Meine James Bond-Bücher

27. September 2012

Meine Leidenschaft für James Bond begann wohl 1978 als ich Moonraker zum ersten Mal im Kino sah. Ich hatte Krieg der Sterne gesehen und war im Science Fiction-Rausch. Das Plakat zu Moonraker sah auch spacig aus und ich schaute mir den Film an. Aber es war trotz SF-Anleihen kein Film klassischer Science Fiction-Film und dennoch: Er gefiel mir. Mir gefiel einfach alles: Der coole Held, die hübschen Mädchen, die faszinierende Technik, die ausgeklügelten Waffen, die exotischen Drehorte und die eingängige Musik. Das Bond-Fieber war bei mir ausgebrochen und ich konnte es bis heute nicht heilen.

In München gab es zur damaligen Zeit ein James Bond-Kino am Karlstor, das jede Woche einen anderen Bond-Film zeigte. Ich war dort Stammgast und schaute mir die Bond-Filme Woche für Woche an. Ich liebte diese Art von Pop Corn-Kino und mein Freundeskreis diskutierte, welches nun der beste Film sei oder welcher Darsteller am besten Bond interpretierte. Für war und ist es Sean Connery. Seine Härte gefiel mir. Meiner Mutter gefiel Roger Moore. Bester Bond-Film für mich war übrigens „Liebesgrüße aus Moskau“, bester Bösewicht Gerd Fröbe und Curd Jürgens (klar, die Deutschen).

In den Sommerferien besuchte meine Familie in Lazise/Italien ein Open Air-Kino. Jeden Abend fröhliche Unterhaltung – zumeist auf Deutsch. Meist gab es Bond oder Bud Spencer/Terence Hill-Klamauk. Nur einmal war ich entsetzt, als ich einen harten Italo-Western mit Bud Spencer sah

Der Grundstock meiner James Bond-Büchersammlung.

Der Grundstock meiner James Bond-Büchersammlung.

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Und ich begann Literatur über James Bond zu sammeln. Mein Wissen bezog ich in der Anfangsphase aus drei Büchern, denen noch viele, viele zum Thema Bond folgen sollten,  darunter auch die Romane von Ian Fleming und der Klassiker The Birds of the West Indies von James Bond.

Den Anfang meiner Sammlung machte ganz klar Michael Scheingrabers Buch „Die James Bond Filme“, erschienen als Citadel-Filmbücher bei Goldmann. Der Autor, heute erfolgreicher Filmemacher und Kinospezialist, brachte mir James Bond näher. Ich glaube sogar, es war eines der ersten deutschen Bond-Filmbücher überhaupt, bin mir aber nicht sicher. Neben den Handlungen rezensierte er die Filme (damals bis „In tödlicher Mission“). Scheingraber recherchierte in zahlreichen Filmzeitungen und Büchern, die mir als Jugendlicher unzugänglich waren. Er bereite sein Wissen hervorragend auf, das Lesen war ein Genuss. Die Filme wurden chronologisch besprochen und bildeten den Grundstock meines Wissens um den Geheimagenten ihrer Majestät 007. Besonders stolz war ich, als ich am 24. März 1983 ein Originalautogramm von Michael Scheingraber ins Buch geschrieben bekam. Der Papa meines besten Freundes kannte wiederum den Papa von Scheingraber und ich bekam mein Autogramm. Wenn ich es heute sehe, freue ich mich noch sehr darüber.

Autogramm von Autor Michael Scheingraber - vielen Dank.

Autogramm von Autor Michael Scheingraber – vielen Dank.

Zweites wichtiges Buch in meiner Bond-Bibliothek war „Die James Bond Filme“ von Erich Kocian. Das war schon schwere Kost. Der Journalist Kocian hat es gelernt zu recherchieren und sein Wissen hervorragend darzustellen. Er weigerte sich immer als Spezialist zu gelten, vielmehr als Rechercheur. Naja, tiefgestapelt. Mein Buch endete auch mit „In tödlicher Mission“, die Kocian-Bücher wurden immer wieder aktualisiert. Mir hat vor allem gefallen, wie Kocian seine Eindrücke von Dreharbeiten von den „Man lebt nur zweimal“ und „Der Mann mit den goldenen Colt“ niederschriebt. Seine eigene Meinung floss in die Berichterstattung ein. Kein Chronist, sondern eine frühe Art von Blogger. Gerade diese privaten Eindrücke, gepaart mit viel Produktionswissen machten dieses Buch für mich sehr wertvoll und ich kann es jedem Bond-Fan noch heute empfehlen.

Das dritte Buch im Bunde stammt von Europas führender Filmzeitschrift „Cinema“ aus dem damaligen Milchstraßen Verlag und trug den Titel „Hinter den Kulissen von 007 James Bond“. Im Layout der achtziger Jahre ging es deutlich reißerischer zur Sache. Stars, Sternchen, Glamour, aber auch Bilder vom Tod des Stuntmans Paolo Rigon, der bei den Dreharbeiten der Bobfahrt in „tödlicher Mission“ umkam. Dieses Buch machte aus der Heldenverehrung um James Bond keinen Hehl, was mir damals gefiel. Heute schüttle ich bei so wenig journalistischer Distanz nur den Kopf.

Es folgten noch viele Bücher über Bond, ich sammelte Zeitungs- und Zeitschriftenartikel und habe im Keller noch mehrere Ordner davon. Nett waren die Filmprogramme der damaligen Zeit, die es für ein paar Mark an der Kinokasse zu kaufen gab. Zudem Filmplakate und Aushangfotos, die ich für teures Geld auf Filmsammlermärkten erstanden habe. Bond schaue ich mir heute immer noch gerne an. Gerade habe ich mir die Bond-Collection auf Blu ray zugelegt. Die heutigen Bonds sind mir zu schnell geschnitten, es fehlt die Musik von John Barry und dennoch werde ich mir Skyfall im Herbst ansehen.

Filmtipp: Die Jubiläums-Collection James Bond 007 – Bond 50

26. September 2012

„Mein Name ist Bond, James Bond!“ – wie oft habe ich diesen Satz im Kino, auf Video, auf DVD und nun auf Blu ray gehört. Die James Bond-Filme gehören zu den erfolgreichsten Serien der Filmgeschichte und sie gehören zu meiner Kinosozialisierung.

Soeben erschien die Blu-ray-Collection James Bond – Bond 50: Die Jubiläums-Collection mit allen Filmen der offiziellen Bond-Reihe, angefangen bei Dr. No. Die beiden Filme „Casino Royale“ mit David Niven und „Sag niemals nie“ mit Sean Connery sind freilich nicht mit der Partie, leider. Die Umsetzung der Filme auf den optischen Datenträger ist hervorragend gelungen, wobei die neuen Filme selbstverständlich mehr Wums und Schärfe haben. Insgesamt gibt es alle 22 Bond-Filme, davon neun (Goldeneye, Octopussy, Der Spion der mich liebte, Man lebt nur zweimal, Der Hauch des Todes, Der Morgen stirbt nie, Diamantenfieber, Im Angesicht des Todes, Im Geheimdienst ihrer Majestät) zum ersten Mal auf Blu ray. Und der Preis von 160 Euro ist hervorragend.

Die Filme sind meines Erachtens ungeschnitten und bergen sogar eine kleine Überraschung. In dem Film „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ ist zum ersten Mal in Deutschland die Tresor-Szene enthalten, die ich bisher nur in den USA gesehen habe. Und es gibt für diesen Film noch ein paar zusätzliche Dialogszenen, die jetzt nachsynchronisiert wurden.

Die Verpackung der Kollektion James Bond – Bond 50: Die Jubiläums-Collection ist vorbildlich platzsparend. Die Blu rays sind in zwei Büchern mit dicken Kartonseiten untergebracht. Für den anstehenden Film Skyfall wurde gleich Platz gelassen. Angaben zu den Filmen gibt es nur auf der Umverpackung, sonst fehlen sie komplett. Was leider auch komplett fehlt, ist ein Booklet. Zwar ist die Box mit vielen Bildchen illustriert, doch wäre es hervorragend gewesen, ein Lesebuch der Box beizulegen. Es gibt so viel Material über Bond und die Box kaufen sich sowieso nur Fans, die noch mehr über ihren Geheimagenten 007 erfahren und fachsimpeln wollen. Da hat MGM Home Entertainment GmbH eine Chance vertan, sich im Herzen der Fans einen Platz sichern.

Auch die Chance vertan hat MGM Home Entertainment GmbH mit der beiliegenden Bonus-Blu ray. Das ist nur oberflächliches Blabla und ein Zusammenschnitt von bekannten Szenen. Eine wirkliche Filmdokumentation fehlt. Auf den einzelnen Blu rays sind die bekannten Extra drauf, allerdings fehlt sind die Extra-Materialien von „Casino Royale“ und „Ein Quantum Trost“. Das bedeutet, dass ich diese beiden vorhandenen Blu rays in meiner Sammlung behalten muss, um Bond komplett zu haben. Über die Bonus-Blu ray der Jubiläumskollektion bin ich wirklich enttäuscht. Was hätte man denn hier filmhistorisches Wertvolles alles bringen können? James Bonds Stil im Wandel der Zeit bietet sich hier wunderbar an oder die verschiedenen Bond-Waffen oder oder oder. Stattdessen nur seichte Information. Auch der Zusammenschnitt der Titelsequenzen – eigentliche eine nette Idee für eine Bond-Party – liegt nur in SD vor, während es bei den Filmen freilich als HD-Material dargestellt wird. Warum eigentlich?

Bezahlen mit dem Handy: SumUp mit kostenlosem Kartenleser und App

25. September 2012
SumUp ist ein Square-Clon aus Berlin.

SumUp ist ein Square-Clon aus Berlin.

Bei meinen Recherchen für Vorträge rund um den Themenbereich „Sicheres Bezahlen für das Handy“ stieß ich auf eine interessante Neuerung für den deutschen Markt. Ich kannte aus den USA das Square-System für Kreditkarten. Hier wird ein kleines Lesegerät auf das Smartphone gesteckt, die kostenlose App (iOS ab 5 und Android ab 2.3.3) geladen und schon kann der Händler Kreditkartenzahlungen entgegen nehmen. Das System klingt interessant, hat nur einen Haken. In Deutschland lieben die Kunden ihre Maestro-Karte (EC-Karte), während Kreditkarten von mittelständischen Händlern nur zögerlich angenommen werden.

Jetzt kommt für Deutschland SumUp, das auf der Square-Idee basiert. Künftig kann jeder Kartenzahlungen akzeptieren, also EC- und Kreditkartenzahlungen. Das System der Ltd. aus Irland klingt einfach. Hinter SumUp steht unter anderem Daniel Klein, Gründer von Moneybookers.

Natürlich gibt es bereits erfolgreiche und bewährte Kartenterminals, wie beispielsweise die von Wirecard, die ich besonders empfehlen kann. Auch Wirecard arbeitet massiv an mobilen Lösungen fürs Smartphone. Seit August gibt es eine Mobile Card Reader-Lösung.  Das White-Label-Programm besteht aus unterschiedlichen Card Reader-Lösungen, dazugehöriger Kartenakzeptanz samt Wallet-Applikation und offenen Schnittstellen für Entwickler. Die Kartenlesegeräte werden an Smartphones oder Tablets aufgesteckt und unterstützen sowohl den EMV-Standard als auch Magnetstreifen für mobile Kartenzahlungen am Point-of-Sale. Mit der Unterschrift auf dem Touchscreen oder mittels PIN bestätigt der Endkunde die Zahlung. Leider war auf der Website des Unternehmens nichts über Kosten und Kombinationsmöglichkeiten mit bestehenden System u.a. zu lesen. Ich werde wohl auf der HAARE 2012 in Nürnberg mit den Kollegen von Wirecard sprechen und ein kleines Interview machen.

Bis dahin schau ich mir sum up näher an. Das Kartenlesegerät und die App gibt es kostenlos. SumUp kassiert 2,75 Prozent an Transaktionsgebühr. Das ist teuer, aber kann ggf. sich für kleine Unternehmen oder Freiberufler lohnen. Ich würde so ein System beispielsweise auf eine Messe oder einen Stand mitnehmen.

Folgendes Beispiel. Ich biete auf einer Messe meine selbstverlegten Bücher an. Der Kunde will ein paar meiner Bücher kaufen, hat aber nicht genügend Bargeld dabei bzw will sein Bargeld für andere Sachen aufheben. Er will stattdessen mit Karte (Kredit- oder EC-Karte) zahlen. Mein Kassensystem habe ich nicht dabei, oder ich habe gar kein Bezahlsystem und der Kunde geht mir verloren. Hier ist SumUp ideal. Aufs Handy das Gerät mit dem 3,5 mm Klinkenstecker gesteckt, App gestartet, Ware ausgewählt und Kunde unterschreibt auf dem Bildschirm. Der Kunde und ich machen unser Geschäft. Alle Bargeld- und Kartenzahlungen werden in der Transaktionshistorie dokumentiert. Mein Kunde bekommt eine Quittung via E-Mail oder SMS. Ab einem Umsatz von 20 Euro werden die Einnahmen täglich ausgezahlt.

In Puncto Sicherheit wirbt das Unternehmen mit „Sicherheit auf Bankniveau“: SumUp sei mit PCI-DSS Level 1 zertifiziert, dem höchsten Datensicherheitslevel im Finanzbereich. Die Datenübertragung erfolge durch 128 sowie 256 bit Verschlüsselung, ist also nach heutigem Stand sicher. Die Datenübertragung der Website werde durch RapidSSL gesichert. SumUp arbeitet mit den OWASP Coding Guidelines. Als Bankpartner wird im Kleingedruckten die Privatbank 1891 Bankverein Werther AG in München aufgeführt.

Super Kundenstopper: SignSpinning wirbt beim ZLF für Ministerin Merk

24. September 2012

Neulich war ich vom bayerischen Verbraucherschutzministerium für Vorträge beim Zentral Landwirtschaftsfest in München gebucht. Um Werbung für die Vorträge zu machen, setzte das Ministerium eine nette Marketingidee ein: SignSpinning

Beim SignSpinning handelt es sich um die Präsentation von Werbebotschaften, die auf SignSpin Boards angebracht sind, die die Form eines Pfeils haben. Die SignSpinner bewegen, drehen, jonglieren mit den SignSpin Boards und ziehen somit die Aufmerksamkeit auf sich. Und was soll ich sagen? Es hat wunderbar geklappt. Der Spinner, besser der SignSpinner, lockte das Publikum an. Der Akteur stand vor der Halle 6 und wirbelte mit seinem Pfeil akrobatisch durch die Gegend. Die Leute blieben stehen und schauten zu. Somit nahmen sie unbewusst die Werbebotschaften wahr. Diese drehten sich um Verbraucherschutz und um einen Auftritt der bayerischen Verbraucherschutz- und Justizministerin Beate Merk. Das Publikum des Zentral Landwirtschaftsfest sind eher konservative Leute, aber guten Ideen immer aufgeschlossen. Besucher und auch andere Aussteller interessierten sich für die Vorteile der SignSpinning-Werbung: innovative, interaktive Direktwerbung, sehr hoher Aufmerksamkeitsgrad, überall einsetzbar und ein guter Kundenstopper. Ich habe diese Werbeart in New York an vielen Straßenecken gesehen, in Deutschland kam mir diese Form von Marketing eher weniger unter. Die Idee hat funktioniert, das Ministerium hatte den richtigen Riecher und die Ministerin Beate Merk konnte vor vollem Haus ihre neue Broschüre „Gütesiegel in Bayern“ vorstellen. Also alle waren zufrieden.

 

Knallgelbe Feuerwear-Hülle fürs iPhone 5

23. September 2012
Knallgelb ist die neue iPhone-Hülle Mitch, die es am 1. Oktober gibt.

Knallgelb ist die neue iPhone-Hülle Mitch, die es am 1. Oktober gibt.

Das iPhone 5 ist da, installiert und nun geht der Kauf verschiedener Peripherie-Geräte. Dazu gehört auch eine neue Hülle für das Apple-Smartphone. Nachdem ich auf meinen Reisen immer wieder auf meine Feuerwear-Taschen angesprochen werde, schaute ich mal, was Feuerwear zum neuen iPhone bringt. Und ich hatten den richtigen Riecher. Am 1. Oktober kommt das Gelbste, was meinen neuen iPhone 5 je passieren konnte: Am 1. Oktober präsentiert das Label aus Köln die neue Version seiner nachhaltig und in Handarbeit produzierten Smartphone-Hülle Mitch in einer auf 250 Exemplare limitierten Sonderedition. Die neongelbe „Lightline“ aus seltenem Feuerwehr-Signalschlauch macht jede Hülle nicht nur wegen ihrer Farbe zum Hingucker. Auch die unterschiedlichen Aufdrucke und Einsatzspuren lassen jede Hülle zum Unikat werden.

Die Hülle Mitch von Feuerwear ist jetzt auch für das iPhone 5 geeignet: Etwas länger als sein Vorgänger ist auch der neue Mitch ein handgefertigtes Unikat aus gebrauchtem Feuerwehrschlauch. Den Verkaufsstart am 1. Oktober feiert das Kölner Kult-Label mit der auf 250 Stück limitierten Sonderedition „Lightline“ aus seltenem neongelben Schlauch im Webshop.

Mit seinem im Einsatz erprobten robusten Außenmaterial schützt Mitch seinen Inhalt zuverlässig vor Stößen oder Kratzern, während innen feines Mikrofasergewebe das Display und die Rückseite des Smartphones schont. Mit den abgerundeten Kanten passt Mitch auch optisch perfekt zum neuen iPhone. Damit das iPhone sicher an Ort und Stelle bleibt, hat Feuerwear an der Oberseite der Hülle eine Lasche mit Klettverschluss angebracht. Beim Öffnen wird das iPhone automatisch ein Stück herausgezogen. Auf der Rückseite befindet sich eine Gürtelschlaufe – ideal für seinen Feuerwear-Kollegen, den Gürtel Bill.

Mitch ist ab dem 1. Oktober als limitierte Sonderedition „Lightline“ in strahlendem Gelb exklusiv im Webshop von Feuerwear erhältlich. Der Preis beträgt 49 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Versand. Natürlich schützt Mitch auch die Vorgängermodelle sowie viele andere Smartphones mit den Außenmaßen von maximal 63 x 125 x 13mm.

Wer kein Exemplar aus der begehrten Sonderedition ergattern kann, besorgt sich Mitch in Rot, Weiß oder Schwarz zum Preis von 39 Euro.

Unboxing iPhone 5

22. September 2012

Das iPhone 5 ist bei mir eingetroffen. Und als Mac-Geek bzw. Apple-Geek muss ich gleich ein Unboxing-Video drehen, wahrscheinlich das 1001-Video zu diesem Thema, aber eben noch nicht von mir. Ich habe mich dieses Mal für ein weißes iPhone entschieden – es passt zum weißen iPad. Bisher hatte ich ein schwarzes iPhone, was allerdings daran lag, dass weiß beim Verkaufsstart nicht erhältlich war – Apple-Fans erinnern sich.

Zur Technik und zum neuen iOS 6 gibt es viel in anderen Blogs zu lesen, das spare ich mir jetzt. Ich muss sagen, dass Design von Sir Jonathan hat sich weiter entwickelt, Evolution statt Revolution. Das iPhone 5 liegt gut in der Hand, das etwas größere Display macht Spaß und ist superscharf. Jetzt folgt erst die Inbetriebnahme und der tägliche Einsatz. Aber ich muss sagen, der erste Eindruck ist positiv.

Das Telefon zu bekommen, war nicht so leicht. Die Telekom verschickte an die Premienkunden leider eine Telefonnummer einer Sexhotline statt  der Bestellhotline. Ich habe hier darüber geschrieben.

Update: 24. September: Apple hat heute bekannt gegeben, dass es über fünf Millionen neue iPhone 5 verkauft hat, gerade einmal drei Tage nach der Markteinführung am 21. September. Darüber hinaus sind mehr als 100 Millionen iOS Geräte auf iOS 6, dem weltweit fortschrittlichsten mobilen Betriebssystem, aktualisiert worden. iPhone 5 ist den USA, Deutschland, Australien, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Japan, Kanada und Singapur erhältlich und wird am 28. September in 22 und bis Ende des Jahres in 100 weiteren Ländern verfügbar sein. Die Nachfrage nach dem iPhone 5 übertrifft den ursprünglichen Vorrat und während der Großteil der Vorbestellungen an die Kunden ausgeliefert wurde, sind einige Auslieferungen bereits auf den Oktober geschoben.

Filmkritik: The Walking Dead, Staffel 1

21. September 2012

Ein Bekenntnis zu Zombie-Filmen fordert viele Leute zur sofortigen Reaktion heraus. Im Moment bin ich gerade auf einen Zombie-Trip und habe mir die erste Staffel von The Walking Dead angeschaut. In wenigen Tagen wird die zweite Staffel auf Deutsch veröffentlicht. Nachdem ich ja von Zombieland sehr enttäuscht war, wagte ich mit der TV-Serie einen neuen Anlauf. Gleich vorweg: Ich habe die Comics nicht gelesen, auf denen die Serie basiert. Das werde ich nachholen, um mir einen Eindruck über die filmische Umsetzung zu machen.

Eigentlich ist das Zombie-Genre einfach. In den meisten Filmen (wie auch bei the walking Dead) stapfen die Zombies hungrig durch die Gegend auf der Suche nach Frischfleisch. In der Serie heißen sie übrigens nicht Zombie sondern Beißer oder Streuner. Ein gezielter Kopfschuss oder entsprechendes Schlaginstrument zielgenau angewandt, befördern die lebenden Toten in die ewigen Jagdgründe. Und in der Serie  The Walking Dead wird ganz schön gemetzelt, Glieder und Köpfe abgetrennt, zermanscht, zermahlen, zerborsten. Die ganze Klaviatur der Splattermovies, die früher die Jugendschützer und die Politik auf den Plan gerufen haben. Heute laufen die Sachen im Fernsehen. Zombie-Opa George Romero musste sich noch als Faschist bezeichnen lassen, heute ist Ruhe an der Front. Aber warum eigentlich? Das Töten ist brutaler geworden und besonders eindrucksvoll, die Masken besser. Insgesamt wurden pro Folge 30 Sekunden Gekille geschnitten, die aber nicht unbedingt zur Story beitragen sollen (bei einem Zombie-Film – hahaha). Vielmehr will man wohl nicht die Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien auf den Plan rufen, womit wir wieder bei der alten Zensurdiskussion wären. Staffel 2 soll dann ungeschnitten in Deutschland auf DVD/Blu ray erscheinen, vielleicht liegt es daran, dass das VFX-Budget für Staffel 2 zusammengestrichen wurde. Die Spezialeffekte (außer Masken) waren in der ersten Staffel eher bescheiden, aber schließlich handelt es sich um eine TV-Produktion. Immer wieder wird diskutiert, dass die dargestellte Gewalt nicht Selbstzweck ist, sondern die Story unterstützt. Klar, wir haben ja mit einen Zombie-Film zu tun. Ich frag mich nur, ob so viel Gore sein muss? Dazu eine kleine Geschichte: Ich habe die Filme am iPad im Flugzeug mit Kopfhörer angeschaut und merkte, dass meine Nachbarin – eine elegante Businessfrau – interessiert auf das iPad schielte. Bis die ersten Gehirne im hohen Bogen spritzen und die Gedärme heraustraten, dann zuckte sie zusammen, vergoss fast ihren Tomatensaft und schaute mich erschreckt und angeekelt an. Als ich ihr erklärte, dass so nun mal Zombie-Filmen seien, bat sie um einen anderen Platz und ich hatte meine Ruhe.

Die Story von Walking Dead ist eine klassische Zombie-Geschichte und am Ende jeder Folge haben wir den klassischen Cliffhanger. Der löst die Sucht aus (auch bei mir) und so werde ich die Staffel 2 auch erwerben.

Wenn Zombie-Filme ein Spiegel der Gesellschaft sind, dann sieht es um die aktuelle US-Gesellschaft düster aus. Rassismus ist an der Tagesordnung, Rednecks gibt es noch immer, prügelnde Ehemänner schlagen auf Frau und Kind ein, Ehefrauen gehen fremd, aber im Zentrum steht immer die Familie. Schön und wirklich originell ist die Wende bei der Latino-Straßengang, die sich als Altenpfleger entpuppen. Leider sind alle Charaktere ziemlich flach, obwohl sich die Schauspieler wirklich bemühen und nicht schlecht sind. Und wir haben natürlich immer das gleiche blöde Gruppenverhalten. Das hatten wir aber bei Lost schon viel, viel besser gesehen. Es ist kein Kammerspiel, sondern eher Seifenoper. Die Wortgefechte in den Gruppen sind kein Schlagabtausch mit Worten, sondern enden meist in Schreierei und Gewalt. Also keine Psychologie von bedrängten, sondern eine doofe Aneinanderreihung von Klischees.

Die Rollen in unserer Serie haben leider keine besondere Tiefe, müssen sie vielleicht auch in einen Zombie-Film nicht. Aber wenn mehr Staffeln folgen sollen, dann müssen die Drehbuchautoren noch einmal ran. Für einen Comic mag die Struktur ausreichen, im Bewegtbild tut sie das nicht. Die Motivation des Hauptdarstellers seine Familie zu finden, ist schon in der dritten Folge von  The Walking Dead erledigt. Die Luft ist damit raus. Und wir haben Zeit auf die vielen kleinen und großen logischen Fehler zu achten.

Aber darum geht es nicht. Es geht doch um das ewig gleiche Zombie-Schema. Der Aufbau der Szenen ist nach Schema F, aber durchaus spannend: Person fühlt sich unbeobachtet und hört etwas, Person hat Angst, subjektive Kamera, Person rennt in die Sackgasse/Panzer/ausweglose Situation, Kampf und dann deus ex machina – alles wird gut, obwohl natürlich ein paar Gute auch auf der Strecke bleiben.

Ach was soll es, ich muss wieder ein paar Flugreisen machen und wenn die zweite Staffel erscheint, kauf ich sie mir.

Ubisoft Motion Capture-Studio in Toronto – warum nicht bei uns?

20. September 2012
Die Stage im neuen Ubisoft-Studio.

Die Stage im neuen Ubisoft-Studio.

MoCap ist das Zauberwort derzeit in der Film- und der Gamesbranche. MoCap oder Motion Capture sorgen dafür, dass Filme und Spiele realistischer wirken. Viele Produktionen wären ohne MoCap nicht möglich. Die Darsteller zwängen sich in hautenge Anzüge, überall am Körper werden Rezeptoren angebracht und so werden die Bewegungen der Darsteller in den Computer übertragen. Es entstehen realistische Kämpfe. Mit Avatar zeigte man, dass MoCap auch perfekt mit Gesichtsausdruck funktioniert. Interessant ist allerdings die Frage, wer die Rechte an den 3D-Daten hat? Und was passiert, wenn ein Darsteller stirbt – können dann seine 3D-Daten weiter in Spielfilmen spielen? Ein schönes Feld für Juristen und Gewerkschaftler.

Im Spielebereich wird MoCap schon lange eingesetzt. Die Fifa-Serie wäre nicht möglich, wenn der Spieleprogrammierer nicht die 3D-Daten der Fußballer hätten. Daher setzt die Branche immer mehr auf Realismus. Publisher Ubisoft hat jetzt ein neues Performance-Capture-Studios in Toronto eröffnet. Das Studio soll die Entwicklung von hochwertigen Inhalten für Videospiele unterstützen. Indem es Fachkenntnisse aus der Film- und Spieleindustrie vereint, hilft das Performance-Capture-Studio Ubisoft in Toronto bei der Entwicklung von facettenreicheren Charakteren, umfassenderen Geschichten und realistischen, filmreifen Spielen.

Darsteller in MoCap-Anzügen.

Darsteller in MoCap-Anzügen.

„Wir sind sehr stolz, unser Performance-Capture-Studio in Toronto vorstellen zu dürfen, da wir uns ja erst vor zwei Jahren hier niedergelassen haben,“ sagte Yannis Mallat, CEO von Ubisoft Toronto und Montreal. „Es geht hier nicht nur um die Entstehung einer innovativen Einrichtung, sondern um die Umstellung unserer Art und Weise, Geschichten zu erzählen. Wir setzen einen größeren Fokus auf schauspielerisches Talent und auf die Sicherstellung eines hochqualitativen Performance-Ergebnisses unserer Filmkunst- und Animations-Teams. Das Studio ist auch ein Beleg für unser Vertrauen in das Talent von Ontario, die besten Performance Capture-Ergebnisse in der Spieleindustrie zu liefern.“ Ich bin mal gespannt, ob den markigen Worten auch Taten folgen. Ich möchte mehr Geschichten in Spielen sehen.

Bewegungen werden in den Computer übertragen.

Bewegungen werden in den Computer übertragen.

In Toronto werden Techniken und Technologien genutzt, die momentan von der Filmindustrie eingesetzt werden. Performance-Capture beinhaltet das gleichzeitige Erfassen von Sprache, Gesichts- und Körperbewegungen, die von Schauspielern ausgeführt werden. Die Rahmendaten der neuen Investition sind zumindest eindrucksvoll:

  • Ein 600 Qudratmeter großes Performance-Arial, um umfangreiche Einstellungen zu ermöglichen.
  • 80 Vicon T160 Motion-Capture-Kameras, die eine hochauflösende, genaue und flexible Erfassung von Bewegungen ermöglichen.
  • Schnurlose Helmkameras, die Gesichtszüge genau erfassen und in Echtzeit mit Stimm- und Körperbewegungen synchronisieren.
  • Eine Tonbühne mit einem „Boxen in Boxen“-Design, welches ein hochqualitatives Capturing ermöglicht.
  • Vielseitig einsetzbare Hochlast-Stunt-Balken, die es ermöglichen dynamische und physische Szenen für Spiele zu erfassen.
Ein komplettes Set beim Dreh.

Ein komplettes Set beim Dreh.

Ich frage einfach mal: Warum muss eigentlich so ein Studio in Toronto angesiedelt sein? In Deutschland reden wir immer von der Kreativwirtschaft. Lassen wir doch endlich mal Taten sprechen. Toronto siedelt die großen Hersteller und Firmen der Branche an und wir reden davon. Ich verstehe die Kanadier schon, die stolz auf ihre neue Industrie sind: „Dies ist ein aufregender Tag für Ubisoft und die Spieleindustrie in Ontario, der demonstriert, was wir erreichen können, wenn wir zusammenarbeiten,“ sagt Brad Duguid, Minister of Economic Development and Innovation. „Unsere Regierung ist stolz auf die Ergebnisse, die wir erzielt haben, indem wir diesen Sektor in der Provinz gefördert und dabei geholfen haben, die Wirtschaft zu stärken und neue Arbeitsplätze zu schaffen.“ Durch die fortlaufenden Investitionen in die Studios in Toronto, Montreal und Quebec hat Ubisoft gezeigt, dass es Kanada als ein wichtiges Zentrum sieht, welches die Entwicklung von virtuellen Produkten antreibt.

Und immer noch mehr Öl gießen die Kanadier ins Feuer und sie machen es richtig. Sie verbinden Games und Uni. Bei uns hat die TU München einen Games-Lehrstuhl eröffnet und die universitäre Welt rümpft die Nase. Ubisoft wird auch zukünftig Zeit und Ressourcen investieren, um die Forschung und Entwicklung von Projekten mit externen Partnern in der Wissenschaft zu unterstützen. Ubisoft Toronto verstärkt sein Engagement und wird sich mit dem Sheridan College und seinen Filmindustrien, sowie seinem Forschungsausbildungs-Zentrum (SIRT) zusammenschließen. Hier sollen Forschungsprojekte im Bereich der virtuellen Produktion identifiziert, definiert und weiterverfolgt werden, um neue Kompetenzlevel zu erreichen. Zusätzlich plant Ubisoft, seine Kompetenzen und Fachkenntnisse zur Verfügung zu stellen, um einen positiven Einfluss auf spielbezogene Ausbildungs- und Studienpläne am Sheridan College auszuüben. Hierbei sollen die Studenten die Möglichkeit haben, direkten Kontakt mit den neusten Hilfsmitteln, Einrichtungen und Technologien zu haben.

 

Games of Thrones: Erfolg für PIXOMONDO

19. September 2012

Nach langem Zögern sah ich mir die Verfilmung von George R.R. Martins Romanepos Games of Thrones an. Ich hatte weder die Bücher, noch die Serie im Fernsehen gesehen. Ich wurde aufmerksam, weil eine meiner liebsten deutschen VFX-Schmieden PIXOMONDO die Tricks für die zweite Staffel gemacht haben. Nun habe ich mir den ersten Band Das Lied von Eis und Feuer für den Kindle gekauft. Es macht durchaus Spaß zu lesen, verschiedene Handlungsstränge laufen nebeneinander her. Immer wieder George R.R. Martin in einem Atemzug mit Tolkien genannt, aber das ist Quatsch.

Bei den Filmen Game of Thrones bin ich komplett gespalten. Auf der einen Seite sind sie spannende Fantasy-Unterhaltung, nach der ich süchtig werden kann. Schließlich kommt die Serie von HBO. Die einzelnen Episoden, alle so um die 50 Minuten, enden wunderbar mit einem Cliffhanger. Zudem sterben Hauptpersonen plötzlich und die Handlung nimmt einen unvorhersehbaren Verlauf. Das macht Spaß. Auf der anderen Seite, ist die Sprache im Film vulgär, die Szenen unnötig brutal und sexistisch. Es wird „gefickt“, „gehurt“ und ähnliches, es werden Kehlen durchschnitten, Köpfe abgeschlagen und Leiber zucken, und es gibt keine Folge, in der nicht die primären Geschlechtsorgane von Männlein oder Weiblein zu sehen sind. Ich bin nicht prüde, aber so genau muss ich auch nicht sehen. Kein Wunder, dass die Bundesprüfstelle für jugendgefährende Medien schon auf den Plan gerufen wurde. Mal sehen, wie lange die Folgen noch ab 16 Jahren zu haben sind.

PIXOMONDO schuf die Drachen ab der zweiten Staffel.

PIXOMONDO schuf die Drachen ab der zweiten Staffel.

Von professioneller Sichtweise her, freut mich der Einsatz des deutschen Unternehmens PIXOMONDO in einer amerikanischen TV-Serie. Gerade eben wurden die deutschen Mitarbeiter des VFX-Unternehmens PIXOMONDO mit dem „Primetime Emmy Award“ für die besten visuellen Effekte in der TV-Serie „Game of Thrones“ ausgezeichnet. Den bedeutendsten Fernsehpreis erhielt das Team für die Effekte in der Episode „Valar Morghulis“ der zweiten Staffel der HBO-Serie. PIXOMONDO war primärer Lieferant der Effekte in den zehn einstündigen Episoden. Die Emmy Awards wurden vor kurzem in Los Angeles von der „Academy of Television Arts & Sciences“ verliehen. Die begehrte Auszeichnung nahmen die PIXMONDO-Mitarbeiter Rainer Gombos (Senior VFX-Supervisor), Juri Stanossek (VFX-Supervisor), Jan Fiedler (VFX-Producer), Sven Martin (VFX Supervisor Dragons), Chris Stenner (Division Animation Supervisor) und Thilo Ewers (Environment Supervisor) auf der Bühne des NOKIA Theatres in Los Angeles entgegen. Es ist der erste Emmy Award für das führende deutsche Studio für visuelle Effekte. Insgesamt wurden für die zehn einstündigen Episoden 528 Einstellungen bearbeitet. Weltweit waren bei PIXOMONDO 323 Mitarbeiter an neun der 13 Standorte an der Produktion der visuellen Effekte für die zweite Staffel von „Game of Thrones“ beteiligt.

Die Projektleitung für das US-Projekt lag in Stuttgart.

VFX made by PIXOMONDO.

VFX made by PIXOMONDO.

Die Projektleitung hatte für alle Produktionsbereiche und Standorte Juri Stanossek vom PIXOMONDO Studio Stuttgart inne. Im Stuttgarter Standort vollzog Thilo Ewers Set Extensions, bei denen real gedrehte Einstellungen mit digital erstellten Landschaften und Objekten ergänzt wurden. Hierdurch erhielt der fiktive Kontinent „Westeros“ sein Erscheinungsbild. Zudem wurden einige Kampfszenen und Kreaturen in Stuttgart bearbeitet. Das Team um Sven Martin und Chris Stenner erstellte im Studio Frankfurt die komplett digitalen, feuerspeienden Drachen und hauchte ihnen durch realistische Animationen Leben ein. „In der ersten Staffel sehen die jungen Drachen noch niedlich aus. Da sie in der zweiten Staffel heranwachsen, haben wir die Proportionen leicht geändert sowie die Krallen der Drachen stärker betont. Dadurch wirken sie nun deutlich furchteinflößender“, sagt Sven Martin, VFX Dragon Supervisor von PIXOMONDO.

Zudem wurden einige Kampfszenen und Kreaturen bearbeitet, u.a. veränderte PIXOMONDO die real gedrehten Wölfe digital, so dass die in der Serie genannten „Direwolves“ im Zusammenspiel mit Hintergrund und Schauspielern in den finalen Szenen größer erscheinen.

Digitale Kälte aus Deutschland.

Digitale Kälte aus Deutschland.

An der Produktion der visuellen Effekte für die zweite Staffel von „Game of Thrones“, die von David Benioff und D.B. Weiss produziert wird, waren neun PIXOMONDO Studios beteiligt. Für jede der zehn einstündigen Episoden wurde zwischen 60 und 140 Einstellungen bearbeitet. Die Projektleitung lag beim PIXOMONDO Studio Stuttgart, wo neben den Arbeiten an weiteren Kreaturen die meisten Set-Extensions und Matte-Paintings vollzogen wurden. In Frankfurt stand die Entwicklung und Bearbeitung der Drachen im Vordergrund der Arbeit, in London und Burbank wurden Compositing und 3D-Arbeiten durchgeführt. Der Standort Peking bearbeitete Szenen mit den Direwolves. In Szenen, bei denen Rauch und Nebel hinzugefügt werden musste, waren die Experten des Standorts Berlin am Werk. Die Standorte München und Hamburg unterstützten die anderen Studios durch die Übernahme von Compositings und einigen 3D-Bearbeitungen.

PIXOMONDO schafft ganze Burgen ...

PIXOMONDO schafft ganze Burgen …

... und das aus dem Nichts.

… und das aus dem Nichts.

Was viele aber nicht wissen: PIXOMONDO ist nicht nur im Kinobereich erfolgreich, sondern arbeitet auch in den Bereichen TV, Werbefilm, interaktiven Apps und Medien sowie Live-Events. PIXOMONDO bietet die gesamte Dienstleistungspalette der digitalen Postproduktion an. Dazu gehören Pre-Visualisierungen, VFX-Produktionen, CG-Character- und Creature-Animation, Compositing sowie 3D-Animation für Kinofilme, Eventmovies, TV-Serien sowie Werbefilme.

Dank seiner internationalen Aufstellung verfügt PIXOMONDO weltweit über kreative Talente und eine global vernetzte IT-Infrastruktur, die einen 24/7 Workflow über Kontinente und Zeitzonen ermöglicht. Das inhabergeführte Unternehmen wurde 2001 in Pfungstadt von Thilo Kuther gegründet und ist heute an 13 Standorten in fünf Ländern auf drei Kontinenten vertreten. Über 670 Mitarbeiter sind bei PIXOMONDO beschäftigt.

Der böse Zombie greift an ...

Der böse Zombie greift an …

... steht aber nur vor einer grünen Wand.

… steht aber nur vor einer grünen Wand.

 

Hollywood liebte den Roten Baron

Die Fachwelt wurde 2008 auf PIXOMONDO aufmerksam, als die damals noch kleine Gesellschaft die Tricks für das Erste Weltkrieg-Abendteuer „Der rote Baron“ beisteuerte. Die dramatischen Luftkämpfe um den legendären Kampfpiloten waren absolut überzeugend, dass sich auch Hollywood für das kreative Potenzial interessierte. Bei der Siggraph 2010, der wichtigsten Messe für 3D-Animation, berichtete mir Thilo Kuther über das Zustandekommen seines bis dahin größten Projektes. Der deutsche Starregisseur Roland Emmerich suchte Artists für sein Effektespektakel „2012“. In einem Hotelzimmer in LA schlugen Kuther und sein Team ihre Zelte auf und schufen eine eindrucksvolle Previsualisierung. Die Previsualisierung der Effekte waren fast filmreif. Die Produzenten konnten sich die späteren Szenen dank 3D vorstellen und mussten keine Storyboards auf Papier mehr durchblättern. „Das mag zu Beginn ein größerer Aufwand gewesen sein, im Endeffekt ging es bei der späteren Produktion um ein Vielfaches schneller und hat enorm Geld gespart“, so Kuther. PIXOMONDO bekam den Zuschlag für den Emmerich-Film und war im Geschäft.

Oscar als höchste Weihe

Es begann eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte. Weitere erfolgreiche Effekte wurden für Kinofilme abgeliefert: Nightmare on Elmstreet (2010), The Ghostwriter (2010), Percy Jackson & The Olympians: The Lightning Thief (2010), Iron Man 2 (2010), Knight & Day (2010) und Green Hornet (2011) und viele mehr. PIXOMONDO inszeniert das Ende der Welt für Lars von Trier. Der Ausnahmeregisseur setzte 2011 für seinen prämierten Film „Melancholia“ auf Visual Effects des deutschen Marktführers.

PIXOMONDO wurde im Jahr 2010 von Regisseur Martin Scorsese mit der Umsetzung der visuellen Effekte für Hugo Cabret beauftragt. In knapp über einem Jahr bearbeitete das Unternehmen an neun Standorten auf der ganzen Welt insgesamt 854 Einstellungen, das entspricht mit 62 Minuten Gesamtlänge ungefähr der Hälfte des Films. Ein großer Teil der visuellen Effekte entstand in den deutschen Studios in Stuttgart, Berlin, Hamburg, München und Frankfurt, aber auch die Standorte London, Los Angeles und Peking waren an dem Projekt beteiligt. Insgesamt wurden 4,1 Millionen Einzelbilder vom 438-köpfigen Team für „Hugo Cabret“ erstellt. Für das perfekte Ergebnis schickte das Team über 3.000 Terabyte an Daten über das eigene Netzwerk zwischen den verschiedenen Studios hin und her. Mit dem Oscar für Hugo Cabret bekam PIXOMONDO die höchsten Weihen der Filmwelt. In Scorseses erstem 3D-Film ist PIXOMONDO mit über 850 Einstellungen für rund 98 Prozent der digital bearbeiteten Bilder verantwortlich. Den Oscar nahmen die PIXOMONDO-Mitarbeiter Ben Grossmann und Alex Henning gemeinsam mit Martin Scorseses VFX-Supervisor Robert Legato auf der Bühne des Kodak Theatres in Hollywood / Los Angeles entgegen.

Die Burg sieht stolz und bedrohlich aus.

Die Burg sieht stolz und bedrohlich aus.

Aber sie ist in Wahrheit gar nicht vorhanden.

Aber sie ist in Wahrheit gar nicht vorhanden.

Aufträge von TV-Spots & Events

Von diesem Erfolg beflügelt, wächst das Unternehmen weltweit, hat aber seine deutschen Wurzeln nicht verloren. Vor kurzem wurde PIXOMONDO von der Agentur Serviceplan mit der Planung und Realisierung der visuellen Effekte im neuen TV-Spot der aktuellen Werbekampagne von Sky beauftragt.

Schauspieler Jean Reno, neues Testimonial von Sky, spaziert in dem Spot durch virtuell erstellte Räume und bewirbt den HD-Festplattenreceiver Sky+. Rund 90 Prozent des Films bestehen aus computergenerierten Bildern, die von PIXOMONDO aus über 3 Milliarden Pixeln erstellt wurden. Aufgrund des großen Anteils an visuellen Effekten war PIXOMONDO bereits in die Planungsphase stark involviert und begleitete das Team von Serviceplan auch bei den dreitägigen Dreharbeiten vor Ort in Berlin Adlershof. Alle Aufnahmen mit Jean Reno wurden vor Green-Screen gemacht, um ihn anschließend in die digital erstellten Räume integrieren zu können.

In knapp 1.500 Arbeitsstunden erstellte PIXOMONDO alle Räume, in denen sich Jean Reno während des Spots aufhält, darunter u.a. eine überdimensionale Halle, in der Jean Reno auf einer kleiner Plattform in der Mitte steht und auf deren Wänden Ausschnitte hunderter TV-Filme und -Serien laufen. Zudem übernahm PIXOMONDO das gesamte Compositing, bei dem die verschiedenen Bestandteile der Effekte zusammengefügt wurden. Das Projekt wurde im Berliner Studio von PIXOMONDO realisiert, Producer Markus Trautmann und Creative Director Alfredo Picardi Rockenbach arbeiteten mit sieben Artists an der Entertainmentwelt von Sky.

Stetiges Wachstum

Ende Mai wuchs PIXOMONDO ein weiteres Mal. Zuletzt übernahm PIXOMONDO in Detroit den lokalen Anbieter With a Twist und eröffnet damit in der Autostadt den 13. Standort des internationalen Studionetzwerks. Mit der neuen Niederlassung baut das VFX-Unternehmen die Präsenz auf dem US-amerikanischen Markt nach der Eröffnung des Standorts Baton Rouge weiter aus. Seit kurzem ist auch der zwölfte PIXOMONDO-Standort in Baton Rouge voll in die laufenden Projekte integriert. In Louisiana wird aktuell an den visuellen Effekten im Kinofilm „Oblivion“ mit Hauptdarsteller Tom Cruise gearbeitet, der 2013 Premiere feiert. Hierzu ist das Team eng in die Dreharbeiten eingebunden

Mit With a Twist in Detroit übernimmt PIXOMONDO einen langjährigen Geschäftspartner, der bisher als Sub-Lieferant bei mehreren Projekten von PIXOMONDO beteiligt war. Um in den globalen Workflow von PIXOMONDO integriert werden zu können, wird der neue Standort in die IT-Infrastruktur ITworx 24/7 eingebunden, die alle 13 PIXOMONDO-Studios auf drei Kontinenten vernetzt.

Durch die Expertise von PIXMONDO in der Erstellung von Werbespots, Live Media und Industriefilmen für Automobilkonzerne passt der neue Standort in die Gesamtstrategie des Unternehmens. PIXOMONDO baut auf den vorhandenen Kontakt von With a Twist zu den in Detroit ansässigen Automobilkonzernen auf und möchte in der Motor City neue Kunden gewinnen. Am Standort Detroit werden neben lokalen Aufträgen auch internationale Projekte aus den Bereichen Feature Film, Fernsehfilm und Werbung realisiert.

Das richtige Werkzeug zum Arbeiten: ITworx 24/7

Globalisierung im Workflow ist wegweisend, aber es müssen die richtigen Tools dafür vorhanden sein. PIXOMONDO hat sich selbst seine eigenen Werkzeuge für weltweite Zusammenarbeit geschaffen. Dank der von Thilo Kuther entwickelten IT-Infrastruktur „ITworx 24/7“ sind alle Standorte miteinander vernetzt. ITworx 24/7 ermöglicht einen 24-Stunden am Tag / 7-Tage-die-Woche-Prozesszyklus; Projekte mit ambitionierten Fertigstellungsterminen können damit zeitnah umgesetzt werden, indem die Produktionskapazitäten von allen Standorten weltweit genutzt werden. Zusätzlich werden die Arbeitsprozesse so verteilt, dass diese immer auf das entsprechende Talent vor Ort passen.

Finger weg von Carrie und The Texas Chain Saw Massacre

18. September 2012

Nein, ich will davon nichts wissen. Nein, nein, nein – es soll zwei Neuverfilmungen geben, die ich absolut nicht brauche: Carrie und The Texas Chain Saw Massacre, letzterer noch dazu in 3D. Warum muss Hollywood alte Geschichten ausgraben, um sie in neuem Gewand einer jungen Zielgruppe zu präsentieren? Ja, es geht nur ums Geld verdienen. Warum investieren die Verantwortlichen nicht in neue Ideen, sondern müssen Klassiker kaputtmachen.

Beginnen wir mit Carrie. Die Originalverfilmung stammt aus dem Jahre 1976 und ist eine meiner liebsten Stephen King-Verfilmungen, wie ich es hier schon im Blog beschrieben hatte. Im März 2013 soll die Neuverfilmung des Klassikers Carrie – Des Satans jüngste Tochter von 1976 in die US-Kinos kommen. Viel ist noch nicht zu hören. Das Drehbuch stammt von Roberto Aguirre-Sacasa, Julianne Moore wird die verrückte Carries Mutter Margret White spielen und Chloë Moretz spielt die Carrie. Sie hat zwar bereits den Scream-Award 2010 bekommen, aber ich sage jetzt voraus: Gegen Sissy Spacek wird sie komplett verblassen.

Carrie - wunderbar dargestellt von Sissy Spacek.

Carrie – wunderbar dargestellt von Sissy Spacek.

Natürlich läuft die PR-Maschinerie schon auf Hochtouren. Moretz will ihr Image ändern und sich einen anderen Look verpassen. Außerdem soll der Film näher am Buch von Meister King sein und Blair Witch-Elemente enthalten. Blablabla. Schön, wenn es so ist, doch ich sage voraus, dass die Verfilmung kein Erfolg wird. Da kann sich Regisseurin Kimberly Peirce noch so anstrengen. Sie konkurriert mit Brian de Palma und sie konkurriert mit einer anderen Zeit. Das Buch und der Film mit Telekinese waren in den siebziger Jahren erfolgreich, gefolgt von Telekinse-Filmen wie Cronenberg Scanners oder de Palms Teufelskreis Alpha. Der Feuerteufel in den achtziger Jahren tat sich schon schwerer an der Kinokasse. Heute sind Vampire in, aber keine Teenager mit Geisteskräften.

Mein The Texas Chain Saw Massacre-Poster aus dem Keller.

Mein The Texas Chain Saw Massacre-Poster aus dem Keller.

Bleiben wir bei Teenagern und ihren Problemen. Warum in aller Welt braucht es eine Neuverfilmung von dem Terror-Film schlechthin? The Texas Chainsaw Massacre oder Blutgericht in Texas oder Kettensägenmassaker, wie die seltsamen deutschen Titel waren, hinterließ mich verstört im Kino. Tope Hooper brachte den Terror schlechthin auf die Leinwand (und ins Museum of Modern Art). Dabei zeigte der Film kaum blutige Szenen, deute viel an und vieles spielte sich im Kopf ab. Diese Art von Kopfkino war allerdings hammerhart. In vielen Ländern wurde der Film zensiert, geschnitten und wurde nur unter dem Ladentisch gehandelt. Auch in Deutschland war der Film lange Zeit verboten. Die Darstellung an Gewalt hatte sich bis dato keiner getraut zu zeigen. Seine Wirkung entfaltete der Film aber erst mit der wirren Musik von Hooper. Hier der schockierende Trailer von 1974, immer noch grausam.

Nach einigen Fortsetzungen (langweilig), kam es bereits 2003 zu einer Neuverfilmung, produziert von Michael Bay. Ich schaute ihn mir an, weil der Deutsche Marcus Nispel die Regie führte. Die Neuverfilmung spielte fett Kohle ein (107 Millionen US-Dollar), versetzte den Terror in die Neuzeit (mit zahlreichen Fehlern). Natürlich kam die Neuverfilmung nicht an die Atmosphäre des Werkes von1974 heran. Und nun? Jetzt wird die Motorsäge in 3D ausgepackt. Der Trailer lässt schlimmes vermuten. Leatherface muss ab Januar 2013 wieder ran, lacht irre und verhacktstückt nun Teenager in 3D. Nein danke, dass muss ich nicht haben.

Regie führte ein gewisser John Luessenhop (Taken) und die Darsteller sind Schauspielern Alexandra Daddario, Dan Yeager, Tremaine “Trey Songz” Neverson, Scott Eastwood, Tania Raymonde, Shaun Sipos, Keram Malicki-Sanchez, James MacDonald, Thom Barry, Paul Rae, Richard Riehle, Bill Moseley und Gunnar Hansen. Das Drehbuch hat Adam Marcus geschrieben. Story: Eine (junge) Frau kommt zu ihren Wurzeln zurück und siehe da – Leatherface wartet mit der Motorsäge. Die Story wird als Fortsetzung von 1974 verkauft – gähn. Hier der Trailer der 3D-Verfilmung.

Ich brauche diesen Film wirklich nicht. Für mich waren die Terrorfilme von Rob Zombie die einzig würdigen Nachfolger von Tope Hoopers Werk. Haus der 1000 Leichen (2003) fand ich irre und den Nachfolger The Devil’s Rejects (2005) grausam. Auch die Halloween-Varianten fand ich durchaus gelungen. Was wäre herausgekommen, wenn ein Irrer wie Rob Zombie sich des Stoffes von The Texas Chain Saw Massacre angenommen hätte? Aber er hat wohlweislich die Finger davon gelassen und seine eigenen Filme geschaffen.

Update (15.10-2012): Auf der Comic.com im Oktober 2012 hab es ein ausführliches Interview zu Carrie, dass ich nicht vorenthalten will: