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Mein Münchner Moment: Das Steiff Schaufenster beim Kaufhof am Marienplatz

19. Dezember 2015
Im Schaufenster der Galerie Kaufhof gibt es Steiff Bären zu Weihnachten zu bewundern.

Im Schaufenster der Galerie Kaufhof gibt es Steiff Bären zu Weihnachten zu bewundern.

Ich bin kein großer Freund von Christkindlmärkten oder Weihnachtsmärkten – wenn ich den Geruch von Glühwein und Punsch schon in der Nase habe, dann vergeht mir die Weihnachtsfreude. Und dennoch schaue ich jedes Jahr am Münchner Marienplatz vorbei, weil ich in der Vorweihnachtszeit meinen Münchner Moment nicht verpassen will.
Als Jugendlicher fühlte ich diesen persönlichen Münchner Moment das erste Mal vor einem Schaufenster zum ersten Mal. Und seitdem zieht es mich immer wieder vor dieses Schaufenster.
Es handelt sich um das Schaufenster des Kaufhofes am Marienplatz.

Seit über 30 Jahren gibt es in der Vorweihnachtszeit die „Steiff Weihnachtsschaustücke“ zu bestaunen. Es gibt diese Schaufenster auch beim Kaufhof in Kassel, Frankfurt Zeil, Mannheim, Bonn, Köln, Düsseldorf Königsallee und Hannover Ernst-August-Platz zu erleben, aber ich liebe eben die Münchner Momente. Dort bewegen sich die aktuellen Steiff-Kollektionen in märchenhaften Umgebungen. Wenigstens dort liegt dieses Jahr Schnee. Kleine Szenen werden darstellt und das Ganze erinnert mich an die Wimmelbilder meiner Kindheit. Je mehr ich zuschaue, desto mehr entdecke ich. Daher Zeit nehmen und Augen auf. Dieses Jahr ist für mich der Höhepunkt die beiden Bären rechts vorne, die einen Fisch grillen. Aber es gibt so viel zu entdecken und bitte unbedingt auch in die Bärenhöhlen schauen – dort verstecken sich putzige Gesellen.
Neben Bären gibt es auch andere Kuscheltiere wie Pferde, Hasen, Selchen, Vögel und, und, und. Die Steiff-Tiere bewegen sich mechanisch und sorgen für witzige Szenen.


Die „Steiff Weihnachtsschaustücke“ haben sich nach über 30 Jahren weltweit herumgesprochen und vor dem Schaufenster der Galerie Kaufhof stehen ganze Menschentrauben aus der ganzen Welt. Münchner neben Preußen, zusammen mit Touristen aus Arabien, USA, Japan, Russland und mehr – friedlich betrachten sie voller Begeisterung die Steiff-Gesellschaft. So ist für mich Weihnachten und das ist einer meiner persönlichen Münchner Momente.
Die Landeshauptstadt München veranstaltet eine Blogparade „Münchner Momente“ – Geschichten aus meiner Lieblingsstadt. Als gebürtiger Münchner ist es für mich eine Selbstverständlichkeit dort als Blogger mitzumachen.

Das große Riesenrad in Essen

27. November 2015
Das Riesenrad in Essen.

Das Riesenrad in Essen.

Bei einem Ausflug nach Essen lief ich über den Internationalen Weihnachtsmarkt – Partner ist dieses Jahr Spanien. Eigentlich bin ich kein Fan solcher Märkte, aber ich musste ein wenig Zeit totschlagen und schaute mir die Stände an. Am Burgplatz stieß ich auf Riesenrad aus Hannover, das ein wunderbares Lichtspiel zeigte. Es stammt von Klaus Wilhelm und Söhne aus Hannover und hat eine eindrucksvolle Höhe von 45 Metern.


Ich nahm Platz und beobachtete das nächtliche Lichterspiel mit den 36 Gondeln. Im Jahr 2012 wurde das Lichterrad auf LED umgestellt. Laut Beschreibung wurden dafür 3500 Platinen mit je 24 LEDs in verschiedenen Farben und Ornamenten verbaut. Angetrieben wird das Riesenrad von acht Motoren.
Als Münchner, der die Preise vom Oktoberfest gewohnt bin, staunte ich bei den Eintrittspreisen nicht schlecht. Die Fahrt für Erwachsene kostet 4,50 Euro, für Kinder 3 Euro. Da das Riesenrad bis 10. Januar in Essen steht, ist also nicht genügend Zeit, eine Fahrt mitzumachen. Das Riesenrad wird nur alle zwei Jahre in Essen aufgestellt. Und der Blick über den Weihnachtsmarkt aus 45 Meter Höhe lohnt sich allemal. Das Riesenrad ist ein Bestandteil der Essener Lichtwochen. An zahlreichen Orten der Innenstadt werden raffinierte Beleuchtungsanlagen installiert.

Gedanken zu Weihnachten 2009

24. Dezember 2009

Völlig überraschend ist heute Weihnachten. Zwar sollte Hektik abklingen und Ruhe einkehren, aber noch spür ich nichts davon. Zu Ruhe kommen ist eine wichtige Tätigkeit, die aktiv eingefordert werden muss. In der Managementtheorie heißt es auch in dem lesenswerten Buch „The Seven Habits of Highly Effective People“ von Stephen R. Covey 1989, dass man seine Balance finden soll. Es ist glaube ich Habit Nummer 7: Sharpen the Saw: Principles of Balanced Self-Renewal. Jeder hat dabei seine eigene Methode und das ist gut so.

Rückblickend war das Jahr 2009 für mich sowohl privat als auch beruflich voller Überraschungen. Das kommen Rituale ohne Überraschungen gerade recht. So haben wir zum zweiten Mal hintereinander einen Christbaum selbst geschlagen. Nun eigentlich war es eher gesägt, aber Christbaum schlagen hört sich einfach besser an. Der Baum, eine knapp 1,60 Meter große Nordmanntanne, stammt aus der  Gräflich von Hundt’sche Forstverwaltung aus Unterweikersthofen. Das Unternehmen ist seit weit über dreihundert Jahren ein Familienbetrieb. Neben der Bewirtschaftung des eigenen Forstes bieten die Betreiber seit nunmehr zwanzig Jahren Forstdienstleistungen im weitesten Sinne an. Unter anderem Bayerns erste Christbaumschule zum Selberschlagen.

Startpunkt ist der entzückende Weihnachtsmarkt am Schlossplatz in Unterweikershofen. Neben Kugeln und Schmuck gibt es vor allem lecker Fressereien. Am besten schmeckt das Raclette-Brot mit einer Gewürzmischung namens „Gute Laune“. Zu den Bäumen gelangt man mit dem „Christbaumexpress“. Hinter dem wohlklingenden Namen verbirgt sich ein Traktor/Bulldog mit Hänger. Bei eisiger Kälte geht es dann auf dem Hänger in den Wald. Zum Aufwärmen gibt es ein großes Lagerfeuer, Glühwein, Kinderpunsch, heiße Suppe, Bratwürste, frischen Kaffee und vieles mehr.

Die guten Geister der gräflich Hundt’schen Forstverwaltung stehen mit Rat und Tat zur Seite. Aber sie haben auch ein Auge auf ihre Kunden. Denn es gibt immer wieder Spezialisten, die einen Baum in der Mitte absäge, weil sie nur die Spitze haben vollen. Das geht natürlich nicht. Ein Baum wird unten am Stamm abgesägt oder geschlagen.

Ist das Werk getan und mehrere Glühwein und Bratwürste intus, dann geht es via „Christbaumexpress“ zurück zum Schlossplatz.

Aufpassen mit der Gier: Auch ein großer Baum muss ins Auto gepackt werden und läuft nicht allein nach Hause.


Ja, is denn schon Weihnachten?

31. Oktober 2008

In der Nacht zum 31. Oktober kehre ich von einer Veranstaltung der Münchner Medientage zurück und laufe durch die Innenstadt der Landeshauptstadt Richtung S-Bahn. Vor dem Traditionskaufhaus mit Stil, dem Ludwig Beck (am Rathauseck) traue ich meinen Augen nicht mehr. Ich habe mich an Nikoläusen und Weihnachtsmänner, Domino-Steinen und Glühwein im Oktober seit Jahren gewöhnt, aber ein Schaufenster mit Weihnachtsschmuck im Oktober? Freunde, das geht zu weit. Geschmackvoll hat der Beck ein Fenster dekoriert mit weißen Kugeln und Schnee. Geht´s noch? An den Eingängen ein Schild: „Besuchen Sie unseren Weihnachtsmarkt in der vierten Etage?“ Konsum ist eine feine Sache und Konsumanreize sind ebenso fein, aber dies ist einfach daneben. Es war 23 Uhr als ich beim Beck vorbeikam. Nicht auszudenken, es wäre die normale Geschäftszeit. Wahrscheinlich werde ich im Oktober mit feierlicher Weihnachtsmusik beschallt. Mein Klassiker: Rudolf das Rentier mit der roten Nase.