Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Blogparade: Bucket List – meine persönliche Reiseliste

13. Februar 2018

Durch den Reise- und Fotoblog Phototravellers wurde ich animiert an seiner Blogparade teilzunehmen: Bucket List, wohin würde ich gerne mal reisen. Zur Bucket List hat man früher Wunschliste gesagt und ich bin mal in mich gegangen, wohin ich gerne mal durchstarten will. Hier sind meine Reisewünsche – einige realistisch, einige unrealistisch – zumindest im Moment.

Reiseziel: Nahziel – das Allgäu
Für mich ist das Allgäu ein Ort zum Auftanken. Wer den Blog kennt, der kennt auch mein Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Hierhin zieht es mich immer wieder zurück. Und da es auf meiner Bucket List steht, will ich dieses Wunschziel in Kürze wieder ansteuern, um aufzutanken und zu genießen. Es ist nur rund 2 Stunden von meinem Wohnort entfernt und ich brauche immer wieder einen Abstecher dorthin zum Wandern, zum Sanieren, zum Genießen. Nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt.

Reiseziel: Von wegen sparsam: Schottland
Als ich die Fotos der Familie meines ehemaligen Chefs Jochen Jauch von deren Schottlandreise gesehen habe, kam der Wunsch wieder auf, dieses eindrucksvolle Land wieder zu sehen. Meine Frau und ich hatten unsere Hochzeitsreise nach Schottland gemacht und es wird einfach Zeit, dass wir Land und Leute wieder treffen. Schottland setze ich mich Ruhe gleich. Ich habe ein Bedürfnis nach Ruhe in meinem hektischen Leben. Und wenn ich dabei ein Glas Ardbeg in den Händen halte und alle vier Jahreszeiten in einer Stunde genießen kann, dann geht es mir gut. Und ich brauche unbedingt endlich ein Inverness-Cape, da ist Schottland das Land dafür. Harris-Tweed wird natürlich auf der Reise getragen, was sonst?

Reiseziel: Made in Japan
Ich war noch nie in Japan und gerne würde ich mal dieses Land kennenlernen. Ich bin gespannt auf die Gegensätze: es gibt soviel, das mich dort interessiert: Die Menschen, die Kultur, das Essen, der Overkill an Gadgets und die Impulse, die von diesem Land ausgehen. Ich liebe die Verrücktheit der Japaner – meine Kinder und ich lieben Nintendo und Sony, wir lieben die Ghibli-Studios und lesen Mangas und schauen Anime. Allerdings sind es meiner Frau zu viel Leute auf zu wenig Platz und zeigt erst einmal die rote Karte. Japan wird ein Traum bleiben – vorerst.

Reiseziel: Im Westen des schwarzen Kontinents – Togo
Vor rund 20 Jahren war ich zum ersten Mal im westafrikanischen Land Togo als Journalist. Ich begleitete einen Hilfstransport der Aktion PiT Togohilfe Maisach. Heute bin ich aktives Mitglied dieser Hilfsorganisation und setze mich für dieses Land ein. Togo war einstmals deutsche Kolonie und ich begab mich auf den Spuren der Kolonialzeit. Auf den Deutschen folgten die Franzosen und dann die Unabhängigkeit. Als ich das faszinierende Land besuchte, war es eine Militärdiktatur unter Gnassingbé Eyadéma, der 1984 den Bayerischen Verdienstorden (!) bekam. Heute ist sein Sohn Faure Gnassingbé Präsident des Landes. Ich möchte mich auf einer Reise überzeugen, wie sich das Land entwickelt hat. Durch Aktion PiT Togohilfe Maisach und anderen Hilfsorganisationen hat sich das Land verändert und davon möchte ich mich überzeugen. Vielleicht klappt es 2019, das ich meiner Frau den schwarzen Kontinent zeige, denn Afrika ist anders, ganz anders.

Reiseziel: K-Pop live hören in Südkorea
Wer bei uns das Haus betritt, der wird von (lauten) K-Pop-Klängen empfangen. K2 ist K-Pop-Fan und das bekommt jeder mit (oder man ist taub). K-Pop ist koreanische Popmusik. Natürlich südkoreanische Pop-Musik ist gemeint. Bands wie BTS, G Dragon, GOT 7, exo und viele mehr sind bei uns von Interesse. Und K2 interessiert sich über die Musik hinaus für die koreanische Kultur, lernt ein wenig die Sprache, versucht sich an der Küche. Und da ist es natürlich kein Wunder, dass der Wunsch besteht, einmal nach Südkorea zu reisen und das Land zu erleben. Durch die aktuelle Olympiade taucht das asiatische Land in unseren Medien auf und ich sammle schon ein paar Reisetipps für spätere Zeiten. Sicher ist auf jeden Fall, dass wir im Moment nicht nach Südkorea reisen werden – vor allem nicht, wenn sich die politische Situation mit dem Irren aus Nordkorea nicht entspannt. Aber natürlich muss K2 irgendwann nach Korea und als stolzer Papa bin ich natürlich mit an der Seite und wir werden dann ein K-Pop-Konzert besuchen.

Reiseziel: Fühle das Feuer in New Orleans
Vor Jahren besuchte ich die Siggraph-Messe in New Orleans im Süden der USA. Und ich verliebte mich schlagartig in die kreolische Küche. Als mein Vorstandskollege im Bloggerclub und langjähriger Kreuzfahrtblogger Franz Neumeier neulich Jambalaya kochte, erinnerte ich mich an die schöne Zeit in New Orleans. Damals durchstreifte ich das French Quarter, der älteste Stadtteil von New Orleans. Dort pulsiert das Leben. Hier lässt sich amerikanische Geschichte spüren. Ich hatte damals das Robbie Robertson Album Storyville über meinen iPod gehört, das New Orleans zum Inhalt hatte. Aber auch New Orleans muss warten. Ich warte bis der Donald sein Präsidentenamt abgibt und dann reise ich wieder in die USA.

Und dann wären noch …
Paris und London – Rom und Florenz – Stockholm und Luxembourg – und mein Kollege Franz Neumeier empfiehlt mir Kreuzfahrten – oh Mann, es gibt so viele Orte, wo ich mal wieder hin will oder neu entdecken will. Also vielen Dank für die Erinnerung an die Wunschliste. Und natürlich kann jeder an der Blogparade teilnehmen.

Gamification in der Schule

10. Februar 2018

Bei einem Gespräch mit einem Lehrer habe ich einen interessanten Fall von Gamification in der Schule mitbekommen. Gamification bedeutet den Einsatz spieltypischer Elemente in einem spielfremden Kontext, in unserem Fall der Physikunterricht.

Zu Beginn der Physikstunde steht das Ausfragen des Stoffs der vergangenen Unterrichtsstunde. Zu meiner Schulzeit hieß das: Raus an die Tafel vor die Klasse und sich Abfragen lassen – meine Leistungen waren eher bescheiden, denn ich war einfach sehr nervös vor der Klasse zu stehen. Der besagte Physiklehrer machte es anders und setzte spielerische Mittel ein. Er rief zwei Schüler auf und ließ sie gegeneinander antreten. Dazu gab es je einen Buzzer für jeden Schüler. Weiß einer der beiden Schüler die richtige Antwort, drückt er den Buzzer. Am Ende wird zusammengezählt und der bessere Schüler bekommt die Ausfragenote. Die schlechtere Note des anderen Schülers wird nicht gezählt. Zudem gibt es einen Joker.
Ich war von der Innovationskraft des Lehrers begeistert und als ich die Schüler unabhängig vom Lehrer befragte, bekam ich ausschließlich positives Feedback. „So machen Noten Spaß“, hieß es von einer Schülerin. „Dem Ausfragen wird der Druck genommen und wir konzentrieren uns auf das Spiel und der vermittelte Stoff kommt unkompliziert daher“, so ein anderer.
Bitte mehr von solchen Lehrern, bitte mehr von solchen Innovationen und bitte mehr von Gamification in der Schule. Auch das sehe ich als Teil einer Digitalisierungsstrategie der Gesellschaft an.

Videos von Zimmerchecks in Hotels – Teil 13

6. Februar 2018

Meine Arbeit macht es notwenig, dass ich auf Reisen gehe. Da ich manches Mal über Nacht bleibe, bette ich mein müdes Haupt in dem einen oder anderen Hotel zur Ruhe. Bevor es aber ans Auspacken geht, drehe ich ab und zu mal ein Video von meinem Zimmer. Es ist eine Art spontaner Hotel- und Zimmercheck, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es sind nur spontane Eindrücke, die ich sammle. Ab und zu werde ich in meinem Blog einige dieser Hotel- und Zimmerchecks vorstellen – viel Spaß.

Hotel- und Zimmercheck Hotel: Wyndham Garden, Bad Kissingen

Hotel- und Zimmercheck Hotel am Bergl, Schweinfurt

Hotel- und Zimmercheck Goldenes Schiff, Passau

Hotel- und Zimmecheck, Hotel Kaiser Hammelburg

Hotel- und Zimmercheck Star Inn Hotel Regensburg

Begeisterung beim Laufen auf dem Laufband

2. Februar 2018

Ich habe meinen inneren Schweinehund überwunden und habe etwas neues ausprobiert. Ich bin gelaufen. Nun, vielleicht genauer: Ich bin auf einem Laufband gelaufen und es hat mir Spaß gemacht.


Für viele ist das eine Selbstverständlichkeit, für mich war es etwas neues. Andere gehen in Fitness-Studios oder joggen am Morgen. Ich habe dagegen noch nie so ein Laufband ausprobiert. Bis jetzt. Das Jahr 2018 birgt eben so seine Überraschungen. Bei einem Seminar wollten meine Seminarteilnehmer kegeln und das ist nicht gerade meine Art von Unterhaltung. Neben der Kegelbahn war in unserem Bildungszentrum ein Fitnessraum mit Stepper, Folterbank und Laufband. Neugierig betrat ich das Laufband, hab es angeschaltet und ein wenig ausprobiert. Natürlich kamen mir sofort die Fail-Videos mit Laufbändern aus YouTube in den Sinn und musste lächeln. So doof wollte ich mich nicht anstellen.
Vorsichtig ist die Mutter der Porzellankiste und daher mit einer geringen Geschwindigkeit beginnen, so mein Gedanke. Das Band setzt sich in Bewegung, meine Beine auch. Schritt für Schritt setze ich. Erstmal freilich im Oma-Tempo – langsam und übersichtlich. Die ganzen Features auf dem Laufband wie Bergsteigung oder den Knopf für Luftstrom habe ich ausgeschaltet. Nur die Grundfunktionen sind aktiviert, ich will ein wenig laufen und keine technische Featureschlacht.

Als ich ein wenig sicherer bin, schraube ich das Tempo hoch, Stück für Stück. Das Band läuft schneller, der Rhythmus meines Laufens erhöht sich. Der erste Schweiß läuft auch und ich muss mich konzentrieren. Anders als beim Laufen in der Natur kann ich nicht einfach langsamer werden oder meinen Laufrhythmus ändern. Wenn das passiert, dann fliege ich vom Band. Und schon bin ich wieder bei den netten YouTube-Videos vom Beginn.
Ich merke, ich bin nicht fit. Ich komme außer Puste, aber der Ehrgeiz ist da. Aufgeben ist keine Option. Ich mache also im lockeren Lauftempo weiter. 20 Minuten und dann ist gut.
Ich habe Blut geleckt. Ich muss zugeben, die Sache macht mir Spaß und es strengt mich an. Kondition ist bei mir Fehlanzeige und ich denke an meinen Kollegen Ludwig Reicherstorfer, der ein begnadeter Marathonläufer ist und mich in seiner freundlichen Art ziemlich inspiriert.

Zwischenstand - für mich gar nicht schlecht.

Zwischenstand – für mich gar nicht schlecht.

Am nächsten Tag in der Mittagspause packt mich der Ehrgeiz nochmal. Ich habe Zeit und will es wissen. Dieses Mal habe ich Musik im Ohr. Ich wähle meine Klassiker von Kraftwerk. Die haben gerade einen Grammy bekommen und ich habe sie im Ohr: Autobahn, Tour de France, Musik Non-Stop. Mit Musik geht alles besser und ich betrete wieder das Laufband. Der Oma-Rhythmus wird übersprungen, ich fühle mich sicherer und starte gleich auf einem höheren Level. Der Schweiß rinnt, die Beine bewegen sich, ich habe mein Tempo erst einmal gefunden. Virtuelle Runde um Runde laufe ich und dann passiert etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich spüre das Ausschütten der Endorphine. Ich erlebe ein Glücksgefühl beim Laufen und bin überwältigt. Davon habe ich nur gelesen und es jetzt gespürt. Ich war so überrascht, dass es mich fast aus dem Rhythmus gebracht hat. Ob es das berühmte Runner’s High ist, weiß ich nicht, aber es fühlt sich gut an. So gut, dass ich gleich noch eine virtuelle Runde auf dem Laufband drehe. Dann setzt der Verstand ein und ich reduziere das Tempo. Genug ist genug, ich will es nicht übertreiben und meinen unsportlichen Körper überfordern. Zudem bin ich komplett nassgeschwitzt und sehne mich nach einer erfrischenden Dusche und ein wenig Ruhe.

32 Jahre Challenger-Katastrophe und was Jean-Michel Jarre damit zu tun hatte

28. Januar 2018
Die Explosion der Challenger vor 25 Jahren schockierte mich.

Die Explosion der Challenger vor 25 Jahren schockierte mich.

Als jugendlicher Raumfahrtfan traf es mich damals wie ein Schock. Heute vor 32 Jahren zerbrach das Space Shuttle Challenger beim Start. Alle sieben Astronauten starben. Daher höre ich den ganzen Tag in Gedenken an dieses Unglück die Jean-Michel Jarre Aufnahme Rendez-vous und es hat einen besonderen Grund.
Die Flüge ins Weltall mit dem Space Shuttle waren zur Routine geworden. Wir hatten uns daran gewöhnt. Ich saß am 28. Januar 1986 bei meinem Kumpel Thomas Schmelzer und wir diskutierten wohl über Film, vielleicht sogar über Moonraker. Da kam plötzlich sein Vaters ins Wohnzimmer und berichtete uns, dass die Challenger beim Start explodiert sei. Thomas und ich waren beide Raumfahrt-Enthusiasten und von der Nachricht geschockt. CNN oder Breaking News im Fernsehen gab es für uns damals 1986 noch nicht, geschweige denn das Internet, daher warteten wir auf eine Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen. Es zeigte die schrecklichen Bilder. 73 Sekunden nach dem Start explodierte das Shuttle und damit auch unser Traum von Flügen ins All.

Das Medieninteresse galt den Absturzursachen und den Astronauten, besonders der Lehrerin Christa McAuliffe. Sie war an Bord der Raumfähre und sollte zwei Unterrichtsstunden aus dem Weltall für US-Schüler halten. Es hätte eine ungeheure PR-Wirkung gehabt. Daher wurde der Start der Raumfähre in vielen US-Schulen gezeigt und auch der überraschende Tod, der live übertragen wurde.
Mein Kumpel Thomas und ich sprachen dagegen über den Tod des Astronauten Ronald McNair. Der Astronaut spielte Saxophon und er sollte aus dem All bei einem Konzert des französischen Musikers Jean-Michel Jarre musizieren. Jarre ist einer der großen Elektronikpioniere in der Musikszene. Seine Alben faszinierten mich als Jugendlicher und sie tun es noch heute.
Mit dem Tod von Ronald McNair zerplatze auch die Idee eines Stücks aus dem All. Jarre wollte das geplante Konzert zum 150jährigen Jubiläums der Stadt Houston und des 25jährigen Jubiläums des Lyndon B. Johnson Space Centers der NASA absagen, wurde aber von den Astronauten der NASA überzeugt.
Zudem wurde von Jean-Michel Jarre das Album Rendez-Vous veröffentlicht. Die Musik stammt aus unterschiedlichen Phasen von Jarre und zählt eigentlich eher zu seinen schwächeren Alben. Wäre da nicht das letzte Stück Ron‘s Peace. Das ist das Stück, das Ronald McNair aus dem Weltraum spielten sollte. Heute höre ich das über sechsminütige Stück wieder und immer wieder. Ich denke dabei an die Challenger-Katastrophe vor 25 Jahren, die jahrelang die Raumfahrt lähmte.
Erst Chris Hatfield mit Major Tom löste bei mir den Knoten und weckte mein Interesse für Raumfahrt wieder. Und es passiert ja wirklich viel durch SpaceX und Co.

Das Album Rendez-vous von Jean-Michel Jarre hat eine große Bedeutung für mich.

Das Album Rendez-vous von Jean-Michel Jarre hat eine große Bedeutung für mich.

Blue Man Group in Berlin

10. Januar 2018

Ich hatte die Plakate der Blue Man Group schon so oft gesehen, auch bei einem Aufenthalt in Las Vegas und in New York. Ich kannte sie von Intel. Bei einem Berlin-Besuch schaute ich mir die Show der blauen Männer endlich im eigens gebauten Stage Bluemax Theater an. Fazit: Großartige Unterhaltung, was auch daran liegt, dass das Publikum miteinbezogen wird.

Schon die Auffahrt via Rolltreppe hoch ins Bluemax Theater am Marlene Dietrich Platz verspricht Spannung. Alles ist in Blau gehüllt. Blaue Scheinwerfer sorgen dafür, dass wir als Publikum in die richtige Stimmung versetzt werden. Nach der obligarorischen Taschenkontrolle geht es ins Foyer. Mäntel abgeben, Merch schauen und auf den Einlass warten.

Für K2 und mich habe ich super Plätze in der zweiten Reihe auf der linken Seite gekauft. Rund 90 Euro pro Karte sind wahrlich kein Schnäppchen. Aber ich wollte die Show hautnah erleben und zudem sehe ich schlecht, da muss ich ganz vorne ran an die Bühne, sonst kann ich mir den Abend sparen und mir die DVD kaufen.
Bei den ersten acht Reihen liegen über den Klappstühlen des Bluemax Theaters blaue Plastikponchos. Es scheint also nass zu werden und deshalb ziehen wir die Plastikumhänge über – sicher ist sicher. Wir haben die 21 Uhr Show gebucht und wir freuen uns auf den Start. Nur noch 5 Minuten, dann soll es losgehen.
Plötzlich kommt eine sympathische Einlasskontrolleurin auf uns zu und bittet uns höflich uns von unseren Plätzen zu erheben und mitzukommen. Verwirrt blicken k2 und ich uns an. Was hatten wir denn getan?


Wir werden zu den obersten Rängen des Bluemax Theaters geführt, außer Sicht des Publikums und dann gebrieft. Wir seien ausgewählt worden, einen Showgag mitzumachen. Wir sollen die Show ne knappe halbe Stunde von hier oben beobachten und würden dann von einem jungen Mann während der Show zu unseren Plätzen in der zweiten Reihe geführt. In der Show der Blue Man Group sei es nämlich üblich, dass kein Zuschauer mehr in die Show kommt, wenn die Türen geschlossen sind. Ich kenne das vom Grünen Hügel aus Bayreuth beim göttlichen Richard Wagner. Wer zu spät kommt oder den Saal verlassen muss, der bleibt draußen. Ganz so streng geht es bei einer US-Show nicht zu, der VIP-Gag kann also klappen. Blue Man Group ist nicht Richard Wagner, also stimmen wir zu.
Die Show beginnt mit intensiver Performance. Drums, Percussion, Licht – alles sehr intensiv und laut. Das Programm setzt sich aus Teilen der Shows in London und Amsterdam zusammen.

Vier Musiker sorgen für eine perfekte Show. Allerdings bekomme ich nur akustisch davon etwas mit. Auf der Bühne werden Farbbälle geworfen, den den blauen Männern mit dem Mund aufgefangen und dann Bilder humorvoll gemalt. So erzählt es mir K2. Ich selbst sehe kaum etwas die erste halbe Stunde, denn meine Augen sind einfach zu schlecht. Da ist was verwaschenes Blaues auf der Bühne. Na toll. Da zahl ich für die teuersten Karten und sehe die erste halbe Stunde der Show nicht, weil mein Augenleiden mich eingeschränkt. Ich hätte nicht zusagen soll, aber muss jetzt das Spiel mitmachen. Nach einer halben Stunden wird die Show unterbrochen, wir werden mit dem Ruf „Ihr seid zu spät“ von einem freundlichen Platzanweiser zu unseren Plätzen geführt und das Publikum lacht. Die steilen Stufen des Theaters muss ich bedächtig heruntergehen. Die Zuschauer empfinden mein Schreiten wohl als Show, ich schwitz aber Blut und Wasser, dass ich bei dem blauen Licht nicht die Stufen herunterpurzelte, weil ich nichts sehe. Das wäre ein Showact gewesen.
Platz genommen und weiter geht die Show. Und ich muss sagen, es macht wirklich Spaß. Es wird auf verschiedenen Klangkörpern Musik gemacht. Am meisten beeindrucken mich die Regenrohre, aus denen unterschiedliche Klänge hervorkommen. Die drei Blue Man auf der Bühne haben ihre blauen Masken übergezogen, ein bisschen wie Fantomas Es sind blaue Latexmasken, die die Haare verdecken. Das restliche Gesicht ist mit fettiger blauer Schminke bedeckt, die immer feucht erscheinen.


Und es sind drei Männer auf der Bühne. Es wird mit der magischen Zahl drei gespielt. Wie in jedem guten Witz sind drei Akteure wichtig. Dann funktioniert der Witz. Dieses Prinzip liegt auch bei der Blue Man Group zu Grunde und es funktioniert tadellos.
Und dann spielen die Herrschaften noch mit dem Unerwarteten. Da fliegt ein Wackelpudding ins Publikum, da werden Leute aus dem Publikum auf die Bühne gebeten (ob Fake oder nicht, kann ich nicht beurteilen). Und irgendwann fallen große Luftballons von der Theaterdecke und alle können mitmachen. Stark – K2 und ich haben viel Spaß. Mal trifft uns so ein Ball, mal können wir einen in die Lüfte stoßen. Interaktion ist angesagt und wenn die Blue Man ins Publikum zu Selfies kommen, ist es auch ein Spaß. Ich habe sogar eines machen können.
Und als Zuschauer ist man immer auf der Acht. So wird beispielsweise ein animiertes Filmchen über die Kanalisation eingespielt und mit der Möglichkeit gespielt, dass bei einem Überdruck die Fäkalien den Weg zurück finden. Und dann treten die Blue Man mit einem Röhrensystem auf und machen Musik. Der Zuschauer zieht sich seine Regenponochs über und schaut nervös auf das Rohrsystem. Die werden doch nicht …


Nach rund einer Stunde und vierzig Minuten war die Show aus. Das Publikum ist begeistert und auch uns hat die Show gefallen. Und weil es eine US-Show ist, gibt es im Foyer noch die Möglichkeit mit der Blue Man Group ein Foto zu machen. Touristen wie wir sind, haben wir die Möglichkeit wahrgenommen und Selfies geschossen. Mir hat es Spaß gemacht und ich habe gehört, dass die Blue Man Group auch einen Abstecher nach München machen will. Vielleicht gehe ich dann mit meiner Frau dahin – aber ich weiß, dass ich nicht wieder das Opfer des Nachzüglers sein will. Dieses Mal will ich die ganze Show sehen.

Niedlich: Steiff Weihnachtsschaufenster beim Kaufhof

30. Dezember 2017
Die Zeitungsbären von Steiff mag ich als Journalist besonders gerne.

Die Zeitungsbären von Steiff mag ich als Journalist besonders gerne.

Jedes Jahr pilgere ich zum Kaufhof in München am Marienplatz, um das Steiff-Schaufenster zu genießen. Ich weiß nicht, wie lange das Schaufenster noch so nett dekoriert ist, daher unbedingt vorbeischauen, wenn man sich ein bisschen Kindheit bewahren will.

Ich mag die Kuscheltiere, bin aber auch Sammler von speziellen Steiff-Tieren. Und so schau ich pflichtmäßig vorbei, ob auch interessante Sammlerstücke für mich ausgestellt wurden. Aber in erster Line genieße ich einfach nur und beobachte die Bärchen, Äffchen, Pferdchen und Häschen und die anderen freundlichen Gesellen. Entweder stammte die Hafenkulisse aus alten Zeiten oder das Set wurde speziell für alte Leute gemacht. Meine Kinder fragten, was denn der Eintritt von 10 DM bedeutet: „Raubritterburg Bärenklau 10 DM Eintritt“. Die Motive für dieses Jahr in München sind Hafen und Ritterburg.
Vielleicht schaffe ich es 2018 mal in München beim Aufbau der Landschaft dabei zu sein. Ich werde mich mal mit dem Kaufhof in Verbindung setzen, denn ein Blick hinter die Kulissen würde mich schon interessieren. Es wäre ein wunderbares Thema für einen Blog.
Wie Steiff mitteilt, lagern die verwendeten mechanischen Großschaustücke das übrige Jahr bei Steiff in Giengen an der Brenz und kommen erst zu Weihnachten wieder zum Vorschein. Nur alleine Bärchen ins Schaufenster zu stellen, das reicht heute schon lange nicht mehr. Die bunte Welt muss in Bewegung sein. Die innovative Mechanik und Kulissen bieten eine Abwechslung zu den herkömmlichen Weihnachtsdekorationen der Kaufhäuser. Unter den ausgestellten Steiff Tieren gibt es sowohl die, die schon seit vielen Jahren fest in den Szenerien installiert sind und hohen archivarischen Wert haben, wie auch neue Kreationen, die im Handel erwerbbar sind.
Also nix wie hin zum Marienplatz und das Steiff Weihnachtschaufenster ansehen, es lohnt sich.

Restauranttipp: Max+Muh – Burger mit Respekt in Weiden

21. Dezember 2017
Hier gibt es Burger mit Respekt.

Hier gibt es Burger mit Respekt.

Zweiter Abend Weiden in der Oberpfalz und damit zweites Restaurant. Dieses Mal sollte es etwas rustikaler sein und ich wählte einen Burgerladen namens Max+Muh. „Burger mit Respekt“ lautete der Claim, der mich neugierig machte.
Der Laden ist urig eingerichtet und hat viel Nippes herumstehen. Lauter kleine Details, die ingesamt ein freundliches Bild ergeben. Eine Spardose als Burger, Hunderte kleine Schnappsflaschen vom Vorbesitzer, ein Schwertgriff als Flaschenöffner.

Die weiblichen jungen Bedienungen machen ihren Job schnell und unaufdringlich. Mit dem iPad-Tablet nehmen sie die Bestellungen auf. Und da sage noch einer, die Digitalisierung schreite in der Gastronomie nicht voran. Wenn die Bedienung die Speise eintippt, bekommt die Küche gleich die Bestellung und kann beginnen. So muss es sein und die Folge ist, dass die Burger schnell auf den Tisch kommen.


Die Burger-Karte kann sich sehen lassen. Das Fleisch kommt von Rindern aus der Umgebung. Während ich die Holzkarte studiere, sitze ich auf einem Rinderfell – ganz stilecht eben. Zudem konnte ich Fleisch für einen Highland Cattle Burger bestellen, was ich auch tat. Es ist Fleisch von schottischen Hochlandrind von Joe Engelhardt. Seine Rinder weiden zwischen Gangkofen und Augsburg auf ökologischen Ausgleichsflächen und sind das ganze Jahr im Freien. Ich wählte das Fleisch in Form eines Franzosenburgers mit Blauschimmelkäse und Feigensenf, den ich allerdings nicht geschmeckt habe. Dazu gab es dickem frische Pommes im Glas und zusätzlich Onion Rings mit Sour-Creme Dip.


Auch die Bierauswahl steht dem nichts nach. Bier aus der Oberpfalz, aus Franken und darüber hinaus.
Also, wer gute Burger mit Respekt, freundliche Bedienungen und schnellen Service möchte, ist bei Max+Muh in Weiden an der richtigen Adresse.

Restauranttipp: Zoe in Weiden, Oberpfalz

20. Dezember 2017
Das Restaurant Zoe in Weiden in der Altstadt.

Das Restaurant Zoe in Weiden in der Altstadt.

Aufgrund eines Schulungstermins verbrachte ich drei Tage in Weiden in der Oberpfalz. Und als Speiselokal wählte ich an einem Abend in der Altstadt das italienische Restaurant Zoe.

Der erste Eindruck macht Lust auf mehr. Modern gestaltet in einem Kellergewölbe präsentiert sich eine hochwertige italienische Küche. Es gibt einen schönen Innenhof, der aber aufgrund der niedrigen Temperaturen leer blieb.
An den Wänden des Kellergewölbes gibt es Teller mit Besteck als Objektkunst, die weißen Teller auf weißer Wand waren langweilig, die roten und schwarzen Teller waren dagegen spannend und gut gelungen. Der lange Schlauch des Kellergewölbes ist die Heimat der örtlichen Rotarier, aber an meinem Abend war im Zoe wenig los.
Die Tische haben ein Retro-Holzdesign und die Sessel bequem. Wichtiger: Die Speisekarte ist sehr umfangreich, was ich persönlich nicht als Vorteil empfinde. Weniger ist für mich im Restaurant mehr. So fiel mir die Auswahl schwer. Es gibt aber auch eine wechselnde Tageskarte als Highlight.

Rollmops als Gruß aus der Küche.

Rollmops als Gruß aus der Küche.

Mein Abendessen begann mit einem sehr originellen Gruß aus der Küche. Es gab einen Rollmops im Glas. Rollmops habe ich lange nicht mehr gehabt und hab es in Weiden garantiert nicht erwartet. Das macht mich neugierig und mein Interesse steigt.
Durch den Rollmops angefixt blieb ich bei der Vorspeise beim Fisch. Ich wählte eine schmackhafte Fischsuppe.
Auf der Website des Restaurants steht: „Im Zoe setzen wir auf Qualität, Frische und Leichtigkeit. Das fängt schon bei der Auswahl der von uns verwendeten Produkte und Zutaten an. Essen als ein Erlebnis – gesund und bekömmlich.“ Interessant ist die Philosophie des Hauses: „Wir versuchen, Zutaten der mediterranen und asiatischen Küche mit unserer traditionellen oberpfälzer Küche zu verbinden und es entstehen immer wieder neue interessante Variationen. Natürlich gibt es bei uns auch Klassiker, die keiner Verfeinerung bedürfen, wie zum Beispiel Schweinebraten, den wir aber auch im Holzofen zubereiten.“

Steak, blutig, wie es sich gehört.

Steak, blutig, wie es sich gehört.

Schweinebraten wollte ich nicht, ich wählte als Hauptgang das irische Agnus-Steak.
Es hat ausgezeichnet geschmeckt, das Steak war blutig wie von mir bestellt. Der Service war aufmerksam und reichte ein Laguiole. Das Laguiole ist ein traditionelles französisches Taschenmesser aus Stahl und Holzapplikationen.
Wenn ich schon bei einem Italiener bin, dann sollte ich auch eine typische Nachspeise probieren. Ich wählte klassisches Tiramisu. Leider ging die Bestellung auf dem Weg zur Küche verloren und dauerte 15 Minuten. Einen Grappa gab es als Entschädigung für mich als Gast nicht, schade.

Super lecker, aber leider lange Wartezeit.

Super lecker, aber leider lange Wartezeit.

Fischrack sorgt für perfekten gegrillten Fisch

11. Dezember 2017
Die Dorade liegt in ihrem Fischrack.

Die Dorade liegt in ihrem Fischrack.

Bei uns wird das ganze Jahr über gegrillt: Fleisch, Fisch, Gemüse – alles kommt auf meinen Webergrill. Die sinnvolle Anschaffung fürs Fischgrillen ist ein Fischständer oder Fischrack.
Die Familie verspeist gerne ein, zwei Doraden oder auch Goldbrasse genannt. Die Fische werden mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie gefüllt und mit Salz/Pfeffer bestreut. Dann kommen noch oben Zitronenscheiben in den Fisch.


Bisher haben die Fische dann in einen Fischkorb auf den Grill. Wenn ich die Fische nicht mit Öl beträufle, dann brennt die Dorade schnell an und geht auch später nur schwer aus den Fischkorb heraus. Ein Auge, Teile vom Kopf oder andere Teile vom Fisch bleiben hängen. Der gegrillte Fisch ist nicht mehr ansehnlich. Das nervt mich.
Also schaute ich mich nach einer Lösung um und fand sie in Form eines Fischständers oder auch Fischrack genannt. Ich habe den GEFU 89331. Hier steht der Fisch mit dem Bauch nach oben im Grill. Da der Grill geschlossen ist, kommt die Hitze von allen Seiten an die Dorade heran und erhitzt sie wunderbar. Ich verwende kein Öl und so tropft auch kein Öl in den Grill, dass sich entzünden kann. So verbrennt der Fisch nicht und auch die Haut bleibt lecker. Mit dem Fischkorb ist es mir nie so gut gelungen und daher bin ich mit dem Fischständer sehr zufrieden. Die Halterungen des Fischständers lassen sich verschieben, so dass große und kleine Fische in den Fischrack passen.
Kleiner Hinweis: Der Fischrack im Grill wird heiß – ich habe es für euch ausprobiert.