Archive for the ‘Familie’ Category

Coworking Space Rayaworx in Santanyí auf Mallorca

3. Juni 2016

Als digitaler Nomade arbeite ich viel unterwegs, sei es im Zug, im Hotel oder im Café. In meinem Urlaub auf Mallorca konnte ich eine für mich neue Möglichkeit ausprobieren. Arbeiten in einem Coworking Space und ich bin restlos begeistert. Und noch besser: Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Die Außenseite von Rayaworx.

Die Außenseite von Rayaworx.

Wie kam es dazu? Meine IronBlogger-Kollegin Doris Schuppe eröffnete mit ihrem Mann Rainer vor einem Jahr den Coworking Space Rayaworx in Santanyí im Südosten von Mallorca. Als ich mit meiner Familie eine Woche Urlaub auf der Insel machte, feierte Familie Schuppe mit ihrem Team den ersten Geburtstag von Rayaworx. Grund genug für uns einmal in Santanyí vorbeizuschauen und die Sache mit dem Coworking einmal auszuprobieren.

Liebenswerter Empfang.

Liebenswerter Empfang.

Die Idee, an schönen Orten zu arbeiten, fasziniert mich. Kreative, Selbstständige, Autoren, Freelancer, Software-Professionals, Wissensarbeiter, Residents & Expats finden ihren produktiven Platz an den Schreibtischen im Coworking Space inklusive fachliches Networking bei Bedarf – das ist doch einmal eine Ansage.

Handtuch über den Stuhl mit Namen - so muss es sein.

Handtuch über den Stuhl mit Namen – so muss es sein.

Als ich mich per Mail angemeldet hatte, stand ein Schreibtisch samt bequemen Stuhl für mich bereit. Über den Stuhl war ein Handtuch in den Farben von Rayaworx gelegt und eine Wäscheklammer mit Stern und meinem Namen. Cool, genau wie am Pool in meinem Ferienhotel. Einen Rechner brauchte ich zum Arbeiten nicht, ich hatte das iPad Pro samt Tastatur dabei. Die MacBooks blieben in Deutschland, das leichte mobile Device reicht. Also ins hauseigene WLAN eingeklinkt und los ging’s. Von der Geschwindigkeit des Netzes war ich absolut begeistert. In meinem Hotelappartement gab es zwar WLAN, aber im Grunde konnte ich die Bits und Bytes dort einzeln begrüßen. Ich habe mir dafür extra einen mobilen WLAN-Router gekauft, um arbeiten zu können. Der Blogpost über den Router findet ihr hier.


Rayaworx hat verschiedene Internetanbindungen – Funk und eine leistungsstarke Glasfaserleitung – wunderbar. Und die Räume sind klimatisiert, was bei der Hitze in Mallorca nicht zu unterschätzen ist. Doris Schuppe machte eine Ausführung mit mir:


Verschiedene Räumlichkeiten stehen in Rayaworx zur Verfügung. Ein Arbeitsbereich, einen Chill-Bereich, ein Podcaststudio für Video- und Audio-Podcasts und zwei Meetingräume mit entsprechender Technik. Das Podcaststudio im ersten Stock ist gedämmt und verfügt über Blue- und Greenscreen. Verschiedene Mikrofone können ausgeliehen werden, darunter auch ein Neumann-Klassiker. Hier ein 360 Grad Video:

Hier die Fakten von Rayaworx:

  • Coworking Area mit 13 Plätzen (u.a. Standing Desks)
  • Glasfaser-Internet-Anbindung (WiFi)
  • 2 berufserfahrene und in Santanyí lebende Gastgeber (Social Media Dozentin Doris sowie Software-Trainer Rainer)
  • Lounge-Area mit kleiner Fachbibliothek zum Arbeiten, Entspannen oder Networken
  • Meetingraum für Besprechungen, Vorträge, Workshops und Seminare mit Beamer, Whiteboard, Flipchart und Moderationskoffer
  • Podcast-Raum sowie optionale Ausstattung
  • Regelmässige Networking Events, Meetups, CoworkingMondays
  • Büromaterial, Scanner, Drucker
  • Vernetzung mit lokalen Dienstleistern und Services

In der Tagesmiete, die sich etwa um 30 bis 40 Euro bewegt, ist auch Kaffee inklusive. Darauf möchte ich besonders hinweisen, denn wir sprechen hier nicht von einer Kaffee-Plörre. Hier gibt es wunderbaren Kaffee von einer Siebträgermaschine. Ich habe mich wohl mit Rainer Schuppe mehr über Kaffeezubereitung mit seiner Rocket unterhalten als über Netzwerkanbindung. Danke übrigens für die Infos und danke für den Kaffee. Ich steige jetzt in die Verhandlungen mit meiner Frau ein – ich will eine Siebträgermaschine.


Nicht unterschätzen darf man die Möglichkeiten des Netzwerkens in so einem Coworking Space. In meinen Pausen kam ich ins Gespräch mit anderen Besuchern. Da war beispielsweise eine Niederländerin aus München, die sich jetzt auf Mallorca niederlassen wird. Sie ist Grafikdesignerin und nachdem ich ja mit VNU und Reed Business Information in verschiedenen Unternehmen mit niederländischer Beteiligung gearbeitet habe, konnten wir uns nett austauschen. Ich weiß jetzt, dass der Königinnentag wirklich wichtig ist. Dann tauchte ein Immobilienmakler auf, mit dem ich mich über die Immobilienpreise auf der Insel unterhalten habe. 1,5 Mio Euro für eine Finka – dafür muss eine alte Frau lange stricken. Ich hab leider vergessen, ein Videointerviews mit ihm zu machen. Es schneite eine Fotografin herein und wir kamen ins Gespräch. Dieser Austausch in Rayaworx hat mich sehr inspiriert und motiviert. In der Regel arbeite ich als digitaler Nomade alleine, aber dennoch ist der Austausch enorm wichtig. Bei Rayaworx kam dieser ungezwungene Austausch wie von selbst zustande.
Da es sich um eine Geburtstagsfeier handelte, kamen zudem viele Leute zum Gratulieren vorbei. Ein Küchenbüffet gab es auch zu verspeisen.

Kleiner Vortrag zu Gin zum ersten Geburtstag von GinEva.

Kleiner Vortrag zu Gin zum ersten Geburtstag von GinEva.

Doris und Rainer Schuppe luden abends als Event zu einer Gin-Verkostung ein. Es gab den hervorragenden GinEva von Mallorca. Der Gin ist hochwertig und wird auf der Insel von einem Deutschen und seiner Frau Eva produziert und auch nach Deutschland exportiert. Und so lernte ich am Abend als passionierter Whisky-Trinker auch Gin näher kennen, kaufte eine Flasche GinEva und werde ihn künftig als meine Hausmarke führen. Als digitaler Nomade nutzte ich das WLAN und übertrug die kurze Rede von Doris Schuppe live via Periscope und hatte ein paar Zuschauer der IronBlogger, bei den Doris Schuppe Mitglied ist. Dies war die Periscope-Übertragung:

 


Rundum bin ich fasziniert von solchen Möglichkeiten wie Coworking Space wie Rayaworx. Ich werde prüfen, in wie weit ich diese Möglichkeit des Arbeitens in meinen Arbeitsablauf integrieren kann. Gefallen hat es mir auf jeden Fall.

Mobiler WLAN-Router sorgt für Internet im Mallorca-Urlaub

2. Juni 2016
Auch im Urlaub kann ich auf das WALN nicht verzichten.

Auch im Urlaub kann ich auf das WALN nicht verzichten.

Eine Woche Urlaub in Spanien, besser gesagt auf Mallorca. Die Familie beschloss Weihnachten 2015 den Familienurlaub und buchte die Reise auf die Insel. Alle Familienmitglieder freuten sich, wurden aber unruhiger als der Termin näher rückte. K1 sprach es dann aus: „Papa, wie ist es da mit dem Internet?“
Und das ist genau ein wunder Punkt. Die Appartementanlage in der wir untergekommen sind, hat zwar WLAN, aber das Netz brach in der Vergangenheit immer wieder zusammen. Zudem brachte das WLAN nicht die erwünschte Leistung und kostete gutes Geld für eine instabile Leitung. Meiner Meinung nach geht heute einfach nicht mehr, einen Tourismusort ohne leistungsstarkes WLAN zu betreiben.
Nachdem K1/2 auch im Urlaub auf YouTube und Co nicht verzichten wollen und auch wir als Eltern (und speziell ich als digitaler Nomade) per Mail erreichbar sein wollten, stand der Kauf eines mobilen Routers an. Das neu beschlossenen Telefon-Roaming-Abkommen innerhalb der EU bringt mir absolut nichts – wer telefoniert denn heute noch? Also stand fest: Router und Datenflat müssen her.
Beim Router fiel meine Wahl auf den TP-Link M5250 mobiler WLAN-Router. Das kleine Teil passt elegant in die Hosentasche und wird über USB geladen. Die technischen Daten sind:

  • Integriertes 3G-Modem für eine 3G-Breitbandverbindung ohne externes Modem
  • Unterstützt HSPA+ mit bis zu 21,6 Mbps (Megabits pro Sekunde) im Download und 5,76 Mbps im Upload
  • Der wiederaufladbare 2000 mAh-Akku liefert laut Hersteller Energie für 6-7 Stunden netzunabhängigen Betrieb
  • Zeitgleiches Surfen für bis zu 10 Nutzer – bei uns waren es problemlos fünf Geräte, die gleichzeitig online waren.


Wenn das Teil läuft, dann brachte es uns das Internet zuverlässig auf die Insel. Bis es allerdings lief, war es ein Gemurkse. Die SIM-Karte war schnell eingelegt und dann ging es ans Konfigurieren. Via Browser wird auf das Gerät zugegriffen und eingerichtet. Das ist eine Fummelei, denn obwohl ich ein iPhone 6plus habe, war die Oberfläche zu klein. Die Installation sollte besser über ein iPad erfolgen, damit man wirklich mal was sieht.


Bei mir dauerte es rund 15 Minuten bis ich mich durch die Menüs geklickt hatte, um den TP-Link M5250 mobiler WLAN-Router zum Laufen zu bringen. PIN-Code eintippen und Verbindung herstellen. Hier könnte der Service verbessert werden. Wenn das Teil aber läuft, dann läuft es problemlos.
Im Dauerbetrieb, wenn unsere vierköpfige Familie mit ihren mobilen Devices im WLAN hängen, dann wird das Teil ein wenig heiß und auch die Batterie hält dann keine versprochenen sieben Stunden durch. Wir hingen den kleinen Kameraden während des Intensivsurfens an die Steckdose und der Käse war gegessen.


Problematisch halte ich die schwarze Plastikverkleidung des Routers. Das Schwarz sieht zwar schick aus, aber in sonnenverwöhnten Gegenden wie Mallorca ist schwarz vielleicht nicht die optimale Farbe. Die Sonne heizt den schwarzen Router auf, also ab in den Schatten mit dem Teil. Vielleicht gibt es den Router auch in weiß, gesehen habe ich ihn aber nicht.
Kleine Kritik auch an der Bereitschaftsanzeige des Routers. Es gibt drei Leuchtdioden in grün, welche die Bereitschaft, WLAN und Verbunden signalisieren. Leider leuchten diese Dioden sehr schwach und man muss als User genau hinschauen oder den Router ins Dunkle legen (ich habe die Hand darüber gehalten). Vor allem, wenn man die Verbindung gekappt hat, ist man sich nicht sicher, ob das Teil mit dem Internet noch verbunden ist. Also kurz die Batterie raus und fertig.
Für uns war der TP-Link M5250 mobiler WLAN-Router der perfekte Reisebegleiter im Urlaub. Wir haben ihn im Hotel, im Auto, am Flughafen und im Restaurant genutzt und nie ein Problem gehabt. Daher klare Empfehlung für unterwegs und mir rund 45 Euro ist das Teil auch relativ preiswert.
Dann stellte sich noch die Frage, woher bekommen wir die SIM-Karte für Spanien. Klar, ich hätte mir so eine Datenflatkarte in Spanien am Kiosk oder am Flughafen kaufen können. Aber mein Spanisch oder besser Katalanisch ist so gut wie nicht vorhanden. Zudem brauche ich eine Rechnung für das deutsche Finanzamt, schließlich musste ich auch im Urlaub einige Sachen wegarbeiten. Es galten Kunden weiter betreut zu werden. Damit war klar, ich brauche die spanische Datenflatkarte mit einer deutschen Rechnung.
Als ich mich umhörte, nannten mir einige Bekannte die Website Prepaid Global. Das Unternehmen sitzt bei mir um die Ecke in Augsburg und verspricht „die perfekte Lösung für Reisende im Ausland, die mobil online sein möchten ohne teure Roamingkosten. Wir bieten Ihnen die jeweils beste und günstigste Lösung aus über 25 Ländern ohne Bindung, ohne Grundgebühr – Prepaid ohne Vertrag und ohne weitere Kosten.“ Darauf habe ich vertraut und bin nicht enttäuscht worden. Ich kann dieses Unternehmen absolut empfehlen. Die bestellte Datenflatkarte von Orange kam innerhalb von zwei Tagen mit der Post samt Anleitung.
Also, der nächste Auslandsurlaub kann kommen. Technisch bin ich auf jeden Fall dafür gerüstet.

Goldcar in Mallorca – Unnötige Zusatzversicherungen bei Mietautos

31. Mai 2016

Eine Woche Mallorca – eine Woche im Mai 2016 auf einer wunderschönen Insel, um zu entspannen und ein paar Freunde und Geschäftspartner zu treffen. Zwar ist die Insel nicht groß. Aber einen mobilen Untersatz brauchen wir dann doch.
Also noch zu Hause nach einem Mietwagen Ausschau gehalten, der vier Personen samt Gepäck durch die Gegend schaukeln kann.

Coole Werbung von Sixt am Flughafen München - lahme Gurke.

Coole Werbung von Sixt am Flughafen München – lahme Gurke.

Sixt macht zwar die beste Werbung, aber die muss vom Kunden auch teuer bezahlt werden. Also wählten wir einen kleineren Mietwagenverleih und unsere Wahl fiel auf Goldcar.
Wir waren im Vorfeld schon von den Praktiken dieses Verleihers gewarnt worden. Über die Online-Plattform, die Mietwägen verschiedener Anbieter für Mallorca anbietet, wurden wir extra darauf hingewiesen, dass die Herrschaften ihren Kunden weitere Versicherungen aufschwätzen würden.

Lange Schlangen am Schalter von Goldcar am Flughafen Palma.

Lange Schlangen am Schalter von Goldcar am Flughafen Palma.

Da waren wir gespannt. Am Flughafen in Palma gelandet, waren alle Mitwagenverleiher im Ankunftsterminal leer – bis auf Goldcar. Vor dem grünen Stand war eine extrem lange Schlange zu finden. Wir reihten uns ein und beobachteten. Zunächst machten wir unserer Witze über die Situation, weil es extrem langsam voran ging. „Die Leute wollen wohl ein Auto kaufen, statt es zu mieten“, meinte ich neunmalklug. Nein, das war nicht der Fall: Der Grund für die lange Schlange und die Verzögerung waren die Diskussionen am Schalter von denen zwei besetzt waren. Erst nach 9 Uhr kamen zwei weitere Damen hinzu, die im Schneckentempo ihren Counter öffneten.

Die Mietwagenplattform warnte uns vor weiteren Versicherungen.

Die Mietwagenplattform warnte uns vor weiteren Versicherungen.

Endlich waren wir an der Reihe: Buchung, Führerschein, Reisepass – alles klar. Kreditkarte war gezückt und die Dame am Schalter rechnete uns vor, dass wir das Benzin bezahlen und eine extra Versicherung abschließen müssten. Ha, da war es also der üble Trick. Benzin ist klar, aber Versicherung nein, die wollten wir nicht. „Doch, doch, doch“ insistierte die Dame von Goldcar. Wir hätten das Kleingedruckte lesen sollen. Hatten wir und wir hatten sogar von unserer Mietwagenplattform einen Ausdruck auf spanisch und katalanisch dabei, dass wir die Zusatzversicherung von rund 45 Euro nicht benötigten. Jetzt war die Dame sichtlich beleidigt und erzürnt, doch wir blieben hart. Wir riefen sogar vom Counter nochmals in Deutschland unsere Notfallnummer der Verleihplattform an, die unser Verhalten bestärkten. Zudem waren wir mit (deutschen) Ausdrucken von der Verbraucherzentrale ausgestattet.

Allerlei Argumente und Zettel wurden von Goldcar aufgewendet, um uns zu überzeugen.

Allerlei Argumente und Zettel wurden von Goldcar aufgewendet, um uns zu überzeugen.

Jetzt probierte es die Dame von Goldcar mit neuen Argumenten. Die Versicherung gelte nicht bei Vandalismus, der ja in Mallorca weit verbreitet sei. Blödsinn. Sie kringelte wie wild Passagen auf dem Vertrag ein und mahnte eindringlich die Versicherung abzuschließen. Hinter uns ist die Schlange nochmals länger geworden, weil wir uns so wenig kooperativ anstellten. Doch wir blieben hart und die deutsche Sprache kann hart klingen.
Am Ende gingen wir als Sieger vom Platz. Wir bezahlten das Benzin, aber nicht die Zusatzversicherung und marschierten ins Parkhaus, um unseren Mietwagen zu holen – eine Fiat-Kiste, ein schreckliches Auto.

Bei diesem Auto werde ich kein Freund von Fiat. Viel zu groß für Mallorca.

Bei diesem Auto werde ich kein Freund von Fiat. Viel zu groß für Mallorca.

Also preislich ist Goldcar in Mallorca voll in Ordnung. Aber die Idee, die niedrigen Mietpreise durch Zusatzversicherungen ergänzen und so den Preis hochzutreiben, halte ich für nicht statthaft. Ich kann nur jeden Mallorca-Reisenden und Goldcar-Kunden davor warnen, die Zusatzversicherungen abzuschließen, und ich kann raten, hier hart zu bleiben. Lasst euch von diesen Leuten nicht erweichen und sei die Schlange hinter euch noch so lang.
Wir haben vor der Abfahrt im Parkhaus unser Auto genau mit dem Smartphone fotografiert und gefilmt, um Beweismaterial über den Zustand des Fiats zu haben, falls es doch noch Ärger mit Goldcar auf Mallorca gibt.

Leere Batterien auftanken im Hotel Prinz Luitpold Bad

10. Mai 2016
Dieser Blick von meinem Hotelzimmer aus zeigt die Schönheit des Allgäus.

Dieser Blick von meinem Hotelzimmer aus zeigt die Schönheit des Allgäus.

Die vergangenen Wochen waren für mich eine arbeitsintensive Zeit. Ich habe zahlreiche Seminare und Vorträge zur Medienkompetenz gegeben und bin durch die Lande gereist. Meine Familie und das Privatleben kamen in dieser Zeit zu kurz. Deshalb packen wir als Familie unsere sieben Sachen und werden bald wieder in unserem Lieblingshotel, dem Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang, im wunderschönen Allgäu einchecken.

Ankommen bei Freunden im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang.

Ankommen bei Freunden im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang.

Das Hotel wurde in den vergangenen Monaten renoviert, der Fokus lag auf vielen kleinen Details und auch hinter den Kulissen wurde viel verbessert und optimiert. Ich sage nur das wichtige, aber auch teure Thema Brandschutz. Für uns als Hotelgäste hat sich aber das hoteleigene Hallenbad komplett geändert. Das Hallenbad wurde komplett umgebaut und modernisiert. Es sieht nun absolut spitze und einladend aus. Ich hab es getestet und genossen. Es gibt jetzt eine Vielzahl von Massagedüsen und Geblubber im Becken. Stangen für Wassergymnastik wurden eingebaut, denn das Schwefelwasser eignet sich ideal zur Therapie. Das wusste auch der Namensgeber des Hauses, Prinz Luitpold.

Das Schwimmbad im Hotel Prinz Luitpold Bad wurde komplett renoviert.

Das Schwimmbad im Hotel Prinz Luitpold Bad wurde komplett renoviert.

Hier ein paar Details vom neuen Schwimmbad:

Das neu renovierte Schwimmbad ist ein Teil des Spadorados, wie der Spa- und Wellnessbereich des Hotels Prinz Luitpold Bades heißt. Wenn ich nicht gerade in der Gegend wandere, liege ich im Spadorado herum und genieße das Leben. Im Spadorado vom Hotel Prinz Luitpold Bad sind unter anderem eine Sauna-Landschaft, Whirlpool, Solarien, Kneipp-Anlagen, eine Kältekammer, eine Infrarotsauna und vieles mehr enthalten. Ich liebe vor allem den Außenpool mit genialen Blick auf die Allgäuer Berge.

Blick vom Pool auf die Berge - großartig.

Blick vom Pool auf die Berge – großartig.

Innerhalb von Minuten laden sich hier meine leeren Batterien auf. Für mich bedeutet es absolute Entspannung an der frischen Luft meine Runden im Wasser zu drehen und das gewaltige Bergpanorama zu betrachten. Das ist für mich Luxus pur.
Über zwei Millionen Euro haben die Hoteliers Armin und Sabine Gross in ihr wunderbares Hotel investiert. Eine Investition in die Zukunft, wie ich finde. Ich war mit meiner Frau zur Wiedereröffnung des Hotels eingeladen und verlebte eine entspannende zwei Tage. Vielen Dank dafür. Jetzt fahren wir bald mit der ganzen Familie hin, um uns ein wenig zu erholen und Kräfte zu tanken.

Hier die offizielle Eröffnung des neuen Hallenbades:

Und hier die offizielle Eröffnung des Hallenbades als 360 Grad Video:


Beim Festakt zur Wiedereröffnung sprachen allerhand Politik- und Tourismusprominenz, schließlich ist das Hotel Prinz Luitpold Bad mit seiner 152jährigen Geschichte für mich das erste Haus am Platz in einer exponierten Lage in Bad Hindelang. Alle Redner lobten den Einsatz der Hotelierfamilie und betonten das gute Miteinander im Haus. Spontan ergriff ich als Gast einfach auch das Wort und bedankte mich im Namen der Gäste, schließlich ist das Hotel in erster Linie für seine Gäste das. Wenn wir Gäste uns wohlfühlen, dann ist die Zukunft des Hotels Prinz Luitpold Bads gesichert.

Hier die Festansprachen im Außenbereich:

Und hier die Festansprache im Außenbereich als 360 Grad Video – am Ende ergreife ich das Wort:


Ich steige durch meinen Beruf in so vielen Business-Hotels ab, kenne so viele Hotelzimmer, aber im Prinz Luitpold Bad ist es für mich, wie nach Hause kommen. Die Hotelatmosphäre ist freundlich und familiär. Der Service ist wunderbar menschlich. Das Hotelambiente hat einfach Stil und meine Familie liebt vor allem den Salon. Er stammt aus einem alte schottischen Schloss und ich genieße ein, zwei Gläser Ardbeg in den Sesseln und hänge meinen Gedanken nach. Bei meinen anstehenden Besuch, werde ich ein Buch strukturieren und beginnen erste Kapitel zu formulieren. Trotz Ferien werde ich ein wenig arbeiten, denn die Umgebung inspiriert mich.

Hier nochmal eine Ansprache:

Und das Ganze als 360 Grad Video:

Ostern: Köpfen des Salami-Hasens

27. März 2016
Das gemeinsame Osterfrühstück in meiner Familie hat Tradition.

Das gemeinsame Osterfrühstück in meiner Familie hat Tradition.

Ostern bedeutet bei uns ein gemeinsames Osterfrühstück. Dieses Jahr kam die Familie wieder zusammen. An einer reich garnierten Tafel wurde Ostersonntag gegessen und geredet. Dieses Jahr war es besonders wichtig, denn Krankheiten haben unsere Familie heimgesucht und da ist das gemeinsame Gespräch besonders wichtig.


Es gab eine bunte Auswahl an Speisen. Die Gattin war wie jedes Jahr um 5 Uhr morgens trotz Zeitumstellung in der Kirche zur Spesenweihe. Schinken, Eier, Osterlamm und dieses Jahr auch ein Osterhase.

Bei der Arbeit in der Metzgerei Moser.

Bei der Arbeit in der Metzgerei Moser.

Und dieses Jahr gab es einen Salami-Hasen von der Metzgerei Moser aus Landsberg am Lech zum Osterfrühstück. Ich unterstütze die Metzgerei ein bisschen in Sachen Social Media. Der Salami-Hase ist ein Hase aus Kochsalami, der heiß geräuchert wurde.


Während das Schlachten des traditionell gebackenen Osterlamms/-hasens rituell vor sich ging, (Kopf ab, Schwanz ab – beim gebackenen Hasen waren als erstes die Ohren fällig), ging das Schlachten des Salami-Hasen deutlich brutaler vor sich. Der Hase bekam von mir ein scharfes Messer in den Hals.

Der Salami-Hase bekam ein Messer in den Hals.

Der Salami-Hase bekam ein Messer in den Hals.

Dann schnitt ich behutsam den Kopf ab. Ich geb zu, die ganze Sache ist schon ziemlich brutal, vor allem, wenn mich das Häschen mit den netten Augen anschaut. Das scharfe Messer trennt den Kopf vom Rumpf des Hasens und gibt den Blick ins Innere frei.

Der Kopf wird vom Rumpf getrennt.

Der Kopf wird vom Rumpf getrennt.

Ich sehe die Kochsalami mit den schmackhaften Senfkörner. Der Geruch des vom Räuchern weckt meine Gelüste. Ich schneide weiter, bis der Kopf abgetrennt ist.

Dann wird das Fell des Hasens abgezogen.

Dann wird das Fell des Hasens abgezogen.

Dann beginnt das Häuten. In Schnitt durch das Gesicht löst die Haut, die ja beim Hasen ein Fell sein sollte. Ja, ja brutal ist kein Ausdruck. Aber um an die Kochsalami zu kommen, muss dem Hasen das Fell abgezogen werden. Gesagt, getan.

Das Osterfrühstück geht weiter.

Das Osterfrühstück geht weiter.

Das Fell ist ab und das Osterfrühstück geht weiter. Scheibe für Scheibe wird der köstliche Hase verzehrt. Danke an Metzgermeister Michael Moser und seinem Team – die Kochsalami schmeckt super. Das Osterfrühstück ist gesichert. Ich wünsche euch frohe Ostern.

Feriendorf Legoland Deutschland: Eine Nacht in der Königsburg

3. Februar 2016
Die Königsburg im Legoland Deutschland.

Die Königsburg im Legoland Deutschland.

Übernachten im Schloss oder auf einer Burg? Die Vorstellung gefällt mir und ab und zu nächtige ich in einem Schlosshotel. Eine besondere Art von Burghotel ist im Feriendorf des Legolandes Deutschland zu finden. Also Lego-verrückte Familie mussten wir dies unbedingt ausprobieren. Anlässlich einer Einladung zu Beer and Dine buchte ich zwei Zimmer für die Familie und ab ging es nach Günzburg zur Tafelrunde.
Irgendwie erinnerte mich alles an Las Vegas: Künstlichkeit pur, aber mir macht so Zeug einfach Spaß – vor allem wenn es um Lego geht. Die Anfahrt von der Autobahnabfahrt zum Feriendorf ist einfach. Schnell einchecken in der Rezeption (super freunliche Mitarbeiterinnen), Schlüsselkarten holen, WLAN klären und ab geht es zur Königsburg.

Im Moment wird gerade gebaut. Wer seinen Aufenthalt verlängern möchte, kann im parkeigenen Feriendorf ab März 2016 auch in der neuen Drachenburg nächtigen. Sie komplettiert den bestehenden Burgenkomplex und bildet mit der Königs- und der Ritterburg einen imposanten Burghof. Die drei Burgen verfügen insgesamt über 136 Zimmern mit 622 Betten, alleine in der Drachenburg sind es 34 Lego thematisierte Familienzimmer für bis zu vier Personen. Die Räumlichkeiten sind liebevoll dekoriert und Modelle aus rund 5.000 Lego Steinen pro Zimmer verwandeln die Gemächer in ein Lego Königreich.


Meine Frau und ich sind im Zimmer 417 untergebracht. Meine Kinder haben das Zimmer nebenan 418 und beide Zimmer sind gleich eingerichtet.

Die Tür wird mit einer Schlüsselkarte geöffnet und gleich betritt man den dunklen Raum. Gleich auf der rechten Seite steht ein Stockbett für (kleine) Kinder. Der Legoland-Aufkleber auf dem Bett wird gleich kassiert.
Im Schlafraum der Eltern steht ein großes Doppelbett und darüber das Wappen der Königsburg. Die Fackeln links und recht vom Bett sind Lampen. Die Wände des Zimmers sind mit Mittelalter- und Ritterszenen verziert, hier ein Magier, dort ein Ritter auf seinem Streitross mit Morgenstern und natürlich auch ein Burgfräulein.


Das Badezimmer wird von einem schlafenden Ritter bewacht. Im großzügen Badezimmer mit Dusche hängt eine Krone an der Wand (wenn der König den speziellen Thron besteigt). Das Wandmotiv zeigt einen badenden Ritter. Seifen, Fön und auch für Feuchttücher für kleinere Kinder sind kostenlos vorhanden.
Als Aufmerksamkeit gibt es einen Wasserkocher sammt Teebeutel. Kritik habe ich nur an der Stromversorgung. Als digitaler Nomade brauche ich deutlich mehr Steckdosen, um die Gerätschaften aufzuladen. Zur Not habe ich eine Mehrfachsteckdose immer im Reisegepäck.


Nach dem Erstbezug der Zimmer muss ich die Burg erkunden. Es gibt drei identische Stockwerke mit langen Gängen. Im Treppenhaus hängt ein Leuchter von der Drecke. An den Wänden hängen Bilder von erfolgreichen Rittersleut. Ich schreite die Treppen herauf und wieder herab. Im Eingangsbereich stehen drei Legoritter als Fotomotiv. Später macht die Familie ein Erinnerungsfoto. Ein Burgverlies konnte ich nicht entdecken. Gibt es eigentlich verborgene Räume? Geheimgänge? Eine Folterkammer? Mir begegnet kein Hui Buh-Schlossgespenst als vielmehr ein Rentnerehepaar auf der Suche nach ihren Zimmer. Der Zugang zum Versorgungsbereich im Erdgeschoss ist versperrt. Fleiße Legoland-Mitarbeiter bereiten alles vor für das abendliche Event Beer and Dine.

Die Gänge machen Spaß.

Die Gänge machen Spaß.

Also Jacke an und um die Burg marschiert. Nachdem es aber eklig kalt ist, bleibe ich nicht lange vor der Tür. Ich beonachte die Handwerker, die sich aufmachen, die Drachenburg zu optimieren. Im Moment stehen die Zimmerarbeiten an, damit alles ab März fertig ist. Nachdem ich auch die Kopfhörer abnehme, lausche ich Mittelaltermusik, die von verschiedenen Lautsprecher eingespielt wird. Am nächsten Morgen werde ich von so einer Mittelaltermusik geweckt, weil unser Zimmer direkt an einem Lautsprecher angrenzt und ich das Fenster über Nacht geöffnet habe. So viel Atmosphäre brauche ich dann doch nicht.
Das Frühstück ist reichhaltig und es gibt es für jeden Geschmack etwas. Die charmante Bedienung bringt eine Etagere mit drei Ebenen: Früchte, Käse und Wurst. Der Kaffee ist gut, der Espresso auch. Eier und Speck sind da, aber Eierbecher finde ich nicht, egal.


Gegen 14 Uhr verlassen wir die Königsburg wieder, geben unsere Schlüsselkarten ab und machen uns auf dem Heimweg. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich im Feriendorf zu Besuch war. Die Kinder haben schon ein Auge auf die Campingfässern geworfen. Mit 25 neuen Campingfässern im Wildnis-Look steht den Feriendorf-Gästen 2016 eine weitere Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Die urigen Fässer für bis zu vier Personen sind beheizbar und bestehen aus einem Schlafbereich und einem kleinen Wohnabteil, das zum Kinderschlafraum umgebaut werden kann. Alle Fässer sind mit Lego Modellen dekoriert und haben einen eigenen Außenbereich mit Sitzgelegenheiten. Mit der neuen Drachenburg und den Campingfässern hat das Legland Feriendorf eine Gesamtkapazität von 2.090 Gästen pro Nacht.

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Schnäppchen: Lagerverkauf beim Roeckl

22. Januar 2016
Lagerverkauf beim Roeckl.

Lagerverkauf beim Roeckl.

Nichts wollte ich kaufen, gar nichts. Ich habe alles, was ich brauche. Ich wollte einfach nur höflich sein und meine Frau beim Shoppen begleiten. Es war Lagerverkauf beim Roeckl in München. Ich geb es zu, als qualitätsbewusster Mensch trage ich nur Handschuhe von Rockl, eine der Münchner Traditionsfirmen. Roeckl steht bei mir für Handschuhe und Accessoires. Das Geschäft gibt es seit 1839.
Nun hatte meine Frau von einem Lagerverkauf bei Roeckl erfahren. In einer Lagerhalle in der Kistlerhofstraße (U-Bahn Aidenbachstraeße) soll die Ware vom Vorjahr preiswerter abgegeben werden. Ich rede nicht von billig, ich rede von preiswerter. Ein Paar Handschuhe kosten statt 150 Euro dann doch 40 Euro – ein Schnäppchen ja, billig nein.
Jetzt habe ich mindestens 15 Paar Handschuhe von Roeckl für alle Gelegenheiten. Für den Winter, für die Übergangszeit, mal aus Leder, mal aus Stoff, mal verziert, mal schlicht, ich habe Handschuhe fürs Auto und für die S-Bahn – rundum ich habe genug Handschuhe. Sogar welche mit Touch-Oberfläche fürs iPhone und iPad. Also kann ich getrost meine Frau zum Lagerverkauf von Roeckl begleiten.


Wir waren in der Mittagszeit dort. Viele Münchner nutzten die Mittagspause und taten es uns gleich. Es gab sogar extra einen ausgewiesenen Parkplatz mit Parkeinweisern, um dem Ansturm Herr zu werden. In einer schlichten Lagerhalle war dann auch der Lagerverkauf im Parterre. Hier strömte die Münchner Schnäppchengesellschaft hin. Wenn ich den Wagenpark und die Kleidung der Besucher ansehe, waren dies keine Hartz IV-Empfänger. Die Kundschaft verfügt über Geld, will aber ein paar Schnäppchen machen. Mal ehrlich, Handschuhe unterliegen für mich nicht den klassischen Modezyklen. Meine Gattin wollte ein paar neue Handschuhe, weil ihre durch das Tragen der Laptoptasche Schaden genommen haben.
Als Fan der englischen Tweedmode erinnerte ich mich daran, dass Roeckl einstmals Tweed-Handschuhe im Programm hatte. Handschuhe mit Tweed-Applikationen, sehr nett anzusehen und passend zu meiner Tweedklamotte von Harris und Walker. Vielleicht finde ich ja doch was, so mein Gedanke. Gleich ärgerte ich mich, denn eigentlich brauche ich ja nichts. Ich war nur als Begleitung und im Zweifelsfall als Berater dabei.


Der Lagerverkauf befand sich in zwei, drei großen Lagerhallen. Jeder Kunde bekam einen leuchtend orangen Stoffbeutel mit dem Aufdruck Roeckl. Der Beutel war groß, sehr groß – eigentlich viel zu groß für ein paar Handschuhe.
In der ersten Halle waren Taschen und Tücher, Schals und Gürtel. Die Gattin wählte aus. Wunderbare Schals in wunderbarer Qualität. Vielleicht wäre dieser Schal etwas für meine Mutter? Na gut, statt 150 Euro 50 Euro – nehme ich ihn halt mit. Und dieser hier würde mir auch ganz gut stehen. 100 Prozent Seide, sieht gut aus – ok, nehme ich für mich mit, obwohl ich ja nichts brauche. Aber der geht einfach noch. In dem zweiten Raum waren Damenhüte, Strickwaren, Handschuhe, Handschuhe, Handschuhe. Meine Gattin steuerte auf die Damenauslagen zu – meterweise Handschuhe. Ich bog in die deutlich kleinere Herrenabteilung ab. Leider sind Handschuhe für Männer eher langweilig. Schwarz und braun sind die Farben – öde, öde, öde. Aber diese braunen Lederhandschuhe mit schwarzem Stretch sehen super aus – und sie passen sogar. Naja, ich lege sie in meinem orangen Roeckl-Einkaufsbeutel. Was ich habe, hab ich. Und ich kann am Ende unserer kleinen Shoppingtour immer noch aussortieren. Auf jeden Fall schon mal eingesackt, denn die Konkurrenz ist groß. Immer mehr Menschen kommen zum Lagerverkauf, immer mehr Menschen probieren an, immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Schnäppchen. Ich ja nicht, denn ich habe ja schon alles.


Oh, da sind auch noch interessante Handschuhe. Autofahrerhandschuhe mit Wolle verstärkt – so etwas habe ich nicht – noch nicht. Bis jetzt. Und sogar meine Größe ist da. Nehm ich, brauch ich, kauf ich. Also auch rein in den Einkaufssack.
Ich schiele zu meiner Frau. Sie hat mehrere paar Handschuhe in der Hand – farbenfrohe. Ich bin neidsch auf ihre Farben. Frauen haben es einfach besser in Sachen Mode. Zudem hat die Gattin einige Schals, eben ein paar Schnäppchen. Eigentlich nichts großes, denn wir brauchen ja nichts.
Am Ende unserer Roeckl-Shopping-Tour sortieren wir ein paar Sachen aus, nicht viel. Ich bin ganz kleinlaut. Ich, der nichts braucht, ich, der nichts benötigt, hatte dann doch einige Schnäppchen. Ach Roeckl!
Es ging ans Zahlen. Und hier meine Kritik. Es gab vier Kassen und wir stellten uns zielsicher bei der lahmen Schnecke an. So etwas habe ich im Einzelhandel noch nicht erlebt. Die Kassiererin war komplett überfordert. Sie ordnete die Waren in Zeitlupentempo und tippte die Preise nach Adlerkreissuchsystem in der Kasse ein. Auch das Verpacken dauerte und versaute mir das komplette Roeckl-Einkaufserlebnis.
Übrigens, den Lagerverkauf vom Roeckl in München in der Kistlerhofstraße gibt es noch bis einschließlich Samstag.

Wasserschaden – reinigende Wirkung und Verlust zugleich

31. August 2015

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Ich hatte in meinem persönlichen Archiv einen Wasserschaden. Ein Kaltwasserventil war undicht und es tropfte in einen meiner Archivräume im Keller. Es muss schon eine ganze Weile getropft haben, denn der Schaden war enorm. Es erwischte einen Teil meiner Sammlung, die komplett aufweichte. Um die paar Holzregale war es mir nicht schade, aber um viele Inhalte tut es mir weh, persönlich und materiell.

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Was wurde alles getroffen? Zunächst zahlreiche Bücher. Sie sogen das Wasser auf und sind komplett unbrauchbar. Es handelte sich in der Regel um Fotobücher. Darunter waren Erstausgaben von Büchern über den 11. September von Magnum, Fotobände von Annie Leibovitz, die BILD-Sonderausgabe und Wirtschaftswunder-Ausgabe von Taschen in der Erstauflage, ein paar Bücher von Helmut Newton, ein Sammelband von Tween-Ausgaben und eine Originalausgabe von The end of Print von David Carson. Zudem erwischte es den schweren Ausstellungskatalog zur Documenta aus Kassel und einen Gutenberg-Katalog aus Mainz.
Ein Opfer des Wassers wurden zahlreiche Seminarunterlagen, die ich für meine Arbeit benötige, wie verschiedene Zeitschriften seit den sechziger Jahren, an denen ich die Layoutentwicklung zeige. Sehr ärgerlich, denn ich hatte die Layouts nicht gescannt, weil ich in den Seminaren immer gerne die Originale gezeigt hatte. Außerdem waren einige Bücher über die Geschichte der Fotografie und erste Experimentalbücher über digitale Fotografie darunter. Signierte Ausgaben von Sonderveröffentlichungen sind für den Müll.


Es erwischte auch einen Teil meiner Schallplattensammlung. Ich habe, nein ich hatte, eine große Sammlung von Vinyl-Schallplatten der sechziger und siebziger Jahre. Viele Erstveröffentlichungen von Pink Floyd (noch mit Poster), Emerson, Lake & Palmer als sie noch bei Atlantic unter Vertrag waren, Klaus Schulze Unikate versanken in den Fluten. Mehrere kostbare Dylan-Bootlegs, viele seltene Schallplatten von den Doors, Fats Domino, Buddy Holly und viele mehr wie eine Who Leeds-Ausgabe mit Fotos und Vertragstexten kann ich wegwerfen. Ich habe in den vergangenen Tagen eine Auflistung für die Versicherung gemacht. Mir blutet das Herz als ich die Original-Elvis Scheiben im Wasser sah. Die Covers waren aufgelöst und sogar die Labels von den LPs hatten sich bei einigen Platten gelöst. Der Sammlerwert ist heute nach dem Wasserschaden gleich null.
Einen tiefen Stich gab es im Herzen, als ich sah, dass es auch meine Postersammlung erwischt hatte. Als passionierter Apple Fanboy litten einige Think different-Plakate und 20 Plakate von der MacWorld Expo aus San Francisco mit dem iMac G4 2002 sind unwiderruflich verloren. Sie waren nur noch ein Klumpen. Einige teuere Plakate der ersten iPhone-Kampagne waren auch darunter. Ich bin also in Trauer.
Es wurden die Sachen Zug um Zug fotografiert und eine Liste für die Versicherung geschrieben. Ich hoffe, der Münchener Verein kann den materiellen Schaden ausgleichen. Meine Frau hat sofort unseren Ansprechpartner bei MV informiert. Der immaterielle Schaden ist enorm. Der Schadensregulierer vom Münchener Verein war schon vor Ort und wir haben den Schaden aufgelistet.
Aber bei all den Schattenseiten gibt es auch positives. Ich gehe jetzt daran, mein Archiv neu zu ordnen und zu strukturieren. Zudem haben meine Frau und ich viele Altkleider, Schuhe zu Kleidersammlungen gebracht. Auch Kuscheltiere der Kinder wurden an syrische Kinder gespendet, ich habe darüber gebloggt. Wir haben viele Regalmeter an durchweichten Bretter zum örtlichen Wertstoffhof gefahren und Teile des Kellers und der Garage aufgeräumt. Das hätte ich nicht in Angriff genommen ohne Wasserschaden. Aber ehrlich: Auf dieses Dreckwasser hätte ich verzichten können.

Barfuß im Park – Barfußrundgang in Bad Wörishofen

28. August 2015

Ich mag den Robert Redford/Jane Fonda-Film Barfuß im Park und getreu dem Titel wandelte ich in Bad Wörishofen barfuß durch den Kurpark. Dort gibt es in einen speziellen Barfußrundgang von 1,5 Kilometer Länge. Bei den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen war es ein Hochgenuss für Füße und Geist, den Weg zu gehen und zu spüren – eine sehr schöne Idee des Kurortes Bad Wörishofen.

Vibram
Allerdings war ich feige und zog meine Vibram Fivefingers an. Mit diesen Schuhen gehe ich wie barfuß, bin allerdings nicht barfuß. Es gibt diese Schuhe in verschiedenen Variationen und ich habe die leichte Variante angezogen, bei denen ich den Untergrund spüre. Meine Familie war mutiger und ging den Barfußrundgang komplett ohne Schuhe (aber dafür mit Geschrei).

Wir starteten an der Station Schlamm-Fuß. Hier wird ein Kindheitstraum wahr. Einfach barfuß durch den Schlamm laufen. Der weiche Schlamm umspült die Füße, ein schönes Gefühl. Es gab ein Schild, dass das Schlammloch maximal 50 Zentimeter tief sein sollte. Denkste: Im hinteren Teil war es deutlich tiefer und eine Familie mit einem überdrehten Jungen probierte es trotz unserer Warnungen aus – wir haben dann schadenfroh gelacht.


Nach dem Abduschen der Beine und Füße ging es dann in ein Labyrinth. Es ist im Grunde eine Schnecke, die kreisförmig zur Mitte führt und wieder hinaus. Der Weg dahin ist mit unterschiedlichsten Materialien ausgelegt, darunter gehäckselter China Schilf, Rundkies, behauener Granit, Flusskies oder Natursand. Der Rundgang hat Spaß gemacht und es tat gut, die unterschiedlichen Oberflächen mit seinen Füßen zu spüren.


Weiter ging es über verschiedene Geräte zum Balancieren. Sebastian Kneipp, der Übervater von Bad Wörishofen, betonte immer wieder die Wichtigkeit der Balance, also im Gleichgewicht zu sein. „Was Sie hier körperlich üben können, sollte zur inneren Haltung werden“, heißt es auf einem Hinweisschild im Kurpark. Vorsicht: Ganz so leicht sind die Übungen nicht – zumindest waren sie es für mich nicht. Und die innere Balance zu finden, ist eine wichtige Aufgabe.


Erfrischung war angesagt in einem kleinen Bach. Füße ins Wasser und genießen. Hier läuft das Wasser in zwei Richtungen. Das Ganze soll eine psychologische Wirkung haben – ankommendes und wegfließendes Wasser. Kann möglich sein und klingt auch logisch, allerdings war der Bach mit Kindern überlaufen und es herrschte ein entsprechender Trubel, was auch schön ist.

Pano
„Mit allen Sinnen genießen“, so lautet das Motto des Barfußweges. Nach einem Abstecher in den Rosengarten  ging es noch durch die Zapfen.

Und wieder kam der Sebastian Kneipp zu Wort: „Das Barfußgehen hat einen durchblutungsfördernden Abhärtungseffekt, stärkt den Kreislauf, setzt vermehrt Körperwärme frei, kräftigt die Fußmuskelatur und regt alle Sinne an.“ Es gibt noch eine Reihe von Stationen, die aufzuzählen dann doch langweilig wären. Einfach ausprobieren und natürlich unbedingt Wassertreten im Kurpark Bad Wörishofen. Es sind verschiedene Kneippanlagen vorhanden. Mit meiner Familie hab ich es gerne ausprobiert und Spaß gehabt, auch wenn der eine oder andere Rentner böse geschaut hat.

So vertreiben Sie Wespen

26. August 2015
Kaum nimmt man Platz und hat eine Kirschschorle dabei, ist auch die Wespe da.

Kaum nimmt man Platz und hat eine Kirschschorle dabei, ist auch die Wespe da.

Ich liebe es im Garten zu frühstücken oder einfach nur ein Glas Limonade beim Lesen unter freien Himmel zu trinken. Wenn nicht die vielen Wespen wären. Kaum nehme ich im Garten Platz und will etwas Süßes zu mir nehmen, da sind sie auch schon da, die gelb-schwarzen Herrschaften. Überall Wespen. Es summt, es fliegt, und es nervt mich gewaltig. Zwar decke ich mein Trinkglas sofort ab, aber die Wespen haben sofort die Witterung aufgenommen (oder wie es bei der Wespe heißt). Ich muss zugeben, vor diesen Viechern habe ich gehörig Respekt. Ich habe wirklich Angst gestochen zu werden. Nach ein bisschen Aufregung und hektischen Herumgewedel kapituliere ich schnell und verziehe mich wieder in die vier Wände.

Die Kombi von Zitrone und Nelken vertreiben Wespen.

Die Kombi von Zitrone und Nelken vertreiben Wespen.

Aber es gibt Abhilfe. Bei einem Aufenthalt in Gut Steinbach in Reit im Winkel erinnerte ich mich wieder an ein altes Hausrezept: Die Kombination von Zitronen und Nelken. Scheinbar mögen Wespen den Geruch von Zitronensaft und Nelken nicht. Einfach eine Scheibe Zitrone aufschneiden und Nelken hineinstecken und schon haut die Wespe ab. Das alte Hausrezept wirkt in der Regel. Meine Mutter gab mir auch den Tipp: Der Duft von Salmiak, frischem Basilikum und Lavendel soll Wespen fernhalten. Das werde ich als nächstes Mal ausprobieren.
Habt ihr Hausmittel gegen Wespen?