Archive for the ‘Familie’ Category

Generationenübergreifende Spielkonzepte durch Silver Gaming

23. Januar 2010

Generationsübergreifendes Spielen ist ne tolle Sache

Bei uns zu Hause steht ein ganzer Park an Konsolen verschiedener Generationen: Atari 2600, Atari Lynx, PS2, PSP, PS3, Wii und Nintendo DS Lite. Schneller, höher, weiter lautet das Prinzip der Konsolen. Aber eigentlich ist das Konzept von Nintendo genial. Hier wird ganz offensiv das Thema Videospiele im Generationenwechsel betrieben. Wir werden immer älter und die neue Zielgruppe der Gamer ebenso. ich nenne sie Senioren, andere Silver Surfer.
Ich finde die Idee hervorragend, die Wii im Altenheim aufzubauen. Wii Fit oder Wii Sport verbindet jung und alt. Die Gehirnjoggings und Co sorgen dafür, dass Spieler jeder Altersstufe geistig mobil bleiben. Das ist gut so.
Diese Idee verfolgt Nintendo deutlich konsequenter als Sony oder Microsoft mit ihren leistungshungrigen Next Gen-Konsolen. Ok, ballern mit der PS3 ist super, aber Wii Sport mit der ganzen Familie ist auch genial.
Da kommt ein interessanter Termin gerade recht: Anhaltender Geburtenrückgang und steigende Lebenserwartung sind ein gesellschaftliches Phänomen aller industrialisierten Länder. In Deutschland führt dieser demographische Wandel zu einer auf längere Sicht älteren Bevölkerung. Herauszufinden, wie Unternehmen diesen neuen Herausforderungen gerecht werden können, ist Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstalteten 3. Deutschen AAL (Ambient Assisted Living)-Kongresses, der am 26. und 27. Januar im Berliner Congress Center stattfindet.
Welche wirtschaftliche und soziale Relevanz Spiele im Umfeld älterer Menschen haben, diskutiert am 25. Januar erstmals die Pre-Conference „Silver Gaming und AAL“. Der Vorkongress, an dem auch Nintendo teilnimmt, bietet Einblicke in neue spielorientierte Technologien, Trends und Initiativen, die eine Verbesserung der Lebensqualität für Menschen in allen Lebensabschnitten verfolgen.
Im Vortragsprogramm der Pre-Conference wird Silja Gülicher, Leiterin Pressestelle Nintendo Deutschland, verschiedene Hintergründe vorstellen, die zu einem Paradigmenwechsel innerhalb des japanischen Traditionsunternehmens führten. „Am Beispiel des demographischen Wandels in Japan wird deutlich, dass speziell ältere Menschen den Zugang zu digitalen Technologien meiden, weil sie zum einen keinen konkreten, inhaltlichen Nutzen erkennen können – und zum anderen oftmals durch die zu komplexen Bedienungssysteme abgeschreckt werden“, so Silja Gülicher. „Nintendo ist es durch generationenübergreifende Spielkonzepte und intuitive Steuerung gelungen, diese Hürden aufzulösen.“
Ich bin von dieser Geschäftsidee überzeugt und glaube, dass sie eine gewinnbringende und unterhaltsame Zukunft hat.

Wer bringt mich zum Lachen?

11. Januar 2010
Wer ist für mich der größte deutschsprachige Humorist? Mich haben viele Leute zum Lachen gebracht und Humor ist sicher was sehr privates. In jeder Phase meines Leben konnte ich über andere Sachen lachen. Als Kind haute ich mir auf die Schenkel über „Palim palim, eine Tüte Pommes Frites“ und „die Kuh Elsa“ von Didi Hallervorden aus der Klamauk-Serie „Nonstop Nonsens“. Später fand ich Otto witzig. Heute kann ich weder mit Didi noch mit Otto etwas anfangen und über die humoristischen Einlagen nicht mehr lachen. Wer mich aber durch die Jahre begleitet hat, ist Vicco von Bülow, genannt Loriot.
Mein inzwischen verstorbener Schulfreund Michael Danger brachte mir den Humor näher, zunächst mit den netten Figuren mit der Knollennase, dann dem „Wum, Wendelin und blauen Klaus“ vom „Großen Preis“.
Als ich älter wurde, begeisterten mich die Sketche und natürlich die beiden großartigen Kinofilme „Ödipussi“ und „Papa ante portas“. Beide sind vor kurzem auf Blu-ray erschienen.
Loriot greift mein Familienleben auf. In „Ödipussi“ ist es beispielsweise eine klemmende Kommode „Modell Trulleberg“, an der man mit beiden Händen rütteln muss, um sie zu öffnen. Das Ding steht bei uns im Wohnzimmer.
Und bei „Papa ante portas“ ist es sicherlich Herr Lohse, der mich an meinen Papa erinnert. Grandios die Szene mit Herrn Lohse beim Einkaufen – das ist mit allen Respekt mein Papa. Humor, wie er besser nicht mehr geht, danke dafür.

Keine Kinderwägen mehr auf Rolltreppen

8. Januar 2010
Ich trete für Europa ein und doch immer wieder flackert der Bürokratie-Irrsinn aus Brüssel auf, der es schwer macht für Europa einzutreten. Jüngstes Beispiel sind die Rolltreppen. Sie dürfen seit 1. Januar nicht mehr mit Kinderwägen benutzt werden. Ich halte dies für einen ausgemachten Schwachsinn. Damit kam die EU Forderungen der Rolltreppen-Industrie-Lobby nach.
Ein Twitter-Kollege @Nachrichten_muc verbreitete in seinem Dienst ein schönes Zitat von MVG-Chef Herbert König: „Wir wurden von dieser neuen Norm genauso überrascht, wir haben sie nicht gewollt und ich halte sie für ausgemachten Blödsinn.“ Die ganze lesenswerte Meldung gibt es hier.
München hat derzeit 761 Rolltreppen und als zweifacher Papa habe ich natürlich die Rolltreppen mit den Kinderwägen benutzt. Gut, meine Kinder sind aus dem Alter raus und können selbst laufen, doch natürlich habe ich als treusorgender Papa aufgepasst, dass kein Kind aus dem Wagen fällt. Genauso wie bei Drehtüren sich kein Zwerg die Finger einklemmt oder die Hände vom heißen Herd nimmt. Ich glaube, das nennt sich Verantwortung. Hallo EU: Wie wäre es, wenn man Menschen mit Kindern den Einstieg in den Zug verbietet? Denn das kleine Baby könnte ja zwischen Zug und Bahnsteig geraten? Also verbieten, verbieten, verbieten.
Ein Trost gibt es: Die neue Norm gilt zunächst nur für ab 1. Januar 2010 neu zugelassene Rolltreppen. Allerdings wollen die Rolltreppen-Hersteller das Verbot auch auf bisher zugelassene Rolltreppen ausdehnen.
Da fällt mir ein: Wollte sich nicht mein ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber um den Bürokratieabbau in Brüssel kümmern?

Gedanken zu Weihnachten 2009

24. Dezember 2009

Völlig überraschend ist heute Weihnachten. Zwar sollte Hektik abklingen und Ruhe einkehren, aber noch spür ich nichts davon. Zu Ruhe kommen ist eine wichtige Tätigkeit, die aktiv eingefordert werden muss. In der Managementtheorie heißt es auch in dem lesenswerten Buch „The Seven Habits of Highly Effective People“ von Stephen R. Covey 1989, dass man seine Balance finden soll. Es ist glaube ich Habit Nummer 7: Sharpen the Saw: Principles of Balanced Self-Renewal. Jeder hat dabei seine eigene Methode und das ist gut so.

Rückblickend war das Jahr 2009 für mich sowohl privat als auch beruflich voller Überraschungen. Das kommen Rituale ohne Überraschungen gerade recht. So haben wir zum zweiten Mal hintereinander einen Christbaum selbst geschlagen. Nun eigentlich war es eher gesägt, aber Christbaum schlagen hört sich einfach besser an. Der Baum, eine knapp 1,60 Meter große Nordmanntanne, stammt aus der  Gräflich von Hundt’sche Forstverwaltung aus Unterweikersthofen. Das Unternehmen ist seit weit über dreihundert Jahren ein Familienbetrieb. Neben der Bewirtschaftung des eigenen Forstes bieten die Betreiber seit nunmehr zwanzig Jahren Forstdienstleistungen im weitesten Sinne an. Unter anderem Bayerns erste Christbaumschule zum Selberschlagen.

Startpunkt ist der entzückende Weihnachtsmarkt am Schlossplatz in Unterweikershofen. Neben Kugeln und Schmuck gibt es vor allem lecker Fressereien. Am besten schmeckt das Raclette-Brot mit einer Gewürzmischung namens „Gute Laune“. Zu den Bäumen gelangt man mit dem „Christbaumexpress“. Hinter dem wohlklingenden Namen verbirgt sich ein Traktor/Bulldog mit Hänger. Bei eisiger Kälte geht es dann auf dem Hänger in den Wald. Zum Aufwärmen gibt es ein großes Lagerfeuer, Glühwein, Kinderpunsch, heiße Suppe, Bratwürste, frischen Kaffee und vieles mehr.

Die guten Geister der gräflich Hundt’schen Forstverwaltung stehen mit Rat und Tat zur Seite. Aber sie haben auch ein Auge auf ihre Kunden. Denn es gibt immer wieder Spezialisten, die einen Baum in der Mitte absäge, weil sie nur die Spitze haben vollen. Das geht natürlich nicht. Ein Baum wird unten am Stamm abgesägt oder geschlagen.

Ist das Werk getan und mehrere Glühwein und Bratwürste intus, dann geht es via „Christbaumexpress“ zurück zum Schlossplatz.

Aufpassen mit der Gier: Auch ein großer Baum muss ins Auto gepackt werden und läuft nicht allein nach Hause.


Hobby Aquarium: Tägliche Fütterung Teil 8

22. Dezember 2009

Der Fisch generell hat Hunger. Im Speziellen sind es bei uns ursprünglich fünf Guppys und drei Platys. Ursprünglich, denn im Moment sind es zig Guppys und fünf Platys mit der Tendenz zu mehr.

Und die Fische haben Hunger. Wir füttern mit Trockenfutter aus dem Zoohandel. Es riecht ein wenig seltsam, aber dem Fisch schmeckt es. Zum Essen gibt es Flockenfutter. Laut Dose besteht es aus mehr als 40 Zutaten für die tägliche Fütterung aller Zierfische im Gesellschaftsaquarium.

Die Fütterung läuft nach dem gleichen Schema ab. Gegen Abend, so zwischen 19 und 20 Uhr wird der Deckel des Aquariums geöffnet. Die Lampe sollte angeschaltet sein, schließlich will der Fisch ja sehen, was es gibt. Außerdem kann man dann erkennen, ob ein Fisch krank ist.

Die Fische sind vor der Fütterung bereits nervös, denn sie begreifen, dass die Veränderung Nahrung bringt. Ob die Fische es gelernt haben, weiß ich nicht, aber sie versammeln sich dicht unter der Wasseroberfläche. Die großen Fische oben, die kleinen unten.

Ich gebe drei bis vier Prisen Fischfutter ins Becken. Durch die Wasserpumpe wird das Futter im 80 Liter Becken gleichmäßig verteilt. Die Fische schnappen sich das Trockenfutter und verschlingen es. Tischmanieren Fehlanzeige.

Man muss darauf achten, dass nicht zuviel gefüttert wird. Zum einen kann altes herabgesunkenes Futter den Boden verschmutzen und die Wasserqualität beeinträchtigen. Das biologische Gleichgewicht ist in Gefahr. Zum anderen kann der Fisch Schaden nehmen, wenn er zuviel Luft an der Oberfläche erwischt. Bei einem Kollegen haben die Fische beim Füttern durch ständiges Auftauchen zuviel Luft abbekommen, so dass sie Probleme bekamen. Dies kann bis zum Tod führen. Ich habe das Gefühl, dass mancher Fisch um mehr Futter bettelt. Immer wieder schwimmen sie zur Oberfläche. Vielleicht ist das Einbildung. Aber fest steht: Nicht von der Bettelei erweichen lassen und die Fische überfüttern.

Bisher waren wir noch nicht im Urlaub, wissen also nicht, wie sich die Fütterung in der Ferienzeit verhält. Es gibt so Art Futtersteine, die für drei, vier Tage reichen. Beim nächsten Urlaub werde ich es ausprobieren. Bei großen Fischen, wie Karpfen, haben sich Profi-Futterspender bewährt, doch für unsere Zierfischchen wäre das wohl übertrieben.

Bisher fehlt uns im Becken noch ein natürlicher Feind der Guppys. Die vier Weibchen haben mit dem einzigen Guppymann ihren Spaß und sind reine Gebärmaschinen. Kollegen raten uns, andere Fische einzusetzen, die die Guppypopulation regulieren. Aber das kann ich nicht, noch nicht.

Zum 29. Todestag von John Lennon

8. Dezember 2009

Wer diesen Blog liest, der weiß, dass ich die Beatles mag. Das Gesamtkunstwerk Beatles ist einfach eine Schau und die vier Kameraden machten eine coole Mucke. Doch wer war der beste Beatle? Wir wissen längst die Antwort: Die Mischung machts. Keiner wäre alleine so weit gekommen, nur als Quartett ging es steil bergauf. Paul war der Mädchenschwarm, John eher was für den Intellektuellen, George für den Mystiker und Ringo für den derben Humor. Irgendwie ist Ringo für mich der Glückspilz des Jahrtausends. Sein musikalisches Können ist überschaubar und trotzdem hat er zusammen mit seinen Kumpels die Musik auf den Kopf gestellt.

Immer wieder gab es Überlegungen und Hoffnungen, die Beatles wieder zu vereinen. Doch vor 29 Jahren war Schluss damit. Der Irre Mark David Chapman erschoss John Lennon vor dessen damaligen Wohnort, dem Dakota-Gebäude in New York. Dort wurde ja auch der geniale „Rosemaries Baby“ vom Kinderschänder Roman P. gedreht.

Am nächsten Tag kam ich in die Schule und alle Mädchen weinten. So etwas hatte ich zuvor nur beim Tod von Elvis erlebt als mich meine Mutter nachts weckte und mit Tränen in den Augen sagte, dass der King tot sei. Bei Lennon hatte sie nicht geweint, er hatte wohl zu lange Haare. Aber Elvis hat sich selbst auf dem Gewissen, zuviel von allem. John Lennon wurde eiskalt erschossen. Der Rebell, der von einem Fan umgebracht wurde. Das hat mich damals und auch heute tief getroffen. Kaum ein anderer Tod eines Musikers verstörte mich so sehr, wie der Tod von John Lennon. Ich war traurig, als ich vom Tode Richard Wrights und Eric Woolfsons erfuhr, ich war sehr betroffen, als Johnny Cash von uns ging. „There was a man“ lautete kongenial der Nachruf seiner Plattenfirma.  Meine Gitarrenpläne gab ich auf, als Stevie Ray Vaughan abstürzte mit dem Heli, der für Eric Clapton gedacht war. Als George Harrison von uns ging, verloren wir alle einen guten Menschen und das ist ein Verlust. Aber der Tod von Lennon entsetzt mich auch heute noch.

Hobby Aquarium: Aquarium 2.0 in 3D Teil 7

2. Dezember 2009

Ich hätte mir die ganze Literatur über mein Aquarium sparen können. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie man sein Fischheim einrichten soll. Jetzt kommen mir die Powerflasher zur Hilfe – leider zu spät. Mein Aquarium steht, doch vielleicht können andere Hobbyfischologen auf den Service der herausragenden Flashagentur zurückgreifen.

Die Aachener Multimedia-Agentur Powerflasher hat für den Aquaristik-Spezialisten sera den Aquarienplaner „sera – die CD 2.0“ entwickelt. Die Software überzeugt durch eine eindrucksvolle 3D-Darstellung: Damit können jetzt sogar Neulinge ihr Wunschaquarium am Computer planen, das wäre genau was für mich gewesen.

Es werden genau die Fragen geantwortet, die ich mir gestellt habe: Ein intuitiv-verständliches Interface lehrt den Anwender, welche Arten von Fischen sich am besten kombinieren lassen. Er erfährt die richtige Menge an Wasser, die bei einer bestimmten Anzahl an unterschiedlichen Fischsorten benötigt wird. Außerdem erhält er Tipps für die passende Bepflanzung. Das Highlight: Der Anwender kann seine eigene 3D-Fischwelt als interaktiven Bildschirmschoner überall hin mitnehmen, wo er einen PC dabei hat.

Sera lieferte die Grafik der Oberfläche sowie die Inhalte und beauftragte die Multimedia-Agentur Powerflasher mit der Umsetzung dieses herausfordernden Projekts. Die Aachener sind spezialisiert auf komplexe Multimedia-Lösungen und verfügen über umfassendes Know-how in diversen Multimedia- und Internet-Themen sowie -Technologien. Carlo Blatz ist der Chef von das Ganze und ein großartiger Kollege. Die Powerflasher sind absolut empfehlendswert.  „Gängige Aquarien-Bildschirmschoner wirken zu oft starr und unecht. Bei sera hat der Betrachter hingegen am Bildschirm den Eindruck, in ein echtes Aquarium zu schauen“, erklärt Powerflasher-Chef Carlo Blatz. Und da hat Carlo recht.

Was hast du gemacht, als die Mauer fiel?

9. November 2009

Die Generation meiner Eltern wusste auf die Frage: „Was hat du gemacht, als Kennedy erschossen wurde?“ immer eine Antwort. Meine Generation kann auf zwei Fragen antworten: „Was hast du am 11. September gemacht?“ und „Wie hast du vom Fall der Mauer erfahren?“

Nun, es ist am 9. November 20 Jahre her. Meine Familie hat seit den siebziger Jahren immer die Familie im Osten, in der Ostzone oder „DDR“ (in Anführungszeichen) besucht. Das Lied „Einigkeit in Recht und Freiheit“ hatte für uns eine Bedeutung, natürlich mehr für die Generation meiner Eltern als für mich. Dennoch war die Zweiteilung Deutschlands immer Gesprächsthema am Abendessenstisch. Nach meinen Abi war ich mit meinen Kumpels in Ungarn und erlebte die Flucht der Deutschen über Ungarn mit. Am Nebenhaus am Plattensee longierte ein DDR-Funktionär, der sich aufregte, dass wir junge Menschen uns solche Autos und Bikes leisten konnten. Später verfolgten wir die Ereignisse in der Prager Botschaft. Bei dem entscheidenden Satz von Genscher läuft es mir heute noch kalt über den Rücken. Da bin ich nicht allein. Einer Kollegin aus Leipzig, die heute in Nürnberg bei einer Zeitung arbeit, ging es nach eigenen Aussagen ebenso.

Am 9. November 1989 hatte ich keine Politik im Kopf. Ich hatte Karten für ein Konzert von Albie Donnelly‘s „Supercharge“. Die Bläserband gastierte in der TU Mensa München. Soulpower und Rhythm & Blues waren an diesem Abend aber nicht mein Ding und ich verließ das Konzert noch bei den Zugaben. Zu Hause schaltete ich zum Runterkommen die Glotze an und fiel fast vom Stuhl. Die Mauer ist offen. Ostberliner strömten nach Westen. Live wurde im Fernsehen von der Maueröffnung berichtet. Plastikbomber, wie die Trabbis bei uns in der Familie hießen, knatterten durch Westberlin. WOW. Ich war sprachlos. Sofort weckte ich meine Eltern und die Familie versammelte sich vor dem Fernseher. Außerdem versuchte mein Vater bei den Verwandten in der DDR (ohne Anführungszeichen) telefonisch durchzukommen.

Meine persönliche deutsch-deutsche Begegnung hatte ich ein paar Tage später. Ich fuhr mit dem Auto durch meine Heimatstadt und mir kam ein Trabbi entgegen. Ich blendete auf, der Fahrer betätigte die Lichthupe – wir verstehen uns. Die deutsche Einheit konnte kommen.

Hobby Aquarium: Die Fische ins Wasser Teil 6

27. Oktober 2009

Fische ins Aquarium einsetzen

Jetzt begann die Familiendiskussion, welche Fische es denn sein sollten. Zunächst sollten wir eine Spezies einsetzen, später andere. Wir entschieden uns für vier Guppys, drei Weibchen und ein Männchen. Die Kinder tauften sie auch gleich Ricky, Charly, Morina, Kicky. Gibt man eigentlich Fischen einen Namen? Zur Unterscheidung haben sie eine unterschiedliche Färbung.

In den Thermo-Vakuumbeutel ging es nach Hause. Die Tiere wurden erst mal samt Tüte ins Wasser gelassen, damit sich das Tütenwasser an die Temperatur des neuen Zuhauses angleicht. Zudem wurde ein wenig Wasser des Aquariums in den Transportbeutel getan, um die Fische an den neune Geschmack zu gewöhnen. Nach 20 Minuten kam dann der Komplettumzug. Altes Wasser und Fische per Käscher ins neue Heim. Und da sind sie, lernen ihre neue Umgebung kennen. Die Fische sollten nur einmal am Tag, etwa zur gleichen Zeit gefüttert werden. Aber nicht überfüttern. Nach zwei Wochen stellte sich heraus, dass Kicky schwanger war und vier Jungfische das Leben schenkte. Die kleinen Babys sind voll aktiv und ich hoffe, dass sie es überleben. Guppys sind dafür bekannt, den Nachwuchs einfach aufzufressen. Guten Appetit.

Hobby Aquarium: Eignungstest Wasser Teil 5

26. Oktober 2009

Wassertest beim Aquarium

Es ist ein seltsames Gefühl, als wir nach rund zwei Wochen Aquariumsbetrieb die ersten Fische einsetzen wollten. Die ganze Familie brach auch zum Zoofachgeschäft OBI und suchte sich Fische aus. Doch bevor der Verkäufer mit seinen Käscher nach unseren neuen Fischen fischte, stand erst einmal die Wasserprobe auf dem Programm.

Wir mussten erst eine Wasserprobe abliefern, um festzustellen, ob unser Wasser fischtauglich war oder nicht. Irgendwie eine Art Test und ich war nervös. Würden wir es schaffen? Sind wir dafür geeignet, Fische zu führen? Der Verkäufer entnahm mit einer Pipette die Wasserproben und mischte sie mit den entsprechenden Mittelchen. Die chemische Reaktion setzte ein und die Farbe gab an, wie sauer, wie alkalisch, wie viel Nitrat und Nitrit im Wasser vorhanden ist. Nach einigen Minuten stand fest: Wir können Fische in  unser kleines Biotop einsetzen.

Es mag lästig erscheinen, erst diesen Test zu machen. Aber wer darüber nachdenkt, weiß, wie wichtig die Qualität des Wassers ist. Die Tiere sollen sich wohlfühlen und nicht verenden. Haustiere zu haben, bedeutet nicht nur Spaß, sondern auch eine Verantwortung.