Mit Macht drängt uns die Industrie in die Wolke. Cloud Computing ist das Zauberwort des Jahres. Allen voran Sony hatte mit PlayStation Network eine Vorreiterrolle und wird getzt bestraft. Das PlayStation Network ist abgeschaltet, weil es von 17. April bis 19. April 2011 von Hackern angegriffen wurden. Dabei wurden wohl Millionen von Daten, darunter auch Kreditkarteninfos, gestohlen. Mehr als 75 Millionen Nutzer des Playstation Network (PSN) und des Video- und Musikservices Qriocity weltweit sind betroffen
Als Folge dieser Eingriffe hat Sony vorübergehend sämtliche PlayStation Network und dem Musikservice Qriocity ausgeschaltet. Hier die offizielle Stellungnahm von Sony.
Jetzt soll der Vorfall aufgeklärt und der Schutz meiner Daten verbessert werden. Mit dem Vorfall hat sich gezeigt: Cloud Computing ist doch nicht so sicher, wie es die Industrie versprochen hat. Sony schreibt: „Wir schätzen aufs Äußerste Ihre Geduld, Ihr Verständnis sowie Ihre Kulanz, während wir alles nur mögliche tun, um diese Angelegenheit schnellst- und bestmöglich aufzuklären und zu bearbeiten.“
Sony räumt ein: „Auch wenn wir derzeit noch bei der Untersuchung aller relevanten Details zu dem Vorfall sind, meinen wir, dass sich eine unbefugte Person Zugriff zu folgenden persönlichen Daten verschaffen konnte: Name, Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl), Land, E-Mail Adresse, Geburtsdatum, PlayStation Network/ Qriocity Passwort und Login sowie PSN Online ID. Es kann darüber hinaus möglich sein, dass auch Ihre Profilangaben inklusive Ihrer Kaufhistorie und Ihrer Rechnungsanschrift (Stadt, Bundesland, Postleitzahl) sowie die Sicherheitsfragen zu Ihrem Passwort widerrechtlich abgerufen wurden. … Falls Sie Ihre Kreditkarteninformationen im PlayStation Network oder Qriocity angegeben haben, möchten wir Sie sicherheitshalber darüber benachrichtigen, dass auf Ihre Kreditkartennummer (exklusive Ihres Sicherheitscodes) sowie auf die Gültigkeitsdauer zugegriffen werden konnte.“
Was können wir Anwender tun? Sony rät uns besonders wachsam vor potenziellen Gaunereien via E-Mail, Telefon und Post zu sein, in denen persönliche, private Informationen ausgehorcht werden. Sony wird Sie in keiner Form kontaktieren – auch nicht per E-Mail –, um Kreditkarten-, Sozialversicherungs-, Steueridentifikationsnummern oder andere Informationen zur Person zu erfragen.
Wenn das PlayStation Network wieder hergestellt ist, rät uns Sony zudem, Benutzernamen und Passwort zu ändern. Außerdem sollen wir unsere Kontoumsätze genau im Auge haben.
Dieser Vorfall lässt sich nicht damit abtun, nach dem Motto: Das kann ja mal passieren. Ich bin mir sicher, der Vorfall wird für Sony Folgen haben. Ich persönlich werde nach dem Wiederherstellen des PlayStation Networks meinen Account löschen und erst mal ohne die Sony Cloud spielen. Für mich ist klar: Sony, da habt ihr echt Mist gebaut.
Hacker-Sturm gegen Sony.
Wer hinter dem Angriff steckt ist noch unklar. Die einschlägen Hackersides haben zwar zum Sturm auf die Sony Server aufgerufen, weisen aber in diesem Fall alle Schuld von sich. Hintergrund ist eine Klage von Sony gegen einen Hacker, der im Netz Hintergründe veröffentlicht hat, wie Spiele gehackt werden können.
Wer im Filmgeschäft den Namen Red hört, gerät in ähnliche Verzückungen wie Fotofreunde einst beim roten Punkt von Leica. Die Filmkamera Red ist ein Mysterium. Ganz ohne Werbung und klassischem Marketing wurde die Red zu einer Wunderkamera. Ich erinnere mich an eine IBC in Amsterdam bei der am Red-Stand nur ein rotes Zelt aufgebaut war und alle Hersteller in das Zelt pilgerten, um die ersten Vorabgeräte zu bewundern.
Sie versprach eine wahnsinnige Qualität des Filmmaterials, so dass die etablierten Kamerahersteller wie Arri oder Sony nervös wurden. Die Ergebnisse waren hervorragend. Die Produktion lief reibungslos, die Postproduktion hakte ein wenig. Die entsprechenden Post-Tools wurden schließlich von den Herstellern nachgereicht und alles läuft wie am Schnürchen.
Virales Marketing gehört beim Geschäftsmodell von Red zum Prinzip. So bin ich mir im Moment nicht sicher, ob Zufall oder nicht, als ich von einem Vorfall in Frankreich hörte.
Die Kinokamera Red Epic M mit der Produktionsnummer 6 wurde gestohlen. Kostenpunkt 58.000 US-Dollar.
Red verhandelt nicht mit Dieben und hat öffentlich eine Summe von 100.000 US-Dollar ausgesetzt, die beim Ergreifen des Täters und Heimkehr der Kamera ausgesetzt werden. Marketingtrick oder wirkliches Verbrechen?
Es könnte sich um eine dreisten Fall von Industriespionage handeln, denn die Epic-M ist der Traum eines jeden Filmemachers. Laut Red kann die Kamera Filme bis zu 120 Frames pro Sekunde in den Auflösungen 720p und 1.080p und mit den Formaten 2 K, 3 K, 4 K 4,5 K und bis zu 5K in einem Rohdatenformat aufnehmen. Also alles, was das Herz begehrt. Gespeichert wird auf Standardspeicher CompactFlash oder SD-Karte
Ich habe lange um meinen Walkman kämpfen müssen, damit ich ihn von meinen Eltern bekomme. Doch nun ist er Geschichte. Zum neunten Geburtstag des iPods hat Sony beschlossen, die Produktion des Walkman einzustellen. Zur Erinnerung habe ich nochmal im Keller nach meinem treuen Begleiter gekramt. Aber es ist vorbei: Sony hat den Anschluss verpasst und stand sich selbst mit Walkman und Discman im Weg.
Sony war für mich früher die Company, wenn es um Unterhaltungselektronik ging. „It´s not a trick, it´s a Sony“ – diesen Spruch habe ich noch im Ohr. Die neuen Marketingsprüche kamen und gingen, dieser ist geblieben. Wie ich schon in diesem Blog berichtet habe, war es ein langer Kampf zum Walkman. Meine Eltern kauften mir zunächst einen Universum Player von Quelle. Doch das war absolut uncool. Den hab ich übrigens auch noch im Keller, aber ganz weit unten.
Wer von euch hatte auch einen Walkman? Cassetten hab ich keine mehr. Die sind alle in den Müll geflogen. Ich weiß noch, dass ich Freitags immer die Top Ten aus dem Bayerischen Rundfunk aufgenommen habe. Und ich hab es gehasst, wenn Fritz Egner, so hieß der Moderator, in die Songs nach DJ Manier reingequatscht hat. SCHRECKLICH. Noch schlimmer waren die Verkehrsdurchsagen, wenn mitten im Lied der Signalton Dedidel didel di anging und die Aufnahme im Eimer war. Sonntags galt es dann auf AFN die American Top 100 mitzuschneiden, doch auch hier immer Geqautsche von Starmoderator Casy Kasem.
Aus, vorbei, Geschichte. Der Sony wandert wieder in den Keller, der iPod hat gesiegt und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Ich weiß noch, wie es mich in den Fingern juckte, als die Beatles in The Beatles Mono erschienen. Da gab es eine Limited Edition, die es in sich hatte. Ich kannte die Beatles nur in Stereoklang und auch in verschiedenen Auflagen. Und ich kaufte wieder die The Beatles Stereo Box und bin höchst zufrieden
Als Bob Dylan ankündigte, seine frühen Aufnahmen als Mono Edition zu veröffentlichen, da musste ich einfach zuschlagen:The Original Mono Recordings (Limited Edition) Neun CDs – vom Erstlingswerk „Bob Dylan“ bis hin zum wegweisenden „John Wesley Harding“ – und alles in Mono-Sound. Warum wird sich der Musikfreund von heute fragen? Warum soll ich auf meiner Highend-Anlage jetzt auf einmal Monoaufnahmen hören, wenn es doch gleichzeitig die Alben im Stereo-Klang gibt?
Zum einen könnte ich antworten, dass viele Leute im Erscheinungsjahr der LPs noch gar keinen Stereo-Plattenspieler hatten und die technisch ausgereifteren Stereo-Platten in Mono hörten. Die Masse der Dylan-Fans hörte den Meister in Mono und dieses Gefühl wollte ich ebenso erleben. Dylan hören, wie er einst von seinen Fans wahrgenommen wurde. Zum anderen hat es auch künstlerische Gründe: Oftmals waren die frühen Stereoplatten eine technische Spielerei: Gesang links, Instrumente rechts. Das tut einfach weh. Mir erging es vor allem so bei den Alben „Bringing all back home“ und „John Wesley Harding“. Der glasklare Mono-Sound geht besser in den Kopf und rockt die Birne weg. Hört euch einfach mal „Like a rolling Stone“ in der Mono-Version an – der wichtigste Dylan-Song überhaupt gewinnt nochmals.
Und es gibt noch einen weiteren Grund: Die Plattenbosse von Sony wollen einfach mal wieder Geld machen. Was bei den Beatles funktioniert, sollte auch bei Dylan funktionieren. Und ganz ehrlich: Bei mir hat es funktioniert.
Interessant für Fans ist übrigens auch das Booklet, das Dylanologe Greil Marcus verfasst hat. Ich sehe es als Ergänzung zu seinen lesenswerten Büchern „Basement Blues“ und vor allem „Bob Dylans Like a Rolling Stone: Die Biographie eines Songs“. Es gibt wieder ein paar Neuigkeiten aus dem Dylan-Universum, in dem sich seine Fans die Köpfe heiß diskutierten.
Völlig ungewohnt von Sony ist übrigens das Angebot, die ganzen Mono-Aufnahmen einmalig als mp3 zusätzlich zu laden. Dazu gibt es noch als Bonus das bitterböse „Positively 4th Street“ – freilich in Mono.
Es war absehbar, doch nun ist es eingetroffen: Mein Sony eBook Reader PRS-700 wird nicht mehr gebraucht. Das iPad von Apple ist da und der eBook von Sony kann gehen. Er hat gute Dienste geleistet, aber jetzt wird er nicht mehr gebraucht. Danke und ade.
Die Voraussetzungen waren prima: Fasziniert hat mich von Beginn an die e-Ink-Technologie. Das Gerät verbraucht durch die elektronische Tinte sehr wenig Strom und die Kontraste sind super. Die Schrift ist hervorragend lesbar bei Tag. Bei Nacht muss ich den Stromfresser Hintergrundbeleuchtung dazu schalten und kann dabei zusehen, wie die Batterieleistung schrittweise in die Knie geht. PDF und Word-Dateien werden gut dargestellt, aber leider haut die Skalierbarkeit vor allem bei PDFs nicht hin. Reine Texte sind ok zu lesen, layoutete Dateien so gut wie überhaupt nicht. Fotos werden somit in sw dargestellt.
Die Schnittstellen am PRS-700 sind durchdacht. Die meisten Daten habe ich auf einer externen SD-Festplatte, die ich einfach nur ins Gerät schieben kann und der klassische Klinkenstecker sorgt für den Audio-Ausgang. So kann ich Audiofiles beim Lesen hören.
Die Verarbeitung des Gerätes ist gut. Der Reader ist in eine schöne, schwarze Ledermappe eingebunden und es gibt einen edlen Metallstift für den Touch-Bildschirm. Allerdings war ich durch die Bedienung des iPhones verwöhnt, dass ich immer wieder vergeblich versuchte, mit dem Finger zu blättern.
Und da wir beim Blättern sind: Hier kommt das größte Manko des Readers. Welcher Industriedesigner hat die Blätterfunktion der Seiten nach innen gelegt. Die Knöpfe gehören nach außen, damit ich locker flockig durch die Seiten blättern kann. Außen am Rand ist diese Funktion richtig angebracht. Sony baut sie am innen am unteren Rand ein – hier wurde in der Marktforschung bei Sony nie ein Buch am eBook-Reader gelesen. Das ist eine absolute Fehlkonstruktion und eigentlich ein KO-Kriterium. Aber egal: Ich quälte mich durch die Bücher, konzentrierte mich auf den Inhalt.
Ich versteh Sony nicht. Ich habe das Gefühl, das Unternehmen steht sich selbst im Weg. Unter dem Dach von Sony gibt es alles: Filme, Spiele, Kameras, Videokamera, TV-Geräte, Rechner, eBooks, Content, Musik, Software, Kinos, Audio, Filmgesellschaften, Vertriebe – und trotzdem ist das Unternehmen kein eingespieltes Team. Da stimmt doch was nicht. Ich werde mir keinen Sony Reader mehr kaufen. Derzeit halte ich noch die Treue bei der Playstation 3. Bei der PSP habt ihr mich als Kunde auch schon verloren. Die Go brauche ich einfach nicht.
Erste 3D-Live-Produktion in Deutschland mit Equipment von Sony.
Stereo 3D nimmt Fahrt auf, auch hierzulande. Neben Kino ist der künftige Haupteinsatzort wohl Sport. So hat am 14. März 2010 Sky Deutschland einem ausgewählten Zuschauerkreis in München die erste 3D-Live-Übertragung in Deutschland präsentiert. Das Spiel der ersten Fußball Bundesliga zwischen Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV wurde von der DFL und Sportcast in 3D produziert. Der technische Dienstleister TopVision entschied sich für die Technik von Sony Professional und bestellte zudem als erstes Unternehmen in Deutschland in einem ersten Schritt gleich 20 3D-Monitore. Grundsätzlich eine gute Sache, aber mir wäre ein Spiel des FC Bayern lieber gewesen.
Parallel zur standardmäßigen HDTV-Produktion eines jeden Bundesligaspiels, waren bei der Begegnung von Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV insgesamt zehn zusätzliche Kamerapärchen für die Aufzeichnung in 3D auf das Spielfeld gerichtet. Als Führungskamera wurden zum ersten Mal bei einer 3D-Übertragung zwei Sony HDC-1000 eingesetzt, mehrere Sony HDC-1550 am Spielfeldrand und je ein Paar der Sony PMW-EX3 Camcorder für die beiden 3D-Steadycam Systeme. Herzstück der Regie des TopVision HD Ü-Wagens bildete der Sony Multiformat-Bildmischer MVS-8000G. Das 3D-Material wurde zudem im Dual Stream Modus auf eine Sony HDCAM SR SRW-5800 aufgezeichnet. Als Kontrollmonitore dienten die Sony LMD-940W Monitore sowie der 24 Zoll 3D-Monitor LMD-2451TD. Für die Auswahl und die Bereitstellung des gesamten 3D-Equipments inklusive aller Objektive und diverser 3D-Kamerarigs für das Projekt war der Berliner TV-Dienstleister TopVision verantwortlich.
Andreas Berghaus und Sebastian Leske, Produktmanager bei Sony Professional, haben die Partie im Stadion und in der Regie mitverfolgt: „Die Aufnahmen, die in Leverkusen produziert wurden, sind fantastisch. Die erste Live-3D-Übertragung war aus unserer Sicht ein voller Erfolg“, sagt Andreas Berghaus. „Umso mehr freut es uns natürlich, dass unser Equipment – von PMW-EX3 bis HDC-1550 über MVS-8000G bis hin zu den Displays – in allen Bereichen der 3D-Produktion beteiligt war und Sony so zu diesem Erfolg beitragen konnte“ fügt Sebastian Leske hinzu.
„Das Geschäft mit 3D zieht massiv an“, sagt Eduard Palasan, Geschäftsführer der TopVision Telekommunikation GmbH & Co. KG. „3D-Live-Produktionen sind extrem anspruchsvoll und erfordern viel Erfahrung und Know-how. Die Erwartungen unserer Kunden an die Technologie und an die Ergebnisse sind sehr hoch.“ TopVision ist von der Leistungsfähigkeit der Sony Professional Produkte überzeugt und investiert bereits jetzt in die Zukunft: Als erstes Unternehmen in Deutschland hat der TV-Dienstleister zehn 24 Zoll 3D-Monitore LMD-2451TD und zehn 42 Zoll 3D-Monitore LMD-4251TD sowie weitere 3D-HD-Kameras und zusätzliches 3D-Equipment bei Sony Professional geordert.
16 non-lineare Avid Media Composer Nitris DX-Systeme gehen an den Start zur WM.
Für mich ist die Fußballweltmeisterschaft noch ewig weit weg, doch natürlich laufen die logistischen Vorbereitungen bereits jetzt auf Hochtouren. Zwar ist Südafrika kein Entwicklungsland, doch wenn es an Übertragungstechnik für eine WM geht, da sollten die Verantwortlichen an nichts sparen. Ein Ausfall der Technik und dann könnten die Medienverantwortlichen sofort ihren Hut nehmen. Wir werden diese WM voll in HD genießen können und darauf freu ich mich (und wenn die Deutschen vorne mit dabei sind, um so mehr). Nachdem Stereo3D dieses Jahr nur rudimentär übertragen wird, setzen die Verantwortlichen voll auf HD. Dazu braucht es neue Ausrüstung und die liefert unter anderem ein hervorragender Dienstleister, das Kölner Systemhauses Wellen+Nöthen.
Zur Fußball-Europameisterschaft 2008 blieb uns Fußball-Fans der volle optische Fernsehgenuss noch verwehrt. Zwar produzierten die öffentlich rechtlichen Sender auch hier bereits HD-fähiges Material, gesendet wurde allerdings ausschließlich im SD-Standard. Mit der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika wird sich dies nun ändern. Durch die Aufnahme ihres HDTV-Regelbetriebs seit den Olympischen Winterspielen Anfang diesen Jahres werden ARD und ZDF auch den Nationalsport Nr. 1 in HD und SD ausstrahlen. Ermöglicht wird dies auch durch das Engagement des Kölner Systemhauses Wellen+Nöthen, das entscheidende Komponenten der von ARD und ZDF in Südafrika gemeinschaftlich genutzten bandlosen High Definition Produktions- und Sendetechnik zusammenstellt.
Die Mietliste für die WM ist Highend-Ausrüstung vom Feinsten. Da kann die Multimediale Materialschlacht geschlagen werden.
So stellt das Kölner Systemhaus den Sendern für die bandlose Produktion insgesamt 16 non-lineare Avid Media Composer Nitris DX-Systeme sowie drei Media Composer Software Workstations bereit. Hier ist Avid voll dabei. Um dem hohen Speicherbedarf gerecht zu werden wird das Avid Unity ISIS-System aus der Mobilen Produktionseinheit (MPE) des ZDF durch Wellen+Nöthen für den Zeitraum der Fußball-Weltmeisterschaft mit 192 TB Avid-Storages erweitert. Durch dieses großformatige System kann der Produktionsbereich so rund 1300 Stunden Material in HD-Qualität speichern und weiterverarbeiten. Insgesamt 14 Avid AirSpeed-Plattformen inklusive DNxchange Boxen (für HD-SDI) sorgen dabei für die Ein- und Ausspielung. Aufgrund des hohen Datentransferaufkommens zwischen den EVS- und Avid-Systemen werden zusätzlich drei Avid Interplay Transfer Engines in die IT-Umgebung mit eingebunden.
Es wird volle Kanne aufgefahren zur WM: Zur Aufzeichnung der Spiele aus den Stadien und für Impressionen rund um die Fußball-WM stellt Wellen+Nöthen dem ZDF rund 20 HD Maz-Geräte aus seinem Mietportfolio zur Verfügung, darunter komplett bestückte Sony SRW-5800, Sony DVW-M2000P, sechs PDW-HD1500 mit SDI/O Board sowie zehn Panasonic AJ-HD1800 und AJ-SD965 SDI.
Auch bei der Konvertierung des Weltbild-Signals setzen die Mainzer auf die Qualitäten des Equipments aus Köln. So nutzt der Sender für die HD Formatwandlung von 1080i/50 auf 720p/50 drei Alchimist Ph.C HD und sieben Mach HD-Systeme von Snell. Für die Signalverarbeitung sorgen zudem diverse Kreuzschienen von Harris.
Grafiken geben jeder Sportberichterstattung den letzten Schliff, liefern sie doch für die Zuschauer den notwendigen Überblick über den aktuellen WM-Stand, Platzierungen der Mannschaften, Spielerinformationen oder Mannschaftsaufstellungen. Für die 3D-Grafikaufbereitung stehen somit mehrere Viz Trio-Systeme von Vizrt bereit, die durch einen 2-Kanal Inscriber von Harris als Schriftgenerator für das On-Air-Design ergänzt werden.
Last but noch least liefert Wellen+Nöthen umfangreiches Monitoring-, Regie- und Studio-Equipment nach Südafrika. Rund 180 Monitore und 9 Multiviewer-Systeme stellen u.a. sicher, dass Regie und Master Control jederzeit den Überblick behalten und bei packenden Zweikämpfen nah am Geschehen bleiben. Hierfür stehen 40 20“-Monitore von EIZO, 65 Sony LMD-Displays von 9“ bis 24“ sowie 20 32“-Full HD-Displays von Panasonic bereit. Verschiedene Multiviewer-Systeme von Evertz mit rund 400 Inputsignalen sorgen dabei für die organisatorische Verteilung der Bildsignale. Darüber hinaus stellen HD Farbkorrektoren des Typs Fig von TCube die einheitliche Farbwiedergabe auf den verschiedenen Display-Typen sicher.
Für den reibungslosen Ablauf der Kommunikation sorgt eine Riedel Matrix 128×128 mit 59 Sprechstellen inklusive Erweiterungspanels. Im ZDF WM-Studio kommen außerdem Vinten Quattro Kamerastative aus dem Mietpool von Wellen+Nöthen zum Einsatz. Anfang Mai wird das vorkonfigurierte Equipment per Luftfracht in das Broadcast Center nach Johannesburg verschifft, vor Ort installiert und pünktlich zum Anpfiff des Eröffnungsspiels am 11. Juni zwischen Südafrika und Mexiko in Betrieb genommen. Ich würde gerne über die Technik in Südafrika berichten.
Um es klar vorweg zu sagen: Ich bin enttäuscht von der Sonderausstellung „Schaufenster Robotik“, die noch bis 2011 im Zentrum Neue Technologien des Deutschen Museums München läuft. Bei dieser Sonderausstellung handelt es sich um einen Raum mit ein paar interessanten Exponaten, aber lieblos präsentiert und voller Lücken.
Ich bin ein Fan des Deutschen Museums und unsere Familie ist auch Fördermitglied, weil ich es für wichtig und richtig halte, Wissenschafts- und Technikgeschichte der breiten Masse zugänglich zu machen. Die Technikfeindlichkeit in diesem Land ist zu groß.
Aber diese Sonderausstellung ist hingeschludert. Die Geschichte der Robotor reicht lange zurück, bis ins 16. Jahrhundert. Gerne wird Rabbi Löw und sein Golem als eine der Geburtsstunden der Robotik genannt. Hier hätte das Museum ein paar schöne Aushangfotos oder Filme anbringen können, aber nichts. Es gibt eine Tafel und das war es auch schon. Ach ja Filme: Es gibt Klassiker des SF-Films, bei denen Roboter eine tragende Rolle spielen: Jeder kennt R2D2 oder C3PO, aber auch „Robocop“, Sonny aus „I Robot“, GoRT vom „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ oder die Klassiker Robby aus „Alarm im Weltall“ oder Colossus aus dem gleichnamigen Film oder sondern WOPR aus „War Games“.
Künstliche Wesen haben die Fantasie der Menschen von alters her beflügelt. In den 1960er-Jahren wurden die Vorstellungen über Roboter in Form des Industrieroboters erstmals realisiert. In der Industrie übernahmen sie schwere oder gesundheitsschädliche Arbeiten. Als so genannte Jobkiller wurden sie aber auch zum Dreh- und Angelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion. Mittlerweile sind Roboter aus der industriellen Fertigung nicht mehr wegzudenken. Sie sind aber auch auf dem Vormarsch in nichtindustrielle Bereiche, wie in das Reinigungsgewerbe, die Medizin oder den Sicherheitsbereich. Zu den Einsatzmöglichkeiten im Büro, bei Kranken- und Altenpflege sowie in Haushalten wird intensiv geforscht. Das Deutsche Museum zeigt eine Auswahl von Robotern aus historischen und aktuellen Anwendungsbereichen, aber die Auswahl ist eher bescheiden.
Mir ist es unverständlich, dass im Kinderreich im Keller ein wunderbarer Industrieroboter Autos zusammenbaut und in der Roboterausstellung die meisten Exponate ausgeschaltet herumstehen. Ausnahme waren die Staubsaugrobbis von Kärcher. Ich vermisse leider die iRobots von Roomba. Ein Aibo von Sony lag in der Ecke und in der Vitrine standen ein paar Spielzeuge wie der aktuelle Dino von Pleo, eine schöne Robo-Katze von Yume Neko oder Wowwee-Toys.
Ich hätte so gerne den Fußballroboter Franz in Aktion gesehen, er von 2004 bis 2007 im Team der Uni Freiburg spielte und am Robocup teilnahm. Mehr Liebe, mehr Emotionen hätten dieser kleinen Sonderausstellung gut getan. Mir kommt es lieblos vor. Hier ist mehr drinnen und von einem Technikmuseum wie dem Deutschen Museum erwarte ich da deutlich mehr. Schade.
Generationsübergreifendes Spielen ist ne tolle Sache
Bei uns zu Hause steht ein ganzer Park an Konsolen verschiedener Generationen: Atari 2600, Atari Lynx, PS2, PSP, PS3, Wii und Nintendo DS Lite. Schneller, höher, weiter lautet das Prinzip der Konsolen. Aber eigentlich ist das Konzept von Nintendo genial. Hier wird ganz offensiv das Thema Videospiele im Generationenwechsel betrieben. Wir werden immer älter und die neue Zielgruppe der Gamer ebenso. ich nenne sie Senioren, andere Silver Surfer.
Ich finde die Idee hervorragend, die Wii im Altenheim aufzubauen. Wii Fit oder Wii Sport verbindet jung und alt. Die Gehirnjoggings und Co sorgen dafür, dass Spieler jeder Altersstufe geistig mobil bleiben. Das ist gut so.
Diese Idee verfolgt Nintendo deutlich konsequenter als Sony oder Microsoft mit ihren leistungshungrigen Next Gen-Konsolen. Ok, ballern mit der PS3 ist super, aber Wii Sport mit der ganzen Familie ist auch genial.
Da kommt ein interessanter Termin gerade recht: Anhaltender Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung sind ein gesellschaftliches Phänomen aller industrialisierten Länder. In Deutschland führt dieser demographische Wandel zu einer auf längere Sicht älteren Bevölkerung. Herauszufinden, wie Unternehmen diesen neuen Herausforderungen gerecht werden können, ist Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstalteten 3. Deutschen AAL (Ambient Assisted Living)-Kongresses, der am 26. und 27. Januar im Berliner Congress Center stattfindet.
Welche wirtschaftliche und soziale Relevanz Spiele im Umfeld älterer Menschen haben, diskutiert am 25. Januar erstmals die Pre-Conference „Silver Gaming und AAL“. Der Vorkongress, an dem auch Nintendo teilnimmt, bietet Einblicke in neue spielorientierte Technologien, Trends und Initiativen, die eine Verbesserung der Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten verfolgen.
Im Vortragsprogramm der Pre-Conference wird Silja Gülicher, Leiterin Pressestelle Nintendo Deutschland, verschiedene Hintergründe vorstellen, die zu einem Paradigmenwechsel innerhalb des japanischen Traditionsunternehmens führten. „Am Beispiel des demographischen Wandels in Japan wird deutlich, dass speziell ältere Menschen den Zugang zu digitalen Technologien meiden, weil sie zum einen keinen konkreten, inhaltlichen Nutzen erkennen können – und zum anderen oftmals durch die zu komplexen Bedienungssysteme abgeschreckt werden“, so Silja Gülicher. „Nintendo ist es durch generationenübergreifende Spielkonzepte und intuitive Steuerung gelungen, diese Hürden aufzulösen.“
Ich bin von dieser Geschäftsidee überzeugt und glaube, dass sie eine gewinnbringende und unterhaltsame Zukunft hat.
Das Kaufen im Web hat einen Nachteil, wenn es sich um Produkte aus Atomen handelt. Der Weg vom Händler zu mir nach Hause dauert seine Zeit – und wenn es Hermes ist, dauert es noch einen Tag länger, weil der Hermes-Bub irgendwie ein Problem mit mir hat.
Amazon geht in den USA einen guten Weg und hat wieder bei meinem Liebling Nicholas Negroponte nochmals nachgelesen. Künftig gibt es bei Amazon Disc On Demand.
Das System funktioniert so. Ich kaufe eine DVD oder eine Blu ray bei Amazon und nach dem Kauf wird zum einen die Ware per Post an mich verschickt, zum anderen öffnet sich ein Videoplayer und ich kann mir den Film online sofort ansehen. Bisher wird der Film über Standard-Auflösung gestreamt. Dieses Mal geht Amazon in die Vollen und es funktioniert für Windows und Mac OS X sowie für Geräte von Samsung, Sony, Panasonic, Tivo und Roku. Wer den neuen Dienst nutzen will, benötigt eine Breitbandanbindung mit mindestens 450 KBit/s. Amazon empfiehlt sogar 1,5 MBit/s. Das iPhone, obwohl auch ein Online-Device, bleibt außen vor.
Das neue Programm nennt Amazon „Buy Now, Watch Now“. Bis gestern waren im US-Store von Amazon rund 300 Filme so gekennzeichnet. Der Service ist bisher nur auf die Vereinigten Staaten begrenzt. Wer außerhalb der USA den Service testen will, bekommt eine Fehlermeldung.
Wenn das System auf Deutschland übertragen wird, gibt es sicherlich wieder Schlaumeier, die den Film bestellen, den Film online anschauen und dann die Bestellung wieder canceln aufgrund geltender Rechtsprechung. So kann ich aktuelle Filme online schauen, ohne was zu zahlen. Ich bin gespannt, wie Amazon dieses Problem lösen wird.