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Keine Kinderwägen mehr auf Rolltreppen

8. Januar 2010
Ich trete für Europa ein und doch immer wieder flackert der Bürokratie-Irrsinn aus Brüssel auf, der es schwer macht für Europa einzutreten. Jüngstes Beispiel sind die Rolltreppen. Sie dürfen seit 1. Januar nicht mehr mit Kinderwägen benutzt werden. Ich halte dies für einen ausgemachten Schwachsinn. Damit kam die EU Forderungen der Rolltreppen-Industrie-Lobby nach.
Ein Twitter-Kollege @Nachrichten_muc verbreitete in seinem Dienst ein schönes Zitat von MVG-Chef Herbert König: „Wir wurden von dieser neuen Norm genauso überrascht, wir haben sie nicht gewollt und ich halte sie für ausgemachten Blödsinn.“ Die ganze lesenswerte Meldung gibt es hier.
München hat derzeit 761 Rolltreppen und als zweifacher Papa habe ich natürlich die Rolltreppen mit den Kinderwägen benutzt. Gut, meine Kinder sind aus dem Alter raus und können selbst laufen, doch natürlich habe ich als treusorgender Papa aufgepasst, dass kein Kind aus dem Wagen fällt. Genauso wie bei Drehtüren sich kein Zwerg die Finger einklemmt oder die Hände vom heißen Herd nimmt. Ich glaube, das nennt sich Verantwortung. Hallo EU: Wie wäre es, wenn man Menschen mit Kindern den Einstieg in den Zug verbietet? Denn das kleine Baby könnte ja zwischen Zug und Bahnsteig geraten? Also verbieten, verbieten, verbieten.
Ein Trost gibt es: Die neue Norm gilt zunächst nur für ab 1. Januar 2010 neu zugelassene Rolltreppen. Allerdings wollen die Rolltreppen-Hersteller das Verbot auch auf bisher zugelassene Rolltreppen ausdehnen.
Da fällt mir ein: Wollte sich nicht mein ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber um den Bürokratieabbau in Brüssel kümmern?

Hobby Aquarium: Die Entscheidung Teil 1

28. September 2009

Das neue Aquarium wird mit Kies befüllt

Wir haben ein neues Hobby: Wir haben ein Aquarium. Noch ist es allerdings ohne Fische, aber es wird schon. Auslöser war ein Kinderbuch vom Sohn, das er im Urlaub mit dabei hatte: Es drehte sich um Haustiere. Die Figur im Buch heißt Benno und er hat ein Aquarium. Nachdem mein Sohn erkannt hatte, dass er bei seinen Eltern auf taube Ohren stößt, wenn es um das Thema Hasen geht, zog er nun den Fisch-Joker. Er will jetzt Fische.

Zunächst nahm ich den Vorschlag nicht sonderlich ernst, aber Sohn fing wieder und wieder mit den Fischen an. Als Lektüre empfahl er mir sein Kinderbuch. Da stehen zwei Seiten über Fische drinnen. Hieraus bezog die Familie ihr Primärwissen über Fische. Ich muss zugeben, dass mich ein Aquarium schon fasziniert hatte, doch hab ich keine Ahnung über Aquaristik oder wie der Umgang mit Fischen so   heißt. Im Kinderbuch stehen aber schon ganz sinnvolle Sachen und auch der Fischbesatz wird nett beschrieben. Sohn möchte Neonfische (6 Stück) und Black Mollys (wahrscheinlich, weil sein Teddybär Molly heißt). Meine unseriösen Vorstöße wie Hai oder Rochen wurde abgelehnt mit den Worten: „Ach Papa, sei doch ernst.“

Der Familienrat tagte und wir beschlossen weitere Erkundigungen einzuholen und Leute mit Fischen zu befragen. Wenn ein Becken (sagt man das eigentlich?) billig hergeht, dann schaun wir mal. Etwa 4 Wochen später war es soweit. Beim Lidl gab es für 60 Euro ein Einsteigerset mit 84 Liter. Also schritten wir zum Kauf.