Selten hat mich ein Dracula-Film so hin und her gerissen, wie Renfield, die Horror-Splatter-Komödie um den Diener unseren Lieblingsgrafen. Die Idee der Abhängigkeit ist eine gute Idee und viele kleinen Anspielungen in dem Film habe ich in meinem Lieblingskino Scala Fürstenfeldbruck absolut genossen.
Ich muss zugeben, dass ich absolut kein Fan von Nicolas Cage bin. Es gibt kaum Filme, die ich mit ihm mag. Und jetzt spielt Cage den Grafen sehr theatralisch, arrogant und ich gebe ungern zu: Er hat mir als aufbrausender Dracula gefallen.
Der Film beginnt mit den Schwarzweißaufnahmen im Stile von Tod Browing und eine Verbeugung von dem großen Bela Lugosi. Nikolas Cage in der Rolle Dracula spielt die Schlüsselszenen des 1930 Draculas gekonnt und sie machen viel Lust auf mehr. „Ich trinke niemals Wein“ kommt einfach gut. Und auch die Beleuchtung der Augenpartie macht einfach Spaß. Cage hat seine Vorbilder Bela Lugosi (Dracula), Frank Langella (Dracula) und Gary Oldman (Bram Stoker’s Dracula) gut studiert – an Max Schreck und Klaus Kinski wäre er gescheitert und Christopher Lee hat er gleich übersprungen.
Als einziger habe ich im Kino gelacht als ich den Fußabstreifer mit Willkommen und Tritt ein gesehen habe, der Dracula den Zutritt zum kritischen Apartment Renfield gewährt. Dracula darf ja nur eine Wohnung betreten, wenn er eingeladen wird. Ich fans gut, die restlichen Zuschauer im Kino haben den Hinweis wohl nicht verstanden.
Und es sind weitere Details wie der Abspann mit dem Titel Renfield in Stil und Farben des 1930 Kino-Plakats. Aber bis es zum Abspann kam, musste ich eine ganze Menge an wirren Drehbuch aushalten. Regisseur Chris McKay kann zwar Splatter, aber ein schlechtes Drehbuch bleibt ein schlechtes Drehbuch. Chris McKay bemüht sich sehr zwischen Horror und Humor zu wechseln, aber für mich ist es ein weiterer Beweis, dass das Dark Universe von Universal wohl in der frühen Phase von Hollywood erfolgreich war und eine Wiederbelebung Konsequent scheitert.
Und dieses Drehbuch macht den Genuss des Films den Garaus. Die Verbraucherstory ist so konstruiert, so schwach, wenn nicht gar schwachsinnig. Das Drehbuch zerstört die meiste Atmosphäre, wenn Dracula mal nicht zu sehen. Nicholas Hoult als Renfield hat seine gute Seiten, empfinde ich aber als zu blass.
Draculas Gehilfe Renfield hat die Arbeit für seinen narzisstischen Meister satt. Nach Jahrhunderten der entwürdigenden Knechtschaft will er herausfinden, ob es für ihn auch ein Leben ohne den Fürsten der Finsternis geben kann und schließt sich dafür einer Selbsthilfegruppe an. Dort lernt er Rebecca Quincy (Awkwafina) kennen, die ihn bei seinem emanzipatorischen Projekt unterstützt, das sich jedoch bald als ziemlich gefährliches Mafia-Unterfangen erweist.
Zu Fronleichnam habt ihr vielleicht ein bisschen Muse und Zeit euch die neueste Folge meines Herzensprojekts Filmriss online anzuschauen. Jeden Monat spreche ich mit meinem Kumpel Markus Schmölz über neue Kinofilme und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Scala Kinos Fürstenfeldbruck.
Klar, dass Indiana Jones und das Rad des Schicksals im Mittelpunkt des Interesses ist. Daneben gibt es Meinungen zu No Hard Feelings und Spider-Man: Across the Spider-Verse. Ich darf ein wenig über den Soundtrack zu Im Westen nichts Neues erzählen und wir freuen schon sehr auf die Juni-Matinee am 18. Juni im Scala Kino. Ich bespreche und zeige den fanatischen Film The Rocky Horror Picture Show. Karten gibt es hier. Also viel Spaß mit rund einer halben Stunde Filmriss online, die Juni-Ausgabe.
Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich Roboterspielzeug sammle und habe auch einige Seminare zu diesem Thema durchgeführt. Im Moment ruht meine Sammlung allerdings aus Zeitgründen. Doch habe ich mir als Aibo-Fan neulich die überarbeitete Robotik-Sammlung im Deutschen Museum München angeschaut und einen kleinen Film gedreht.
Jetzt erreichte mich eine Pressemitteilung eines neuen Roboterspielszeugs zum neuen Transformer-Film. Zwar bin ich kein großer Fan der Filmreihe, interessiere mich aber dennoch für die Fortschritte in diesem Umfeld. Robosen, Entwickler von Technologien in der Robotik und Hersteller von Unterhaltungsroboter für den Verbrauchermarkt, bietet für Deutschland ab sofort eine deutschsprachige Webseite mit integriertem Online-Shop ab. Somit ist das Produktportfolio des Herstellers an Unterhaltungsrobotern hierzulande nun einfach direkt einseh- sowie bestellbar. Kein umständliches Bestellen über ein Nicht-EU-Land ist mehr nötig und damit auch keine Bürokratie mit Zollabfertigung.
Fans der Transformer-Reihe und Robotik-Enthusiasten interessieren sich wohl für den neuen Optimus Prime Rise of the Beasts Signature Roboter – einem authentischen und sowohl hinsichtlich des Detailgrades als auch der Funktionalität atemberaubenden Modell des Hauptdarstellers und Anführers der Autobots. Er kommt in zwei Editionen mit zahlreichem Zubehör, beherrscht eine Vielzahl von Bewegungsabläufen und kann per Sprachkommandos oder per App gesteuert und programmiert werden.
Wird der 42 Zentimeter hohe und 1,6 Kilogramm schwere Optimus Prime Rise of the Beasts Signature Roboter per Knopfdruck oder Sprachbefehl aktiviert und beginnt er sich zu bewegen und mit der Original-Stimme von Peter Cullen zu sprechen.
Technik inside 21 Hochpräzision-Servomotoren, 69 Mikrochips, 40 bewegliche Teile und ein 6-Achsen-Gyroskop sorgen dafür, dass der Optimus Prime Rise of the Beasts Signature Roboter viele Posen einnehmen und Bewegungen ausführen kann. Mit dem beiliegenden Aerial-Standfuß kann Optimus Prime der Schwerkraft trotzen und dynamische Sprung- und Flugmanöver ausführen. Er reagiert außerdem auf 16 vorprogrammierte Sprachkommandos und kann selbst mit der Original-Stimme von Optimus-Prime-Sprecher Peter Cullen auf Nutzerbefehle antworten.
Mit der Robosen-App, die für iOS- und Android-Geräte kostenlos in den jeweiligen App-Stores bereitsteht, lassen sich nicht nur jederzeit zusätzliche Bewegungsabläufe und Aktionen aus einem stetig wachsenden Angebot herunterladen – dank intuitiver Block-Programmierung können Nutzer im Handumdrehen neue Bewegungen, Posen und ganze Tanz- oder Kampfkunst-Choreographien erstellen, hochladen und mit anderen Transformers-Enthusiasten auf der ganzen Welt teilen.
Der Robosen Optimus Prime Rise of the Beasts Signature Roboter wird in zwei Editionen erhältlich sein: Die Limited Edition kann zum Frühbucherpreis von 919 Euro (regulär 1199 Euro) vorbestellt werden. Sie kommt mit zusätzlichem Zubehör und Waffen, besticht aber vor allem mit ihrer ultrarealistischen Bemalung, die dem Modell durch Metallic-Elemente, lackierte Kratzer sowie Rauch- und Ölspuren ein noch höheres Maß an Authentizität verleihen. Die Limited Edition ist überdies nur in begrenzter Stückzahl erhältlich und jedes Modell verfügt über eine einzigartige, eingravierte Seriennummer.
Für mich ist David Cronenberg jemand, der sich selbst über die Jahrzehnte seines Schaffens treu geblieben ist. Jeder der Filme des heute 70jährigen Kanadiers spiegelt die Kreativität und den Erzähldrang des Regisseurs wider, der sich nicht einem Massengeschmack anbiedert. Im Mittelpunkt von vielen seiner Filme war ein Subgenre des fantastischen Films, der Body Horror.
Es war schwer aus dem Werk einen Film von Cronenberg für meine monatliche Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck einen Film zu wählen. Ich entschied mich für Videodroome aus dem Jahre 1983.
Ich entschied mich für Videodroome aus dem Jahre 1983. Der Film war nach dem Publikumserfolg von Scanners die konsequente Weiterentwicklung des Body Horrors im aufkommenden VHS-Zeitalter. Videodrome gilt zudem als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Filme der Cyberpunk-Bewegung. Der Film stellt die Frage, ob Technologie und Medien uns wirklich befreien oder ob sie uns in eine Art mentale Sklaverei führen.
Hier der Vortrag meiner Matinee im Scala Fürstenfeldbruck. Die nächste Matinee ist am Sonntag, 18. Juni um 10:45 Uhr. Ich bespreche und zeige den Kultfilm „The Rocky Horror Picture Show.“ Karten gibt es hier.
Die große Sängerin Tina Turner ist verstorben. Da ging die Meldung vom gleichzeitig Tod von Kenneth Anger medial unter. Er starb mit 96. Jahren und war ein Pionier in Sachen Filmavangarde.
Den ersten Kontakt zu Kenneth Anger bekam ich allerdings nicht über seine zum Teil sehr experimentellen Filme, sondern durch Fake News. Anger brachte für mich mit Hollywood Babylon das erste Klatsch- und Tratschbuch über Stars und Sternchen heraus. Fotos und Geschichten über das frühe Hollywood. Ich habe meine Ausgabe Ende der siebziger Jahre in einem Bücherbazar billig erstanden. Viele der Stars aus der frühen Phase des Kinos kannte ich als Jugendlicher nicht, aber die Geschichten von Sex, Drogen und Macht waren so gut geschrieben. Viele der Geschichten stellten sich später als unwahr oder gar konstruiert heraus, also Fake News, die auf Erzählungen von Angers Großmutter basierten. Es gab noch einen zweiten Teil von Hollywood Babylon, den ich mir aber nicht kaufte.
Vorreiter des queeren Kinos Kenneth Anger war zweifellos eine der einflussreichsten und kontrovers diskutierten Figuren in der Geschichte des Films. Er war ein Vorreiter des queeren Kinos, noch bevor ich den Begriff überhaupt kannte.
Ich lernte den ersten offen schwul lebenden Regisseure über Super 8-Filme kennen. Die Art der Filme war für mich neu. Also nahm ich viel Geld in die Hand und erstand 1986 meine einzige Kenneth Anger-Doppel-Laserdisc Magick Centern Cycle mit allen wichtigen Werken. Es war eine japanische Pressung. Hier die Fassung auf DVD. Sein Beitrag zur Filmkunst reicht weit über die Grenzen des konventionellen Erzählkinos hinaus und hat das Medium auf revolutionäre Weise erweitert. Mit seiner avantgardistischen Ästhetik und seinen experimentellen Techniken hat Anger eine völlig neue Dimension des filmischen Ausdrucks geschaffen. Bereits in den 1940er Jahren begann Anger mit dem Drehen von Kurzfilmen, die sich durch ihren symbolischen Gehalt, ihre visuelle Poesie und ihre suggestiven Bildsprache auszeichneten. Seine Werke wie „Fireworks“ (1947) und „Scorpio Rising“ (1963) haben die Grenzen des Konventionellen gesprengt und neue Möglichkeiten der Darstellung von Emotionen und psychologischen Zuständen eröffnet. Anger spielte mit Symbolen, Archetypen und Tabus und schuf damit eine Welt des Traums und der Unterbewusstheit auf der Leinwand.
Einsatz von Musik und visuellen Effekten Darüber hinaus war Anger ein Pionier in der Verwendung von Musik und visuellen Effekten, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen. Seine Filme sind berüchtigt für ihre hypnotische Wirkung und ihre ungewöhnliche Kombination aus Bild und Ton. Er nutzte Rockmusik und Popkultur als Soundtrack, um seinen Filmen eine zusätzliche Dimension zu verleihen und den Zuschauer in eine emotionale Achterbahnfahrt zu entführen. Angers Einfluss auf die Filmkunst reicht weit über sein eigenes Werk hinaus. Seine experimentellen Techniken und seine subversive Herangehensweise an das Medium haben zahlreiche Regisseure und Künstler inspiriert und beeinflusst. Von Martin Scorsese über David Lynch bis hin zu Gus Van Sant sind viele renommierte Filmemacher von Angers Arbeit geprägt worden.
Experimentelle Filmkunst Insgesamt hat Kenneth Anger das Filmemachen auf radikale Weise neu definiert. Seine Werke haben meine Vorstellungskraft beflügelt, die Konventionen des Kinos herausgefordert und den Weg für eine experimentelle Filmkunst geebnet. Sein Einfluss ist bis heute spürbar und wird zweifellos weiterhin Generationen von Filmemachern inspirieren, die sich von seiner Kreativität, seinem Mut und seiner rebellischen Natur anstecken lassen. Jetzt starb er mit 96. Jahren.
Ja, Bob Dylan ist einer meiner wenigen musikalischen Helden. Ich freue mich immer, wenn ich den alten Herren auf Konzerte oder in der Konserve treffe. Der Meister feiert heute seinen 82. Geburtstag.
In wenigen Tagen wird Sony das Streaming-Konzert Shadow Kingdom veröffentlichen. Es entstand in der Corona-Zeit Juli 2021 und das geschäftstüchtige Management versorgte uns mit einem neu aufgenommenen schwarzweiß-Konzert mit alten Songs im neuen Gewand. Die Setlist des Albums umfasst 13 Originalsongs, die Dylan für seinen Auftritt in „Shadow Kingdom“ ausgewählt hat sowie das abschließende Instrumental „Sierra’s Theme“. Im Juni 2023 kommt das Album und ich hoffe später auch das Konzert, das für kurze Zeit illegal bei YouTube zu sehen war. Ich freu mich darauf und werde natürlich darüber bloggen.
Nachdem ich ihn das letzte Mal live in Berlin gesehen und gestaunt habe, greife ich an seinem Geburtstag auf eine frühe Dokumentation über ihn zurück. Don‘t Look back aus dem Jahre 1967 von der Konzerttour 1965. Ich hab den Film von Regisseur D. A. Pennebaker in verschiedenen Versionen: VHS, Laserdisc, DVD und Bluray. Es zeigt einen rastlosen und ruhelosen Geist im Umbruch, der sich auf seiner Großbritannien-Tournee 1965 weiterentwickelt hatte, weiter als es seine Folkie-Fans wahrhaben wollten. Dylan stand kurz davor elektrisch zu spielen und seine alten Fans zu brüskieren, die der Entwicklung nicht folgen wollten. Der Aufschrei Judas im Jahre 1967 brachte es auf den Punkt.
Als Provokation gibt es das erste Musikvideo überhaupt als Starter Subterranean Homesick Blues. Dylan mit seinen Papptafeln. Genialer Song – geniales Video und wir wissen ja: look out kid.
Neben Dylan sind in Don’t Look Back mit intensiver Handkamera auch seine damalige noch Freundin Joan Baez, sein Manager Albert Grossman (dear Landlord), sein Tour-Manager Bob Neuwirth, der Beat-Poet Allen Ginsberg sowie der schottische Folksänger Donovan zu sehen. Es ist weniger ein Konzertfilm als vielmehr ein Film zwischen den Konzerten. In dieser Zeit war Dylan arrogant, aufbrausend, stand sicherlich unter Drogen, aber er schöpfte aus all dem Chaos um ihn herum seine Energie und Kreativität.
D. A. Pennebaker als Gründer des Direct Cinema hielt schonungslos seine Kamera auf die Ereignisse. Das wäre bei heutigen Touren von Superstars nicht möglich, denn ein Management würde vieles glätten oder schlichtweg verbieten. Dylans Manager zu dieser Zeit, der aufbrausende Albert Grossman, ließ es zu und heraus kam ein wunderbares Zeitdokument. Pennebaker ist in meinem Herzen auch wegen der Dokus zu Jimi Plays Monterey (1968) und Ziggy Stardust and the Spiders from Mars (1973) geblieben.
Für mich gibt es zwei Anime-Filme, die mir die Türe zu diesem wunderbaren Genre eröffnet haben. Akira und Ghost in the Shell. Über die 4K-Veröffentlichung von Akira hab ich bereits geschrieben und nun kommt die 4K-Version von Ghost in the Shell zu mir nach Hause – endlich.
Ghost in the Shell habe ich als Laserdisc, als DVD, als Bluray und nun auch als 4K. Leider hat der Verleih den Film nur in einer Sammlerbox veröffentlicht mit Manga und Soundtrack auf CD. Laut Publisher gibt es den Film nicht als Stand alone, so musste ich mir die Sammlerbox kaufen, obwohl ich den Inhalt eigentlich schon habe. Soundtrack liegt bei mir auf Vinyl und CD bereits vor und vom Manga habe ich verschiedene deutsche Veröffentlichungen.
Bis heute erschienen insgesamt vier Kinofilme, zwei Fernsehserien, ein Fernsehfilm sowie weitere drei Videospiele aus dem Ghost-Universum, die sich rund um den Manga von Masamune Shirow drehen oder davon weiterentwickelt worden sind. Ghost in the Shell ist kulturhistorisch ein enorm visionärer Stoff. Gerade im beginnenden Zeitalter von KI bietet die Geschichte viel Stoff zum Diskutieren. Im Jahr 2029 sind viele Menschen Cyborgs, die ihren Körper ganz oder teilweise durch künstliche Implantate ersetzt haben. Sogar das Gehirn lässt sich bis auf einige wenige Zellen durch ein sogenanntes Cyberbrain ersetzen. Verpackt in einer Biokapsel (der sogenannten Shell) stecken in jedem Cyborg menschliche Gehirnzellen mit seinem Geist (Ghost), der Identität und seiner Persönlichkeit, so Wikipedia. Ich finde Das Thema sehr spannend und die Umsetzung grandios. Der Cyborg-Fantasy-Film befasst sich mit der Frage, was den Menschen beziehungsweise die menschliche Persönlichkeit ausmacht.
1995 erschien der Anime von Mamoru Oshii. Ich kannte den Film anfangs nur im japanischen Original mit englischen Untertiteln. Später kam eine deutsche Übersetzung bei mir hinzu. Dennoch schau ich den Film gerne als Original mit deutschen Untertiteln. Inzwischen gibt es zwei deutsche Sychros, die vom VHS-Veröffentlichung und später eine neue Version für die DVD-Veröffentlichung. Auf der Blue-Ray-Version sind beide deutsche Fassungen enthalten.
Der Film selbst ist gespickt mit Zitaten und Anspielungen zahlreicher Klassiker. Filme von Godard werden ebenso erwähnt wie Kubrick. Literarische Verbeugungen vor William Gibson sind zu finden wie J. D. Salinger. Ich kann Manga und Anime uneingeschränkt empfehlen.
Zum 80. Geburtstag des kanadischen Regisseurs David Cronenberg zeige ich in der Matinee des Scala Kinos Fürstenfeldbruck am Sonntag, 21. Mai den Film Videodrome. Karten gibt es hier.
Der fanatische Film aus dem Jahr 1983 ist noch ein Vertreter des Body Horrors von Cronenberg und beschreibt den zunehmenden Realitätsverlust von Max Renn, Betreiber eines privaten TV-Kanals, nachdem er wiederholt den gewaltpornografischen Ausstrahlungen eines Piratensenders ausgesetzt war.
„Videodrome“ ist ein Kultfilm des kanadischen Regisseurs David Cronenberg, der 1983 veröffentlicht wurde. Der Film wurde von der Kritik hoch gelobt und gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Filme der Cyberpunk-Bewegung. „Videodrome“ ist ein kühner und düsterer Film, der auf beunruhigende Weise den Zusammenhang zwischen Technologie, Medien, Macht und Körper thematisiert.
Die Handlung des Films dreht sich um den Besitzer eines TV-Senders namens Max Renn (dargestellt von James Woods), der verzweifelt nach neuen Inhalten sucht, um sein Programm zu verbessern. Eines Tages stößt er auf eine illegale Satellitenübertragung namens „Videodrome“, die Gewalt und Pornographie zeigt. Renn wird immer mehr von dieser Übertragung besessen, bis er selbst Teil des Programms wird und schließlich in eine surreale Welt voller Schmerz und Halluzinationen gerät.
Body-Horror Cronenberg thematisiert in „Videodrome“ die Auswirkungen von Technologie und Medien auf die menschliche Psyche und Körper. Er zeigt, wie Fernsehen und andere Medien uns beeinflussen und verändern können. Der Film stellt die Frage, ob Technologie und Medien uns wirklich befreien oder ob sie uns in eine Art mentale Sklaverei führen.
Cronenberg verbindet diese Themen geschickt mit dem Körperhorror-Genre, das er in Filmen wie 1981 „Scanners“ und später mit „The Fly“ 1986 aufgegriffen hat. In „Videodrome“ zeigt er uns verstörende Bilder von menschlichem Fleisch und Technologie, die miteinander verschmelzen und eine neue Form der Existenz schaffen. Der Körper des Protagonisten Max Renn wird zum Schauplatz für diese Verschmelzung und er selbst wird zu einem Werkzeug in den Händen einer mysteriösen Gruppe, die versucht, ihn für ihre Zwecke zu missbrauchen.
Die visuelle Ästhetik des Films ist ebenfalls bemerkenswert. Cronenberg arbeitet mit dunklen Farben und surrealen Bildern, um eine düstere Atmosphäre zu erzeugen. Die Special Effects sind für die damalige Zeit beeindruckend und tragen dazu bei, dass die verstörenden Bilder noch lange nach dem Ende des Films im Gedächtnis bleiben.
Ich freue mich, wenn Sie am Sonntag, 21. Mai im Scala Fürstenfeldbruck bei meiner Matinee dabei sind. Karten gibt es hier.
Einmal im Monat darf ich eine Matinee im Scala-Kino in Fürstenfeldbruck halten. Im April stand einer meiner Lieblingsfilme auf dem Programm: „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ von Nicolas Roeg, der anschließend der SF-Film Der Mann, der vom Himmel fiel mit Bowie drehte,
„Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ist ein beeindruckender Film, der die Grenzen des klassischen Horrorfilms sprengt und den Zuschauer in eine verstörende, surreale Welt entführt.
Regisseur Nicolas Roeg schafft es, mit seiner außergewöhnlichen Kameraführung und Montage eine düstere Atmosphäre zu erzeugen und die Verwirrung und Desorientierung der Protagonisten auf den Zuschauer zu übertragen. Hier meine Einführung zum Film.
Die nächste Matinee steht schon in den Startlöchern. Am Sonntag, 21. Mai zeige ich anlässlich des 80. Geburtstages von David Cronenberg den Body-Horror Videodrome. Karten für die Veranstaltung gibt es hier.
Jeden Monat widme ich mich meinem Herzensprojekt: Filmriss online – ein Videoblog rund um das lokale Kino. Anfang Mai ging die neueste Ausgabe von Filmriss online wieder online und ich komme erst jetzt dazu, über die Folge zu bloggen.
Zusammen mit Markus Schmölz, Geschäftsführer des Scala Kino Fürstenfeldbruck, bespreche ich in lockerer Atmosphäre die aktuellen Filme des Monats. Besprochen werden folgende Filme Fast & Furious 10, Asterix & Obelix im Reich der Mitte, Guardians of the Galaxy Vol. 3.
Etwas ausführlicher besprechen wir Arielle, die Meerjungfrau, die in Kürze startet. Es gab bei dem Film eine Diskussion um die Hautfarbe der Meerjungfrau, die von Halle Berry dargestellt wird. Für die Rassisten unter euch: Eine Meerjungfrau ist ein Fantasiewesen und kann von jedem dargestellt werden. Die literarische Vorlage ist die kleine Meerjungfrau von Hans Christian Anderson. Die Hautfarbe der Arielle ist mir egal, nicht egal ist mir allerdings, dass Hollywood keine neuen Ideen hat und nun Zeichentrickfilme in Realfilme umwandelt. Anschauen werde ich mir den Film aber auf jeden Fall, vor allem, weil ich Disney und Halle Berry mag.
Ich darf auch ein wenig Werbung für meine Matinee am 26. Mai machen. Dann bespreche ich anlässlich des 80. Geburtstag von David Cronenberg den Body Horror-Film Videodrome. Karten gibt es hier und ich freue mich, diese Filmperle aus Cronenbergs kanadischer Zeit präsentieren zu dürfen. Würde mich freuen, wenn sich Zuschauer dafür interessieren. Dazu habe ich extra einen Trailer geschnitten.
Dann sprechen Markus Schmölz über Müll im Kino (nicht Trash-Filme, sondern Abfall, der aufwendig getrennt und entsorgt werden muss). Und auch Jugendschutz wird von uns thematisiert. Also viel Spaß bei meinem Herzensprojekt Filmriss online – und natürlich suchen wir immer Sponsoren, die uns unterstützen. Dieses Mal war es die Bäckerei Konditorei Martin Reicherzer in Fürstenfeldbruck und Aubing – Danke dafür.