiederum hat gesonderte Öffnungszeiten, die üblicherweise von 8 bis 20 Uhr reichen. Ausnahmen bilden Mittwoch und Freitag, an denen der Trainingsbetrieb bereits um 18:40 Uhr endet. Zusätzlich ist das Training am Samstag von 10 bis 13:30 Uhr möglich. Stoßzeiten lassen sich laut Dombo kaum mehr vorhersagen, da das Besuchsverhalten stark variiert und nicht einmal vom Wetter zuverlässig beeinflusst wird. Einzig eine feste Trainingsgruppe am Montagmorgen kommt regelmäßig und planbar. Hier der Videopodcast:
Bezüglich der Nutzung erklärt Dombo, dass Mitglieder mit Vertrag den Trainingsbereich ohne Terminvereinbarung nutzen können. Personen mit medizinischer Indikation benötigen hingegen feste Termine und werden individuell betreut. Interessierte können ein 14-tägiges Probetraining absolvieren, das ebenfalls terminlich begleitet wird, um Fragen zu klären und die Geräte gründlich zu erklären.
Beim Thema Terminvergabe betont Dombo, dass alle Anrufe erfasst werden und Rückrufe erfolgen können. Aufgrund des laufenden Betriebs sei es jedoch nicht immer möglich, sofort ans Telefon zu gehen. Als Alternative steht ein Online-Terminreservierungssystem (OTR) zur Verfügung, über das Termine angefragt werden können. Diese Anfragen gelten zunächst als Reservierungen und müssen vom Team bestätigt werden, um sicherzustellen, dass die Behandlung mit der Qualifikation des jeweiligen Therapeuten übereinstimmt.
Dombo geht zudem auf das Problem der sogenannten No-Shows ein. Werden Termine nicht rechtzeitig abgesagt, entstehen Leerlaufzeiten, die wirtschaftliche Folgen haben. Bei Absagen weniger als 24 Stunden vor dem Termin können Ausfallgebühren erhoben werden, sofern der Termin nicht kurzfristig an andere wartende Patienten vermittelt werden kann.
Online gebuchte Termine werden per E-Mail bestätigt, da die benötigten Basisdaten bereits bei der Online-Buchung eingegeben werden. Das neue Skill-Code-System, ein technologisch fortschrittlicher Bestandteil des Zentrums, befindet sich derzeit noch in der organisatorischen Integration. Die Buchungslogik hierfür werde in Zukunft überarbeitet und erweitert.
Trotz vieler digitaler Prozesse betont Dombo, dass im Zentrum der Arbeit stets der Mensch stehe. Ganzheitliche Betreuung sei ein Anspruch, der jedoch realistisch eingegrenzt werden müsse. Das Zentrum fokussiere sich auf Orthopädie, das muskuloskelettale System und ergänzende Themen. Wichtig sei vor allem Kontinuität: Patienten sollen möglichst durchgehend vom gleichen Therapeuten betreut werden, um Vertrauen und effiziente Behandlung zu gewährleisten. Ausnahmen ergeben sich lediglich durch Schichtdienst, Urlaub oder Krankheitsausfälle.
Am Ende des Gesprächs verweise ich auf die regelmäßige Erscheinungsweise des Podcasts. Hörerinnen und Hörer werden dazu aufgefordert, den Kanal zu abonnieren, um keine Folge von „Dombo Bewegt“ zu verpassen.
Ich steige verstärkt in Podcasts ein und mit meinem neuen Kunden Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit Dombo habe ich abgesprochen, dass wir zweimal im Monat einen Videopodcast aufnehmen. Ein Videopodcast ist ein Podcast, der nicht nur Ton, sondern auch Bewegtbild enthält. Er verbindet also klassische Podcast-Elemente wie Gespräche, Interviews oder Moderationen mit Videoaufnahmen. Ein Videopodcast ist im Grunde eine Talk- oder Informationssendung im Videoformat, die regelmäßig erscheint und online abgerufen werden kann – meist über Plattformen wie YouTube.
Die Vorteile für uns sind: Man sieht Mimik, Gestik und Präsentationen und die Inhalte wirken persönlicher und oft dynamischer. Heute nehme ich eine neue Folge auf.
Hier der Inhalt des ersten Podcasts: Der neue Podcast „Dombo bewegt“ aus Maisach startet mit einem Gespräch zwischen Matthias J. Lange und Norman Dombo, dem Mitinhaber des Zentrums für Gesundheit Dombo. Norman Dombo erklärt, dass der Titel des Podcasts das zentrale Anliegen ihres Unternehmens widerspiegelt: Menschen in Bewegung zu bringen – sei es durch Physiotherapie oder durch gezieltes Training. Das Zentrum für Gesundheit besteht seit über 30 Jahren in Maisach. Ursprünglich als reine Physiotherapie gegründet, wurde das Angebot im Laufe der Zeit um einen modernen Trainingsbereich erweitert.
Norman Dombo selbst ist kein Physiotherapeut, sondern kam über Umwege in die Branche. Er arbeitete zunächst im Vertrieb von Gesundheits- und Sportartikeln, unterstützte parallel die physiotherapeutische Arbeit seiner Frau und bildete sich schließlich weiter – zunächst zum Schlafberater, später zum Trainer und Meal-on-Coach.
Im Gespräch berichtet er, dass das Zentrum nicht immer am heutigen Standort angesiedelt war. Der Start erfolgte im Gewerbegebiet, damals noch im ersten Obergeschoss und nicht barrierefrei. Vor rund zwölf Jahren zog das Unternehmen in die Frauenstraße 31 um, wo sich nun ein ebenerdiger, barrierefreier Zugang befindet. Die gute Verkehrsanbindung und die zahlreichen Parkplätze vor Ort erleichtern vielen Kundinnen und Kunden aus Maisach und den umliegenden Ortsteilen den Besuch.
Norman Dombo betont, dass sich das Zentrum bewusst nicht als Fitnessstudio versteht. Zwar ähnelt das Equipment dem eines Studios, doch die Betreuung, die dahinterstehende Software und die Auswertungsmöglichkeiten unterscheiden sich grundlegend. Die Geräte erfassen Trainingsdaten, dokumentieren Bewegungswinkel, Belastungen und die korrekte Ausführung. Dadurch können individuelle Einschränkungen – etwa nach Operationen oder Verletzungen – berücksichtigt und präzise eingestellt werden. Die Mitglieder trainieren nicht allein, sondern werden durch fachlich qualifiziertes Personal begleitet: Physiotherapeutinnen, Sporttherapeuten und Personal Trainer überwachen den Trainingsfortschritt und führen regelmäßige Rechecks durch, um Parameter anzupassen und das Training gezielt weiterzuentwickeln.
Die Öffnungszeiten des Trainingsbereichs liegen im Wesentlichen zwischen 8 und 20 Uhr, lediglich mittwochs und freitags wird etwas früher geschlossen. Neue Kundinnen und Kunden benötigen einen Termin, damit ausreichend Zeit für die Erstanalyse und das Einrichten der Geräte bleibt.
Der Podcast wird künftig weitere Themen aufgreifen, etwa Gebührenrezepte, Vertragsmodelle oder eine Vorstellung der Trainingsgeräte. Da die Aufnahme direkt im laufenden Studio stattfindet, sind Hintergrundgeräusche Teil des authentischen Formats. „Dombo bewegt“ soll künftig nicht nur vor Ort, sondern auch online neue Impulse geben.
Ich habe im Rahmen meines wöchentlichen Newsletters gefragt, ob ich stärker ins Podcasten einsteigen soll. Die Mehrheit der Abonnenten sagte Ja. Also taste ich mich weiter vor.
Im Rahmen eines Podcasts des Landesinnungsverbandes Friseure & Kosmetiker Bayern sprach ich mit dem stellvertretenden Landesinnungsmeister und Berufsbildungsexperte Christian Hertlein über die Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) für die Friseur-Branche. Dabei wurde deutlich: Digitale Technologien gewinnen auch im Friseurwesen zunehmend an Bedeutung – sie ersetzen jedoch nicht die zentralen Kompetenzen des Handwerks.
„Empathie, Kreativität und handwerkliches Geschick sind die drei Eigenschaften, die den Friseurberuf auch in Zukunft unverzichtbar machen“, betonte Hertlein. KI könne den Beruf nicht ersetzen, sondern biete vielmehr zusätzliche Werkzeuge, um Salons moderner, effizienter und kundenorientierter zu gestalten. Schon heute ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – von automatisierten Kundeninformationen über KI-generierte Bilder für Marketingmaterialien bis hin zu digitalen Tools, die Auszubildende bei der kreativen Gestaltung von Frisuren unterstützen. Hertlein sieht darin auch Chancen für die berufliche Bildung: „Wenn junge Menschen lernen, präzise mit KI zu arbeiten, stärkt das sowohl ihre Sprachkompetenz als auch ihre Kreativität.“
Damit diese Potenziale ausgeschöpft werden können, sei es notwendig, Berufsschulen und Betriebe gezielt zu schulen und Lehrpläne an die neuen Anforderungen anzupassen. Auch die Verbände stünden in der Verantwortung, die Digitalisierung aktiv zu begleiten und praxisnahe Schulungsangebote bereitzustellen.
Das Gespräch macht deutlich: Die Digitalisierung ist auch im Friseurhandwerk längst Realität. Für die Betriebe bedeutet das, rechtzeitig den Anschluss zu finden, um Wettbewerbsfähigkeit, Kundenbindung und Ausbildungsqualität langfristig zu sichern.