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Zum Schießen – äh: MADs kleiner Klokamerad: Fußball

6. Juli 2018
Ideale Klolektüre: MAD zum Thema Fußball.

Ideale Klolektüre: MAD zum Thema Fußball.

Die WM war aus deutscher Sicht einfach zum Lachen. Als bekennender Nichtfußballfan hatte ich den Versuch gemacht, mir die deutschen Spiele reinzuziehen. Wegen Langeweile habe ich nach kurzer Zeit wieder abgebrochen. Um wenigstens etwas Fußball-Feeling zu bekommen, schaute ich mir die spezielle MAD-Ausgabe zum Fußballereignis an: MADs kleiner Klokamerad: Fußball  

Der Panini-Verlag stellte mir ein Rezensionsexemplar für diesen Blog dankenswerterweise kostenlos zur Verfügung. Ich  muss zugeben, dass ich das 148seitige Buch nicht auf seinem Bestimmungsort gelesen habe, sondern ganz banal auf der Terrasse. Und was erwartete mich? Klamauk, Flachwitze, ein paar gute Schenkelklopfer und ab und zu hintergründiger Humor – also typisch MAD. Und ich muss zugeben: Wie es bei MAD üblich ist, auch völlig politisch unkorrekte Äußerungen, bei denen ich ganz schön schlucken musste. Ist das dieser Humor, von dem alle reden? 

Der Verlag wirbt mit der Aussage: „MADs Kleiner Klokamerad ist der ideale Begleiter für Ihr großes Geschäft.“ Und daher sind keine umfangreichen Geschichten über mehrere Seiten zu erwarten, sondern es von der „üblichen Gang der Idioten“ kleine Bröckchen oder geistiger Dünnpfiff. Es ist eine Sammlung von alten und neuen Geschichten rund um Fußball aus dem deutschen und US-amerikanischen MAD-Heften der vergangenen Jahren – einige schlichtweg genial, einige schlichtweg daneben. 

Vieles erinnert mich an den Schülerhumor meiner Jugend als ich die MAD-Hefte begeistert gelesen habe. Meine große Zeit mit Alfred E. Neumann war, als Herbert Feuerstein der Chefredakteur der Jugendpostille war. Es gibt sogar noch in meinem Archiv einen umfangreichen Briefwechsel zwischen mit Feuerstein und mir. Vielleicht veröffentliche ich ihn irgendwann. Ich verrate es gleich: Er wird nicht so berühmt wie der Briefwechsel zwischen Jean-Paul Sartre und Sylvie Le Bon de Beauvoir, aber sicherlich witziger. 

Aber zurück zu MADs kleiner Klokamerad: Fußball. Ich lebe das Büchlein auf die Gästetoilette und warte mal die Reaktion unserer Besucher ab. Und es ist allemal besser als Fußball. 

Wer bringt mich zum Lachen?

11. Januar 2010
Wer ist für mich der größte deutschsprachige Humorist? Mich haben viele Leute zum Lachen gebracht und Humor ist sicher was sehr privates. In jeder Phase meines Leben konnte ich über andere Sachen lachen. Als Kind haute ich mir auf die Schenkel über „Palim palim, eine Tüte Pommes Frites“ und „die Kuh Elsa“ von Didi Hallervorden aus der Klamauk-Serie „Nonstop Nonsens“. Später fand ich Otto witzig. Heute kann ich weder mit Didi noch mit Otto etwas anfangen und über die humoristischen Einlagen nicht mehr lachen. Wer mich aber durch die Jahre begleitet hat, ist Vicco von Bülow, genannt Loriot.
Mein inzwischen verstorbener Schulfreund Michael Danger brachte mir den Humor näher, zunächst mit den netten Figuren mit der Knollennase, dann dem „Wum, Wendelin und blauen Klaus“ vom „Großen Preis“.
Als ich älter wurde, begeisterten mich die Sketche und natürlich die beiden großartigen Kinofilme „Ödipussi“ und „Papa ante portas“. Beide sind vor kurzem auf Blu-ray erschienen.
Loriot greift mein Familienleben auf. In „Ödipussi“ ist es beispielsweise eine klemmende Kommode „Modell Trulleberg“, an der man mit beiden Händen rütteln muss, um sie zu öffnen. Das Ding steht bei uns im Wohnzimmer.
Und bei „Papa ante portas“ ist es sicherlich Herr Lohse, der mich an meinen Papa erinnert. Grandios die Szene mit Herrn Lohse beim Einkaufen – das ist mit allen Respekt mein Papa. Humor, wie er besser nicht mehr geht, danke dafür.