Nokia stellt N-Gage ein

4. November 2009

N-Gage ein Flop von Nokia

Jetzt wurde bekannt, dass Nokia seinen N-Gage-Dienst einstellt. Voraussichtliches Ende ist September 2010. Die Spieleplattform war ihrer Zeit voraus. Sonst ist es eigentlich immer Apple, das der Zeit voraus ist und an seiner Vision scheitert. Der Newton ist das beste Beispiel. Dieses Mal hat es Nokia erwischt und Apple zieht mit der Spieleplattform iPhone und iPod touch als Sieger vom Platz.

Ich weiß noch, als ich auf einer Games Convention in Leipzig das N-Gage als Gerät näher anschaute. Es war die Entwicklerkonferenz und die Idee überzeugte mich. Mobile Spiele – genial. Wir hatten uns damals an den GameBoy und das Atari Lynx für unterwegs gewöhnt, aber mit dem N-Gage konnte man sogar noch telefonieren. Wir überlegen uns damals im Verlag, ob mobile Gaming nicht ein Marktzweig für Zeitschriften werden wird. Wir haben es dann doch nicht gemacht, obwohl ich extra nach Marseille gereist bin und Jury-Mitglied eines Handywettbewerbs von Autodesk war, der sich vor allem um N-Gage drehte. Nun, Marseille war schön.

Als eigenständiges Gaming-Mobilgerät war das N-Gage ein kompletter Flop. Als Rettungsanker wagten die Finnen einen neuen Versuch im April 2009: N-Gage war als Download-Spieleservice für gängige Nokia-Smartphones verfügbar. Und Nokia-Handys gibt es ja viele. Doch damit ist nun auch Schluss. Nokia ist gescheitert auf der ganzen Linie. An die Stelle von N-Gage tritt der Ovi Store. Da gibt es heute schon rund 100 Spiele und es sollen die N-Gage-Spiele hinzu kommen.

Als mobile Spielekonsole mit Telefon hat sich bei mir das iPhone durchgesetzt. Hier sind innovative Games zu finden. Schade Nokia.

Medientage München: Neues Denken für Printverlage

3. November 2009

Jeff Jarvis bei seiner Keynote auf den Münchner Medientagen

Die Münchner Medientage sind vergangene Woche zu Ende gegangen. Leider konnte ich dieses Mal nicht dabei sein, denn ich hatte mit der animago AWARD & CONFERENCE eine eigene Veranstaltung zur gleichen Zeit in Babelsberg. Ich wäre gerne mit von der Partie gewesen, als Jeff Jarvis seine Keynote gehalten hat und den anwesenden Printvertretern den verbalen Stinkefinger gezeigt hat. Jarvis ist Medienberater, Blogger und Autor des Buches „Was würde Google tun?“ In seiner Rede ging er auf die Auswirkungen von Google und Co auf die Medienbranche ein und sagte den Verlegern und Journalisten voraus, dass sich ihr Denken ändern müsse.

Blogger Daniel Fienes hat die Rede von Jeff Jarvis mitgefilmt und auf seinen Blog gestellt. Dafür herzlichen Dank. Wenn man sich die 24 Minuten angeschaut und das mp3 angehört hat, stellt man fest: Print hat in dieser Form keine Zukunft. Alte Männer bewahren ein altes Medium und wollen sich nicht auf Neues einlassen. Ich glaube nicht, dass Paid Content, die alte und neue Wunderwaffe der Printverlage, funktionieren wird. Print und seine Vertreter sind noch in alten Denkstrukturen verhaftet. Ich weiß nicht, ob sie sich ändern können. Die Zeit wird über sie hinweg gehen.

Mein Kollege Thomas Gerlach erzählt immer eine schöne Geschichte: Alle alte Eislieferanten bekämpften das Aufkommen der Kühlschränke. Keine dieser Eislieferanten konnte sich auf die neue Zeit einstellen und selbst moderne Kühlschränke produzieren. Sie waren in ihrem Denken verhaftet. Alle dieser alten Eislieferanten sind vom Markt verschwunden. Irgendwie muss ich immer wieder daran denken, wenn ich auf den Medientage Vertreter der Zukunft begegne – und ich bin ja schließlich auch einer von ihnen. Auch ich muss mich ändern.

Journalist bringt Merkel in Bedrängnis

2. November 2009

Einen Grundlagenkurs in Kommunikation müssen unsere Bundeskanzlerin und einen Benimmkurs die Herren Seehofer und Westerwelle belegen. Das ist das Resultat, wenn man sich einen Ausschnitt aus der Bundespressekonferenz auf YouTube ansieht. Dort fragt der holländische Journalist Rob Savelberg die Kanzlerin, ob denn der neue Finanzminister Wolfgang Schäuble überhaupt geeignet sei. Schließlich habe Schäuble in der CDU-Spendenaffäre „vergessen, dass 100.000 Mark in seiner Schublade liegen.“ Angela Merkel antwortet: Schäuble habe ihr Vertrauen. Die Herren Seehofer und Westerwelle grinsen über die Frage und sind wohl glücklich, dass sie nicht gefragt wurden. Im Saal ist deutlich Gelächter zu vernehmen.

Auf diese Frage muss die Regierung vorbereitet sein und zeigt, wie schlecht es um Kommunikation in diesem Lande bestellt. Chapeau vor „De Telegraaf“-Mann Rob Savelberg, der die Frage stellte. Seine deutschen Kollegen hatten scheinbar die Spendenaffäre nicht mehr auf dem Schirm oder trauten sich nicht zu fragen. Auch das ist eine Krise des deutschen Journalismus. Mund aufmachen und nachfragen, so wie ihr es in euren Volo-Kursen gelernt habt. Schließlich geht es um das Geld von 82 Millionen Bundesbürgern.

Das Ganze wäre wohl nicht weiter bekannt geworden, wenn der mitgeschnittene Phoenix-Clip nicht auf YouTube aufgetaucht wäre. Innerhalb von ein paar Tagen hatte Minutenausschnitt über 800.000 Klicks. Die virale Kampagne war gestartet. Verantwortliche unterschätzen die digitalen Möglichkeiten. Neue Kommunikation ist gefragt. Schon mal etwas von Krisen-PR gehört. Gerne mache ich da ein Angebot.

Quelle – nix geht mehr

1. November 2009

Der Server von Quelle.de ist komplett überlastet. Seit 1. November beginnt die Leichenfledderei und User besuchen, sich von den Quelle-Schnäppchen etwas zu sichern. Aber keine Chance. Seit 6 Uhr war die Seite komplett überlastet. Für einige ist es eine Genugtuung Quelle beim Sterben zu zusehen. Nachdem die Versandhändler den Einzelhandel platt gemacht haben, ist eben jetzt Quelle an der Reihe. Nix geht mehr.

Quelle Server down

Die Sieger des 13. animago AWARD stehen fest

30. Oktober 2009

Am Donnerstag, dem 29.10.2009, wurden auf der animago CONFERENCE die Gewinner des wichtigsten Wettbewerbs für Digital Content Creation (DCC) mit dem animago AWARD ausgezeichnet.

Der animago AWARD wurde in diesem Jahr zum 13. Mal vom Fachmagazin DIGITAL PRODUCTION – mit freundlicher Unterstützung des Medienboards Berlin Brandenburg und den Sponsoren AVID, Chaos Group, eyeon, Maxon, Mackevision, PNY, 3Dconnexion – veranstaltet. Unter den Einsendungen für den animago AWARD 2009 befanden sich sowohl nationale als auch internationale Beiträge. Insgesamt sind über 1000 Beiträge aus mehr als Ländern eingegangen. Aus allen Beiträgen wurden von einer Jury aus Spezialisten der DCC-Branche die Gewinnerbeiträge ausgewählt. Zudem wurde der Leserpreis der DIGITAL PRODUCTION an die beste internationale Kinoproduktion, den Pixar-Film „Oben“, vergeben.

Die diesjährige Preisverleihung fand im Rahmen der animago AWARD & CONFERENCE statt. Die animago CONFERENCE wurde in Zusammenarbeit mit Lichtblick 4D ausgerichtet. Die Neukonzeption des animago AWARD hat voll überzeugt. Die Veranstaltung hat gezeigt, welchen Stellenwert die 3D-Branche in der Gesellschaft hat. Alles ist digital. Die Artists der animago-Beiträge sind Kreative auf höchstem technischen und künstlerischem Niveau, die eine Anerkennung verdienen.

 

Die Preisträger sind:

 

animago AWARD – Beste Film- und TV-Produktion

Produktion „Die Chroniken von Narnia, Prinz Kaspian“ (Wassereffekte)

Artists: Scanline

Primäre 3D-Software: 3ds Max, solidThinking

Ein komplett aus Wasser bestehender „Rivergod“ erhebt sich aus einem Fluss und zerstört eine Holzbrücke, die gerade von einer Armee überquert wird. Der Rivergod sowie die Wassersimulation des Flusses wurden mit dem Scanline-eigenen Fluidsystem „Flowline“ realisiert. CG-Comparsen auf der Brücke incl. Reiter, die Brücke nebst Distruction-Set wurden mit 3ds Max und VRay sowie diversen externen und hauseigenen Rigid Body Simulationssystemen realisiert.

animago AWARD – Bester Kurzfilm

Produktion „The Kinematographer“

Artist: Tomek Baginski, Platige Image

Primäre 3D-Software: 3ds Max, VIZ, Lightwave, Maya, solidThinking

Inhalt: Der Kurzfilm spielt in einem kleinen englischen Dorf in der viktorianischen Zeit. Erfinder Francis bastelt erfolglos an seinem Kinematographen herum. Sein großes Ziel ist es dabei, die Welt durch die Erfindung des Films zu reformieren. Unglücklicherweise fokussiert er sich viel zu sehr auf sein Projekt, dass er darüber sein ganzes Umfeld, vor allem seine Beziehung, vergisst. Als schließlich sein Kinematograph tadellos funktioniert, verstirbt seine geliebte Ehefrau an Tuberkulose. Gebrochen erstarrt Francis in Trauer und veröffentlicht seine Erfindung nicht – bis die Bruder Lumiere im Jahr 1895 ihm zuvorkommen.

animago AWARD – Bestes Game-Design

Produktion „ Mirror’s Edge“

Artist: Electronic Arts GmbH, Dice

Inhalt: In einer Stadt, in der sämtliche Kommunikation strengstens überwacht wird, transportieren flinke Kuriere, die „Runner“, sensible Daten an neugierigen Blicken vorbei. In diesem scheinbar utopischen Paradies wurde ein Verbrechen begangen, deine Schwester wurde hintergangen und jetzt wirst du gejagt. Du bist die Runnerin Faith und dieses innovative Action-Adventure in der Ego-Perspektive erzählt deine Geschichte. In Mirror’s Edge schlüpfst du in die Haut dieser einzigartigen Heldin, während sie die Stadt in schwindelerregenden Höhen durchquert, atemberaubende Kämpfe führt und sich rasante Verfolgungsjagden mit ihren Gegnern liefert. Durch das unvergleichliche Bewegungsgefühl und die einzigartig intensive Perspektive wirst du mitten in Faiths Welt hineingezogen – eine Welt, die intuitiv, unmittelbar und extrem gefährlich ist.

animago AWARD – Beste Werbeproduktion

Produktion: AUDI TDI „Filter“

Artist: Henrik von Müller, INFECTED Postproduction GmbH

Primäre 3D-Software: Softimage

Inhalt: Mit dem „TDI Clean Diesel-System“ hat Audi den saubersten Dieselmotor der Welt entwickelt. Die Aufgabe bestand darin, diesen technisch komplizierten Prozess im Katalysator einfach und dramatisch zu erzählen und dafür eine völlig neue visuelle Sprache zu finden. Die Grundidee für den Spot war einfach: Aus einem Alphabet werden 97 % aller Buchstaben gefiltert, 3 % kommen am Ende durch und zwar T, D und I. Wichtig war es den Filter an sich – nicht als ein technisch, abstraktes Gerät darzustellen, sondern viel mehr seine Funktion mit Hilfe einer außergewöhnlich Bildsprache sichtbar zu machen.

animago AWARD – Beste Mobil-Produktion

Produktion „iKitty“

Artist: Thorsten Rauser, the binary family

Inhalt: Sie schnurrt, sie faucht, sie frisst – iKitty erinnert ein wenig an Garfield, der vierpfotige Schnurrbartträger lebt aber auf dem iPhone. Der virtuelle Katzenhalter hat verschiedene Möglichkeiten, das Kätzchen bei Laune zu halten. Tut man das nicht und setzt iKitty zum Beispiel einem Schleudertrauma aus, beendet das derart malträtierte Kätzchen einfach das Programm – eine halbe Stunde muss man warten, bis sich iKitty wieder streicheln und füttern lässt.

animago AWARD – Beste Nachwuchsproduktion

Produktion „Trickster“

Artists: Alexander Pohl

Primäre 3D-Software: VIZ, Maya

Der Zirkusclown, als digitaler Charakter zu einer Kunstfigur stilisiert, die bereits Fellini in seinem Film „The Clowns“ begraben hat, ist Ausgangspunkt dieses Animationsfilmes. Das Duo Dummer August und Weißer Clown tritt getrennt auf, repräsentativ für eine zunehmend polarisierte Welt, die durchsetzt ist von Normen und Regeln. Als unfreiwilliger Clown auf die Leinwand eines Kinos projiziert und von einem ahnungslosen Publikum auf voyeuristische Art und Weise beobachtet und gedemütigt, findet er schließlich zu sich selbst und seinem Archetyp, dem sogenannten Trickster.

animago AWARD – Beste Interaktive Produktion

Produktion: MINI Cabrio: Weltpremiere in Ihren Händen!

Artists: BUZZIN MONKEY: Stefan Becker

die agentour GmbH: Peter Linke

AR-Umsetzung: metaio GmbH

Primäre 3D-Software: metaio Unifeye Viewer

Inhalt: Noch weit vor offiziellem Handelsstart des neuen MINI Cabrio, zum offiziellen Kommunikationsstart, feiert das Fahrzeug seine Weltpremiere – dieses Mal an einem ganz besonderen Ort: Direkt in den Händen der Menschen! Mithilfe der Technik Augmented Reality wurde die Verbindung zwischen Print und 3D-Content geschaffen. Als Träger diente eine spezielle Anzeige. Hält der User diese Anzeige unter mini.de/webcam in die Webcam, erscheint das MINI Cabrio als virtuelles Modell. Der Clou: Die 3D-Daten sind mit dem Live-Bild verknüpft. Der User kann das Fahrzeug also selbst drehen, Details ansehen, wie er es möchte. Live und in Echtzeit!

animago AWARD – Beste Postproduktion

Produktion „ Assassin’s Creed 2 Game Cinematic“

Artists: Digic Pictures

Primäre 3D-Software: VIZ, Maya

Assassin’s Creed II ist der Nachfolger des Titels, der als schnellst verkaufte neue Marke in die Videospiel-Geschichte einging. Der mit Spannung erwartete Nachfolger präsentiert einen neuen Helden namens Ezio Auditore da Firenze, einen jungen italienischen Adligen, und eine neue Ära – die italienische Renaissance, mit all ihren kulturellen Errungenschaften und dunklen Seiten. Assassin’s Creed II erzählt eine epische Geschichte über Familie, Rache und Verschwörung. Schauplatz ist das Italien der Renaissance, eine Epoche, die Meilensteine der Kunst hervorbrachte, aber auch Schattenseiten voller Korruption und Habgier beinhaltete. Ezio freundet sich mit Leonardo da Vinci an, bekommt es mit den mächtigsten Familien in Florenz zu tun und wandelt durch die Kanäle Venedigs, wo er alles lernt, um ein Meister-Assassine zu werden.

animago AWARD – Beste Visualisierung

Produktion „Porsche Museum »Porsche 917«“

Artists: Ingo Zirngibl, Jörg Stierle, Marcos Zervallos, Olivier Passemard, jangled nerves gmbh

Primäre 3D-Software: Maya, solidThinking

Der Höhepunkt in der Porsche Rennsportgeschichte stellt die 917-Ära dar. Innerhalb eines kurzen Zeitraums Anfang der siebziger Jahre wurde unter höchster Geheimhaltung eine Rennsportlegende kreiert, die die Marke binnen kurzer Zeit vom David zum unbesiegbaren Goliath der 24-Stunden-Rennen von Le Mans wie auch der amerikanischen Canam-Rennserie machte.

animago AWARD – Sonderpreis der Jury

Produktion „Engel zu Fuß“

Artists: Jakob Schuh, Saschka Unseld, Studio Soi GmbH & Co.KG

Primäre 3D-Software: Maya

„Engel zu Fuß“ beschreibt die Geschichte des Engels Waltraud, der vom Himmel gefallen ist, weil ihre Flügel zu klein geraten sind.

animago AWARD – Bestes virtuelles Foto/Still

Produktion: Hausnummer 42

Artist: Verdi Voß

Primäre 3D-Software: Cinema 4D

Inhalt: „42“ ist laut Autor Douglas Adams die Antwort auf die Frage nach dem Universum, dem Leben und allem. Ob wir über das 3D-Still von Verdi Voß mehr Auskunft zu diesem philosophischen Ansatz finden, ist fraglich. Klar ist jedoch: „Hausnummer 42“ ist ein perfekter Spiegel der Wirklichkeit, der allerdings nicht affektiert aufpoliert wurde, sondern seine natürlichen und alltäglichen Schlieren des urbanen Lebens trägt. Damit reflektiert das digitale Werk dem Auge des Betrachtes eine herausragende Authentizität.

animago AWARD & CONFERENCE: Es kann beginnen

28. Oktober 2009

Trickster von Alexander Pohl ist für den animago nominiert

Im Moment bin ich schon etwas nervös. Morgen, Donnerstag 29. Oktober 2009, startet unsere erste animago CONFERENCE in der Filmstadt Babelsberg. Wer Lust hat an der Zukunft teilzunehmen, ist herzlich eingeladen. Karten gibt es an der Tageskasse. Mein Team von der DIGITAL PRODUCTION hat zusammen mit Freunden aus Berlin, vom örtlichen Autodesk-Händler Lichtblick 4D, eine fabelhafte Veranstaltung konzipiert. Gefördert wird der ganze Spaß durch das Medienboard Berlin Brandenburg.

Das Programm und die Referenten können sich sehen lassen: Paul Kanyuk verrät uns Hintergründe über die Crowd Simulation bei Pixar. Einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des neuen Emmerich-Blockbusters „2012“ versprechen auch die Vorträge von Thomas Zauner (Scanline) „2012. Der ultimative Weltuntergang“ und Mohsen Mousavi (Pixomondo) „Technical FX pipeline on 2012 & Advanced Crowd simulation pipeline“. Und das ist wirklich eine Wucht: Noch bevor der Film 2012 in die Kinos kommt, sprechen bei uns gleich zwei Kreative über ihre Arbeit und stellen die Trick vor. Das ist eine absolute Seltenheit und ich freu mich wirklich darauf.

Mit dabei ist auch Hanno Hagedorn (Naughty Dog) zum Spiel des Jahres „Making of Uncharted 2: Among Thieves“. Das Spiel wurde auf der Games Com zum Spiel der Messe gekürt und ich bin mal gespannt über die Grafik und wie die Macher Bits und Bytes geordnet haben.

Persönlich freut es mich sehr, Armin Pohl von Mackevision als Referenten (und als Sponsor) zu treffen und zu hören. Macke ist ein starkes Unternehmen, gute Ideen, gutes Konzept und wirklich engagierte Leute. Pohl spricht  über „Create with no limits! Will CGI take it all?“

Dies ist auch nur möglich geworden, weil wir starke Partner an der Seite haben: Avid, Maxon, eyeon, Mackevision, PNY, 3Dconnexion, ChaosGroup. DANKE für eure Hilfe.

Am Abend des ersten Konferenztages muss ich dann ran. Wir verliehen zum 13. Mal den animago AWARD, den wichtigsten Preis der Animationsbranche. 13 ist aber keine Unglückszahl. Wir haben 1000 Einsendungen aus 44 Ländern für die elf AWARDs bekommen. Wow, diese Tatsache kann sich sehen lassen und beweist, dass das Konzept des animago richtig ist. Ich darf rund zweieinhalb Stunden moderieren und die Gäste durch den Abend führen. Eine ungewohnte Rolle für mich, denn eigentlich bin ich eher hinter dem Schreibtisch als auf einer Bühne zu finden. Aber was solls. Ein Mitarbeiter meinte neulich: „Die Rampensau wird es schon machen.“ Ich sehe das Mal als Lob und Motivation.

Wir haben dieses Jahr mit dem neuen Standort Babelsberg am Konzept gefeilt. Wir wollten mehr Öffentlichkeit und ich denke, es ist uns gut gelungen. „Der Artist in der Postproduktion soll die Anerkennung bekommen, die er verdient.“ Die ersten Schritte sind gemacht, die Weichen sind gestellt. Wir haben Publikumsvotings eingeführt, bei denen Interessierte den Sieger mitbestimmen konnten. Eine Fachjury hat eine Vorauswahl getroffen und dann wurde abgestimmt. Diese Votings wurden hervorragend angenommen. Außerdem haben wir starke Medienpartner an der Seite, die in ihre Branche den animago AWARD getragen haben.

Alles in allem bin ich zufrieden. Natürlich sind viele Ideen auf der Strecke geblieben. Aber der Grundstein für eine erfolgreiche Veranstaltung in Babelsberg, der Wiege des deutschen Films, sind gelegt. Der animago ist dort angekommen, wohin er gehört.

Hobby Aquarium: Die Fische ins Wasser Teil 6

27. Oktober 2009

Fische ins Aquarium einsetzen

Jetzt begann die Familiendiskussion, welche Fische es denn sein sollten. Zunächst sollten wir eine Spezies einsetzen, später andere. Wir entschieden uns für vier Guppys, drei Weibchen und ein Männchen. Die Kinder tauften sie auch gleich Ricky, Charly, Morina, Kicky. Gibt man eigentlich Fischen einen Namen? Zur Unterscheidung haben sie eine unterschiedliche Färbung.

In den Thermo-Vakuumbeutel ging es nach Hause. Die Tiere wurden erst mal samt Tüte ins Wasser gelassen, damit sich das Tütenwasser an die Temperatur des neuen Zuhauses angleicht. Zudem wurde ein wenig Wasser des Aquariums in den Transportbeutel getan, um die Fische an den neune Geschmack zu gewöhnen. Nach 20 Minuten kam dann der Komplettumzug. Altes Wasser und Fische per Käscher ins neue Heim. Und da sind sie, lernen ihre neue Umgebung kennen. Die Fische sollten nur einmal am Tag, etwa zur gleichen Zeit gefüttert werden. Aber nicht überfüttern. Nach zwei Wochen stellte sich heraus, dass Kicky schwanger war und vier Jungfische das Leben schenkte. Die kleinen Babys sind voll aktiv und ich hoffe, dass sie es überleben. Guppys sind dafür bekannt, den Nachwuchs einfach aufzufressen. Guten Appetit.

Hobby Aquarium: Eignungstest Wasser Teil 5

26. Oktober 2009

Wassertest beim Aquarium

Es ist ein seltsames Gefühl, als wir nach rund zwei Wochen Aquariumsbetrieb die ersten Fische einsetzen wollten. Die ganze Familie brach auch zum Zoofachgeschäft OBI und suchte sich Fische aus. Doch bevor der Verkäufer mit seinen Käscher nach unseren neuen Fischen fischte, stand erst einmal die Wasserprobe auf dem Programm.

Wir mussten erst eine Wasserprobe abliefern, um festzustellen, ob unser Wasser fischtauglich war oder nicht. Irgendwie eine Art Test und ich war nervös. Würden wir es schaffen? Sind wir dafür geeignet, Fische zu führen? Der Verkäufer entnahm mit einer Pipette die Wasserproben und mischte sie mit den entsprechenden Mittelchen. Die chemische Reaktion setzte ein und die Farbe gab an, wie sauer, wie alkalisch, wie viel Nitrat und Nitrit im Wasser vorhanden ist. Nach einigen Minuten stand fest: Wir können Fische in  unser kleines Biotop einsetzen.

Es mag lästig erscheinen, erst diesen Test zu machen. Aber wer darüber nachdenkt, weiß, wie wichtig die Qualität des Wassers ist. Die Tiere sollen sich wohlfühlen und nicht verenden. Haustiere zu haben, bedeutet nicht nur Spaß, sondern auch eine Verantwortung.

Neue Kaffeeautomaten bei Lufthansa

23. Oktober 2009

Neuer Kaffeeautomat bei Lufthansa

Auf eine Neuerung müssen sich Kunden der Lufthansa auf dem Münchner Flughafen einstellen. Nix Schlimmes, aber dennoch was Neues. Die Kaffeemaschinen wurden ausgetauscht. Bisher war es so, dass im Terminal 2, dem LH-Terminal von München, an den Innland-Gates Kaffeeautomaten aufgestellt waren. Diese waren zum Selbstbedienung und standen neben den kostenlosen Tageszeitungen und der w&v herum. Zur Auswahl gab es Kaffee und heißes Wasser. Teetrinker konnten aus einigen verschiedenen Beutel wählen.

Drückte man den Schalter Kaffee, dann war erst ein wenig Warten angesagt. Das Display mit roter Leuchtschrift veränderte sich. Es stand Kaffee schwarz dort und nach wenigen Sekunden wurden die Bohnen gemahlt und die schwarze Brühe floss in den Pappbecher. Ich nahm übrigens immer zwei Pappbecher, denn die Flüssigkeit war mir zu heiß. Immer wieder habe ich beobachtet, dass der Prozess des Befüllens einigen Fluggästen zu lange dauerte und sie immer wieder den Kaffeeknopf drückten. Doch wer ein wenig Zeit mitbrachte, der bekam einen Kaffee als Aufmerksamkeit.

Und heute: Die alten Kaffeeautomaten wurden ausgetauscht. Es gibt jetzt neue und mit viel viel mehr Auswahl. Wo es vorher  zwei Knöpfe zum Drücken gab, sind es nun zwölf. Auswahl und Vielfalt heißt es nun am Gate. Will ich nun einen Milchkaffee oder eine Trinkschoko, einen Cappu oder einfach nur heißes Wasser, denn Teebeutel gibt es nach wie vor. Leider wurde bei der Neuerung etwas vergessen: Die Milch. Es gibt keine Milchflaschen aus Plastik mehr. Bisher konnte ich als Kunde individuell meine Milch hinzugeben. Ich wollte beispielsweise meinen Kaffee immer etwas weißer, während mein Kollege nur einen Hauch Milch wollte. Mit dieser Auswahl ist es nun vorbei. Der Kaffee schmeckt mir nicht mehr bei Lufthansa. Obwohl die Idee sicher gut gemeint war und ich jetzt mehr Auswahl habe, kommt mir mein individueller Kaffeegenuss zu kurz. Es bleibt mir nun wohl nichts übrig, an einem der zahlreichen Cafés am Flughafen einen Kaffee zu kaufen. Schade.

Meine Quelle ist pleite

22. Oktober 2009

Die Quelle ist pleite und obwohl sich die bayerische Politik gegen dieses Faktum wehrt, hat der Markt bereits entschieden. Da nutze es nichts, dass Ministerpräsident Horst Seehofer den Druckauftrag für den letzten Katalog quasi persönlich gab und mit Steuergeldern die Quelle unterstützte. Der Markt hat entschieden, so hart es klingt. Ein Unternehmen wie Quelle hat den Anschluss an die Moderne verpasst. Die Mitarbeiter haben einen guten Job gemacht, versagt hatte die Konzernleitung, die den Laden nicht umgebaut hat. Sagt mal, wofür bekommt ihr eure Gehälter?

Als ob Onlinehandel und verändertes Kaufverhalten nicht zu bemerken sind. Darf ich vorstellen, es gibt da zum Beispiel eine kleine US-Firma. Sie heißt Amazon. Schon mal davon gehört? Ich tu mich schwer, der Quelle richtig nachzuweinen und hier meine ich ausdrücklich nicht die Mitarbeiter. Wie viele kleine Einzelhändler hat Quelle, Karstadt und Co platt gemacht und keiner außer den betroffenen Familien hat geweint. Bei den Kleinen ist keine Staatsknete geflossen. Aber zurück zur Quelle.

Mit der Quelle bin ich aufgewachsen. Meine Eltern waren begeisterte Quelle-Kunden. Der Quelle-Katalog kam ins Haus und dann begann familienintern die Auswahl. Ab und zu fuhr die ganze Familie nach Fürth und kaufte im riesigen Kaufladen direkt ein. Mein Kumpel Bert ist sogar mal Lastwagen für die Quelle gefahren und mein Kumpel Thomas arbeitete in der EDV als es noch Bandmaschinen gab. Unser Heim hatte zahlreiche Quelle-Geräte im Einsatz. Ich glaube, die Eigenmarken hießen Universum und Privileg. Coole Namen aus einem vergangenen Jahrtausend. Meine erste elektrische Schreibmaschine kam von der Quelle und auf ihr tippte ich meine Facharbeit. Sie hatte sogar ein Korrekturband, so dass Tippex nicht mehr gebraucht wurde. Die Maschine hatte eine Schnittstelle und es gelang mir als Schüler später meinen C64 an diese Maschine anzuschließen. Nur die Umlaute ä, ü, ö und das ß wurden nicht gedruckt.

Quelle hatte bei mir aber Schaden als Jugendlicher genommen. Ich wollte unbedingt einen Sony Walkman haben. Das Ding war eine Revolution für mich. Meine Musik auf Kassette immer dabei, immer am Mann. Der Walkman war das Statussymbol in der Schule. Meinen Eltern teilte ich diesen Wunsch mit und ich bekam zu Weihnachten ein mobiles Kassettenabspielgerät der Quelle-Marke Universum. Es hatte sogar noch ein Radioteil und war eigentlich besser ausgestattet als der ersehnte Walkman. Doch es war kein Walkman. Meine Eltern kauften bei der Quelle und da gab es kein Sony.

Doch das war einmal. Quelle ist Geschichte. Etwas Neues kommt nach.