Archive for the ‘Medien’ Category

Faszinierend – Persönlicher Nachruf über Leonard Nimoy

28. Februar 2015
Sein letzter Tweet

Sein letzter Tweet

Faszinierend – wirklich faszinierend, wie eine fiktive Figur mein persönliches Leben beeinflusst hat. Im Falle von Mr. Spock war es so. Das ist mir nach dem Tode von Schauspieler Leonard Nimoy bewusst geworden. Mr. Spock begleitete mich in meinem Medienleben und mir hat die Figur aus dem Universum von Gene Roddenberry viel gegeben. Die Werte von Roddenberry flossen in die Figuren von Star Trek ein und Mr. Spock vermittelte uns als Fernseh- und Kinozuschauer diese Werte.
Das erste Mal als ich die Kultserie Raumschiff Enterprise sah, war ich bei meiner Großmutter in den siebziger Jahren in den Ferien. Sonntag abend kamen die Mondmänner, wie sie meine Großmutter bezeichnete. Zuvor lief die Religionssendung Tagebuch, dann ging es mit coolsten Trademark der Filmgeschichte los. „Der Weltraum, unendliche Weiten …“

Star Trek - The Motion Picture (US 1979, - Skizze von Ken Adam

Star Trek – The Motion Picture (US 1979, – Skizze von Ken Adam

Als Kind war ich von den bunten Kostümen, von der Action und den Kulissen faszinierend. Auch die Gegenpole Kirk – Spock und McCoy – Spock erfasste ich unbewusst. Mit meinen Sandkastenfreunden diskutierte ich über die Vulkanier und die langen Ohren. Das Spitzohr war so furchtbar logisch, einfach faszinierend. Im österreichischen Fernsehen lief dann auch noch nachmittags die Zeichentrickserie, von der ich allerdings nicht mehr soviel weiß. Auch einen Comicss besaß ich einst, den ich wohl aber auf dem Flohmarkt verkauft habe.

Später kamen im Zuge des Erfolgs von Star Wars auch der erste Star Trek-Film in die Lichtspielhäuser. Mir hatte der Film gefallen – bis auf die Uniformen der Sternenflotte. Alle waren wieder mit dabei – auch Mr. Spock und sein leicht mürrische Gegenpart McCoy. Der Soundtrack Star Trek The Motion Picture von Jerry Goldsmith gehört zu den besten Scores überhaupt und ich entdecke meine Liebe zu Enterprise wieder. Ich wurde ein Trekkie und ich wurde ein Star Wars-Anhänger – ich wurde also eine Spezies, die es eigentlich gar nicht geben konnte, wie uns der Film Fanboys zeigte. Aber mir haben beide Serien gefallen, sie waren eben Science Fiction und das war meine Welt.
Alle Jahre lockten mich die Star Trek-Fortsetzungen ins Kino und auch bei der neuen Serie von J.J. Abrams war der alte Mr Spock wieder von der Partie. Er war zum Schluss nicht mehr der erste Offizier, sondern Botschafter.
Eigentlich wollte ich mal die Autobiografien „Ich bin nicht Spock“ und dann „Ich bin Spock“ von Leonard Nimoy lesen, kam aber bisher nicht dazu. Die Biografie von Wilhelm Shatner Durch das Universum bis hierher war mir wichtiger. Aber ich hörte die Musik von Nimoy und Shatner und hatte viel Spaß daran. Jedem Fan der Serie kann ich die verschiedenen CDs absolut empfehlen – und Nimoy konnte singen, ein bisschen wenigstens. Shatner kann übrigens nicht singen.

Wilhelm Shatners Kommentar

Wilhelm Shatners Kommentar

Ich habe mir mal einen Fotoband von Leonard Nimoy angesehen. Er enthielt dicke Frauen. Die Fotos waren gut, aber hauten mich nicht vom Hocker. Es war nicht mein Ding. Mehr mein Ding war mein erster Bildschirmschoner am Mac. Er stammte aus der Reihe der Flying Toasters – After Dark und es gab ein Ad on zu Star Trek. Dort trat Mr. Spock und Konsorten auch auf. Und ich habe diesen Screensaver geliebt – vielleicht ging es euch ebenso.
Nun ist Leonard Nimoy im Alter von 83 Jahren verstorben. Er wird in keinem Star Trek mehr als Spock auftreten. Und nie mehr werden wir auf einer Convention den Gruß von ihm bekommen „Live long and prosper“. Vielen Dank Mr. Spock – du bist nun Teil der Pop-Kultur.

spock

Kundenbewertungen als Umsatzbooster: 5 Praxistipps

26. Februar 2015

Das Zauberwort im Web heißt Empfehlungsmarketing. Wenn meine Kunden mich als Shop empfehlen, dann hab ich schon gewonnen. Früher hieß das Mundpropaganda, heute ist es eben Empfehlungsmarketing. Was den Umsatz hoch treibt, sind Kundenbewertungen. Positive Online-Bewertungen sind ein klarer Wettbewerbsvorteil: Nicht nur steigern sie das Vertrauen der Internet-Käufer in die jeweiligen Produkte und Marken, sondern sie beeinflussen auch maßgeblich deren Kaufentscheidungen. Online-Händler, die Käuferbeurteilungen nicht aktiv in ihre Online-Marketing-Strategie einbinden, verschenken wertvolles Potenzial. Wie durch Empfehlungen im Netz Umsätze gesteigert werden können, erklärt die Löwenstark Online-Marketing GmbH in fünf Praxistipps, die ich gerne in meinem Seminare zeige.
Kundenbewertungen sind für Online-Händler Fluch und Segen: Positive Käuferbeurteilungen sind ein wichtiges Trust-Element, erleichtern die Kaufentscheidung und führen letztendlich zu mehr Umsatz. Schlechte oder manipulierte Bewertungen können dagegen E-Commerce-Unternehmen bares Geld und sogar den guten Ruf kosten. Aber ob positiv oder negativ – Hersteller und Online-Händler profitieren in jedem Fall von Online-Bewertungen, denn dadurch erhalten sie kostenlos direktes Kundenfeedback und marktforschungsrelevante Informationen. Diese enthalten Hinweise, welche Waren oder Services die Käufer schätzen und was gegebenenfalls verbessert werden soll. Daher ist es wichtig, Online-Bewertungen in die übergeordnete Online-Marketing-Strategie einzubinden und mit den Käufernoten im Netz offensiv umzugehen. Wie das geht, erklärt die Löwenstark Online-Marketing GmbH anhand von fünf Praxistipps.

Tipp 1. Geprüft heißt sicher: Qualitätssiegel nutzen & sichtbar machen

Vertrauen ist seit jeher einer der wichtigsten Einflussfaktoren im Kaufentscheidungsprozess. Gütesiegel sind ein Zeichen der Qualität, Seriosität und Glaubwürdigkeit. Sie signalisieren Shop-Besuchern, dass diese Website vertrauenswürdig ist und ohne Bedenken zum Einkauf genutzt werden kann. „Unserer Erfahrung nach vertraut die Mehrheit der Online-Shopper Gütesiegeln. Wer diese nutzt und für die Käufer sichtbar macht, kann eine höhere Konversionsrate erzielen und den Umsatz signifikant steigern“, so Marian Wurm, Geschäftsführer und Mitgründer der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Am höchsten ist die Wirkung, wenn die Siegel-Logos im Header-Bereich auf der Shop-Seite und in den sozialen Netzwerken prominent dargestellt werden. Das Trusted Shops-Qualitätssiegel ist eines der bekanntesten im deutschen E-Commerce-Bereich. Qualitätssiegel erteilen außerdem Anbieter wie TüV, ausgezeichnet.org oder EHI.

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Tipp 2. Wertvolles Feedback: Kundenbewertungstools in die Website einbinden

Neben Qualitätssiegeln stehen Internet-Händlern verschiedene Kundenbewertungstools zur Verfügung, mit deren Hilfe sie ihre Käufer befragen und wertvolles Feedback gewinnen können. Die Nutzung solcher Bewertungssysteme wird unter Umständen auch von Google honoriert und wirkt sich positiv auf den Traffic aus: So werden beispielsweise die Bewertungen von Dienstleistern wie eKomi, Trusted Shops oder ShopAuskunft.de in den Google Shopping-Ergebnissen angezeigt. „Wenn die Preise eines Produkts bei verschiedenen Anbietern ähnlich sind, hat der mit den besseren Empfehlungen einen klaren Vorteil“, erklärt der Experte Wurm.

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Tipp 3. Klickrate erhöhen: Online-Bewertungen in Google Adwords integrieren

Welche große Bedeutung positive Online-Bewertungen aus Marketingsicht haben, zeigt sich im Search Engine Advertising: Diese werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, in den Google Adwords Anzeigen eingeblendet und können Kaufentscheidungen der Konsumenten positiv beeinflussen. „Google berücksichtigt beispielsweise Verkäuferbewertungen und Erfahrungsberichte, die aus den eigenen Diensten ‚Google Shopping’ oder ‚Google zertifizierter Händler’ kommen sowie Datenfeeds von unabhängigen Anbietern, wie zum Beispiel ausgezeichnet.org, eKomi oder ShopAuskunft“, sagt der E-Commerce-Profi. Es müssen dazu mindestens 30 Erfahrungsberichte, die nicht älter als zwölf Monate sind, von verschiedenen Nutzern vorliegen und ein Gesamtergebnis von wenigstens 3,5 Sternen ergeben. Ein weiteres Plus: Die Käuferbewertungen in Google Adwords können sowohl auf klassischen Desktop-PCs als auch auf mobilen Geräten wie Tablets oder Smartphones angezeigt werden. Angesichts der steigenden Nutzung der mobilen Endgeräte beim Internet-Shopping ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil.

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Tipp 4. Anreize schaffen: Kunden zu Produktbewertungen animieren

Wie bringt man Kunden dazu, ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen? Motivation ist der Schlüssel: Oftmals reicht es aus, eine freundliche E-Mail an die Kunden zu senden mit der Bitte, das erworbene Produkt oder die gekaufte Dienstleistung zu bewerten. Darüber hinaus steht Online-Händlern eine Reihe von Anreizsystemen zur Verfügung, die die Bewertungsquote in qualitativer und quantitativer Hinsicht steigern können. „Empfehlenswert ist ein Rezensenten-Rang oder eine Bewertung von Erfahrungsberichten wie bei Amazon“, sagt Wurm. Eine bewährte Taktik im Online-Marketing sind konkret ausgeschriebene Belohnungen, zum Beispiel unter allen Usern, die im angegebenen Zeitraum mindestens eine Bewertung abgegeben oder den ersten Erfahrungsbericht zu einem Produkt verfasst haben. Durch solche Aktionen – egal ob diese über die eigene Shop-Website, über den Newsletter oder über Social Media-Kanäle laufen – werden die Kunden miteinbezogen und ein reger Austausch findet statt.

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Tipp 5. Ehrlich zahlt sich aus: Finger weg von manipulierten Erfahrungsberichten

Es klingt verlockend, ausgewählten Produkten oder der eigenen Marke mit ein paar zusätzlichen positiven Bewertungen nachzuhelfen. Doch Löwenstark rät Internet-Händlern davon ab, gefälschte Kundenrezensionen zu veröffentlichen, schlechte Bewertungen zu löschen oder diese auf irgendeine Weise zu manipulieren. „Früher oder später fliegen solche ‚Verschönerungsarbeiten’ auf und kommen mit geballter Kraft zurück“, erklärt Wurm. „Wenn du trickst und dabei erwischt wirst, verlierst du massiv an Glaubwürdigkeit.“ So wie im Social Media-Bereich muss man auch im Empfehlungsmarketing mit Kritik offen und transparent umgehen können. Wichtig ist, dass die Kritikpunkte schnell und sachlich bearbeitet und vom Marketing aktiv aufgegriffen werden.

Eine neue Dimension des Bergsteigens – Street view im Gebirge #project360

21. Februar 2015
Foto: Mammut

Foto: Mammut

Warum steigt jemand auf einen Berg – ganz einfach, weil er da ist. Berge sind faszierend und wer im Gebirge unterwegs ist, wird diese Faszination verstehen. Gerne blättere ich auch in Fotobüchern über Bergbesteigungen und lese in Bergsteigerblogs. Jetzt habe ich eine neue Dimension des Bergsteigens entdeckt.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Mammut erschließt eine neue Perspektive am Matterhorn und in der Eiger Nordwand. #project360 eröffnet die dritte Dimension der digitalen Alpin-Kartographie und lässt User den Mythos der wichtigsten Alpengipfel am Bildschirm erleben – neu auch in Virtual Reality auf dem Smartphone.
Mit dem #project360 erschließt der Schweizer Bergsportspezialist Mammut das Matterhorn und die Eiger Nordwand virtuell und visuell – aus Bergsteiger-Sicht und direkt aus der Wand. Die Bilder dafür liefert ein speziell entwickelter Rucksack mit sechs Kameras für eine vollständige Rundum-Sicht. Profi-Alpinisten trugen die Kamera-Rucksäcke über den Hörnligrat am Matterhorn und durch die legendäre Heckmair-Route in der Eiger Nordwand. Das Ergebnis: Nicht weniger als eine beeindruckende 360° Rundum-Sicht aus der Wand, hier zu sehen unter und im App-Store (Android und iOS) unter dem Namen Mammut #project360.


Richtig heftig wird die virtuelle Tour allerdings mit einem entsprechenden Head-Mounted Device wie Google Cardboard, Zeiss VR One oder Homido. Damit lassen sich die Bilder als virtuelle Realität darstellen, wodurch der User noch näher am Geschehen ist. Zusammen mit den Profibergsteigern wagt er sich in die luftigen Höhen des Matterhorns oder alternativ in die berüchtigte Kälte der Eiger Nordwand. Der Blickwinkel schwenkt dabei mühelos mit den Kopfbewegungen mit. Das Ergebnis hat mich umgehauen und ist eine Droge für jeden Bergsteiger, ob Amateur oder Profi. Als ich das System ausprobiert habe, kam meine Höhenangst aber wieder durch – so überzeugend war die virtuelle Reise.
Die Aufnahmen machen die legendären Routen der Erstbesteiger Schritt für Schritt für jeden online erlebbar und vermitteln spürbar die Faszination der berühmten Berge: Mit wenigen Klicks bewegt sich der User durch die Wände, blickt in die Höhe oder Tiefe und kann den Verlauf der Route aus unmittelbarer Nähe studieren. Die Blickrichtung bestimmt der User dabei selbst. Im Grunde ist das Ganze eine Art „Street View“ in der dritten Dimension.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Spektakuläre Bilder aus den berühmten Bergen waren nur ein Aspekt des #project360: Die außergewöhnlichen Ansichten der Route tragen zu einem einmaligen und neuartigen Nutzer- Erlebnis bei und machen die Website sowie die App zu einer Art vertikalem Street-View. „Mit #project360 erweitern wir das, was Google mit Street View in Länge und Breite umsetzte: Wir eröffnen mit einer Tiefenansicht eine dritte Dimension – und das in einer weitaus höheren Qualität als bislang möglich“, sagt Rolf Schmid, CEO von Mammut. Unter anderem lassen sich die 360°-Ansichten nämlich auf Smartphones und Tablets allein durch deren Bewegung steuern.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

Technik für Performance am Berg
Dem gigantischen Projekt ging eine intensive Vorbereitung voraus. Zusammen mit dem Fotografen Matthias Taugwalder von Concept360 und der Münchner Werbeagentur Heye wurde Anfang 2014 der Entschluss zur Durchführung des Projektes gefasst. Mit dem „Project 360“ leisteten alle Beteiligten Pionierarbeit in Sachen digitaler Kartographie. Entscheidend war vor allem die technische Ausrüstung der Mammut Pro-Team Athleten Stephan Siegrist und Dani Arnold. Denn unabhängig von den Bildern aus der Wand stand die Sicherheit der Alpinisten zu jeder Zeit an erster Stelle. Konkret bedeutete das: Die Technik, musste leicht sein und durfte weder die Bewegungen einschränken, noch beim Klettern stören. Am Anfang stand daher die Auswahl der richtigen Kameratechnik und deren Anbringung an einem klettertauglichen Rucksack.

Foto: Mammut

Foto: Mammut

In aufwändigen Probeläufen in Kletterhallen, in den Schweizer Alpen und an der Eiger Nordwand selbst wurden Modelle verschiedenster Hersteller getestet. Als beste Lösung erwies sich ein 360°-Video-System von GoPro, das mit insgesamt sechs Kameras auf ein Systemgewicht von knapp zwei Kilogramm kommt. Das System bot während der Tour zahlreiche weitere Vorteile: ein automatisierter Auslöser ermöglichte auch Bilder an schwierigen Stellen der Route und das gesamte System überzeugte mit einfacher Handhabung in unterschiedlichsten Klettersituationen. Auch die Unempfindlichkeit gegen die niedrige Temperaturen am Berg sprach für diese Lösung. Doch erst die Integration in einen von Mammut speziell entwickelten Alpin-Rucksack machte die Kameratechnik klettertauglich: Auf Basis des Modells „Trion Nordwand“ entwarf die Entwicklungsabteilung des Schweizer Bergsportspezialisten einen Rucksack, der sowohl den alpinistischen wie auch den technischen Anforderungen genügte.

 

Foto „Homophobie in Russland“ wird World Press Photo des Jahres

19. Februar 2015
Mads Nissen, Dänemark für Scanpix/Panos Pictures

Mads Nissen, Dänemark für Scanpix/Panos Pictures

Im Moment bin ich von den Fotos vom World Press Photo begeistert. Nach einer Ausstellung und dem Buch für 2014 stehen nun die Gewinnern des neuesten Wettbewerbes fest. Das Siegerfoto von Mads Nissen hat mich überrascht und fasziniert mich. Auch Sponsor Canon gratuliert Mads Nissen, dem Fotografen des World Press Photo des Jahres 2014. Das Siegerfoto zeigt Jon und Alex, ein schwules Paar, in einem intimen Moment in Sankt Petersburg. Das Foto ist Teil eines größeren Projekts mit dem Titel „Homophobie in Russland“ und wurde für Scanpix aufgenommen. Das Foto von Nissen gewann außerdem den Preis in der Kategorie „Aktuelle Themen“. Nissen hat das Siegerfoto mit einer Canon EOS 5D Mark III mit Blende 2,2, Verschlusszeit 1/200 Sekunde und ISO-Empfindlichkeit 1.600 aufgenommen.
Der World Press Photo Wettbewerb, der von Canon seit 1992 als Sponsor unterstützt wird, gilt weltweit als der bedeutendste Wettbewerb für Fotojournalisten. Im 58. Jahr seiner Austragung reichten in diesem Jahr 5.692 Profifotografen aus 131 Ländern 97.912 Bilder ein. Die Jury des diesjährigen Wettbewerbs vergab in acht Kategorien Preise und wählte aus allen eingereichten Fotos das World Press Photo des Jahres 2014.
„Wir sind stolz, jedes Jahr Fotojournalisten in der ganzen Welt zu unterstützen und ihre Talente im Rahmen des World Press Photo des Jahres zu würdigen”, erklärt Kieran Magee, Marketing Director, Professional Imaging bei Canon Europe. „Das ausdrucksstarke Bild von Nissen beleuchtet auf subtile Weise ein aktuelles Thema über das es sich zu berichten lohnt und erzählt sehr kunstvoll eine Geschichte.”
Als Sieger des World Press Photo des Jahres 2014 wird Nissen ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro von World Press Photo bei der Siegerehrung in Amsterdam erhalten. Zusätzlich wird Canon Europe ihm eine professionelle DSLR-Kamera und ein Objektiv-Kit überreichen.
Die Siegerfotos werden als Wanderausstellung in mehr als 100 Städten in über 45 Ländern ausgestellt. Die erste World Press Photo Ausstellung 2015 wird am 18. April 2015 in Amsterdam eröffnet. Die Abbildungen der Ausstellung werden auf imagePROGRAF Großformatsystemen und Océ Arizona Flachbettdruckern von Canon gedruckt.

Buchtipp: Die besten Pressefotos der Welt

17. Februar 2015

worldpress

Wie jedes Jahr warte ich auf die Veröffentlichung des World Press Photos, des besten Pressefotos. Ich schaue, wenn möglich die Ausstellung an und ich kaufe immer das zur Ausstellung erschienene Buch. Dieses Jahr ist es das World Press Photo 14.
Das World Press Photo des Jahres 2013 stammt von John Stanmeyer und zeigt afrikanische Migranten am Strand von Dschibuti. Sie halten nachts ihre Handys in die Luft, um ein Signal aus Somalia aufzufangen, um nach Hause zu telefonieren.

WPP in einer Ausstellung in Pasing. Foto: Lange

WPP in einer Ausstellung in Pasing. Foto: Lange

Die Internationale Stiftung World Press Photo ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation zur Förderung und Unterstützung der Pressefotografie und des freien Meinungsaustausch ist weltweit. Jedes Jahr lädt die Stiftung zum wichtigsten und renommiertesten Wettbewerb ein. Eine unabhängige, internationale Fachjury beurteilt alle Einsendungen und vergibt die Preise unter anderem in folgenden Kategorien: Menschen in den Schlagzeilen, harte Fakten, aktuelle Themen, Portraits, Kunst und Kultur, Natur, Sport.


Insgesamt haben 5754 Fotografen im Jahr 2013 an dem Wettbewerb teilgenommen. Sie stammen aus 132 Länder und schickten 98671 Fotos ein. Das vorliegende Buch World Press Photo 14 zeigt alle von der Jury prämierten Fotos. Es sind 53 preisgekrönte Fotografen aus 25 Nationen mit 151 Fotos. Nach der Weltpremiere 2014 in Amsterdam gibt es eine Ausstellung mit den Bildern, die weltweit in circa 100 Metropolen in etwa 45 Ländern gezeigt wird. Bis zum 21. Februar 2015 macht sie in München in den Pasing Arcaden Station. Ich habe gestern darüber gebloggt. Grundlage für diesen Wettbewerb und die Ausstellung waren Fotos, 2013 publiziert wurden. Einsendeschluss war Anfang 2014.

Ausstellung World Press Photo in den Pasing Arcaden

16. Februar 2015

Neben Aldi und Playmobil, zwischen Döner-Bude und bayerischer Metzgerei ist bis 21. Februar 2015 in den Pasing Arcaden die exzellente Fotoausstellung World Press Photo zu sehen. Gezeigt werden auf großen Stellwänden die wichtigsten Pressefotos des Jahres 2013, die von einer renommmierten Jury gekürt wurden.

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Es ist eine Wanderausstellung und sie macht im Moment in Pasing Station und zwar dort, wo Leute anzutreffen sind. Und das finde ich gut. Die Ausstellung World Press Photo wird nicht in elitären Museen gezeigt, sondern an Orten, an denen Menschen zusammenkommen – wie eben in den Pasing Arcaden, einem großen Einkaufszentrum im Westen von München. Ich habe diese Art von Ausstellung schon früher in Pasing bewundern dürfen und darüber gebloggt. Es ist gut, dass das Pasinger Center Management die Ausstellung wieder in die Arcaden geholt hat. Shopper, die sich für Pressefotografie nicht interessieren, werden hier mit ihr konfrontiert – mit den Bilder, die sie vielleicht schon in Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet gesehen haben. Die Menschen bleiben stehen, bewundern die Aufnahmen, diskutieren miteinander, sprechen oder schauen sich versunken Details an. Das finde ich prima – so soll es sein – Fotografie, die bewegt.

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In einem abgetrennten Bereich gibt es auch die harte Kost zu sehen. Fotos von Tod, Mord, Leid – dieser Bereich ist für Minderjährige untersagt und das Center Management hat extra einen Mann abgestellt, der darauf achtet. Das ist richtig so, denn einige der Bilder sind schockierend.

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Bei all meiner Begeisterung für die Ausstellung, habe ich dennoch einen Verbesserungsvorschlag. Als langjähriger Anhänger der Ausstellung weiß ich natürlich, dass jedes Jahr ein Katalog zur Ausstellung erscheint. Er umfasst die prämierten World Press Photos und als Journalist kaufe ich mir jedes Jahr diesen Sammelband für mich und meine Seminarteilnehmer. Leider war in der Ausstellung in Pasing kein Stand mit Büchern zusehen. Wenn die Personalkosten zu hoch für einen Stand sind, dann wäre zumindest ein Hinweisschild gut gewesen, dass es den Ausstellungskatalog in der Hugenbubel-Filliale in den Pasing Arcaden gibt, die sich im Obergeschoss befindet. So könnte der lokale Buchhandel zumindest eine Chance auf Umsatz haben. Der Katalog kostet ja 24Euro und das freundliche Personal der Hugendubel-Filliale verkaufte mir das Buch sogar mit einem Lächeln. Amazon blieb dieses Mal bei mir außen vor, aber hier der Link zu World Press Photo .

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Ach ja, die Ausstellung ist noch bis 21. Februar 2015 in den Pasing Arcaden zu sehen. Also unbedingt ansehen, wenn man in der Nähe ist.

 

Wearables als Spicker in Schule und Uni

10. Februar 2015

Da ich in der Regel zweimal die Woche an Schulen mit meinen Tag der Medienkompetenz unterwegs bin, gehe ich bei der Lehrerfortbildung ausführlich auf das Thema Wearables ein. Ich bin erstaunt, wie wenig Ahnung hier einige Pädagogen haben – nicht alle, aber einige. Die Möglichkeit, Wearables beim Spicken einzusetzen, ist kaum bekannt. Was soll schon dabei sein, wenn der Schüler auf seine Uhr in der Prüfung schaut?

Die Pebble ist die meistverkaufteste Smartwatch bisher.

Die Pebble ist die meistverkaufteste Smartwatch bisher.

Wenn ich mit den Schülern spreche, dann sind diese Experten in Sachen Spicken. Ich staune nicht schlecht, wie sich das Spicken seit meiner Schulzeit technisch weiterentwickelt hat. Und die Schüler checken die Möglichkeiten von Wearables. Einige haben die ersten Uhren wie Samsung Galaxy Gear oder Pebble schon im Einsatz und nutzen sie als Gedächtnisstütze in Klausuren. Ein kurzer Blick auf die Smartwatch löst so manches Problem in der schriftlichen Prüfung.

Auch Samsung mischt da mit.

Auch Samsung mischt da mit.

Im Klassenzimmer wird durch Wearables aufgerüstet und bevor Unis und Schulen im vollen Umfang mit den Hightech-Möglichkeiten konfrontiert werden, ziehen die Lehranstalten in Belgien und Großbritanien schon den Stecker. Die City University in London und die belgische Arteveldehogeschool in Gent haben das Tragen von Uhren während einer Prüfung untersagt. Somit klappt das Spicken mit einer Smartwatch dann nicht mehr.
Und bayerische Schulen? Bei meinen Veranstaltungen in den Schulen gibt es von Seiten der Direktoren dazu keine konkrete Aussage. Mal sehen, ob ich bei der vorgesetzten Behörde, dem Kultusministerium jemanden finde, dem das Problem bewusst ist.
Ach ja, ich freue mich schon auf April, wenn die Apple Watch kommt und den Markt der Wearbles aufrollt. Vielleicht fällt der Groschen bei den zuständigen Behörden, wenn die Marktmacht von Apple in den Schulen und Unis ankommt.

Mal sehe, was die Apple Watch so alles kann.

Mal sehe, was die Apple Watch so alles kann.

Schülerzeitungen – mehr als nur Schule

9. Februar 2015
DTP-Arbeit am PC gehört dazu.

DTP-Arbeit am PC gehört dazu.

Im Moment führe ich zahlreiche Seminare für Schülerzeitungen durch und ich muss sagen, ich genieße die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen. Auf meiner Facebook-Seite gibt es ein paar Beispiele. Durch die Zusammenarbeit mit den Schülern bekomme ich Einblick in moderne Denkweisen, welche Musik gehört wird, welches Spiel gespielt wird – wie man gerade so tickt.
Bei meiner Arbeit habe ich mich gefragt, warum die Mitarbeit in einer Schülerzeitung so sinnvoll ist. Natürlich könnte ich jetzt sehr pädagogisch mit Integration in die Schulfamilie argumentieren. Aber viel wichtiger finde ich, was die jungen Schülerzeitungsredakteure wirklich für sich lernen. Der blöde Spruch, nicht für die Schule, sondern für das Leben lernt man, passt hier ausgezeichnet.

Teamwork ist Bestandteil des Seminars.

Teamwork ist Bestandteil des Seminars.

Zum lernen die Nachwuchsjournalisten den Umgang mit Texten. Sie lernen journalistisch zu arbeiten: Artikel zu schreiben, zu kürzen, zu längen, Interviews zu führen, Material aufzubereiten, unter Zeitdruck zu schreiben, Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen. Hinzu kommt die Arbeit mit dem Fotoapparat und bei Online-Journalismus das Drehen von Filmen mit dem Smartphone. Es gilt, die richtige Einstellung zu finden, den optimalen Blick für ein Motiv zu finden, den Augenblick festzuhalten.
Und schließlich der Umgang mit der DTP-Software. Die Programme QuarkXPress, Adobe InDesign, Adobe Photoshop oder die Open Source-Varianten wie Scribus oder GIMP verlangen präzises Arbeiten. Wer schludert, der wird im Druck bestraft. Das Layout selbst fördert die Kreativität und gibt Mut zu neuen Ideen, einmal aus dem vorgegebenen Rahmen auszubrechen.
Das sind alles klassische handwerkliche Tätigkeiten, die zu dem Beruf des Journalisten gehören. Aber zudem lernen die Schülern enorm über Verantwortung und sie lernen Management und Workflow.

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Ganz wichtig ist auch, dass sie Projektmanagement aktiv betreiben. Die Kinder müssen im Team arbeiten und müssen als Team Ergebnisse nach einer festgelegten Zeit vorlegen. Das formt die jungen Schülerzeitungsredakteure, fördert sie und fordert sie. Am Ende eines Seminars sind alle von dem Ergebnis begeistert – Schüler und Lehrer und natürlich ich als Referent. Die Schüler durchlaufen in diesen Seminaren eine persönliche Entwicklung durch und das macht unheimlich Spaß, dies zu verfolgen. Und das gilt für jedes Alter und für jede Schulart.

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Interessant ist aber auch die Entwicklung der begleitenden Lehrer. In der Regel sind die Betreuungslehrer von Schülerzeitungen Deutschlehrer. Hier wird naturgemäß sehr viel Wert auf Texte und Textformen gelegt. Es kommt auch vor, dass der Betreuungslehrer ein Kunstlehrer ist. Hier kommt dann der kreative Moment stärker zum Tragen. Am schönsten ist es allerdings, wenn die Betreuungslehrer sich aus Kunst- und Deutschlehrer zusammensetzen. Dann passt beides. Außerdem stelle ich fest, dass Lehrer so gut wie nichts über technische Prozesse wie Layouten, PDF X3-Export oder Umgang mit Druckereien wissen.
Im Moment biete ich gerade Schülerzeitungsseminare für Online-Journalismus an sowie wie ein Seminar für Betreuungslehrer von Schülerzeitungen. Wer Lust hat teilzunehmen, sollte sich bitte umgehend bei mir melden. Gerade das Thema Online-Journalismus wird in Zeiten knapper werdender Werbung immer wichtiger. Wie kann so eine Online-Zeitung für eine Schule aussehen? Auch als Schule muss ich mich auf den Zeitenwandel vorbereiten.

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Besser kommunizieren – das Vier Ohren Modell von Friedemann Schulz von Thun

7. Februar 2015
Warum scheitert Kommunikation?

Warum scheitert Kommunikation?

Der eine oder andere wird folgende Situation kennen. Ehemann und Ehefrau sitzen gemeinsam beim Abendessen. Der Mann puhlt mit seiner Gabel im Essen herum, legt etwas an den Tellerrand und fragt: „Was ist denn das?“ – Die Ehefrau antwortet erzürnt: „Wenn es dir nicht schmeckt, kannst du ja woanders essen!“
Frau und Mann scheinen nicht kompatibel, sie verstehen sich im Moment nicht. So wie es im Eheleben ist, gibt es auch zahlreiche Kommunikationsprobleme im Berufsleben. Kommunikation hat verschiedene Ebenen und nur wer dies beispielsweise in Ehe und Geschäftsleben berücksichtigt, der wird besser verstanden.

4 Ohren Modell im Seminar.

4 Ohren Modell im Seminar.

In einem Seminar über interne und externe Kommunikation stellten mein Kollege Dr. Michael Homberg und ich den Teilnehmern den Kommunikationsklassiker das Vier Ohren Modell von Friedemann Schulz von Thun vor. Schulz von Thun ist Psychologe und er ist davon überzeugt, dass jede Nachricht vier verschiedene Ebenen hat. Sind Sender und Empfänger auf der gleichen Ebene, dann läuft die Kommunikation reibungslos. Sind sie auf unterschiedlichen Ebenen, kann es zu Missverständnissen kommen.
Das 4 Ohren Modell von Schulz von Thun besteht aus folgenden Ebenen:
• die Sachebene (eine Sachinformation, worüber ich informiere)
• die Beziehungsebene (was ich von dir halte)
• die Selbstoffenbarungsebene (was ich von mir zu erkennen gebe)
• die Appellebene (was ich erreichen möchte)
In einem Gespräch mit Michael Homberg stelle wir das Vier Ohren Modell in einfachen Worten vor und geben praktische Beispiele. Wie kann es sein, dass ich etwas sagen möchte und es kommt beim Gegenüber völlig falsch an.

Online-Marketing für B2B: Fünf Praxistipps für Kundengewinnung im Internet

5. Februar 2015

Vor kurzem hielt ich ein Kommunikationsseminar für KUM. Die Zielgruppe setzte sich aus B2C- und B2B-Unternehmern zusammen. Es zeigte sich, dass B2B-Unternehmen ihre Umsätze auch heute vor allem über klassische Marketing- und Vertriebskanäle generieren. Dazu gehören Messen, Anzeigen, Printmailings oder Telefonakquise. Aber die B2B-Welt verändert sich. Im Seminar zeigte sich, dassviele B2B-Anbieter überzeugt sind, dass sich die Bedeutung des Online-Marketings für ihre Unternehmen in zwei bis drei Jahren nahezu verdoppeln wird. Jetzt müssen die richtigen Weichen gestellt werden. Ich gab ein paar Tipps der Löwenstark Online-Marketing GmbH weiter, wie man im B2B-Bereich nachhaltig Umsatz mittels Online-Marketing generiert.

Messen allein reicht für B2B schon lange nicht mehr.

Messen allein reicht für B2B schon lange nicht mehr.

Unternehmen müssen ihren Fokus auf digitale B2B-Marketing-Kommunikation legen. Doch nur eine ganzheitliche, kanalübergreifende Online-Marketing-Strategie führt zum Erfolg und lässt die Umsatzzahlen langfristig steigen. Um Unternehmen zu helfen, das Potenzial des ganzheitlichen Online-Marketings optimal zu nutzen, haben die Experten der Löwenstark Online-Marketing GmbH die fünf wichtigsten Tipps für erfolgreiches B2B-Online-Marketing in einer Checkliste zusammengefasst. Diese Tipps haben ich weitergebebn, weil sie sich in der Praxis auch bei meinen Beratungen bewährt haben.

Alle Kanäle müssen bedient werden.

Alle Kanäle müssen bedient werden.

Tipp 1. Klare Ziele definieren und eine Strategie festlegen

Messbar, deutlich und realistisch: Die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Online-Marketing im B2B-Bereich ist eine klare Zieldefinition. Daraus resultiert wiederum die übergeordnete Online-Marketing-Strategie, die eine Reihe von konkreten Maßnahmen und deren Umsetzung beinhaltet. „Ob mehr Traffic für die eigene Homepage, die Gewinnung neuer Kundenkreise oder die Steigerung der Marken-Bekanntheit – Unternehmen, die nicht wissen, was sie mit ihren Online-Marketing-Maßnahmen am Ende erreichen wollen, begeben sich auf einen ökonomischen Blindflug, der lediglich zu mehr Kosten führen wird“, warnt Marian Wurm, Geschäftsführer und Mitgründer der Löwenstark Online-Marketing GmbH.

Tipp 2. Traffic-Generierung ganzheitlich betrachten

Immer mehr Entscheider im B2B-Bereich suchen ihre Dienstleister oder Lieferanten online. Eine gute Sichtbarkeit im Netz ist daher im B2B-Bereich das A und O, um mehr Besucher auf die eigene Homepage zu locken. Diese gelangen üblicherweise über die entsprechenden Suchanfragen bei Google zur Unternehmensseite. Um das zu stärken, bietet sich gerade auch im B2B-Bereich der Einsatz der Suchmaschinen-Optimierung (SEO) bei den relevanten Produkten, Dienstleistungen oder Stichworten an. Denn auch Business-Kunden schauen sich selten mehr als die ersten 10 bis 20 Treffer bei Google an.
Während die SEO eher mittel- und langfristig wirkt, sollten B2B-Unternehmen auch solche Maßnahmen im Portfolio haben, die kurzfristige Effekte erzielen. „Am vielversprechendsten ist der Einsatz von Suchmaschinen-Werbung, sprich: Google AdWords-Anzeigen“, empfiehlt Wurm. „Hier bestimmt das Unternehmen selbst, wie viel es bereit ist, für einen Besucher zu zahlen und bei welchen Suchbegriffen es gefunden werden will.“ Effektiv ist auch die sogenannte Display-Werbung, die auf den Websites von Messen oder Fachportalen kurzfristig geschaltet werden kann. Der Nachteil gegenüber AdWords-Anzeigen ist hier, dass generell Kosten anfallen – unabhängig davon, ob jemand auf die Anzeige klickt oder nicht.

Tipp 3. Website-Besucher zum Abschluss bringen

Die B2B-Website ist nicht nur eine Visitenkarte des Unternehmens. Sie hat eine ganz konkrete Aufgabe: Sie soll Abschlüsse generieren. Das muss nicht ausschließlich eine Bestellung sein. Auch der Download eines Prospekts, die Anmeldung zum Newsletter oder die Kontaktaufnahme zum Vertrieb gelten im Online-Marketing als erfolgreiche Abschlüsse. Dazu gilt es, die B2B-Website benutzerfreundlich zu gestalten und Usability-Hürden wie zum Beispiel lange Ladezeiten, überladene Kontaktformulare oder eine unübersichtliche Navigation zu minimieren. „Hierfür bietet sich der Einsatz einer professionellen Usability- und Konversions-Optimierung an“, sagt der Löwenstark-Experte Wurm. „Durch spezielle Analysen oder Tests lassen sich die potenziellen Stolperfallen auf der Website identifizieren und die Abschlussrate verdoppeln oder sogar verdreifachen.“

Tipp 4. Kunden langfristig an das Unternehmen binden

Gerade im B2B-Bereich gilt: Kundenpflege ist billiger als Neukundenakquise. Da B2B-Kommunikation sich durch direkten Kundenkontakt und One-to-One-Strategien auszeichnet, bieten sich für die Kundenbindung in diesem Bereich Social Media-Aktivitäten im weitesten Sinne an. „Es muss nicht immer Facebook sein“, erklärt Wurm. „Im B2B-Bereich sind ein gut gepflegtes XING-Profil oder ein B2B-Blog mit Expertentipps, Grafiken und Erklärvideos häufig sogar erfolgversprechender.“ Ebenso wirksam kann ein eigener Newsletter sein. Wichtig ist, dass der Newsletter einen echten Mehrwert in Form von Tipps, News und interessanten, maßgeschneiderten Kundenangeboten bietet. Zu werblich oder zu häufig versandte Newsletter verprellen dagegen die Abonnenten.

Ich bin viel auf Veranstaltungen unterwegs, um B2B zu schulen.

Ich bin viel auf Veranstaltungen unterwegs, um B2B zu schulen.

Tipp 5. Die eigene B2B-Website mobil ausrichten

Die Bedeutung einer mobilen Website wird im B2B-Umfeld deutlich unterbewertet. „Laut Experten erfolgt inzwischen jede dritte Suchanfrage über ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet“, so Wurm. „Wenn dann bei der mobilen Suche nur die Originalwebsite mit kleiner Schrift und unübersichtlichen Such- oder Navigationsfunktionen angezeigt wird, riskieren Unternehmen Kunden und Business-Partner zu verlieren.“ Die mobile Optimierung ist nicht nur kundenfreundlich, sie ist auch wichtig für das Google-Ranking: „Es gilt als sicher, dass Google bei Suchanfragen übers Handy bevorzugt mobil optimierte Websites ausgibt. Wer sich dem nicht stellt, riskiert heftige Einbußen in der Sichtbarkeit bei dem Suchmaschinenriesen.“