Posts Tagged ‘iPhone’
Computer werden 2010 teuerer
25. Januar 2010Mit Zombie gegen Tagesschau-App
7. Januar 2010Buchkritik: Projektmanagement mit Merlin
5. Januar 2010Projektmanagement ist eine feine Sache, für denjenigen, der es beherrscht. Für Laien ist es ein Buch mit sieben Siegeln. Als ich einmal mit MS Project arbeiten musste, war ich erschlagen von der Mächtigkeit der Anwendung. Aber genau das war mein Problem. Ich arbeite für kein multinationales Unternehmen und brauche dieses riesige Tool an Projektmanagement-Software für meine Projekte nicht. Eine Nummer kleiner wäre sinnvoller, aber professionell muss es trotzdem sein. So freunde ich mich Merlin von ProjectWizards an. Frank Blome, Chef der Projektzauberer, kenne ich seit Jahren von Messen und Veranstaltungen. Er ist ein angenehmer Zeitgenossen und erklärte mir mit seinem Team geduldig die Vor- und Nachteile von Merlin. Mit Merlin 2.6 war es endlich soweit. Ich stieg in Projektmanagement ein und Merlin verzauberte mich.
Neidisch schaute ich aber weiterhin auf den großen Bruder MS Project. Nicht aufgrund seiner Mächtigkeit, vielleicht aufgrund des enormen Umfangs an Literatur zu MS Project. Vielleicht war ich nicht der einzige, der immer wieder über fehlende Literatur gemault hat, doch mein Rufen wurde endlich erhört. Zum 5. Geburtstag von Merlin erschien im November 2009 das Buch „Projektmanagement mit Merlin“, verfasst von Frank Blome und Antoni Nadir Cherif, ein alter Bekannter in der Mac-Szene und ein hervorragender Trainer.
Das Buch, im Hanser-Verlag erschienen, gilt als das offizielle Handbuch zu Merlin und es war – gelinde gesagt – auch endlich Zeit, dass so ein Buch erschien. Es ist genau die richtige Literatur für Leute wie mich. Ich habe Veranstaltungen zu organisieren, muss Websites planen, muss mich um die Produktion von Produkten kümmern. Keine riesigen Projekte also, aber dennoch so groß, dass eine simple Excel- oder Numberstabelle nicht ausreichen. Und ich bin ein begeisterter iPhone-Nutzer, da kommt es genau richtig, dass Merlin einen mobilen Begleiter in Form einer App hat. Wenn es eine Art von Mac Tablet gibt, dann hab ich mein Projektmanagement noch besser im Auge.
Doch zurück zum Buch: Es ist einfach geschrieben und führt mich als Laien in das Volkabular der Projektmanager ein. WBS, Netzplan und Ressourcenverwaltung waren mir zwar geläufig, doch richtig angewendet habe ich sie nicht. Das ist nach der Lektüre des Buches und der gleichzeitigen Umsetzung mit Merlin anders. Projektmanagement macht Spaß, wird aber durch die Software nicht zum Selbstzweck. Ich habe Projektmanager erlebt, die nur ihre Milestones im Auge hatten und sich in ihre Projekte verrannt haben, weil nur noch sie sich in der Komplexität ihrer Projekte verloren. Das ist bei Merlin nicht der Fall. Relativ schnell kann sich jeder in die Software einsteigen und einarbeiten. Wer es einmal ausprobieren möchte, der kann sich eine Demo von der Website laden.
Ich empfehle ausdrücklich die Investition in Höhe von 30 Euro zum Kauf des 252-seitigen Buches (ISBN 978-3446419278). Das ist alles andere als fauler Zauber, sondern eine sinnvolle Investition in die Zukunft. Mit Merlin und dem Handbuch zu Merlin ist Projektmanagement keine Geheimwissenschaft für mich mehr, sondern eine wesentliche Erleichterung meines Arbeitsalltages.
Fans spekulieren über künftiges Apple Netbook
4. Januar 2010Es ist schon ein paar Tage alt, aber dennoch sehr unterhaltsam. Dieser Fan-Film von Apple-Jüngern zeigt ein neues Apple Netbook ohne Tastatur, nur bedienbar über Multitouch. Es ist eine gute gemachte Unterhaltung von begeisterten Fans von Cupertino, die aber nicht nur ein Produkt reiner Fantasie ist.
In wenigen Tagen lüftet sich das Geheimnis, wie denn ein Tablet Mac aussehen wird. Am 26. Januar lädt Apple zu einer Präsentation. Ich hoffe, dass zu diesem Zeitpunkt auch eine Aktualisierung der iPhone-Software erfolgt und wie wäre es denn, mit Flash auf dem mobilen Apple Devices.
Comic-Futter für das Mac Tablet
31. Dezember 2009Zwar sieht Apple die Macworld Expo nicht mehr als Hausmesse, aber auf Neuankündigungen will Cupertino dann doch nicht verzichten. So wird es wohl der 26. Januar 2010 sein, an dem Apple ein neues Produkt vorstellen wir – egal ob es nun Schiefertafel oder sonst wie heißen wird. Das Apple Tablet kommt endlich in greifbare Nähe.
Die Verlage arbeiten inzwischen an unterschiedlichen Lösungen für ein solches Tablett. Viele Videos wurden in YouTube eingestellt und nach und nach werde ich sie mir ansehen. Interessant ist aber zunächst das Abspielgerät: Ich habe den Sony Reader, ein Kollege den Amazon Kindle, doch so ganz befriedigen mich beide Lösungen noch nicht. Den iRiver bei Hugendubel habe ich mir angeschaut, aber er ist zu langsam. Die Multi Touch-Technik des iPhones wäre eine sinnvoller Erweiterung. Wenn Apple in diesen Markt geht, dann aber richtig. Der Verkauf von digitalen Bücher über den iTunes Store scheint sinnvoll und lukrativ. Schon jetzt meldete Amazon, dass man am 1. Weihnachtsfeiertag mehr E-Books als gedruckte Bücher verkauft hätte. Nun, da ist Weihnachten vielleicht eine Ausnahme, weil viele ihren Weihnachts-Kindle befüllen wollten. Dennoch: Der Trend geht zum digitalen Buch und ich bin mit dabei.
Viele denken in erster Linie bei digitalen Büchern an Goethe, Schiller und Bestselleroder animimeierte Tageszeitungen. Als alter Comic-Fan haben für mich Comics ein riesiges Potenzial als E-Book. Bunte Geschichten in Bewegung – das wäre der Hammer. Die Helden meiner Jugend in der digitalen Kampfarena: Batman, Superman, Spider-Man, Grüne Leuchte, die fantastischen Vier – ein Hammer und nicht nur der von Thor. Im Feb. 2009 erwähnte Marvel am Rande der New Yorker Comic Convention, dass der Comic-Riese an digitalen Comics arbeitete. Verschiedene Versuche, wie diese Motion Comics aussehen könnte, findet sich bei YouTube. Diese gibt es nur eine bestimmte Zeit online.
Ich freu mich auf den 26. Januar, wenn Apple sein Produkt vorstellt – und ich freu mich auf den Content für das Produkt. Dann kann ich meinen Keller voller Bücher endlich ausmisten. Digital rules.
Neuer Service bei Amazon
11. Dezember 2009Das Kaufen im Web hat einen Nachteil, wenn es sich um Produkte aus Atomen handelt. Der Weg vom Händler zu mir nach Hause dauert seine Zeit – und wenn es Hermes ist, dauert es noch einen Tag länger, weil der Hermes-Bub irgendwie ein Problem mit mir hat.
Amazon geht in den USA einen guten Weg und hat wieder bei meinem Liebling Nicholas Negroponte nochmals nachgelesen. Künftig gibt es bei Amazon Disc On Demand.
Das System funktioniert so. Ich kaufe eine DVD oder eine Blu ray bei Amazon und nach dem Kauf wird zum einen die Ware per Post an mich verschickt, zum anderen öffnet sich ein Videoplayer und ich kann mir den Film online sofort ansehen. Bisher wird der Film über Standard-Auflösung gestreamt. Dieses Mal geht Amazon in die Vollen und es funktioniert für Windows und Mac OS X sowie für Geräte von Samsung, Sony, Panasonic, Tivo und Roku. Wer den neuen Dienst nutzen will, benötigt eine Breitbandanbindung mit mindestens 450 KBit/s. Amazon empfiehlt sogar 1,5 MBit/s. Das iPhone, obwohl auch ein Online-Device, bleibt außen vor.
Das neue Programm nennt Amazon „Buy Now, Watch Now“. Bis gestern waren im US-Store von Amazon rund 300 Filme so gekennzeichnet. Der Service ist bisher nur auf die Vereinigten Staaten begrenzt. Wer außerhalb der USA den Service testen will, bekommt eine Fehlermeldung.
Wenn das System auf Deutschland übertragen wird, gibt es sicherlich wieder Schlaumeier, die den Film bestellen, den Film online anschauen und dann die Bestellung wieder canceln aufgrund geltender Rechtsprechung. So kann ich aktuelle Filme online schauen, ohne was zu zahlen. Ich bin gespannt, wie Amazon dieses Problem lösen wird.
Kosmetikindustrie entdeckt iPhone-Apps
3. Dezember 2009Nachdem Verlage mehr und mehr auf den kostenpflichten Vertrieb ihres Contents über das iPhone setzen, hat jetzt die Beauty-Branche das iPhone für sich entdeckt. Da ich ja in der Friseurbranche dann und wann unterwegs bin, schätze ich den Markt ziemlich groß ein. Vor allem am iPhone sind Applications, die einem beispielsweise erlauben virtuelles Make-up auszuprobieren, bereits sehr erfolgreich. Apps wie MakeUp free oder Celebrity Makeup Looks zeigen, wohin die Reise geht. Hier gibt es Schritt für Schritt-Anleitungen, sich so zu schminken wie Angelina Jolie, Megan Fox oder Miley Cyrus.
Sieben bis zehn Millionen iPhone-Nutzer sollen bereits Beauty-Programme nutzen oder sich zumindest sehr dafür interessieren, berichtet die New York Times. Zwischen 99 Cents und 9 Dollar kosten die meisten Beauty-Apps – die Bandbreite reicht dabei vom virtuellen Make-up über Shopping-Guides bis hin zum Schönheitsfarm-Simulator. Es handle sich um einen absoluten Wachstumsmarkt, so Sunil Verma von der Firma Mobclix. Das Unternehmen hat ein kostenloses PDF mit verschiedenen Fallbeispielen ins Netz gestellt.
Die großen Marken haben die Handy-Software gerade erst für sich entdeckt und werden dem Markt neuen Schub verleihen. Wella, Goldwell oder Schwarzkopf können mit ihren Haarpflegeprodukten da viel bewegen. Neben dem Beauty-Aspekt spielt vor allem die Gesundheit eine große Rolle. Der gesamte Bereich der Gesundheits- und Fitness-Apps habe gewaltiges Potenzial.
Während sich die ersten Programme darauf beschränkten, das eigene Gesicht mit denen von Berühmtheiten zu vergleichen oder Bewertungen von anderen Usern zu bekommen, eröffnen sich durch Neuerungen wie Augmented Reality neue Anwendungsgebiete, wie ein virtueller Rundgang in Kosmetikgeschäften vom eigenen Sofa aus.
Buchkritik: Mein iPhone & ich
18. November 2009Das iPhone hat laut Gartner einen Marktanteil bei Smartphones von 17 Prozent (12,4 Prozent im Vorjahr). Damit ist klar, dass mobile Device von Apple ist ein Renner. Und obwohl das Telefon eigentlich intuitiv zu erlernen ist, braucht es für manche User Zusatzliteratur. Früher gab es bei der Volkshochschule Kurse à la: Wie bediene ich mein Handy? Heute gibt es ein interessantes Buch mehr.
Dieses Buch sticht aus der Masse der jüngst veröffentlichten iPhone-Bücher heraus: „Mein iPhone & ich“, geschrieben von meinen lieben Kollegen Michael Krimmer und Simone Ochsenkühn. Das Buch gibt einen Überblick über den praktischen Einsatz des iPhones. Es ist nicht für Hacker oder iApps-Entwickler, sondern für den klassischen User, der die Leistung seines Apple-Produkts voll ausreizen will. Im Technikteil flüssig geschrieben, mit vielen anschaulichen Screenshots finden sich allerhand Tipps und Tricks für Einsteiger, aber auch Profis. Ich bin selbst ein iPhone-Fan der ersten Stunde und auch ich als Power-User fand einige lohnenswerte Kniffe in diesem Buch. Gratulation.
Natürlich lässt sich trefflich darüber streiten, welche Apps aus dem Store denn wirklich lohnenswert sind. Jeder hat hier seine persönlichen Vorlieben. Hier bin ich mit den Autoren nicht immer der selben Meinung, aber für einen Überblick reicht es, um die Faszination iPhone zu erfassen.
Kritik gibt es aber auch: Das Buch dreht sich um das Kult-Telefon von Apple. Doch leider gehen die Autoren auf den Kult eben nicht ein. Es gibt nichts zu lesen über die Einführung des Telefons, die Kampagnen, das geniale Marketing, die Keynote von Apple-Guru Steve Jobs. Dies alles hätte in ein Buch um ein Kultobjekt gehört. So ist das Buch nur eine Bedienungsanleitung für ein Telefon. Eine gute zwar, aber eben nicht mehr.
Leider gibt es auch immer wieder Passagen im Buch, die sich um die menschliche Seite des iPhone-Users gemmühen. Diese fallen im Vergleich zum stringenten Technikteil des Buches ab. Hier wäre der Lektor gefragt, das Niveau anzugleichen.
Dennoch: Die 20 Euro sind für rund 460 gehaltvolle Seiten sinnvoll investiert. Wer mal etwas lesen möchte, dem empfehle ich diese Website.
Nokia stellt N-Gage ein
4. November 2009
Jetzt wurde bekannt, dass Nokia seinen N-Gage-Dienst einstellt. Voraussichtliches Ende ist September 2010. Die Spieleplattform war ihrer Zeit voraus. Sonst ist es eigentlich immer Apple, das der Zeit voraus ist und an seiner Vision scheitert. Der Newton ist das beste Beispiel. Dieses Mal hat es Nokia erwischt und Apple zieht mit der Spieleplattform iPhone und iPod touch als Sieger vom Platz.
Ich weiß noch, als ich auf einer Games Convention in Leipzig das N-Gage als Gerät näher anschaute. Es war die Entwicklerkonferenz und die Idee überzeugte mich. Mobile Spiele – genial. Wir hatten uns damals an den GameBoy und das Atari Lynx für unterwegs gewöhnt, aber mit dem N-Gage konnte man sogar noch telefonieren. Wir überlegen uns damals im Verlag, ob mobile Gaming nicht ein Marktzweig für Zeitschriften werden wird. Wir haben es dann doch nicht gemacht, obwohl ich extra nach Marseille gereist bin und Jury-Mitglied eines Handywettbewerbs von Autodesk war, der sich vor allem um N-Gage drehte. Nun, Marseille war schön.
Als eigenständiges Gaming-Mobilgerät war das N-Gage ein kompletter Flop. Als Rettungsanker wagten die Finnen einen neuen Versuch im April 2009: N-Gage war als Download-Spieleservice für gängige Nokia-Smartphones verfügbar. Und Nokia-Handys gibt es ja viele. Doch damit ist nun auch Schluss. Nokia ist gescheitert auf der ganzen Linie. An die Stelle von N-Gage tritt der Ovi Store. Da gibt es heute schon rund 100 Spiele und es sollen die N-Gage-Spiele hinzu kommen.
Als mobile Spielekonsole mit Telefon hat sich bei mir das iPhone durchgesetzt. Hier sind innovative Games zu finden. Schade Nokia.




