Archive for the ‘Medien’ Category

Einstieg in die visuelle Präsentation mit Kasperl

7. Oktober 2013

Vor kurzem hielt ich mit meinem Kollegen Thomas Gerlach ein Seminar zum Thema Visuelle Präsentation. Im Grunde ging es um die Präsentationstechniken von Garr Reynolds, einstmals beschäftigt bei Apple und heute Professor in Osaka. Um die Teilnehmer gleich zu Beginn mit einer etwas ungewöhnlichen Einführung zu konfrontieren, wagte ich ein Experiment.

Ich wollte einen Dialog mit einer Handpuppe, dem bekannten Kasper, führen und die Teilnehmer so auf das Seminar vorbereiten. Aber es sollte keine Bauchrednereinlage werden, sondern eine Form, die zu einem Seminar über visuelle Präsentation passte. Also musste der Kasper via Beamer/Monitor mit mir sprechen.

Dialog mit Kasperl als Einstimmung auf ein Seminar visuelle Präsentation.

Dialog mit Kasperl als Einstimmung auf ein Seminar visuelle Präsentation.

Dazu ging ich wie folgt vor: Am Tag vor dem Seminar übte ich mit meiner Frau einen Dialog ein. Ursprünglich wollte ich den Kasper selbst sprechen, aber dann hatte meine Frau die Idee, aus dem Kasper einen Kasperl zu machen, der auf Schwäbisch spricht. Als Kasperl nahmen wir die entsprechende Handpuppe aus dem Kasperltheater unserer Kinder.

Hinter einem Sofa wurde meine Frau postiert und sie sprach auf Schwäbisch die vorbereiteten Fragen. Mit dem iPhone filmte ich den Auftritt des Kasperls. Okay, die Lichtverhältnisse waren nicht ideal, aber es sollte ja schließlich nur ein kleines Experiment sein. Bei der Durchführung zeigte sich, dass es wichtig ist, dass der Kasperl nach seinem Monolog weiterhin im Bild bleibt und ganz wichtig – sich bewegt. Wir nahmen nach jedem Dialog etwa eine Minute Bewegung vom Kasperl auf.

Im Seminar kam dann in dieser Minute mein Part und ich gab die entsprechenden Antworten. Der Kasperl selbst bewegte sich bei meinen Antworten auch weiterhin, um ein wenig Leben in die Bude zu bekommen.

Zufriedene Gesichter bei meinem Seminar.

Zufriedene Gesichter bei meinem Seminar.

Nach jedem Frage-Antwort-Part kam ein Schnitt im Schnittprogramm und die einzelnen Videosequenzen wurden dann in Keynote als Präsentationsstool eingespielt. War mein Part zu Ende, dann drückte ich auf nächste Folie über die Fernbedienung und es kam der nächste Film mit dem nächsten Dialog mit dem Kasperl. Es lief nicht richtig rund, die Pausen waren etwas zu lang, aber die grundsätzliche Idee war hervorragend und kam bei den Zuschauern gut an. So war der Einstieg in ein Seminar über visuelle Präsentation geglückt. Der Kasperl wurde übrigens während des Seminars von den Teilnehmern immer wieder nachgefragt.

Und hier ist der Auftritt samt Kasperl:

Onliner glauben an die Zukunft des stationären Handels

4. Oktober 2013

Ich gehe gerne shoppen – online und offline. Und damit liege ich wohl genau im Trend. Wie die GETTINGS-Studie herausgefunden haben will, glauben 91 Prozent der Onliner an die Zukunft des stationären Handels. Aber der Einzelhandel muss sich verändern. Das erkläre ich auch meinen Kunden in meinen Seminaren.

Dry Aged Fleisch kann ich bei Claus Böbel online und offline bestellen.

Dry Aged Fleisch kann ich bei Claus Böbel online und offline bestellen.

Die Tendenz geht dabei zum so genannten Multi Channel Retailing: 85 Prozent der Studienteilnehmer denken, dass sich Internet- und stationärer Handel zukünftig noch stärker ergänzen werden. Zum Beispiel online bestellen und im Laden abholen, wie ich vor kurzem gebloggt habe. Vor kurzem besuchte ich zum Beispiel den Metzgermeister Claus Böbel. Er betreibt in Rittersbach in der fränkischen Provinz eine Landmetzgerei und hat gleichzeitig einen hervorragenden Online-Handel. Ich werde über Claus Böbel noch öfters schreiben.

Bei der Metzgerei Böbel gibt es Waren on- und offline.

Bei der Metzgerei Böbel gibt es Waren on- und offline.

Auch wenn Kunden immer online-affiner werden, möchten sie in Zukunft nicht auf ein Shoppingerlebnis vor Ort verzichten. 73 Prozent der Befragten wünschen sich jedoch, dass alle Geschäfte auch im Internet vertreten sind, um sich vorab über Angebote informieren zu können. Neben heimischen PCs, rückt dabei die Nutzung von Smartphones immer weiter in den Vordergrund: 72 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Einsatz von Smartphones zukünftig eine immer größere Rolle spielen wird. Leider stelle ich fest, dass zahlreiche Website nur auf dem Rechner zu benutzen sind und keine mobile Variante haben. Dass der stationäre Handel von Online-Kanälen profitiert, zeigen diese Ergebnisse deutlich. Nach Meinung der Befragten kann ein Online-Shop allein jedoch nicht erfolgreich sein: Über ein Drittel der Befragten (34 Prozent) ist sogar der Überzeugung, dass ein reiner Onlineshop auf Dauer nicht existenzfähig ist.

Grafik

Was wichtiger ist, off- oder online, darüber besteht keine Einigkeit, Vor- und Nachteile des jeweiligen Kanals unterscheiden sich stark. Die Vorteile des Ladengeschäftes liegen vor allem bei der Unmittelbarkeit: Fast 89 Prozent der befragten 14- bis 59-Jährigen schätzen den Aspekt, alles anprobieren und anfassen zu können. Doch auch die Beratung vor Ort ist für zwei Drittel (66 Prozent) aller Befragten ein klarer Pluspunkt des stationären Handels. Das Erlebnis beim Einkaufen im stationären Handel steht demnach im Vordergrund. So gaben 65 Prozent der Befragten an, dass sie es mögen, im Laden zu stöbern und sich für den Kauf inspirieren zu lassen. Diese Möglichkeit, gepaart mit der Sicherheit, das Produkt gleich mitnehmen zu können (56 Prozent), sprechen deutlich für den stationären Handel. Dies gilt allerdings nur, wenn der Handel das Produkt überhaupt führt. Hier können viele Händler nicht mithalten. Breite und Tiefe der Warenpalette ist begrenzt.

Dem gegenüber stehen die Vorzüge des Online-Einkaufs: Vor allem die Möglichkeit der Vorabrecherche und des Preisvergleichs wird als Vorteil (84 Prozent) erachtet. Auch die Lieferung nach Hause (73 Prozent), die Zeitersparnis beim Einkauf (68 Prozent) und die große Auswahl, die ebenfalls von 68 Prozent der Befragten als Vorteil des Online-Einkaufs genannt wurde, sind klare Pluspunkte des Online-Handels. Überraschend hingegen die zwischen On- und Offline-Handel oft kritisierte Preispolitik: Nur 43 Prozent meinen, dass die Preise online günstiger sind als im Ladengeschäft.

Neue Quelle für GEMA-freie und lizenzfreie Musik für Videos: YouTube Audio Library

3. Oktober 2013

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Um Videos musikalisch zu untermalen brauche ich GEMA-freie und lizenzfreie Musik. Bisher habe ich vor allem Musik meines Kollegen Sebastian Dosch von Dosch Design verwendet, der mit Dosch Audio großartige Stimmungsmusik produziert. Diese sind aufwendig eingespielt und für zahlreiche Videos hervorragend geeignet.

Jetzt habe ich eine weitere Quelle für GEMA-freie und lizenzfreie Musik entdeckt. YouTube selbst. In der Vergangenheit war es ja bereits möglich im Videomanager Audio-Spuren mit GEMA-freier Musik über das Video zu legen. Das geht nur am Rechner. YouTube hatte dazu rund 150000 Musikstücke ins Netz gestellt. Problem: Wenn ich diese Musik über die Filme lege, dann hört man von Originalton des Vidoes nichts mehr. Allerdings bin ich in Sachen GEMA auf der sicheren Seite.

Jetzt bietet YouTube kostenlose GEMA-freie Musik zum Download an. Das Ding heißt YouTube Audio Library.

Im Moment sind es nur 150 lizenzfreie Stücke, aber ein Anfang ist gemacht. Ich kann das entsprechende Stück online anhören und anschließend herunterladen. Ich habe mir viele der Stücke aufs iPhone geladen, um bei einer mobilen Videoproduktion die Musik dann unterwegs einzublenden. So brauche ich den Schnittrechner nur noch für größere Produktionen. Für die vielen kleinen Interviews und Vidoes reicht iMovie am iPhone und nun die GEMA-freie und lizenzfreie Musik von YouTube.

Zum Tode von Tom Clancy

2. Oktober 2013

Fehlanzeige: App-Abteilungen in Verlagen

2. Oktober 2013

Wann werden es Verlage lernen, dass der Medienwandel kommt? Und zwar mit Riesenschritten. Muss die Auflage noch mehr in den Keller krachen? Ich hatte neulich mehrere Gespräche mit Verlagsmitarbeitern und durfte auch wieder eine Führung durch einen Verlag mitmachen. Stolz zeigte man mir Redaktionen, Anzeigen & Dispo, Grafik und auch die Druckerei. Ich war mächtig beeindruckt – das war ich übrigens vor einem Besuch in einem Dino-Park mit meinen Kindern auch.

Beim Kaffee kamen wir dann ins Gespräch. Ich wollte mehr über den aktuellen Stand der Content-Produktion wissen. Ich fragte in der Grafik und Layout nach, wo denn die Abteilung für App-Produktion sei. Schlagartig verfinsterte sich das Gesicht meines Gesprächspartners. So etwas wie eine App-Produktion habe man nicht. Es gibt zwar einen Leiter von elektronischen Medien, aber zu sagen habe er nix. Wenn an Apps gedacht werde, dann werde so etwas von einem externen Dienstleister erledigt. Um die Kosten zu senken, werde der Copypreis des Heftes erhöht oder die Redaktion weiter beschnitten. App Produktion – wie bitte? Ihr gebt die Zukunft des Verlages an einen externen Dienstleister?

Warum bauen Verlage (ich spreche hier ausdrücklich nicht von allen) nicht Know how im eigenen Haus auf? Solche Abteilungen gehören für mich dazu wie Redaktion oder klassische Grafik. Leider zeigte sich in den Gesprächen, dass die Verantwortlichen immer noch in einer klassischen Print-Welt leben. Und auch ihr Workflow ist noch in der alten Print-Denke verhaftet. Da wird gerne von Online-First gesprochen, doch im Grunde will man dieses elektronische Zeug nicht.

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Gerade lese ich, dass ein alter Mitbewerber konsequent den neuen Weg geht: IDG. Zu meinen Zeiten bei der PC Professionell und der MACup waren wir immer im Wettbewerb mit IDG. Jetzt lese ich, dass die US-Ausgabe des PC World im August die letzte Papierausgabe gedruckt hat. Seit September erhalten die 119000 Abonnenten die elektronische Ausgabe. Und dabei meine ich nicht, eine PDF-Ausgabe des Printtitels, sondern ein neues Medium – ein komplettes digitales Magazin. 200 Seiten mit Interaktivität, 360 Grad-Fotos, Videos und interaktiven Grafiken.

Für mich persönlich steht fest, ich werde mich künftig mehr mit App-Produktion beschäftigen. Der Weg für Verlage ist für mich hier offensichtlich und meine Kunden werden sich freuen.

Buchhandel: Thalia – Wo bleibt die Innovation?

28. September 2013

Das Sterben des deutschen Buchhandels geht weiter. Ich bereite gerade ein Seminar zum Thema digitales Publizieren vor, und recherchiere die Ausgangslage. Vor kurzem lief die Meldung, dass Thalia 20 weitere Geschäfte schließen wird. Derzeit hat Thalia noch 290 Filialen in ganz Deutschland. Von den 20 Betroffenen Filialen wurden 14 bereits geschlossen.

Als Rettungsmaßnahme für die verbleibenden Buchläden wird vom Börsenverband des Deutschen Buchhandels empfohlen, auf Zusatzgeschäft zu achten. Es soll mir im Buchladen künftig verstärkt DVDs, Blu rays oder Musik-CDs angeboten werden. Ich weiß wirklich nicht, ob mich das Modell überzeugt. Ich glaub, Amazon verkauft auch DVDs.

Ist das wirklich die Rettung des Buchhandels?

Ist das wirklich die Rettung des Buchhandels?

Ich habe mir einige Buchläden angeschaut, auch von der Thalia-Konkurrenz wie beispielsweise Hugendubel. Gerade in den Bereichen Film und Musik kannten sich aber die Buchhändler nicht aus. Ein Mitarbeiter sagte sogar mir im Vertrauen: „Wenn ich DVDs verkaufen wollte, dann wäre ich in eine Videothek gegangen und nicht in eine Buchhandlung!“ Ich denke, die Änderung des eigenen Berufsbildes ist bei einigen noch nicht angekommen. Ja, Veränderung ist schwer, vor allem wenn es einen selbst betrifft.

Viele Buchläden setzen bereits jetzt schon auf Diversifikation. Dort fand ich dann Spielwaren, Spiele, Schreibwaren und sogar Schmuck. Ob diese Sachen den notwendigen Umsatz bringen, um die Buchfilialen aufrechtzuerhalten, weiß ich natürlich nicht. Ich kann in die Bilanzen der Geschäfte nicht sehen. Aber für mich als Kunde hat diese Diversifikation keinen Reiz. All diese Sachen finde ich bei Amazon und Co. auch.

Neulich war ich dagegen in einer Buchhandlung, die mich überrascht hat. Dort gab es bei Kaffee und Kuchen eine Lesung. Der Buchhändler machte Umsatz und es gab Autogramme vom Autoren. Es gibt so viele Autoren, die ihre Bücher an den Mann bringen wollen. Klassische Verlage organisieren kaum Lesungen. Jetzt ist der Autor wieder gefragt und kann tätig werden. Buchhandlung und Autor können hier ideal zusammenarbeiten und Erlebniswelten schaffen. Autoren müssen sich heute mehr denn je selbst vermarkten. Hier machen es Comic-Läden vor, wie dieses Modell funktionieren kann. Sie haben über all die Jahre eine treue Community aufgebaut, die nur zum Teil zu Amazon und Co. abgewandert ist.

Ein Beispiel ist auch der Verkauf von Kalendern. Ein ehemaliger Chef von mir betreibt den Kalenderverlag CALVENDO. Dort können Leute wie du und ich einen Kalender produzieren, der dann mit einer ISBN-Nummer ausgestattet und im Buchhandel verkauft wird.  Ich habe es in meinem Blog bereits ausführlich beschrieben. Ich sehe hier eine riesige Möglichkeit an Vorträgen in Buchhandlungen, denn das Kalendergeschäft läuft bald wieder an. Das ist eine Chance für alle Beteiligten, denn es geht um etwas Gedrucktes und nicht um Spiele und Schmuck.

 

App-Empfehlung: Shuttersong – Fotos mit Ton

25. September 2013

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Ich liebe derzeit das Experimentieren mit Video-Apps wie Instagram (Facebook) oder Vine (Twitter). Die Welt von Fotos geht langsam in eine Welt der bewegten Bilder über. Das gefällt mir sehr gut, denn das alte Schlagwort Multimedia wird mit Leben erfüllt. In eine ähnliche Richtung geht die neue, kostenlose App Shuttersong.

Mit Shuttersong kann ich ein digitales Foto mit bis zu 15 Sekunden Ton verbinden. Wie normales Fotografieren fängt Shuttersong Momente ein. Dazu gibt es die üblichen Verfremdungsfilter. Aber durch die zusätzliche Stimmansage, Geräuschkulisse oder Musik entstehen neue Kreationen, die jeder intuitiv teilen kann. Shuttersong ist kostenlos im Apple Appstore erhältlich und soll ab Herbst auch als Android-Version verfügbar sein. Das Symbol der App ist eine Meerjungfrau namens Melody.

Der Hersteller sieht enorme Einsatzmöglichkeiten: das Lachen eines Kleinkindes einfangen, Selbstportraits mit Nachricht verschicken, Bands bei Live-Auftritten aufnehmen oder den Siegesjubel bei Sportevents. Alternativ kann man der Kreativität auf die Sprünge helfen, indem der User ganz einfach Musik aus bestehenden Playlists oder gesprochene Nachrichten zu Fotos hinzufügt. Die GEMA ist in diesem Moment gerade tot umgefallen.

Screenshot von einer meiner Aufnahmen.

Screenshot von einer meiner Aufnahmen.

Diese Fotos können entweder mit der Shuttersong-App selbst erstellte Bilder sein, oder vorhandene Bilder aus der Fotobibliothek, aus Instagram oder dem Internet. Shuttersongs zu erstellen und zu teilen ist einfach und intuitiv, so dass die Benutzeroberfläche der App ganz ohne Worte auskommt. Ab sofort können Shuttersongs via Twitter, Facebook, Tumblr, Email und SMS geteilt werden. In Kürze sollen weitere Soziale Netzwerke hinzu kommen.

Die intuitive Benutzeroberfläche von Shuttersong wurde übrigens von Carbone Smolan konzipiert und entworfen und verzichtet vollkommen auf Worte. Wer dennoch Hilfe braucht, dem stehen Videos in einem YouTube-Kanal zur Verfügung. Das Team von Find & Form entwickelte die App.

Interessant wird die GEMA-Problematik, die der US-amerikanische Hersteller wohl so nicht kennt. Anders als YouTube gibt es keinen Content-Filter. Es ist so möglich, urheberrechtlich geschützes Material zu verwenden und zu verbreiten. Gehostet wird das Shuttersong-Material auf den Servern von Shuttersong. Damit müssen die Juristen urteilen, ob Shuttersong haftbar ist oder nicht. Shuttersongs kann man nicht nur in der App selbst, sondern auch mit einem Webbrowser ansehen.

Persönlicher Nachruf: Herbert Mair ist tot

23. September 2013

Gerade erfuhr ich, dass am 13. September 2013 mein langjähriger Kollege Herbert Mair verstorben ist. Herbert Mair war lange Zeit ARD-Korrespondent in Wien und arbeite später für andere Häuser. Ich habe ihn immer wieder bei Veranstaltungen getroffen, als er über sein Steckepferd, den Nahen Osten, referierte.

Herbert Mair im Jahre 2006 bei einem Vortrag über den Nahen Osten.

Herbert Mair im Jahre 2006 bei einem Vortrag über den Nahen Osten.

Der Kontakt zu ihm war zunächst rein geschäftlich. Er trat unter anderem als Referent bei meinen Schülerzeitungsseminaren der Hanns Seidel Stiftung auf. Er referierte vor Schülern sehr anschaulich über die Entwicklungen im Nahen Osten. Und seine Art kam bei den Schülern sehr gut an, denn er verband sein Fachwissen mit allerhand persönlichen Geschichten und Eindrücken. Er konnte sehr leidenschaflich und engagiert bei seinen Ausführungen sein, dann wieder hoch professionell analytisch – ein Journalist der alten Schule.

Schüler aus Niederbayern erstellten mit den Infos von Herbert Mair eine Seminarzeitung.

Schüler aus Niederbayern erstellten mit den Infos von Herbert Mair eine Seminarzeitung.

Die Schüler durften dann aus den Ausführungen von Herbert Mair eine Seminarzeitung schreiben und layouten. Durch diese Arbeit lernten wir uns näher kennen. Herbert Mair konnte faszinierend erzählen und lieferte auch so manchen unkonventionellen Blick auf die Entwicklungen im Nahen Osten. Gerade diese andere Sichtweise war für mich persönlich sehr interessant. Ich durfte Herbert Mair in Sachen Soziale Netzwerke beraten, denn in dieser Welt des Journalismus war er noch unsicher. Aber er erkannte als Profi den Medienwandel und wollte sich beruflich neu aufstellen.

Nach einem Aufenthalt in der Intensivstation wechselte er vor kurzem in die Reha und war auch zuversichtlich. Überraschend für mich verstarb er am 13. September 2013.

 

Mein langer Weg mit QuarkXPress – jetzt Version 10 erschienen

19. September 2013

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Mit großer Freude sehe ich, dass es endlich die zehnte Version der DTP-Software QuarkXPress offiziell zu kaufen gibt. Quark ist der einzige Hersteller, der den Softwareriesen Adobe im Publishingbereich noch die Stirn bietet. Aber durch die aggressive Preispolitik und guten Support von Adobe und die hervorragende Workflow-Integration der Adobe-Produkte ineinander ist die Luft für Quark dünn geworden. Aber Quark hält sich wacker und wird im Zeiten des eBooks interessanter.

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In meinen DTP-Seminaren erkläre ich die Situation wie folgt: Einstmals gab es einen großen König im DTP-Bereich. Sein Name war QuarkXPress. Da gab es einen kleinen Prinzen mit Namen PageMaker, der immer wieder am Thron sägte. Irgendwann gab der kleine Prinz auf und holte seinen größeren Bruder zur Hilfe: InDesign. Anfangs lachte der König, doch dann ging es ihn an den Kragen. InDesign stürzte den König und setzte sich selbst auf dem Thron. Hier eine Version von XPress 2:

Leider war Quark für seinen Sturz selbst verantwortlich. Ein katastrophaler Service war scheinbar das Geschäftsmodell von Quark Chef Fred Ebrahimi. Wir User waren für Fred Ebrahimi wohl nur Melkkühe. Support musste teuer bezahlt werden. Da war es kein Wunder, dass sich viele User von Quark abwandten und zur Adobe wechselten. Aber dies gehört der Vergangenheit an. Aus Quark wurde ein neues Unternehmen. Fred Ebrahimi ging Gott sei Dank von Bord. Neue Leute und frisches Geld wurden in das Unternehmen geholt. Neue Chance, neues Glück.

Ich arbeite mit QuarkXPress seit Version 3 und habe alle Versionen bis dato ausprobiert und ausführlich getestet. Ich erinnere mich noch an die Einführung der Version 3.31 in meinem alten Verlag. Es war mitten in der DTP-Revolution. An meinem ersten Arbeitstag als fest angestellter Mitarbeiter des Verlages ging ich in die Druckvorstufe, um mich als Redakteur bei meinem Technik-Kollegen vorzustellen. Ich fand eine schlechte Stimmung vor. Viele Mitarbeiter wurden am Tag meiner Einstellung gekündigt. Der Grund war die Einführung von XPress. Das bisherige Satzsystem Linotype wurde durch DTP abgelöst. Der Redakteur machte seinen Umbruch am Monitor selbst. Ganzseitenumbruch nannte sich das Zauberwort. Es vernichtete Arbeitsplätze in der Druckvorstufe und sorgte für veränderte Produktionsprozesse in der Redaktion.

Als junger Mitarbeiter fiel mir der Umgang mit dem Rahmenorientierten XPress sehr einfach. Ich fand mich sehr schnell zurecht. Und begann mich mir und mir in die Tiefen der Software einzuarbeiten. Allerdings machte Quark auch bei unserem Verlag den Fehler, die gute Leistung der Software durch einen katastrophalen Support kaputtzumachen. Der Verlag setzte daher mittelfristig auf preisgünstigere Systeme. Ich zog weiter, arbeitet und schrieb Jahrelang als Chefredakteur der MACup über die Software und arbeitete bei verschiedenen anderen Verlagen noch mit XPress. Gleichzeitig arbeite ich mich natürlich auch in die Adobe-Produkte ein. Heute als Trainer muss ich in allen Welten zu Hause sein. Hier Fotos von 2006 bei der Launch-Veranstaltung von XPress 7:

Ich bin daher sehr gespannt, was die zehnte Version von XPress kann. Die neuen Produkt-Features klingen sehr viel versprechend. Jetzt müssen Sie sich in der Praxis beweisen. QuarkXPress 10 wurde komplett überarbeitet. „Die Software ist für Designer, die Print lieben und digital leben“, so der Spruch von Quark. Anwender profitieren von folgenden Vorteilen:

Moderne Architektur: QuarkXPress 10 ist eine native Cocoa-App. Die Konzeption als Cocoa-App bringt QuarkXPress 10 eine Reihe von Vorteilen, einschließlich der Fähigkeit, die neuesten Funktionen von OS X vollständig auszuschöpfen, die Leistung zu maximieren und neue Releases von OS X schnell zu unterstützen.

Neue Quark Xenon Graphics Engine: Die Xenon Graphics Engine ist auf dem neuesten Stand der Technik. Sie rendert PDF-, Photoshop- und TIFF-Dateien in Echtzeit und bietet durch adaptive Auflösung maximale Leistung bei bestmöglicher Darstellungsqualität.

Unterstützung von HiDPI- und Retina-Displays: Mit einer so hohen Pixeldichte, dass das menschliche Auge die einzelnen Pixel nicht mehr unterscheiden kann, wurde jedes Element von QuarkXPress 10 so optimiert, dass die hochauflösenden Retina-Displays optimal ausgenutzt werden.

Verbesserte Digital Publishing Funktionen: QuarkXPress 10 unterstützt sowohl das Erstellen und Ausgeben von eBooks im ePub und Kindle Format, als auch das direkte HTML5-Authoring für App Studio, die Cloud-basierte Digital Publishing Lösung, um professionelle iOS, Android und Web Apps zu erstellen.

QR Code Creator: Erstellen und gestalten von vektorbasierten Quick-Response-Codes direkt in QuarkXPress.

Typografiefunktionen für ostasiatische Sprachen in allen Editionen: Ab jetzt unterstützt jede Version von QuarkXPress 10 Funktionen für ostasiatischen Sprachen einschließlich vertikalem Textfluss, phonetischen Text-Zeichensätzen (Rubi) und Zeichenraster.

Mehr als fünfzig weitere Verbesserungen: Durchgängige Transparenz für PDF-Dateien, Druckvorschau, Optimierung der Béziér-Pfad-Werkzeuge, Verbesserung der Ebenen-Funktionen und vieles mehr.

Hier Screenshots von der neuen Version:

Die komplette Liste der Features gibt es hier. Ich bin, wie gesagt, sehr, sehr gespannt.

Pokémon-Fieber. Pokémon X und Pokémon Y kommen

16. September 2013
Werbeplakate für das neue Nintendo-Spiel in den Pasing Arkaden.

Werbeplakate für das neue Nintendo-Spiel in den Pasing Arkaden.

Langsam, aber sicher werden K1/2 nervös. Das Pokémon-Fieber hat sie erfasst und sie genießen den Marketingzirkus zur Einführung der Videospiele Pokémon X und Pokémon Y am 12. Oktober in vollen Zügen. Es wird diskutiert und gefachsimpelt. Nintendo macht es nicht schlecht und lässt immer wieder neue Informationen heraus, die bei uns zu Hause begeistert aufgenommen werden.

Unlängst besuchten wir eher zufällig in den Pasing Arkaden in München den Start der 10. Pokemon Days. Die Mitmach-Aktionen wie der ein Kostümwettbewerb, ein Fotopoint zum Versand kreativer Pokémon Day Städtegrüße, die Pokémon Day-Wirbelbox, eine Tomy Spielarena und das Pokémon Sammelkartenspiel kamen gut an. Es war schon seltsam, beim Einkaufen Pikachu in der Schlange beim Bezahlen zu treffen.

Pikachu beim Bezahlen.

Pikachu beim Bezahlen.

Alle Besucher, die ihren Nintento DS oder Nintendo 3DS sowie ihre Version Pokémon Schwarze oder Pokémon Weiße Edition oder Pokémon Schwarze 2 bzw. Pokémon Weiße Editon 2 mitbrachten – erhielten gratis das Schillernde Legendäre Pokémon Palkia auf Level 100. Und was soll ich sagen? Wir hatten natürlich kein Nintendo dabei und bekamen somit kein Palkia. Mist, Mist, Mist. Dafür beobachteten wir Kartenspieler und wurde in die Welt der Sammelkarten eingeführt. K1/2 waren aber dann doch eher an elektronischen Spielzeug interessiert.

Sie berichteten den anwesenden Fans, dass der neue Free-TV-Sender ProSieben MAXX am Samstag, 19. Oktober, eine Pokémon Zeichentrickserien-Veranstaltung im Programm hat. Fans in Deutschland können sich zunächst die Premiere von Pokémon – Der Film: Genesect und die wiedererwachte Legende mit dem unglaublich machtvollen roten Genesect und Mega-Mewtu ansehen, gefolgt von einer Vorschau der ersten beiden Folgen aus der neuesten Staffel von Pokémon – Die TV-Serie: XY. Die neu entdeckte Region in Pokémon X und Pokémon Y ist der Schauplatz der Staffel, in der neue Pokémon wie Igamaro, Fynx und Froxy zum ersten Mal die Bühne betreten. Hier das Promo-Video:

Meine Kinder warten im Juli schon begeistert, als Junichi Masuda, Spieldirektor bei GAME FREAK inc. und kreativer Kopf hinter den Videospielen Pokémon X und Pokémon Y hat im Rahmen der Japan Expo ein neues Pokémon namens Gramokles vorstellte.

Für Experten: Gramokles entsteht, wenn die Seele eines Verstorbenen Besitz von einem Schwert ergreift, das einst Menschen gehört hat. Es kann das blaue Tuch, das an seinem Griff angebracht ist, so geschickt wie einen Arm einsetzen. Greift ein Pokémon-Trainer unvorsichtigerweise nach dem Schwert, kann es vorkommen, dass er von dem blauen Tuch umwickelt und seiner Lebensenergie beraubt wird! Gramokles kann Schwerttanz erlernen, eine Attacke vom Typ Normal. Mit diesem wilden Tanz kann es seinen Kampfgeist und somit auch seinen Angriffs-Wert erhöhen. Wird die Attacke mehrmals in Folge eingesetzt, verstärkt dies ihre Wirkung. Auf diese Weise können Trainer, die diese Attacke gleich zu Beginn eines Kampfes zum Einsatz bringen, einen Gegner nach dem anderen aus dem Weg räumen.

Aber bis zur Veröffentlichung ist noch eine lange Zeit, die es zu überbrücken gilt. Es wird am 27. September eine limitierte Auflage von Nintendo 3DS XL-Systeme geben. Nintendo 3DS XL – Konsole Pokemon Xerneas-Yveltal Blue und Nintendo 3DS XL – Konsole Pokemon Xerneas-Yveltal Red Die Systeme werden von den Abbildern von Xerneas und Yveltal geschmückt, den zwei Legendären Pokémon, die die Spielepackungen von Pokémon X und Pokémon Y zieren. Die Stückzahl ist begrenzt, so Nintendo. In Pokémon X und Pokémon Y wird den Spielern dank der Spielfunktion PokéMonAmi eine Möglichkeit geboten, sich mit ihren Pokémon zu beschäftigen. Diese über den Touchscreen des Nintendo 3DS-Systems zu bedienende Interaktionsmöglichkeit wird nicht nur die Bande zwischen Trainer und Pokémon stärken, sondern den Spielern zudem im Kampf zugutekommen.

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Auf der E3 wurde bestätigt, dass das unlängst entdeckte Pokémon Feelinara dem brandneuen Typ Fee angehört. Die Einführung dieses neuen Typs in die Welt der Pokémon ist die erste seit einem Jahrzehnt und stellt somit ein Ereignis von besonderer Tragweite dar. Vertreter dieses Typs, wie etwa Feelinara und seine Feen-Attacken, erweisen sich als überaus effektiv gegenüber Drachen-Pokémon, welchen bislang nur mit Drachen- oder Eis-Attacken beizukommen war! Dem neuen Typ werden nicht nur jüngst entdeckte Pokémon wie Feelinara, sondern auch vertraute Pokémon älterer Spieltitel wie etwa Guardevoir, Marill oder Pummeluff angehören, für die in Pokémon X und Pokémon Y eigens die Typenzugehörigkeit geändert wurde. Als 18. Pokémon-Typ wird der Feen-Typ die Spieler im Kampf vor neue strategische Herausforderungen stellen.

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